Grab it while you can. Read on, my dear…
Archiv
Wozu Kameraüberwachung gut sein kann
In England geschieht nichts unbeobachtet. Das ganze Land hat eine dermaßen hohe Überwachungskameradichte (die unter Sicherheitsaspekten nichts bringt und deshalb erhöht werden soll), dass - so erzählt man sich in Berlin - Wolfgang Schäuble nachts von Laterne zu Laterne fährt und Polaroidkameras installiert, wobei er „God save the Queen“ singt und lauwarmes Bier trinkt. The Get out Clause, eine Band aus Manchester, die keinen Plattenvertrag hat, machte sich nun die vielen Kameras zunutze (nicht die Polaroids von Schäuble, die echten) und hat sich erst aufzeichnen lassen, dann die Aufnahmen unter Berufung auf den Freedom of Information Act zurück gefordert, bearbeitet und ein Video daraus produziert.
Picassos „Guernica“ in 3D
Picassos Kriegsanklage „Guernica“ als dreidimensionale Studie von Lena Gieseke. Fügt dem Gemälde zwar nur eine räumliche Dimension hinzu, das reicht mir aber.
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Berverly Hills Chihuahua
Die Produktion von Trailern ist eine Kunst für sich. Häufig genug ist es die Kunst des stilvollen Bescheißens, weil Trailer den Mund wässrig machen auf Filme, die gegen den Speedball Trailer wirken wie Weinbergschnecken auf Baldrian. Disney aber macht es mit dem Trailer zu Beverly Hills Chihuahua anders. Der hat augenblicklich Waterboarding von der Liste der gerade noch erlaubten Verhörmethoden verdrängt. Man ist ja schnell bei der Hand mit dem Etikett „Schlechtester Film aller Zeiten“ - aber selbst wenn Beverly Hills Chihuahua der schlechteste Film aller Zeiten ist, wird er im Vergleich zum Trailer noch eine erfreuliche Überraschung sein.
Tubuk
Diversifizierung, Sparte, Independent, undsoweiter undsoweiter - klingt nach Bullshit-Bingo für Leute mit Ringelpullovern. Fehlt noch Longtail, hiermit seis nachgetragen. Wie krieg ich jetzt den Bogen zu Tubuk? Genau: gar nicht. Jedenfalls ist Tubuk eine Plattform für Independent-Verlage, bedient hiermit eine Sparte und wirkt auf eine Diversifizierung des Buchmarktes hin. Die Verlage sind in der Mehrzahl tatsächlich toll, und weil Tubuk vom Geschäftsmodell her wie eine Buchhandlung funktioniert, kommt bei beiden mehr Geld an. Was gut ist. Ist ja bald Tag der Bücherverbrennung, also Gelegenheit genug, Bücher zu verschenken. Oder zum Muttertag.
Popgun! 20 findet einen Diamanten
Popgun! heute mit britischer Nachwuchshoffnung, einer Volksbühne voller Geburtstagsständchen, texanischen Himmelsexplosionen und ungeklärter Metaebene. Kurz: London, Berlin, Texas. In genau dieser Reihenfolge. Read on, my dear…
Nargis
Der Zyklon Nargis wirft wenige Monate nach der brutalen Niederwerfung der Mönchs-Aufstände in Myanmar erneut ein grelles Licht auf die Skrupellosigkeit der Militär-Despoten. Im Jura-Studium wurde im Strafrecht anhand der Zeugen Jehovas, die Bluttransfusionen aus religiösen Gründen ablehnen, geprüft, ob der Arzt - wenn zum Beispiel ein Kind eine Transfusion benötigt - ohne Einwilligung der Eltern das Nötige tun darf.
Hosensprung
Vermutlich kann René leicht beweisen, dass dieses Video älter ist als Pangäa, aber dennoch scheint bisher niemand die nahe liegende Frage gestellt zu haben: tut das nicht furchtbar weh?
Tetris-Melodien auf halbvollen, halbleeren Flaschen gepustet
Neulich auf Spreeblick: Super-Mario-Melodie mit ferngesteuertem Auto auf Glasflaschen gespielt. Heute die Fortsetzung davon, nach dem Dingens. Read on, my dear…
EMpathie
Vorbereitung ist alles: Die spanischen Spieler beispielsweise haben sich das EM-Logo frisieren lassen.
Privater Monolog um Öffentlich-Rechtliches
Ich: Hast du Quoten, Klicks & Kohle gesehen?
Das andere Ich: Wir beide werden von demselben Sehapparat versorgt.
Ich: Ach ja. Vergesse ich immer. Ich hätte nicht gedacht, dass ich dem Focus einmal recht geben würde - aber diese Sendung war wirklich peinlich.
Das andere Ich: Ich hätte nicht gedacht, dass ich dir einmal recht geben würde. Peinlich war die. Zumindest bis ich eingeschlafen bin. Kannst du nochmal zusammenfassen, um was es ging?
Ich: Du bist so ein Penner. Ok: Ein ARD-Reporter hat einen Beitrag zusammen gestrickt, der belegen soll, dass die Verleger-Lobby die legitime Ausweitung des Sendeauftrags der Öffentlich-Rechtlichen ins Internet verhindert und damit aus dem Netz eine einzige Castingshow macht.
Das andere Ich: Dann war die Sendung zwar peinlich - eine Dauerwerbesendung halt: Aber in der Aussage hatte sie recht.
Spreeblick-Gezwitscher
Nun hat die kleine Box oben rechts auf unserer Internet-Homepage-Seite endlich eine Funktion, die über die schon immer nur als Platzhalter gedachte Anzeige des Datums hinausgeht. Die Sätze, die jetzt dort zu lesen sind, bestehen aus dem jeweils letzten Tweet (also Twitter-Eintrag) eines Spreeblick-Autoren. Für Twitter-Neulinge gibt es nach dem Klick ein paar Erläuterungen. Read on, my dear…
Popgun! 19 schleicht mit Bodi Bill
Der Zweitling der Berliner Elektroniker von Bodi Bill (Foto) steht an. Radio Dept und CSS haben auch Alben für den Sommer angemeldet, während Billy Bragg weiterhin glaubt und Lykke Li auf der Toilette singt. Read on, my dear…
Wir sind die Saudis
Keiner hat sie lieb und Frauen kennen sie nur in Christo-Gedenk-Montur. Öl trinken und Geld essen wird auch irgendwann fad, die eintönige Landestracht lässt nicht viel Platz für Shoppingabenteuer (weißes Nachthemd von Boss, weißes Nachthemd von Valentino, weißes Nachthemd von Armani - und dann?). Saudische Männer müssen Lebensfreude also auf etwas andere Art erfahren.
Gustav: Verlass die Stadt
Als die Wiener Künstlerin Eva Jantschitsch vor einigen Jahren unter dem Namen GUSTAV im Sinatra-esken, von Violinen bestimmten Song „Rettet die Wale“ bei Lebensmüdigkeit den Freitod empfahl und Eltern riet, ihren Kindern entweder deren Meinung zu lassen oder sie beim nächsten Mal früher abzutreiben, da ging ein Raunen durch die deutschsprachige Popwelt. Soviel zuckersüße – darf ich es wagen? – Ehrlichkeit hatte man lange vermisst. Mit „Verlass die Stadt“ legt GUSTAV nun das zweite Album vor und vorweg lautet die Antwort auf die Frage, ob es die Versprechungen des Erstlings halten kann: Ja. Aber voll. Read on, my dear…
Freedocumentaries.org
Freedocumentaries.org sammelt Dokumentationen auf Google-Video und hat Links zu den hervorragenden „Powers of Nightmares“ und „The Yes Men“. Damit kann man zwischen Grillen und Maitanzen ganz wunderbar Zeit totschlagen.
[via]
Sonderaktion der Bahn
Obwohl ich humpaaa völlig zustimme, muss ich sagen: Die Bahn macht das Beste draus.
Coldplay mit Mini-Radiohead-Move und Metallica überlegen auch…
Wenn die Band-Website aufhört, ständig Time-Outs auszuspucken, kann man dort die neue Coldplay-Single „Violet Hill“ runterladen, die es am 7. Mai auch als Superspecial-Vinyl-2-Track-Edition inklusive NME geben wird. Wenn man das überhaupt will, weil: sie ist eher so achnaja. Und Metallica überlegen auch, nachdem ihr Vertrag mit Warner mit dem nächsten Album ausläuft, unter die Radioheads und NINs zu gehen. Nix is’ mehr, wie’s mal war.
1.Mai - geschenkt!
Der Revolutionäre 1.Mai in Kreuzberg ist legendär. Alter, war hier früher was los!
Randale, Bambule, Tatütata!
Verlosung nach dem Klick!
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Telekolleg: Deutsch für Nazis
Extra3 zeigt Folge 5621 des Telekollegs: Deutsch für Nazis. Video nach dem Klick.
Prince: Creep (Radiohead)
Gestern Abend fand ich es nicht wirklich überzeugend. Doch heute, nach dem dritten Hören … da bekommt die Nummer eine eigene Faszination. Radioheads „Creep“ in der Version vom kleinen Großmeister Prince beim Coachella-Festival in Kalifornien am vergangenen Wochenende. Videos nach dem Klick. Read on, my dear…
Erik & Me
Falls jemandem der adrette Herr rechts im Bild bekannt vorkommt, dann hat dieser Jemand vielleicht Toni Mahonis Band schon einmal live erlebt. Denn das ist „Mad Madunsky“, hier mit einem anderen Projekt namens „Erik & Me“, bei dem er unter „Madze Peng“ firmiert. Read on, my dear…
Popgun! 18 und die Erben der Arctic Monkeys
Klingt wie ein Abenteuerroman, der heutige Popgun! Titel. Ist natürlich überspitzt. Die Arctic Monkeys muss wegen eines weniger guten Albums niemand beerben, auch wenn die Nachfolger, ganz die Briten, Schlange stehen.
Bitte betätigen sie diesen Schalter nicht noch einmal
Man kann das nachfolgende Video der LeaveMeAloneBox in Aktion nicht besser verbloggen als es Gizmodo bereits getan hat. Read on, my dear…
Graffiti Research Lab DVD Trailer
Heute auf BoingBoingTV: eine Vorschau zur kommenden DVD vom Graffiti Research Lab, die ihre ganzen Graffiti Videos aber schonmal vorab per Torrent zu Verfügung stellen. Im Video erzählen James Powderly und Evan Roth, was Graffiti2.0 bedeutet: Hacking Urban Space. Makes you want to go raus auf die Straße, making Art with Lasers and LEDs.
Video nach dem Klick (und wer sich als erstes über die BBTV-BMW-Werbung beschwert, der kriegt ein LED-Throwie an den Kopf).
Waterboarding by Amnesty
SpOn hat einen Artikel, Imaginary Animals hat das Zitat, auf das es ankommt:
This is no time for Congress to abandon practices that have a proven track record of keeping America safe. (George W. Bush, 8.3.2008)
Übersetzt: Dies sind nicht die Zeiten der Menschenrechte. Der Spot von Amnesty International aus diesen Zeiten nach dem Klick.
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Sebastian Edathy ganz privat
Wie wichtig dem Vorsitzenden des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), seine Privatsphäre ist, demonstrierte selbiger gestern früh beim RadioEins-Interview zum neuen BKA-Gesetz (MP3 dank Boocompany).
Update: Herr Edathy erklärt Humorgrenzen.
Sensation: Alles gut! (fast)
Seltsam fühlt sich das doch an, wenn ein Spiegel-Artikel in Argumentation und Beweisführung so sehr an einen etwas älteren Blogartikel erinnert. War wohl Bloggerparanoia, man ist ja vorsichtig inzwischen. Denn der SpOn-Artikel ergänzt den Artikel bei Medienlese nur, mit neu aufbereitetem Material und anderen Zitaten, stilistisch bedächtiger und, ja, ein klein bißchen langweiliger. Auf den zweiten Blick also ist das ein hervorragendes Beispiel, wie Blogs und Journalismus parallel zueinander funktionieren können. Könnten. Können.














