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Europawahlwerbung in England

Gerade gestern habe ich mich noch mit einer englischen Bekannten darüber unterhalten, wie erstaunlich ich es finde, dass ich in London noch kein einziges Mal über Wahlwerbung für die in knapp zwei Wochen stattfindende Europawahl gestolpert bin. Einen Regierungsspot im Radio, der zum Wahlgang ermuntern wollte, einmal ausgenommen. Da flogen heute gleich drei Leaflets durch den Briefschlitz.

19 Kommentare

  1. 01
    lazy_bum

    Nun ja. Totalüberwachung der Bevölkerung und Abgeordnete, die sich für Pornos und Nutten aus der Staatskasse bedienen. Warum sollte man da für Wahlen Werbung machen wollen?

  2. 02
    blasphemia

    @bum hast die prise nationalismus vergessen ;)
    also die bnp is schon der knaller und das layout erst…

  3. 03

    Ausser dem no2eu Ding (von denen habe ich noch nie gehoert, wo kommen die denn her) bei mir das gleiche Bild. Nachdem ich den BNP Wisch aus dem Briefkasten gefischt habe, habe ich mir erst einmal die Haende waschen muessen. Ganz uebel.

    Aber viel interessanter ist dass die BNP wohl keine fotogenen Mitglieder hat und sich seine Supporter (die mindestens teilweise noch nicht einmal Britisch sind) aus Bilderarchiven zusammensucht. Auch eine Methode.

  4. 04

    Der linke Flyer gefällt mir am besten. Aber der Reiseveranstalter hat vergessen, den Preis gut sichtbar zu erwähnen!

  5. 05
    Nico Roicke

    @lazy_bum: nutten und pornos sind ja bei politikern nichts neues, das rasenmähen und der glühbirnenwechsel sind der eigentliche skandal.

    @Armin: das hat bei den rechten ja ne gewisse tradition. die dvu hatte auch tschechische modells auf ihren plakaten.

    @erlehmann: das sind butterfahrten, den reisepreis packen sie dann auf die ww2-dvd-mega-packs rauf.

  6. 06

    Sprachreisen und Rave-Parties, davon kommen sie nie los.

  7. 07

    Die UKIP war die einzigste Partei, die mir geantwortet hat, als ich den Fraktionschefs wegen dem Telekom-Packet gemailt habe. „Lustigerweise“ mit dem Abschlusssatz „We support your cause, we hope you’ll support our!“. Was ja irgendwie von hier aus schlecht geht.

  8. 08
    Jakob

    Der BNP-Flyer ist echt der Burner! :D

  9. 09
    Jan(TM)

    Also ich würde sofort den rechten Flyer wählen, sofern es keine Rechten Spinner sind.

    Weiß gar nicht wen ich wählen soll, die sind ja hier alle für die EUdSSR. Werde wohl meinen Wahlschein ungültig machen, eigentlich geh ich auch nur hin um der NPD in den Bürgermeisterwahlen zu schaden. Notfalls wähl ich da die Spaßpartei.

  10. 10
    Ben

    England obsiegt!

  11. 11
    c@lvin

    @Jan(TM): Wer nicht ernsthaft vorhat eine etablierte Partei oder irgendwas am linken/rechten/rentner/umwelt-Rand zu wählen, dem steht es immer noch frei für die Piratenpartei zu stimmen :-) – besser als Enthaltung ist es allemal

  12. 12

    Heh heh, those crazy Brits…

  13. 13
    at

    @c@lvin: Sind Piraten nicht die, die den krächzenden Vogel auf ihrer Schulter für ihre Zweitstimme halten? Wer denen die Hand reicht, wird schnell feststellen, wo da der Haken ist.
    Nein, im Ernst: Man muss offenbar nur Teil der Zielgruppe sein, und schon ist die Piratenpartei keine monothematische Randgruppe mehr. Nichts gegen die Piratenpartei als solche, aber diese Sichtweise kann nur an der eigenen Augenklappe liegen.

  14. 14
    c@lvin

    @at:
    Vielen Dank, dass Sie mich als beaugenklappt bezeichnen :P

    Es mag gut sein, dass ich die Piratenpartei zur Zeit mehr schätze, als ich es sonst täte: Ohne der Musikindustrie jeglichen Gewinn zu bringen, kann ich meine Favoriten auf youtube nicht mehr angucken; meine Seminararbeit musste ich umstrukturieren, weil die Bücher, die ich als Quellen nutzen wollte in google.books nicht mehr verfügbar waren. Auch diese Einschränkung hat den Verlagen keinen einzigen Cent gebracht :-/
    Und die Piratenpartei steht nicht für ein Abschaffen der Urhaberrechte, sondern für eine Reform derselben.

    Auf der anderen Seite ist mein Interesse an der Piratenpartei auch in meiner Vorstellung der „Europäischen Union“ begründet: Als eine Staatengemeinschaft, die einen gemeinsamen Markt hat, über eine eigene Armee verfügt und mit einer außenpolitischen Stimme spricht. Und sonst nichts tut. Alles weitere können die Staaten unter sich ausmachen – und lassen der 3. Welt dabei noch ein etwas größeres Stückchen vom Kuchen.

    …wobei die Piratenpartei natürlich nicht an dem Vorwurf der Monothematik vorbeikommt. Allerdings hilft ein gewisser (unterstellter?) gesunder Menschenverstand wahrscheinlich meistens weiter, als die übliche (unterstellte?) – mit Fraktionszwang kombinierte – starre ideologische Grundeinstellung der Abgeordneten.

    so long –

  15. 15
    at

    @c@lvin: Und dir vielen Dank, dass du mich siezt, hehe.
    Ich teile deine Einstellung weitestgehend, auch wenn ich persönlich vielleicht andere Prioritäten setze. Mir ging es tatsächlich nur um die ein wenig unglückliche Gegenüberstellung von Umwelt- und Netzaktivisten. Öko-Hardliner sind heute ja nur deshalb eine Randgruppe, weil deren Themenkomplex von allen etablierten Parteien ernst genommen wird, nachdem die Grünen immer größeren Zulauf bekamen. Analog dazu dürfte die Wahl der Piratenpartei auch dann langfristig Wirkung zeigen, wenn sie heute meiner Meinung nach völlig zu Recht als Protestpartei oder Randgruppe wahrgenommen wird. Insofern macht man sicher nicht viel falsch, wenn man sein Knochenkreuz unter deren Totenkopf setzt.

  16. 16

    Die grossen Parteien wachen langsam auf, ich hatte gestern Post von David Cameron. Interessanterweise nicht nur als Flugblatt sondern richtig als Post mit Namen und Adresse. Mal sehen ob von Labour und den Lib Dems auch noch was kommt.

  17. 17

    Yepp

    Das mit der )Werbung) ist für Festlandeuropäer, insbesondere Deutsche,
    so eng und breit wie ein Briefschlitz auf den Kanalinseln… I Think so
    _

    http://www.wahl-o-mat.de/europa/

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