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Die Kassette – Mixtapes in Leipzig

Heute eröffnet in Leipzig ein Laden für Mixtapes unter dem naheliegenden Namen „žDie Kassette„. Da gibt es Kaffee und Kuchen (und Sekt) und Mixtapes, die an den Wänden hängen und die man gegen eigene tauschen kann. Prinzip: Bring eins mit, nimm eins mit. Oder so ähnlich. Ich hab‘ hier ja noch einen Karton mit 600 Mixtapes rumfliegen und geh‘ jetzt erstmal den Laden plündern.

[via]

27 Kommentare

  1. 01

    Freunde von mir, vor mir bei Spreeblick. Ich fass es nicht und falle sofort von dem Glauben ab, zu den Netznutzern zu gehören.

  2. 02
    Markus

    Kassetten? Hat wirklich noch jemand Kassettenspieler und benutzt die auch? Warum?

    Oder gehört das zu den notwendigen Eigenschaften um sich ‚alternativ‘ nennen zu können? ;)

  3. 03

    Die neuen Computer haben doch alle gar kein Tape-Laufwerk mehr, wie will man die dann hören?

  4. 04

    Wer kein Tapedeck mehr hat, ist kein echter Musikmensch. Soll sogar die Möglichkeit geben, die Dinger zu digitalisieren… hab ich wo gehört ;)

    >Die neuen Computer haben doch alle gar kein Tape-Laufwerk mehr

    Wie jetz? Datasetten sind von gestern? Ach was, halte ich für’n Gerücht ;)

  5. 05
    john

    Es geht dabei wohl kaum ums Geldverdienen, oder?
    Eine Art Kunstperfomance mit verstaubten Musikspeichern von anno dazumal. Und wer da rein geht bekommt so ein verzücktes Lächeln , wie wenn man über den Flohmarkt geht und alte Mickymaushefte durchblättert.
    Eine wüdige Ehrung der Kassette. Mit den Musikspeichern von heute lässt sich sowas in 20-30 Jahren wohl kaum veranstalten.

  6. 06
    Martin

    Und zu essen gibt’s Bandsalat.

  7. 07

    habe auch gerade den flyer vor mir liegen, den man mir bei der pop up in die hand gedrückt hat und hab mich sehr gefreut als alter mixtape fan…

  8. 08

    Ah, ein Wächterhaus-Projekt. Cool! Hach, als ich noch in Leipzig war, wollte ich auch in so einem Haus (Am Bahnhof in Plagwitz) was machen…

    Klingt spannend, der Laden – und Geldverdienen ist bei den Haus-Projekten kein erstes Ansinnen, da gehts eher um Kunst und Co. (Zum Konzept einfach den Link anklicken)

  9. 09
    te

    Schon irgendwie witzig: da eröffnet in 200m Entfernung so ein Laden und ich erfahrs hier.

    Danke an René vom Pleißenblick!

  10. 10

    ob es die domain schon gibt … denic meinte nein. was für eine nette idee…

  11. 11
  12. 12
  13. 13

    die kassette war gegenüber der cd immer meine bevorzugte musik-„konserve“. sie konnte nicht zerkratzen, sie vertrug fettfinger, sie brauchte nicht unbedingt eine hülle und war (/ist) selbst nach jahrzehnten immer noch abspielbar. selbst nach einem bandsalat gab es höchstens ein wenig gedämpfteren sound. zudem konnte man sie fast unbegrenzt wiederbespielen. das einzige, was man dabei falsch machen konnte, war sie über- bzw zu untersteuern. aber abspielen konnte man die aufnahmen eigentlich immer.

    ganz anders die cd. die ausschussrate beim brennen war gigantisch. wiederbeschreibbare cds funktionieren nur theoretisch oder unter nahezu staubfreien laborbedingungen. überhaupt bedeutet jede art von falschbehandlung der silberdinger meistens den totalverlust. denn musik mit digitalen drop-offs kann man sich nunmal nicht mehr anhören :(

    abgelöst wurde die kassette bei mir deshalb erst vor ein paar monaten durch hifigeräte mit sd- bzw usb-slot. diese mobilen speicher kosten fast nichts, sind unendlich und mit wahnsinnsspeed wiederbespielbar und können endlich wieder unter autositzen, in taschen und sofaritzen „wiederentdeckt“ werden…

    aber es wird sicher jahre dauern, bis ich alle meine mixtapes digitalisiert habe.

  14. 14
    Martin

    Also bevor die jungen Menschen ein falsches Bild von verherrlichten Chromdioxid-Magnetbändern bekommen:

    1. Bandsalat. Je länger das Band, desto eher.
    2. Kassetten, die „gefressen“ werden = Bandsalat 10. Grades mit unwiderruflichem Tongeschwurbel und zerknittertem Band
    3. Hörbare Dauer am Stück: 45min. (120er gingen gar nicht, weil Band zu dünn, deshalb siehe: Bandsalat.)
    4. Regelmäßig den Tonkopf und die Andruckrolle mit Q-Tipp und Alkohol reinigen, weil sonst siehe: Bandsalat.
    5. Feinjustierung des Tonkopfes: Wurde ein Band mit anders justiertem Tonkopf von Freundin (die am Ende des Bandes nie ausblendet) aufgenommen, ist die Tonqualität mieserabel. Man musste also für das Band mit winzigem Schraubendreher aus dem Fachgeschäft für Uhrenmacher den Tonkopf nachjustieren.
    6. Heiße Cassetten im Auto auf dem Weg nach Spanien, deren Zerfallsdatum bestenfalls 2 Wochen betrug.
    7. Aussteueren, ich sage nur: Aussteuern!
    8. Dolby, ich sage nur Dolby!

    undsoweiterundsoweiter.

  15. 15
    Tommy

    Kassetten sind wie alte Computerspiele, jeder schwärmt davon..

    .. keiner spielt sie

    Gibts da eigentlich keine rechtlichen Bedenken? Klingt nach einer analogen Tauschbörse :)

  16. 16
  17. 17
    Markus

    Playstation ist doch nicht wirklich alt! ;)

    C64, Amiga, Atari ST …

  18. 18

    C64 und Amiga laufen bei mir auf der PSP und ja: ich zock da ab und zu ne Runde Jumpman Jr. ;)

  19. 19

    @Martin: meinst du nicht, dass du da nicht nur ein wenig übertreibst? deine schilderungen entsprechen in etwa dem gegenteil meiner erfahrungen. gerade die robustheit wäre für leute mit meinen nutzungsgewohnheiten ein grund gewesen, tapes bis in die ewigkeit zu verwenden. die gründe gegen tapes sind der schlechtere sound, die geringe speicherkapazität, der platzbedarf und die viele zeit, die man zum überspielen benötigte.

    die gründe für den laden ist wahrscheinlich die hoffnung, dass sich die copyright-stasi der musik-industrie in diesem fall nicht dafür interessieren wird.

  20. 20
    Martin

    @wolle: nein, ich untertreibe. ich habe accubias vergessen ;-) ich habe zu hause von bullerbü nach babylon, das auf einem falsch justierten tape-deck aufgenommen wurde, weißt du, wie weh das tut?! vinyl ist das beste für musik, silbergelatine das beste für fotos. wennschondennschon.

  21. 21
  22. 22

    @René Walter: achtung, offtopic, aber kleiner tip fürs blog: http://www.village-idiot.org/archives/2006/06/29/wp-chunk/ – weil sieht ja sonst doof aus mit langen urls und so ;)

    habs bei mir mit der neuesten wp-version getestet, läuft tadellos. (nein, nicht auf dem blog das ich hier bisher angegeben habe, die neue version ist seit längerem in arbeit ;) )

  23. 23

    Ich habe ja auch nie ausgeblendet am Ende des Tapes. Von Seite 1 auf Seite 2 habe ich das Lied einfach weiterlaufen lassen, weil ich nichts davon verpassen wollte und am Ende des Tapes habe ich immer versucht einen Cut irgendwo zu setzen, wo es Sinn macht.
    Ausblenden macht mich nervös.

  24. 24

    @Jan(TM):

    Nach all dem Blabla zu den Tapes und der Technik kommt KEINER darauf zu sagen wie man diese Analogen Inhalte umwandeln und Digital Archivieren kann.
    Schade

  25. 25

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