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David Bowie (1947 – 2016)

bowie

Und dann vermischen sich beim morgendlichen Duschen die Tränen mit Wasser und fließen den ganzen Körper entlang. Es fühlt sich immer auch etwas seltsam an, wenn man um einen Menschen trauert, den man nicht persönlich kannte, der Verstand bemüht sich um Realismus und Relativierung, doch der Körper gibt nach und zeigt, wie wichtig das Werk dieses Menschen für einen selbst war und ist.

Es ist zum Heulen. Die kulturellen Refugien, die letzten gebliebenen Konstanten, die verschwinden, nie waren sie wertvoller als in einer Welt, die um einen herum durchzudrehen und nur noch hässliche Gesichter zu kennen scheint.

Das Gute an Künstlerinnen und Künstlern ist: Sie sind unsterblich.
Und trotzdem leben wir jetzt in einer Welt ohne David Bowie, und das ist sehr traurig.

Hier gibt es einen tollen Nachruf von Marc Krebs zu lesen.
Unser Beileid geht an seine Familie und an Freundinnen und Freunde.

7 Kommentare

  1. 01

    We all follow. RIP Davey

  2. 02
    Katja

    „…der Verstand bemüht sich um Realismus und Relativierung, doch der Körper gibt nach und zeigt, wie wichtig das Werk dieses Menschen für einen selbst war und ist.“
    Wunderbar in Worte gefasst, wie es auch mir heute früh ging und den ganzen Vormittag schon geht. Danke!
    Bowie hat mir soviel gegeben wie kein anderer Künstler und ich bin unendlich dankbar dafür, dass seine Musik bleibt. Und dennoch kommen die Tränen bei jedem Lied, das ich höre und jedem Beitrag, den ich zu seinem Tod lese, immer wieder…

  3. 03

    Ganz klar, ein großer ging! Ich erinnere mich so gern an mein erstes Bowie Konzert 1983 in der Berliner Waldbühne. Es war magisch! Der Mann hatte einfach den Flair und nahm uns gefangen. Auch später immer wieder … Jetzt kann er mit Freddie noch mal „Under Pressure“ singen.

    Danke für eine fantastische Musik, David!

    Far out in the red-sky
    Far out from the sad eyes
    Strange, mad celebration
    So softly a supergod dies

  4. 04

    Ich war kein durch-und-durch Fan, ich empfand Bowie immer als die Musikerversion von Picasso: Man kann nicht so wirklich sagen „mag ich“ oder „mag ich nicht“, dafür war sein Werk viel zu bunt und vielseitig. Dennoch fand ich ihn faszinierend. Wirklich zutiefst todtraurig heulen werde ich wohl erst, wenn’s irgendwann mein Idol Keith Richards erwischt, aber der wird uns wohl noch ein wenig erhalten bleiben, wie’s aussieht (last man standing).

  5. 05

    Bowie hat mich beim Joggen, beim Arbeiten, beim Schmusen begleitet. Mit seiner Musik verbinde ich sehr schöne Momente meines Lebens. Im Radio werden heute seine Songs auf und ab gespielt und mir wird’s jede Minute trauriger zumute. Wenn erfolgreiche Menschen sterben, stehe ich immer kurz unterm Schock, da sie in meinem Augen quasi Übermenschen sind. Der Tod macht aber alle Menschen gleich.

  6. 06

    So ging es mir mit Lemmy. Die Gewissheit, nie mehr ein Konzert zu sehen und nie wieder ein neues Album in Händen zu halten, war einfach zuviel.

    Sehr bitter, dass zwei so große, wichtige und unterschiedliche Musiker jetzt schon gehen mussten.

  7. 07

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