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Big Friends for Youngsters

Wem die ganzen Kochschen Ergüsse und die CSUschen Hetzplakate ebenfalls auf den Senkel gehen, weil man der Meinung ist, dass man für „žbelastete“ Jugendliche mehr tun müsste, als über Bootcamps und die Einführung der Todesstrafe nachzudenken, hier ein kleiner Tipp. Der kam per Mail von Bernd:

Weil Ihr ein schönes Zitat von Prof. Pfeiffer aufgeführt habt – Kriminalität als Frage der (Bildungs-)Integration -, erlaube ich mir, einen Hinweis zu geben, wie man noch etwas für Kids tun kann – und zwar selbst! Mit der eigenen Zeit und Aufmerksamkeit, z.B. in unserem Verein biffy Berlin – Big Friends for Youngsters e.V.:

Paten engagieren sich freiwillig für ein Kind aus einer belasteten (Ein-Eltern-/ Migranten-)Familie – als Zuhörer, Mitspieler, Weggefährte. Als einer, der mal etwas zeigt und mit dem sich was besprechen lässt, was sonst keiner hören soll. Etwa einmal wöchentlich trifft man sich, für mindestens ein Jahr, oft dauern die Patenschaften über Jahre an.

In US-amerikanischen Studien wird behauptet, Heranwachsende mit einem Mentor zeigten weniger häufig ‚abweichendes‘ Verhalten. Sinn ergibt in jedem Fall: Zuwendung verhindert ungute Zustände.

Wenn ich in Berlin wohnen würde und mehr Zeit hätte, das wär‘ was für mich. Aber ich heiß‘ ja auch nicht Koch. Das Video dazu ist ein bißchen arg gefühlsdusselig, aber hey: was macht man nicht alles für ’ne gute Sache. Da müsst ihr jetzt eben durch.


(Youtube Direktbiffy)

8 Kommentare

  1. 01
    Michael

    Aktionen wie biffy Berlin gibt’s auch anderswo. Etwa in Frankfurt, Dortmund, Münschen, Trier usw. Die Ziele sind die gleichen, nur die Möglichkeiten und Handlungen sind andere. Da gibt’s etwa Patenprogramme oder Aktionen, bei denen Sportlehrer und andere in ihrer Freizeit mit Jugendlichen (auch Migranten) Sport machen, Boxen trainieren usw. usf.

  2. 02
    marcus

    das kannst du sicherlich auch in frankfurt und ohne verein machen, rené. irgendwie.

  3. 03

    Ich überlege grade (ohne Scheiß), ein Blogprojekt für Hauptschüler zu machen. Hmmm…

  4. 04

    wer zu seiner lokalen freiwilligenagentur geht, kann endlos viele projekte, vor allem in diesem bereich unterstützen. und sei es nur durch vorlesenachmittage oder als lernpate.

  5. 05

    ich freu mich über diesen liebevollen beitrag, und wünsche dir viel freude mit deinem geplanten hauptschulblog.

    auch ohne scheiß: das arbeiten mit grundschulkindern hat mein leben verändert.
    :)

  6. 06
    PiPi

    Zunächst sollte man die bereits bestehenden Projekte benennen.

    Das Engagement derjenigen die sich als Pate zur Verfügung stellen
    mag ein Ansatz sein die Heranwachsenden zur sozialen Kompetenz
    hin zu (fördern) erziehen. Ein Gut gemeinter Ansatz. Oder ist das
    den aktuellen Medienberichten zufolge nur ein
    ‚Tropfen auf dem heißen Stein‘?

  7. 07

    Wie gut, dass es Gutmenschen gibt.
    Ohne Mist jetzt.

  8. 08
    DRAGO

    Lass mich raten: 40+ allein erziehend, mit 26 Schwanger (Der Typ war sicherlich ein Arschloch), Beziehungsunfähig aber Dank BIFI auf dem richtigen Weg.

    @Michael:

    Ja vor allen Dingen finde ich es gut das ProblemKids, die eh schon Jenseits von Gut und Böse sind, Boxen beigebracht wird. Das beim nächsten aufeinander treffen Sie dich noch effizienter zusammenfalten können.

    drago

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