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Diggs Kevin Rose interviewt NINs Trent Reznor

In der neuesten Ausgabe von Digg Dialogg interviewt Kevin Rose Trent Reznor von den Nine Inch Nails, die mit ihren innovativen Vermarktungsstrategien den Musikmarkt durcheinanderwirbeln. Ihr neuestes Ding: Eine iPhone-Application, die aus einem „žFoto-Dialog“ von Reznor und seinen Fans entstand. Er wartete backstage auf seinen Auftritt und spielte mit seinem Handy, als er bemerkte, wie Fans Handyfotos von der Schlange vor der Halle ins Netz stellten. Also stellte er Fotos vom Backstagebereich hinzu.

Die iPhone-Application ist nun eine Fortführung dieses Dialogs, eine NIN-Community für’s Handy, die das GPS-Feature nutzt und andere Nine Inch Nails-Fans in der Umgebung auf einer Karte anzeigen kann, daneben gibt es Twitter-ähnliche Features, Fotosharing und noch einiges mehr — eine Art vollwertiges NIN-Social Network auf dem iPhone. Man kann von der Musik von NIN halten, was man will — aber hier weiß jemand ziemlich genau, was er tut. Videos mit Interview und Vorstellung der Application nach dem Klick.

Interview:iPhone-App:

(via Jeriko)

13 Kommentare

  1. 01

    Es ist wirklich bedauerlich, dass sich außer Herr Reznor kaum prominente Musiker Gedanken darüber machen, wie man mit kommerzieller Musik heutzutage umgehen kann oder sollte. NIN sind da sicher Vorreiter: kostenlose Alben als MP3s, „geleaktes“ Konzert-Material für Fan-DVDs. Ich ziehe den Hut. Leider macht das die Musik nicht direkt besser oder gar innovativer.

    Wo wir übrigens gerade beim Untergang des Abendlands sind. Wenn uns der Himmel nicht auf den Kopf fällt, weil Musiker ihre Erzeugnisse kostenlos im Netz verteilen, dann sicherlich aufgrund der ekligen Anglizismen: „Diggs Kevin Rose“ mag ja im englischen/amerikanischen üblich sein, aber das in einem deutschen zu lesen hinterlässt ein leicht wiederliches Gefühl in meinem Mund (nur mit Apostroph wäre es noch schlimmer).

  2. 02

    @rzr: „Kevin Rose von Digg“ klingt aber auch komisch. ;)

  3. 03
    Besteckfachinlaufrichtung

    Das Interview ist mE sehr problematisch eingebunden, da es sich auf der Artikel-URL als auch im Feedreader automatisch und komplett lädt. Könntet ihr die Einbindung bitte ggf. ändern? (Ich habe ein wenig Panik geschoben, was sich da eigentlich gerade so alles ungefragt lädt.)

    Merci.

  4. 04

    übrigends muss hier wieder irgendwas im code geladen sein, was meinen mauszeiger verschwinden lässt. (you know, rené – dazu hatte ich dir bereits mal ne mail geschrieben)

  5. 05

    @jens: Das Problem ist bei Digg bekannt, gemacht haben sie allerdings bisher nix. Hmpf.

  6. 06

    @Besteckfachinlaufrichtung: Du verwendest kein Flashblock? Es gibt tatsächlich Menschen die kein Flashblock verwenden? o_O

  7. 07

    Der beste Titel der NIN war definitiv Hurt, als er von Johnny Cash gecovert wurde. Wer da keine Gefühlsregungen zeigt ist tot.

    Aber es ist schon genial was die da machen. Solche Ideen bringen alle ein Stück weiter und geben nicht nur der Band Schwung (und Absatz).

  8. 08
    JST

    spannendes interview. leider vergisst man schon nach 3 minuten, dass trent reznor eigentlich musiker ist. ich finde bedrohlich geschäftsmäßig. auch wenn er inhaltlich recht hat.

    allerdings wird die realität genau so sein: musiker müssen sich mehr denn je selbst einen kopf über ihren geldzufluß machen.

    trotzdem danke an spreeblick für das video :-)

  9. 09

    @Johnny Haeusler: Damit hast du bestimmt recht. Einigen wir uns doch einfach auf die umständliche, aber stilvolle Titelzeile „Kevin Rose, Gründer von digg.com, interviewt den Frontman der Nine Inch Nails, Trent Reznor, zu Fragen der kommerziellen Verwertbarkeit von Musik im P2P-Zeitalter“.
    Der Langtitel ist doch so eine schöne literarische Tradition. Absolut unverständlich, warum er im Laufe des 18. Jahrhunderts einfach ausgestorben ist.

  10. 10

    Großartiges Interiview, und nein, Johnny Cashs ‚Hurt‘ ist nicht besser als das Original, auch wenn für 99% der Menschen dieser Song das einzige ist, was sie musikalisch mit den Nine Inch Nails verbinden.

    Was man aber auch sagen muss: So visionär Reznor mit dem Netz umgeht, so wenig würde das alles klappen, wenn seine Band nicht schon vorher eine ganz große Nummer im Musikgeschäft gewesen wäre. Für kleine Bands ist das (leider) kein wirkliches Vorbild.

  11. 11
    Jan

    @raventhird
    er ist nun mal schon bekannt, deswegen kann er nur für sich sprechen. er behauptet auch an keiner stelle, dass er dern absoluten druchblick hat. leider ist er aber wirklich einer der wenigen, die sich über die neuen umstände gedanken machen und ideen vorschlagen. musik ist umsonst für jeden der es will. das ist leider nun mal eine tatsache, die man nicht todklagen kann wie sich gezeigt hat.
    trotzdem gibt es immernoch bands die aus dem nichts auftauchen und genau wie reznor es beschreibt in ihrer nischen ein publikum finden und die hallen füllen.
    was er am ende neuen bands vorschlägt macht sehr viel sinn und anders geht es heutzutage nicht mehr. wer es als band nicht lernt sich selber zu vermarkten wird es nicht mehr weit bringen.
    ich finde nicht, dass reznor zu geschäftsmäßig klingt, er hat es halt nur verstanden wie es heutzutage läuft.
    klar kann man seine argumente entwerten, indem man sagt sie seien ja schon durch die alten mechanismen gewachsen. ich würde nin aber auch zutrauen noch heutzutage als newcommer band groß zu werden.

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