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Another Tibet

Tibet ist das THC unter den politischen Überzeugungen: Tibet wird angeschnitten, aufgedröselt, angezündet, rumgereicht, und alle sind selig und einverstanden. Ebenso wie man, um eine Saalschlacht hervorzurufen, auf jeder Podiumsdiskussion schlicht „Israel“ in die Menge brüllen muss, reicht es, einmal laut „Tibet“ zu sagen, und alle sind einer Meinung.

So wenigstens wirken die Debatten, die die Sportteile und Feuilletons, Blogs und Straßenbahnmitfahrgäste so führen: China böse, Tibet gut. Für diese Sicht mag es durchaus gute Argumente geben, aber während jede noch so abstruse Weltsicht irgendeinen Broder findet, der sie zu vertreten bereit ist, fehlt der Gegenentwurf bei Tibet weitgehend. Im aktuellen französischem Monde diplomatique hat Slavoj Zizek einige bedenkenswerte Punkte gesammelt, die das Bild etwas streuen. Ohne ihm von vornherein Recht geben zu wollen, ist es doch wichtig, mal zu hören, was die Gegenseite so zu sagen hat:

Die Verbindungen zwischen China und Tibet reichen bis ins 13. oder 17. Jahrhundert zurück: In der kurzen Phase der Unabhängigkeit von 1912 bis 1950 hat China seine hegemonialen Ansprüche auf Tibet nie aufgegeben, war allerdings in dieser Phase wegen der westlichen und japanischen Invasoren an anderen Fronten beschäftigt. Die Jahrhunderte alte Hegemonie Chinas wurde übrigens auch gern und oft von tibetanischen Eliten mitgetragen: Neben anderer historischer Umstände tat erst die China-Feindlichkeit des 13. Dalai Lamas ihr übriges, um das politische Band zwischen beiden Parteien zu zerschneiden. Trotzdem besteht seit 1720 eine klare politische Verbindung zwischen China und Tibet, die lange Zeit beiden zum Vorteil gereicht. 1951 trug das 17-Punkte-Abkommen trotz der 40jährigen de facto-Unabhängigkeit (die de jure nie Bestand hatte) genau dieser Idee der Kontinuität Rechnung.

Gleichzeitig verlief die tibetanische Geschichte während der Unabhängigkeit alles andere als friedlich: Bürgerkriege und Machtkämpfe verwüsteten das Land, die durchschnittliche Lebenserwartung eines Tibeters lag 1950 bei 30 Jahren. Die Tragödie des chinesischen Völkermords während der Kulturrevolution in den 60ern mit seinen hunderttausenden, wenn nicht gar in die Million gehenden Toten war, sagt Zizek, nicht einfach

„importiert“: zu diesem Zeitpunkt befanden sich weniger als eine Hundertschaft Rotarmisten in Tibet, und diejenigen, die die Klöster niederbrannten, waren beinah alle ausschließlich Tibeter.

Außerdem, so Zizek weiter, ist die Angst Chinas vor westlicher Einflussnahme durchaus berechtigt: Er nennt die Aktivitäten der CIA seit den Fünfzigern, ansonsten wären (historisch) Großbritanniens Einflussnahme auf die Region und (aktuell) Indiens Tibetpolitik gute Beispiele, die sich näher anzusehen lohnen könnte. Tibet war schon immer ein Gebiet, wo sich im Laufe der Geschichte die Großmächte trafen und hauten: England und der indische Vizekönig um 1900 herum, weil es seine Handelsrouten ausbauen wollte (Younghusband-Expedition). Russland zur gleichen Zeit, wegen sicherheitspolitischer Erwägungen, wie später auch Indien. Und die USA, weil tibetanische Unabhängigkeitsbestrebungen das maoistische China notgedrungen schwächen mussten.

Gleichzeitig verweist Zizek auf die aktuellen Berichte über tibetanische Lynchmobs und brennende chinesische Geschäfte: Das war nicht die friedliche buddhistische Parade, wie sie sich ins kulturelle Gedächtnis des Westens eingebrannt hat, sondern eine Demonstration politischer Gewalt der beunruhigenden Sorte. Die Erkenntnis, nicht alle Tibeter seien gesamtnational als Pazifisten zur Welt gekommen und kommentierten nicht kollektiv jeden politischen Umstand wie Rudolf Scharping mit einem langgezogenem „Ohm“, dämmerte da kurze Zeit von Osten her.

Tatsächlich hat China viel in Tibet investiert, die Infrastruktur (teilweise unter schlimmsten Bedingungen für zwangsverpflichtete tibetanische Arbeiter) ausgebaut, das Sozialsystem auf einigermaßen feste Beine gestellt und insgesamt deutlich mehr Anstrengungen unternommen, eine gewissen ökonomische Sicherheit herzustellen, als beispielsweise in den Westprovinzen. Inzwischen wird sogar eine depolitisierte Religion gebilligt, also weg von der Repression hin zu einem Buddhismus, der mehr oder weniger zu einer Touristenattraktion verkommt. In ungefähr die Taktik, die die USA gegenüber der eigenen indigenen Bevölkerung angewendet hat.

Am Ende kommt Zizek auf die Frage, warum Tibet ein derart gutes Standing hat in Europa: Das liegt, sagt er, daran, dass wir von den Tibetern erwarten, auf authentische Weise spirituell zu sein, und zwar als unser Platzhalter. Tibet ist im Westen (unter anderem dank der New Age-Bewegung) zur Metapher einer Sinngebung geworden: Weil unserer Gesellschaft die Spiritualität fehlt, suchen wir uns dafür einen Platzhalter. Dazu hat sich niemand geeigneteres gefunden als der Dalai Lama. Deswegen gilt er als Inbegriff des Guten: gegenteilige Argumente aber werden in den Wind gepustet.

Ende des Artikels. Eröffnung der Saalschlacht.

60 Kommentare

  1. 01

    Tatsächlich ist vieles an der Tibet-Euphorie in Europa ziemlich irrational – vor allem deshalb, weil es an wirklich verlässlichen Informationen fehlt. Die Politik jedoch kalkuliert wie immer ganz kühl: Mit dem Dalai Lama kann man China Probleme bereiten (das daran allerdings selbst ein gerüttelt Maß Schuld trägt) und ein innenpolitisches Süppchen kochen.
    Mehr:

    http://www.blogsgesang.de/2008/05/15/koch-show-mit-dalai-lama/

  2. 02

    Danke. Douze points. Shades of grey!

  3. 03
    kallefuffzich

    Siehe auch Helmut Schmidts Leitartikel in der neuen ZEIT: http://www.zeit.de/2008/21/Tibet-China

  4. 04

    Das klingt ja alles ganz überzeugend, aber die Schlacht ist leider schon so gut wie geschlagen, es gibt jetzt nämlich folgendes:

    „OLYMPIA-PROTEST-FLAGGE mit den olympischen Ringen als Handschellen ist ab sofort lieferbar. Sie ist keine Importware aus China. Sie wird in Deutschland im hochwertigen Siebdruck hergestellt. Die Fahne ist 60 x 90 cm gross, besitzt einen (z.B. für Besenstiele geeigneten) Hohlsaum und ist rundum doppelt genäht.“ (http://www.olympia-protest.de/)

    Hochwertiger deutscher Siebdruck, rundum doppelt genähter Hohlsaum – wenn jetzt alle fleißig die Besenstiele schwenken, sehe ich keine großen Chancen mehr für den chinesischen Imperialismus. Da kann Slavoj Zizek sagen, was er will.

  5. 05

    Das ist eine sehr interessante These und ich bin sogar geneigt, ihr ein Stück weit zuzustimmen.
    Scheint wohl nichts aus der Kontroverse hier zu werden…

    Moment, ich helfe Dir mal mit etwas Provokation aus:
    Wenn die Kurden ein Equivalent zum Dalai Lama hätten, hätte die Türkei ein riesen PR-Problem!

  6. 06

    Schön das hier auch mal über diese Thematik berichtet wird. Ich konnte den Tibet-Hype nämlich bis heute nicht nachvollziehen. Irgendwie habe ich auch noch nie Argumente dafür ausgemacht, die diesen Hype sinnvoll stützen würden. Anscheinend ist das komplett irrational verankert und eher so ein positives Grundgefühl gegenüber diesem Ex-Staat.
    Ansonsten hat man selten so viel Sympathie für reaktonäre/ religiöse Regimes, wie sie in Tibet jahrhundertelang an der Macht waren (also bevor China das Ruder übernahm).
    Und nur weil China auch scheisse ist, heist das ja nicht gleich das Tibet dadurch toller wird…

  7. 07
    Irreversibel

    Das eigentümliche an der Tibet-Diskussion ist mMn, dass Tibet für viele Menschen in Westeuropa bzw. Nordamerika zu einer Art Projektionsfläche geworden ist. Das hat mit Realpolitik nur begrenzt zu tun. Es wird vielmehr der Mythos eines kleinen Landes geschaffen, das völlig unverdorben von westlicher Oberflächlichkeit ist, in dem alle Menschen irgendwie spirituell sind, in dem es von meditierenden Mönchen und uralten Klöstern nur so wimmelt und das mit dem Dalai Lama einen gütigen, harmlosen und friedliebenden Führer verehrt. Ich will die Tibet-Politik Chinas nicht verteidigen aber es mutet schon seltsam an, mit welcher Inbrunst manche Leute ohne nähere Kenntnis historischer Fakten (die ich mir auch nicht zuschreibe) zu Kämpfern für ein freies Tibet werden während dieselben Menschen bei anderen Fällen von Unterdrückung nur desinteressiert mit den Achseln zucken. Man könnte zynisch sein und sagen: Da stimmt dann eben das emotionale Setting nicht so – denn Tschetschenien & Co haben leider keine Räucherstäbchen-Atmo und bunten Mönchskutten zu bieten. Pech gehabt.

  8. 08

    Wenn Brad Pitt „Sieben Jahre in Tschetschenien“ gedreht hätte, würden wir die auch doller finden.
    Trotzdem: Was China da macht ist ein systematischer Ethnozid an dessen Ende es tibetanische Kultur nur noch in Touri-Läden geben soll. Außerdem verstößt es gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker.

  9. 09
    heidrun

    dankedanke. ich wollte schon popcorn holen, aber das wird hier wohl nix.
    die tibet-sympathie hat wohl auch jede menge mit dem hierzulande ja gerne mal weichgespülten, falschverstandenen buddhismus zu tun, als so eine art wohlfühlreligion anstelle von der harten arbeit an sich selbst, die der buddhismus meinem nicht besonders fundierten verständnis nach bedeutet. es ist auch so schön einfach, irgendwas uneingeschränkt gut zu finden, deswegen sehnen wir uns ja so sehr danach, und was zizek dazu sagt, ist ja letztendlich auch eine binsenweisheit.
    ich finde nach wie vor, dass der dalai lama im vergleich mit anderen politikern doch recht gut abschneidet, aber diese blinde verehrung ist mir doch reichlich suspekt. trotzdem sei den tibeter ein solcher vorkämpfer gegönnt, nur lohnt es sich natürlich, zu gucken, wofür überhaupt. nun will er ja die unabhängigkeit gar nicht, das wird ja auch oft vergessen.
    in einer alten dummy (thema glauben) war auch mal ein ziemlich spannender artikel über die so gar nicht gewaltlose geschichte des tibetischen buddhismus. wer gewaltlosigkeit predigt oder als hohes ziel hat, kann halt trotzdem im streben danach versagen, genauso wie mitglieder aller anderen religionen schließlich auch. aber der merkwürdige wunsch nach einem „guten volk“ scheint nicht totzukriegen zu sein.

  10. 10

    Pardon my English. Just wanted to note that in Paris last weekend there were several thousand people around the corner from me preparing to march north toward the Seine River, handing out Tibetan flags to any and all. One has to wonder what would have happened to Tibet if the earthquake had struck Beijing during the Summer Olympics…would the Chinese just let it go? I put my paper flag on my Vespa and someone took it. I hope they put it in their window and people seeing it wondered what country that was…

    Matthew Rose/Paris, France

  11. 11
    asnoka

    @ 07
    Was fürn Recht? Das gleiche, das auch die Basken, Kurden, etc genießen? „Der Westen“ hat da ein bischen die Angewohnheit, sowas immer nur bei seinen Gegnern / Konkurenten anzuprangern und den eigenen Hinterhof gerne zu übersehen (wobei man natürlich vorher diskutieren müßte, was ein „Volk“ eigentlich ist, wenn es Rechte hat…)

    @ 03 mMn ein anderes Feld, nur weil nicht alles stimmt, was die Tibeter sagen, heißt das nicht, das die Menschenrechte in (ganz) China eben doch im argen sind und Pressefreiheit inexistent ist…

  12. 12
    Rich

    @ 07

    Sehr gut, mit der Selbstbestimmung der Völker bringst du genau das Stichwort, dass ich brauchte… So einfach ist das mit diesem Völkerrecht nämlich nicht. Musste ich auch erst lernen, damals als es um die Unabhängigkeit des Kosovo ging. Nachzuhören wie, wann und warum eine Unabhängigkeit gegeben sein könnte, ist bei HR2 nachzuhören (leider bekomme ich „die drei Säulen“ nicht mehr im Kopf zusammen):

    http://mp3.podcast.hr-online.de/hronline/mp3/podcast/derTag/klein__aber_kosovo___ermutigung_fuer_separatisten.mp3?tl=html

  13. 13

    Viel an der deutschen Stimmung liegt am althergebrachten Antikommunismus des Landes.

    Sehr interessant war auch mal ein Panorama-Bericht über die nicht ganz so spirituellen Gräueltaten der tibetischen Mönchspolizei.

  14. 14

    Sehr interessanter Artikel, die erste Metapher mit diesem Vergleich als Joint, sehr schön. Immer wieder interessant zu lesen das es auch mehrere Arten von Schwarz und Weiß gibt, Grau. Das Schlimme ist nur wenn man sich mit den Themen nicht explizit, beschäftig und das ganze nur vom Rand mitbekommt. Danke für diese Aufklärung.

  15. 15

    @Christoph: Was den Ethnozid angeht, ich war in München auf der Suche nach einem echten Bayern. Dort kommen auf einen Bayern in Tracht der seine Religion noch echt lebt – mindestens 20 Beduinen, Schwarzafrikaner und Moslems in ihren jeweiligen Trachten. Ist das schlimm? Nein! Warum sollen also Han Chinesen in Tibet schlecht sein?

    Das in Tibet alles zur Fassade für Touris gemacht wird, wird sich noch beschleunigen wenn die Macht von der KP an Coca Cola und Mc Donalds übergeben wird. Am Ende gibts wieder dicke Krokodilstränen wenn der erste westliche Ausländer von einem tibetanischen Lynchmob umgebracht wird.

    „Free Tibet“? Warum eigentlich nicht „Free China“?

  16. 16
  17. 17
    Elco

    hmm hab ich nur das gefühl oder springen hier viele vom pro-tibet-zug ab und direkt auf den anti-tibet-zug auf?
    quasi von der einen unreflektierten meinung zur nächsten, dabei sollte der artikel doch eigentlich nur zeigen das auch diese medallie 2 seiten hat…
    auch wenn sich jetzt wahrscheinlich wieder genau die falschen angesprochen fühlen.

  18. 18
    hosie

    moin,
    so so, wowereit (das ist der von berlin) wollte also gerne den daleilahm-A treffen? der hat doch vor nicht so langer zeit zur schwulenfrage geäußert: also, in tibet gibt es keine schwulen. das läßt sich nachprüfen. na, und mein freund A-mahdeschinad sagt das doch auch über den iran. was sagt wowereit denn dazu? leider, der (unser, mein) westen ist fertig (ausser warmer dusche)

  19. 19
    Melinda

    Ja, in Tibet gibt es genauso grausame babarische Arschlöcher wie in jedem anderen Land der Welt auch, das sollte wohl jedem intelligenten Menschen klar sein. Man kann nicht ein ganzes Volk über einen Kamm scheren und sollte es auch nicht nur nach seinen Repräsentanten beurteilen. Das erschreckend große Teile der Bevölkerung dies dennoch tun ist doch aber nichts neues. Von daher scheint mir der Sinn dieses Eintrags nur darin zuliegen, sich gut dabei zu fühlen, dass man gegen den Strom schwimmt.

    Die eigentlichen Fragen sind doch: Will wirklich die Mehrheit der Tibeter ein eigenständiges Land? Werden sie wirklich in ihrer Kultur und Religion von China unterdrückt?

    Darüber aber kein Wort, sondern nur das chinesische Propagandageschwurbel darüber wie lange Tibet schon zu China gehört, als würde das eine Rolle spielen.

  20. 20
    Pique

    Ich habe gestern bei der Demo gegen den Dalai Lama in Bochum mitgemacht.

    Am Rande habe ich die Reaktionen der Leute mitbekommen, die bei uns vorbei kamen: Von Empörung bis Nachtenklickeit. Alle Leute wunderten sich jedenfalls, was das soll – warum wir eigentlich protestieren. Diese Leute hatten nämlich noch nie von den diktatorischen Machenschaften des Dalai Lama gehört und von den internen Konflikten bei den Exil-Tibetern.

    Für viele Menschen hier ist der Dalai Lama eben ein Symbol – sozusagen das stilisierte „Gute in Menschengestalt“… Es gibt so viele Mythen in der Welt.

    Darum meine Empfehlung: http://www.westernshugdensociety.org/de/

  21. 21
    matze

    Nur weil in Tibet Homosexuelle diskriminiert werden, rechtfertigt das noch lange nicht, daß Tiber diskriminiert werden.

  22. 22
    Jan(TM)

    @Melinda:
    „Will wirklich die Mehrheit der Tibeter ein eigenständiges Land?“ Dazu müsste man erstmal klar stellen wer Tibeter ist, alle die den Grenzen des alten Großtibet leben oder die in der chinesischen Provinz Tibet, nur Reinrassige Tibeter?
    „Werden sie wirklich in ihrer Kultur und Religion von China unterdrückt?“ Natürlich, wie jeder andere Chinese auch. Allerdings geht die Unterdrückung nicht von China als Einheit aus, sondern von der in China herrschenden Kommunistischen Partei!

  23. 23
    Maltefan

    China soll schon deswegen weiterhin jede Menge Ärger mit Tibet haben, damit sie die Finger von Taiwan lassen. Es ist schon völlig richtig dass die Weltöffentlichkeit eine andere Meinung zum Thema „nationale Einheit“ hat als China und das auch zeigt. Sonst sind als nächstes dann gleich die anderen Abtrünnigen dran: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_tributaries_of_Imperial_China

  24. 24
    de corvey

    Der Dalai Lama. Den lieben Onkel von nebenan möchte ich mir bitte anders vorstellen…Irgendwie glaub ich, gründet die ganze Betroffenheit (Sportler für Tibet!) doch ganz schlicht auf dieser romantischen Parteinahme für die Indianer dieser Welt! Und irgendwie ist der Dalai Lama ja sowas wie der Oberindianer!
    Aber was hat die SS damit zu tun?
    Höchst interessant und lesenswert, welch verschlungene Wege ins Freie Tibet führen!

    http://kalachakra-tantra.com/index.php?id=29%20
    http://www.bfg-bayern.de/rundfunk/180600.htm

  25. 25

    Ganz so einseitig ist die Sicht auf den Tibet-China-Konflikt in den deutschen Zeitungen nicht mehr, scheint mir. Während der Artikel von Helmut Schmidt in der aktuellen ZEIT nicht wirklich überraschend war, haben mich die Artikel in der Süddeutschen von Samstag doch ein wenig verwundert (einer ist nur online). Allerdings nicht im negativen Sinne verwundert, sondern eher erfreut, dass das ganze Thema inzwischen etwas differenzierter angegangen wird.

    Gleichzeitig komme ich ins Grübeln, ob die Äußerungen aus China doch mehr als pure Propaganda sind. Vor ein paar Wochen bin ich auf der Friedrichstraße zufällig in eine Demo geraten, bei der lauthals „One China“ skandiert wurde (anfangs klang es für mich wie „Braun-Schweiger“ und ich fragte mich, was die Chinesen mit Niedersachsen zu tun haben). Seinerzeit dachte ich in meiner westlich arroganten Haltung noch.. „Naja, da hat das Regime halt ein paar chinesische Studenten bezahlt und auf die Straße geschickt“). Inzwischen schwanke ich in meiner Position ein wenig und frage mich gleichzeitig: „Ist die chinesische Propaganda nun doch so geschickt, dass sie mich erreicht hat?“… Schwierig, schwierig…

  26. 26

    Also irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass da die Pro-Tibet-Stimmung ein wenig kippt….aber wer bitte kann pro China sein? Am Donnerstag fand in Brüssel die „Olympic Rights for Human Games Conference“ statt, bei der wieder so einiges enthüllt wurde, wie China es mit Menschenrechten und Überwachung handhabt. Anbei der Text der ersten Seite des Vortrags, den es hier http://quintessenz.org/doqs/000100004353/2008_05_11_olympic_surveillance.pdf zum Download gibt: „All telephone communications of European delegations, athletes and journalists will be under 24/7 surveillance during the Olympic Games. The equipment used by Chinese secret service wasproduced and deployed by European companieslike Ericsson and Nokia Siemens. Surveillance
    methods and protocols are developed in the European Telecom Standards Institute.“ Spannend zu lesen, auch wenn es ein wenig technischer ist…Und nicht vergessen sollte man, wie China versucht, die geografische Weltkarte zu beeinflussen – http://news.xinhuanet.com/english/2008-03/25/content_7858467.htm

  27. 27
    Maltefan

    Komisch, gestern hate ich einen total intelligenten Kommentar zum Thema geschrieben, der anscheinend in irgendeinem Spamfilter hängt?
    Naja, dann halt nochmal:

    Ich finde es völlig in Ordnung dass China mitkriegt, dass die Weltöffentlichkeit andere Ansichten zum Thema „nationale Einheit“ hat als China. China soll schon deswegen weiterhin jede Menge Ärger mit Tibet haben, damit es die Finger von Taiwan lässt. Das wäre sonst als nächste abtrünnige Provinz dran. Und danach kommen dann all die Länder, die schon mal ans Kaiserreich Tribute bezahlt haben.

    Sorry, aber dieser Wahn „China in der größten (imaginärem) Ausdehnung, die es in seiner Geschichte je gehabt hat“ muss man nun wirklich nicht unterstützen.

  28. 28
    Frédéric Valin

    @Maltefan: Stimmt, hing im Spamfilter. Hab ihn befreit, ja?

  29. 29
    Maltefan

    @Frédéric Valin: Jetzt ist er doppelt …

  30. 30
    Frédéric Valin

    Hält besser. Brauchen wir jetzt auch, so Sachen, die besser halten. Jetzt, wo der Oli weg ist.

  31. 31
    Maltefan

    @Ronny: Die nationale Einheit hat in China schon fast den Status einer Staatsreligion. Ich kenne einige Chinesen ganz gut, alles vernünftige, weltoffene Menschen, die im Ausland leben oder gelebt haben. Mit keinem von denen kannst Du vernünftig über Taiwan reden. Eine Bekannte ist mal komplett ausgetickt als sie auf einer Party gefragt wurde, ob sie vom Festland oder aus Taiwan käme. Da kamen dann nur noch Sprüche wie „Es gibt nur ein China“ und „Chiang Kai-shek ist ein Verräter“. So denken meiner Erfahrung nach die allermeisten Chinesen, das ist nicht lediglich offizielle Staatspolitik. Deswegen ist es auch gut und richtig wenn China sieht, dass man durchaus anderer Meinung sein kann.

  32. 32
    Maltefan

    @Frédéric Valin: Der Kalauer der Woche, harr … :->

  33. 33

    Ich glaube, von mir ist auch was hängengeblieben… von Freitag oder so. Auch egal.

  34. 34
    Frédéric Valin

    @Christoph: Da hab ich nix gefunden, sorry.

  35. 35

    Erst einmal möchte ich sagen, das wir genug eigene Probleme haben und uns die Innenpolitik in anderen ländern eigentlich einen scheiß angeht! Genauso wie es der chinesischen Regierung einen scheiß angehen sollte, ob unserer STASI2.0-Merkel den Lama in Berlin empfängt oder nicht!

    Da es aber nun mal Thema ist, ein paar Wort die nicht Meinung sind!
    Tibet war zu keinen Zeiten so friedlich wie sich das der Westen vorstellt.
    Die Machtstruckturen waren patriachaisch und keinesfalls so gewaltlos wie wir uns das erträumen.

    Der westen leidet meiner Meinung nach, schon sehr an Wahrnehmungsstörungen!

    Was eigentlich ist mit „Hawaii“?
    Komisch das da niemand drüber redet!
    Das Problem ist doch wohl das gleiche! oder täusche ich mich da?

    Alles in allem geht mir die westliche Wahrnehmung, und auch das wir unser Senf, auf der ganzen Welt überall dazu geben wollen, schon sehr gegen den Zeiger! Die Menschen müssen sich dann aber nicht um Dinge kümmern, wo sie was ändern und bewegen könnten! Ist einfach schön eingefädelt von unserer Presse!

    Haben wir nicht hier bei uns in der BRD genug eigene Probleme?
    Man kann (soll) sich das ganze ja ruhieg anschauen, aber zu Urteilen sind die Menschen hier doch viel zu weit entfehrnt von den Problemen. Ausser einer Vortstellung, die von dem ganzen NEW-Age Quatsch geprägt wurde und selten naiv ist, haben wir hier doch null Plan!

  36. 36

    Warum hat Tibet so ein gutes Standing in Europa?
    Tibet hat einen guten „Botschafter“, den Dalai Lama. Der immerlächelnde von den Medien geliebte religiöse Führer der einfach nur Frieden möchte.
    Hinzu kommt, das man in den jahren vorher aus Tibet nie Negativnachrichten der Art gehört hat, wie man sie aus China kennt. Also Zensur, Behinderung der Presse, Menschenrechtsverletzungen oder Verhaftungen aus Willkür.
    Das drückt natürlich die Meinung der Öffentlichkeit über China. Und Tibet wird dargestellt als kleines hilfloses Opfer.
    Wie bei so vielen Dingen wird die Wahrheit dazwischen liegen. Tibet ist nicht immer so unschuldig wie viele glauben und China sicherlich auch nicht immer der böse große Bruder. Aber spätestens nach den Olympischen Spielen wird die Medienaufmerksamkeit nachlassen und zumindest Tibet wieder aus der Berichterstattung verschwinden.

  37. 37

    Ich persönlich halte nicht viel von Religion, egal ob weichgespülte oder hart gekochte [fooreligion]. Am Ende bleibt nur eine Projektionsfläche, das kann mensch auch dem Artikel von Zizek entnehmen. Was ich ein bisschen Panne finde, ist der ganze Volksbefreiungskram.

    Wenn Brad Pitt „Sieben Jahre in Isreal“ gedreht hätte, würden wir die auch doller finden.

    Nur dass der SS-Mann Heinrich Harrer (1) wohl kaum zum Arierfinden nach Israel gegangen wäre… (2). Aber davon spricht ja bereits der Artikel :)

    Trotzdem Danke für den Artikel.

    Links

    (1) http://orf.at/061201-6625/index.html
    (2) http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1843/nazis_auf_dem_dach_der_welt.html

  38. 38

    Zu den realen Hintergründen des Konfliktes um Tibet und China weiß ich so viel und so wenig, wie die meisten Menschen in Deutschland. Aber was die mediale Inszenierung des Konfliktes angeht, so erinnert sie mich immer wieder an das alte David-vs-Goliath-Spiel, welches ob der leichten Emotionalisierung immer wieder gern aufgeführt wird. Emotionen sind nunmal Quotenbringer. Beispiele für dieses Muster gibt es ja zuhauf, auch, wenn es zuallermeist mehr schief als eben ist:

    David vs Goliath
    Englands Flotte vs. spanische Armada
    St. Pauli vs HSV
    Sega vs Nintendo
    Linux vs Windows
    Tibet vs China
    etc …

    Inwieweit dieses mediale Muster tatsächlich den realen Konfliktlinien entspricht, kann zumeist mit viel Berechtigung hinterfragt werden. Zumindest lassen sich so komplexe Themen wunderbar auf die einfachst mögliche Formel von „klein vs groß“ im Sinne eines „gut vs böse“ bringen. Außerdem man kann sich in den Redaktionen immer wieder freuen, weil die fast schon automatische Begeisterung für den vermeintlich Schwächeren, der es dem Großen zeigt, eigentlich immer funktioniert.

  39. 39

    Im Zusammenhang mit der Gülle, die täglich aus der der „žLaterne für Dumme“ schwappt, muss ich Georg Schramm noch toppen. Er ließ vor wenigen Jahren betreffs des staatlichen Fernsehens ab: „žIn den Öffentlich Rechtlichen Bedürfnisanstalten leeren Politiker ihre Sprechblasen.“ In kürzester Zeit hat sich die Situation insgesamt gänzlich verändert. Funk und Fernsehen verkommen nach meinem Empfinden zu stinkenden Pampascheißhäusern, wo Kleingeister jeglicher sozialer Schichten und Couleur ungehindert populistischen Dünnschiss ablassen dürfen.
    Dabei denke ich weiß Gott nicht an Kreisfahrer, Besenkammererotiker, Spinatwachteln mit ansehnlichen Tittenbuketts, Millionenschwere Kicker, Coiffeure oder Manager mit asozialen Gehältern.
    Ich meine hinter- und vorderbänklerische Politiker und andere verbale Schwanzlutscher des Kapitals, viele dieser gänzlich respektlosen arrivierten Proletenableger mit schlechter Kinderstube, jene ungebildeten Fachidioten, die uns verwalten. Jene, die mit ihrer Herkunft auch noch kokettieren. Warum sagt ihnen denn keiner, dass sie dies gar nicht nötig haben. Es ist doch für jeden, der in einem anderen Stall aufwuchs ohne weiteres erkennbar.
    Da machen die Printmedien keine Ausnahme. Seit geraumer Zeit frage ich mich, ob es beim Tagesspiegel noch jemanden gibt, der sich daran erinnert, was dieser unvollständige Satz bedeutet, der mittig unter der headline baumelt.
    So manches bürgerliche Presseerzeugnis ist nicht mal wert, dass man es in einem Zeitungsladen einfach nur wegfinden würde. Ganz zu schweigen von der politisch äußerst korrekt gutmenschelnden Schülerzeitung aus der Dutschkestrasse.
    Vor Wochen schon begann eine, China betreffende, merkwürdige Periode. Nun nerven seit Tagen alle Medien mit diesem im orange gefärbten Laken gehüllten Herrn. Der immer die gleichen Plattheiten ablässt, die ein 15jähriger Abgänger eines Schwachstromkollegs mit Abschluss der sechsten Klasse auch nicht anders in Worte kleiden würde. Mit einem Unterschied, dass letztgenannter niemals vor der UNO schnacken dürfte, oder sich stundenlangen Cocktailsmalltalks mit dem Papst hingeben könnte.
    Wenn ich diesen Mann grinsend, immer mit Demutshaltung auftauchen sehe, na sie scheinen zu ahnen, was ich da könnte.
    Der Knabe tingelt durch die Weltgeschichte wie eine abgehalfterte Popikone, umgeben von Leibwächtern, lässt dabei aber auch keine Demokratur aus und alles weit weg vom eigentlichen Geschehen. Wer kommt überhaupt für seine never ending tour auf?
    Neuerlich hieß es sogar, dass ihm für „žsein“ Land ein autonomer Status genügen würde, obwohl Rotchina 1951 Tibet okkupierte.
    Für mich steht fest, dass sich diese Figur neben der Lichtgestalt des gewaltlosen Widerstandes, eines Mahatma Ghandis, soweit diskreditiert hat, dass er dabei auf die Größe eines Kerbtieres schrumpfte.
    Zwei abschließende Bemerkungen noch.
    – In den heutigen 17 Uhrnachrichten vom ZDF, konnte jeder sehen, wie sich Heidemary Wie-Zeul im Blitzlichtgewitter der Kameras sonnte und erst reichlich spät die Geste mitbekam, das old Dalai ihr die Hand schütteln wollte“¦
    -Frank-Walter bleib standhaft! Du musst nicht auch noch diesen alten, recht senil anmutenden Mann instrumentalisieren!

  40. 40
  41. 41

    @eDe
    in vielen deiner meinung, aber den lama so anzugreifen, das finde ich nicht okay!

    es geht aus meiner sicht einfach nur um abstand, um eine unvernebelte sicht auf die dinge und um die erkentniss das wir uns da raus zu halten haben! wir haben doch weiß gott genug eigene probleme von stasi2.0 über arbeitslosiegkeit und so weiter!

  42. 42
    franxpunx

    Verglichen mit dem religiösen Schwachsinn kommt einem der kommunistische fast schon menschlich vor. Ich verstehe auch nicht, wie sich angeblich demokratische Poitiker so begeistern können an solchen vom Volk wohl kaum gewählten Gestalten wie dem Papst, dem Dalai Lama oder gar bewaffneten religiös ausgerichteten Terrorgruppen. Wenn die Sache schwer daneben geht, hat der Westen bald sein nächstes Afghanistan.

  43. 43
    Nick

    Mir ist Tibet egal. Was aber auffällt: normalerweise sind Linke ja politisch korrekt, weil die links-liberale Presse (Journalisten wählen 36% Grüne und 26% Spd, aber nur 9 % CDU/CSU) meist voll auf der Gesinnungslinie liegt. Je linker aber die Person mit der man spricht, desto differenzierter will man die Unterdrückung Tibets durch China betrachten. Besonders Mitglieder der Linkspartei haben da sehr viel Verständnis mit Maos Heimatland :-)

  44. 44
    Saski

    Selbst wenn es so wäre, wie Slavoj Zizek es schreibt, was würde denn das bringen? z.B bestimmten Personen – Ruhm, Ehre u. Geld? oder einfach nur Profilierunssucht ?

    Es geht hier um Menschenrechte. Immer noch nicht verstanden?

    Leute, macht doch ma Urlaub im Gulag und verbringt Eure Zeit auch weiterhin mit sinnvollen Beschäftigungen, Frédéric.

    Eure Parademaoisten

  45. 45
    franxpunx

    Meine Tochter ist 10 Monate alt. Zeigt man ihr ein Bild von Onkel Adolf, so macht sie gleich Heil. Gelle? Hast mi? Du solltest mal nachdenken, du Stuffel. Das ist eine Antwort für Nick, den doitschen Blitzmerker. Ich glaub, ich wander aus, aber echt.

  46. 46
    uno

    Hier wird ständig die ach so tibet-freundliche Bevölkerung erwähnt und kritisiert.
    Haltet Ihr das nicht selbst auch für ein wenig paradox, wenn ihr euch mit dieser Meinung gegenseitig die Eier kraulen könnt?

    und überhaupt:
    Weshalb sind die Aussagen eines Slavoj Zizek („Philosophie und Psychoanalyse“) eigentlich automatisch für richtig und wahr zu halten? Nur weil studiert und ohne chinesischen Namen?
    Das geht in den gleichen Topf, wie jedes Wort des Dalai Lama hochzujubeln, nur aufgrund von Sympathie und Pazifismus.

    was auch erstaunt:
    Sobald etwas von der Presse gehypt und danach von der Bevölkerung gefeiert wird, stehen sofort Besserwisser mit Gegenmeinung da. In den meisten Fällen sind diese Besserwisser dann auch sehr dickköpfig, beweisen sie doch schon mit ihrer Meinung (anders! anders als die Masse!) doch bereits, dass sie weltoffen und unvoreingenommen sind.

    Oder, wenn die gehypte Message dann leider in keinster Weise gegenbegründet werden kann, dann wird auf die noch ärmeren Uighuren aufmerksam gemacht.

  47. 47
  48. 48
    Frédéric Valin

    @uno: Lesen hilft:

    „So wenigstens wirken die Debatten, die die Sportteile und Feuilletons, Blogs und Straßenbahnmitfahrgäste so führen: China böse, Tibet gut. Für diese Sicht mag es durchaus gute Argumente geben, aber während jede noch so abstruse Weltsicht irgendeinen Broder findet, der sie zu vertreten bereit ist, fehlt der Gegenentwurf bei Tibet weitgehend. Im aktuellen französischem Monde diplomatique hat Slavoj Zizek einige bedenkenswerte Punkte gesammelt, die das Bild etwas streuen. Ohne ihm von vornherein Recht geben zu wollen, ist es doch wichtig, mal zu hören, was die Gegenseite so zu sagen hat:“

  49. 49
    edith

    Lieber Frédéric Valin, du warst wohl ein sehr behütetes Kind“¦

    Ist ja auch gut so.

    Vor einiger Zeit (2005) wurde mir erzählt, das Tibet einem paramilitärisch abgeriegelten Gefängnis gleicht. Es gäbe nur noch wenige Hochgebirgspässe über die man fliehen kann. Und das sei sehr beschwerlich.

    Ich war selber skeptisch, ob´s wirklich so schlimm sei. War wohl eine Übertreibung. Bis es zu den Nangpa Pass Vorfall kam. Da hatte ein zufällig anwesendes Filmteam auf einem benachbarten Bergmassiv einen tibetischen Flüchtlingstreck gefilmt.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Nangpa_La_killings

    Die haben das Feuer auf die Flüchtlinge eröffnet. (2 Tote)

    Schlimmer allerdings war die Behandlung der verhafteten Flüchtlinge danach. (Arbeitslager)

    Noch schlimmer war und ist die Ohnmacht der europäischen Politik. ( keine Resultate, eher Kapitulation als Einflussnahme)“¦

    Zum Thema Tibet werden viele Lügen erzählt und der Arm einer gewissen Propaganda reicht sehr weit. Wenn Du´s nicht wahr haben willst, melde eine pro Tibet Demo an und schau mal was passiert.

    Viel Spaß beim Fotografiert werden und der sonstigen Prozedur“¦

  50. 50
    uno

    @Frédéric Valin:
    Damit meine ich auch weniger deinen Artikel – kritische Betrachtung ist IMMER wichtig -, sondern viel mehr die vielen Kommentatoren:
    Nach Lektüre eines schön geschriebenen und ehrlich wirkenden Textes aufgerüttelt, schon auf den Zug GEGEN Tibet-Freundlichkeit und Dalai Lama aufgesprungen.

    Mich schockieren die Feindhaltungen ohne Differenzierung und Feindhaltungen mit Schein-Differenzierung insbesondere.

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    Frédéric Valin

    @uno: Achso. Sorry.

  52. 52

    Wer nicht nur jede Gegenposition angreift, sondern schon Differenzierung verdächtig findet, will der vielleicht nur Indoktrination? Ein Thema übrigens, das weit über die Haltung zu Tibet hinausgreift. Wie tolerant sind wir eigentlich wirklich, wenn wir auf eine andere Meinung als die unsere treffen?

  53. 53
    franxpunx

    Geil, das Thema ist aus den Medien und auch aus den Blogs. Bin gespannt auf die nächste „Sau“. Mal sehen, welchem Land wir als nächsten den Krieg erklären.

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    @franxpunx: Dem Iran. Syrien. Nordkorea geht ja leider nicht mehr, die haben sich lebensversichert.

  55. 55
    franxpunx

    Ja, Syrien ist keine schlechte Idee. Strategisch wichtig und man kann sie vielleicht auch „besiegen“ (so wie Irak uind Afghanistan).

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