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Was bringt Facebook-Werbung?

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Als ich mein Kurzgeschichten-Buch einige Tage vor Weihnachten auf den Markt gebracht habe, dachte ich: Ach, schalt‘ doch mal Werbung! Davon hält man ja in letzter Zeit so viel!

Dem vorhandenen Budget und der Zielgruppe angepasst beschloss ich, 20 Euro in die Hand zu nehmen und es mal mit Facebook-Werbung zu probieren. Das Schöne ist ja, dass man dort überhaupt mit solch einer Minisumme werben kann. Hier das von Facebook ausgegebene Resultat nach einer Woche Laufzeit:

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Immerhin 9.340 Menschen haben meinen „Sponsored Post“ gesehen. Von denen haben 22 irgendetwas getan (draufgeklickt, den Post ge-liked, über ein Katzenfoto gelächelt, was auch immer) und eine Person hat den Post sogar geteilt!

Kurz: Pro Interaktion auf Facebook habe ich rund einen Euro ausgegeben. Und ob ich ein einziges Buch darüber verkauft habe, steht in den Sternen.

Wer nun denkt, das Budget hätte höher sein müssen, der hat Recht und dann auch wieder nicht. Der Euro pro Interaktion bei meinem Minimalbudget deckt sich mit den Erfahrungswerten großer Agenturen, die monatlich sechsstellige Summen bei Facebook lassen, und er deckt sich auch mit unserer Erfahrung, als wir mit Plan B mal eine Tour beworben haben, damals haben wir etwa 250 Euro investiert. Mehr Geld bringt also nicht zwangsläufig mehr Klicks, dennoch erhöht ein größeres Budget natürlich die Chance, dass einer der etwa 0,24% Facebook-Nutzer, die auf Werbung klicken, den Toaster oder das Buch dann auch bestellen.

Lohnt sich Facebook-Werbung also?

Na klar!

Für Facebook.

28 Kommentare

  1. 01

    Im Gespräch mit einer großen SEO-Agentur und einem Budget von ein paar 100 Euro pro Monat für Google AdWords, habe ich den für mich denkwürdigen Satz gehört:

    „Mit solch einem niedrigen Budget Anzeigen zu schalten ist wie mit einem Klappmesser in eine Schießerei zu gehen“.

  2. 02

    Ich werde in Zukunft einen weiten Bogen um Facebook-Werbung machen.

    Warum?

    Darum: https://www.youtube.com/watch?v=oVfHeWTKjag

  3. 03
  4. 04

    Dass du mich dazu bringst, Facebook Werbung zu verteidigen…aber: Wer digitale Werbung wie klassische Werbung bucht, bekommt auch Ergebnisse wie bei der klassischen.
    Beim nächsten Mal: von den 20 Euro die ersten fünf verwenden, um die ersten fünf Tage jeweils für einen Euro pro Tag Anzeigenformate mit Texten, Bild und vor allem den Zielgruppen zu testen. Am Ende des Tages schauen, wie sie performt hat und die eigenen Hypothesen überarbeiten, um sie am nächsten Tag erneut zu testen usw. Nach fünf Tagen die übrigen 15 Euro für eine deutlich gezieltere Kampagne einsetzen. Kann dann immer noch nix bringen. Aber dann liegt’s zumindest nicht daran, dass man die Methode nicht optimal eingesetzt hat.

  5. 05

    @Johannes Kleske: Ich lerne ja noch. Ich mach das nicht mal wie klassische Werbung. Aber wenn das in Arbeit ausartet, muss man glaube ich auch etwas mehr als’n Zwanni in die Hand nehmen.

  6. 06

    Ich kann Deine Erfahrung bestätigen, dass Facebook-Werbung nicht allzuviel bringt. Aber es stimmt auch, was Johannes sagt. Sich an die Zielgruppe heranzutasten und die Kampagne optimal abzustimmen, kann ein paar Interessenten mehr generieren. Ob diese das Buch dann auch tatsächlich kaufen, ist natürlich schwer messbar. Ich weiß auch noch nicht, ob ich mein nächstes Buch (bezahlt) auf Facebook bewerben werde oder ausschließlich Social Media nutze.

  7. 07

    Dazu fällt mir ein, dass du ein konkreteres Lead Tracking brauchst, ergo, um zu sehen wer eben nach dem Klick auf spendet. läßt sich eigentlich ganz gut einbauen mit google analytics und bit.ly links zum beispiel um verschiedene quellen zu benennen.

    Das argument mehr geld bringt mehr zählt nicht, da es tatsächlich skaliert.

    Organische Querverweise, dass beispielsweise einer deiner kumpels nem anderen von der Werbung erzählt und dann dadurch nocheinmal darauf geht ist wohl eher unwahrscheinlich bei kleinen Summen.

    Wie gesagt, es läßt sich alles vermarkten und facebook funktioniert bald nur noch so. Zeit selbstständiger zu werden (mal wieder)

    lieben gruss,

  8. 08

    Knapp 9.500 Leute haben den Post also gesehen.
    Da Frage ich mal ganz doof:
    Wieviele Menschen sehen denn einen normalen Post, den über Facebook absetzt?

  9. 09

    Haettest doch einfach nur ein Buch verlosen muessen. Der Eintrag haette hunderte, ach was red ich, tausende likes und shares bekommen.

  10. 10

    @Chris: wie definierst Du einen normalen Post?

    Einen normalen Post von Erika Mustermann mit 37 Freunden sehen wahrscheinlich nur 10 Leute. Einen normalen Post von einem Promi mit tausenden von Freunden und Followern (die gibt’s ja auch noch) sehen wahrscheinlich tausende von Leuten.

    Dann gibt es ja noch die Pages. Ich bin Mitadministrator bei einer page mit ~5.5K likes/followers. Je nach Inhalt des Post liegt der Reach da bei ein paar Hundert bis zu ueber 5K. Einer der erfolgreichsten Posts der letzten Monate hatte einen Reach von 5.5K, dafuer gab’s bis jetzt 213 likes, 31 Shares und 9 Comments.

  11. 11

    @Chris: Das schwankt sehr stark (siehe auch Armins Kommentar), ist aber meist weniger.

    @Tilman: Danke für die Tipps und den Input!

    @Armin: Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht, denn weiteres Teilen einer Verlosung verringert ja die eigene Gewinnchance. Es sei denn, man macht dieses „Teilen, um zu gewinnen“, und das geht bei mir nicht. Kann ich nicht bringen. Ist fies.

  12. 12

    @Armin:
    Ich meinte schon einen Post von Johnny oder der Spreeblick Page.
    Halt um einen Vergleich zu haben.

    @Johnny Haeusler:
    Danke für die Info!

  13. 13
    Dominik

    Du hast leider alles unterlassen, was bei mir Interesse hervorrufen könnte. Lese bitte mal Denie Beschreibung und versuche Dir jemanden vorzustellen, der das Werk nicht kennt.

    Findest Du auch nur einen Grund warum mich Dein Angebot interessieren sollte?* Betrifft mich das?

    (Nein, Bonus irgendwas für was was ich nicht kenne, mich also nicht interessiert gilt nicht ;-))

    * Ich will das Werk nicht schmähen, ist nur provokant formuliert um es deutlich zu machen.

  14. 14
    Thomas

    Hmm, ich hab ein Buch gekauft, weil ich wohl bei facebook über Dein Video gestolpert bin. Was macht der ungezogene Bengel im Hintergrund mit dem Luftballon? ;-)
    Und nun habe ich sehr viel Spaß mit den witzigen Geschichten…
    Ich empfand es auch nicht als Werbung sondern mehr als witzige Produktinformation oder Kaufanregung.
    Danke dafür!
    Guten Rutsch

  15. 15

    Das Thema ist doch ein bisschen komplexer und sollte nicht mit 20 Zeilen Text so oberflächlich angekratzt werden. Es gibt viele verschiedene Anzeigenarten sowohl bei Google als auch bei Facebook, die je nach Zieldefinition gewählt werden sollten. Mit 20 EUR einen Test zu starten ist kein schlechter Ansatz aber aus dem Ergebnis lässt sich doch nicht der allgemeine Nutzen von Facebook Werbung herleiten. Wenn du in erster Linie wissen willst, wie viele Bücher du über die Anzeige verkauft hast (also letztendlich deinen ROI berechnen willst), empfehle ich dir Conversion-Tracking. Und dann ist da noch die Frage der Zielgruppendefinition, der laufenden Optimierung innerhalb des Kampagnenzeitraums, etc.

    Ein Euro pro Interaktion ist sehr hoch und auch dieser Wert schwankt je nach Anzeigenart, Zielgruppe, etc. sehr stark. Allein das Produkt ist hier schon sehr ausschlaggebend. Der Hersteller von Stahlträgern erzielt hier sicher ganz andere Werte als die Plattefirma mit dem Album XY.

  16. 16

    HAHA ich musste lachen als ich den Post las. Da hat mal wieder jemand versucht ohne Wissen wie es funktioniert FB Werbung geschaltet. Weil er dann keinen Erfolg damit hatte erstmal einen Blog Post verfasst und schlechtgeredet.

    Zuerst sollte man sich Gedanken machen wie man die Sache angeht.
    Ist die Zielgruppe bekannt? So wie die Werbung ausschaut nicht ^^

  17. 17
    Sebastian

    Du hättest natürlich auch ein Tracking Pixel verwenden können, um zu sehen, wer kauft. Und denen, die nicht gekauft aber geguckt haben dann eine andere Anzeige zeigen können… ;-)

  18. 18

    hätte hätte, Fahrradkette.
    Ich rate Kunden mittlerweile ab auf Facebook zu werben, egal wie oder für was. Why? -> http://youtu.be/oVfHeWTKjag

  19. 19

    @Johnny Haeusler: Das wäre doch einmal ein spannender Themenkomplex für die 9. re:publica.
    Alles Gute im neuen Jahr und viele schöne neue Fässer zum Aufmachen hier on Spreeblick ;-)

  20. 20

    Lustigerweise schalte ich derzeit für einen Kunden zunehmend Facebook Ads, da sie auf Reichweite und Conversion viel besser performen als sein Display- oder E-Mail-Marketing. Demensprechend wurden auch die Budgets für 2015 dann neu verteilt.

    Ich denke es steht und fällt mir der Kombination von Posting-Text, -Bild, Typ des Postings (Linkpost, Text oder Foto etc) und vor mit allem der Auswahl der Zielgruppen sowie dem bereits erwähnten A/B Testing auf Bilder, Zielgruppen, und Texte. Da wäre sicher noch einiges gegangen :)

    Facebook möchte natürlich vielen KMUs erzählen, dass jeder seine Werbung selbst schalten kann, aber ich denke gerade bei größeren Budgets und wenn die Performance eine Rolle spielt, wird dies auch in Zukunft bei Agenturen oder Freelancern liegen da sie letztendlich bessere Ergebnisse einfahren, die bei größeren Budgets die zusätzlichen Kosten rechtfertigen.

  21. 21
  22. 22

    Naja im Retargetting soll facebook mitlerweile ganz gut sein habe ich gehört.?

  23. 23
    Norbert Nickles

    Wenn sich knapp 10.000 Leute das Produkt ansehen und es keiner kauft dann kanns ja auch an dem Produkt liegen und nicht an facebook.

  24. 24
    Daniel

    Hallo,

    die gleiche Erfahrung habe ich leider auch mit FB-Ads gemacht. Bei mir war das Budget „leider“ etwas höher aber die Resultate ähnlich, ob meine Werbung die Leute nicht richtig angesprochen hat, ich weiß es wirklich gesagt nicht. Es gibt wohl auch Leute die sehr erfolgreich mit FB-Ads fahren, davon bin ich aber keiner! Ich mache einen großen Bogen um diese Art von Marketing.

    LG

  25. 25
    Peter Vogel

    1€ pro Interaktion ist definitiv zu hoch! Das kann a) an einem schlechten produkt liegen oder b) an einer für die Zielgruppe nicht interessanten gestalteten Werbeanzeige. Hin und wieder schalte ich auf FB Kampagnen um T-Shirts von einem amerikanischen Shop zu vertreiben. Hierfür nutze ich meine Fanpage und habe damit durchaus (sehr) gute Ergebnisse erzielt. 20€ verwende ich um die richtige Anzeige zu finden – Cross Testing ist bei FB wohl die Qual der Wahl.. Hat sich dann die ansprechendste Anzeige heraus kristallisiert wird investiert!

  26. 26
    steve

    Das ist wirklich eine der schlechtesten Berichte über Werbung, den ich je gelesen habe, wenn nicht sogar DER Schlechteste.
    Die Aussage „Lohnt sich Facebook-Werbung also? – Na klar! – Für Facebook.“ ist wirklich lächerlich.
    Du hattest 20 € zur Verfügung und willst damit irgendwas aussagen über den Erfolg von Werbung?
    Und deine Aussage „Und ob ich ein einziges Buch darüber verkauft habe, steht in den Sternen.“ zeugt von 0 % Kompetenz in Sachen Werbung. Denn das steht sicherlich NICHT in den Sternen, sondern kann exakt ausgewertet werden, ob ein Besucher von Facebook oder Google auch gekauft hat oder nicht. Nennt sich „Conversion“.
    Dein Bericht sagt nichts aus und zeigt nur, dass irgendjemand mit sehr wenig Halbwissen und 20 € irgendeinen Murks verzapft.

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