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Das Beste vom Techno der frühen 90er – ausgewählt von Tanith

„Techno ist wie Marschmusik“, fand mein Vater. „Techno: Da sagt einer Ich muss zur Arbeit und dann ntzntzntz“, sagte die Death-Metal-Fraktion in meiner Klasse. Dabei war Techno die Erlösung aus Disco-Nächten mit Prince. Und einfach wunderbar. Tanith (hier bloggt er) hat für uns eine Auswahl der besten und einflussreichsten Techno-Tracks der frühen 90er zusammengestellt.

LFO: LFO

Very British, Bleeps&Bass. Warp frühe 90er und hier findet man schon die späteren Ingredenzien für späteren Jungle D&B etc.

Underground Resistance: Sonic Destroyer

Bis heute für mich die Tresor und Berlinhymne schlechthin. Name ist Programm.

Sperminator: No Women Allowed

Gabber bevor er formelhaft wurde und seinerzeit definitiv eine Referenz, was so lärmmäßig geht.

Vapourspace: Gravitational Arch of 10

Sonic Solution: Bagdad

Stellvertretend für R&S Records und Belgischen Techno, der Anfang der 90er prägend war.

Ramirez – La Musika Tremenda

Schon früh wurde versucht sowas wie Technostars zu etablieren und Ramirez war einer der ersten Versuchsballons.

Emanuel Top: Turkish Bazar

Aphrohead: In The Dark We Live

Schönes Beispiel wie Techno und House zusammen gehen.

KLF: Space

Zu jedem Technoladen gehörte am Anfang ein Chilloutroom, diesen Begriff prägten KLF mit dem gleichnamigen Album, welches natürlich zur Standardbeschallung gehörte. Space war aber noch viel trippiger!

Cybordelics: Nighthorse

In Frankfurt war man eher trancig unterwegs.

Force Mass Motion: Let It Move You

Wenn Techno und Breaks aufeinandertreffen!

Basic Channel: Phylyps Trak

Blaupause für Techno nach der Ravephase. Made in Berlin!

Yves Deruyter: Calling Earth

Bonzai war ein wirklich schlimmes Kirmestechno Label, aber auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn

Underworld: Born Slippy

Ilsa Gold: Silke

Rave Austria! Wer sagt denn das Techno und Humor nicht geht?

Aphex Twin: Isopropanol

Love Inc: R.E.S.P.E.C.T

Ein Stück, mit dem Tanith nicht viel anfangen kann, zum Abschluss noch von mir.

Marmion: Firechild

52 Kommentare

  1. 01
    Tobi_G

    Da darf auch noch 1995 rein, oder? Absoluter Klassiker, Commander Tom: Are am Eye? aus dem fantastischen Label NOOM.
    http://www.youtube.com/watch?v=XoQNqBs1sug&fmt=18

  2. 02
    Roland

    Ich sag mal Bonzai, House of House. Zu Tanith, er schaffte es vor 20 Jahren nicht zwei Beats sauber aufeinander zu legen……. das wird heute wohl nicht besser sein. Was einen wirklich wundert, was die Szene immer wieder für seltsame Typen nach oben trägt. Naja, damals reichte noch Wohnort „Berlin“ und vielleicht war das Versagen am Mixer auch anderen Parametern geschuldet. Heute haben wir eben die „50 Euro Abendgage“ Minderjährigen die im Vorprogramm mit 140 Beats loslegen und den Hauptact nervös macht :D. Nix für ungut. Ich muss aber auch zugeben das ich Tanith nur bei 2 Veranstaltungen traf und ihn nicht weiter kenne, mag ein dufter Typ sein.

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