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Horst Schlämmer: Isch kandidiere


Allein schon das Gesicht von Jürgen Rüttgers, als Schlämmer ihm sagt, er wolle Bundeskanzler werden, ist den Film wert. Man kann direkt hören, wie ihm die Dritten aus der Fassung fallen. Es gibt noch einen Haufen mehr dieser kleinen, manchmal sehr albernen, manchmal sehr lustigen Szenen, die zwar aneinandergereiht keinen Film ergeben, aber gute Unterhaltung.

Horst Schlämmer ist eine Kunstfigur von Hape Kerkeling (eigentlich dachte ich, das sei unnötig zu erwähnen, aber…). Und er ist der stellvertretende Chefredakteur des Grevenbroichener Tageblatts, der eines Tages beschließt: Die da oben kochen ja auch alle nur mit Wasser. Da koch ich mal mit.

Wenn Schlämmer dann durch die Lande zieht, um auf der Straße Unterschriften zu sammeln und Stimmung zu machen, wenn er sich mit B- und C-Prominenten trifft, um die Reichen im Sack zu haben, mit Bushido die Jugend erreichen will und erste Sondierungsgespräche mit den Grünen führt: dann ist das manchmal unerträglich peinlich, meistens aber auf eine sehr liebevolle Art witzig.

Großartig zum Beispiel, als Kader Loth am B-Prominenten-Expertentisch sitzt, ernst und wissend nickt und gleich darauf im Messer ihr Makeup überprüft. Die ganze blasierte Selbstverliebtheit und Selbstüberschätzung der sogenannten Künstler, die jetzt auch mal was für die Politik machen wollen, kommt in dieser kleinen Geste ans Tageslicht. Was für ein Unterschied zu der rabiaten, sarkastischen und kompromisslosen Haltung eines Kalkofes!

Es ist häufig geschrieben worden, der Film sei eine politische Offenbahrung. In der FAZ verstieg sich Oliver Jungen in der Behauptung, Isch kandidiere sei „ein basisdemokratischer Sommernachtstraum“. Das ist insofern falsch, als dass Kerkeling sich auskennt im Showbiz, Beziehungen hat, dass man in vielen Szenen merkt: die kennen sich alle. Das ist ein Klüngel. Kerkeling kriegt seinen Witz, Claudia Roth, Lale Akgün und Jürgen Rüttgers dürfen ihren Humor unter Beweis stellen und kriegen ihre Bühne. Das ist ein Tauschgeschäft, bei dem keiner verliert außer denen, die nicht dabei sind. Dagegen ist nichts zu sagen. Aber mehr als das ist es auch nicht. Dieser Film macht keinen Politiker zittern.

Hätte Kerkeling tatsächlich vor, die Politik umzukrempeln, hätte er sich ein anderes Beispiel genommen: Im Oktober 1980 gab der Komiker Coluche seine Kandidatur zur Präsidentschaftswahl bekannt. Sein Anspruch war es, den etablierten Politikern „in den Arsch zu treten“. Legendär seine Worte, als er der Presse seine Absicht mitteilte:

Ich rufe alle Faulenzer auf, alle Dreckigen, Drogenabhängigen, Alkoholiker, Schwule, Frauen, Parasiten, die Jungen, die Alten, die Künstler, die Knastis, die Lesben, die Azubis, die Schwarzen, die Fußgänger, die Araber, die Franzosen, die Behaarten, die Irren, die Travestiten, die Ex-Kommunisten, die überzeugten Nichtwähler, all diejenigen, die für die Politiker nicht zählen, für mich zu stimmen, sich in ihrem Rathaus zu registrieren und die Nachricht weiterzuverbreiten:

ALLE ZUSAMMEN, UM IHNEN IN DEN ARSCH ZU TRETEN MIT COLUCHE: Der einzige Kandidat, der keinen Grund hat, euch zu belügen!

Währenddessen murmelt Schlämmer, als er einen potentiellen Wähler erblickt: „Ah, Kundschaft.“ Ein Detail, ja, aber eines, das den ganzen Unterschied zwischen einem basisdemokratischen Sommernachtstraum und einem ohne Zweifel lustigen Film zeigt.

Als verschiedene Umfragen Coluche bei 10 bis 16 Prozent verorten, merkt die Politik auf: Nach diversen Interventionen boykottieren ihn die Medien, der Innenminister Christian Bonnet soll verfügt haben, das Privatleben Coluches auseinanderzunehmen, um diskreditierendes Material an die Presse weiterzugeben, anonyme Morddrohung folgt auf anonyme Morddrohung. René Gorlin, Coluches Regisseur, wird erschossen aufgefunden: Die Umstände konnten nie abschließend geklärt werden. Am 16. April 1981 zieht Coluche seine Kandidatur zurück.

Auf der Premierenfeier zu „Isch kandidiere“ war auch Jürgen Rüttgers anwesend: als der sich im Applaus der Menge baden wollte, hat Kerkeling ihn auf die hinteren Plätz verwiesen: „Is besser, dasse hinten sitzt.“

31 Kommentare

  1. 01
    timur

    Der Horst ist schon ein lecker Kandidat, genau wie die Kollegen hier: http://www.backhausnahrstedt.de/main.cgi?action=Start_Wahl

  2. 02

    Horst Schlämmer ist eine Kunstfigur von Hape Kerpeling (eigentlich dachte ich, das sei unnötig zu erwähnen, aber“¦).

    Falsch!
    War das ein Test? Falls ja, was hab ich gewonnen?

  3. 03
    Nico

    Ich dachte, er sei eine Kunstfigur von Hape Kerkeling.

  4. 04
    Schtuef

    Ich nehme mir heraus, obwohl ich den Film nicht gesehen habe, zu behaupten dass Hape Kerkeling ein Beispiel der schlechten deutschen „comedy“ ist.
    Bei nem guten politischen Kabarett lache ich jedoch gerne.

  5. 05
    matti

    @Schtuef: Volker Pispers zB?

    Klasse find ich ja Herrn Schlämmers Anlehnung an Obamas Slogan: „Yes, weekend!“

  6. 06

    @Frédéric Valin:
    Okay, war offenbar kein Test. Mist, wieder nix gewonnen :o(. Die anderen Kerpelings solltest Du aber auch noch gegen Kerkeling austauschen ;o).

  7. 07
    Julius

    Nein, Hape Kerkeling ist nicht für knallhartes Politkabarett bekannt, tritt niemandem „in den Arsch“ und lehrt keinem Politiker das Fürchten. Hat er nie, wird er nie.
    Bitte keine „sollte er aber“, „da müsste ein ganz anderer kommen“, „ich mag lieber bissiges Kabarett“ oder „die Deutschen haben keinen Humor“ und auch kein „mischt den Wahlkampf auf“ mehr – das ist Klamauk und wie gesagt „mehr nicht“.

  8. 08
    Frédéric Valin

    @Iris: Ich konnte gestern Abend noch nicht kandidieren, äh.. kommentieren. Danke für den Hinweis. Gewonnen hab ich ein Legastheniker-Schild, das ich mir ab jetzt auf den Rücken stecke. Klebe. Nähe. Weiß noch nicht.

  9. 09
    Schtuef

    @matti: ohja, gutes Beispiel :)

    Der Spruch hat allerdings was, muss ich zugeben.

  10. 10
    oLiGaRcH

    Danke für Erhellendes zu Coluche. Die ganze Geschichte war mir vorher nicht bekannt.

    Satireparteien werden so lange geduldet, solange sie das Nichtwähler-Dilemna symphatisch auf’s Korn nehmen und nicht die Pfründe der Etablierten abschöpfen?

    Interessant.

  11. 11
    Maltefan

    das ist also amüsant und fefes petition ist ein angriff auf den rechtsstaat und böse, weil „denen da oben in den arsch treten“ keine legitime haltung ist (ausser natürlich man ist franzose)?

    aha.

  12. 12
    Igor

    Ich werde mir lieber DIE PARTEI – DER FILM anschauen. Sicher interessanter als Horst *IchhustundgrunzrumunddasistmeinHumor* Schlämmer. :-)

  13. 13

    Och neee, jetzt fangt nicht auch noch mit dem Vollschrott an. Sorry, aber mich macht das garnicht an, sondern nur ab….

    btw: Beim Versuch, das Video auszudrucken, musste sich mein Drucker übergeben.

  14. 14

    Das Wahlprogramm von Horsti ist auch in nachhinein, am Tresen diskutiert. überschaubar (nix mit Theke).

    Schlimmer ist das wirklich wahre Leben.

    http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

  15. 15
    Frédéric Valin

    @Maltefan: Ach, herrje. Die Kunstform des Films ist zu unterschieden von einer rein symbolischen Petition.

    Wenn Fefe kandidiert, lass es mich wissen.

  16. 16
    Maltefan

    @Frédéric Valin: Ist sie? Politiker vorführen darf man also nur in Dir genehmen (Kunst)formen? Symbolische Petition bäh, symbolische Kandidatur hurra? Ich weiss ja nicht, was sie Dir in letzter Zeit in den Kaffee tun, aber es bekommt Dir nicht.

  17. 17
    Frédéric Valin

    @Maltefan: Der entscheidende Unterschied ist folgender: Fefe führt keine Politiker vor. Er hat klar gesagt, was er mit der Petition will, und das läuft auf die Absatzung des Parlaments raus. Das kann man witzig finden, wenn man einen Sinn für Realsatire hat, ich fands nicht witzig, geschenkt.

    Schlämmer macht was anderes: er demaskiert. Es ist ein Gefälligkeitsfilm und keine Opposition, will sie ja auch gar nicht sein (wie sie Fefe häufig ist und immer sein will).

    Von Hurra ist oben keine Rede, ich sage deutlich, das es nie im Leben die politische Dimension eines Coluche hat.

    Das mit dem Rauchen aufhören hat Dir aber auch nicht gut getan…

  18. 18
    Maltefan

    @Frédéric Valin: Naja, wie schon gesagt, „denen da oben in den Arsch treten“ ist ne Haltung über die Du Dich neulich ganz, ganz entsetzlich erregt hast. Bei nem französischen Komiker ist es auf einmal FTW. Verstehe ich nicht.

    Als ich mit dem Rauchen aufgehört habe bist Du noch als Quark im Schaufenster gelegen :P (ist jetzt so ca. 15 Jahre her).

  19. 19
    Frédéric Valin

    @Maltefan: Nein, ich hab mich nicht darüber erregt, jemandem mal in den Arsch zu treten. Ich hab mich darüber erregt, ohne Sinn und Verstand auf etwas einzuprügeln, das man offensichtlich nur in ganz groben Umrissen verstanden hat. Und ich hab mich darüber erregt, dass man aus „denen da oben“ noch mehr „die da oben“ machen wollte.

    Denn was heißt das im Endeffekt, ein in juristischen Belangen 100% firmes Parlament zu haben (abgesehen davon, dass das überhaupt nicht machbar ist, aber tun wir mal so, als wärs das)? Das heißt, dass es tatsächlich keine Automechaniker und Buchhalter und Erzierhinnen mehr im Bundestag geben wird. Und das finde ich fatal. Das Parlament sollte das Volk vertreten, das tut es jetzt schon viel zu wenig. Die Masse an Kommentaren, die glauben, eine Demokratie würde geführt wie ein Unternehmen, fand ich erschreckend. Einerseits beklagt man sich, dass die Herrschaften im BT in ihrer eigenen Blase leben, und andererseits unterstützt man eine Petition, die der Stoßrichtung nach genau diesem Fakt vorschub leistet.

    Das ist albern und schlecht durchdacht. Darüber hab ich mich aufgeregt. Mag sein, dass ich schonmal als Quark im Schaufenster gelegen habe, aber das gibt ja heute keinem das Recht, seinen Quark mit ins Schaufenster zu legen. ;)

  20. 20
    Elec

    Ja ich bin ein Klugscheisser. Aber wer bei Haberkamm gelernt hat, dem ist dieser fauxpas ins Hirn eingebrannt:

    „insofern, als ich mir…“ anstelle „insofern, als >dass< ich mir…"

    …und tschüss

  21. 21
    Maltefan

    @Frédéric Valin: Du tust ja grade so als wenn so eine Petition, selbst wenn sie denn angenommen und vielfach gezeichnet würde, 1:1 in ein Gesetz eingehen würde. Und genau dieses unsägliche Hyperventilieren, mit dem Du eine Petition(!) zum Untergang des Abendlands hochsterilisierst (sic), geht mir so auf die Eierstöcke. MMn würde es durchaus rein gar nichts schaden wenn unsere Damen und Herren Abgeordneten mal ein bisschen drüber nachdenken würden ob das denn wirklich nottut, für Gesetze zu stimmen von denen sie schon wissen, dass das Verfassungsgericht sie gleich wieder kassieren wird. Wie man sich darüber weniger erregen kann als über so ein Petitiönchen wird mir ewig ein Rätsel bleiben, vor allem, weil hier ganz andere munter dabei sind, den rechtsstaat abzuschaffen, und zwar mit bedeutend größeren Erfolgsaussichten.

  22. 22
    Frédéric Valin

    @Maltefan: Und Du tust so, als wüssten die Damen und Herren Abgeordneten schon vorab, ob ein Gesetz verfassungskonform ist oder nicht. Der ewig zitierte Spruch von „auf Kante genäht“ ist ja uatsch: entweder ein Gesetz ist verfassungskonform, oder es ist es nicht. Punkt.

    Wenn der Vorwurf lautet, ernstgenommen zu haben, was Fefe meinte, bin ich schuldig. Ich hab mit dem, was ich schrub, noch nicht einmal übertrieben: ich habe nur zu Ende gedacht, was Fefe eigentlich fordert. Protest hin oder her, wer, die Verfassung schützen zu will und sich gleichzeitig an der Gewaltenteilung vergreift, hat sie nicht mehr alle.

    Es ist ja nicht so, dass es da nicht elegantere und zumindest ansatzweise durchdachtere Lösungen gäbe. Im römischen Recht gabs mal die Möglichkeit, gewählte Volksvertreter nach ihrer Abwahl für ihre Entscheidungen im Amt zivilrechtlich zu belangen: das hätte einen ähnlichen Effekt, ohne dass man sich selbst aus reiner Protesthaltung gleich zum Antidemokraten macht.

    Ich hätte auch weiß Gott nicht darüber gebloggt, wenn nicht 11 Blogs auf die Petition mit uneingeschränkter Zustimmung reagiert hätten. Obwohl sie offensichtlich für die Tonne ist.

  23. 23
    Maltefan

    @Frédéric Valin: Dir wurden hier schon mehr als genug Beispiele genannt wo Abgeordnete für ein Gesetz gestimmt haben, obwohl ihnen von vorneherein klar war, dass das Verfassungsgericht es wieder kassieren würde. Warum ignorierst Du das einfach?
    Dass jemand eine Petition einreicht, in der eine durchaus ernsthaft diskutierte 3-Strikes-Regelung, die sich aber halt wieder mal gegen das doofe Wahlvolk richtet, karikiert wird, ist ja nun wirklich bedeutend antidemokratischer als alles andere, was hierzulande so abgeht. Geez.

  24. 24
    Frédéric Valin

    @Maltefan: Ja, es gibt viele Probleme in diesem Land, und ich habs wieder nicht geschafft, sie alle in einem Post abzuhandeln. Kacke.

    Machen wirs einfach: Du meinst, Zweck heiligt Mittel, und mir ist immer noch nicht klar, was der Zweck sein soll. „Denen da oben aufs Maul“, okay, und sonst?

    Es ist nie von vornerhein klar, was das Verfassungsgericht kassiert, ansonsten bräuchte man es auch gar nicht. Ich hab mich darüber inzwischen mit vier Juristen unterhalten, und alle sagen: Was die machen, das muss man nicht immer verstehen. Das hat sogar nen Namen: die blaue-Himmel-Theorie. Es ist schlicht falsch, zu glauben, dass die Abgeordneten vorher wüssten, ob ein Gesetz verfassungsfeindlich ist oder nicht. Irreversibel hat das in den Kommentaren zum fefe-Post sehr schön erklärt.

    Zypries legendär gewordenes „auf Kante genäht“ bezog sich ja auch darauf, dass es dazu noch keine Rechtsprechung gebe. Und also dass die Rechtslage in der Sache mal geklärt werden müsse. Zypries mag in vielen Dingen ahnungslos sein, aber verfassungsfeindlich ist das nicht.

    Und offensichtlich bestehen da noch ein Haufen mehr Missverständnisse.

  25. 25
    Maltefan

    @Frédéric Valin: Nicht nur nicht in einem Post, sondern eher gar nicht, würde ich mal sagen.
    Wenn die Abgeordneten selber sagen, sie zweifeln an der Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzes, dann sollen sie gefälligst dagegen stimmen, verdammt nochmal. Da muss ich mir doch nicht sicher sein, ob das Verfassungsgericht das später kassieren wird, da sollte doch shcon das eigene ungute gefühl reichen, dass man gerade die Verfassung massakriert. Fraktionsdisziplin gut und schön, aber da sollte es dann wirklich aufhören.

    Nein, der Zweck heiligt nicht die Mittel, aber was du hier abziehst ist ganz schön out of proportion. „Der Zweck heiligt die Mittel“, bei so einem Spruch würde ich als Mittel die Gründung einer neuen RAF erwarten, nicht eine harmlose Petition, die ja schon per definitionem null Schaden anrichten kann.

    Auch den Zweck, vulgo die Absicht, haben Dir schon mehr als genug Leute erklärt, und fefe schreibt es ja sogar selber: eine Diskussion in Gang zu bringen genau über die immer weiter um sich greifenden oben beschriebenen Praktiken: Abgeordnete stimmen mit „Ja“ in dem Gefühl, das Grundgesetz zu misshandeln, weil die Fraktionsdisziplin das so will. Und nebenbei auch noch das abartig unrechtsstaatliche Element einer 3-Strikes-Regelung ins Spiel bringen, wie sie ja, wie auch schon mehrfach erwähnt, für ganz schlimme Verbrechen gegen das Eigentum mancher Firmen durchaus ernsthaft diskutiert wird. Wie gesagt scheint Dich das ja alles nicht aufzuregen, während Du bei so einer Aktion von „Abschaffung des Rechtsstaats“ hyperventilierst.

    Liest Du eigentlich gar nichts von dem, was die Kommentatoren hier schreiben, oder geht’s Dir nur noch darum in bester eristrischer Dialektik die Diskssion zu gewinnen?

    P.S.: Und um das mal klarzustellen: Ich habe kein Problem damit, dass Du die Aktion schlecht, blöd, albern, ungut, whatever findest. Die Art und Weise wie Du Dein Missfallen hier zur Gefahr für den Rechtsstaat aufbläst, die geht mir auf die Eierstöcke.

  26. 26
    Frédéric Valin

    Ich bin doch nicht dagegen, eine Diskussion über Fraktionsdisziplin zu führen. Aber die Three-Strikes-Regelung, wie sie die loi Hadopi in Frankreich einführen wollte, beeindruckt mich nach der Stellungnahme des Europäischen Parlaments auch nur bedingt. Was Gorny und Krüger-Leißner sich da zusammenfantasieren, nehm ich tatsächlich nicht ernst. Vorerst nicht. Vertrauen auf Artikel 10 des GG statt Angst, wie auch immer. Mag sein, dass ich damit daneben liege, aber das ist ja wohl noch nicht ausgemacht.

    Out of proportion: das ist ein Vorwurf, den man sich gegenseitig hin- und herwerfen kann. Hier eine Petition, da ein Post. Insgesamt geht mir dieser Alarmismus auf den Sack, dieses „Wir stehen kurz vor dem Untergang des Abendlandes“. Dem ich – mea culpa – selbst mitverfallen bin.

  27. 27

    Ich fand „diese Klamotte“ wirklich gut! Ganz besonders haben mir Hape Kerkelings Parodien gefallen und durchweg alle Songs in diesem heiteren und wohl nicht ganz ernst zu nehmenden Filmwerk.

  28. 28

    Paul belien posts a quote from the Dissident Frogman. ,

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