Ein neuer Sturm weht über das Land. Er heisst „Langweile in der Rest-BRD“ und spült täglich Teenager und Tweens an die kantige Küste der Hauptstadt. Überheblich und voller Lebenslust raffen sie sich auf und ziehen ihre schicksten Klamotten an, um sich mit dem Einheimischen (also dem, der letztes Jahr hierhergezogen ist) anzufreunden.
Nur um dann festzustellen, dass Berlin nicht Schnackenburg ist und selbst die langweiligsten Menschen hier in Coolness gebadet wurden. Was die Zugezogenen nicht wissen: Der Kampf um den Platz an der Spitze der Szene ist härter umkämpft als die letzte leere Bierflasche Samstagnachts am Kotti. Das regelfreie Berlin hat also doch bestimmte Grundsätze, zumindest, wenn man in der „It-Crowd“ sein möchte. Aber nicht verzweifeln. Auch du kannst cool sein. Frischfleisch aufpassen, hier kommt der Lehrgang zum Berliner Szenemenschen:
Outfit: Unbedingt, und zu aller erst, muss ein Jutebeutel angeschafft werden. Nein, nicht die von gängigen Supermärkten, sondern einer, der schon mindestens 10 Jahre alt ist und einen obskuren 90er Jahre Aufdruck (sehr beliebt ist „Der grüne Punkt“) hat. Je seltener und älter der Jutebeutel, desto besser. Er dient Männern und Frauen gleichermaßen als Handtasche oder Biertransport. Der Jutebeutel ergänzt den Billg-Look und ersetzt das Motto-T-Shirt der frühen 2000er. Der Jutebeutel ist ein nicht zu unterschätzendes Statussymbol.
Frauen und Männer decken sich mit Röhrenjeans und Leggins von American Apparel ein, dem einzigen Laden, in dem noch von der Stange eingekauft werden darf. Keine Angst, liebe Moppelchen, wenn ihr nicht in die „One Size Fits All“ Strumpfhosen passt; diese Textilien, die in ihrem Ursprungsland für Kik-Preise verkauft werden, sind so teuer, dass sowieso nicht viel Kleingeld für Essen übrig bleibt.
Zusätzliche Accessoire werden ausschließlich in kleinen Boutiquen, auf dem Mauerpark-Flohmarkt oder in Second Hand Läden besorgt, darunter riesige Sonnenbrillen, die das ganze Gesicht verdecken, und am besten auch einen alten Gameboy mit dem Spiel „Tetris“. Empfohlen sind ironisch getragene T-Shirts, also eigentlich völlig inaktzeptable Motive (Tribals, Three Wolf Moon, Micky Maus).  Sehr wichtig, und zu jeder Jahreszeit getragen: ein Schal, der mit einem kleinen Schwung um den Hals gewickelt wurde.
Location: Um authentisch zu wirken, sollte man nicht dem Pfad der Studenten folgen und die eingerannten und mittlerweile völlig überteurten Pseudo-Szeneviertel Friedrichshain und Kreuzberg aufsuchen. Besser ist es, Viertel auszuwählen, die noch keinen Stempel außer „dreckig und billig“ tragen. Perfekt eignet sich dafür zur Zeit der Norden Neuköllns sowie der Wedding, der zwar härter ist, aber keinen Ost-Charme besitzt.
Sobald man sich für einen Stadtteil entschieden hat, der zum nächsten Szeneviertel werden soll, muss man sich auch die passende Wohnung suchen. Idealerweise dritter Stock mit unverbautem Ausblick auf den Fernsehturm, Altbauwohnung mit hohen Decken und Dielenboden. Die Zimmer müssen spärlich möbiliert bleiben, um spontanen Parties den Freigang zu lassen, der notwendig ist. Optimal ist das Zimmer mit einer Matratze, einem (alten, vom Antikmarkt gekauften) Kleiderschrank und einem Mac und Bose-Lautsprechern ausgerüstet. Wer Ikea kauft hat schon verloren, da es sich hier um Massenanfertigungen handelt.
Popkultur: Anfängern sollte davon abgeraten werden, sich in Diskussionen über Popkultur einzubringen. Gute Musik und gute Filme werden nach ihrem Bekanntheitsgrad ausgewählt, daher sollte man sich angewöhnen, bei neuen Songs oder Bands erst einmal zu schauen, wie viele Plays sie bei Last.FM schon haben. Bands, die unter 500 Mal gespielt wurden oder nur 20-50 Hörer haben, können gerne erwähnt werden.
Bei Filmen verhält es sich ähnlich, doch können bestimmte sich Themenfelder darüber hinwegsetzen. Das gilt vor allem für Filme, die sich mit Drogen, realistischer Gewalt oder tatsächlichen Begebenheiten beschäftigen.
Als Faustregel gilt: je älter, desto besser. In der Musik heisst das vor allem „britische The-Bands“, also The Cure, The Smiths, The Clash oder Old School Authentic Hip Hop wie NWA und die Beastie Boys. Auch immer funktioniert Animal Collective. Keiner weiß, wieso.
Bücher sind die einzige Möglichkeit, gebildet zu wirken, da jedes Gespräch zu Arbeit (sofern man eine hat) oder Studium (sofern man überhaupt noch hingeht) als uninteressanter Spießer-Small-Talk abgewertet werden. Daher sollten vor allem Nietzsche und Kerouac gelesen und zitiert werden. Als leichte Kost gelten die „alten“ Sachen von Chuck Palahniuk. Also alles außer Fight Club.
Party: Nicht lächeln! Ein latent gelangweilter Gesichtsausdruck mit einem halb-arroganten Blick ist absolut kritisch, um zu überzeugen. Die Musik auf einer Party muss immer als schlecht bewertet werden. Wenn es sich um Animal Collective handelt, muss mindestens „der Sound“ oder „die Soundanlage“, abgekürzt auch „Anlage“ als schlecht hervorgehoben werden.
Anders, als man es noch in der Schule im Heimatdorf gelernt hat, ist Ziel der Party nicht, Konversation zu führen, sondern besonders oft fotografiert zu werden. Strikt untersagt sind Kameras aus der gewöhnlichen Produktion. Hier das Ranking der zu benutzenden Apparate, angefangen mit dem beliebtesten Gerät um Coolness zu demonstrieren:
- (originale) Polaroidkamera
- Analoge Spiegelreflexkamera
- Analoge Wegwerfkamera (in bunter Farbe)
- Digitale Spiegelreflexkamera
- iPhone Handykamera
- „Digi-Cam“
- Handykamera
Wichtig ist es, dass man auf den Bildern gelangweilt, lethargisch und atemberaubend gut aussieht. Auf Parties sollte man deshalb immer mindestens ein Oberteil (für Männer besonders empfohlen ein „V-Neck“) von American Apparel tragen. Jutebeutel (mit Sterni-Bier oder Club Mate, da authentischer) nicht vergessen. Man sollte davon absehen, mit Freunden für ein Bild zu posieren, da man weder Freunde haben noch Enthusiasmus zeigen sollte. Spaß ist verboten.
Niemals, unter keinerlei Umständen, darf getanzt oder gar mitgesungen werden. Auch Sport Bars oder Locations, von denen Touristen potenziell erfahren könnten, sind verpönt. Â Veranstaltungen sollten meist in seltsamen Spelunken statt finden, auf keinen Fall aber in trendigen Szenebars, um Originalität zu demonstrieren. Sobald eine Party mit Flyern beworben wird, lohnt es sich nicht mehr hinzugehen. Â Doch egal, unter welchen Umständen, die Nacht muss dennoch von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang verbracht werden, um Standkraft und auch Langweile beweisen zu können.
Job: Der Szenemensch in Berlin hat im Bestfall keinen Job, sondern wird von Mami und Papi unterstützt. Er rebelliert gegen diese Großzügigkeit, indem er sich keinen Audi A5, sondern ein Fixie mit ähnlichem Preis kauft. Selten kommt es vor, dass man trotzdem arbeiten muss. Schafft man es als DJ, Model oder Digital Bohème, hat man alles richtig gemacht. Im Zweifelsfall in schäbigen Kneipen barkeepern.
Das Bildungs- und Lebensziel sollte auf jeden Fall der Höhepunkt des Hedonismus sein.
Wer dieses Fundament wahrt, kann nichts mehr falsch machen. Für die kleinen Tücken des Alltags und Anfängerfehler hier eine abschließende Liste mit kleinen Pro-Tipps:
- Converse, auch bekannt als „Chucks“, sind nicht alternativ und auch nicht cool. Dreckige Turnschuhe? Ja. Chucks? Nein. Sogar deine kleine Schwester trägt Chucks. Du bist jetzt in Berlin!
- Niemals, niemals, niemals, darf man sich selbst als „Hipster“ oder „Scenester“ bezeichnen. Hipster müssen für den krampfhaften Versuch, „cool“ oder „in“ sein zu wollen, verachtet und verurteilt werden, da jeder Versuch auf das Defizit in ihrer Authentizität hinweist.
- Wer nicht magersüchtig ist, aber mindestens eine Modelfigur hat, sollte es lieber mit Emo oder Punk versuchen.
- Auf Nachrichten, egal ob über Facebook oder per SMS, darf erst einige Stunden, vielleicht auch Tage später geantwortet werden. So vermittelt man, dass man beschäftigt ist, wahrscheinlich mit einer spannenden Party oder einer interessanten Ausstellung.
- Kaffee nicht von der Stange, sondern handgebrüht vom Herd oder einen starken, „echt italienischen“ Espresso, der Speiseröhre und Magenboden völlig vernichtet. Zum Frühstück gibt es prinzipiell höchstens eine selbstgedrehte Zigarette.
- Fahrräder sollten alt sein, bestmöglich Fixies ohne Gangschaltung, Bonuspunkte gibt es wenn auch die Bremsen nicht funktionieren.
- Menschen mit Handygürteln müssen auf der Stelle gepiesackt und gehänselt werden.
- Nach einer gewissen Warmlaufphase sollte man sich an die Klamotte der 80er Jahre orientieren. Schrille, neon-bunte Kleider für Frauen und kurze Sport-Shorts für Männer (inklusive Stirnband) sind sehr beliebte Accessoires für die, die schon eine höhere Stufe erreicht haben.
- Männer sind damit beraten, immer ein rot-schwarz kariertes Flanell-Hemd zur Hand zu haben und unrasiert zu bleiben.
- Der Prenzlauer Berg, auch „P-Berg“ oder „Schwabenviertel“ genannt, ist kein geduldetes Szene-Viertel sondern die Ausgeburt an Spießertum. Prenzlauer Berg is the new Charlottenburg, daher sollte man nur für große Ausnahmen diese Gegend aufsuchen.
Sollten all diese wichtigen Punkte berücksichtigt worden sein, sehe ich keine Probleme in den richtigen Berliner Einstieg. Merke: alles ist ironisch gemeint. Und wenn man etwas mal gut finden sollte, dann findet man es eigentlich schlecht. Und andersherum.




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Hmm. klingt irgendwie verbittert…
Wow.
Ich will nach Berlin. Sofort!
Ich fand’s lustig.
ABER: Fixies haben keine Bremsen! *klugscheiss*
Mist, ich habe immer noch kein Wolf-im-Mondschein-Shirt..
Haste vergessen: nach Berlin ziehen und Artikel schreiben, wie blöd alle in Berlin sind.
gut ist, dass jede entwicklung oder fehlentwicklung verdammt ironisch kommentiert werden muss. im großen und ganzen sind wir allerdings von der gnadenlosen überzeichnung, die du hier karrikierst, nicht mehr ganz weit entfernt. womit ich diesen text nickend bestätige, weil ich für dieses aufgesetzte verhalten, das im text beschrieben wird, zu alt und energielos geworden bin.
mir fällt es auf partys auch extrem auf.
irgendwann wird es texte geben, die sich fancy über fancy-texte lustig machen, die sich über entwicklungen “lustig” machen. es ist alles ein unendlicher kreislauf und bämm: zack sind die zwanziger jahre des neuen jahrtausends angebrochen.
und auch wenn viele bereits darauf hoffen, ich glaube es wird niemals die möglichkeit geben, schwarz-weiß zu werden, außer mit schminke.
fancy, ey.
altwerden macht manchmal einfach nur spaß.
Ach ja, ich war auch mal 19 und fand die Touristen aus Westdeutschland in Berlin grausam. Gibt sich alles mit dem Alter. Nur waren damals 80er Jahre Klamotten zwangsweise in. Wer auf sich hielt hat 60er Jahre Stuff getragen und ging in Cafe M…
klingt doch eigentlich ganz nett.
auf jeden fall besser als discopogo in der kleinstadt.
Schwäbische Zitty-Tip-Praktikanten schreiben jetzt auch für Spreeblick?
Ich möchte das Thema noch einmal von Mahoni gesungen haben, dann kann ich wenigstens lachen.
Saras Versuch der ironischen (Selbst-) Darstellung und (Selbst-) Demontage ist mehr als missglückt.
Da hat ja ein Pfannkuchen mehr Humor.
@ber (5): Fairerweise muss man dazu sagen, dass ich auch vorher schon alle in Berlin scheisse fand.
@Tim (7): och ich find hier niemanden grausam. Ich hab immerhin den schönsten Jutebeutel von allen. :)
“Menschen mit Handygürteln müssen auf der Stelle gepiesackt und gehänselt werden.”
Dem Stimme ich allerdings in jedem Fall voll und ganz zu. Ob in Berlin oder Neubuttenwerder. Egal.
Als Ergänzung (?!?):
http://www.youtube.com/watch?v=lhAr_UeroCk
Jefällt ma! Hihi. Vor allem, dass sich jetzt die Leute auf den Schlips getreten fühlen. Ich als alter Schwobasäggl musste in Berlin gerade genug Schrottsprüche einstecken um mich jetzt prima über diesen Artikel zu amüsieren. Aber mich geht das alles ja nix mehr an.
@icke: Pfannkuchen heißen Berliner!
Passt schon so. Ausserdem ist das gar nicht ironisch.
ex-berliner is ja wohl das derbste touristen verarsche magazin der Stadt. Sahra kann ich in ihrem Artikel eigentlich nur beipflichten, irgendwie haut das bei mir zu 85% hin, bis auf den Jutebeutel halt.
@Wolle (14): es ist tatsächlich gar nicht so ironisch gemeint, wie es rüberkommt- überzeichnet, ja, aber so ist es doch, und ich beziehe auf die Hauptstadt lediglich, dass es hier deutlicher ist als in den Vororten (wo es auch nicht anders ist). Den Jutebeutel musst du dir aber unbedingt zulegen.
Ich fand Bielefeld ja immer schon ganz entspannt…
haha sehr gut :)
Hat sich anscheinend nix geändert seit den 90s. Wie langweilig.
Extra auf die Ironie hinzuweisen nimmt dem Artikel irgendwie den Witz finde ich – aber der war eh langweilig…
Generell steckt ja leider viel traurige Wahrheit drin.
Bitter, aber wahr. Gut beobachtet.
@pmn (16)
Hat sich nix geändert seit den 80ern. Und die waren schon in Westberlin schlimm.
ja ja, immer das gleiche. jeder will anders sein wie die anderen. wir und die anderen. fängt ja schon in der schule am, katholsich, evangelisch, dann links, rechts, mac, pc… der wunsch individuell zu sein, authentisch und doch stecket jeder in der gleichen denkmatrix drin und merkt es gar ned. wer sich zum affen macht und sich wie ein VICE affe kleidet hats einfach nicht kapiert. eine trendhülle macht noch keinen menschen. schade auch das jeder nach berlin, münchen oder hamburg will. was erwaret und denn da? teure mieten, zu wenig jobs, arbeitslosigkeit, dreckige städte, feinstaub…
zeit wirds für den trend zurück auf land. dann kann ich auch nach berlin ziehen wenn die affen weg sind ;)
ganz lustig geschrieben, allerdings traf das meiste eher vor 5 Jahren zu..der autor scheint länger nicht mehr in berlin ausgegangen zu sein..
“um sich mit dem Einheimischen (also dem, der letztes Jahr hierhergezogen ist)”
(Leider) viel wahres dran. Der Exodus der eigentlichen Berliner ist schon lange abgeschlossen!
@gero
Wenn schon *klugscheiss* dann richtig: Fixie heißt nur “fixed-gear” und sagt nichts über Bremsen aus!
Hey hey schöner Szenetyp!
Aber selbst musste die Autorin sich sicherlich am Wochenende auch noch mit in die vollen Bars quetschen und sich dann über Leute ärgern, die erst nach ihr die Idee hatten, nach Berlin zu ziehen. Alles ironisch natürlich. Oder doch nicht?
Naja, Johnny hat wohl leider zu viel mit den Vorbereitungen der Republica zu tun, deswegen das hier… Denn sowas ist man ja dann doch eher von jetzt.de oder neon gewöhnt.
Ach so und Ostcharme in Neukölln? Also sowohl Neukölln als auch Wedding sind altes Westberlin und grenzen gleicherweise an ehemalige Ostbezirke. Warum da nun einer mehr “ostig” sein soll als der andere, verstehe ich nicht ganz. Was nicht saniert ist, glänzt halt leider nicht so schön.
wunderbar
hmm…
http://www.ichwerdeeinberliner.com/
?
Ich hatte mich schon gewundert, wieso da nicht noch mehr Leute zustimmend nicken. Alle hassen Handygürtel! Handygürtel müssen allesamt verbrannt und auf eine verbotene Liste mit menschenunwürdigen ABC-Waffen gesetzt werden.
@Claire (26): es war ein ziemlicher Schock zu merken, dass man in der Masse untergeht, das ist wohl so. Mit oder ohne Jutebeutel. Und ja ja, ich musste mich durch die engen Bars quetschen und dann bin ich einmal sogar nicht in den Club gekommen und seitdem gehe ich nicht mehr feiern, weil ich offiziell zu cool dafür bin (in Wahrheit habe ich Rückenschmerzen).
Was Neukölln oder Wedding betrifft: Stimmt, Neukölln ist nicht ostig, jedenfalls nicht ostiger als der Wedding, wird aber trotzdem fälschlicherweise oft von vielen Nicht-Berlinern (und damit meine ich sowohl Touristen als auch neu hinzugezogene) als das wahrgenommen, jedenfalls meiner persönlichen Erfahrung nach.
@gunthers (28): Gerade mal überflogen. Da hat sich jemand wirklich viel Mühe gemacht. Man könnte sagen, mein Lehrgang war die Zusammenfassung. Danke für den Link! :)
unterschreib
Und was ist dann noch gut an Berlin?
Dankeschön. Ich lese darin die sehr genaue Beschreibung dieser “Ich bin jetzt Berliner und hip”-Kultur, die ich so erschöpfend finde. Sollte ich den Text hingegen falsch verstanden haben, ist auch das okay, weil ich meine Interpretation einfach sehr viel besser finde. Über eine Bestätigung seitens der Verfasserin würde ich mich dennoch freuen.
#31 mika: Und was ist dann noch gut an Berlin?
Das Jeder rein darf; mal gucken und darüber berichten kann; sprich: publizieren.
http://www.ichwerdeeinberliner.com/ übersetzt und zusammengefasst?
@pell (32): Ach, ich weiß nicht. Fashion ist großartig, Popkultur ist großartig und ich find’s toll, dass hier viele bunte Menschen rumlaufen. Ich bin damit gut auf die Nase geflogen, weil die Flucht in das Land der Unendlichen Möglichkeiten auch bedeutet, unterzugehen.. und dagegen kämpfen hier viele an. Das muss nicht immer schlecht sein, ich finde Berlin auch trotzdem großartig, wenn nicht für die “Szene” dann für den Falafel. ;) was nicht gut ist: wenn man damit unglücklich wird. Das ist alles.
@gunthers(28): hab ich mir auch so gedacht. Klingt wie ne Übersetzung eines quergelesenen Artikels von http://www.ichwerdeeinberliner.com/
Oh, und was in der Aufzählung unbedingt noch fehlt: Brunchen. Aber dazu hat sich schon Wischmeyer köstlich geäußert.
gibt es eigentlich noch (Klischee)themen, die noch nicht beackert sind? Als Schreiber ist dann wohl der Tiefpunkt erreicht, wenn man über Baumärkte und Discounter-Warteschlangen sülzt…
Wtf sind eigentlich Handygürtel? Muss was Berlinerisches sein, bei mir in der Provinz sind die – glaub ich – noch nicht angekommen…
Jute Beutel.
Ich glaube mit Handygürtel ist gemeint, wenn sich am Gürtel ein Täschchen aus Kunstleder und transparentem Plastik befindet, in dem man sein Handy gut sichtbar verstauen kann.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Dinger bald wieder getragen werden – ganz ironisch natürlich. Passt sicher super zu Micky Maus Pullover und Jeansjacke.
Ah, Handy-Gürteltaschen, jetzt… verstanden.
Ausserdem sind die Leute auf den Symbolfotos viel zu hübsch für Berlin.
Et jibt Jute Beutel und schlechte Beutel
mit Ironie kann man wohl alles tragen. Oder um Ru Paul zu zitieren: “it’s not what you wear it’s HOW you wear it, baby!”
Die Dinger sind bestimmt praktisch – Frauen haben Handtaschen, aber Männer (ohne Jutebeutel) müssen sich das Handy in die Hosentaschen schieben, wo es mit Geld, Schlüsseln und USB-Stick um den verfügbaren Platz konkurrieren muß und die Hose dementsprechend aussieht. Ohne Baggy quasi nicht machbar…
Und, man betrete etwas wo BVG draufsteht NIEMALS OHNE eine Flasche Bier in der Hand.
Ach was bin ich froh, dass ich
a) nicht mehr in Berlin lebe
b) eh zu alt bin, um noch cool sein zu müssen.
Aber danke für diesen Jugendmagazinbeitrag. Ich sehe, die Accessoirs sind andere, die supercheckerironische Distanz-Grundhaltung ist seit 20 Jahren aber die Gleiche.
Hm. Seit 20 Jahren? Wann hat Groucho Marx gesagt, dass er niemals in einem Club Mitglied sein möchte, der so jemand wie ihn aufnimmt?
Kult-Artikel.(Darf man das Wort Kult noch benutzen?)
Da ich bereits ein “alter Sack” bin, möchte ich unbedingt feststellen, dass
etwa 90% der heutigen “hippen” Menschen für solche Kleidung, Frisuren, Brillen usw. die heute als “in” gelten, zu “meiner Zeit” ständig mit Sand
beworfen oder zumindest gehänselt worden wären…
da scheint man ja richtig spaß zu haben in der zone… schöne grüße aus bad pyrmont
Als Mann muss man den Beutel, so komisch, einmal ums Handgelenk die wickeln. Und das machen ca. 95% aller Männer, mir ist das nicht aufgefallen, aber meiner Freundin, recht hatt sie.
Oha. Wie meinen? Das fängt schon grausam an: “Ein neuer Sturm” – warum ein neuer? Oder ist das jetzt schon ironisch? Und was machter, der Sturm? Spült was an die “kantige Küste der Hauptstadt” – welche Küste? Er spült’s ja wohl eher mittenrein nach Mitte als, sagenwirmal, nach Reinickendorf oder in sonstige Randbezirke; und wenn er über Land weht, wie kann er dann was an die Küste spülen? Und warum ist die Küste kantig, abgesehen vom offensichtlich anvisierten Stabreim?
So geht das weiter, Satz für Satz, ich find’s grausam.
Ich trage – wie Dr. House – einen kleinen Rucksack mit mir. Das find ich persönlich affenmäßig cool. An sich begrüße ich die modische Vielfalt in Berlin, aber ich mage es nicht wenn es bei Männern zu sehr ins feminine schlägt, rein aus ästhetischen gründen.
Ansonsten mag ich solcherlei Konventionen nicht, wie oben beschrieben. Auch wenn es ironisch gemeint ist, spiegelt es dennoch eine Weltsicht wieder, die mir verborgen bleibt.
und ganz wichtig: Entlarfe das Rudelverhalten aller Anderen um selbst als einziger authentisch zu sein xD
Jetzt habe ich mein Flanell- Hemd dreckig gemacht, weil ich vor Lachen vom Stuhl gefallen und in der Sterni- Pfütze vom Wochenende gelandet bin.
Ich hätte aber noch ein paar Anmerkungen:
1. Tatsächich geht Animal Collective immer, das hat aber einen einfachen Grund: http://pitchfork.com/features/staff-lists/7744-the-top-50-albums-of-2009/5/
Anfänger checken also einmal wöchentlich die “Best New Music” bei pitchfork, aber nicht vergessen die Last.fm Scrobbles einzubeziehen! (Deshalb: Grizzly Bear, Girls, Fuck Buttons – yeah!; Phoenix, The XX- buh!)
2. Werden Party- Fotos mit “normalen” Digicams oder gar von Partyfotographen geschossen, stimmt die “Bloß-kein Spaß-haben”-Regel. Handelt es sich allerdings um eine Polaroidkamera, darf man pubertär ausrasten und wild mit Bier um sich spritzen, damit es aussieht wie auf Fetenbildern in der VICE.
3. In der Tat darf man, unter dem Vorwand der ironischen Brechung, alles anziehen/rumtragen. Am besten man klassifiziert die überbelichteten Polaroidbilder/ den Opa-Strickpulli/ das alte Hollandrad als “vintage”. Unter dem Label läuft sowieso alles, hauptsache nicht “”Second Hand” oder gar “Retro”! “Vintage” selbst muss allerdings auch deutlich ironisch distanziert hervorgebracht werden, schließlich ist das auch schon wieder überholt, es wurde aber noch kein passender Ersatzterminus gefunden.
4. Tip für Männer: Das Geld für den Friseur sparen und sich die Seiten und Hinterkopf sowie Nacken ausrasieren. Dann sieht mann (dunkelhharig) aus wie Morrissey in den 80ern oder (blond) wie Brad Pitt in Inglorious Basterds und hat wichtige Felder der Popkultur abgedeckt. (britische The-Bands, Konsensgewaltstreifen.)
@ber (5): bester Kommentar zum Thema!
In Berlin in der Masse untergehen ist eine super Erfahrung. Mangels gesellschaftlicher Kontrolle und den vielfältigen Lebensentwürfen ist man mal gezwungen, selbst zu entscheiden, was einem wichtig ist. Anderswo muss man das nämlich stärker vor einer engen gesellschaftlichen Erwartungshaltung rechtfertigen.
Erschreckend und deprimierend kann diese Befreiung doch nur sein, wenn man es genossen hat, in einem strengen sozialen Umfeld zu funktionieren.
Klar, jeder braucht Anerkennung, aber hier kann bzw. muss man sich eben selbst aussuchen von wem. Man muss hinnehmen, das es eben keine universalgültige Instanz gibt, die einem bestätigt, dass man sein Leben richtig führt. Die Welt kam ohne Gebrauchsanweisung.
Das scheinbar so viele durch diese Selbsterfahrung zu “Hedonisten” werden, zeigt vielleicht auch, dass das Bedürfnis nach Freude eine natürliche und richtige Sache ist, die in anderen Milieus unterdrückt wird ? So z.B. bei den selbsternannten Normalbürgen, bei denen sich für Freuden jenseits von Flachbildschirm und Bausparvertrag geschämt wird.
Um sich das einzugestehen müsste man aber die vielen Jahre seines Lebens, in denen man sich immer brav an seinem überschaubaren Umfeld und dem TV orientiert hat hat im Nachhinein verleugnen.
Das ist wohl ziemlich viel verlangt, wenn man sieht, wie groß die Bemühungen sind, im “Land der unendlichen Möglichkeiten” kleingeistige soziale Zwänge ausfindig zu machen, damit es einem schnell wieder besser geht. Frei nach dem Motto, “Die in Berlin sind ja in Wirklichkeit noch viel zwanghafter als ich…”
Kurzum, ihr müsst euch jetzt schon mal entscheiden, was jetzt an der Berliner “Szene” kritisieren wollt:
Ist es eine unpersönliche Masse, in der alles geht, es keinen interessiert was man macht, und man deprimiert “untergeht”?
Oder gibt es einen schlimmen gesellschaftlicher Zwang, der viel schlimmer ist als anderswo, und wer den Jutebeutel falsch wickelt gehört nicht mehr dazu?
Beides gleichzeitig widerspricht sich nämlich, und wirkt auf mich immer ein bisschen verbittert und eher wie ein zwanghafter Versuch, seinen eigenen Lebensentwurfs als den “richtigen” hinzustellen oder zumindest gegenüber dem der kleingestigen “Szene” zu erhöhen.
Mich würde interessieren, ob die ganzen Nicht-Berliner jetzt denken, dass Berlin wirklich so wäre wie in diesem Artikel beschrieben…
Was ich in Berlin genieße: Am Wochenende kann man sich mal ne Burka überstreifen und durch die Bars ziehen. Der absolute Hingucker, auch gerade bei jungen türkischen Männern.
Aaaah, danke danke.
Ich hab immer den Eindruck, dass vieles in und um Berlin herum sehr an ordinärer Selbstreferenzialität leidet, die einfach nur sooooo redudant und nur banalblöd ist. Das ist auch ne Form von Spießigkeit.
Berlin ist total überbewertet.
1. gibts solche leute genau so in köln. also is ja mehr n genereller trend. wenn man in berlin wohnt scheint man halt in einem berlinzentrischen weltbild zu leben. es gibt schon auch noch was anderes, auch in deutschland..
2. kommts auch drauf an wo man unterwegs is. is halt eine “szene”.. wenn man die schnauze davon voll hat geht man halt ma dubstep feiern oder sonst was. da gibts solche leute dann eher weniger :)
3. allerdings muss ich sagen, dass das ganze komplott an jute beutel schwingenden, röhrenbejeansten menschen schon ziemlich treffend beschrieben is. eine gefährliche kombination aus bohème und bourgeoisie die sich da in der letzten zeit hervorgetan hat. abgetragene tshirts für 70euro und dazu sonnenbrillen in plastikautomatenoptik für 120euro. und dann erstma die fotos von der demo gegen vorratsdatenspeicherung bei facebook hochladen.
gute nacht.
IT-Crowd oder In-Crowd?
Menschen die gelangweilt tun, sind meistens auch langweilig.
Streitet euch ruhig wegen Berlin. wenn ich eine schöne und interessante Stadt sehen will fliege ich nach London. Liegt mir emotional und geographisch auch viel näher.
Eins fehlt: Im Web unbedingt nur zu den englischsprachigen Wikipedia-Artikeln verlinken. Selbst auf deutschen Seiten. In deutschen Texten. Wirkt internationaler.
Ist es eigentlich prinzipiell möglich, *nichtironische* Texte über Berlin zu schreiben, die mehr als ein Lexikonartikel sind?
It’s not what you wear.
But how you wear it.
It’s not what a bear.
But how you bear it.
Do not let the heat
uncool you.
Or style police will
sue you.
Sorry Sara, aber der Text wirkt handwerklich genauso langweilig, wie die “Szene”, um die es darin geht, zumal als weiteres Modeaccessoire die alte Hornbrille mit Fensterglas vergessen wurde.
Inhaltlich passt das vielleicht sogar größtenteils, aber geschrieben ist es einfach nur Langweilig. Ungefähr so, wie die Plage Nummer 2 in Berlin – Minimaltechno….
????
AnCo ist sowas von Mainstream. Das weiß sogar ich als Landei.
Wie schön wäre es, wenn es nur in Berlin so wäre. in jedem Kaff ist es doch inzwischen so. Spaß haben ist ja total uncool und so.
Mir gefällt der Text btw.
Wait, you’re telling me that young adults are insecure and place a lot of value on how others perceive them?
There hasn’t been an original youth movement since punk and hardcore. Stop whining, let the kids have their fun, even if it may be vapid.
At the end of the day more kids in the city having fun brings more money and hopefully more jobs, someone’s gotta sell them their bikes, fill their eye-wear prescriptions and drive them from club to club…
Oh bla, ich mag deinen Kommentar.
Bourgeoisierte Bohème – gibt es etwas schlimmer irreführendes?
Das ist verwirrend, da diese Schicht die Erneuerung und Originalität für sich verpachtet zu haben meint und diese -dummerweise schnell und durchaus originell- weiterzuentwicken und interpretieren weiß, bei zeitgleicher Meinungsführerschaft.
Das ist der Tod von Punk sowieso und auch von Umsturz und echter Progressivität.
Berlin IST so, wie in diesem Artikel beschrieben. Das alles und noch viel mehr…
Ich mag die Stadt trotzdem.
Alles nur Äusserlichkeiten. Könnte in Köln oder Bottrop öhnlich sein – na ja, so ein wenig…
Interessanter ist, wie der Szenemensch wohnt. Bitte Sara dazu ein Update. Denn da ist Berlin typischer als andere Städte. 1,5-Zimmer-Altbauwohnungen gibt es eben nur dort in der massiven Anzahl. Fixie im Flur, möglichst grosser auf alt getrimmter Kühlschrank mit peinlichen Magneten dran, provisorischer Schreibtisch mit Macbook drauf, abgezogene Dielen. Bücherregal neben dem Fixie im Flur, soll ja jeder sehen, wie kulturbeflissen man ist. Mischung: 1/3 Bücher, gerne Kunstbände, 1/3 DVDs mit US-Serien und 1/3 Comix oder anderer Off-Szene-Kram. 70er Jahre Nippes.
http://www.latfh.com – ich musste beim lesen direkt daran denken :) also…ich glaube man kann es auf jede große Stadt übertragen,oder?
2 Sachen:
I.)
“Bei Filmen verhält es sich ähnlich, doch können bestimmte sich Themenfelder darüber hinwegsetzen”
Das “sich” gehört m.E. entweder hinter “Themenfelder” oder vor “bestimmte”
II.)
Super Text, ich habe gelacht. Sterotypen haben ja meist (leider) einen wahren Kern. Ich als Frankfurter habe ja (nebst den deutschland und weltweit verbreiteten “Sekten” wie Emos, PseudoPunks, Hopper, Technofuzzies etc) mit dem Gegenentwurf zu kämpfen – Schicki-Micki-SexAndTheCity-Affen. Nebenbei bemerkt scheint sich in der jungen, weiblichen Bevölkerung der Trend zum Hafennuttenstil durchgesetzt zu haben…
Gemeinhin gilt: Seine eigene “Authentizität” und “Individualität” durch die geistigen Erzeugnisse Anderer zu Schau stellen und sich dann besonders original finden – Und alle anderen sind halt Nixblicker und sowieso uncool.
Zum Schluss noch ein knapp 2500 Jahre altes Sokrateszitat:
“Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.”
But the times they are a changing :)
Was ich als Nostalgiker gut fände wäre mal eine Retrospektive auf die Zeit im Frankfurter Speckgürtel aus heutiger Berliner Sicht. Die Texte damals, als das noch aktuell war, waren so hammer.
Die Leute die sich über diesen Artikel beschweren, sind doch die Dazugezogenen die, sich Stunden danach noch ewig aufregen das sie in den Hundehaufen gelatscht sind, anstatt einfach drüber zu stehen. Ich mag das upgefuckte, kreative, geistreiche in unserer Stadt. Überall brauch man Geld hier eine Idee.
Mann muss nun aber auch mal sagen, Berlin ist nicht gleich Berlin. Lediglich innerhalb des Hundekopfes (siehe S-Bahn) ist es etwas mehr abgefuckt. Kaulsdorf, Schöneberg, Schönholz oder Friedenau ist genauso wenig aufregend wie Esslingen, Bielefeld oder Frankfurt/Oder.
@Sebastian (76): “Der Frankfurter Speckgürtel” :D Das musst du jetzt bitte mal erläutern..
@Tim (73): ach klar könnte das überall sonst so sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Berlin da auch nicht an erster Stelle im internationalen Vergleich an Szene steht. Es fällt hier eben nur etwas mehr auf, weil hey, hier leben einfach auch ein paar mehr Menschen als woanders. Man zieht ja auch nicht in die Großstadt, um dann im Vorort zu wohnen, da ist das n eben etwas größer, und man endet auf einem Haufen. Im Übrigen wäre jede Abgehobenheit im Kaff ja nur als Paradiesvögelchen abzustempeln, hier fällt es kaum noch auf.
Leider hat die Autorin tatsächlich Regale, uncoolen Nippes, ein Bett und viel zu wenig Geld für einen Mac. Aber wenigstens Altbau!
Übrigens: ich bin mir ziemlich sicher, die Dame auf dem letzten Foto links zu kennen :D
die psychische abhängigkeit der berliner von zugezogenen ist immens.
in der regel halten sich 2 berliner einen zugezogenen, um von seinem lebenswillen zu zehren, bis er ebenso mürrisch-entspannt zu pennykaisersnettoegal stapft und wörter wie “erasmus”, “knallen” und “bukkake” in einem gemeinsamen sinnzusammenhang verwendet.
psychodarwinismus. die ‘szene’ ist scheints ein hochorganisierter chaoshaufen mit subtiler normativer kraft, die sich vermeintlich galant um derlei unwägbarkeiten herumzumanövrieren versucht, wobei kollateralschäden willentlich hingenommen werden und bei entsprechender eignung gemäß der szenenormen als besonders authentische merkmale in seine soziale existenz inkorporiert werden.
prost!
Spannend ist, dass, wie schon in den Kommentaren bemerkt, sich seit den 80er Jahren wenig geändert hat. Damals war es eben ein Rennrad und kein Fixie, der Kühlschrank war echt 60er-Style und kein Retro-Design, die Clubs waren auch voll, ohne dass man wusste, was man eigentlich dort sollte – Einschub: Wenn ich mich da an den Dschungel oder das Ex/Spectrum erinnere… – und die Provinz kam halt, um der Bundeswehr zu entgehen und nicht weil es der hippste Platz in Europa sein soll. Nur die Altbauwohnungen sind die gleichen – zumindest im Westteil der Stadt. Heute saniert mit Gasetagenheizung, damals gerne Kachelofen und Klo halbe Treppe tiefer.
Alles nur Übergänge. Der Unterschied zu Bottrop: Während es in Berlin eine Transitionsphase im Leben zwischen Jugend und Ernst des Lebens ohne Mamis/Papis Überweisungen ist, ist es in anderen Städten ein Lebenstil, der weniger vom Besuch der richtigen Szenelokale abhängt, sondern mehr von gewollten Leben im Provisorium, ohne weisse Designercouch und Kochinsel mit Dampfgarer.
großartig!
Der beste Part – und das ist mir schon sooo oft aufgefallen – ist ja wohl:
“Party: Nicht lächeln! Ein latent gelangweilter Gesichtsausdruck mit einem halb-arroganten Blick ist absolut kritisch, um z
Da geben die besten DJ ihr bestes, rocken die Teller -
und das ‘PartyVolk’ steht gelangweilt rum… immer nach dem Motto:
“gähn… hatten wir doch alles schon unzählige Male.. ist nichts besonderes…was soll ich hier denn so teeniehaft abgehen.. ts ts ts…”
Traurig eigentlich – da haben die soo viele große Parties – und dann halt wieder doch nicht weil keine Stimmung…
Klar nicht immer – wir wollen ja nicht verallgemeinern hier – niemals.
Und ‘echte SzeneMenschen’ wissen dann vielleicht doch wos richtig abgeht, nicht?!
“die psychische abhängigkeit der berliner von zugezogenen ist immens.
in der regel halten sich 2 berliner einen zugezogenen, um von seinem lebenswillen zu zehren…” – Du hast es erfasst!
Ich bin nach mehr als zehn Jahren wieder zugezurueckgezogen und mich hat nach einem Jahr diese alte Muerrischkeit noch nicht wieder eingeholt.
Allerdings ist die Assimilation um so schwieriger je groesser die Anzahl der Zugezogenen ist – denk mal an die Hugenotten, die Berlin so beeinflusst haben, dass es sich im Berliner Wortschatz ausgiebig niedergeschlagen hat.
Dumm nur, dass man kaum noch jemanden berlinern hoert.
@Stefan K. (83): die assimilation wessen?
@ber (5): !
@dapperdan
der Zuziehenden
@ Stefan K.
fraglich ist nur, welcher der zuziehenden sich assimilieren möchte.
die ‘szene’-leute bestimmt nicht, wie ich oben theoretisiere.
was das berlinern angeht: wenn der zugezogene im dialog mit dem berliner versucht, sich auf sprachlicher ebene zu profilieren und dabei grandios peinlich klingt, hätte ich auch keine große lust auf dialekt.
warum kein kontrast? ich halte stets inbrünstig mit oberbayerisch dagegen, was meistens in beidseits erheiterter bierseligkeit kulminiert.
die antwort auf authentizität kann nur authentizität sein. die anwort auf anbiederung offenkundig nur ressentiments.
dieser artikel ist nicht gut. echt nicht.
Hm, Darling, wird schwierig einen Palahniuk-Roman vor Fight Club zu finden .. aber wenn Du willst, fliehen wir beide in ein Reihenhaus in einer Kleinstadt in BaWü – oder noch besser: Niederbayern! – da kennen die Leute Palahniuk gar nicht erst ..
Wie denn assimilieren und mit wem? Berlin hat in den letzten 20 Jahren über die Hälfte der Bevölkerung durch Zu- und Wegzug ausgetauscht. Auch das macht das Besondere in Berlin aus – positiv wie negative: Ein Fremder unter Fremden ist sich nicht so fremd.
Berlin, Hauptstadt der Umzugsfirmen und Miet-LKWs. Jedoch bedeutet es auch, dass sich nie ein “Heimatgefühl” einstellen wird. Berlin ist ein Leben auf Zeit.
ich komme aus Berlin. Ich find den Artikel überflüssig und ziemlich schlecht, obwohl mir diese “Szeneschnösel” ebenfalls auf die Nerven gehen.
Das “gelangweilt in die Landschaft gucken” ist doch mittlerweile ´n ziemlicher Allgemeinplatz – das war doch schon in den 80er Grundausstattung. Ansonsten aber ziemlich treffsicher. Kudos!
PS Ein derartiger Allgemeinplatz, dass er zeit- UND ortsübergreifend gilt, sogar wenn es einen zurück aufs Dorf verschlägt. Wenn ich mal eben verlinken darf:
http://supergrobi.blogspot.com/2008/05/30.html
prenzlberg ist die ausgeburt des spiessertums?
na gottseidank leben dort aber verhältnismässig wenig von diesen besagten szenemenschen, die tummeln sich nämlich vorwiegend in mitt.
da bin ich doch ganz gern ein spiesser.
Diese Hipster Klischees sind echt alt und international anwendbar, siehe das schon genannte latfh. Bei uns ist es nicht Pabst Blue Ribbon sondern Tannenzäpfle, ansonsten ist alles gleich.
http://www.youtube.com/watch?v=kAO4EVMlpwM
Also, wenn es der Spreeblick schon nötig hat, bei http://www.ichwerdeeinberliner.com Ideen zu klauen, und dann einen Hegemann bringt und noch nicht mal auf die Quellen hinweist, spricht das nicht unbedingt für den Spreeblick.
Wer sich bei so bekannten Blogs bedient, und das ganze noch nicht mal halb so lustig übersetzt, stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus, weil ja jeder sofort den Mangel an Humor bemerkt. Das war nur verbittert, nicht lustig, und damit ein Eigentor…
Das Thema ist ausgelutscht und der Text nicht besonders gut geschrieben. Der Berliner Hipster wird alle paar Wochen von den Mainstreammedien und Blogs wiedergekäut, anstatt sich in der “Szene” wirkliche Themen zu suchen. Das ist in der Tat langweiliger, als uniform gekleidete Teenager. Bei den Goth-Kids und Punks hat man noch von einer Jugendbewegung besprochen, sobald die Kids aber wunderschön und gelangweilt sind, hört man auf danach zu suchen was diese Generation eigentlich bewegt, und unterstellt ihnen sinnentleertes Hipstertum.
Was soll eigentlich dieser lächerliche Plagiats-Vorwurf die ganze Zeit?
Ich kannte den ichwerdeeinberliner-Blog auch nicht und trotzdem hätte ich den Text genauso schreiben können (wenn ich denn lyrisch dazu in der Lage wäre).
Bin auf jedenfall froh wenn ich bald, nach nunmehr 3 Jahren, meine Segel hier streichen kann und aus dieser (imho) völlig überwerteten wegziehen darf.
@Sara Chahrrour (10): Dann sind wir uns ja einig :)
Ist wohl kaum ein Berliner Phänomen – hier in Zürich sieht es fast genau gleich aus. Bloss, dass die Wohnungen hier etwa viermal so viel kosten, die Arroganz viermal so hoch und die Kreativität bestenfalls ein Viertel der Berliner Szene ausmacht. Zürich ist das Zentrum des alternativen Spiessertums.
@ Sara Chahrrour Ich ziehe ab 1.04 nach Berlin. Vielen Dank für diesen Artikel, ich hab selten so gelacht! Sehr geil! hahaha
@Michael (97): Mal ganz abgesehen davon, dass ich ichwerdeeinberliner bisher nicht kannte (okay, ich hab den Text auch nicht geschrieben): Obgleich des gleichen Themas kann ich kein “Abschreiben” erkennen. Es gab Berlin-Hipster-Texte schon lange vor dem Internet, sogar schon vor Maueröffnung. Wie so viele andere Texte auch. Und es werden sicher auch noch viele weitere folgen, hier und woanders. Dieser Berlin-Text hier ist z.B. aus dem August 2008, der erste Eintrag bei ichwerdeeinberliner stammt aus dem November des gleichen Jahres. Könnte vielleicht sein, dass Berlin und seine “Szene” durchaus ein Thema für viele Autoren seit vielen Jahren ist, oder? :)
@Jens V. (102): Ich bin mir gar nicht sicher, wo ich im Text “leeres” Hipstertum unterstellt habe, nur weil ich nicht auf den Hintergrund oder die Story dahinter angesprochen habe.
@Michael (97): Wie bitte! Ich nenn das Remixkultur! ;) Ich finde ichwerdeeinberliner großartig, kannte den Blog vorher aber nicht- war trotzdem nicht schwer, mal auf die Straße zu gucken und Leute zu beobachten. Ist umso leichter, wenn man selbst ein Teil davon ist, auch ganz ohne Ironie.
Sara und Johnny, das macht die Sache nicht besser, einen Blog über Berlin zu haben, und “ichwerdeeinberliner” nicht zu kennen, beweist eigentlich nur eure Ahnungslosigkeit.
Außerdem glaube ich eure Unkenntnis nicht. Dazu ist der Blog zu oft in Tageszeitungen etc. erwähnt worden…
aber egal
Wie bei jedem stark überzeichnetem Text, sollte man nicht alles so ernst nehmen wie es hier anscheinend einige Leser tun. Lest den Artikel doch einfach mit einem Augenzwinkern, dann ist er eigentlich ziemlich gut.
das schöne an berlin ist docht: da kannze überall mitmachen, oder du lässt es eben. in beiden fällen is allet jut.
Das interessante ist ja, dass es dafürnich Berlin braucht. An jedem Gymnasium in meiner Heimat ist nur cool, wer zu cool ist um cool zu sein. Jutebeutel hab ich zwar noch nicht gesehen und “Szene”läden gibt es da wo ich herkomme wahrscheinlich mit Glück im eine Stunde entfernten Düsseldorf – aber man macht eben das beste draus.
@Michael (107): Ich entschuldige mich für das “Argumentum ad hominem” aber: Noch vor dem Mittagessen, so einen geistigen Dünnsch**s zu produzieren, bedarf schon besonderer Fähigkeiten.
Nur weil die Herrschaften hier einen “Berlin-nahen*” Blog betreiben implizierst du das es “Ahnungslosigkeit” bedeutet, besagten “ichwerdeeinberliner-blog” nicht zu kennen?
Selten so einen zusammenhanglosen Rant gelesen!
*Falls es dir aufgefallen ist, hier werden nicht nur Berlin-Spezifische Themen behandelt..und bevor du mir jetzt den “Fanboy” unterjubeln willst..ich stimme mit den wenigsten Meinung überein, die hier so geposted werden.
sorry..doppelpost!
P-Berg bashing ist nicht nur oberlangweilig sondern auch ziemlich fies für alle, die hier schon lang wohnen.
Aber froh seid Ihr doch auch alle, daß es so herrlich “schmelztiegelig” ist, nicht wahr???
ey typ, wie uuuncool, ey. ‘n blog betreiben, aber ichwerdeeinberliner nicht kennen! das geht ja mal gaaarnicht, ey. merkste selber, oder?
[/ironie]
@Michael (107) Du surfst hier im Internet, aber hast wahrscheinlich keine Ahnung von der RFC 2616. (Solltest du grade Google aufgemacht haben: Danke für die Bestätigung.)
@pmn (16): Aber Bielefeld gibt es doch gar nicht…
@BarbNerdy (113): Maxim Billers beste Szene, als er vom Pberg als “national befreite Zone” sprach. Der Pberg ist kein Schmelztiegel, sondern ein Wellnessbereich für die ganzen Idioten, die glauben, sie seien hintenrum weltoffen, weil da verdautes Sushi rauskommt. Was auch gar nicht mehr weh tut, seit man hier so viel Yoga machen kann! Geburtskanalsdiskussionen im Wohnzimmer, das ist doch der Prenzlberg, mehr nicht.
(Au ja, Bezirke bashen!)
@Sara:
Ich fand deinen Text hervorragend!
Bin zwar nur hin und wieder als Urlauber dort, würde den Text aber sofort unterschreiben….
Und siehs doch als Kompliment, dass einige negativ antworten, sie fühlen sich ertappt und finden es blöd dass sie doch mainstream sind, obwohl sie alles dagegen tun ;)
@Frédérdic den Typen, den Du hierher zitierst, konnte ich in meiner Heimastadt M schon nicht ab, wegen seinem dummen Geschwätz. Aber somit passt er doch prima in diese unsägliche Bäsching. Warum muss eigentlich immer gebasht werden? Stell Dir vor, Du wohnst seit xx Jahren irgendwo und das verändert sich. So what? Ziehste weg? Nur weil es aufeinmal lecker essen gibt und das gehört sich ja nicht für einen coolen Aufbaubezirk? Nö, sicher nicht. Ein Aufruf “Bezirke zu meiden”, das hat wirklich einen Scheiß-Unterton.
sehr intelligenter artikel: verfolgt dieselbe methode, die er bekrittelt. ob die autorin jacques lacan gelesen hat? eine einschreibung des äußerungsaktes in den äußerungsinhalt.
und @gero (03): meistens hat das fixie sehr wohl eine handbremse, und zwar nur eine für den vorderreifen.
Wir bitten um ihre Aufmerksamkeit für eine wichtige Durchsage:
Der kleine Humor hat sich verlaufen und möchte bitte im Kommentarparadies abgeholt werden.
Ich wohne nun seit etwas über zwei Jahren in Berlin (vorher seit 94 in bzw. bei Potsdam, bin also nicht hergezogen, um irgendwie hipp zu sein), und mir ist das beschriebene Berlin fremd. Man muss wohl schon in bestimmten Milieus unterwegs sein, um so etwas beobachten zu können; wer aber in solchen Milieus unterwegs ist, der gehört halt selbst zu diesen Leuten, und die sind mir sowieso eher unsympathisch, ob sie nun in Berlin oder in Bückeburg wohnen.
@BarbNerdy (119): Ach was, nicht wegziehen. In zehn Jahren wird der Pberg auch wieder ein Bezirk, in dem sichs leben lässt. Aber Stadtteile dissen sich eben gegenseitig, gerade in Berlin ist doch das Gemaule der ultimative Liebesbeweis (fast). Weltstadt mit Herz und Schnauze heißts ja, wenn man die Schnauze weglässt, was bleibt dann? Weltstadt mit Herz? Scheiße, sollen wir München werden? Nee, das Prädikat hat nicht mal der Pberg verdient.
Ja-ha, wenn der Stoff gewordene Augenkrebs von American Apparel denn im Heimatland mal zu KiK-Preisen verkauft würde. Aber die nehmen für ein einfaches T-Shirt ohne mit der Wimper zu zucken 21 – einmal Euro, einmal Dollar.
Ihr Spasten braucht doch nur eine Gewissensberuhigung. Ihr wollt eitel und arrogant sein und seht aber Tag für Tag wie scheisse die Leute sind, die so sind und deswegen fangt ihr an Kategorien zu schaffen, in die ihr die “Anderen” einordnet und wenn ihr das getan habt, dann werdet ihr anders eitel und arrogant und fühlt euch total gut damit, weil ihr macht es ja nicht so wie die und euch kann man es nur total schwer nachweisen. Aber eigentlich habt ihr bloß ein Egoproblem, wolltet immer schon was kreatives machen und extrem lässig sein, hattet ne Band und habt auch mal gezeichnet, fanden aber bis auf eure dicksten Kumpels alle scheisse was ihr da gemacht habt. Nun müsst ihr halt ohne Basis cool sein, das ist schwierig, seh ich ein….
Mein Gott, Wedding ist total 2007. Köpenick oder zumindest Oberschweineöde sollte es schon sein.
Die Autorin hat auch vergessen, dass man unbedingt die alten Straßennamen benutzen muss. Also vor allem Dimi (-troffstraße) und Pieckstraße. Statt Brunnen- und Dings.
Anfänger!
@Sara Chahrrour (78):
“Speckgürtel” ist doch eine ganz normale Bezeichnung für das Umland einer großen Stadt, die Vorortsiedlungen mit den vielen Beamten, in denen es sich gut leben lässt. So war das doch damals, ich weiss doch Bescheid :-)
@Norm (112) / BarbNerdy
Im Fall Prenzlauer Berg sind viele weggezogen weil der Vermieter alles dafür getan hat sie loszuwerden um die Wohnung billigsaniert für teuer Geld verkaufen zu können.
Solch eine Änderung hat nicht nur schöne Seiten, sonder auch ziemlich häßliche…
Hallo Johnny,
bist du ein bisschen verbittert? Leben und leben lassen. Genau das macht doch Berlin aus, oder?
@Johnny Haeusler (121):
@Johnny Haeusler (121): der kleine humor hat sich in den szenigen bezirk der selbstreferentialität verlaufen und nennt sich jetzt ‘ernst’ aus lauter angst um die authentizität seines gehabes.
@Johnny Haeusler (121)
In Berlin gehört die Wahl des richtigen Szeneumfelds zur Selbstbehauptung in dieser kaputten Stadt. Darüber macht man keine Witze, das ist bitterernst und sehr persönlich.
@Karsten (125): Und Du fährst die Aggroschiene um von Deiner eigenen Unsicherheit abzulenken, auch n Egoproblem. Funktioniert bei den meisten Menschen, die Dir nichts entgegenzusetzen haben, also wass solls….
@dapperdan (131): Ich hatte noch mit den Eltern “Ernst & ?” rumgespielt, mir fiel aber auf die Schnelle kein passender Frauenname ein “¦ :)
@Berlin? Locker bleiben. (129): Que? Der Text ist nicht von mir. Was soll ich denn über die Berliner Szene schreiben, ich hab da Hausverbot! ;)
@Johnny Haeusler (136): Auch du kannst cool sein, Johnny! Und wenn du JETZT ein gelangweiltes Polaroid-Bild von dir machen lässt kriegst du noch ein Messerset GRATIS obendrauf!
denke über ein berlininternes erasmusprogramm nach im dienste der intraurbanen interkulturellen verständigung. ;)
@Johnny Haeusler (136): (pst. es sollt wohl ‘che’ heißen, nicht?)
@Alibi (128): yup, das ist mir auch passiert. Vor 6 Jahren und seitdem steht das Haus leer. Nennt sich Gentrifizierung und ist eine Sache, die überall dort passiert, wo viele Menschen leben wollen. Finde ich auch nicht gut. Gehört aber nicht unbedingt hierher. Klar nervt mich das hier auch an manchen Tagen, daß nur noch Hippster oder JungEltern mit dem Kinderwagen im Wert eines Kleinwagens rumlaufen. Und mein Lieblingsweinladen macht jetzt auch noch zu. So what? Ich hab wirklich lange in München gewohnt um beurteilen zu können, daß wir hier Lichtjahre davon entfernt sind auch nur ansatzweise da ranzukommen. Und wie gesagt, ich finde es eine feine Sache, daß ich um frischen Fisch zu kaufen nicht mehr ins KDW oder in den Karstadt am Alex zu rennen muss. Und wenns mich total nervt, dann schnapp ich mir das Fahrrad und bin schwupps die wupp in 15 Minuten auf dem Land und das ist unschlagbar herrlich. Da kann sich das ganze Schwabenländle und Oberbayern gegen eingraben. Vielleicht solltet Ihr einfach mal alle die hier so rumwettern ein Wochenende in der Kleinstadt verbringen um überhaupt mal wieder zu sehen, daß hier noch lange nicht Bad KleinSpiessershausen ist. I love Berlin.
warum kommt hier das vice magazine nicht vor?
@gabriel (140): in der szene ist vice schon längst tot. hingegen die apothekenrundschau..
Das wunderbare an dem Artikel ist, dass ein Text mal wieder die Menschen bewegt zu kommentieren und Gemüter erhitzt oder zum Lachen bringt.
Ich bin ein berliner Stadtmädchen von Geburt und kann viele Szeneentwicklungen daher etwas entspannter betrachten. Sehr viele Sachen stimmen natürlich aus diesem Text, aber genau das macht ja so Spaß. Wir entwickeln uns alle so wild bis wir nicht mehr können und dann gibt es eben immer wieder Gruppen die gleich aussehen bis es weiter geht. Individualisierungsdrang ist manchmal einfach nur ermüdend.
Manchmal erkennt man doch auch einfach Menschen, die einem symphatisch sind an ihrem Kleidungsstil oder sonstigen Dingen und schon bildet man Grüppchen. Wir sind Herdentiere.
Ich liebe Berlin, ich liebe bärtige Männer in Karohemden und ich liebe Spätis mit Sternburgbier. Viele Stellen in dem Text ertappen mich und über manche kann ich auch nur lachen, weil sie mich hier und da abnerven.
Wer das als Aussenstehender belächelt, weil er Berlin als Affentanz empfindet, kann das zurecht tun. Ich bin gern Stadtaffe und lokalpatriotisch verliebt. Berlin ist zu Hause und inspiriert.
Kommt zu uns in den Zoo und habt Spaß, wir lassen euch auch ohne Röhrenjeans rein, denn das ist genau das schöne an Berlin: Wer ständig nach neuen Trends sucht, ist auch offen für neues. Genau so fängt das nämlich immer wieder von vorn an.
Love it or hate it. Ick steh uff Berlin.
Wenn ick dit so lese, wa. Ick gloob, ick könnte och sowat schreiben, so nen Dingsbums, sach scho, wie heißt dit? Jenau een Artikel, abba üba nen tüpischen Zähnetüpen in Tokio, und dit ohne eenmal da jewesen zusein.
Darf man auch schon immer in Berlin leben, nicht wie beschrieben aussehen und trotzdem in die Bar25 gehen? Oder zerstöre ich damit Weltbilder?
Sportshorts und Stirnbänder?! Authentisch?! Und Flanellhemden sind selbst hier im Ruhrgebiet aber sowas von 2009, geh’ mal öfter zu H&M damit du weißt, was man nicht mehr tragen kann ;-P
Haha, sehr geiler Artikel!!
ach wie originell, ein Aufsatz über Hipster in Berlin, und das schon anfang 2010. selten so gelacht.
Ja, koennte aus der Neon sein. Liest man dort ja auch oft genug. Das Interessante ist aber doch, dass diejenigen, die der In-Crowd so gerne den Spiegel vorhalten wollen, doch eigentlich selber ihren eigenen Hedonismus ausleben — weil sie einen Lustgewinn verspueren, wenn sie sich ueber die “Hipster” auslassen. Deswegen zieht es sie ja ueberhaupt nach Berlin: In den sueddeutschen Provinzstaedten kommen diese Modewellen ja erst mit einem Jahr Verspaetung an, wenn ueberhaupt, und in, sagen wir mal, Ulm gibt es eben keine Gravitationsloecher, in denen sich die Hipster dann versammeln.
Moral von der Geschichte? Gibt es die ueberhaupt? Jeder definiert sich so, wie er am besten gluecklich wird. Probiert aus, was ihm Spass macht. Und in Berlin findet man wohl am ehesten viele Gleichgesinnte auf einem Haufen, mit denen man sich furchtbar chic abgeben (oder ueber sich furchtbar chic abgebende mokieren) kann.
PS: Ich versuch ja den umgekehrten Weg und berlinere unfreundliche Schwaben in Ulm an. Suche derzeit Sponsoren, um einen Spaeti in der Neustadt zu eroeffnen, und dann wird Wiblingen gentrifiziert. Das wird super!
true dude! so true!
Das treffend beschriebene Hipstertum kann einem alteingesessenen Berliner wie mir* schon gewaltig auf die Nerven gehen. Besonders ätzend sind samstägliche U-Bahn-Fahrten zwischen den “Szenebezirken” Wedding und Neukölln. So viel Selbstdarstellung müsste eigentlich körperlich weh tun (vielleicht tut sie das auch?!).
Andererseits finde ich die Uniformiertheit der Leute irgendwie lustig. Besonders die Tatsache, dass sich die in Rudeln auftretenden Szenemenschen in ihren standardisierten Berlin-Outfits alle so wunderbar individuell fühlen, gibt immer wieder willkommenen Anlass zu bösartigsten Lästereien — dieser Artikel ist ein schönes Beispiel dafür :D
*) zugezogen im Juni 2009
Woanders ist eben auch Scheisse. Wie recht der Goosen damit hat wird täglich mehr bewusst.
U made my day!!!!!
an alle, die diesen artikel supitoll finden: ich glaube, so pplöd die hipster sein mögen, ihnen ist allen klar, dass sie nicht individuell sind. sie haben ja augen im kopf.
Großartiger Artikel. Das reicht für ein halbes Jahr Hamburg-Berlin Vergleich.
Ich mag Berlin total! Am liebsten von München aus betrachtet^^
http://www.songtexte.com/songtext/ideal/blaue-augen-73da72c1.html
Seit anfang der 80er hat sich nix geändert, oder?
jaja.
es ist immer das gleiche.. es ist ja schön das du das alles reflektierst, es stimmt auch zum teil.
zum teil ist es einfach nur veraltet wie bereits gesagt wurde und andere dinge sind einfach peinlicher unsinn (ostcharme im wedding / neukölln .., auf partys nicht tanzen, spaß verboten lalala )
am ende ist jeder .. wirklich jeder teil einer entwicklung die niemals aufhören wird. es gibt kein öh vor 10 jahren war berlin noch besser, da waren die ganzen touristen noch nicht hier oder schlechter oder sonstwas.
es gibt nur die entwicklung. man kann sein leben damit verbringen sie zu kommentieren oder ..
macht doch einfach selbst mal was draus.
ich ziehe mich “szenemäßig” an ja. es gefällt mir gut. ich gehe in die bar25.. und ? ich finds großartig, bin glücklich, habe spaß.
was soll dieses verurteilen von zugezogenen. ich komme aus berlin. gebürtig.
aber ich finde gut das jeder das recht hat aus seinem gottverdammten kuhkaff in schwaben hierherzuziehen. würde ich wahrscheinlich auch machen. und das dann zu verurteilen wenn man womöglich selbst mal hergezogen ist, aber eben als es noch nicht ” alle” gemacht haben.. da haftet doch schon fast eine nationalistische denkweise an.
Der Text ist doch Spätpubertär. Diese Hackordnungen, die sich überstimme Insignien definiert gibt es überall wo Menschen aufeinander treffen. Bei den Frankfurter Bänker definiert man sich über den Arbeitgeber und das Dienstfahrzeug. Beim Kirchenverein über den tollen Kuchen, den man für den Spendentag backt und die Anzahl der Gottesdienste, die man absolviert. In der Berliner Hipness Szene über alles was sich mit Style bewerten lässt. Dabei ist Style nicht schlimm und kann Spaß machen. Leider kostet guter Style und guter Geschmack meistens viel Zeit. Und die Leute verwenden auf diese Lässigkeit und Authentizität soviel Zeit, da sie das niemals jemanden erzählen würden und in der Zeit tatsächlich, Bücher, Filme, Texte, Musik, Kleidung produzieren könnten, wären sie nicht mit der Hipness der anderen beschäftigt. Und in manchen Jobs ist guter Style auch absolut notwendig und lässt sich nicht umgehen. Den wenn du Style verkaufst musst man dir den Style auch ansehen können…BlaBla…
Worauf ich eigentlich hinaus will. Das ist doch alles so überschaubar und langweilig. Sarah wenn du cool sein willst. Dann mach immer den Gegenteil vom Trend, weil das der nächste Trend ist. Wenn du übercool sein willst und das ist der einzige wahre Weg. Dann musst du nur dein Ding machen und versuchen die folgende Quote zu erreichen. 60% Prozent der richtigen Leute finden deinen Style übercool und 40% total scheiße aus irgendwelchen Gesichtspunkten, die dich nicht interessieren dürfen, da das immer die Affen sind, die deinen Style nach einem Jahr verstehen, wenn du ihn nicht mehr cool finden darfst. Und der Kreis dreht sich immer weiter. Irgendwann ist man alt genug, kümmert sich einfach um wichtigere Dinge und startet das Battle im Kindergarten über die eigenen Kinder.
auf jeden Fall war dein Text für mich als pseudo Hipster durchaus unterhaltsam. Deswegen habe ich ihn in meinen Ikea Schlafzimmer auf meinen Mac geschrieben, während mein klassisches verrostetes Rennrad mit Bremsen und Schaltung im Keller steht, weil Fixies ja schon letzten Sommer uncool waren, ich gerade die neuen Alben bei Pitchfork mir organisiere, dabei ein überteuertes vor 2 Jahren in London gekauftes Allsaints T-Shirt trage, welches ich diesen Sommer verbrennen werde, weil es Allsaints jetzt auch in Berlin gibt. Dazwischen reibe ich mir die Abdruckstellen meiner überdimensionierten Hornbrille und warte auf meine Freundin, die aus dem Fitnessstudio kommt, wobei sie leider doch nicht so dünn ist oder zum Glück, dass ich auf ihr meine Designer Jeans waschen kann, die so eng sind, dass ich mit ihnen kaum über eine Straßengeländer steigen kann, da entweder ich sterbe oder die Hose. Und anstatt an meinen Diplom weiter zuschreiben, für welche ich in der letzten Woche zu viele Seiten schreiben muss, hänge ich in irgendwelche Internet Hipster Blogs rums und verschwende die Jugend, die ich mir einrede während ich bald 30 bin. Gleichzeitig andere als Spätpubertär stigmatisiere, obwohl ich selber auf den geistigen Niveau eines Sechszehnjährigen mich befinde und dabei nicht mal in Berlin wohne.
ich weiss gar nicht was ihr habt..was issen dadran jetzt so besonders??
in stuttgart, hamburg und münchen sehen die leute doch genauso aus… glaube nur noch in gegenden, die sich selber nicht so toll und kulturhauptstadtmässig finden wie berlin und co. (- das findet ja heutzutage leider fast jede stadt-) haben die leute wirklich noch spass an der freud und setzen noch real fashion-trends..
vielleicht sollt ich echt bald wiede zurück ins schwabenländle….da gibts den ganzen quatsch doch auch..
berlin ist ein riesengrosses sample: ost /west / copy / paste. arm und laaaaannngweilig find ichs zur zeit wenn ich weggeh! und das hat nix mit jute und leggins zu tun…handygürtel werden auf jeden wieder in..deswegen hast dus doch geschreiben:).. wie iegentlcih alles, was hässlich und wack is…
wieso zur hölle zeiht eigentlcih niemand über den techno hier her?….
das ist doch das schlimmmste überhuapt…die musik, die überall gleich laaaaaangweilig ist! ich könnt sooo kotzen zur zeit! ich freu mich schon richtig, wenns mich mal aufs spandauer ballett-konzert verschlägt! weil die ritterbutzke danach nur noch lahhhhhmmmmt …., verstehste..!?champagnerama ein megarave mit warteschlangen…was geht en, ey
naja.. es gibt einfach keine musik die wie techno wirkt.
wenns wirklich nicht dein ding ist gibt es zig alternativen.
ich habe früher techno verabscheut. lag daran das in den 90ern eine kommerzielle welle loveparade billig rave den ruf geschädigt hat und an meiner unwissen und unerfahrenheit.
nur die monotonie eines guten techno sets schafft es einen zustand hervorzurufen, in dem zeit komplett bedeutungslos wird.
es ist genial.
weggehen in berlin langweilt ? das halte ich für ausgedacht.
@nin. Langweile ist wenn das Neue alt wird. Oder das Neue alt wirkt, weil man selbst so alt ist, das man das Alte noch kennt.
@achja…schön gesagt!
das problem ist, dass die leute in berlin die stadt nicht mehr verlassen, wenn sie mal drin sind…und deswegen denken, dass nur dort was passiert, was ja vollkommener quatsch ist und diese überschätzte hauptstadtpatriarchistische zentrifugalkraft in einen wachsen kann, wie ein dämon (der dann nach aussen american apparel heisst oder als hornbrille daherkommt, ohne sehschwäche) –
reist mal wieder raus und weilt in anderen städten, das würde die sichtweise mal wieder perspektivisch verrücken und der stadt auch gut tun und vielleicht die dumpingpreise auf dem freelancermarkt ein bisschen heilen! Das sind doch die wahren probleme hier.
ma echt, als wär berlin der neue freund, den man vor den eltern verteidigen muss. aber ihr könnt alle mit berlin schlafen! und jeder so, wie er/sie es am liebsten hat! mit oder ohne jute. da gibts kein hip or not hip.
schade nur , die meisten Filme die hier entstehen sind Dreck, coole Mucke kommt meist aus Paris, London oder woanders her (minimal ist keine musik) heul
die stadt war fun, als sie noch spielplatz war, wo sich ost und westkinder getroffen und neu kennengelernt haben und man glaubte in irgendeiner mischform aus sozialistischen turbokapitalismus zu leben
inzwschen ist berlin ist so ne art dauerwiesn für spanier, amis und vicespackos die in ihrer eigenen heimat nix auf die reihe kriegen und für 300-400 euro im monat hier irgendwie überleben könnten. dazu ne feine kombi aus korrupten westdeutschen senatsbeamten sesselfurzern, die sich ihr leben lang an Sonderzulagen fettgefressen haben und noch nie irgendwas getan haben, was diese Menschheit irgendwie bereichern würde… Bonus:
eine nicht zu unterschätzende Garde an frustrierten , ziemlich desillusionierten und oftmals berechtigt schlecht gelaunten Ostdeutschen die wenig Perspektive sehen
jo hab ich was vergessen ?
Fehlt:
Du zahlst niemals für einen Clubbesuch! Entweder stehst du auf “der Liste” oder du gehst nicht rein.
Notfalls verbringst du, natürlich gelangweilt, eine Nacht auf der reudigsten Party mit den bescheuertsten DJs der Welt, hauptsache du stehst auf der Liste.
Es gibt überhaupt nur zwei Gründe in einen Club zu gehen: Entweder kennst du jemanden an der Tür, oder hinter der Theke.
@Sara Chahrrour (137): Ich hab massig gelangweilte Polaroids von mir, da erkennt mich nur keiner mehr drauf, ist zu lange her “¦ :)
Als Stuttgarter möchte ich mich hiermit bei den Berlinern für all diese Schwachmaten entschuldigen, die wir im Laufe der letzten Jahre bei Euch entsorgt haben.
Tja. Sorry nochmal!
@EinSchwabe (167): mumpitz, entschuldigen. siehe @dapperdan (80) .
immerhin ist das die seelische ressource der stadt. ;)
@Felix (145)
“an alle, die diesen artikel supitoll finden: ich glaube, so pplöd die hipster sein mögen, ihnen ist allen klar, dass sie nicht individuell sind. sie haben ja augen im kopf.”
Naja, der Schäuble hat ja auch ein Hirn im Kopf….
“If you wanna be one of the non-conformists, all you have to
do is dress just like us and listen to the same music we do.”
— Goth 2, South Park 7.14
das nenn ich mal n geilen artikel ich seh da auch gewisse parallelen zu frankfurt einen club zumindest die feiern da genau nach der devise “robert johnson” haha…
an miss Chahrrour thumps up…
@schessii (171): Oha. Das Robert Johnson ist in Offenbach. Ich war seit mehr als einem Jahr nicht mehr drin, das letzte Mal war das noch relativ dicht mit Druffis besiedelt… aber deshalb bin ich ja nach Berlin gezogen, ne.
@derben (165): BEN, DU GEILES STÜCK.. UND HIER TREFFEN WIR UNS JETZT ODER WIE?! ALLES LIEBE DEINE BÜRONACHBARIN AUS SCHWABEN, DIE DICH NIE SIEHT, AUSSER ALS KOMMENTATORPARTNER IN DIESEM BEITRAG..
WELCOME HOME, WELCOME WORLD….WELCOME AT SENATSRESERVENSPEICHER….. OH! DAMN…. ITS NOT YOU MISSING, IT’S ME!
@berlindubistsowunderbar (160): “nur die monotonie eines guten techno sets schafft es einen zustand hervorzurufen, in dem zeit komplett bedeutungslos wird.”
– Das is ja genau das Problem: Wollen hier alle ihr Zeit mit bedeutungslosem Scheiss verbringen!? C’MON…raus aus den Leggins und der Coolness… Rein in die gute Stube der Inhaltspracht!
@chahrrour bist doch die verfasserin oder??
ja stimmt offenbach aber robert gehört für mich noch zum arsch von frankfurt:)
ja ist immer noch so nur redet keiner meiner drüber…die meisten zumindest…und ist es in berlin nicht schlimmer??
@EinSchwabe (167): Hihi, ich hau mich weg ( : und alle mal durchatmen und ne Runde schmunzeln. Kein Schwabenhass, kein Berlinhass, kein Hamburghass.
Allein, dass wird Kids hier vor unseren Tastaturen hocken und zu unmenschlichen Zeiten klimpern, zeigt unsere Gemeinsamkeit. Am Ende wohnen wir alle im Internet. Yay!
@elv…danke für deinen kommentar!!!!!!!!!!!! so ist es eben….und das ist schön und gut so.
@sara….danke, habe gelacht und mich gefreut
@elv…den früheren meinte ich
O
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o o o O O
iCk
gRRüße
aLLe
ZähNeLeuTzzz..
O O O o o
O O o o
O o o
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@nilke2 (174): nichts gegen inhaltslastige musik. ich liebe und lebe sie.
aber was ich auch liebe und lebe ist es 48 stunden lang aus allem aussteigen zu können. in eine andere welt.
und das kann man hier in berlin momentan am besten. dem kann keiner ernsthaft widersprechen.
paris ? london.. ja schön städte. nur das ein normalsterblicher dort nicht wohnen kann wenn er nicht im lotto gewinnt.
das droht berlin zwar auch aber wir sind zum glück noch meilen davon entfernt.
Prinzipiell eine unterhaltsame und überwiegend zutreffende Zusammenfassung – dass Fixies keine Bremse haben, hätte aber vorher tatsächlich mal recherchiert (oder einfach gewusst) werden müssen..
Schmählert nämlich die Souveränität und Glaubwürdigkeit des Verfassers.. :-)
Gruß aus dem relativ unhippen Frankfurt
Mensch, haben die Kinder heute wirklich so wenig Spaß am Feiern? Gelangweilt auf ner Party rumstehen ist jetzt das NonPLusUltra?
Da bin ich ja froh, dass ich meine besten Jahren mit dem Easy Listening Revival verbracht habe-da war´s dann wenigstens lustig und tanzen konnte man auch.
Ihr macht mir grad alle Angst… :)
Jeder zweite hier im nordhessischen Frankenberg/Eder will übrigens nach Berlin. Keine Ahnung wieso. Ich kann´s nicht nachvollziehen. Berlin wäre ne super Stadt, wenn nicht jeder Depp, der nirgendwo einen Fuß in die Tür kriegt, der Meinung wäre, dass es da drüben bestimmt leichter, besser oder “irgendwie anders” ist. Ich will jedenfalls in den nächsten Jahren nicht dahin ziehen.
als urberliner kann ich jedem jungen menschen nachm abi nur empfehlen 2-3 jahre nach berlin zu ziehen, raven zu gehen, techno und drogen zu nehmen und abzuhängen, von dem geld der eltern oder h4 zu leben. ein wgzimmer in xberg kostet 150 e.
jedes landei macht da n riesigen sprung im coolheits/abgestumpftheitsfaktor.
kein witz. ich mein es ernst. wenn der junge mensch dann geld verdienen, karriere machen oder runterkommen will/muss, zieht er eben wieder weg nach münchen zb. wie ich.
@berlindubistsowunderbar (181): ganz deine meinung
@Sara Chahrrour (172):
ausgerechnet in die stadt mit der grössten druffi-dichte?!
@derben (165):
türsteher? theke??
ich geh grundsätzlich nur, wenn ich den dj kenne.
@mimi (187): sollte als Scherz gemeint sein :) Ich bin natürlich weder vor dem Rhein-Main-Gebiet geflüchtet, noch nach Berlin gezogen, weil die Drogenquote hier so angenehm hoch ist. Wären aber wahrscheinlich die besseren Gründe gewesen. ;)
Das Großartige an Sara ist, dass sie sich selbst nicht so unwahrscheinlich ernst nimmt. Einige, die den Text kritisieren, scheinen damit Schwierigkeiten zu haben. Ich habe ca. 8 Jahre in Berlin gelebt und war des Öfteren in den (damals) angesagten Szeneläden unterwegs, ohne aber jemals ein echter Teil davon gewesen zu sein (ich kannte nie den Türsteher, und stand auch äußerst selten auf der Gästeliste). Und auch inmitten dieser unwahrscheinlich coolen Leute gab es immer welche, die einfach nur Spaß haben wollten, und deswegen war es in Ordnung. Es ist immer noch meine Entscheidung, wie sehr ich das Theater mitspiele.
Es war gerade dieses oft etwas Bemühte, Unsichere, was Berlin für mich attraktiv gemacht hat. Man war nie so selbstsicher wie Hamburg, probierte immer was neues aus, und für jeden gab es irgendwo Platz. Natürlich zieht so was auch eine Menge Spinner an, aber denen konnte man auch wunderbar aus dem Weg gehen. Es zieht aber auch eine Menge wunderbarer Leute an, die erstmal mit dieser Stadt völlig überfordert sind, die nicht recht wissen, wo sie eigentlich hingehören (wollen), und die machten aus dieser Stadt oft etwas wirklich interessantes und einzigartiges.
Die Leute die Sara beschreibt gab es natürlich schon immer, aber das sind nicht die, die man allzu ernst nehmen muss. Wenn man unbedingt zur Szene voll dazugehören will – bitte. Aber Berlin bietet so viel mehr andere, wie ich finde bessere, Gründe, um dort zu leben.
Spießer!
perfekte beschreibung, wie man sich als zugezogener outet, ein echter berliner kennt keine mode und wohnt irgendwo in berlin, z.b. im prenzlauer berg!
Ja, PBerg ist so out, dass es schon wieder in ist
@Sebastian (67): jaaaaa man du sprichst mir aus der seele!!! minimal sukkt ^^
ironisch aber wahr
Hmm….wenn aber Berlin In ist, dann ist es ja eigentlich Out?! Und damit wieder IN?
Trotzdem sehr lustiger Artikel!
oje, der uniformzwang is ja schlimmer als beim adolf. habe soeben meinen berlin umzug storniert.
vielzuviel gequatsche, hier.
deutschland, die labernation..
http://www.latfh.com
sehr treffend beschrieben… noch so eine sache zum Look:
80er? nee, das ist so 2009! sorry, aber je mehr von der 90er jahre serie beverly hills 90210 in Dir steckt, desto besser….
ich hoffe, irgendwann kommt der trend auf nur noch rumzulachen. dann ist mir wenigstens auch mal zu lachen zu mute, wenn ich DIE boys and girls sehe…
Uiuiui. Ironisch über Berliner schreiben.
Wie wärs als nächstes mit ner “Tomatensaft im Flugzeug” Kolumne?
hab ich schon. auf schwalldeinefreundevoll.de
Viel zu kommerziell!
ich kenne diese leute!!!
aber warum machen die mich eigentlich alle nach?
ich wohne über einem “american apparel” laden(oh god ich musste das schon wieder googln) und sehe seit kurzem nicht mehr so viele menschen dort hineingehen. ist die szene jetzt also kleiner geworden???
ach…immer schön in die wunde
jetzt geh ich weinen
wolfsmotiv aufm secondhandpulli – abgehakt.
in manchem haste sicherlich recht, aber das mit dem nich spaß haben? mmh nee…bei tetris zum beispiel is euphorie zwingend. und iphone is nich mehr toll. und du hast die holga vergessen. und kreuzberg geht auch immernoch. hotelbar zb, die is noch gar nich so szenig das sie schon wieder doof is. sterni muss auch nich sein, n helles (augustiner) zeugt von geschmack und der is bei bier nich unszenig. und american apparel geht seit der überflutung mit den zipped hoodies auch nich mehr. und jutebeutel auch nur wenn dann selbstbedruckt, hab letztens einen mit dem in the mood for love cover drauf gesehn, das sieht man gerne, aber alles käufliche is nich so toll. die gute alte aldi tüte kommt wieder.
hat schon jemand angesprochen: 80er sind 2009, jetz is 90er angesagt. natürlich gemixt mit 40er schuhen. karierte hemden auch nich mehr so.
grtz
Fixies sind Bahnräder ohne Bremsen jawoll, aber in Berlin ohne Bremsen verboten, dit musste ick jeze mal sagen wa eh. Ein eingeborener Klugscheißer
@Tilco (182):
Ein Fahrrad mit Starrlauf und festem Gang ist doch schlimm genug. Ob da Bremsem dran sind ist vollkommen egal. Die Diskussion darüber hat den Charme des Streitens über pubertäre Mutproben.
Diese ganze “Szene” oder “Szenen” sind im Grunde reine Folklore. Für die Politik nur ein Standortvorteil, der vermarktet wird. Auch die Lobbyisten, MdBs, deren Mitarbeiter, Ministerien, “Hochkultur”, Medien, B-Sternchen und andere Mitglieder rund um die “Berliner Republik” fühlen sich im Szeneambiente ganz wohl.
Fixies-Fahrer müssten eigentlich als Statisten im Berliner Bühnenbild dafür bezahlt werden.
da fällt mir nur noch der ein: http://www.youtube.com/watch?v=C9zS67ZCkw8
Bitte, zieht wieder zurück.
Die Stadt ist voll, vor allem Neukölln!
Total cool ist es auch in seinen ausgefallensten Klamotten über den Markt am Maybachufer zu schlendern und hoffen von einem Fotografen von “Stil in Berlin” angsprochen zu werden. Das ist der Ritterschlag! Aber nicht vergessen etwas einzukaufen. Das gibt dem Ganzen noch einen feinen “authentic touch”.
Viel Lärm um nichts!!!
Kriecht einfach wieder unter die Steine, wo ihr hergekommen seid, wenn ihr in Berlin nicht klarkommt.
201 ist viel cooler! Ok, zum Thema, wir haben ne Weile im Prenzlauer Berg-100m vom Mauerpark entfernt gewohnt, bevor es uns nach London (jaja diese Juppies) verschlagen hat. Das einzige “Problem” das Berlin mit Szenemenschen hat, sind die, die so aussehen wollen, es aber nicht sind. Sehr peinlich das alles und enorm hoher Fremdschämfaktor.
Damit sind Touris gemeint, die sich für ein Wochenende in Prenzlberg volllaufen lassen, im Mauerpark einkaufen gehen und anschließend zum Abschied noch mal gegen die Haustür pinkeln (Erfahrungsbericht!). Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass vieles am sog. Berliner Szenemensch importiert und aufgeblasen ist. Die Berliner sind schön, schräg, schroff und janz dolle zum knuddeln (fast alle).
Und richtig, wer mit der Stadt nicht klarkommt, der sollte besser zu Hause bleiben und sich mal so richtig über alles in der Welt AUFREGEN! :-)
Dicker Gruß und Kuss nach (Ost)Berlin!
bin noch am überlegen, was ich lustiger finde – den text oder die z.t. erbosten reaktionen derer, die den text (und sich selbst wohl auch) so bierernst nehmen.
grüße in die runde von einer fahrradfahrenden, polaroidfotografierenden (btw: bei den kameras fehlt doch die holga – oder ist die in b schon wieder out?), ikea-ablehnenden billybesitzerin (mein mobilar ist ausschließlich ironisch zu verstehen) aus der angehenden szenestadt offenbach.
(hier liegt die zukunft, sag ich euch, offenbach hat es noch, das gewisse understatement, und selbstverständlich auch die coolness, die im subtext mitschwingt. berlin kann ja jeder ;)
ich komm aus Berlin und muss sagen, dass einiges zwar etwas überzogen, aber vieles doch sehr der Wahrheit entspricht…aber letztendlich ist der text doch wohl einfach als parodie an die (“ungewollt”) ach so coolen Szene-Berliner zu verstehen :D
mein gott leute, wir echten berliner finden euch jutebeutel träger alle albern. und prenzlauer berg sowieso. und generell eigentlich alle zugezogenen idioten, die meinen man müsse sich in gesonderter form verhalten um besonders berlin zu sein. ihr spinnt alle. wir berliner lachen über euch zugezogenen und eure absolut sinnfreien trends. wir fahren verdammt gerne auto und lieben unsere chucks. wir sind genervt von bio-cafés und abgemagerten veganern, stehen auf mäkkes und ikea und sind stolz auf unsere berliner schanuze.
Überdenkt nochmal eure interpretation von berlin sein.
In diesem sinne machts jut, wa
ein paar fragen:
und was war nochmal die alternative – und wie erkenne ich die “wirklich coolen”?
plus: kann man nicht mit jeder “szene” so abrechnen- macht es eine gruppierung von leuten interessanter weil es weniger davon gibt und sie dadurch authentischer wirkt? fahren wir jetzt lieber alle zum wave gotik treffen als zum melt? vielleicht doch lieber ins k17 als ins picnic? oder eher back to the roots in den fritz-club, denn da lachen alle wenn “virtual nights” sie ablichten wollen und schauen überhaupt nicht ernst. wann war der zeitpunkt eigentlich da wo die ersten jute statt plastik träger ihre tasche wegschmeissen mussten – waren die denn jemals szene, auch wenn die die ersten waren? wer trug das erste pali tuch. und wer trägt jetzt noch eins. vielleicht wieder aus dem hundekorb rausziehen, weil wieder in? oder einfach nur weils sommer wie winter praktisch war und man in den buffalos keine nassen füsse bekommen hat den winter, während alle ihre stoffschühen parade trugen.
irgendwie ist mir piep-egal, ob die brille von dem ‘n ticken zu groß ist oder die eine lieber mit der einweg statt mit der neuesten eos fotografiert.
leute die sich darüber (und über die anderen) gedanken machen, versuchen etwas zu verteidigen, was man einfach hat oder nicht hat: stil.
da hat es einer auf den punkt gebracht! vielen dank! :D
@les (215): hört hört! :-)
die sind alle einfach möchtegerne…
Najaaaaaaaaaa, also der janze Szenemist is wirklich nur für die sogenannten Neuberliner wichtig. Ick als Ureinwohner (die gibst nämlich noch) lach drüber und interessiere ich n Dreck dafür, ick bin ja nich auf der Welt um everybodys Darling zu sein, wat jeht mich Mode an und so n Scheiß. Wer mich nich so will wie ick bin hat mich anders ooch nich verdient. Ansonsten sehn wir eingeborenen Berliner das recht gelassen und sind an den Statdrand gezogen in die uncoolen Plattenbauten. Und sollten die mal hip sein gehts wieder dahin zurück wo ich geboren wurde, am Alex.
Ihr geht doch alle in die falschen Läden. Die im Artikel beschriebene Klientel nehme ich höchstens aus den Augenwinkeln wahr. Und ja, ich oute mich als Wessi, der vor 14 Jahren in den Prenzlauer Berg gezogen ist und trotzdem bin ich kein Jutetaschetragender Hornbrillenbesitzer.
Meine Schwester wohnt in Hamburg und ich empfinde diesen ganzen Szenequatsch dort als viel unausweichlicher als in Berlin. Der ganze Trendkrempel ist hier wirklich noch erträglich und verteilt sich auf eine viel größere Fläche und wesentlich mehr Menschen. Hipster gibt es in jeder westlichen Großstadt. Sie sind überall. Aber wen interessierts.
Gelangweilt auf Parties rumzustehen war und ist und wird immer uncool sein.
Und mal an die ‘Urberliner’: ihr pflegt auch einen gewissen Code und habt so eure Trends an denen ihr euch erkennt. Ich finde das nicht schlimm und total normal, aber dann so zu tun als wäre man völlig befreit davon erschien mir schon immer etwas fadenscheinig.
Ich lebe gerne hier und komme eigentlich mit allen zurecht. Sowohl mit den Ureinwohnern als auch mit den zugezogenen Schwaben. Schmunzeln musste ich beim Lesen des Textes trotzdem.
Eine gelungene Glosse auf eine bestimmte Klientel einer bestimmten Großstadt. Alle Palmenhüpfer sollten mal wieder runterkommen.
Make Love not War <3
Dann wäre noch das hier: http://playground.last.fm/unwanted?page=1
Hat nix damit zu tun, gefällt mir aber trotzdem.
Den schönsten Jutebeutel hab sowieso ich. Und ich wohne in der Südvorstadt (Neu-Spießerviertel of LE aka South_P-Berg – wobei es nicht so spießig ist, wie das wirkliche Spießerviertel Schleussig, weil dort der Kinderwagen garantiert keinen Verbrennungsmotor zwischen 2 Rädern haben darf). Und das Sterni wird auch hier gebraut (allerdings im Osten, in Reudnitz, das neue Friedrichhain-Wedding).
Geschrieben auf nem IBM.
:) was für ein super Artikel. Danke. Ihr habt mir — mal wieder — die Augen geöffnet!
hat eigentlich schon einer die GROßARTIGEN, den Artikel unterstreichenden Fotos gelobt?
das kommt darauf an ob man sich welche draufbaut oder nicht du eierbär.
mmh, bin ich eigentlich der einzige dem auffaellt, dass die schoenen fotos gar nicht in berlin geknipst wurden sondern in einer grossen stadt in amerika?
Ach, wie wahr, der Artikel … Das einzig tröstliche ist, dass diese ganzen Hypewellen unheimlich schnell weiterschwappen und sich irgendwann selbst überholen. Neukölln ist eigentlich auch schon wieder überholt, weil da schon die ganzen Touris und Studenten übernehmen. Vom Regen in die Traufe …
Übrigens erkennen “wir Urberliner” uns daran, dass wir uns einfach irgendwann verbal mitteilen, woher wir kommen. Weitere “Erkennungscodes” sind mir nicht bekannt :D Oder vielleicht doch? Auffälliges 80er Equipment ist auf jeden Fall ein No-Go … also … wer dazugehören will … … ?!
@exilberliner (227): Hat jedenfalls sonst keiner bemerkt. Stimmt aber… mein Foto-Talent bezieht sich ja maximal auf Polaroid oder Wegwerfkamera, und die Bildersuche in Bezug auf Berlin war nicht sehr ergiebig, daher aus den USA ausgeliehen. Macht aber nix, mit der Szene ist es wie mit Mädchenklos: in jedem Land muss man dafür anstehen.
Verstehe nicht was diese ganze Szene-Diskussion von den eingeborenen Berlinern immer soll. Erinnert mich an verkappte Nationalisten, deren einziger Verdienst ihre Geburt am richtigen Fleck ist. Diese ganzen Klischees sind auch schon hier seit längerer Zeit Out, liefen allerdings unter dem Label “Trash”. Schwabenbashing und sein Gegenpol…*gähn*
Ich mag Beutel, und The Clash sowieso…
Na das hilft mir bei meinem bevorstehenden Umzug sicher… :)
@exilberliner
Ick tipp ma uff Nu Jork, wa.
Szene hier, Szene da, Szene überall; Und wenn der Erst-Zugezogene alle Szenen ergründet hat, macht er sich über den Zweit-Zugezogenen lustig. Der Berliner läßt sich davon wenig beeindrucken. Das gab es doch schon immer und es wird nie anders sein – in Berlin.
ein urberliner sagt:
super! :)
Super Text. Auf meinem Jutebeutel steht übrigens “Plus” und ich verwende ihn nur zum Einkaufen.
Berlin bietet viele Möglichkeiten.
Die Potenziale richtig zu nutzen, ist – wie überall im Leben- eine Kunst.
Wer diese Möglichkeiten richtig nutzt, wird glücklich.
Wer´s nicht hinbekommt, sollte besser woanders leben, wo es weniger Möglichkeiten gibt.
14 jahre stoffbeutel, oi! ich bin so dermaßen fein raus und irgendwo dazwischen. alles richtig gemacht.
Der Artikel ist vergleichbar mit einem Bericht über ein Auto wobei die Merkmale zweier völlig verschiedenen Modelle aufgezählt werden.
F A I L :-)
Gruß
M
berlin ist berlin und bleibt berlin – mit oder ohne diesen beknackten jutebeutel oder röhrenjeans!!!
netter text, trifft zu. ich mag berlin trotzdem, szenen gibt es überall und die berliner gefällt mir von diesen noch am besten. man hat ja spaß und das ist doch das, was das leben ausmachen sollte. lg nina
229
Liebe Eingeborenen,
meine Allerliebste hat mich mehr o. minder genötigt, einen Aufenthalt über sagenhafte fünf Tage in der Hauptstadt namens Berlin zu verbringen.
Eure Äusserungen s.o. sind nur bedingt dazu geeignet den Tourismus anzukurbeln. Der Haushalt
hat es bitter nötig.
Dank Euch bedarf es keinen gedruckten Reiseführers.
Alles Gute :-)
@PiPi
Logo. Dann laß doch deine Allerliebste beim nächsten Mal alleine kommen. Da hat sie sicher mehr Spaß und wir sowieso. Solch eingeschnappte PiPi´s …. ob die nun hier sind oder nicht.
Gute Besserung :-)
Ick hab ja och so’n par Exemplare in die WJe unta mir, wa.
Aba da mach ick mir nüscht draus. Sin ja och Mensch’n, wie du un icke.
Manschma steht och Justav vor de Türe. Voll cool ey, bimmelt.
Icke: ‘Tach-chen, na allet rotscha, wat los?’
“Buänos Notsches – Haschte evnduäll Luscht auf a Sterni?”
Denk ick mir so: Hä, wat is los? Kiek uff de Uhr… naaaja.
‘Pass ma uff, dit jibs ja nu janich, wa. Richtje Molle kannste hab’n, komm rinn Nachbar, Pilsetten finste inne Kiste da.’
Na un wat soll ick sajen, nu duds’n wa uns.
Sternburg ade!
Und Gustav mutiert langsam vom Hipster zum Homo sapiens.
Ich muss mir unbedingt eine Handy-Gürtel-Tasche zulegen.
Da hat doch tatsächlich jemand den Nagel auf den Kopf getroffen.
Ich hab schon an mehreren Orten längere Zeit gelebt, aber nur in Berlin wird man ganz genauso akzeptiert, wie man eben ist. “Leben und leben lassen” ist doch hier das Hauptstadt-Motto. Ich bin froh, wieder zu Hause zu sein!
@HippiHupf (240): Das verstehe ich nicht ganz. Welche zwei Modelle wurden hier denn vermischt?
hier ein link, wie man die einheimischen richtig seziert :)))))) aus zürich, dem exil tausender berliner :)))))
http://redders.wordpress.com/2008/01/23/zurich-fur-anfanger-i/
viel schlimmer ist die tatsache, dass irgendwer ASTRA zum in-bier erklärt hat & keine sau weiß, warum …
@DJames
Muß wohl am Coolheitsfaktor liegen… ASTRA Kiez-Bier St.Pauli.
@dom: danke fürs verlinken. aber hier findet man echte szene-satire (von ian constible). naja, eben in zürideutsch:
hippiekacke: http://redders.wordpress.com/2009/07/08/will-au-ich-nur-en-hippie-bin/
und der ultimative zürich/berlin-vergleich :):
http://redders.wordpress.com/2009/12/29/zurich-vs-berlin/
was is denn das bitte schön für ne szene? also was ist da dran, komische klamotten und ständig präsentes nicht lächeln?
und vor allem was soll das darstellen? gibts da sowas wie nen statement, ne aussage? oder bekommen die wirklich alle geld von mami und papi und machen son quatsch um cool zu sein?
klar kann man sich über jeden trend und lifestyle auslassen, aber hinter dem hier steig ich echt nicht….zieht mal euer eigenes ding durch anstatt son kram zu machen…gibt eh wichtigers als jute beutel und fixies, oder?
Ey – nichts gegen Handygürtel. Ich bewahre dort immer mein Schweizer Taschenmesser auf.
Richtig geil kommt der zur Geltung, wenn das T-Shirt in die Hose gesteckt ist.
Ihr habt echt keine Ahnung, was stylisch ist….
i like.
sehr unterhaltsam und witzig!
keep it uuup.
x
Sehr schöner Artikel, liebe Berliner Kollegen.
Um für einen Moment den Besserwisser raushängen zu lassen: American Apparel Klamotten haben auch in ihrem Herkunftsland kein KIK-Preisniveau. Eher das Gegenteil. Falls euch andere Informationen vorliegen, bitte ich um sofortige Benachrichtigung, wo!
(Würde mir einiges an Geld sparen)
Ist aber nur ein Detail. Ansonsten: Treffer ins Schwarze.
Na das sind mir mal wieder die liebsten wanna-be berlinahs — kein plan von nix und nur scheisse schreiben — geh mal auf ne geile elektro- oder home party und zieh dir rein wie krass die leute abgehen, und dann review mal deinen artikel, meister!!!!!!!!
@urban observations (258): Das musste ich auch mit Erschrecken feststellen, dass die Amerikaner mittlerweile auch entsprechend Geld nehmen. Das war aber nicht immer so. Wen es tröstet: Die Sachen kosten meistens genauso viel, nur in US-Dollar.. also immerhin etwas günstiger ;)
Ja, nun ja, nen alten Kleiderschrank habe ich auch und ein Zugereister bin ich auch. Und den Kollektivindividualismus sehe ich auch.
Da ist der stete Zwang dazugehören zu wollen, aber nicht zu wissen, zu wem oder was. Und sich dann über sich selbst zu ärgern, weil Du ja eigentlich raus wolltest aus dem Normengewühl, dem ganzen Gesellschaftskrempel. Weil Du es eigentlich auch allein schaffen solltest.
Entweder siehst Du irgendwann, daß die Ellbogenpropaganda nicht Goldeswert hat, daß der Mensch ohne Gesellschaft nicht funktioniert. Oder Du gehst verbittert vor die Hunde.
Das ist übrigens nicht nur in Berlin so. Hier kann man es aber länger ignorieren. Darum nach Berlin ziehen. Man ist als Entwurzelter elitär und in der Position, mit vollem Recht über die ätzen zu können, die Kultur haben.
Vielleicht sollte mal der Versuch gewagt werden, eine Idee der Moralität aufzuspüren, die viele Zugereiste zu ihrem Verhalten treibt. Das wäre doch ein interessantes Unterfangen für einen Blog-Eintrag zum Thema Szenemensch.
@Falle (259): ey mann, genau dieses electro-dogma und der house-fanatismus, gepaart mit einer “du hast doch eh keine ahnung”-attitüde , ergänzt mit fehlender selbstironie, lassen mich die szene-cracks tief in den arsch der provinz wünschen. sooo tief. imfall. gruss aus zürich
Die Sache ist: entweder Du bist ein lustiger, außergewöhnlicher und wie auch immer ,,cooler” Mensch, oder Du bist es eben nicht.
Viele scheinen dem Trugschluss zu unterliegen, mit einem Umzug nach Berlin eben diese und andere Eigenschaften mit Übergabe des Wohnungsschlüssels in die Hand gedrückt zu bekommen. Und merken dann irgendwann, dass sie trotz ihrer Maskerade immer noch sie selbst bzw. ganz ,,normale” Menschen sind, und das lässt sie verkorksen/abstumpfen/arrogant werden etc..
Und die anderen haben ihren Spaß, aber das könnten sie in jeder anderen Stadt auch. Dafür ist man nunmal selbst verantwortlich und nicht Kreuzkölln, der Mauerpark oder eine große Club- und Musikszene.
Die Frage, die sich mir bei solchen Texten immer stellt: Warum beschäftigst du, Sara Chahrrour, dich damit?
Man könnte dir da jetzt eine gewisse Häme und Unverständnis unterstellen, in dem man das ganze ironisch interpretiert – aber woher kommt diese Abneigung? Was ist so schwer daran, jeden einfach sein Ding durchziehen zu lassen?
Wenn man sich über Yuppies aufregt, die einem die Mieten kaputt machen – okay. Wenn man sich über Mamas mit Kinderwagen aufregt, die einem schief angucken, weil man vor vier Uhr das erste Bier trinkt, und man sich deswegen schlecht fühlt – na meinetwegen. Aber sich hämisch darüber auszulassen, welche Klamotten und Tragetaschen eine _bestimmte_ Szene gerade gerne trägt – darüber würde ich gerne mal etwas lesen.
So empfinde ich den Text als bloße Lästerei einer undefinierten Gruppe über eine etwas genauer definierte Gruppe. Hast du das nötig, liebe Autorin, und was trieb dich dazu an?
@Lasse (264): Ich sehe das tatsächlich als Unterstellung, immerhin beschwere ich mich ja nicht darüber. Ich finde es nur recht amüsant, dass sich solche “Szenen” finden und entwickeln, und im Fall von Berlin eben wie die Nicht-Berliner herziehen, um genau das zu finden.
Und? Das finde ich gar nicht schlimm, bin ja selber so eine gewesen. Vielleicht hat mich das auch dazu motiviert. :)
i like. so ist es doch einfach überall? barcelona, zürich..berlin..paris..und es war auchschon immer so..
wer das geschrieben hat, kennt die falschen leute oder war lange nicht mehr in BERLIN. Verwechslung? so ein quatsch!
der artikel is teilweise passend, kann ich nicht leugnen,
aber gibt keinesfall berlin wieder, sondern einen mikrokosmus
von menschen mit angeknakstem selbstwertgefühl, die
sich einer szene zuordnen und sich dann auch noch einbilden
“berlin” zu verkörpern.
vielleicht liegt das ja daran, dass das “szene szene” darsein
dass einzigste ist, was diese leute von der stadt kennen.
tut mir mir leid,
cause you guys miss out.
Szene …
sucht euch doch mal Freunde …
na, hört sich nach jemandem an, der nicht mitspielen darf.
ja, ich sitz in der Ecke und schmoll …
Danke für den Artikel. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal in Mitte jemanden Berlinern hören habe. Sind endweder alles glattgebürstete Hochdeutschsprecher oder Trendopfer, denen dann plötzlich der Kaffdialekt rausrutscht.
Der echte Trend ist nicht trendy zu sein.
hey…
irgendwie reihst du dich auch einfach in die ich-bin-jetzt-cool-weil-ich-anti-szene-bin gruppe ein.
maaaaaaan, so ises halt…der witz is alt!!!
@ Berlin bleibt Berlin:
Da kannst du ,,Berlin” durch jede beliebige (größere) Stadt ersetzen.
hm, dieser artikel soll wohl für kontroverse diskussionen sorgen. dazu ist er aber leider zu schlecht geschrieben. man hätte das ganze ja etwas subtiler ausdrücken können. so wirkt es tatsächlich nicht ironisch, sondern allenfalls verbittert. die geisteshaltung des hipsters ist der wirklich interessante aspekt, wie in “cool rules – anatomy of an attitude” von dick pountain u. david robins präzise skizziert, nicht eine aufzählung mehr oder weniger banaler alltagsbeobachtungen. aber passt schon. der hipster liest es, findet es ein bisschen witzig und schickt es seinen eltern und freunden. die wollen nichts anstrengendes lesen und dennoch das gefühl haben, anschliessend genau bescheid zu wissen.
entlarvend auch die kleingeistigen kommentare von usern wie “berlin bleibt berlin”. am ende können halt nur die dummen zustimmen. interessant in diesem zusammenhang: http://blog.dummy-magazin.de/282/in-jedem-kaff-dummy-provinz-ist-fast-da/
Der Prenzlauer Berg, auch “žP-Berg” oder “žSchwabenviertel” genannt, ist kein geduldetes Szene-Viertel sondern die Ausgeburt an Spießertum. Prenzlauer Berg is the new Charlottenburg, daher sollte man nur für große Ausnahmen diese Gegend aufsuchen.
Das ist natürlich absolut unwahr. Die Meile zwischen KB und – warum auch immer – Wisbyer Str. ist DER Catwalk und da drauf ist der Platz vor den Arkaden, Zugang zu S- oder wahlweise U- und Trambahnhof der Wendepunkt, da eben, wo man nochmal ordentlich post/posed. Ab Außentemperaturen von etwas unter Null hochempfehlenswert, um seine Bein- und Arm-inkl.-Achselfreiheit zur Schau zu stellen. Es empfiehlt sich auch immer einen irgendwie Bekannten mit einem Spät80er Ghettoblaster bei zu haben.
Ich muss das wissen, ich kann das nicht nur jedes Wochenende, nein, auch beinah jeden Wochentagsabend beobachten.
dit is schon ne jeile Stadt dit Berlin. Da kannste sajen wat de willst.
gruss
deta
Jetzt mal richtig ernsthaft
Der Stadtstaat Berlin ist so gesehen am Arsch.
Was treibt die Touristen dazu diese Stadt,
obwohl soo viele ### darin wohnen,. zumindest mal zu besuchen.
Der Zoo alleine kann es nicht sein.
Denk mal
“Haste vergessen: nach Berlin ziehen und Artikel schreiben, wie blöd alle in Berlin sind.”
hahaha^^^^^^^^wenn man will, kann man alles und jeden in den dreck ziehen
worüber redet man mit menschen, wenn man eigentlich nichts wissenswertes zu erzählen hat!? natürlich über andere menschen und zwar so ausführlich wie nur geht! stück übertrieben, verbaler wutausbruch mit der hand vor dem mund…aber größtenteils muss man beim lesen schon mit dem kürbis nicken
daumen, winkewinke
sehr schoen :). spricht mir aus der seele. lebe seit 6 jahren in london und erlebe hier genau das gleiche. die shoreditch trendys sehen genauso aus und benehmen sich auch genauso. bin deshalb von bethnal green nach peckham umgezogen dieses wochenende. diese ganze hedonisten-nummer mit nix dahinter, die ganze ich trage skinny jeans und ein rot-kariertes hemd (bis ganz oben zugeknoepft, ohne krawatte natuerlich) uniform, ich trage sonnenbrille, schal und fellmuetze im superheissen club und lachen und tanzen verboten nummer geht hier langsam auch auf die nerven :). das schoene ist aber irgendwie dass keiner merkt, dass das kollektive streben nach individualismus zu einer uniformitaet und monokultur wird. macht spass, das zu beobachten. alternativ regt es auf. immer abwechselnd. aber besser macht mich das natuerlich nicht :).
die bittere wahrheit
Mir fehlt in dieser Beschreibgung ein ganz wichtiger Punkt:
Als wahrer Zuzugsberliner darf man den Rest von Deutschland, und alle, die dort wohnen, auf keinen Fall ernst nehmen. Die Diaspora (also der Bereich, in dem eigentlich nur noch anachronistische Bauern wohnen) beginnt an der Stadtgrenze Berlins, und geht im Westen bis Paris, im Osten bis Tokio und in Nord- und Südrichtung bis zu den Polkappen.
Das eröffnet dem waschechten und bleicheresistenten Zuzugsberliner sogar die Möglichkeit, ausserhalb seines Heimatkosmos zu zeigen, in welcher Metropole er wohnt. Trostpflaster auch für all jene, die nur eine Mansardenwohnung in Charlottenburg abbekommen haben: Im RE zu den Eltern sitzend darf man sich spätestens ab Bad Kleinen wieder genau so cool fühlen wie es diese nervig-überheblichen Typen mit ihren Altbauwohnungen im Wedding. Und dass einen alte Freunde einen jetzt nervig und überheblich finden, ist der schlagende Beweis, dass man genauso Berlin ist, wie es die Typen aus dem Wedding sind. Auf dem richtigen Weg ist man damit. Und eine Wohnung in Neukölln wird hoffentlich irgendwann frei, bevor die Gentrifizierung kommt.
geil gibs hier immer soviele komentare ? kenn diese seite hier nicht wurde mir gerade im underground forum für party uns szene gequatsche für den berliner untergrund empfholen. weil ik so fettgekifft in meiner berliner altbau szene wohnung sitze hab ik alle 266 komentare reingefahren, verrückt oder ?
“Leben und leben lassen!” In Berlin fehlt das Streben nach einem bestimmten Status völlig und das finde ich so unwahrscheinlich angenehm. Habe mehrere Jahre woanders gelebt und bin immer wieder erleichtert nach Hause zu kommen.
sara chamour ich möchte mit dir schlfen und kinder erzeugen. du bist göttlich ! danke für den artikel.
@börni: was machst du denn in balin?
sowas gibts überall
http://www.youtube.com/watch?v=kAO4EVMlpwM
Langsam ist das betont ironische Abarbeiten an Berliner Szene-Klischees wirklich nur noch langweilig.
Wollte nur loswerden, dass das eigentlich nichts mit Berlin zutun hast, sondern auch genauso für die amerikanischen Hipster gilt und wahrscheinlich auch für die Hipster überall auf der Welt. Nicht nur deswegen, wurden auch schon wesentlich bessere Artikel zu dem Thema geschrieben:
https://www.adbusters.org/magazine/79/hipster.html
All das bereits ausgesagte ist auch für die Beamten des BND wichtig zu wissen.
Zumal diese sich zunächst mal wieder zu recht finden müssen.
endlich jemand der sich traut auch die Wahrheit zu sagen. Es fängt nämlich langsam wirklich an hier in meiner Heimatstadt zu stinken. Man trifft einfach keine authentischen Menschen mehr, weil einfach jeder Szene sein möchte. Ich freu mich wenn ich bald hier weg bin um in einem kleinen Dorf mit Menschen zu tun habe, die dazu stehen, dass sie Spießer sind.
Natürlich ist dieser Bericht ein wenig übertrieben aber wer schon einmal im Watergate, Mauerpark(am besten Flohmarkt aufn Sonntag), Bar25 usw. war wird wissen das aber bei weitem nicht alles gelogen ist. Echte Berliner trauen sich da schon garnicht mehr hin. :)
mfg
ausser Muddastadt(und meine Mudda kommt wirklich von hier, ihr iPhone-zuzieher)
Einheimischer
der bericht ist scheisse!
ihr könnt nicht so sein wie wir!
Ihr möchtegern Szene Menschen”¦
Kreuzberg war so schön als die aufgesezten Menschen noch nicht da waren!
Man trifft einfach keine authentischen Menschen mehr, weil einfach jeder Szene sein möchte.
Die Yuppie SCUM
Ich bin tausendmal besser als Ihr alle
zusammen !
wäre es doch nur wirklich so, dann wären die auch alle hertha fans (weil per se uncool) und das würde doch das image des vereins massiv verbessern (minus mal minus macht plus).
wobei das natürlich dazu führen könnte, daß noch mehr szene- und popkulturbegeisterte menschen aus tuttlingen und brake (unterweser) anreisen. nämlich die, die bisher wegen fußball lieber nach hamburg, köln oder münchen gehen. die tragen auch eher konservative ramones und metallica shirts und tragen immer noch den adidas samba..
davon würde dann auch die bratwurst-branche berlins intensiv profitieren, aber ich vermute fast, die autorin dieses beitras wäre die erste, die einen billigen abklatsch zum st pauli umfeld bemängeln würde.. :-)
Witzig.
Regt Euch nicht auf, Kinder. Mir hat neulich ein gebührtiger Kreuzberger den einzig wahren Satz zu der ganzen Gentrifizierung-Schwabenprogrom-Hippster-Flippster-Scheißdebatte gesagt, “Wenn ich nicht aus Berlin stammen würde, würde ich doch auch herziehen.”
Das muss man doch als lokalpatriotischer Eingeborener einfach mal zugeben.
Auch lesen… Der Dresscode der Juristen (googeln, eigentlich noch treffender als das oben stehende – für die, die es kennen).
shalömmchen.
HIMMELHERRGOTT!
der wisch hier ist fremdscham en masse. vor allem die kommentare :D
Dass sich jeder immer über die Hauptstadtparasiten auskotzen muss, ist genau so nervig, wie sie selbst. Spreeblick ich finds schwach. Entspannung ist angesagt und auch etwas mehr Toleranz – Berlin wäre doch ohne die Freaks nur ein größeres Hannover. Wem es nicht gefällt, der soll nach Bielefeld ziehen, falls es das überhaupt geben sollte.
Ich finde dieser Artikel trifft es auf den Punkt! Musste wirklich schmunzeln..
Die Behauptung, dass in Berlin jegliches Statusbewußtsein fehlen würde (in irgendeinem Kommentar da oben), ist ja wohl der Witz des Jahrhunderts. Das ist doch genau das, was Ihr Zugezogenen hier veranstaltet. “Ups, ich bin so hip und trendy, kleide mich arm aber sexy (davon abgesehen dass Ihr für den Trash-Look unglaublich viel Geld ausgebt), und die Tatsache, dass meine Eltern mir mein Leben finanzieren, und zwar mit Ihrer Provinzkanzlei, -praxis oder whatever”, wird schön ausgeklammert. Ihr kommt aus der Provinz nach Berlin, weil irgendwie die Kunde umgeht, dass es hier so anders und toll sein soll, und was passiert? Ihr umgebt Euch hier mit genau den gleichen Landeiern, vor denen Ihr geflohen seid. Die mögen zwar aus ‘nem anderen Kaff kommen, da hören die Unterschiede aber auch schon auf. Erst habt Ihr PrenzlBerg und Friedrichshain plattgemacht, jetzt seid Ihr in “meinem” Kreuzberg angekommen. Großartig. Ganz toll. DIe große Überraschung: Ihr lebt nicht Berliner Leben, sondern genau den Kleinstadtmief, dem Ihr entkommen wolltet!!! Dann setzt man sich schön in eine hippe Szenekneipe und redet abfällig oder zumindest mit einem überlegenen Grinsen über Berliner, Leute, die Hartz IV bekommen und den hohen Ausländeranteil, mit Sätzen wie z.B. “In meinem Haus wohnen ja zum Glück nicht so viele Türken, man weiß ja wie die hausen.” Diesen Satz habe ich ernsthaft eins zu eins zitiert. Folgendes trifft leider auf 90% der Zugezogenen zu: Schön krampfig den Jutebeutel festhalten, sobald einer vorbeiläuft, der auch nur entfernt aussieht, als sei er türkischer oder arabischer Herkunft, aber in Kreuzberg wohnen wollen und sich gleichzeitig wahnsinnig weltoffen fühlen. Neuigkeit: Ihr seid hier in Berlin!!! Zieht nicht nach Kreuzberg, wenn Ihr nicht tolerant sein könnt oder wollt. Aber nee, es hat ja mal jemand beschlossen, dass das alles so authentisch ist. Großartig, irgendwo hinziehen, dann über die “Ureinwohner,” egal welcher Hernkunft, meckern und sie durch die daraus resultierenden extremen Mietsteigerungen zwingen, in andere Bezirke zu ziehen. Alles kaputtmachen, wofür ein Bezirk mal stand und sich dann wieder richtig zuhause fühlen. Im Endeffekt macht Ihr unsere Bezirke zu kleinen Versionen Eurer Heimatkäffer. Aber bitte, das gilt selbstverständlich immer nur für alle Anderen. Fasst Euch bloß nicht mal an die eigene Nase. Und das gilt für entspannte 90% der Kommentatoren in diesem Thread.
deshalb lieben wir Berlin
als neuzugezogene berlinerin muss ich auch mal meinen senf dazu geben. klar, mir sind die im artikel beschriebenen situationen im artikel hier in berlin aufgefallen. gibt es aber in köln genauso. nur ist in berlin eben alles ein bisschen größer, öfter & mehr. typisch an berlin finde ich aber genau das: sich darüber so aufzuregen, aber an der szene doch teilzunehmen. das nervt mehr als alle hipsters zusammen. irgendwann kommt man einfach in das alter, in dem einen die orientierungslosen teenies stören, man aber immer noch in die gleichen bars und clubs gehen will. eigentlich ist man also gerade wieder selber orientierungslos.
und dann noch zum kommentar der kreuzbergerin: ganz schön verbittert, was? auch du lebst in der “weltsstadt” berlin, zugezogene gehören da eben dazu. also entspann dich mal. sonst könnte dich noch jemand für intolerant halten.
@Sten (54): Warum denken? Genau SO ist es!
mhhh. wo bleibt die Toleranz. Bin 50 jahre alt und find, dass ich lost in the wood wäre, wenn ich mich im zarten Alter von 30 befinden würde. Warum?
Es gibt keine Freaks mehr, alles nur Camouflage. Aber bitte sehr, hoch lebe doch die Toleranz. Um die ich für Euch Nerds gekämpft habe und jetzt bitte mal setzen und ein Becks Gold trinken, ihr Warmduscher.
Was is eigentlich mit dem echten Adel in Berlin?
Wat n los mit echtem Geld in Berlin?
die tipps zum outfit sind so last summer….
ein thema das beschäftigt
Solange über einen Text zu Berlin 300 Kommentare geschrieben werden, kann man davon ausgehen, dass Berlin total “in” ist…
btw. Kommentar 5 ist hamma haha :D
Geht es hier eigentlich nur um Äußerlichkeiten? Jutebeutel , 80er-Jahre Look und Co. Berlin ist 24 h geöffnet, Berlin hat die besten Cocktailbars, die schönsten Museen, die grössten Ausstellungen,3 Opern, zig Schauspielhäuser, die Philharmonie, Berlin ist geöffnet 24 Std. lang. Die besten Clubs. Die angesagtesten DJs.
Wasser vor der Tür, den Tiergarten, Wasserstraßen.
Berlin hat den besten Sommer, Berlin hat keine Industrie, zig Seen in der Nähe, Ostsee und Leipzig, Dresden sind deinen Sprung entfernt.
Supermärkte die 24 Std. geöffnet haben. Wohnungen, die gross und preiswert sind. Die Lebensunterhaltskosten sind gleich Null. Jeder Kiez ist anders und spannender. Von schwul bis zu den Ökos.
Berlin hat die beste öffentliche Verkehrsmittelanbindung.
Also setzt Euch alle mal hin und diskutiert weiter über Jutebeutel. Die wohl jeder hier – ausser mir – super findet, sonst wären sie nicht der Rede wert.
Zieht nach Frankfurt, Bielefeld oder Quakenbrück oder München, Hamburg wo es schön teuer und gezwungen ist. Da kann man dann über Poldi, Waldi, Bulgarie , Armani und Versace diskutieren und ob man ins P1 kommt oder nicht. Na dann prost Matthes
Man sollte auch berücksichtigen, dass Berlin 24 Stunden geöffnet ist.
Meine Stimme für Kommentar #295.
Es ist eine Groß-Stadt. Das heißt auch, dass alles immer eine eher zweifelhafte Ordnung hat. Aber ohne die wär’s das wovor diese Menschen scheinbar fliehen, nämlich: Provinz.
was ich echt witzig finde ist, dass ihr was nicht habt, was sogar wir oberarroganten zürcher haben: ein zünftige portiion selbstironie.
ist ja grauenhaft, wie ernst ihr euren status als berliner nehmt. und wie wichtig berlin ist. lernt was:
http://redders.wordpress.com/2008/03/10/zurich-fur-fortgeschrittene/
@daMax (13): pfannkuchen sind eierkuchen und berliner. jedoch sagen berliner natürlich nicht berliner sondern in erster linie pfannkuchen, wenn denn keine eierkuchen aus der pfanne gemeint sind.
schön, wie du die ganzen NICHT-BERLINER beschrieben hast :-)
@Kreuzbergerin (301): total geil dein beitrag! ECHT TOP
Applaus!
Hmm, also dass dieser Artikel nicht von http://www.ichwerdeeinberliner.com zusammengeklaut wurde, halte ich mal für glatt gelogen. Wer einen Blog namens Spreeblick hat und den ichwerdeeinberliner Blog angeblich nicht kennt, hat auch irgendwie den Beruf verfehlt.
Die Helenisierung des Spreeblicks? Gebt wenigstens eure Quellen an, dann ist alles dufte.
Endlich schreibt mal einer wie es ist und dies auch noch auf eine sehr charmante Art und Weise, die jedem – der nicht hip und szenig ist, es aber dennoch gewagt hat einige Zeit in Berlin zu verbringen – ein Lächeln auf die Lippen zaubern dürfte! DANKE
sach ma, . . . hast’e Lust, mal ‘n Bier mit mir trinken zu gehen ??? Ich glaub, dass wär’n sehr spaßiger Austausch ~ für mich, so als Newbie,… oder Newsty,… oder Newbeastie *ggg*…….
=^.^= . . . die Grinsekatze ;)
“berlin mich nicht voll”
Ich habe mein Pony mit den Nasenhaaren verpflochten und unterm Kinn zusammengeknotet. Sieht zwar total kacke aus, aber bis jetzt habe ich noch keinen Zweiten mit diesem Style gesehen! Ich bin individuell und vor allem originell!!! yay!
Sachen die “in” sind “out” zu finden ist so alt wie die Pubertät, und Leute die viel Geld ausgeben um abgeranzt auszusehen sind auch nichts Neues…hat’s alles schon tausend mal gegeben. Hier in Berlin und sonstwo.
Kauft euch mal nen Horizont!
oh Danke. Wie konnte mir dieser Post nur so lange verborgen bleiben.
Den Inhalt predige ich seit Jahren ….
Wenn man sich nicht mit solchn Leuten paart,
werden es irgendwann weniger :-)
ich werd das gefühl nicht los, dass alle die ihren senf hier dazugeben, am meisten damit beschäftigt sind sich selbst als die echtesten berliner auszugeben; habt ihr den artikel verstanden?
@brln (329):
Nein,
aber in der Gewissheit dass auch Du den ursprünglichen Spreeblick- Beitrag
nicht vollständig gelesen hast. Das ist eine anmaßende Unterstellung …
ha, witzig :)
ich fühl mich gestalkt :D
@eva (27): eva aus E? oder KR?
@B (6): ein dickes Word ans “alt werden”!
Mal abgesehen von der Zahl ;)
Es fällt mir schwer zu sagen, aber genauso empfinde ich meine Heimatstadt im Moment! Schade, um das schöne Berlin, auch gerade das was über den Prenzlauer Berg (mein Heimatbezirk) steht ist absolut und 120%ig wahr!
@Kreuzbergerin (301): Danke Kreuzbergerin!!!!!
@EinSchwabe (167):
Erst kürzlich war ich einige Tage in der deutschen Metropole unterwegs.
Berlin ist ein Moloch. Viel zu Groß um den ollen Charakter zu vermitteln.
Als Touri hangelt man sich von einem Stadtteil, auf der Suche nach ‘Ori-
ginalen’ zum anderen, um letztlich festzustellen, dass auf die Schnelle
überhaupt keine pauschale Aussage getroffen werden kann. Berlin ist
ein Kiez. Abgeschottet von den anderen Bezirken, wo jeder sein Süpp-
chen kocht.
Nur mein Eindruck
PiPi
wat? 150eur zimmer in xberg? det gloob ick nich.
die beschreibung triffts doch ganz gut irgendwie. mir fehlen aber die in-drogen… ohne die geht doch nix munkelt man.
ich werde mich jez, nachdem ich tatsächlich fast alle kommentare gelesen habe, in meine baggy-pants von 1997 schmeißen(die 2.hüfte bei röhren ab größe M braucht kein mensch), n polohemd mit hohem kragen anziehen, die bauchtasche umschnallen mit nem 1A mountainbike in die bib fahren wo ich meine abschlussarbeit weiter schreiben werde, deren thema weder philosophisch, gesellschaftskritisch oder weltverbesserungsmäßig is.
und dann geh ich auf jobsuche. und das alles janz unironisch.
wenn ihr neonbunten, über diesen artikel angepissten(weil ertappt?) nulpen mir dann 2012 den style nachmacht hab ich schon n fetten job und trag kostüm… det könnt ihr dann 2020 auch nachmachen… und dann verkauf ich euch mein häuschen am stadtrand zu überhöhten preisen und zahl euch zu wenig gehalt. und dann reiß ich mir von dem janzen geld n kreuzberger fabriketagen-loft untern nagel.ätsch!
Leute mit Jutebeutel erzeugen bei mir stets entweder ein bemitleidendes oder ein belächelndes Grinsen – ich kann mich da selten entscheiden.
Letztlich ist es doch so, dass ein jeder echte Niemand heute einen Jutebeutel trägt: Konsumverweigerung ausstrahlen und ne teure Röhrenjeans tragen, passt irgendwie nicht zusammen.
Gut, dass ich älter werde und sagen kann: “Berlin, DU warst mal so cool!”
Bin ich froh, dass ich aus Nordneukölln weg bin und rüber gemacht habe, in den schicken teuren P-Berg.
GRANDIOS!!!
lol. das “szene-blog spreeblick” hat’s mit diesem beitrag auch in die BZ geschafft:
http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/typisch-berlin-dresscode-fuer-staedter-article935452.html
Wieso geschafft? Genauso wie die Hipsterhater sich hier ergötzen konnten, können sich jetzt auch die hipsterhatenden BZ-Leser in ihren Ressentiments gegen Touris, Schwaben und andere Fremdkörper von Spreeblick bestätigt sehen. Congrats!
Ich finde den Artikel genauso pseudo, wie die dort beschriebene angebliche Berliner “Szene”
Ich bin Berlinerin, hier geboren, mittlerweile ende 30 und habe eine Menge miterlebt. gerade die Entwicklung der sogenannten Szene, wohnte in den 90er Prenzlauer Berg, ein “Urberliner” hat sich noch nie um Mode gekümmert, sondern einfach irgendwas getragen.
Ich finde Berlin ok wie ist, wie jede andere große Metropole eben auch, nichts besonderes, jede große Stadt hat einen Flair, eine Szene was auch immer und stereotypische Menschen findet man überall auf der Welt.
Klingt wie London vor 5 Jahren. Hauptdorf Berlin, voll cool für Menschen die dem Hype der 90er hinterher rennen.
PrenzlBerg is wirklich schlimm!
Bleibt alle weg!
Und um Gottes Willen zieht nich hierher!
Schreibt das in alle ZUZIEH-Magazine!
Sehr cooler Artikel…habe so gelacht beim Lesen! :D :D Ich kenne solche Leute, die sich verkrampft versuchen von der Masse abzuheben…Ich finde das lächerlich! hihihi
so´n scheiß drecks-artikel…
nen berliner is nur nen geborener und wer meint schon,
dass es schick is in assozialen junky-ecken rumzuhängen!?
ihr die den artikel verfasst habt: IHR HABT NULL AHNUNG VON DEN WIRKLICHEN LEUTEN IN DEN ECKEN, ihr berichtet lediglich von möchtegerns die hier einreisen und den want-in-süchtigen!!! *brechreiz*
ps: is ja nich wirklich cool sich als ne person auszugeben die man nich is und sich neu mit motten einzudecken, weil´se grade trend sind
im endeffekt kann man nicht sein was man nicht ist..sogar die jüngere generation von uns merkt was sich da abspielt, naja es drängt sich einem ja auf..gottseidank gibt es aber noch rückzugsgebiete in denen man nicht mit solchen leuten konfrontiert wird..und dafür bin ich dankbar! :)
die in diesem artikel beschriebene personengruppe erzeugt in meinem gesicht auch ein leichtes schmunzeln, da es ja nun mal fakt ist, dass ihre angestrebte individualität mittlerweile auch nichts weiter als ein breites massenphänomen darstellt.
wenn alle gegen den strom schwimmen werden die coolsten auch wieder mit dem strom schwimmen…von daher ists, wie zuvor schon jemand schrieb, ein kreislauf oder -aufgepasst- ein strudel in dem jeder seine EIGENE persönlichkeit repräsentieren sollte.
amen
Die Kommentare der Leute, die sich persönlich angegriffen fühlen und entsprechend reagieren, sind lustiger als der Artikel. Leider kann ich sie nicht alle lesen, muß cool sein!
ich komme selbst aus berlin und finde diesen artikel einfach nur genial. hut ab an die verfasserin. es mag zwar gemein klingen aber es gibt wirklich einen kleinen teile der möchtegern berliner hip bewegung die eben nach oben genannten maßstäben veruchet ein großstadt szeneleben zu führen. dieser artikel nimmt eben jenen hochnäsigen und arroganten personen gehörig den wind aus den segeln. Chapeau madame charrour, sie haben ganze arbeit geleistet.
ich nenne euch jetz einen namen und ich möchte das ihr mir sagt wer sie alles kennt
anna liset ahlers?
Haha!
ich lach mich tot!
scheiß Berlin :)
go and love your own city!!!!!!!!!!!!!!!!!!wanne-eickel is ooch schön…..
meine fresse!
als hätte jmd anderes meine gedanken zu papier gebracht.
icke, 30, muss leider sagen die “scene” oder wie auch immer sich der mist schimpft ist, so mit der eigenen darstellung und der damit verbundenen außenwirkung beschäftigt ist, dass selbst wenn man wollte keine kommunikation o. konversation stattfindet.
man kann also mmn sagen, dass ich ein solches dasein nur verabscheuen kann.
nebenbei kenn ich grad NICHTS!!! lächerlicheres als diese ganzen bar25-wir-sind-ja-soooo-cool-uninterresiert-whatever-leute vorstellen.
aber macht ma ihr kunden…
t
auch schlimm: nich in berlin sein und die ganze zeit ein von berlin vorjekaut kriegen. sind berliner szenemenschen jetz eigtl. hipster? oder sind hipster die nich in berlin leben nur möchtegern-berliner-szenemenschen. und is das hier nich eigtl. ein scheißegal-thema? ach nee ich geb ja mein senf dazu. düdeldüü hehehe
nich in berlin sein und die ganze zeit ein von berlin vorjekaut kriegen. sind berliner szenemenschen jetz eigtl. hipster? oder sind hipster die nich in berlin leben nur möchtegern-berliner-szenemenschen. und is das hier nich eigtl. ein scheißegal-thema? ach nee ich geb ja mein senf dazu. düdeldüü hehehe
kriegt man die beinah doppelpost scheiße hier eigtl. wieder weg? dat würd mich glaub ich wirklich mal interessieren. aber nur heute
Und davon mal abgesehen ist der Artikel sowas von der Zeit hinterher
Mickey Maus shirt? die habe ich in den 80er getragen, als kleines doofes Teeniemädchen..gut alles wiederholt sich und das Revival sah ich zumindest schon vor ca. 4 Jahren, da wurden auch plötzlich wieder die 80er zelebriert hihihi..alles etwas oll hier :D
Hmm. Da kann ich leider nicht mitreden. Ich bin jetzt bloß verunsichert, weil ich nicht weiß, was ich glauben soll, wie ich eingeordnet werde etc.
Bei dem ganzen Kram (Um was auch immer es sich eigentlich genau handelt) traut man sich ja irgendwann nicht mehr, aus dem Haus zu gehen. Geht mir jedenfalls so.
Das ist aber viel Schwachsinn auf einmal. Zunächst: Das in Berlin unterschieden wird zwischen Einheimischen und Zugezogenen, die sich für Einheimische halten, halte ich für ein beknacktes Ammenmärchen. Klar, anfangs hat man den Drang, mehr Berlin zu sein als die anderen, bis man dann irgendwann statt nur Szene auch Freunde hat und am Ende realisiert, dass es scheißegal ist, wo man geboren ist.
Abgesehen davon ist das hier gezeichnete Bild eines Hipsters absolut realitätsfern. Neonfarben sind schon seit Jahren aus der Mode, genauso wie Stirnbänder, nicht lachen, über die Anlage motzen etcetera. In Berlin gilt wie überall: Wer souverän ist, wird auch ernstgenommen.
und die zugezogenen wessikids und szeneaffen mukieren sich..hahaha!!!!
Jahahaha. Aber: Tween bedeutet nicht das, was du denkst. Nicht mal annähernd.
Was völlig vergessen wurde: die Themen Hüte und spitze Streber-Lederschuhe
bei den aufgelisteten Fotoapparaten kommt doch bitte die Leica M6 am authentischsten. Natürlich nur mit dem Satz: HEy das ist ja eine Leica?!
Ach die hier…(möglichst gelangweilt und nebensächlich ausgesprochen) ja die hab ich immer dabei.(mit einem Turnschuhband umgehangen.)
Bitte noch korrigieren, wir möchten doch niemandem die wirklich coolen Objekte des coolen wichtigen Lebens vorenthalten.