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Augen zu und durch

Lesenswertes Interview mit einem Verdrängungskünstler. Lothar Heinrich, der Arzt des Telekom-Rennstalls, im Gespräch mit der SZ.

Ich sehe den Profiradsport nicht als Hochdopersportart.

4 Kommentare

  1. 01
    Christian

    Ich finde du hast das Zitat etwas aus dem Zusammenhang gerissen. Besser fand ich das hier:

    SZ: Klingt originell: Doping als Phänomen für Trainingsfaule. Sagen Sie uns, macht es Sie nicht rasend zu sehen, wie sich Ihre Leute abquälen, während die anderen auf Teufel komm raus dopen

    Heinrich: Deswegen muss man wieder gleiche Verhältnisse herstellen.

    Witzig ist auch das mein Lieblingssaubermann Lance Armstrong nach seiner Krebserkrankung – legal – unzählige Mittelchen Schlucken durfte, z.B. Epo. Aber hat er sicher nie gemacht und selbst wenn hätte es ganz sicher keine Leistungssteigerung herbeigeführt. Sein Geheimniss war viel mehr ähmm sieben Jahre gelagerte Reifen und hmm vielleicht seine Freundschaft zu Floyd Landis, dem diesjährigen Ex-Tour-Sieger.

  2. 02

    Dein Zitat ist zwar besser, aber auch bösartiger, denn er hat es ja anders gemeint. Hat er nicht?

  3. 03
    micha

    Heinrich:[…]Und: Am Testosteron allein kann es nicht gelegen haben.

    SZ: Sicher nicht. Aber hätte das Misstrauen, das nach Ullrichs Fall gewachsen ist, nicht zu einer anderen Herangehensweise bei Ihnen führen müssen?

    Heinrich: Jetzt muss ich eine Frage stellen: Wenn es um Glaubwürdigkeit geht, und Sie sagen, am Testosteron allein lag es Ihrer Meinung nach nicht, warum schreiben Sie das nicht?

    SZ: Das tun wir jederzeit. Am Testosteron allein lag es bestimmt nicht, sondern, wie auch anerkannte Sportmediziner schon vermuten, am Zusammenspiel mit weiteren, nicht entdeckten Manipulationen. Sie würden also weiter sagen, der Auftritt war nicht dopingverdächtig?

    verrrrrnichtet!

  4. 04

    Ach die SZ-Aufklärer Kistner , Heuchler vor dem Herrn. Jahrelang haben die profitiert von der Berichterstattung über Profiradsport, obwohl jeder der sich ein bisschen mit dem Metier beschäftigt genau weiß, dass es so gut wie keinen Toursieger gibt der nicht gedopt war.
    Besonders übel der Herr Burkhart, der immer gerne seine Rotweineskapaden am Rande des Tourtrosses in einer Kolumne (”am Straßenrand” oder irgend so ein ähnlich abgeschmackter Scheiß) zum Besten gab und der sich fürchterlich ‘echauffieren’ konnte wenn mal “Service” oder “Ambiente” nicht so stimmten.
    Es ist das Journalistenpack, das ganz gut von und mit solchen “verseuchten” Sportarten lebt und in der Regel lieber solange die Schnauze hält, wie es gerade geht.
    Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass “Doping-Arzt” Fuentes diverse Fußballspieler auf seiner Kundenliste hatte. Deren Namen sind bisher nicht öffentlich geworden. Fuentes selber hat erstaunt geäußert ” wo sind meine Fußballer?”) Warum hakt da eigentlich keiner von den SZ Investigationsbolzen nach? Besonders wenn sie diese Geschichte selbst erwähnen http://www.sueddeutsche.de/sport/weitere/artikel/65/81983/print.html?
    Einzelne Figuren rauspicken, wie den bedauernswerten Telekom-Arzt und diesen Naivling (wenn er nicht naiv wäre, hätte er das Interview nie gegeben, bzw hätte es von einem Telekom PR-Fritzen “gegenlesen” lassen) nach allen Regeln schmieriger Journalistenkunst vorzuführen, ist nun wirklich keine besondere Aufklärungsleistung.

    gruß eze

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