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Peter Alexa – Ein ehemaliger Unterstützer der RAF

Peter Alexa, Jahrgang 1955, wurde Ende 1978 mit 14 anderen Leuten nach einem
gescheiterten Überfall auf das Frankfurter Büro der DPA, mit dem sie auf die Situation der inhaftierten RAF-Mitglieder Karl-Heinz Dellwo und Werner Hoppe aufmerksam machen wollten, verhaftet. Er wurde der Unterstützerszene der RAF zugerechnet.

Im Zusammenhang mit der Verhaftung von Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar wurde er dann 1982 erneut verhaftet, weil sich in den Erddepots, bei denen die beiden festgenommen wurden, einige Gegenstände mit seinen Fingerabdrücken befanden.

Nach einem Kommentar von Alexa bei Spreeblick mailte ich ihn an und er schilderte mir die Beweggründe für den bewaffneten Kampf und die Situation innerhalb der Szene. Peter Alexa hat Spreeblick die Genehmigung gegeben, Teile der Texte zu veröffentlichen und zur Diskussion zu stellen.

Bis Anfang der 80er habe ich jede bewaffnete Aktion (einschließlich der Entführung der Landshut), glühend verteidigt.

Auf der einen Seite das Scheißgefühl im Bauch, wenn bei Aktionen Fahrer und Bewacher erschossen wurden, auf der anderen Seite der Versuch, genau das zu legitimieren, mit dem Hinweis darauf, dass sie diesen Job ja nicht machen müssten. Der traurige Höhepunkt der Begriffslosigkeit war der Versuch, die Entführung der Landshut zu rechtfertigen mit dem Argument, dass die Passagiere als Bürger eines imperialistischen Staates auch Verantwortung tragen, für das, was in den Ländern der 3. Welt an Ausbeutung und Unterdrückung läuft.

Es ist schon bitter. Der Ausgangspunkt für die meisten von uns war, aus einer unerträglichen Realität, die von Entfremdung und einem Objektverhältnis zu Menschen geprägt war, auszubrechen. Genau diese Strukturen haben wir dann im Verhältnis untereinander und gegenüber Außenstehenden reproduziert.

Nicht die politische Bestimmung war das, woran wir uns abgearbeitet haben, sondern unsere kleinbürgerlichen Denk- und Leistungsstrukturen. In den Auseinandersetzungen haben wir im Kleinen die chinesische Kulturrevolution sozusagen als Farce wiederholt.

Diese Einsicht habe ich also durchaus. Und doch scheint es mir, als solle die Auseinandersetzung um die Freilassung der letzten RAF-Gefangenen jetzt dafür herhalten, mit der Geschichte der radikalen Linken in diesem Land endgültig abzurechnen. Hasserfüllt und vehement wird behauptet, dass es weder Gründe noch Ursachen gab, die diesen Kampf gerechtfertigt hätten, außer in der realitätsfernen Wahrnehmung und dem moralischen Rigorismus seiner Akteure.

Es geht dabei auch nicht um die Diskussion, dass in diesem Kampf Fehler gemacht wurden, zum Teil sehr schwere Fehler, die den Zielen diametral gegenüber standen, dass Situationen falsch eingeschätzt und falsche Konsequenzen gezogen wurden.

Nein, worum es geht ist schlichtweg jede Legitimation und jeden Grund für einen radikalen Aufbruch, den es hier mal gab, zu leugnen. Dass besagte Kampagne von staatlicher Seite in diese Richtung geführt wird, ist nicht weiter verwunderlich, aber es ist da eine eigenartige Allianz entstanden, bestehend aus Politikern, Sozialwissenschaftlern, ehemaligen Linken und Linksintellektuellen, die zufrieden grunzend die ganze Geschichte neu schreiben und allem, was ihre Vorstellungen stört, im Nachhinein noch den Garaus machen wollen.

8 Jahre nach der offiziellen Auflösung der RAF, 30 Jahre nach dem „deutschen Herbst“ und dem Tod der Stammheimer Gefangenen ziehen diese großbürgerlichen Intellektuellen mit einem Rucksack voller kleinbürgerlicher Ressentiments durchs Land, um auch noch den Toten, die sich nicht mehr wehren können, ihre Glaubwürdigkeit und Würde zu nehmen. Gudrun Ensslin, die Knallharte, analytisch Denkende, gnadenlos Rigorose. Ulrike Meinhof, die großbürgerliche Intellektuelle, eigentlich Gute, Opfer ihrer hohen moralischen Ansprüche und irgendwie auch Verführte. Andreas Baader, der charismatische, diabolische Bösewicht, mit krimineller Vergangenheit.

Hemmungslos benutzen selbsternannte Hobbypsychologen Momente aus dem Leben eines Menschen, um seine politische und moralische Glaubwürdigkeit zu demontieren. Die Methode ist ja nicht neu, wenn man Unwahrheiten und Halbwahrheiten oft genug wiederholt, verselbstständigen sie sich, werden sozusagen zum „Kulturgut“, auf das der Betrachter dann nur noch reflexhaft und nicht mehr bewusst reagiert.
Was werfen sie ihnen, uns, eigentlich vor? Dass wir uns als Heldenfiguren in einem proletarischen Roman von Willi Bredel nicht gut gemacht hätten? Na und!!!

Sie stellen keine Fragen und wollen keine Antworten, sie stellen Forderungen,
nach „Reue“, „dem Eingeständnis der eigenen Schuld“. Wie alle Herrenmenschen
fordern sie von den besiegten die Geste der Unterwerfung, der Selbstdemütigung.

Gute Gründe für linke radikale Politik hat es tausende gegeben und auch für die Entscheidung sich zu bewaffnen. Schon müßig festzustellen, dass es in der BRD nach 1945 nicht nur personelle sondern auch politische Kontinuitäten aus der Zeit des Nationalsozialismus gab.

Dass dieses Land – spätestens seit Beginn des Kalten Krieges zwischen den USA und der UdSSR – von den USA als Bollwerk gegen den Kommunismus ausgebaut wurde – ohne wirkliche Souveränität gegenüber den USA, aber mit einem großen Potential
an Spezialisten, die ihr Handwerk noch im NS-Staat gelernt hatten und die vor allem ihr bedingungsloser Antikommunismus auszeichnete.

Dass ein Teil der Hauptkriegsverbrecher und Kriegsgewinnler aus der Großindustrie nicht nur mit einem blauen Auge davonkamen, sondern in den 50ern wieder auf ihren alten Posten saßen und mächtiger und einflussreicher waren als je zuvor (Krupp unter Führung von Alfred von Krupp hat ungefähr einhunderttausend Zwangsarbeiter eingesetzt).

Dass Polizei und Justiz auch von ehemaligen SS-Schergen und Blutrichtern reorganisiert wurden und die nachfolgende Polizei- und Juristengeneration von ihnen ausgebildet wurde. In der Bundeswehr und bei den Geheimdiensten das gleiche erbärmliche Bild.

Dass diese Leute wieder in Amt und Würde kamen, am Aufbau dieses Staates mitbeteiligt und zum Teil wieder in einflussreichen Positionen waren, empfinde ich noch immer als unerträgliche Verhöhnung der Opfer der nationalsozialistischen Mörderbande.
Ein kluger Kopf hat mal gesagt:“Eine Welt die nach Auschwitz nicht eine ganz andere Welt ist, als die die Auschwitz erst ermöglicht hat, ist eine Welt die Auschwitz immer wieder impliziert“.

Wären diese Leute mit dem gleichen Eifer und der gleichen Härte verfolgt wurden wie später die RAF und jede Fundamentalopposition, wäre uns vielleicht die Idee gekommen in einer wirklichen Demokratie zu leben und die Geschichte wäre anders verlaufen. Aber genau das passierte nicht, wie auch die heutige Diskussion zeigt. Diejenigen, die die absolut geglaubte Immunität dieser herrschenden Klasse für einen kurzen Zeitraum in der Geschichte des letzten Jahrhunderts aufgehoben haben, indem sie sie angegriffen haben, können sich des Hasses und der Empörung die diese Ungeheuerlichkeit bei den Herrschenden ausgelöst hat, auf ewig sicher sein.

Aber so groß wie das Verständnis für ehemalige Kriegsverbrecher und Mitläufer war, so groß war auch der Hass auf jeden, der an dieser blanken Fassade gekratzt hat. Es reichte aus, anders auszusehen, andere Musik zu hören, anders leben zu wollen, um in den 60ern und auch noch in den 70ern mehrmals in der Woche von braven Bürgern darauf hingewiesen zu werden, dass „žman sowas wie euch bei Adolf vergast hätte“. Dann gab es auch noch die liberale Variante, die sich mit der „žEinweisung in ein Arbeitslager“ begnügte.

Dann war da auch noch der Vietnamkrieg, Hauptthema aller Nachrichtensendungen der 60er bis Mitte der 70er. Nicht dass die Medien damals weniger antikommunistisch waren als heute, aber die Selbstzensur war nicht so ausgeprägt und es waren Kriegsberichterstatter und Reporter an allen Fronten, d.h. die Bilder und Filme zeigten das, was geschah und selbst den Naivsten dämmerte es, nach tausenden Bildern von zerfetzten, verbrannten und verstümmelten Menschen, von Flächenbombardements und dem großflächigen Versprühen von hochgiftigen Entlaubungsmitteln durch die US Armee, dass man ein Volk nicht vor dem Kommunismus retten kann, indem man es ausrottet.

Das ist die Doppelmoral in der heute öffentlich geführten Diskussion: Man kann die Entstehung der RAF und anderer bewaffnet kämpfender Gruppen hier in der BRD nicht trennen von der NS-Geschichte unseres Landes und der kritiklosen Unterstützung der USA durch die BRD im Vietnamkrieg. Durch das Leugnen der Motive und der Gründe für diesen Kampf werden Mythen von einem aus dem Nichts entstandenen Terror erschaffen, den natürlich niemand nachvollziehen oder verstehen kann.

Vor diesem Hintergrund waren die Anschläge der RAF auf die Headquarter der USA in Frankfurt und Heidelberg mehr als nur gerechtfertigt. Man kann keinen schmutzigen Krieg führen wie die USA oder in ihn involviert sein wie die BRD, um dann „Mord und Terrorismus“ zu schreien, wenn man selber angegriffen wird. Da hier demoskopische Umfragen ( zum Beispiel: Gnade für die Gnadenlosen) immer beliebter werden, hätte mich wirklich mal interessiert, wie eine Befragung der vietnamesischen Bevölkerung nach diese Anschlägen ausgegangen wäre.

In der weiteren Geschichte zeigte sich, dass von staatlicher Seite die bürgerlichen Grundrechte und die Menschenrechte, die eigentlich Wesen und Essenz einer Demokratie sein sollten, immer mehr als Ballast begriffen wurden.

Mit Sondergesetzen wie dem §129 und der perfektionierten, der Situation angepassten Version, dem §129a, konnten ganze Gruppen von Menschen verurteilt werden, ohne ihnen konkret etwas nachweisen zu müssen. Allein die Tatsache, sich zu einer politischen Gruppierung und ihren Zielen zu bekennen reichte aus, um verurteilt zu werden. Als reines Gesinnungsstrafrecht, vor allem mit der Ausweitung auf „Werbung für eine terroristische Vereinigung“, wurden jetzt auch die Teile der Bevölkerung kriminalisiert, die aus einem bürgerlich-humanistischen Denken Kritik an den Haftbedingungen der Gefangenen übten und unsere Grundrechte wörtlich nahmen.

Dass innerhalb der „Szene“ Leute mit einer besonders großen Schnauze in der internen Hierarchie oft über den „žZweiflern“ standen, hinterfragen oft als Schwäche angesehen wurde, persönliche Probleme, die jemand hatte, dafür herhalten mussten, die persönliche Integrität und das „žWollen“ infrage zu stellen, sind nur einige der kontraproduktiven Strukturen, die sich unsererseits entwickelten.

„žEntweder Schwein oder Mensch“, diesen Satz aus dem letzten Brief von Holger Meins hatten wir uns so zu Eigen gemacht, dass wir im Gegner nur noch ein Ding, ein Objekt gesehen haben.

Wie man sehen kann, ist das Verhältnis zur eigenen Geschichte nicht kritik- und bruchlos, in dem Buch Nach dem bewaffneten Kampf, herausgegeben von ehemaligen Mitgliedern der RAF und der Bewegung 2.Juni, wird das ebenfalls sehr deutlich.

Disclaimer:
Ich mache mir die Meinung und die Darstellung von Herrn Alexa nicht zu Eigen. Ich erachte es jedoch für eine Aufarbeitung der Geschichte des Terrors im Deutschland der siebziger Jahre für unerlässlich, Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen. Peter Alexa wird zudem an der nun wahrscheinlich einsetzenden Debatte teilnehmen.

297 Kommentare

  1. 01
    Last Poets

    Grüß Dich nicnac,
    grad nur ganz kurz, ich kränkel ein bisschen und fühle mich schlapp.
    Keine Ahnung mit mailadresse, möchte meine, wie Du sicher auch nicht Deine, hier auf dieser Seite veröffentlichen.
    Hoffe, Du bist sicher angekommen, see ya, Last Poets

  2. 02
    christian alexa

    An „Hans“:
    Du hast völlig recht in Bezug auf Deine Kritik! Und mir ist es prinzipiell auch völlig gleich ob ich gedutzt oder gesiezt werde. Das war ein schneller und dummer Kommentar! Ich habe aber voher die Beiträge von „crime in the city“ gelesen und wollte und will von dem/der/das einfach nicht persönlich eingenommen werden!

    An „nicnac“:
    Meine Einschätzung Ihrer Person, was den gesamten Verlauf der Beiträge anbetrifft, bleibt bestehen! Ich hoffe hier nicht allzu arrogant rüberzukommen!? Ich glaube übrigens Merz hat gar nicht gesagt, dass er „bekifft Mofa gefahren ist“, er hat vielmehr von einer anderen „schweren Straftat“ oder so gesprochen. Deja vu?

  3. 03
    christian alexa

    Noch ein Beitrag von mir:
    ich erwische mich jetzt bei genau dem, was ich vorher kritisiert habe.
    Nämlich in Laberei und Selbstdarstellung, hierfür gibt es ja genug andere Foren!
    Warum ich mich eigentlich zu Wort gemeldet hatte:
    Trotz aller gegensätzlichen Ansichten,
    lasst Christian Klar endlich aus dem Knast!!!

  4. 04
    nicnac

    @Christian Alexa:
    Ist Ihr gutes Recht, Menschen, die Sie gar nicht kennen, „einzuschätzen“. Bleiben Sie weiterhin recht glücklich mit Ihrem Tunnelblick. Klüger wäre es allerdings, miteinander in Dialog zu treten. Oder sind Sie wirklich so hyperintelligent, daß Sie Kommentare jederzeit bedingunglos ohne Nachfrage zuordnen können; mit 100prozentiger Trefferquote.
    Und wieso Déjà vu? Sind Sie sicher, daß Sie den Begriff korrekt verwenden? Würde mich sehr wundern.
    Nun, nachdem ich zum wiederholten Male die Finesse Ihrer Differenzierungskunst bewundern konnte, will auch ich mir erlauben, Sie betreffend ein Schublädchen zu öffnen. Und ab dafür!

  5. 05
    nicnac

    @last poets: Wenn Du ICQ oder Skype installiert hättest, könnten wir auch Kontakt aufnehmen, kannst mich gern adden: 226-122-257 für ICQ. Mußt nur bei der Anfrage dazu schreiben, daß Du last poets bist.
    Hoffentlich geht’s wieder etwas besser :). Wird hoffentlich nur der allgemeinen Frühjahrsmüdigkeit zuzuschreiben sein.

  6. 06
    nicnac

    @Björn Grau: Interessanter Beitrag. Die Gewalt gegen Sachen ist in der Tat etwas kurz gekommen. Meine Einstellung dazu: kann durchaus legitim sein, wenn es keinen anderen Ausweg gibt. Panzer und ähnliche Vernichtungswaffen unschädlich machen fänd ich richtig geil. Ist auch nur Sachbeschädigung :). Einen Menschen töten ist irreversibel und läßt sich nicht zurücknehmen.
    Außerdem wußten nicht schon die alten Griechen, wie wenig Sinn es macht, einer Hydra die Köpfe abzuschlagen? Apropos Köpfe:

    Köpfe abschlagen ist selten klug.
    Die Nadel, der man den Kopf abschlug,
    fand durchaus, der Kopf sei entbehrlich.
    War nun vorne wie hinten gefährlich. – Erich Kästner –

  7. 07
    Christian Alexa

    Ein letztes mal zu „nicnac“:
    Ich halte mich nicht für „hyperintelligent“, habe im allgemeinen keinen „Tunnelblick“ und kriege daher auch einige Untertöne mit.
    „Dialog“ setzt ja immer zwei Seiten voraus.
    „Apropos Christian Klar“ … ist hier nur eines von vielen Stichworten in Ihrer Korrespondenz. Genau um die Freilassung von Christian Klar geht es mir!
    Sorry, aber scheiß‘ auf Ihre ganze Verständnishudelei!
    Deja vu meinte in dem Zusammenhang mit Ihren Beiträgen übrigens zweierlei: zum einen die “ … Droggenrazzia …“ und zum zweiten die Korrektur in Bezug auf den DM-Betrag nach dem 2. Weltkrieg.
    Vielleicht bin ich manchmal ja ein Klugscheißer – aber es gibt schlimmeres!
    Ich habe auch keine Lust mehr mich hier auf solche Diskussionen weiter einzulassen, wenn ich labbern möchte gehe ich in irgendwelche Chats oder analog persönlich.
    Nochmals: Christian Klar soll endlich aus dem Knast kommen!!!

  8. 08
    Christian Alexa

    Hallo „Last Poets“
    klar würde ich Dich gerne persönlich kennen lernen und mit Dir über alles diskutieren.
    Sei aber ein bisschen vorsichtig was die Weitergabe von Adressen bzw. das Installieren von Programmen usw. angeht, auch wenn ich mich in Bezug auf meine Einschätzungen bestimmter Personen täuschen sollte!

  9. 09
    nicnac

    @Christian Alexa: http://de.wikipedia.org/wiki/Deja_vu
    Klugscheißen kann ich übrigens auch.
    Und na klar, in ’ne Drogenrazzia zu geraten, ist besonders spießig. Das passiert nur kleinkarrierten Bürgersöhnchen und den vemaledeiten Merz-Adepten. Ich wiederhole: Tunnelblick, vorurteilsbeladen, unfähig zur Empathie und kein bißchen dialogfähig.
    Und nun gehab Dich wohl, Christian Alexa! Mit solchen Leuten zu „labern“ ist verschenkte Zeit.

  10. 10
    Christian Alexa

    Ein allerletztesmal zu „nicnac“:
    Danke für den Link zu „deja vu“ und den Kommentar, genau so habe ich’s gemeint!

  11. 11
    nicnac

    Wenn Du versprichst, daß dies Dein allerletztes Mal des Kommentierens war, dann will ich Dir mal was verraten … Psst, rück mal ’n Stück näher, ich flüster Dir was:
    Damals – Anfang der 70er – gab’s in Deutschland verschiedene Formen von Subkultur und Underground. Nicht für alle war die RAF die alleinseligmachende Alternative. Es gab die verschiedensten subversiven Zirkel. Da Du zu glauben scheinst, ich wär nichts weiter gewesen als so’n blöder Feierabendkiffer: Dem war nicht so. Ich hatte auch Ideale und hab an was geglaubt.
    Weißt Du, lesen hilft. Richtig lesen kann sogar geniale Erkenntnisse hervorrufen. Doch Einsichten kommen Dir sehr verdächtig vor. Das scheint mir die Crux mit Dir. Und bevor es mir gelingt, doch noch mit Dir in ein – oh Graus – fruchtbares Gespräch zu kommen, hör ich jetzt besser auf.

    MfG
    nicnac

  12. 12
    Frank

    Kommt ja wirklich richtig unsympatisch rüber, dieses nicnac.
    Pseudointellektuelles Gelaber, Zitate in selbstdarstellerischer Absicht.
    Igitt!

  13. 13
    nicnac

    @Frank: Wär zwar schön gewesen, wenn Du mir erklärt hättest, was an dem Rezitierten ’selbstdarstellerische Absicht‘ war, ist aber nicht zwingend notwendig. Danke für die Bewertung. Da werd ich wohl mit leben müssen :).

    Pseudointellektuelle Grüße
    nicnac

    P.S.: Heut schon in den Spiegel geschaut, Frank?

  14. 14
    Frank

    Ja, nicnac…und stellte fest, wieder geringfügig gealtert.
    War ein schöner Tag heute und ich tat dir unrecht.

  15. 15
    nicnac

    @Frank: thxalot und 100 Punkte in der nach oben offenen Zuwendungsskala :)

  16. 16

    Zu dieser dämlichen Reue-Forderung: Was wissen wir über die Reue der Polizisten, die Benno Ohnesorg, Petra Schelm, Georg von Rauch, Richard Epple, Thomas Weisbecker, Ian James Torquil McLeod, Günther Jendrian und viele andere erschossen, zum Teil bei versuchten Festnahmen, zum Teil aus Versehen bei Fahndungsmaßnahmen gegen Nicht-RAF-Mitglieder? Nichts. Und wen interessiert das? Niemanden.

  17. 17

    da mir aufgefallen ist das sehr viele leute garnicht wissen über was sie eigentlich sprechen/schreiben habe ich mir als zu spät geborener mal die freiheit genommen meinen eigenen senf dazu zu schreiben.

    was ich nun nicht ganz genau weiß
    vorletzter absatz: war Brigitte Mohnhaupt bereits an bord?
    ich weiß das sie 1970 dazu gestossen ist finde jetzt aber nirgend wo den monat!

    url unter meinem nick!

  18. 18

    schon gefunden, wiki sei dank, lol!
    mit 1970 lag ich wohl falsch, sorry für die störung!
    da meine artikel hier nichts weiter aussagen habe ich auch nichts gegen eine löschung einzuwenden ;)

  19. 19
    Frank

    Liebe erweist sich als Abhängigkeit. Egoismen zerstören die Solidarität.
    >Zitat

  20. 20

    der berliner theologe helmut gollwitzer, ein enger freund von rudi dutschke, sagte damals:
    ————————
    ein tod verpflichtet zur versöhnung. der todesmonat von benno ohnesorg ist auch der todesmonat für viele junge vietnamesen, amerikaner, israelis und araber gewesen. Benno ohnesorgs leidenschaft galt dem frieden… als er sich dort von seiner frau an der straßenecke in der schillerstraße trennte und hinüber zur krummen strasse ging, …war es vielleicht sein impuls, einem misshandelten zu helfen, der ihn sein leben kostete… nehmt diesen ersten unkontrollierten konvoi seit kriegsende als zeichen der verheißung für ein künftiges friedliches deutschland. …
    ————————
    es sollte dann, nach der hinrichtung an „Benno Ohnesorg“ (die es in meinen augen war), noch drei lange jahre der provokation vom Staat dauern bis sich die ersten dazu entschlossen haben selbst gewalt anzuwenden!

    ich bin mir nun nicht sicher wie es sich im falle von brigitte monhaupt verhält die ja zur zweiten generation der RAF gehörte.
    die erste generation der RAF, hat zumindest in meinen augen, aus reiner notwer gehandelt und besaß jede nur erdenkliche legimitation dazu den staat anzugreifen!

    ich weiß jetzt nicht in welchem jahr es war das willy brandt das motto „žmehr demokratie wagen“ ausrief. bis zu diesem tag zumindest war die bundesepublick (in meinen Augen) alles andere als ein rechtstaat oder eine demokratie!

    dieses eingeständnis würde unseren politikern die teilweise in so ekelerregende hetzte verfallen, die mich persönlich am bildzeitungsbericht und der pressemeldung der berliner polizeigewerkschaft vom 3.Juni 1967 erinnert, gut zu gesicht stehen!

    dieses eingeständnis würde aber auch bedeuten zuzugeben auf welchen haufen mist unsere demokratie eigentlich gebaut ist und welche nazi-parolen und -denkmuster noch 25 Jahre nach kriegsende vorherschten!

  21. 21
    Jack

    Ich wollte mich hier nur kurz beteiligen, weil ich diese Diskussion sehr aufschlussreich und interessant fand.
    So habe ich die Möglichkeit bekommen, die Situation mal im Gesamten, bzw. von einem anderen Blickpunkt aus als dem, der einem von den Medien vermittelt wird, zu betrachten und dafür bedanke ich mich beim Betreiber und den Kommentierenden…

    Gruß, Jack

  22. 22
    Patrick

    Hmmm. Mal völlig unabhängig von der ganzen Diskussion, kam mir irgendwie der Gedanke, dass der Staat mit all den Maßnahmen und Gesetzen, die sie bei der RAF-Fahndung eingeführt haben, mit der ganzen Brutalität mit der sie vorgegangen sind, garnicht erfolgreich war. Ja, es gab irgendwann die Zeit, wo keine neuen Anschläge mehr passierten. Oder nur noch selten. Es gab auch die Verhaftung von Birgit Hogefeld und anderen. Und klar, da war die Auflösungserklärung. Aber nach wie vor sind viele Straftaten nicht restlos aufgeklärt (was sehr gegen die Qualität der Ermittlungsarbeit spricht), nach wie vor gibt es RAF-Terroristen, die nicht bekannt und nie festgenommen worden sind und nach wie vor gibt es zu vielen Sachverhalten Zweifel, die von den ermittelnden Behörden nicht ausgeräumt werden konnen (Bad Kleinen, etc.). In Anbetracht dessen scheint es mir, als hätte der Staat die RAF nicht erfolgreich bekämpft, sondern die RAF ihr „Experiment“ tatsächlich selbst beendet. Und der Staat scheint damit zufrieden gewesen zu sein. Jedenfalls scheint nach dem Verfahren Hogefeld nicht mehr wirklich ermittelt worden zu sein bzgl. o.g. Punkte.

    Wie seht ihr das?

  23. 23
    mike

    Welcher Jahrgang den jetzt? Wikipedia sagt 53, ihr 55.

  24. 24
    Malte

    Über Peter Alexa existiert kein Wikipedia-Beitrag. Ich habe auf den Artikel über Wolfgang Beer verlinkt, weil Alexa dort erwähnt wird.

  25. 25
    Eur Gehirnforscher

    Nu ja – seg` ich –
    mixed motions in mixed interests –
    und – jeder klare Gedanke –
    könnte sowieso ein Gebet an den Teufel sein –
    whei is this sound of shit happening?

  26. 26
    Sassi

    Hallo,
    dieses Forum bietet mir eine Plattform meine Stimme zu erheben, da ich nirgends gehört werde. Vielen Dank! Ich will auch nicht mehr diskutieren, sondern mich nur mitteilen. Ich gehörte zu dem Teil des Volkes, das brutalen Erziehungsmethoden ausgesetzt war. Ja, ich war ein Heimkind und das schon im Säuglingsalter. Die Aktionisten (u.a. Ulrike Meinhof, Andreas Baader, Gudrun Ensslin) der Heimkampagne waren meine helfenden Zeugen, dass mein Bewusstsein mir mein Überleben sicherte und es mir heute mental gut geht. Warum befragt keiner Herrn Schmidt, welche Beziehungen er zum Bohemian Grove hatte bzw. hat von denen er in seinem Buch: „Menschen und Mächte“ berichtet? Was weiß er von Cathy O´Brien, die dem okkulten Kult (Alex Jones: Dark secrets inside Bohemian Grove) als Sexsklavin diente, als die sie vom Geheimdienst programmiert wurde? „O´Brien“ erwähnt Herr Schmidt ebenfalls in seinem Buch. Cathy O´Brien beschreibt in ihrem Buch „Trance Formation of America“, dass die Bohemians eine Neue Welt Ordnung planen und dass es ein Gehirnwäscheprojekt dazu gäbe (MK-Project). Das waren die Zweifel der RAF an der Demokratie. Ich glaube (noch) an eine Demokratie des Staates und das es lediglich die „Geheimbünde“ innerhalb des Staates sind, die diese infiltrieren mit ihren abartigen Absichten. Diese müssen von seitens der Regierenden und des Volkes aufgedeckt werden.

  27. 27
    Nikita

    Sind RAF Mörder die besseren Mörder? Ist es eine revolutionäre Tat Menschen hinzurichten? Auch Fahrer und Begleiter? Ist es mutig wenn man hinterher schweigt? Der Größenwahnsinn der RAF war ein menschliches Elend. Wer hat sie legitimiert zu morden? Niemand, außer ihr überhebliches Ich. Und jeder kann froh sein, daß diese Herrenmenschen niemals an irgendeine Form von gesellschaftlicher Macht kommen werden, die sie sich damals mit Gewalt holen wollten.
    Von der menschlichen Psyche unterscheidet sich ein RAF Mörder wenig von einem Nazimörder. Nie wieder Faschismus. Aber auch nie wieder RAF Terrorismus.
    ich halte P. Alexias Beitrag nicht für eine Aufarbeitung.

  28. 28

    Auch ich hätte diesen oder jene Einwand gegen die Darstellungen im Beitrag von Peter Alexa. Aber ich mag ihn jetzt nicht kommentieren. Nicht nach den Kommentaren, die es hier gegeben hat. Wer die RAF und ihre Motivation begreifen will und damit auch die Voraussetzung zur Einordnung ihrer Taten schafft, muss sich auch beschäftigen mit der Zeit, ihren Konflikten (dem Vietnam-Krieg z.B.), den Zuständen hier und anderswo. Der muss sich beschäftigen mit den Zuständen an die Universitäten, darf die richtige Einordnung von „Prügel-Persern“ ebenso wenig vergessen, wie die der SS-Chargen, die in Polizei, Justiz, Verwaltung und Wirtschaft wieder an führender Stelle saßen. Der muss die Frage nach der Vergangenheit der bundesdeutschen Kanzler und Minister, Ministerpräsidenten und Landesminister ebenso stellen, wie die Frage nach dem Zustand der sogenannten Lehrkörper an Schulen und Hochschulen. Wer Schleyer sagt, muss auch Ohnesorg sagen.
    Dann bleibt immer noch die Kritik an den Mördern. Aber vielleicht weicht dann die nonchalante Besserwisserei, die gar nicht versteckte Brutalität der Ignoranz und das Aufsagen von stereotypen Blödsinnigkeiten.

  29. 29
    Viva Hammonia

    Ideologen sind die Geißel der Menschheit schon immer gewesen, und da ist es vollkommen wurscht, ob nun „rechts“ oder „links“, bolschewistenrot, nationalsozialistenbraun, oder mohammedanistengrün.

    Einfach zum kotzen wie diesen mörderischen RAF-Drecksäcken immer wieder von verlogenen, sogenannten „Pazifisten“-Heuchlern, Foren gegeben werden, um deren Taten mittelbar oder unmittelbar zu rechtfertigen.

    Nicht meine Welt….

  30. 30

    Sie sind der Ideologe, der, der demagogisch hier Massenmörder, Rassisten und faschistische Schweine mit den Mitgliedern der RAF in einen Topf wirft. Sie und Ihresgleichen sind es, die es mit ihrem Übereinenkammscheeren immer wieder möglich machen, dass es mörderische Regime und Massenmord gibt.

  31. 31
    Viva Hammonia

    Schweine bleiben Schweine, egal mit welcher Farbe sie ihre Ärsche bemalt haben und aus welchen ideologisch verbrämten Gründen sie andere Menschen abschlachten.

    Die RAF-Mörder, denen menschliches Leben keinen Pfifferling wert war, solange es zwischen ihnen und der Verwirklichung ihrer verbrecherisch-lächerlichen Halluzinationen stand.
    Verzogene Bürgersöhne und -töchter der Wohlstandsgesellschaft, die einer freiheitlichen Demokratie den Kampf angesagt haben, wahre Helden ja….

    Verlogenes, heuchlerisches, militantes, gewalttätiges Dreckspack! Die hätten genauso gut Mitglieder der SS-Totenkopf-Division sein können, Stalins Blutschergen, oder bin Ladens Gotteskrieger.

    Bei Leuten, die Mörder unterstützen, kommt mir die Galle hoch, Genosse Sukov.
    Geh lieber ein paar Autos anzünden, Steine werfen oder sonst irgendwie anderer Leute Eigentum und Gesundheit beschädigen…… Bah

  32. 32
    Hubert

    Differenzierte Auseinandersetzung mit >Andersdenkenden< hat in Deutschland keine Tradition und dieser Blog ist ein feines Beispiel dafür wie geeifert, ja gegeifert wird, wenn ’staatstreu‘ auf ’staatsfeindlich‘ trifft. Auf der einen Seite, nennen wir sie mal im Brechtschen Sinne ‚Jasager‘, dort ein paar, meist wenige ‚Neinsager‘ und schon können die Meisten ihre Emotionen nicht „innehalten“, ein wichtiges, politisches Thema des westdeutschen Nachkriegsdeutschlands zu diskutieren.
    Eine traurige Wahrheit, vielleicht ein Mechnismus der dann gerade zu dem geführt hat (das Töten begann ja mit dem Tod von Benno Ohnesorg, den Schüssen auf Rudi Dutschke, und dem ‚ungeklärten‘ Ableben von Georg von Rauch) – was dann zur RAF ‚geworden‘ ist.
    Kann man leugnen das dieser Staat sein Gewaltmonopol oft und allzu gern gegen seine Mitbürger missbraucht hat, dazu Freiheitsrechte und Rechtstaatlichkeit bedenklich wegen einiger terroristischer Taten eingeschränkt hat, findet heute – Ironie der Geschichte ?- in den USA seinen Spiegel im ‚Patriot Act‘, der global-totalen Ausspionierung des Einzelnen im Internet, am Telefon, auf Strassen, Bahnhöfen und Flughäfen, und das ähnlich wie damals in den 70’ern, brav im Namen der öffentlichen Sicherheit … wer oder was wird den da gesichert – wer ?
    ….und das darf man nicht hinterfragen weil es irgendwo, irgendwann Terroristen gab/gibt?
    Mensch bist Du Mensch oder Herdentier?

  33. 33
  34. 34
    Viva Hammonia

    @Hubert:
    “ das Töten begann ja mit dem Tod von Benno Ohnesorg, den Schüssen auf Rudi Dutschke “

    Klar, die wurden ja auch vorsätzlich und täterschaftlich “ vom Staat “ exekutiert, oder vom “ Kapitalismus gemordet “ usw.
    Da hat man dann die Lizenz…

    Wie engstirnig Du doch bist.
    Erkennst noch nicht einmal dass dies dasselbe Prinzip des „Reichstagsbrand“ ist, oder des angeblichen 911-„Inside Job“.
    Eindrücke aus der Welt der verwirrten, verwahrlosten Linksfaschos.

  35. 35
    Patrick

    @ Viva Hammonia (275):

    Mir scheint, dass es in dieser Debatte immer wieder zur Verwechselung zwischen einem neutralen „Verstehen“ möglicher Ursachen und „Legitimation“ der selben kommt. Ich kann natürlich nur raten, ob Hubert Ersteres oder Letzteres bezwecken wollte. Aber seine Worte klangen für mich eher danach, dass man einerseits auch verstehen muss, welche Aspekte zu einer (falschen) Reaktion führen und andererseits nicht blind einer Staatstreue fröhnen kann, wie sie hier von vielen Anti-RAF’lern immer wieder verherrlicht wird. Diese ist nämlich genauso gefährlich, wie der Terrorismus als solcher, weil diese Ignoranz gegenüber der Fehlbarkeit eines Staatsapparates zu staatlichem Terror führt, wie er in Deutschland auch mehr und mehr heran wächst. Diesen zu vermeiden ist eines jeden Deutschen Pflicht. Die Frage ist nur: Wie? Ganz klar, die Maßnahmen der RAF damals waren nicht richtig (und es ist fraglich ob der Bedarf wirklich da war) aber wie gehen wir denn zum Beispiel mit der aktuell heranwachsenden Problematik um? Scheuklappen auf, nach dem Motto „Wer nichts zu verbergen hat..“?

    „Wie engstirnig Du doch bist.
    Erkennst noch nicht einmal dass dies dasselbe Prinzip des „Reichstagsbrand“ ist, oder des angeblichen 911-„Inside Job“.
    Eindrücke aus der Welt der verwirrten, verwahrlosten Linksfaschos.“

    Das ist Blödsinn und mit der selben Engstirnigkeit behaftet, die du Hubert vorwirfst. Wie kommst du darauf, dass dies nur Eindrücke von „Linksfaschos“ sind und auch dein Eindruck, dass die von dir so genannten „Linksfaschos“ alle verwirrt und _verwahrlost_ sind halte ich für ziemlich engstirnig. Wie kann der Eindruck oder die Meinung auf den Zustand eines Menschen schließen?

  36. 36
    Viva Hammonia

    @Patrick:
    „Verstehen“ von Ursachen finde ich im Zusammenhang von Terrorismus und Verbrechen unangebracht, es gibt keine Gründe für unmenschliches Verhalten, auch die sog. „Aspekte“ interessieren mich dabei nicht im geringsten.
    „Man muss doch die Umstände verstehen“ usw. ist bereits passive Legitimierung, die ich nicht teilen kann.
    Der überzeugte SS-Fanatiker tötete auch „in besten Absichten für die Volksgemeinschaft“.

    “ …blind einer Staatstreue fröhnen kann, wie sie hier von vielen Anti-RAF“™lern immer wieder verherrlicht wird. “

    Wo verherrliche ich die Staatstreue ? Wachsender Staatsterror…
    Meines Erachtens sind solche Phrasen doch nur wieder ein vorgeschobener Grund, ein liberales, demokratisches System durch ein sozialistisches Gleichmacherregime zu ersetzen. No Sir, ohne mich.
    Ja ich bin zufrieden hier, man wundert sich.

    “ …und auch dein Eindruck, dass die von dir so genannten „Linksfaschos“ alle verwirrt und _verwahrlost_ sind halte ich für ziemlich engstirnig. “

    Ideologen aller Couleur sind mir von Haus aus ein Graus, weil sie die Idee über das Individuum stellen. Das Ergebnis nennt man Menschenverachtung.
    Und wer die RAF-Mörder nicht bedingungslos verurteilt, ist für mich geistig und emotional verwahrlost.

  37. 37
    Hubert

    @Viva Hammonia – Danke für deinen ausgesprochen differenzierten blog beitrag … -> wenn man nichts mehr sagen kann … dann schreit man halt? – ach ich geb zu mir geht’s auch so, jedenfalls manchmal – und trotzdem begebe ich mich nicht auf eine solch flache ‚denkebene‘ wie du … ‚aspekte‘ interessieren dich nicht zu dem diskutierten thema ? du liest einen blog verstehst offensichtlich wenig bis nichts vom erörterten, kommst mit polemik und propagandierst oberflächlich-dümmlich herum – zum spass titulierst andere blogger als linksfaschos – dann sage ich mal provozierend frei nach deiner feinen art – du CDUdemokratischer arsch geh und fühl dich halt woanders wohl & zufrieden, bevor du weitere ‚verwahrloste‘ triffst und womöglich noch nen‘ linksfaschovirus kassierst – bei der jetzt daniederkommenden wachstumskrise deines liberalen wohlfühlkapitalismus mag das gar nicht mehr so toll zufriedenstellend sein – wart’s mal ab!
    wer so schreibt wie du, dem glaubt man das er menschenverachtung zutiefst verabscheut, danke dem erfahrenen bildzeitungsleser für den titel linksfascho – flacher geht’s net? ich freue mich schon auf die kommende litanei & phrasen eines bewußt ideenlosen individuums!

  38. 38
    Viva Hammonia

    @Hubert:
    Jetzt willst du mich am liebsten ins Gulag sperren, was ? Wenn dir unser „liberaler Wohlfühlkapitalismus“ nicht passt, was machst du dann hier ?
    Milchbubi, du weißt nicht einmal ansatzweise, was es heißt, in einer sozialistischen Diktatur zu leben.
    Es ist furchtbar bequem, in einer freiheitlichen Demokratie ein „Rebell“ zu sein. Nein, wie verwegen, wie mutig…
    Hier musst du nicht damit rechnen, eingesperrt zu werden, gefoltert. Scheiße zu fressen, Pisse zu trinken, ermordet und verscharrt zu werden. Du kannst überhaupt nicht einschätzen, was du hieran hast, Vollidiot !

  39. 39
    Hubert

    Danke fuer diese aussagefaehigen titel mit denen der freiheitsapostel „Viva XY ungeklaert“ mich da beehrt hat.

    mal ganz grundsaetzlich fuer den grundschueler:
    wenn man/frau miese seiten von irgeneiner sache oder idee beleuchtet oder betrachtet, heisst das ja noch lange nicht das man/frau deswegen das ganze konzept, idee, system, ding oder dong ablehnt, also differenziert betrachtet, bedeutet diese stellungnahme eben genau auch die umkehrung:
    wenn ich die RAF motivation zu verstehen vorgebe, oder mich etwa bemuehe etwas von deren motivation zu verstehen, dann bedeutet es duchaus ueberhaupt nicht, das ich diese motivation teile, oder gar die taten der so motivierten unterstuetze – wohlgemerkt es geht um differenzierete auseinandersetzung MIT etwas, nicht m’s polemisieren gegen etwas oder sonstwas.

    die person Viva@singsang betaetigt sich hier als blosser troll mit schimpfwort schiessen – ein armer kerl oder vielleicht auch ein maedel?ist vielleicht wirklich auf irgeneiner folterbank beschaedigt worden – ob der/die uebeltater nun Springer’s hetzpresse war oder die Stasi – kann ich nicht sagen.
    Das war’s dann fuer mich in diesem blog.

  40. 40
    Peter Steiger

    Ach ja, so manches RAF Mitglied oder Sympatisant scheint bis heute nur noch Aufmerksamkeit erregen zu können, in dem es die Geschichte des Scheiterns 100 mal hin und her wälzt. Auf der Suche nach linken Altrnativen verlässt man diese Orte am besten schnell um nicht selber von der Zeit überholt zu werden. Für wen die Gründe des politschen und menschlichen Scheiterns der RAF bis heute nicht abgearbeitet sind…der nimmt sie mit ins Grab. Unerheblich für uns Junge und für die Zukunft.

  41. 41
    Fred Bergmann

    Wenn man sich heute so die Artikel von 2007 durchliest: heute ist die RAF eine Lachnummer.Leute die morden sind immer interessanter als Leute die nicht morden.Aber nicht auf Dauer. Einige wollten noch mit ihren RAF Memoiren abkassieren. Interessiert kein Schwein. Dieses selbstherrliche Selbstmitleid und Opfergehabe der RAF.Ihr angeblicher Widerstandskampf war mit das Primitivste was Welt je gesehen hat und von der Analyse bis zur Tat einfach nur abstossend. Jetzt jammern sie rum weil sie meinen Reue sei ein Akt von Unterwerfung. Ja doch. lass sie weiterheulen. Sie hatten damals schon keine Chance und heute noch weniger. Sie gehören wie die Rechtsradikalen auf den Müllhaufen der Geschichte. Nie Wieder!
    Die Welt ist manchmal dumm aber so dumm einer RAF Sekte zu verfallen war sie zum Glück doch nicht.

  42. 42

    Herr Fred Bergmann (282), lesen Sie bitte mal, welche unfassbare Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland ausgeübt wird!
    Bevor Sie das kritisieren, was in http://www.sozialterror.de steht, prüfen Sie es bitte erst einmal mit mir gemeinsam nach.

  43. 43

    @Dieter Hornemann:
    Krankhafte Äusserungen

    Punkt

  44. 44
    Dieter Hornemann

    @PiPi (284)
    Da hat sich wohl jemand als „Mitläufer/in“ wiedererkannt.

  45. 45
    Thomas Westphal

    @#369833: hallo peter ich weiss noch wie alles angefangen hat wir haben flugblätterin brl verteielt gegen die ermordung von rauch in berlin wo wir den ersten kontakt mit dem verfassungsschutz hatten da waren wir 14 oder 15 ich lebe seit sechs jahren in russland und bin froh nicht mehr in der brd zu leben.melde dich mal bei mir thomas