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Ein paar Sachlichkeiten vor dem Sieg gegen Österreich

Allerorten wird Panik inszeniert, der Weltuntergang beschworen, Angst herangezüchtet.
Zeit für ein wenig Sachlichkeit.

Mit Vorliebe wird nach Spielen wie dem gegen Kroatien auf einzelne Spieler eingeprügelt. Das ist nicht nur fachlich falsch, das ist auch wahnsinnig kontraproduktiv, sofern man sich einer Mannschaft verbunden fühlt. Gerade und ausgerechnet die vom Fußball parasitär lebende Bild-Zeitung ist eine Fan-Schlampe der ekligsten Art.

Die gesamte Mannschaft war mit dem falschen Fuß aufgestanden, hatte sich einen gebrauchten Tag andrehen lassen, hatte Sommerdepression – die passende Floskel kann man sich aussuchen. Den Spieler, der die anderen in einem solchen Zustand herausreißen kann, den gibt es nicht.

Man hat im Fitnessstudio Tage, an denen man die normalen Gewichte nicht schafft, beim Tischtennis trifft man manchmal keinen Ball und selbst an der Playstation kommt man ab und an einfach nicht in den Flow.
Wie das einer ganzen Mannschaft passieren kann?
Es reicht, dass einige Spieler in eben diesem Zustand sind und das Gefüge bricht auseinander.
Oder es macht sich eine Stimmung breit, in der man denkt, es laufe schon von allein, dann ist der Gegner stärker als erwartet und dann kommt man nicht mehr hinterher. Eine ganz typische Pokalsituation, gäbe sie es nicht, lautete die DFB-Pokal-Endspielpaarung seit Jahren Bayern gegen Bremen.

Dass eine Mannschaft in einen derartigen Zustand gerät, sagt nichts über ihre Leistungsfähigkeit aus.

Es gibt einen populären Irrtum, was den Sieg bei einem solchen Turnier angeht.
Es geistert die Idee vom Durchmarsch in den Köpfen der Zuschauer und Journalisten herum, weshalb Holland jetzt überall als Favorit genannt wird. Diese Idee ist Blödsinn.
Der spätere Weltmeister Italien spielte 1982 in der Vorrunde 0:0 gegen Polen, 1:1 gegen Peru und 1:1 gegen Kamerun.
(Vize-Weltmeister Deutschland verlor 1:2 gegen Algerien und „spielte“ dann beim Nichtangriffspakt von Gijon ein verbrecherisches 1:0 gegen Österreich.)

Die legendären deutschen Weltmeister von 1954 verloren in der Vorrunde 3:8 gegen Ungarn (dazu hat man dann allerdings den Mythos erfunden, die Niederlage sei beabsichtigt gewesen). Deutschland marterte sich 1990 nach einem Vorrunden-1:1 gegen Kolumbien und einem sehr ansehnlichen Spiel gegen Holland durch ein Elfmetertor gegen die CSFR und ein gewonnenes Elfmeterschießen gegen England ins Endspiel, wo man Argentinien per Schwalbe und Elfmeter besiegte.

2002 spielte Deutschland erbarmungswürdig und wurde nach einem 1:1 gegen Irland, einem 1:0 gegen Paraguay, einem 1:0 gegen die USA und einem – man ahnt es – 1:0 gegen Südkorea Vize-Weltmeister.

Und das Sommermärchen? Nach einem triumphalen 4:2 gegen die Hobbykicker aus Costa Rica gab es einen glücklichen Sieg gegen Polen und einen überzeugenden gegen Ecuador. Im Viertelfinale gegen Schweden war die zweite Halbzeit genauso schlecht wie der Beginn der zweiten Hälfte gegen Polen bei diesem Turnier, die Schweden verschossen netterweise ihren Elfmeter. Gegen Argentinien dann wieder im Elfmeterschießen weiter, gegen Italien dann chancenlos.
Und trotzdem gelten die Spieler – oder galten bis zum Kroatien-Spiel – als Helden.

Das aktuelle deutsche Team ist taktisch nicht variantenreich oder gar besonders clever, ebensowenig abgezockt. Was sich gegen Schweden 2006 bereits gezeigt hat, setzt sich heute fort; das Team ist nicht in der Lage, einen Vorsprung zu verwalten.
Über Einwechslungen kann Löw nichts Entscheidendes ändern. Nicht aus Sturheit oder Unfähigkeit, ihm stehen die Spieler nicht zur Verfügung.

Eine taktische Überraschung wie sie Marco van Basten mit der Einwechslung von zwei (Weltklasse)-Außenstürmern gelungen ist, wird Löw daher nicht möglich sein.
Odonkor ist ein Spieler für folgende Spielsituation: Man hat den Gegner im Griff, der wiederum sich dreißig Meter vor dem eigenen Tor verbarrikadiert. Dann ist ein Spieler hilfreich, der eine Seite des Bollwerks aufreißen kann.
Ist das Spiel aber wegen allgemeiner Ratlosigkeit in der Schwebe, kann Odonkor nicht helfen.
Was – albern, das zu betonen, aber Spieler werden nach Niederlagen ja wie Landesverräter behandelt – nicht seine Schuld ist. Er kann es halt nicht.

An Lehmann konnte man vor dem Turnier rumnörgeln, ein Wechsel zu diesem Zeitpunkt ist ausgeschlossen. Wer glaubt denn im Ernst, dass Enke die Treffer der Kroaten hätte verhindern können? Löw hat sich entschlossen, nicht den besten, sondern den erfahrensten Torwart in das Tor zu stellen, das muss man irgendwann auch einmal akzeptieren.

Wäre Deutschland nicht jedes Mal schlecht gefahren mit der Entscheidung, nur einen Stürmer aufzubieten, würde ich für ein Fünfer-Mittelfeld und Gomez als Sturmspitze plädieren. Ansonsten böte sich Borowski an der Stelle von Podolski an oder aber man könnte Hitzlsperger Frings defensiv helfen lassen, um Ballack weiter vorne zu haben.

Lahm ist links etwas schwächer (oder besser: weniger stark) als rechts. Warum das Sorgenkind von 2006, Arne Friedrich, auf einmal der Retter sein soll, müssen sich die Experten fragen lassen – ich weiß es nicht.

Wegen Österreich muss man sich keine großen Sorgen machen. Der allseits herbeigeschriebene Heimvorteil wird sich in sein Gegenteil verkehren. Wer gesehen hat, wie kopflos Österreichs Stürmer schon in Freundschaftsspielen vor dem Tor agieren, der stelle sich Folgendes vor: Einer der österreichischen Hurra-Fußballer stürmt allein auf Lehmann zu. 50000 Zuschauer kreischen, er weiß, er wird zur Legende, zum zweiten Krankl, wenn er nur jetzt trifft – da muss man sich keine Sorgen machen.

Die Sportwissenschaft nennt das, was Österreich passieren wird, Choking under Pressure (mehr hier in einem Interview, das ich vor der WM 2006 mit dem Sportpsychologen Professor Dr. Bernd Strauß geführt habe).

Und wenn Deutschland dann Österreich geschlagen haben wird, dann soll die Bild-Zeitung bitte ihre fetten Buchstaben bei sich halten.

Für den unwahrscheinlichen Fall der Niederlage, empfehle ich, es so zu machen, wie ich es seit der Niederlage gegen Italien 1982 mache: Ich habe mich damals gefragt, was es für mein Leben bedeutet hätte, wenn Deutschland Weltmeister geworden wäre. Die Antwort lag auf der Hand. Seitdem freue ich mich wie ein kleines Kind, wenn Deutschland gewinnt und gräme mich nicht (nicht zu sehr) nach einer Niederlage.
Gibt ja auch noch wichtige Dinge.

32 Kommentare

  1. 01
    maria

    Sehr schön,

    zwischen all der Hysterie und dem Weltuntergangsgeschreibsel, zwischen all den peinlich selbst überschätzten Ratschlägen an den Bundestrainer (wo nehmen die nur all die Chuzpe her, die Spieler besser einschätzen zu können) habe ich tatsächlich den einen (einzigen) Artikel gefunden, der sich wohltuend von dem Schwachsinn abhebt, den von spon bis 11 freunde (ja, leider auch die) alle Redaktionen praktizieren, die offenbar auf Leser hoffen, wenn sie nur was zur EM schreiben.
    Das sinnfreie Einprügeln auf Christoph Metzelder (der gegen Kroatien nicht schlechter als der Rest der Mannschaft war), das sich seit gestern durch die online-Ausgaben diverser Publikationen zieht, lässt den Verdacht aufkommen, der Innenverteidiger von Real sei wohl einigen dieser Schreiberlinge persönlich begegnet und verbal mit denen aneinander geraten, wovon die sich bis heute nicht erholt haben.

    Danke

    war ich nach der Vorstellung des em-Kaders hier entzückt, bin ich jetzt begeistert

    ich habe einen neuen blog in meiner Favoriten-Leiste

  2. 02

    Gijon war mir vorher noch kein Begriff.
    Toll geschrieben.

  3. 03

    Gerade den letzten Absatz sollten vielleicht mehr Menschen beherzigen. Dann würde eine Niederlage bestimmt keine vandalistischen Ausuferungen während des Public Viewings nach sich ziehen.

  4. 04
  5. 05

    @meier:

    ich finde es krank (und zwar im ausmaß einer schweren psychischen erkrankung) etwas kaputt zu machen, weil irgendwo ein ball ins falsche tor fällt. obwohl: wutliegestützen sind schon was tolles:)

  6. 06
    Maltefan

    Ich fände es sehr hübsch wenn Deutschland nach der Vorrunde nach Hause fahren würde und alle die blöden Flaggen wieder von ihren Schrottkisten abmachen würden …

  7. 07

    Danke. Endlich mal nicht immer nur Panik und Schlechtreden.

  8. 08

    @Malte Welding: Wäre auch toll für die Umwelt. Eine solche Fahne am Auto erhöht den Spritverbrauch um mehr als 1l pro 100km.

  9. 09
    Patrick

    Nach dieser äußerst präzisen und sehr richtigen Analyse, werde ich dich für die DSF-Krombacher-Doppelpass-Runde mit Phrasenlattek und Spendenschwein empfehlen.

  10. 10
    Patrick

    Nach dieser prazisen und sehr richtigen Analyse empfehle ich dich die für die DSF-Krombacher-Doppelpassrunde mit Phrasenlattek und Spendenschwein.

  11. 11

    Danke dafür. Vor allem für das Kleingedruckte. Wie wärs mit Frustsex statt Autos hauen?

  12. 12

    gefällt mir sehr gut, dein realismus. aber ich glaube, wir brauchen einfach diese schlechtrederei – dieses starkreden der gegner. nur dann können wir so tun, als ob wir die großen sieger sind (siehe costa rica). wir spielen keinen überragenden „haken-schlagen-fußball“ – wir spielen, wenn wir gut drauf sind (und das waren wir gegen kroatien nicht, wie du so schön bemerkt hast), souveränen fußball. und der sieht halt nur gut aus, wenn mittelmäßige gegner wie polen oder österreich starkgeredet werden.

  13. 13
    flawed

    @Maggi(08): War von Dir mit Sicherheit nicht so gemeint, aber: bei Frustsex statt Autos hauen ist die Assoziation zu sexueller Gewalt nicht weit, und in der Tat musste man leider während der WM einen Anstieg von sexuellen Gewalttaten um 30% verzeichnen. (siehe z.B. „Die Presse“)

  14. 14

    @flawed(10): Ach du grüne Neune, das war wirklich völlig anders gemeint als deine Interpretation. Ich wollte vielmehr eine behutsame geschlechtliche Annäherung zwecks gemeinsamer Trostsuche anregen. Der Link und die Statistik wären sicherlich noch einmal einen gesonderten Blogeintrag wert – habe ich so noch nicht gelesen. Wenn irgendjemand meine Aussage falsch verstanden haben sollte, tut es mir sehr Leid.

  15. 15
    westernworld

    alles schön, alles gut, alles richtig, aber selbst wenn wir gegen portugal gewinnen sollten, möglich aber unwahrscheinlich, was sollte kroatien im halbfinale hindern uns noch einmal vorzuführen, so schnell wächst das rettende nicht mal in form von löwenzahn.

    holland ist diesmal definitiv eine nummer zu groß und auch wenn mein scheiterhaufen aus schwarzwälder tanne dafür schon geschichtet wird „¦

    holland hat es für seinen hervorragenden fußball einfach verdient europameister zu werden.

  16. 16
    lork

    @westernworld: Das Schöne beim Fussball (und das gilt besonders für Europa- und Weltmeisterschaften) ist ja, dass es fast immer anders kommt, als man denkt. Wie Malte schon schrieb, der Turniersieger, der souverän durchmaschiert ist die eher Ausnahme als die Regel.

  17. 17
    Fahabian

    Ich hatte 2006 tollen WM Sex. Also ist Platz 3 diesmal Pflicht! Und Friedrich ist ja als Innenverteidiger deutlich besser als außen, wo wir ihn 2006 alle hassen gelernt haben. Lahm ist links besser als rechts – da wird mir auch Mehmet Scholl Recht geben.
    Ein-Mann Sturm geistert in meinem Kopf auch schon länger herum.

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass Schweinsteiger vernichtet werden muss.

  18. 18
    Patrick

    @ Westernworld: Holland war schon ein paar Mal zu groß für uns. Nur ’88 hat’s auch wirklich gestimmt.

  19. 19

    Verdammte Axt, jetzt lese ich diesen wunderbaren Artikel und erst beim dritten Mal fällt mir auf, dass in der Überschrift ja schon „Sieg“ und nicht „Spiel“ steht. Da ist mir mein Optimismus doch glatt abhanden gekommen. Von wegen Axt: @ Westernworld: wir verbrennen im Schwarzwald schon ganz, ganz lang, also so ca. seit 102 Jahren keinen mehr. Für meine hochgeschätzten holländischen Freunde wird es aber trotzdem nicht reichen.

  20. 20

    Mein Tip: 6:0 für uns. Klose trifft zweimal, Podolski einmal, Frings fringst einen rein…

  21. 21
    bunki

    Zitat: „Über Einwechslungen kann Löw nichts Entscheidendes ändern. Nicht aus Sturheit oder Unfähigkeit, ihm stehen die Spieler nicht zur Verfügung.

    Eine taktische Überraschung wie sie Marco van Basten mit der Einwechslung von zwei (Weltklasse)-Außenstürmern gelungen ist, wird Löw daher nicht möglich sein.“

    Sehr schöner Artikel. Aber oben aufgeführtes Zitat erschließt sich mir nicht. Wo ist denn die Überraschung, wenn man Weltklasse in der Hinterhand sprich auf der Bank hat? Überraschung ist doch eher, wenn ein Odonkor wie 2006 gegen Polen eingewechselt wird und tatsächlich etwas zustande bringt.

  22. 22
    flawed

    @bunki(21): Die Überraschung ist, bei einem Vorsprung von 1:0 überhaupt zwei weitere Stürmer einzuwechseln.

  23. 23

    Die angebliche Stärke der Niederländer ist trügerisch. Ich bin eher der Meinung das es bislang nur optimal gelaufen ist, das wird sich aber
    wahrscheinlich noch ändern.

    (Eigentlich ist die ganze Gruppenphase nur bedingt aussagekräftig…)

  24. 24
  25. 25
    Samuel

    Wieso keine Schlechtrederei? Hier haben wir jetzt mal eine schmähung der deutschen Masnnschaft aller erster Güte. Also ich find den Text ehrlich gesagt zum kotzen, jaja, wir haben nur miese Spieler und alle anderen sind besser, weil wir ja nur Leute aus der Bundesliga haben, und die ist ja mies ohne Ende, und die premier league ist eh das paradies, und bla bla bla… Würde sich wirklich soviel ändern in deinen Ansichten, wenn Frings das Juve-Angebot angenommen hätte, und Hitzlsperger immer noch bei Aston Villa spoielen würde?? Ich persöhnlich halte dieses gequatsche über mangelnde Grundqualitäten bei der deutschen Mannschaft für Schrott. Undd ich frag mich ehrlich, Malte (ich will nicht beleidigend werden oder dich persönlich angreifen, bitte versteh das nicht falsch),wieso man jetzt auf den deutschen rumhacken muss, nachdem sie wirklich mal nen miesen Tag hatten. Fazit des Textes ist nichts anderes als die Aussage, Deutschland wird gegen Österreich gewinnen und ist trotzdem ein scheiß Team.
    Deine Vergleiche sind der letzte Rotz, Deutschland zu unterstellen, sie hätten 2006 noch genauso gespielt wie 2002 ist doch Humbug. Gegen Costa Rica haben sie noch defensive Wackler gezeigt, aber schon ein klasse Kombinationsspiel in der Offensive, dazu zwei Traumtore von Lahm und Frings, die nichts mit der Klasse Costa Ricas zu tun hatten. Gegen Polen wurde 90 Minuten lang auf ein Tor gespielt, der Ball wollte nicht rein, bis Neuville ihn zu einem Zeitpunkt versenkt hatte, wo man sich 2002 schon zum Verlängerungs-Kaffekränzchen hingesetzt hätte. Ecuador: stimmt, überzeugend. Gegen Schweden? Selbes Bild wie gegen Polen, nur dass direkt zwei Dinger nach toller Offensivkombination drin waren, danach qwurden die Schweden an die Wand gespielt, der verschossene Elfmeter passte nur ins Bild, eines völlig überranten Teams.
    Argentinien war bis dato die beste Mannschaft des Turniers gewesen und hatte bereits 1:0 geführt, wenn man sich vielelicht erinnern mag, bevor Deutschland nach schöner Kopfballstafette ausglich und es schaffte, trotz der „individuellen Klasse“ Argentiniens, auf Auenhöhe mit dem Team zu bleiben.
    Und gegen Italien? Chancenlos? Klinsmann hat in diesem Spiel ein deutlich defensiveres System gespielt, auch weil mit Frings eine wesentliche Absicherung nach hinten fehlte, und sich die Offensive nicht viel zutraute. Könnte Bernd Schneider allerdings Tore schießen, hätte auch das Spiel ganz anders ausgehen können… Zwei Tore in der letzten Spielminute, nach Ecke und Konter, das nenne ich zudem nicht chancenlos..
    Man kann sich halt mit Statistiken alles schlecht nörgeln, auch den ersten ansehnlichen Fußballs Deutschlands seit Jahren…

  26. 26
    Nay

    @westernworld: Yo, die Holländer haben richtig gut gespielt aber reichen schon 2 Spiele aus, um den Gesamtsieg zu verdienen?
    Sollten die Portugiesen weiterhin so spielen, dann gönne ich denen den Titel. Verdient hätten sie es mal.

    @Maltefan: Wo du das Wort „krank“ schon in die Finger genommen hast. Glaubst nicht, dass deine Einstellung den „Fahnenfahrern“ gegenüber auch leicht daneben ist? Etwas Patriotismus kann doch nicht schaden und es erhöht das Zusammengehörigkeitsgefühl. Gemeinsam jubeln, gemeinsam weinen kann so schön sein ;-)
    Und im Übrigen fahre ich nen alten Punto und ich liebe meine Schrottkarre. Bringt mich immer ins nächste „Fähnchengeschäft“ und zurück.

    Vielleicht sollten hier einige die Kommentare nicht so bierernst nehmen. Deutschland spielt mal genial und mal völlig daneben, so wie jedes andere Land auch.

    Damit verabschiede ich mich mal…. fähnchenwedelnd.

  27. 27
    Maltefan

    @Nay: Wo hab ich das Wort „krank“ in die Finger genommen? Ich fand es einfach bekloppt, dass alle die Fähnchen schon angebracht haben bevor die Deutsche Mannschaft überhaupt auch nur einmal gegen den Ball getreten hat (so ne Art kollektiove ejaculatio praecox), finde sie prollig und fände es tatsächlich lustig, wenn man sie nach der Vorrunde schon wieder abmachen könnte. Das mit dem „nicht so bierernst nehmen“ könntest Du selbst vielleicht auch beherzigen. ;)
    Zum Thema Patriotismus sag ich hier jetzt nichts, dazu habe ich mich unter Frédérics Artikel schon ausgekotzt …

  28. 28
    Nay

    @Maltefan: ich nehm sie nicht so ernst :) und sorry, zu viele Malte’s hier.

  29. 29

    sehrsehr schön, wie auch die anderen fußball-texte. aber das weißt du selbst ja auch schon.

  30. 30

    @Paolo Pinkel: „… bei Geschwindigkeiten über 100km. Bei Stadtverkehr liegt der Zuwachs am Spritverbrauch im Promill- bis einstelligen Prozentbereich.“ Zitat ADAC.

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