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Mahnwache zum Beschluss des Netzsperren-Gesetzes

Bevor morgen die Netzsperren im Bundestag beschlossen werden, wird es ab 9:00 Uhr vor dem Brandenburger Tor eine Mahnwache der Netzsperrengegner geben.

Heute Abend schon ist ab 19:00 Uhr im newthinking store in der Tucholskystraße 48 in Berlin Mitte gemeinsames Transpimalen und Plakatebasteln angesagt.

Weitere Organisation, gern auch weitere Aktionen an anderen Orten über das Wiki des AK Zensur.

Jetzt erst recht: Aufstehen gegen Zensursula!

23 Kommentare

  1. 01
    ovit

    erinnert bisschen an die aufrufe zum bildungsstreik. benutzt auch diesen linken duktus, aber der kommt heute nicht mehr so gut an. vielleicht machen die paar studenten aber gleich mal weiter. dann wird’s noch was.

    und außerdem habe ich mich gerade hingesetzt.

    freue mich auf die tweets vom „transpimalen“.

  2. 02
    kai serschnitt

    ich glaube ja, dass ein großteil der ach so pikierten netzaffinen keinen mum hätte, auf die straße zu gehen, wenn ihm, wie momentan in teheran, die mullah-sa auf mopeds entgegen käme. lets face it: kaum hat jemand in person von frau von der leyen damit gedroht, ein bisschen wasser abzulassen aus dem planschbecken, vulgo: dem internetz, da mutiert die infantile sorge um den verlust des lieblingsspielzeugs zur paranoia im endstadium. eure sorgen möcht ich haben.

  3. 03
    fridge

    Mensch Kai, wie gut, dass es dich gibt, denn DU hättest nicht nur den Mumm, dich den „mullah-sa auf mopeds“ entgegenzustellen, nein, DU würdest sie natürlich alle machen mit einem vernichtenden Blick aus deinen stahl-blö… äh blauen Augen! Pass nur auf, dass du in der Zwischenzeit nicht versehentlich ein bisschen Wasser, vulgo Liquor aus deinem oberen Plantschbecken, vulgo Gehirn ablässt. Wär doch arg schade drum. Und was das eine mit dem anderen zu tun hat, erzählst du uns dann nach der Werbung, ja?

  4. 04
    kai serschnitt

    @fridge:
    was gibts denn zu abend in der außenwohngruppe?

  5. 05
    Parradiesstaub

    Samstag, 20. Juni 2009, 12:00 Uhr

    unter dem Motto

    „Löschen statt Sperren – Stoppt die Zensur“

    Die Piratenpartei – das sind wir. Dieser Aufruf geht deshalb auch an euch alle: Es ist jetzt an _euch_, diesen Plan umzusetzen. Und zwar vor Ort. Findet euch zusammen. Meldet eine Demonstration an. Und dann tragt euch unten ein. Findet lokale Verbündete vor Ort (andere Parteien, Gewerkschaften, politische/gesellschaftliche Gruppen). Denkt euch Aktionen aus. Haltet Reden. Machen wir aus dem Ding was ganz, ganz großes!

    http://wiki.piratenpartei.de/LoeschenStattSperren

    Städte:
    # Aschaffenburg
    # 2.3 Berlin
    # 2.4 Düsseldorf
    # 2.5 Frankfurt
    # 2.6 Hamburg
    # 2.7 Hannover
    # 2.8 München
    # 2.9 Potsdam
    # 2.10 Stuttgart

  6. 06
    Ano Nym

    Am vergangenen Freitag haben einige Leute bei einer Veranstaltung in der Uni Hannover, bei der Frau von der Leyen anwesend war, ein Transparent auf der Bühne heruntergelassen (ich war mit Zensursula-T-Shirt auch anwesend). Frau von der Leyen hat daraufhin eine – wie ich finde – ziemlich heftige Rede gehalten und kein Bild bzgl. des Missbrauchs von Kindern ausgespart. Allein dies zeigt mir, dass sie mit aller Kraft versucht, die Menschen auf ihre Seite zu bekommen, ohne auch nur ein klein bisschen Respekt oder Entgegenkommen uns gegenüber.

    Wer die Rede etc. nachlesen möchte: http://falsenegative.eu/archives/20090613-Zensursula-und-die-Verbalkeule/77

  7. 07
    gonsohm

    Keine Ahnung ob das hier ‚rein passt, aber ich bin dafür bei Wahlen neben den üblichen Stimmen die so abgegeben werden können auch Gegenstimmen einzuführen. So ähnlich wie bei BigBrother. Die Partei mit den meisten Gegenstimmen fliegt raus. Was bringt es einer Partei 35% der Wähler für sich zu haben wenn 45% die Partei Scheiße finden?

  8. 08
    Harm

    Achje, Transpi-Malen, T-Shirt-tragen, wem’s Spass macht.
    Das Bundesverfassungsgericht wird es hoffentlich richten, eine Minimalhoffnung setze ich auch auf den Bundesrat.
    Oder der EUGH, oder der nächste Koalitionspartner der CDU, der hoffentlich nicht SPD heissen wird, weil: Dass DIE nicht mehr zu stoppen sind, und Vernunft, Grundgesetz, Volks- und Expertenmeinung, etc. hier überhaupt keine Rolle spielen, haben wir ja schon durchexerziert.
    Vielleicht bin ich auch nur hysterischer Geisterfahrer und bekomme in Zukunft beim Aufruf von KiPo ein Stopp-Schild, wenn ich den Nameserver von 1&1 benutze – und die SPD hat dafür gesorgt, dass es genau dabei bleibt. Und dafür brauchts dann ein Gesetz? Nun, vielleicht hat das alles, auch durch die Proteste, schon so eine verpeilte Eigendynamik erhalten, dass durch die beachtliche mediale Präsenz der Proteste hier nur ein Kampf zwischen Leyen/Zypris so hoch gehängt wird, wie die beiden auch gerne mal so eine Aufmerksamkeit wie z.B. Guttenberg haben möchten.

    Vielleicht haben die Regierenden auch bald nix mehr zu verteilen, da die Ausschüttung von Phantasiesummen den Zerfall eines mathematisch nicht nachhaltigen Systems beschleunigt, und ich sehe nur den Aufbau einer Infrastruktur zur Kontrolle und Zensur.
    Für beide Szenarien male ich aber nie im Leben Transpis. Da hilft entweder nur Ruhe bewahren, bzw. schärfere Geschütze.

  9. 09

    Ich denke 130T Stimmen weniger zur Wahl bringen bei weitem mehr als 30 Leute die da rumstehen und Plakate hochhalten.

    Aber von den vielen die sich jetzt aufregen, geht keiner zur Wahl um zu zeigen was er davon hält…

  10. 10
    Badratgeber

    Na da bin ich ja mal gespannt was diese Demos bewirken… ich hoffe nur das auch zahlreich Menschen dort anwesend sein werden. Den nur wenn sich ein großteil auch dafür einsetzt wird sich etwas ändern können.

  11. 11

    @DeserTStorM: 130.000 von 62Mio Wahlberechtigten sind was? 0,002%. Das wird sich bei einer Wahl nicht niederschlagen. Petitionen haben eher Symbolcharakter. Wo es aber richtig physisch wird, sind Proteste mit echten, anwesenden Menschen! Da wo sich die Entscheider aufhalten. Was interessieren die denn (anscheinend) Namen auf Onlinepetitionsseiten oder paar Prozent Nichtwähler? Nur mit Anrufen, richtig physische Briefen oder mit physischer Anwesenheit kann man da was ausrichten. Solche Proteste sind genau das Richtige. Wäre ich nicht noch in der derzeitigen Klausurenphase gefangen, würde ich mich auch mal auf so einer Zusammenkunft zeigen lassen.

  12. 12

    Also ich denke die SPD als Partei tut fast schon gut daran, das Gesetz durchzuwinken! Natürlich aus parteilicher Sicht und rational betrachtet.

    Warum habe ich hier mal etwas erläutert:
    http://www.klonblog.com/2009/06/17/warum-die-spd-den-netzsperren-schon-fast-zustimmen-muss/

    Aber emotional und aus Sicht des Internets und seinen Nutzern ist das natürlich etwas ganz anderes…!

  13. 13

    Ich find’s gut. Und auch wenn es keine Massen sind, sieht es nicht schlecht aus: Link zum Foto. Ich fürchte nur die Presse wird es wahlweise ignorieren oder es als eine Demo „dieser Leute aus dem Internet, die alle nur Raubkopien verteilen wollen“ darstellen.

  14. 14

    @Yetused: Ok du kannst Prozentrechnen. Ich auch ;-) Aber im wenn man die Wahlbeteiligung mal so ansieht, sind wir bei 140T Stimmen schon bei 0,3%, und diese könnten durchaus wichtig sein.

    Und warum sollte es jemanden interessieren wenn da 50 Studenten irgendwo in Berlin mit ihren Plakaten in der Gegend rumstehen? Warum sollten die mehr Beachtung finden als der Straßenmusikant um die Ecke?

    Natürlich ist der revolutionäre Gedanke schön, das diese 50 Leute (wegen mir auch 500) den Gesetzesentwurf kippen. Aber so wirklich glaubt da wohl niemand dran….

    Zudem alle möglichen Aktionen die dieses Thema betreffen, derzeit einfach unkoordiniert überall mal irgendwann sich in irgendeiner Art ausprägen.

    Sicherlich wäre soetwas sinnvoll – wenn man die Gesamtheit gemeinsam zu solchen Aktionen bewegt (oder bewegen könnte).

    Und zu den Wählern: Die eigentliche Aussage, welche ich treffen wollte war: Von zuhause aus vorm PC können viele schimpfen und meckern, aber den Arsch hochbekommen und zu den Wahlen gehen (oder wegen mir zu den Protesten), das fällt für die meisten flach.

  15. 15

    Keine Ahnung ob das hier „˜rein passt, aber ich bin dafür bei Wahlen neben den üblichen Stimmen die so abgegeben werden können auch Gegenstimmen einzuführen. So ähnlich wie bei BigBrother. Die Partei mit den meisten Gegenstimmen fliegt raus. Was bringt es einer Partei 35% der Wähler für sich zu haben wenn 45% die Partei Scheiße finden?

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