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Die Ordnung der Welt

Eigentlich. Eigentlich. Eigentlich wollte ich was längeres zum G8-Gipfel schreiben, allein: die Zeit. Die alte Pappschachtel. Man weiß vorher nie, was drin ist. Diesmal jedenfalls nicht viel. So bleibt mir nichts weiter, als auf den mit steilen Thesen gespickten Artikel Die nächste Welt von Parag Khanna in ebenjener, aber völlig anders gemeinter Zeit hinzuweisen:

Warum glauben wir überhaupt, irgendeine Zentralinstanz — die Vereinten Nationen, die G8, der Internationale Währungsfonds — könne in einer globalisierten Welt den Ton angeben? Die Globalisierung folgt im Gegenteil einem einfachen Prinzip: der Dezentralisierung.

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29 Kommentare

  1. 01

    Die Zeit ist gar keine Pappschachtel. Die Zeit ist ein Omnibus auf einer Reise durch eine sternenlose Nacht. Oder doch eine Pappschachtel, da bin ich mir nicht sicher.

  2. 02
    Frédéric Valin

    Ein Omnibus in einer Pappschachtel. Drum ist der Himmel ja auch sternenlos.

  3. 03

    Ah. Dann frage ich mich aber noch wo das Motorgeräusch herkommt. Sitzt da eine Katze drin, in der Zeit?

  4. 04
    nicnac

    Die Zeit als Entität betrachtet ist ein merkwürdiges Ding und äußert sich in mannigfacher Weise. Als Mutter aller Paradoxien kann sie mithin auch in einer Pappschachtel mit Omnibus stecken; obendrein noch mit ’ner schnurrenden Katze drin. Womit sich die Frage nach dem Motorgeräusch eigentlich erübrigt.
    Noch Fragen, Jungs?

  5. 05
    Frédéric Valin

    Schreiben wir hier an einem Terry Pratchett-Roman? (Schreibt sich Terry Pratchett Terry Pratchett?)

  6. 06

    Das wird die Zeit zeigen.

  7. 07
    Frédéric Valin

    Zeit zeigt keine Wunden.

  8. 08
    nicnac

    Hab mal bei den e-books gestöbert:
    Pratchett, Terry – Scheibenwelt 01 – Die Farben der Magie

    Aber nö, wieso? Ich dachte, es geht um Daddaismus …

  9. 09
    Frédéric Valin

    Das auch. Und um Terry Pratchett. Es geht ja immer um alles. Zum Beispiel Schuhkartons.

  10. 10
    nicnac

    Ach so ja: Als Entität, die auf sich hält, ist Zeit selbstredend unverwundbar. Es sei denn wir hätten rasch ein Überraschungsparadoxon zur Hand …

  11. 11
    nicnac

    Als Behältnisse sind Schuhkartons recht praktisch. Aber sonst im Wert weit überschätzt. Ziemlich eindimensional, obwohl sie doch drei Dimensionen aufweisen. Nur: Was machen die eigentlich damit?

  12. 12
    nicnac

    Und sag jetzt nicht: Den Raum ausfüllen! Einmal mir der Dampfwalze drüber und vorbei ist’s mit mit der Herrlichkeit!

  13. 13
    corax

    Jegliches hat seine Zeit.
    Steine sammeln – Steine zerstreuen.

  14. 14
    Frédéric Valin

    @nicnac: Kommt aber drauf an, zu welcher Zeit. In der Vergangenheit füllen sie ja immer noch Raum. Und füllen ihn ab, wenn man so will. Ich will. Der Schuhkarton auch. Bald werden wir rechteckige Kinder zeugen. Ich schweife ab. Egal.

    @corax: !

  15. 15

    Aber wenn die Zeit ein Schuhkarton wäre müsste sie doch nach Leder riechen. Und immer wenn man die Zeit kaufen würde, würde man vom Verkäufer gefragt werden, ob man ein Pflegespray dazu kaufen möchte.

  16. 16
    Frédéric Valin

    @Max Winde: Woher weißt Du denn, wie die Schuhkartons der Zukunft riechen? Die heutigen riechen ja mehr nach Plaste.

  17. 17
    nicnac

    Ein Schuhkarton mit eigenem Willen? Es geschehen schon seltsame Dinge in den Paradoxien unserer Parallel-Universen. Höchste Zeit, mal unsere Schulbuchweisheit zu verifizieren.
    Rechteckige Kinder, stapelfertig und praktisch zu verwahren, LSD zeitigt zuweilen merkwürdige Visionen .. *zerstreutdemabschweifolg*
    And now something complete different:
    Wie ist angesichts der komplexen Absurdität des Ganzen eigentlich der gute Parag Khanna einzuordnen? Fragen über Fragen …

  18. 18

    @Frédéric Valin: Wenn man den Schuhkarton zusammenfaltet, dann kann man an den Schnittstellen den Geruch von zukünftigen und vergangen Schuhkartons riechen. Es gibt wohl sogar Parallelschukartons.

  19. 19
    nicnac

    @ max winde: Ein wenig Pflegespray kann der Zeit gewiß nicht schaden. Unsereinem bleibt zu wenig, um sie schnöde vergammeln zu lassen.

  20. 20
    Frédéric Valin

    Pflegespray kommt ja sogar beim Menschen in die Ecken, hab ich mir sagen lassen.

  21. 21
    nicnac

    Ich dachte, das wär diversen Reinlichkeitsneurosen geschuldet und würde seine Existenz in Kulturbeuteln fristen, in deren Folge wir eine Kultur entwickelt haben und eine Kulturnation wären.
    Ich seh schon, ich muß noch viel lernen.

  22. 22
    Frédéric Valin

    @nicnac: Merke: Kulturbeutel sind nicht aus Pappe!

  23. 23
    corax

    @nicnac: Auch Kulturnbeutelvergesser?

  24. 24
    nicnac

    Fürbass, wir brauchen Kulturbeutel wie aus Eisen gegossen. An denen wollen wir uns aufrichten und sie uns eine Lehre sein lassen.
    @ corax: Falls Du auf den Plural des hochwohllöblichen Kulturbeutels anspielen solltest, dann wäre das ein Fall fürs Labor. Falls Du aber nach meinem persönlichen KB fragst: Ich besitze keinen solchen, werde aber nach erfolgter Aufklärung unverzüglich daran arbeiten, die ewige Plastiktüte aus dem Denken zu verbannen!

  25. 25

    Schuhkartons zu Flugscharen! Nacht.

  26. 26
    nicnac

    n8! Meine Zeit ist auch gekommen. Ich träum gleich von der Invasion der Schuhkartons … *gruselgraus*

  27. 27

    Zitat „Darwin und die Götter der Scheibenwelt“, S. 90:
    Zenons viertes Paradox, die >Reihen in Bewegung< (oder das >Stadium<), ist schwieriger zu beschreiben, läuft aber auf Folgendes hinaus: Nehmen wir an, drei Körper liegen aneinander, und in der kleinstmöglichen Zeitspanne bewegt sich einer um den kleinstmöglichen Abstand nach rechts, während sich der andere um den kleinstmöglichen Abstand nach links bewegt. Dann haben sich die beiden Körper um das Dop- pelte des kleinsten Abstands auseinander bewegt und dafür die kleinste Zeitspanne benötigt. Als sie nur den kleinstmöglichen Abstand voneinander entfernt waren, auf halbem Wege zu den Zielpunkten, muss die Hälfte der kleinstmöglichen Zeitspanne vergangen sein. Also weniger als die kleinstmögliche, was verrückt wäre. Noch Fragen? :)

  28. 28
    christoph kratistos

    @Frédéric Valin:
    Es geht um Nichts. Also spar dir deine hoffnungsvolle Art.
    (http://www.nichtsblog.de/)

  29. 29
    Frédéric Valin

    @christoph kratistos: Das ist ja ungefähr das gleiche. Und wer an Hoffnung spart, ist ein Geizkragen.

    @Endur: Genau das meinte ich…

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