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Technoradi in Frankfurt

Zu einem Gespräch mit etwa „20 Unternehmensvertretern und Journalisten“ hatte die PR-Agentur Edelman eingeladen, die derzeit mit Technoradi (so spricht es der Chairman des „Innernet“-Unternehmens aus) an lokalisierten Versionen des Blog-Aggregators arbeitet. Um die „kulturellen Unterschiede der Blogs verschiedener Länder“ sollte es gehen.

Da das nicht unspannend klang und ich mich außerdem mit Edelman auf ein Honorar einigen konnte, sagte ich meine Teilnahme zu und unterbrach mein faules Herumliegen in Mecklenburg-Vorpommern für einen Trip nach Frankfurt.

Es lag ganz sicher nicht am engagierten, interessierten und schließlich durch eigenes Bloggen auch erfahrenen Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, dass die tatsächliche Veranstaltung mit der Ankündigung nicht viel gemein hatte. Ganze zwei Unternehmensvertreter (FAZ.net und BASF) hatten sich in die Frankfurter Edelman-Räumen bemüht und so wurde kurzerhand beschlossen, das Treffen auf Video aufzuzeichnen und ins Netz zu stellen. „Für die Kunden“ (das Video gibt es hier, aber die ganze Wahrheit nur dort).

Etwas verwundert haben die anwesenden Blogger dann wohl alle ausgesehen, als uns Edelman-Geschäftsführerin Cornelia Kunze, Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, Technoradi-CMO (Chief Marketing Officer) Peter Hirshberg sowie der Edelman-Europa-CEO David Brain (der hier video-bloggt) über eine Stunde lang eine neue Technoradi-Studie präsentierten.

Nun mag es Leute geben, die während einer solchen Präsentation ganz überrascht sind, dass Menschen eher einer Personen vertrauen, die sie bereits kennen, als einem Anwalt oder einem Profi-Sportler und dass in Frankreich mehr übers Kochen gebloggt wird als in Deutschland. Ich gehören aber nicht zu diesen Leuten und daher fand ich die Studie eher langweilig und fragte mich vor allem, wann endlich die große Diskussion starten würde. Dafür waren wir doch gekommen, oder? Oder waren wir am Ende nur Video-Vorzeige-Futter für die Europa-Tour eines amerikanischen Unternehmens, das sich möglichst fix das eigene Geschäftsmodell zurechtstudieren muss, um sich für den sicher von den Investoren herbeigesehnten Verkauf hübsch zu machen?

Wir gaben mit Zwischenfragen unser Bestes, Nico, Ix, ich selbst und vor allem der sowieso völlig zu Recht von der Qualität der Technoradi-Arbeit erschütterte Jens. Aber es half nichts, wir sollten erstmal die Studie toll finden. Und ganz besonders Technoradi.

Fanden wir aber nicht. Während Peter Hirshberg uns mehrfach erklärte, dass man einer Unterhaltung (in unserem Fall also den Blogs) zuhören müsse, bevor man daran teilnehme, triumphierte er während seines Vortrags hauptsächlich in eine der aufgestellten Videokameras statt seine Gesprächspartner anzusehen. Und während der sympathische Brite David Brain wenigstens ansatzweise Interesse zeigte, als ich erfahren wollte, wie man eine Technoradi-Indexierung beim eigenen Blog verhindern könne („So do you really think someone might actually want that?“), drifteten Hirshbergs Züge immer mehr ins Säuerliche ab. So hatte er sich dieses Treffen offenbar nicht vorgestellt, und über Jens‘ Bemerkung, dass die von Technoradi erstellte deutsche Top-100-Blog-Liste „Crap“ sei, konnte er dann nicht einmal mehr lachen.

Es war ein absurder Nachmittag und es tut mir fast etwas leid, das zu schreiben. Denn ich glaube, dass auch Edelman sich die anderthalb Stunden, vielleicht sogar die gesamte Kooperation mit Technoradi anders vorgestellt hatte und ich bin sicher, dass mehr deutscher, britischer, europäischer Einfluss auf die Veranstaltung derselben gut getan hätte. Denn ich habe wirklich spannende und kontroverse Gesprächsrunden mit Unternehmen und PR-Leuten erlebt, die gestrige jedoch gehörte leider nicht dazu.

Technoradi möchte Geld damit verdienen, Blog-Inhalte für Unternehmen zu analysieren, zu „überwachen“, zu bündeln und zu syndizieren. Das Unternehmen verkauft die Inhalte von Blogs per RSS-Feeds mit etwas technischem Drumherum an Firmen, hat meines Erachtens noch keinerlei Lösungen für so wichtige Traffic-Generatoren wie direkte Referrer aus E-Mails oder Links zu Blogs aus Foren und ist sich der Mithilfe der Content-Lieferanten sicher, die fleißig taggen, referenzieren und teilen. Als Gegenleistung bietet Technoradi den Blogs dafür… Traffic!

Traffic? Welcher Traffic?

Meine Einwände, dass Technoradi uns bei Spreeblick trotz unseres mehrfachen Erscheinens auf der Technoradi-Startseite nie auffallend viele Besucher beschert hat, wurde, so schien es mir, ungern zur Kenntnis genommen. Technoradi-Referrer sind bei uns lächerlich gegen den Traffic von Google oder einen einzigen Link von SpOn. Die Spreeblick-„Explosionen“, die Zeiten also, in denen der Traffic außerordentlich zunahm, entstanden durch Links in verschickten Mails (Grup Tekkan) oder durch Hinweise in den etablierten Online-Medien (Du bist Deutschland), nicht durch Technoradi und selbst durch Google erst mit Verzögerungen. Und vor allem: Wie wichtig und relevant kann ein Blog-Monitor-System sein, dass die Kommentare nicht einbezieht?

Von der selbst propagierten Relevanz und Wichtigkeit ist Technoradi meiner Meinung nach in Europa also noch meilenweit entfernt und es ist zu bezweifeln, ob das Unternehmen diese Relevanz hier jemals erreichen kann. Denn ich kann mir vorstellen, dass sich immer mehr Blogs aktiv von bestimmten Such- und Indexierungsmechanismen ausschließen werden. Bei Spreeblick mag die Sache etwas anders liegen als bei einem privaterem Blog: Da wir uns vor einiger Zeit für „bedingtes Wachstum“ entschieden haben, werden wir Aggregatoren wie Google, Technorati etc. nicht komplett ausschließen. Ich kann mir aber vorstellen, dass auch wir Maßnahmen ergreifen werden, die das automatische „Monitoring“ erschweren – sei es durch gekürzte RSS-Feeds, die das kommerzielle (aber leider auch private) Nutzen der gesamten Artikel unterbinden, oder durch „verschlüsselteres“ oder absurderes Schreiben, das die computerisierte Analyse der Inhalte behindert. Warum? Weil ich finde: Wer sich für Blogs intressiert, soll sie gefälligst lesen. Wenigstens soviel Respekt erwarte ich.

Vielleicht übertreibe ich ja mit diesen Gedanken, vielleicht ist das Auswerten von Blogs für Firmen in einem halben Jahr sowieso schon der eigenen Lächerlichkeit erlegen oder vielleicht ist das alles ja auch einfach nur völlig egal. Was mich aber seit gestern beschäftigt und nachdenklich macht ist nicht die Tatsache, was Technoradi tut (denn das tun sie schließlich von Beginn an), sondern wie die Firma arbeitet. Von der veröffentlichten Liste, deren Fehler kaum peinlicher sein könnten, bis zum ineffektiven gestrigen Treffen, bei dem ein wirklicher Dialog scheinbar gar nicht gesucht wurde… der hochprofessionelle Anstrich des Unternehmens ist in meinen Augen zu einer billigen Raufasertapete geworden.

Tags: Raufaser, Technoradieschen, Bahnbloggen, Stromberg

Anmerkung: Es fehlen einige Links, die ich im Zug nicht nachschlagen konnte, sorry dafür, sie werden nachgereicht. Und: Hat jemand Zeit und Muße, diesen Text ins Englische zu übersetzen? Sonst mach ich das nächste Woche selbst.

68 Kommentare

  1. 01
    sapere aude

    albern

  2. 02

    ist das nicht 1 bißchen naiv, johnny, zu glauben, daß man bei einem derartigen stunt auf die vollchecker trifft?

  3. 03

    Bei Technorati hätte ich klar mehr erwartet, natürlich.

  4. 04

    Warum? Weil ich finde: Wer sich für Blogs intressiert, soll sie gefälligst lesen. Wenigstens soviel Respekt erwarte ich.

    Und genau das wird auch – unabhängig vom Zollen des Respekts – meiner Ansicht nach erstmal das beste Analyse-Tool bleiben. Noch können Maschinen Schlagworte aufgreifen. Stimmungen und Themen muss man schon selber mitbekommen…

  5. 05

    „Wer sich für Blogs intressiert, soll sie gefälligst lesen“ – Das kann ich nur voll unterschreiben.

    Und von einer für Firmen aufbereitete Analyse der „Bloglandschaft“ halte ich wenig. Weit mehr als ein sortierbares Clipping wird da ohnehin nicht rauskommen.

    Und dass wir auf eine zweite Dot-Com-Blase zusteuern, ist auch schon vor dem Google-Youtube-Deal irgendwie am Horizont aufgetaucht. Irgendwie scheinen wieder viele Unternehmen (auch solche aus der „Old-Economy“) vorwiegend darauf abzuzielen EINE Geschäftsidee schön aufzupolieren, damit ein größerer auf die Idee kommt, die Geschäftsführung in den gut bezahlten Ruhestand zu schicken.

  6. 06

    Auf mich wirkte das Video irgendwie surreal. Und ehrlich gesagt fragte ich mich am späten gestrigen Abend als ich das Video sah, warum ihr dort überhaupt teilgenommen habt. Aufgrund Deines Artikels, Johnny, weiß ich das nun. Ihr gingt von einer völlig anderen Veranstaltung aus.
    Ich denke das Wort „žVideo-Vorzeige-Futter“ trifft den Nagel auf den Kopf. Genau so kam Eure Teilnahme dort bei mir an. Ein bischen Schmuck am Tannenbaum.

    Ich weiß nur noch nicht auf welcher Seite der erhöhte Peinlichkeitsfaktor liegt. Bei Edelmann oder bei Technorati? An deren Stelle hätte ich diesen Video Mitschnitt lieber in der Schublade gelassen.

  7. 07
  8. 08

    Fazit:
    Edelman braucht umbedingt Nachhilfe in Sachen PR. Und Technorati sollte sich dringend mal mit Blogs beschäftigen.

    Absurd? Absurd! So ist sie, die Welt.

  9. 09

    Überaus aufschlussreich. Aber ich frage mich, wozu die euch eingeladen haben? Wart ihr nur „Schmuck“ für die ewarteten Medienvertreter, oder solltet ihr tatsächlich einen Beitrag leisten?

  10. 10
    westernworld

    technoradi – orginal bairischer biergartentechno oder was.

    ich finde für solche zeitgenossen müßte es einen preis geben, preise sind ja wie wir uns erinnern wie hämorriden, ich dachte da an etwas wie den „golden post award“ in form eines massiv hölzernen pfostens.

    doch das unbegreiflichste ist für mich das irgend jemand ernsthaft glauben konnte das ein solches „konzept“ irgendwen überzeugen würde.

    kommen diese pr-heinis denn gar nicht mehr an die frische luft. immer mehr komme ich zu der einsicht das herrn knüwers kleine pr-agentur am rande der stadt keine parodie sondern die nackte wahrheit ist.

    http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/index.php?cat=Die%20kleine%20PR-Agentur

    aber der artikel war trotzdem zum brüllen komisch, danke johnny und schönes wochenende

  11. 11
    flynn

    Gekürzte RSS Feeds sind der schnellste Weg mich als Leser zu verlieren. Ich möchte das Blog gerne so lesen wie ich es möchte (RSS Reader), soviel Respekt erwarte ich als Leser.

  12. 12

    übersetzung schau ich nachher mal ob ich Zeit finde. :)

  13. 13
    hugo strange

    Furchtbare Veranstaltung, aber Ihr habts den Umständen entsprechend gut gemacht, finde ich.

  14. 14

    Heute habe ich mich durch die ersten 45 Minuten des Videos der Veranstaltung gequält und frage mich die ganze Zeit „Where’s the f***ing beef?“ Mein Bauchgefühl wird durch deinen Artikel bestätigt, Johnny. Nachdem sich Edelman mit der Blogliste mächtig in die Nesseln gesetzt hatte, war es denen nun wohl wichtig, den Imageschaden einzugrenzen und „offen“ mit Bloggern über das Thema zu diskutieren. Sprich: man besorgt sich einige A-Blogger und läßt sie dekorativ im Konfi sitzen und möglichst nicht zu Wort kommen. Kompetenzsteigernd wirkte das für Edelmann überhaupt nicht. „Crap“ eben, um bei Jörgs Worten zu bleiben. Berufskommunikatoren my ass.

  15. 15
    hugo strange

    Auch sehr spassig mitunter…

    jens: „my advice for a company would be – make good products“
    pr-heinis: „hähähähähähä“

  16. 16

    Hihi. Das Video ist Realsatire pur. Erinnert mich an Loriot. Besonders die Begrüssung, sorry.

  17. 17

    Ich fand das Video trotzdem erhellend – zumindest die letzte halbe Stunde – und habe es so zusammengefasst:

    Zentrale Sätze, die sich die PR-Branche ins Gebetbuch schreiben darf:
    Jens Schröder: „The blogosphere is no market, it is communication.“
    Johnny Haeusler: „The interesting stuff is in the comments.“
    Nico Lumma: „What people don“™t like is corporate bullshit bingo on their blogs.“
    Felix Schwenzel: „Respect the blogger even if he“™s acting funny.“

    Vielleicht kapiert’s ja doch der eine oder andere.

    Dass der schon von hugo strange erwähnte Satz von Jens („My advice for a company would be: Make good products.“) Heiterkeit in der Runde auslöste, ließ mir keine Ruhe. Ich hörte und schaute mir die Stelle mehrfach an, konnte aber leider keinen Witz vernehmen. Wahrscheinlich hat sich Felix (auf der anderen Seite im Off) in der Nase oder anderen Körperöffnungen gebohrt.

  18. 18
    Stefan

    Technorati wird nicht hergehen und die Inhalte von Blogs analysieren. Sie werden Stichworte sammeln und dann irgendwelche Indizes erstellen, die bestimmten Stichworten (und damit rein-interpretierten Themen / Bereichen) eine zu- oder abnehmende Relevanz bescheren.

    Das kost‘ nicht viel. Rauskommen werden dünnbrettrige Papiere oder auch Powerpoint-Folien für die Leute, die noch weniger Ahnung haben Geld bezahlen. Denen ist aber egal, ob das was taugt, wofür sie bezahlen: in jener Welt ist Research ein Lieferant einer Zahl, die bestätigt, dass man das Richtige tut (oder getan hat). Ob es richtig ist, spielt keine Rolle.

    Fake? Logisch. Aber so funktioniert der Scheiss. Und da alle mitmachen, läuft’s auch immer weiter. Bis die Blase wieder platzt. Aber dann stehen schon genügend bereit, erneut eine Blase aufzupusten.

    Ich find’s dennoch… amüsant. Und danke für diesen mich zum Schmunzeln bringenden Beitrag.

    Ach ja: es wäre sehr schade, wenn ihr wegen solchen Deppen überlegt, eure RSS-Feeds zu kürzen.

  19. 19

    Ich habe mir gestern Nacht das gesamte Interview reingetan, wegen der vorgerückten Stunde mit Kopfhörer, was den Brain-Fucking-Faktor noch um einiges erhöht hat. Für mich spiegelte das Gespräch vor allem herrlich die anglo-amerikanisch-germanischen Unterschiede wieder, gepaart mit völlig unterschiedlichen Philosophien des kommunikativen Miteinanders.
    Die regelmäßig perfekt ausgesteuerte und massenkompatible Voice von Peter Hirshberg, gepaart mit der Platzwahl am Kopf des Tisches sowie einem geschulten Kamerablick stand in einem wunderbaren Gegensatz zu den Blogger-Repräsentanten, die mindestens eine Stunde auf echte Gesprächswürze warteten. Und die vereinzelten Kommentare dieser verflogen akustisch im Hallraum, bis Peter wieder übernahm. Erst gegen Ende, als Johnny – mit eloquentem Business-English die richtigen Fragen stellte, wurde es interessanter -und besser ausgesteuert, weil Johnny länger sprach und der bisherige Tonmix selbst dem korruptesten Tonmann über seine Berufsehre gegangen wäre. Aber auch Nico – mit bärbeissigem Suburbs-Slang amerikanischer Vorstädte – machte schließlich klar, wo ihm der Hammer hängt. Felix war -glaube ich- schon wirr als er ankam und noch wirrer als er sich das alles anhören mußte. Und Jens fraß einiges in sich hinein, bevor sich das dann in einigen wesentlichen Keyfacts eruptionsartig entlud. „That was Crap! Make good products.“ Nice one.

  20. 20

    „sei es durch gekürzte RSS-Feeds, die das kommerzielle (aber leider auch private) Nutzen der gesamten Artikel unterbinden“

    oh please, no! Ein Schritt weg von Full Feeds ist ein Schritt zurück. Neue Leser zu finden und alte zu halten, wird/ist für Jeden der verkrüppelte Feeds anbietet schwerer. Je mehr die Blogwelt wächst, desto sicherer kann man sein, dass es Blogs da draußen gibt, die das eigene Blog zumindest zum Teil substituieren. Ich überleg mir mittlerweile genau, welches Blog mit verkrüppelten Feed ich noch in meinem Reader lasse (sind eh nur ca. 5% von all meinen Abos), neue verkrüppelte Feeds kommen erst gar nicht mehr rein. Es ist schlicht unpraktikabel.

  21. 21

    sehr tapfer von dir da die fragen direkt so einzuwerfen – während der herr da so vor der kamera rumposed ;-)

  22. 22

    Und?
    Wie kann man sich nun bei Technorati austragen?

  23. 23
    flynn

    Der Technorati Bot hält sich anscheinend nicht an die robots.txt. Die einzige Chance sich „auszutragen“ dürfte sein eine Email zu schreiben und darauf zu vertrauen dass die Jungs das machen oder die (öfter mal wechselnde) IP / die UA des Bots zu blocken. Niall Kennedy hat das schon vor einem guten Jahr bemängelt, seit dem ist aber wohl nicht viel passiert.

  24. 24

    verstösst das nicht gegen die CC Lizenz das die in dem content von Blogs rumwursten und das als RSS feed weiterverkaufen?

    „So do you really think someone might actually want that?“ – hat darauf wenigstens jemand „yes of course“ gesagt?

  25. 25

    @marcel: du liegst daneben. Die meisten Blogleser haben keinen blassen Schimmer was RSS-Feeds sind, geschweige denn dass es sie in irgendeiner Form interessiert ob sie gekürtzt sind oder nicht.

  26. 26

    Ich fände es auch sehr schade, die Feeds zu verstümmeln. Befolgt Technorati nicht die robots.txt, mit der man Suchmaschinen Beschränkungen auferlegen kann? Dann gibt es natürlich auch noch Blockaden/Weiterleitungen basierend auf user-agent oder IP-Adresse, bevor man des Leser einschränkt.

    Den Aufruf zur Übersetzung finde ich dreist, solange ihr nicht zahlen wollt. Aber user-generated-content ist ja in. ;-)

  27. 27
    ajo

    absurde veranstaltung.

    merke: es gibt nur eine menschengruppe die schlimmer ist, als pr-leute. pr-leute, die zu viel zeit haben.

  28. 28

    immerwieder interessant wie selbstverständlich es ist, in Deutschland mit Deutschen dem Englischen zu fröhnen… Mr „unscharf“ ich liebe dich :D

  29. 29
    Christian

    irgendwie fällt mir zu dem video nur der begriff „fremdschämen“ ein!

    normaler weise passiert mir das nur, wenn ich einmal im monat durch das deutsche tv-nachmittagsprogamm zappe und bei ner SAT1-Talkshow oder ähnlichem hängenbleibe, aber sofort weiterschalten muss, weil manche leute so peinlich sind, dass es kaum zu ertragen ist.

    ich kann mir nicht helfen, aber dieser technoradi-mensch ist so einer von den leuten…

  30. 30

    Ich hab’s gestern abend via werbeblogger gelesen und gesehen. Ich bin ja froh, dass es nicht an meiner Beschränktheit lag, dass ich a) Technoradis Leistung bis heute nicht verstehe (außer, dass sie eine Suchmaschine innerhalb Blogs sind, nett) und b) ich diese Runde noch überflüssiger fand, als eine Bundestagsdebatte.

  31. 31

    @max(26): Ich denke aber, falls das stimmen sollte, was Du sagst, dass sich dieser Umstand eher in Richtung Feednutzung als in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Sprich: mehr und mehr Feednutzer und damit auch Leser, die das was angeht.

  32. 32

    Chief Blogging Officer :o)

  33. 33

    Was mich wieder sehr erstaunt, ist neben einigen anderen Blindheiten des Herren „Kamerafixiert“, dass er völlig außer Acht lässt, dass die meisten Blogs in Sprachen geschrieben wird, die er nie erwähnt. Nein, er sagt sogar, dass (sinngem. zit.) „blogging an english issue“ ist (Minute 31+)

    Hmmmmm, Ignorant?

  34. 34

    Kneif mich, aber wenn ich mich recht erinnere, verweisen die Edelratis einmal ziemlich deutlich darauf, dass das Meiste aus Japan und China kommt.

  35. 35

    Echt? Kacke, das war bestimmt GENAU da, wo ich was zu Essen gemacht hab, hihi, I’m sorry!

  36. 36

    Monitorati und PRedelmann wollten ihren Kunden zeigen, was sie können.

    Fazit: Wenig beeindruckend.

    Vor allem haben sie offenkundig ernste Probleme mit dem Kommunizieren. An Stelle von ix und den anderen bislang honorarfreien Bloggern würde ich eine Rechnung nachreichen bzw. sofortige Entfernung des Werbe-Videos fordern.

  37. 37

    Ihr habt alle meinen uneingeschränkten Respekt. Kämpfe mich gerade durch das Video – in voller Länge. Und es ist ein KAMPF! Ich wäre zwischendurch bestimmt vier mal Klo gegangen. „Schwache Blase, sorry“ Und draußen: tief durchatmen. Mann, Mann, Mann.

  38. 38

    und die kunze, wahnsinn, damals in meiner klitsche am rande der stadt wäre die nicht mal die kaffee-ische gewesen.

  39. 39
    Martin

    Gekürzte Feeds sind für mich auf jeden Fall auch ein Grund, ein Blog aus meinem Feedreader zu löschen. Elle macht das seit einiger Zeit und ich lese sie nicht mehr. Ich bin zu faul, da extra den Browser aufmachen zu müssen. Letztendlich interessieren mich auch weniger die Beweggründe (Elles Texte sind, soweit ich weiß, nicht CC-Lizenziert und will durch die Kürzung auch die Weiterverwertung behindern), sondern ob ich das bekomme, was ich will. Dem Blogautor kann es im Prinzip auch egal sein, was die Leser wollen, wenn er nur für sich bloggt. Allerdings müssten es schon ein tolles Blog sein, damit ich es nicht trotz gekürzten Feeds rausschmeiße :)

  40. 40

    verkleidete fortbildungsveranstaltung für edelmann – peinlich.
    verpfuschtes marketing für technorati – nicht weniger peinlich.
    auf einer bühne hätte es nur so tomaten gehagelt und ich staune wie jeder das selbe denkt und trotzdem alle freundlich grinsen.
    gelernt habe ich dennoch etwas: einfach mal nix sagen.

  41. 41

    „Wer sich für Blogs intressiert, soll sie gefälligst lesen. Wenigstens soviel Respekt erwarte ich.“

    Ich kann verstehen, dass das automatische „Monitoren“ von Blogs auf Ablehnung stoesst, vor allem angesichts der juristischen Keulen, die gegen Blogger geschwungen werden. Aber wer sich oeffentlich aeussert, der muss auch damit rechnen, dass er in der Oeffentlichkeit gelesen wird, und dazu gehoeren auch Firmen. Wem das nicht passt, der kann ein privates Blog anlegen, dass mit einem Passwort geschuetzt ist.

    Respekt, keine Frage, der gebührt Spreeblick, und Lesepflicht sollte sofort eingeführt werden, aber wenn ich eine Firma habe und wissen möchte, wie die Kunden über mein Produkt denken, erwartest Du dann wirklich, dass JEDES Blog, das potentiell ueber mein Produkt schreiben koennte, gelesen wird? Das koennte schliesslich jedes Blog sein. Jeder von uns benutzt Suchmaschinen, um die Stecknadel im Heuhaufen zu finden, warum soll es den Unternehmen nicht gestattet sein? Schliesslich will ich wissen, was ueber mein Produkt geschrieben wird, um es verbessern zu koennen. Und schliesslich wollen wir mit Kritik in Blogs auch eine Verbesserung erreichen. Oder?

    Ob es die feine Art ist, nicht die robots.txt zu beachten, steht auf einem anderen Blatt. Und uebrigens kann man auch via Google Blogs „monitoren“. Nur sind die meisten auf Googles Traffic angewiesen und kommen nicht auf die Idee, Google auszusperren – auch wenn Firmen die Google-Blogsuche fuer den gleichen Zweck verwenden koennten wie das, was Technorati vorhat.

  42. 42

    Wer sich für Blogs intressiert, soll sie gefälligst lesen. Wenigstens soviel Respekt erwarte ich.

    Danke Johnny, dieser Artikel hat gerade meinen Tag gemacht. Wer einen Blog lesen möchte, der möge seinen Allerwertesten rüberschwingen und den Brauser öffnen. Wo darf ich unterschreiben?

    Mich erinnert die zaghafte Feedreader Diskussion sehr an die dunklen Zeiten des Usenets, als debattiert wurde ob man Newsgroups mit etwas anderem lesen darf als mit, vom Hausmeister abgesegneten, Newsreader. Und Signaturen werden korrekt abgetrennt, sonst Fegefeuer oder ab an die Tafel und hundert mal abschreiben: Klickibunti ist bubuh.

  43. 43

    Ich stehe einer Feedreederkürzung zweitgeteilt gegenüber.

    Einerseits stört dieser zusätzliche Klick auf die entsprechende Seite, weil er bei mehreren abonnierten Feeds letztlich doch sich zur Mehrarbeit summiert. Außerdem konnte ich bereits feststellen, daß ich dazu neigte, diverse verkürzte Feeds als gelesen zu masrkieren, ohne mir die Mühe gemacht zu haben, durch einen Klick mehr zu erfahren.

    Andererseits lese ich ja auch nicht alle Blogeinträge der von mir gemochten Blogs durch. Wenn mich nicht interessiert, was dort steht, dann breche ich ab – oft schon innerhalbd er ersten drei Zeilen.

    Außerdem stellt sich für mich die Frage nach dem Mehraufwand des zusätzlichen Klicks nicht. Ich habe den Feed abonniert, weil ich die Blog lesen will. Und wenn ich etwas lesen will, dann kann diese Verkürzung doch kein Hindernis sein.

    Hinzu kommt, daß ich aus RSS-Anfangszeiten gewohnt bin, daß nicht alle Daten korrekt übermittelt werden, daß ich also, beispielsweise um bestimmte Bilder überhaupt zu sehen, sowieso dem Link folgen und den kompletten Blogeintrag – inklusive Bilder – an Ort und Stelle betrachten mußte.
    Bis vor kurzem diente RSS für mich vorwiegend der Benachrichtung über neue Blogeinträge, nicht der Lektüre selbst.

    Diese angedeutete Debatte zeigt wie bequem wir geworden sind, wenn wir uns Interessierendes abonnieren, aber letztlich doch nicht interessiert genug sind, um einen lächerlichen Klick mehr auszuführen.

  44. 44

    Versteh ich immer noch nicht, Johnny, wie man auf die Idee .com könnte, daß so esoterische Technikfuzzis wie die von *echnorati großen Durchblick beim Dechiffrieren von (Blog-)Content haben sollen.

  45. 45

    sry leudde, die veranstaltung kam jetzt bei mir komplett anders an. zwei crackdealer, zwei cracknutten und deutsche vorstadtkids, die sich mit wenig ausgeprägter artikulationsfähigkeit in englischer sprache (zumindest der ein oder andere, aber besonders der basf typ) gegen alles wehren was aus der erwachsenenwelt stammt.

    immerzu diese schwarzmalerei. wenn ich mich richtig erinnere, konnten die ersten suchmaschinen auch nicht wirklich viel und lieferten nur wenig überzeugende trefferlisten. von den anfängen diverser markup sprachen will ich gar nicht erst anfangen.

    anstatt verbesserungsvorschläge zu bringen, einen konstruktiven beitrag zu leisten oder einfach den besseren konkurrenzservice zu entwickeln, wird das ding zunächst verflucht und nur rumgemault. so typisch. später gibt der popkulturjunkie dann zu, daß unter allen vorhandenen systemen technorati die besten ergebnisse liefert (schließlich bilden diese die basis für die deutschen blogcharts), allein die vollautomatisierte generierung der daten ist nicht das gelbe vom ei — na und? dann wird das halt verbessert. bin ich hier der einzige windows nutzer?

    technorati ist mir schnuppe. wenn ich mir aber die statistischen erhebungen zu der relevanz und themenvielfalt der deutschen blogszene anhöre (kommt in den durchaus informativen ersten 45 minuten), dann siehts im land des sommermärchens aber mal richtig beschissen aus. wo taucht der erste deutschsprachige blog in den worldwide top 250 auf? 167 oder so?

    junge, junge – da konnten wir uns gerade so mit fünfjähriger verspätung an das blogdingens gewöhnen, haben es uns mit google und co. schön gemütlich gemacht und jetzt kommen die schon mit dem nächsten müll daher. halt! stop! ich fühl mich überfordert! bitte herr technorati, stoppen sie die entwicklung. wenn ich eine unternehmenswebseite besuchen möchte, dann gebe ich z.b. „siemens“ in google ein – bookmarken nehmen wir in deutschland erst im frühjahr 2007 durch.

    deutschland, das technorati-herbstmärchen muss her!

  46. 46

    Was soll die Aufregung um dieses unprofessionelle Home Shopping Kanal Video und die super peinliche Veranstaltung? Edelmann hat einem Kunden eine Art Roadshow mit Alpha-Bloggern verkauft, den Rohstoff für die verkaufte Leistung am Markt hoffentlich nich billig eingekauft und das ganz an den Kunden ausgeliefert. Damit der Kunde auch noch am nächsten Roadshow-Ort in Rumänien oder sonstwo überzeugt ist, dass der Termin in FFM ein großer Erfolg war, gibt es quasi an Stelle der Stundenabrechnung ein Video. Solide Beraterarbeit :-) Das Gesicht von Johnny bei der Begrüßung spricht Bände und ihn frei, da alle wohl richtig vera****ht worden sind. Das Loft Video bei ix war es dann aber doch wohl wert ;-)

    PS: Wahrscheinlich wurde den beiden(!) Industrievertretern auch etwas verkauft (direkter Zugriff zu den Top-Alpha-Meinungstransporteuren, oder so), dass da doppelt gecharged werden konnte.

    Was für ein Super-Gau für die sog. Profi-PR!

  47. 47

    Etwas anderes…
    Kann ich das Video auch von sevenload runterladen? Meine üblichen Runterladeprogramme und Erweiterungen für Firefox funktionieren leider bei sevenload nicht. o0

    Gruss
    Gunnar

  48. 48

    Irgendwie find“™ ich“™s immer noch lustig, wie die Profis der PR (und selbst Technoraddi) von Blogs reden. Irgendwo muß es da einfach eine Inkompatibilität zwischen PR und Mensch (=Blog) geben — anders kann ich einfach das Unvermögen Blogs und die Denke von normalen Menschen zu kapieren nicht verstehen. Gleichzeitig fand ich das Video und die Veranstaltung auch wirklich traurig. Wieviele Menschen sitzen wohl tagtäglich in irgendwelchen Zügen um anschließend in solchen Runden zu sitzen — da kann schon ne kleine Herbstdepri aufkommen. Naja, als Werbefuzzi-Designer wurden meine unheimlichen Vorurteile gegen PR- und Marketing-Analysen, Statistiken, Zielgruppenrecherchen und ähnliches wieder nett unterfüttert — was ja dann auch mal was Positives ist, und als Beinahe-Blogger freut“™s mich daß ich mich mit Technoradi-Dings nicht weiter befassen muß.

  49. 49

    Ich habe mich eigentlich nur zum Spass bei Technoradi o0 angemeldet. Habe nichts großartiges dadurch erhofft.

    Ist es denn so schwer sich dort abzumelden?

    Bin jetzt auch nachdenklich geworden.

  50. 50

    „Der lächerliche Klick mehr“, den gekürzte RSS-Feeds erfordern, ist übrigens auch für die Crawler-Programme von Blogmonitor-Firmen kein großes Problem.
    Stellt sich also die Frage, wem man damit mehr weh tut: seinen Lesern oder den Blogmonitorern, und wie der Rüstungswettlauf weitergeht.

    Einen ähnlichen Wettlauf gibt es übrigens schon, zwischen den Email-Adress-Sammelprogrammen der Spammer und denen, die Mailadressen verschleiern.

  51. 51

    Auf mich wirkt das Video mehr als befremdlich. Irgendwie weltfremd laufen Unternehmen ängstlich einem Trend hinterher, nachdem sie festgestellt haben, dass sie ihn nicht außer Acht lassen können.

    Bloggen lernt man nur durch Bloggen, habe ich seiner Zeit mal geschrieben, als ein PR-Mensch anderen erklären wollte, wie wichtig Blogs sind bzw. werden.

    Erschreckend ist für mich das technologieorientiert und zugleich abseits seiner Kunden arbeitende Technorati, insbesondere wenn man feststellt, dass man die amerikanische Denke oder besser Nicht-Denke so einfach eben nicht andere übergestülpt bekommt und andere das eher als „crap“ sehen.

    Bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.
    Unklar ist mir nur geblieben, wofür man eine vernüpftige Top-100 braucht. Statt sich auf die Schulter zu klopfen sollte man eher auf Inhalte den Platzierungen orientieren. Die folgen bei gutem Content von ganz allein.

  52. 52

    @Jörg Petermann
    Das ist ein guter Einwand. Schwanzvergleich um des Schwanzvergleiches willen kann ich nachvollziehen: Ich hab mehr Besucher als Du! Ällabätsch!

    Aber was will man ernsthaft gegenüber Kunden oder der Öffentlichkeit mit einer gepimpten Technorati-Topliste aussagen? Letztlich kann man doch nur genau dasselbe sagen: Der hat mehr Besucher als der. Über Qualität und Reichweite sagt das gar nichts.

    Es ist ein bißchen, wie mit ’nem schlechten Nierenmikro durch die Fußgängerzone laufen, und mithören wollen, was andere so im Vorübergehen quatschen. Und selbst die Infos, die man dann bekommt, fallen spärlicher aus als normal. Über Mimik und Gestik wird man nichts erfahren. Gleiches gilt für rein technisch realisiertes Blog-Monitoring. Man hat zwar ’ne handvoll Daten, die man verkaufen kann, aber deren Gehalt möchte ich bezweifeln.

  53. 53

    Befremdlich, irritierend und ermüdend wirkt dieses merkwürdige Gespräch auf mich.

  54. 54

    Hat jemand Zeit und Muße, diesen Text ins Englische zu übersetzen?

    Can do, depending on deadline. Have noticed Edelman now and then here in the U.S.

  55. 55

    Selbstverstümmelung?!:
    Komm Johnny, das war doch im ersten Affekt geschrieben und nicht ernst gemeint?!

    CC Verletzungen:
    letzte Woche sprach ich mit einer Vertreterin der CreativeCommons Frankreich, die sagte mir bisher gab es 2 Fälle von Verletzungen, die vor dem Gericht gelandet sind … was nichts aussagt über die tatsächlich vorliegenden -nicht erkannten- Fälle, denn momentan kümmert sich -meines Wissens- keine Technologie, kein Gremium um CC Verletzungen.

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    SarahGuerre

    Übersetzung, wenn noch vonnöten. Muß nachgeguckt werden, bin Archäologe und nicht fit in internet-relevanten termini technici.

    Technoradi in Frankfurt
    The PR-agency Edelman had issued an invitation to a discussion with „ž20 representatives of companies and journalists“, which at the time of writing are developing, together with Technoradi (thus pronounced by the chairman of the „˜internet-company‘), localised versions of the blog-aggregator. The discussion was to be concerned with the „˜cultural differences between blogs from different countries“™.
    Since all this appeared to be not without interest, and since I could agree with Edelman on financial remuneration, I announced my participation and interrupted my lazing-about in Mecklenburg-Vorpommern for a trip to Frankfurt.
    It was certainly not due to the active, interested, and finally, due to his own blogging, experienced W. L.-R. that the actual event had little in common with the announcement. A grand total of two company representatives (FAZ.net and BASF) had faced the effort to make an appearance at Edelman“™s premises in Frankfurt, and thus it was spontaneously decided to videotape the meeting and publish in on the net. „˜For the customers“™ (the video can be found here, the whole truth only there).
    All bloggers present probably looked a little astonished when Edelman chairman C. K., W. L.-R., Technoradi-CMO P. H., as well as the Edelman-Europe-CEO D. B. (who video-bloggs here) spent over an hour presenting a new study by Technoradi.
    There may be people who, during such a presentation, find themselves rather surprised to learn that people preferably trust persons they already know, rather than a lawyer or a professional sportsperson, or by the fact that more blogs are written on cooking in France than in Germany. I myself, however, am not among these people and consequently thought the study rather boring; in particular, I asked myself when the time would come for the grand discussion. That was what we had come for, after all, wasn“™t it? Or had we ended up the video-show-fodder for an American company’s European tour, hurriedly trying to compose their own business model in order to prettify themselves for the sale yearned for by their investors?
    We tried our best with questions, Nico, Ix, myself, and in particular Jens, who was at any rate, and justifiedly, dumbfounded by the quality of Technoradi“™s efforts. But to no avail; first, we were expected to be dazzled by the study. And, of course, by Technoradi.
    We weren“™t, though. While P. H. explained repeatedly that during a conversation (in this case therefore the blogs) one had to listen before participating, during the presentation he mainly preened himself in front of one of the video cameras instead of looking at his conversation partners. And while the likeable Brit D. B. displayed at least a trace of interest when I tried to enquire how one might go about to prevent a Technoradi-indexing of one“™s own blog („So do you really think someone might actually want that?“), Hirshberg“™s features soured increasingly. This was not the meeting he had envisioned, and in the end he couldn“™t even laugh about Jens“™ statement that the Technoradi-ranking of the top 100 German blogs was „˜crap“™.
    It was a bizarre afternoon, and I almost regret writing this. This is because I believe that also Edelman had planned these 1 ½ hours, and perhaps the entire cooperation with Technoradi, differently, and I am sure that more German, British, and European influence on this event would have been beneficial. At least, I have had riveting and controversial discussions with corporations and PR-people in the past; yesterday“™s was none of those, though.
    Technoradi wants to make money from analysing, monitoring, bundling and syndicating blog contents for corporations. The company sells blog contents via RSS-feed, with some technical additives, to corporations, has to my mind as yet no solution for important generators of traffic such as direct referrers from emails or links to blogs from forums, and feels secure of the cooperation of the content-providers, who busily tag, refer, and share. For the blogs“™ pains, Technoradi offers them „¦ traffic!
    Traffic? What traffic?
    My comment that, despite repeated listing on the Technoradi portal, the site had never resulted in notably many visitors for our Spreeblick-site was, as it seemed to me, acknowledged only grudgingly. On our site, referrers from Technoradi are puny in numbers compared to the traffic generated from Google or from a single link on the Spiegel Online. The Spreeblick-„˜explosions“™, that is the times during which traffic increases exponentially, were created by links in emails (Grup Tekkan) or by mentions within the established online media (Du bist Deutschland), rather than through Technoradi; even through Google, the traffic came only with some delay. Most importantly: how important and relevant can a blog-monitoring system be that refuses to consider the comments?
    Thus, in my opinion Technoradi, at least in Europe, is still light-years away from the self-propagated relevance and importance and it can be called into doubt whether the company will ever obtain that relevance here. For example, I can imagine that bloggers will increasingly actively exclude themselves from certain search and indexing mechanisms. The facts might lie differently for Spreeblick than for more private blogs: since we opted for limited growth a while ago, we will not completely exclude aggregators such as Google or Technorati. It is, however, a possibility to implement measures to hinder automatic monitoring – either through abbreviated RSS-feeds, which prevent the commercial (but unfortunately also the private) use of the entire entry, or by „˜encoded“™ or more absurd entries which counteract the computerised analysis of the contents. Why? Because I believe that who is interested in a blog should also read it. That much respect, at least, I expect.
    Perhaps I am exaggerating with this idea, perhaps the analysis of blog-content within half a year will be the victim of its own ridiculousness, or perhaps all this does not matter one bit, really. What gives me food for thought and makes me concerned since yesterday, at any rate, is not what Technoradi does (since this is what they have done from the start), but the manner in which they work. Starting with the published list, with errors which could hardly have been more embarrassing, to yesterday“™s inefficient meeting, during which real dialogue apparently was not even sought „¦ the highly professional front of the company in my eyes has been turned to cheap paste-board.

  57. 57

    Technorati ist für mich ein rotes Tuch. Zahlen, die nie stimmen, bzw. wochenlang nicht geupdated werden und ein Kundenservice, der quasi nicht-existent ist. Was Technoratis Referrer zu uns betrifft, heute tatsächlich eine glatte Null, im Gegensatz zu ein paar Hundert Referrern von Google und Yahoo. Damit ist deren Rolle im allgemeinen Medienzirkus gut verdeutlicht ;)

  58. 58

    Fr. Guerre hat eine brauchbare Uebersetzung geschrieben. Ich habe per e-mail einige Aenderungen vorgeschlagen.

  59. 59

    Man sollte Technorati meiden.
    Wie du schon einmal in einem Leitartikel erörtert hast, sollte man Unternehmen, die versuchen Geld durch uns Blogger zu verdienen (ohne wirklich Leistung zu bieten), schlichtweg die Zugriffs- und Vermarktungsmöglichkeit unserer Blogs entziehen.

  60. 60
    Steva

    Hello!My name is Steva.I am Croatian citizen from Serbia now in Frankfurt with a rich life expirience.I was afraid to publish anything according with my activites in my country,but I am now here where I feel like a free man and I have a big need to write and to share what I know with the audience.What I need is only one month of time,PC,food to eat and bed to sleep and I’ll give you very interesting book,maybe bestseller.Please contact me on:
    steka@email.co.yu
    or call me on my cell phone available in Germany:
    +381 64 5892073
    Thank’s.Sincerely your Stevan Karanovic

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