Was wir hier immer wieder gerne sagen, nämlich das Bloggen der neue Punk ist, wurde jetzt in einem schönen Video festgebannt, das zwar ein paar bessere Zeichnungen vertragen hätte, dafür aber mit schöner Hintergrundmusik daherkommt.
Schlage vor: Jeder, der in einem Blog kommentieren möchte, reicht vorher eine Kopie seines Personalausweises, das Einverständnis der Erziehungsberechtigten sowie eine Urinprobe bei der noch einzurichtenden staatlichen Blogregistrierungszentrale WTF (“Wissen teilen fördern“) ein. Er erhält danach (Bearbeitungszeit vier bis acht Wochen) eine ID, unter der er für den Blogbetreiber anonymisiert kommentieren kann. Bei strafrechtlich relevanten Kommentaren hat allein die Behörde Zugriff auf die Daten, selbstverständlich muss dies jedoch der Blogbetreiber beobachten und per Antrag bei der WTF anmerken.
Die Retro-Illustrationen von Kevin Dart greifen das Feeling klassischer Filmplakate der 60er Jahre auf, um deren Stil und Look in die Moderne zu übertragen. In letzter Zeit ganz zentriert auf seine Actionheldin Yuki 7, schafft Dart eine wunderbar vollständig imaginierte Welt — bunt, sexy und cool, wie wir uns die Sixties eben vorstellen.
Hier als Einstand zur neuen Diskursdisko- /Spreeblick-Crossposting-Serie ein Interview mit Kevin Dart über seinen Werdegang, die Welt von Yuki 7 und seine Zukunftspläne. Read on, my dear…
Der zurückgelehnteste Psychedelic-Akustikpop kommt auch im Sommer 2009 aus der Bay Area. Girls, das sind die Hippies im Grungepelz [sic!] Songwriter Christopher Owens und Produzent Chet “JR” White, die gemeinsam so entspannt zeitlose Songs schaffen, dass sogar Elvis Costello bei der Einordnung ihres Sounds kurz wankt, sich erst an Jarvis Cocker und dann an Phil Spectors Produktionen der 60er erinnert fühlt. Read on, my dear…
Otto ist ein elektronisches Musik-Instrument, das Loops zerschneidet. Nach dem Klick ein Demo-Video von Otto, auf Ottos Website gibt’s noch viel mehr Videos. Und ein ganz dickes Lob für die Auswahl des Namens. Otto is the new Roland, sozusagen. Read on, my dear…
GGF kauft Pirate Bay für rund 5,6 Millionen Euro, die Hälfte davon soll in Aktien bezahlt werden. GGF möchte mithilfe der ebenfalls neu erworbenen Software-Firma Peerialism ein Geschäftsmodell entwickeln, dass Inhaltslieferanten und Urheber vergütet.
Was die Übernahme für den Pirate-Bay-Prozess bedeutet, weiß ich nicht. Schafft es GGF jedoch, die angestrebten Ziele zu erreichen (und es spricht mit der Erfahrung aus dem Game-Bereich, einer entsprechenden Abrechnungssoftware und der vorhandenen Popularität von Pirate Bay nicht viel dagegen, dass sie es tun), dürfte der Preis ein absolutes Schnäppchen sein. Vielleicht nimmt dieSache ja jetzt endlich mal jemand richtig in die Hand.
Gestern versammelten sich tausende Menschen auf den Straßen, um im Gedenken an Michael Jackson einen Moonwalk Flashmob zu tanzen. Auch in Berlin. Im Flickr-Blog gibt es Bilder, folgt man den Links zu den Fotografen findet man noch viel mehr, HYST hat ein Video des Flashmobs in London und hier steht die Story zum Ursprung des Moonmobs, der wahrscheinlich auf einen Tweet von B3ta-Mitbegründer Rob Manuel zurückzuverfolgen ist. You got to be startin’ somethin’…
So I post, tentatively, “If I claimed there was a mass moonwalk being organised for 6pm at Liverpool Street Station would anyone believe me?” and sit back to see what happens next.
Michael Jackson ist heute an einem Herzstillstand verstorben. Mit ihm stirbt ein Teil meiner Kindheit und auch wenn sich das pathetisch anhört: Es ist die Wahrheit. Michael Jackson war der erste Popstar, den ich als solchen wahrgenommen hatte. Er war der King of Pop. Und als solcher behalte ich ihn in Erinnerung. Beat it.
Ein guter und netter Abend mit einem ganz persönlichen Highlight war das gestern beim Grimme Online Award 2009, zu dem ich als Laudator eingeladen war, um den Preis für die Kategorie „Spezial“ zu überreichen. Raum für eigene Notizen bleibt dennoch, na klar. Read on, my dear…
Über Iri5s „Ghost in the Machine“-Flickr-Set hatte ich hier bereits im März gebloggt, der neueste Zugang, nur für Johnny: London Calling aus Bandsalat.
Am 4. und 5. Juli 2009 findet an der Mannheimer Popakademie Baden Württemberg das Future Music Camp 2009 statt. Themen sind die Zukunft des Musikvertriebs und neue Geschäftsmodelle (ach!) Mehr Infos und Anmeldemöglichkeiten gibt es hier, ein Interview mit Organisator Ryan Rauscher gab’s bereits vor einer Weile bei den Blogpiloten.
Ich bin schon lange raus, was Popmusik angeht. Der neueste heiße Scheiß? Keine Ahnung. Welche Band spielt morgen in diesem neuen angesagten Ladenkeller? Ich weiß es nicht.
Da ich dennoch gerne neue Musik höre, freue ich mich über so liebevoll und gut gemachte Serien wie die Restgeräusch Sessions von Rote Raupe, einem Online-Independent-Musik-Magazin oder wie immer man sowas nennen will. Junge Bands spielen live im Studio ein paar Tracks, werden dabei gefilmt und der geneigte Schon- oder Bald-Fan kann sich das Ganze in diesem Internet ansehen. Klasse und vor allem wirklich gut umgesetzt. Interviews und Fotos gibt’s auch noch dazu.
Beim Durchhören und -sehen der dort aktuell verfügbaren Bands stellte sich mir allerdings eine Frage: Read on, my dear…
Bevor morgen die Netzsperren im Bundestag beschlossen werden, wird es ab 9:00 Uhr vor dem Brandenburger Tor eine Mahnwache der Netzsperrengegner geben.
Blur haben vorgestern einen Überraschungsgig im Londoner Rough Trade East gespielt, hier „Song 2“ in einer verwackelten Videoversion, aber voller raw live Power. In den related Videos auf Youtube findet man noch viele weitere Videos des Auftritts. Whoo-Hoo!
23 junge Autoren schauen sich ein wenig in der Weltgeschichte um, vor allem in den Städten. Der Verlag verspricht, dass „das, was die Stadt im 21. Jahrhundert ausmacht, wird aus den unterschiedlichsten Perspektiven und in neuem Licht betrachtet“ wird. Bjoern und Fred haben mal reingelesen und sich anschließend über Städte, Prenzlberg-Prosa und pdf-Rezensionsexemplare unterhalten.
Björn: Also, das ist ja ein Buch über Urbanität. Aber dann sind da einige Texte, die nichts mit Urbanität zu tun haben, vor allem die am Anfang. Aber später gibt es Texte, die wirklich sehr gut mit dem Thema spielen. Zum Beispiel Stefan Petermann mit „Gefühlter Sicherheit“, der die Bombenanschläge in London im Juli 2005 zum Ausgang nimmt. Das ist ne Geschichte, da spielt Stadt eine Rolle, die nur Stadt spielen kann: dieses Bedrohungspotential, und im Gegensatz die Ruhe auf dem Land.
Das musste ja kommen: Wer braucht schon Microsofts „Project Natal“ oder eine Wii, wenn man ein Theremin haben und damit eine Runde Super Mario zocken kann. (Und weil bis jetzt noch bei jedem Posting über das Theremin fragen kamen, was das überhaupt für ein Dingens ist [ein Musikinstrument] und warum es funktioniert, wie es funktioniert: Hier steht, wie’s geht.)
Der Fall Dreyfus ist der berühmteste Justizskandal der französischen Geschichte. Er gilt als die Geburtstunde des modernen französischen Antisemitismus und des Zionismus. Die Affäre geht so: 1894 erhält das Nachrichtenbüro Kenntnis über einen Spion im Generalstab, der den Deutschen Militärgeheimnisse verkauft. Einziger Hinweis ist ein Schriftstück, das eine Agentin aus der deutschen Botschaft ans Nachrichtenbüro übermittelt. Hauptsächlich eine oberflächliche graphologische Untersuchung schließt auf Dreyfus als Verdächtigen, der einzige Jude im Generalstab. Trotz der schwachen Beweiskraft eröffnet die rechtsradikale und antisemitische Presse eine Hetzkampagne gegen Dreyfus. Am letzten Verhandlungstag des Prozesses lässt die Militärführung dem Gericht ein geheimes Dossier zukommen, von dem die Verteidigung keine Kenntnis hat. Dreyfus wird aufgrund dieses dossier secret wegen Hochverrats schuldig gesprochen, degradiert und auf die Teufelsinsel verbannt. Ende des ersten Aktes.
Lukas vom hier sehr geschätzten Blog Coffee & TV erklärt in einem offenen Brief (in einem offenen Video?) an Herrn Jack White, warum der Leute verklagen sollte, die „Seven Nation Army“ grölen. Kann ich genau so unterschreiben.
Weil immer wieder mal die Frage im Raum stand, ob Musikvideos jetzt nun tot seien und was denn da los wäre, sei allen Fragenden einmal das komplette Videooevre von N.A.S.A. (Akronym für North America South America), dem kollaborativen HipHop-Indie-Project Sam Spiegels, Bruder von Regisseur Spike Jonze, und Ze Gonzales, ans Herz gelegt. Deren Videos sind Defibrillatoren für die halbe Branche. Neuester Stromschlag der Clip zu ‘A Volta’ von Alexei Tylevich und seinem Team bei Logan. Read on, my dear…
Damit die Unsinn-Quote hier auf Spreeblick auch mal wieder stimmt, hier Allison Lonsdale und Eben Brooks mit ihrem Song „LOL Together“, einer Coverversion von „Come Together“ der Beatles mit einem Songtext für’s 21. Jahrhundert: „Here come ol’ LOLcat, He run out of happy, He can has cheezburger, Look out, you haz a flavr, He’s in ur base killin ur d00dz, Do not want kibble, give me the gushyfuds! LOL Together, right now! OMG!“
„It might get loud“ lief dieses Jahr auf dem Sundance-Festival und kommt im August in die amerikanischen Kinos, darin bastelt sich Jack White eine Gitarre aus einem Bindfaden und einem Stock (aber ohne die Kuh). Und um Euch ein bisschen zu ärgern, hier meine Meinung zu U2: Ihre Wurzeln im Christian Rock sind mir zwar sehr fremd, aber ich finde, „The Joshua Tree“ ist eines der besten Pop-Alben aller Zeiten und Bonos Engagement ist besser als kein Engagement.
Regie führte Davis Guggenheim (An Inconvenient Truth), Trailer nach dem Klick. Read on, my dear…
Nach dem Klick: Ein sehr hübsches Video, das den ganzen Europa-Schlamassel etwas durchschaubarer macht, erstellt von der Wiener Agentur instant. Und keine Wahlempfehlung. Read on, my dear…
Wir werden niemals für Musik bezahlen. Denn das haben wir bisher auch nicht getan.
Warum nur diejenigen Unternehmen den Sprung ins Musikbusiness 2.0 schaffen werden, die diese simple Erkenntnis verinnerlicht haben: Nach dem Klick. Read on, my dear…