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This is Joe Public speaking — Clash-Fans für Buchprojekt gesucht!

Im Sommer 2018 wandte sich die BBC an den Autor Anthony Davie und bat um Hilfe bei einem neuen Projekt rund um The Clash. Für geplante Podcasts und Kurzfilme sollten Geschichten von Fans der Band gefunden werden, und so machte sich Davie, u.a. Autor von „Joe Strummer and The Mescaleros: Vision of a Homeland“, an die Arbeit.

Herausgekommen ist das Buch „This is Joe Public Speaking: The Clash, as told by the fans“. Bekannte Clash-Biografen wie Pat Gilbert oder Chris Salewicz steuerten Stories bei, aber eben auch viele andere Wegbegleiter und Fans — und meine eigene Geschichte „1984“ ist ebenfalls im Buch vertreten.

Alle Erlöse des Verkaufs gehen an das Great Ormond Street Hospital for Children in London, niemand verdient etwas an dieser Sammlung.

Und nun möchte Anthony Davie das Werk auch gerne in deutscher Sprache veröffentlichen und die Einnahmen einem Kinderkrankenhaus in Deutschland zukommen lassen. Allein: Es fehlen Übersetzer*innen. Ich selbst konnte die deutschsprachige Version meines Textes beisteuern, finde aber keine Zeit für weitere Übersetzungen und habe Anthony daher wenigstens moralischen und netzwerkenden Support zugesagt, indem ich hier einen Aufruf starte.

Wer also Zeit und Lust hat, ein paar Seiten aus dem Buch zu übersetzen (das Ganze muss und soll eine gemeinsame Aktion werden, alle Texte kann man niemandem allein zur honorarfreien Übersetzung zumuten), der oder die möge sich doch bitte bei Anthony Davie melden, der nebenbei bemerkt ein äußerst netter Kerl ist. Seine Mailadresse ist „effectivepublishing at gmail punkt com“. Ein paar Freiwillige gibt es bereits, doch Anthony freut sich über weitere Mitstreiter*innen!

The future is unwritten. So let’s write down the past.

Danke für jede Hilfe auch von mir!

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Don Letts: „If every generation really learned from the one before, we‘d be gods by now“ – Ein Gespräch über Trojan Records und vieles mehr

Don Letts ist einer meiner großen kulturellen Helden. Der 1956 in London geborene Sohn jamaikanischer Einwanderer wurde Mitte der Siebziger wichtiger Teil der Punkszene Englands, brachte den Reggae zu den Punks und den Punk zu Bob Marley (die Freundschaft der beiden resultierte in „Punky Reggae Party“), und er entwickelte aus der Energie der damaligen Mode- und Musikszene sein eigenes Schaffen.

Read on my dear…

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Grant Hart (1961 – 2017)

Am 14. September 2017 ist Grant Hart verstorben und mir fehlen die Worte. Mein Beileid geht an Familie und Freunde.

Bob Mould erinnert sich auf Facebook an seinen Freund und Kollegen.

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Kraftklub: Du verdammte Hure.

Ach Mensch, Kraftklub. Echt jetzt?

Musikalisch überraschend und voll okay. Cooles Video.
Aber der Text? Ist das euer Ernst?
Read on my dear…

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Gerrit Meijer (1947-2017)

Im vergangenen Oktober war er noch bei mir im FluxFM-Studio und hat in seiner grummelig-ehrlich-herzlichen Art von seinem Buch und aus seinem Leben berichtet.

Gestern Nacht musste ich via Facebook erfahren, das er verstorben ist: Gerrit Meijer, u.a. durch PVC und White Russia zur Berliner Punkrock-Legende geworden, hat einen Herzinfarkt nicht überlebt.

Mein herzliches Beileid geht an seine Frau, seine Familie, seine Freundinnen und Freunde.

In Erinnerung an Gerrit hier das Interview zum Nachhören, aus den üblichen dämlichen Gründen leider ohne die Musik, die Gerrit so wichtig war.

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You have Trump. We have songs.

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In Erinnerung: Joe Strummer

Am 22. Dezember 2002 verstarb Joe Strummer, und eine Tradition dieses Blogs ist es, an ihn zu erinnern. Hier meine persönliche Clash-Geschichte (Teil 1, Teil 2). Und hier der Link zur Joe Strummer Foundation. Und unten die Doku.

Ich wäre so neugierig, was der Mann im Alter und in diesen Zeiten zu sagen und singen gehabt hätte.

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Ahnma: Beginner in Berlin – Freitickets!

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Spreeblick, Berlins hamburgischstes Blog, feiert und präsentiert den kommenden Hauptstadt-Gig der Beginner am 27. März 2017 in der Max-Schmeling-Halle! Erstens, weil wir genau wie die Beginner gleichzeitig Old School und heißer Scheiß sind (cough …) und zweitens, weil das für euch zweimal ein Freiticket bedeutet.
Read on my dear…

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Prince 1958 – 2016

You turn on the telly and every other story
Is telling you somebody died
Prince, Sign o‘ the Times

Nun ist also auch Prince tot. Es ist ein schlechtes Jahr für die Größen der Popwelt, doch es erinnert gerade die Älteren unter uns auch daran, in was für einem grandiosen Zeitalter wir leben dürfen, das solch unfassbar große Künstler hervorgebracht hat wie eben Prince oder David Bowie.

Und nun suchen alle in den Streaming-Portalen und auf YouTube nach den Songs des Mannes, der sich für die Trennung von seinem damaligen Label Warner Bros. mit TAFKAP sogar ein neues Pseudonym zugelegt hatte, um den Verantwortlichen den Finger zu zeigen. Aber da ist nicht viel, denn das Internet hat er genauso auf seine eigene Art, nach seinen eigenen Regeln bespielt, wie die Musik.

Danke für einige der besten Konzerte meines Lebens.
Danke für so viele unsterbliche Songs und Alben.

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David Bowie (1947 – 2016)

bowie

Und dann vermischen sich beim morgendlichen Duschen die Tränen mit Wasser und fließen den ganzen Körper entlang. Es fühlt sich immer auch etwas seltsam an, wenn man um einen Menschen trauert, den man nicht persönlich kannte, der Verstand bemüht sich um Realismus und Relativierung, doch der Körper gibt nach und zeigt, wie wichtig das Werk dieses Menschen für einen selbst war und ist.

Es ist zum Heulen. Die kulturellen Refugien, die letzten gebliebenen Konstanten, die verschwinden, nie waren sie wertvoller als in einer Welt, die um einen herum durchzudrehen und nur noch hässliche Gesichter zu kennen scheint.

Das Gute an Künstlerinnen und Künstlern ist: Sie sind unsterblich.
Und trotzdem leben wir jetzt in einer Welt ohne David Bowie, und das ist sehr traurig.

Hier gibt es einen tollen Nachruf von Marc Krebs zu lesen.
Unser Beileid geht an seine Familie und an Freundinnen und Freunde.

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John Bradbury (1953 – 2015)

Leider gibt es noch eine traurige Nachricht aus der Musikwelt. John Bradbury, der Schlagzeuger der Specials, ist heute im Alter von 62 Jahren verstorben. Das haut mich ganz besonders um, weil der Mann noch bis vor kurzer Zeit bei den Gigs der Specials wie ein junger Gott trommelte und absolut fit wirkte, wie man hier sehen kann:

Das ist sehr traurig.
Unser Beileid geht an Brads Familie und Freunde.

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Lemmy Kilmister (1945 – 2015)

lemmy
Bildquelle

Nun ist er tot. Lemmy Kilmister verstarb am 28.12.2015 an einem „extrem aggressiven“ Krebs, von dem er zwei Tage zuvor erfahren hatte.

Mit ihm geht ein Stück Musikgeschichte, die größer als das Leben war. Das hoch hängende Mikrofon, der für einen Metal-Bassisten äußerst untypische Rickenbacker-Bass, das Outfit, die Stimme, die Warzen, das von Sex, Drogen und Alkohol geprägte Dasein und – natürlich – die Musik von Motörhead machten den Mann zu einer Ikone für das, was nur wenige Menschen längere Zeit durchhalten: Das Leben nach eigenen Regeln und mit dem konstant ausgestreckten Mittelfinger Richtung Establishment.

Unser Beileid geht an seine Familie und seine Freunde.
Und an den Rock’n’Roll.

Ich wurde darauf hingewiesen, dass Motörhead eigentlich keine Metal-Band sind, sondern purer, harter Rock’n’Roll. Das stimmt. Insofern passt dann ein Rickenbacker-Bass irgendwie doch.