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Netzgemüse

Nach meiner etwas nebelhaften Ankündigung, neben Spreeblick in diesem Jahr auch neue Ideen umsetzen zu wollen, kann ich euch die erste davon jetzt ankündigen, denn Tanja und ich haben vor wenigen Tagen einen gemeinsamen Buchvertrag unterschrieben.

Das Buch wird “Netzgemüse” heißen und hat eine etwas andere Zielgruppe als Spreeblick, denn wir beschäftigen uns darin mit Aufzucht und Pflege der jungen digitalen Generation. Es wird also ein Buch von und für Eltern, denen wir nicht etwa Technik, sondern Netzkultur näher bringen wollen in der Hoffnung, Sorgen und Ängste zumindest relativieren und unnötiger Panikmache etwas entgegensetzen zu können, ohne dabei tatsächliche Herausforderungen zu ignorieren. Wir wollen uns für Medienkompetenz dort einsetzen, wo sie im Erziehungsfall am dringendsten gebraucht wird: Bei den Eltern eben, die im Gegensatz zu ihren Kindern nicht digital aufgewachsen sind.

Und keine Sorge, das Ganze wird nicht halb so trocken wie diese allererste und exklusive Ankündigung.

“Netzgemüse” erscheint voraussichtlich im Winter 2012 bei Goldmann, und wir sind nervös und, wie es sich gehört, mit dem Schreiben terminlich etwas hinterher und freuen uns trotzdem und deshalb wie blöd darauf!

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39 Kommentare

  1. 01

    Soso, der Verlag schlüpft beim Verlag unter ;-)

  2. 02

    Ich freu mich auf die Vorschau. Und die Zahlen, zu denen ich die zuständige Kollegin nötigen werde. ;)

  3. 03
  4. 04
    mucknich

    Freue mich drauf.

  5. 05

    Großartig! Gratuliere Euch zum Vertrag – und der Welt zu einem Buch, das sie dringend braucht. “Man muss Kinder endlich auch mal dafür LOBEN, dass sie das Internet nutzen”, sagt der Lehrer, mit dem ich das Leben teile.

  6. 06

    @Gerrit: Nee, nee, mit dem Spreeblick Verlag hat das nix zu tun.

    @frauziefle: @mucknich: Dankeschön!

    @Gachmuret: (Zahlen? Kollegin?)

    @kaltmamsell: Es gibt da jede Menge Internetnutzung durch unsere Söhne, bei der ich mir mit dem Lob nicht so super sicher bin, aber ja, es wird ein grundsätzlich positives Buch werden. :)

  7. 07

    Ja, das wird ganz toll!
    Ich werde dann demnächst (also quasi ab sofort) hier ganz viel kommentieren, auf facebook liken, endlich wieder regelmässig twittern, allerlei online-Petitionen unterzeichnen, meine Mediathek durchpingen, auf google maps nach Reisezielen entfernter Freunde suchen und auf minecraft richtig was wegschaffen.
    Mail schalte ich aber ab.

  8. 08

    @Johnny Haeusler: Ahja, da fehlt der Kontext. Spontane Kürze ist nicht immer die beste Wahl. ;) Ich bin Buchhändler in einer nicht ganz kleinen Buchhandlung und euer Buch fällt in den Sortimentsbereich einer Kollegin, der ich nachdrücklich ans Herz zu legen gedenke, in die Verlagsvorschau eine ausreichend hohe Zahl im Bestellfeld einzutragen. ;)

  9. 09
    Ben

    Ich will das Buch meiner Schwester ganz dringend zu Weihnachten schenken!!!
    Klappt das??? :-)

  10. 10

    @Gachmuret: Ah, verstehe! Danke für die Aufklärung. :) Und wir freuen uns auf eure Unterstützung!

    @Ben: Ja, das klappt. Sage ich jetzt einfach mal so und tippe etwas schneller … ;)

  11. 11

    Gutes Gelingen!

  12. 12

    Viel Glück und ich freue mich dann jetzt schon mal auf das Buch. Ich denke das Thema “Kinder,Eltern,Internet” braucht etwas mehr Beachtung und bei eurem Schreibstil ist mir um eine durchaus heitere Betrachtung der dinge nicht bange.

  13. 13

    @Konni: Danke!

    @Raoul: Wir geben uns Mühe, damit das alles auch noch Spaß macht. :)

  14. 14

    Tolle Idee, das fehlt dringend – Spreeinsel im Panikmachemeer.

  15. 15

    Das Spreegürkchen-Buch!

  16. 16
    martin

    Hmm, ich frage mich, wieviele Eltern es denn noch gibt, die einerseits Hilfe in der Erziehung brauchen und andererseits nicht digital aufgewachsen sind. Suchen nicht meist juengere Eltern nach Erziehungshilfen? Und sind junge Eltern nicht meist digital aufgewachsen?

  17. 17

    @martin: Sollte man meinen, ja.
    Aber das Alter der Eltern hat erstmal wenig mit ihrer Einstellung zum Netz zu tun. Es gibt auch nicht viele öffentliche Diskussionen zu neuen Medien in der Familie. Die sollte es aber geben!

  18. 18

    Auwei,

    ihr beide, Tanja & Johnny, wollt euer sicherlich kompetentes Wissen an andere vermitteln die nicht mal wissen, dass sie nichts über das wissen,
    was ihre Wonneproppen schon längst wissen. Stichwort: ‘Digital Natives’
    Anhand vieler (schlechter) Beispiele könnt ihr bestimmt ein gutes Buch
    schreiben.

    Wünsche viel Inspiration.

    @PiPi

  19. 19

    @PiPi: Zuallererst wollen wir ein Buch darüber schreiben, dass es beim Internet und anderen digitalen Medien und Geräten nicht in erster Linie um Technik, sondern um Kultur geht. Ich glaube, so kann man das erstmal zusammenfassen. :)

  20. 20

    Kultur,

    welch heherer Ansatz.
    Meine moralische Un-
    terstützung wird Euch
    auf beinahe ewig nach-
    schleichen.
    [Bin selbst zu faul und
    somit inkonsequent]

    Muss aber doch eine Bürde sein,
    Erwartungshaltungen zu genügen
    oder gar zu übertreffen.

    So, genug rumgeschleimt, jetzt
    mal an die Arbeit. Ausreden gel-
    ten nicht! Der Federkiel

  21. 21

    Viel Glück und ich freue mich dann jetzt schon mal auf das Buch… Wünsche viel Inspiration.

  22. 22

    Oh mein Gott! Ihr seid schwanger! ,-)

    *congratulations*

  23. 23
    Jens Best

    Gutes Projekt. vorgemerkt.

  24. 24
    anke

    hallo,

    ich habe vom buch gerade bei wmr gehört und gleich mal auf amazon geschaut. das buchprojekt gefällt mir, doch: ist das NETZGEMÜSE bzw. die “generation internet” ausschließlich männlich? ;-) bitte das cover nochmal überdenken!

    Danke!

    lg
    anke

  25. 25

    @anke: Auch das Alter, die Haltung und die Couch des Abgebildeten sind ja nicht 100% repräsentativ. Wir hatten uns ursprünglich auch mal mehrere Jugendliche oder eine Familie auf dem Cover vorgestellt (da wären dann sowohl Jungs als auch Mädchen dabei gewesen), das hat aber nicht geklappt. Es ist nie perfekt, leider. Ich gebe die Anmerkung trotzdem noch mal weiter!

  26. 26

    und wenn dann die eltern seltsame blicke ernten, wollen sie ihre angelesenen weisheiten loswerden bei den sprösslingen, wissen sie zumindest, dass sie an anderer stelle nix falsch gemacht haben.

    ;-)

  27. 27

    Das ist wirklich eine gute Idee – ich staune immer wieder
    über die pauschale Aburteilung z.B. von Computerspielen,
    die viele (durchaus junge) Eltern an den Tag legen, hingegen
    Bücherlesen per se als wunderbar gilt, offenbar unabhängig vom Inhalt.
    Es ist wie mit dem Kult ums “Holzspielzeug” – .

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