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Bayern München – Bayer Leverkusen 1:1


Die Reaktion von Hoeneß und Beckenbauer auf die Kritik Lahms vor einiger Zeit war demaskierend und in einer Form erbärmlich, dass mir die Luft gefehlt hat, so offensichtlich haben die beiden nicht verstanden, was genau Lahm angekreidet hat. Erfolg sei das einzige, was zählt, eine Spielphilosophie sei in Titeln zu messen, um anderes ginge nicht: Meisterschaften. Wer Erfolg hat, der hat auch recht. Und der FCB ist erfolgreich gewesen in den letzten Jahrzehnten. Ende der Diskussion.

Es liegt sehr viel Verachtung in dieser Einstellung, viel Verachtung für das, was der Fußball ist oder sein könnte. Im Fußball spiegeln sich immer auch gesellschaftliche Ideen und Dogmen, und was Hoeneß und Beckenbauer hier zusammenargumentieren, ist ein zentrales Credo des Neokonservatismus: Fußball ist ein Belohnsystem, man arbeitet hart, dafür kriegt man Geld und Aufmerksamkeit. Und es ist egal, wie man dazukommt, Hauptsache: es funktioniert. Das ist die Pest des Pragmatismus.

Der klassische Witz über Leverkusen geht so: Was ist das da oben? Die Pokalvitrine von Bayer Leverkusen. Bisher ist das immer als Manko angesehen worden, und nicht als Vorteil. Ein Fußball, der sich selbst genügt, braucht keine Ehrung, um aufgewertet zu werden, weil er sonst so dröge und langweilig ist wie Mario Barth.

Das Spiel war in der ersten Halbzeit fantastisch, und das lag in erster Linie an Leverkusen. Die Gänsehaut, die ich hatte, als Toni Kroos per Hackentrick den Ball zu Kießling durchgesteckt hat… Dafür kann Bayern meinetwegen hundert Mal die Schale kriegen für, ich will Leverkusen sehen und Hoffenheim und Bremen, weil es während derer Spiele die Möglichkeiten gibt, etwas zu sehen, was man davor für unmöglich gehalten hat.

Erfolg ist kein Qualitätsmerkmal, nicht für den Zuschauer, der Fan des Fußballs ist und nicht Anhänger eines Vereins. Soll sich Hoeneß ruhig als kleiner Streber aufspielen, der den Buchstabierwettbewerb gewonnen hat. Und meinetwegen sollen sich die Bayernfans nach wie vor diese Strebermentalität feiern. Wenn ich die Wahl habe zwischen einer Saison voller mittelmäßiger Spiele plus eine Meisterschaftsfeier, und einer Saison mit sechs, sieben hervorragenden Spielen ohne Meisterschaftsfeier am Ende, dann bin ich nicht Masochist genug, um am Ende die Bayern-Spiele zu sehen.

Außer gegen Leverkusen.

41 Kommentare

  1. 01

    fast ohne wortspiele und witz: die beste buli-kolumne hier. beinahe bewegend.

  2. 02

    Bis zu Stelle an dem (wie so oft) alle Bayernfans über einen Kamm geschoren werden, stimm ich Dir voll und ganz zu.

  3. 03

    Der Ball ist flacher als rundherum angenommen.
    http://www.google.com/search?client=safari&rls=en&q=Fussballergebnisse&ie=UTF-8&oe=UTF-8

    http://www.bing.com/search?q=Fussballergebnisse&form=OSDSRC

    Meine Sichtweise ist wohl genauso wenig perfekt wie die der hoch
    bezahlten Ledertreter. Die Journaille berichtet auch über sich durch
    Überanstrengung übergebende Sportler. Teilweise mit gebührenden Humor.

    Mein Favorit

    Eight Ball

    Die Berichterstatter sind sowas von entspannt, da finde ich keine Wörter.

    Nix für Ungut

  4. 04

    Ich versteh die Bildauswahl einfach nicht =)

  5. 05

    Im Fußball darf wohl die Kritik der Spieler, vor allem am Verein selbst, immer nur in schön verpackten kleinen Dosen preisgegeben werden.

  6. 06

    Stimme Markus (#02) zu und finde, auch und erst recht als Bayern-Sympathisant, den Text sehr treffend und erschreckend wahr.

  7. 07
    humoor

    im Fußball geht es nur ums gewinnen!
    Alles andere ist Heuchelei!

    Eine Niederlage der eigenen Mannschaft anzusehen ist zwar nur halb so schlimm, wenn die gut gespielt haben, aber es bleibt trotzdem eine Niederlage!

    zu den Bayern muss ich nix mehr hinzufügen^^

  8. 08
    Ste

    ich hasse fußball.es ist wie das bild: falsche wände, falscher mahagoniboden.

  9. 09

    @humoor:
    Das tolle daran ist dass ein über 08/15 Spiel zu berichten
    noch Geld erbringt. Da muss doch keiner Journalismus studiert haben.
    Hier kann doch auch der letzte Depp seine Meinung kundtun. (Ich)

    Fred ist hiermit als Autor nicht gemeint. Wohlgemerkt!

    Nur zur Ablenkung:
    http://soccernet.espn.go.com

  10. 10
    Rox

    Blöde Kolumne.
    Was willst du sagen? Der Retorten-Klub Bayer ist sehenswert? Ha. Haha.

    Hoeneß Reaktion auf Lahms Kritik mag bezeichnet schwach gewesen sein – Lahms Kritik war allerdings auch nicht besser.
    Bayern soll es wie Barcelona machen? Lächerlich.
    Da halte ich es grne wie der unsympath Hoeneß. 500.000.000 Euro Schulden? Tolles Konzept.

  11. 11
    Ste

    und falsche kommentare.

  12. 12
    lork

    @Rox: getroffene Hunde bellen ;)

  13. 13
    michi

    also eines scheint mir hier unterzugehen. wenn das konzept des fc bayern erfolg statt fussball heißt, dann frage ich mich, womit sich honeß und co. denn brüsten?
    ich habe in den letzten jahren keinen wirklich erfolgreichen fc bayern gesehen – besonders nicht was das verhältnis zu den jeweiligen ansprüchen betrifft. bayern und honeß klingt irgendwie nach auslaufmodell. klingt irgendwie nach talfahrt. klingt irgendwie nach einer dicken investition zur winterpause. spielmacher gesucht…
    oder doch baumjohann wieder aus dem weihnachs-special-ausverkaufkatalog streichen…

  14. 14
    Diego Schlonk

    So könnte auch van Gaals Trainerzimmer nach morgen (?) aussehen.

  15. 15
    Juergen

    Ich habe als Fussballfan sowieso nichts dagegen das hier auch Ligathemen besprochen werden, aber muss es denn auch hier um die Bayern gehen. In jeder Sendung, Blog, Zeitung Bayern hier und Bayern da. Ich kann es nicht mehr hören.

    Der deutsche Fussball besteht nicht nur aus Bayern München. Nichts über, mal wieder, brilliante Bremer, tolle Leverkusener oder Hoffenheim. Lieber Berichte über van Gaal und den FC Bayern. Dabei weiss doch jeder, der das Spektakel einigermassen nüchtern betrachtet kann, das die Herren Hoeness und Rummenigge auf dem Weg dorthin sind wo der Kaiser schon ist. Dummes Zeug erzählen und keiner traut sich was zu sagen, sonst holt der Würstchen Uli wieder den Holzhammer raus.

    Was wollen wir wetten das in der Woche wieder nur die Bayern Thema in der CL sind, wen interessiert den schon der deutsche Meister. Unerträglich ist es geworden

  16. 16

    @Juergen Warum motzen Leute eigentlich immer in irgendwelchen Themen, das sie diese Themen nicht interessieren? Warum lesen solche Leute dann überhaupt solche Beiträge? Dieses verhalten hab ich noch nie verstanden und werde es auch nicht verstehen. Wenn mich was nicht interessiert schau ich es einfach nicht an und gut iss.

  17. 17
    Juergen

    @Markus: Fussball interessiert mich schon, ich finde es nur unheimlich schade das es bei Fussballthemen meistens um Bayern München geht.

  18. 18

    @Juergen: Ich hab gefühlt bisher mehr über den HSV als über die Bayern geschrieben. Tatsächlich läuft meine Auswahl für Spiele, die ja mehr Aufhänger sind für einen Artikel, so: ich wähle ein Spiel aus, das mir interessant scheint, und schaue dann, ob das terminlich nicht mit anderen Dingen kolidiert. Wenn dem nicht so ist, schreib ich darüber.

    Da kannst hier gerne Wünsche äußern über Spiele, die Dich interessieren: allerdings kann ich nicht versprechen, dass mich das ähnlich fesselt und ich dann darüber schreiben werde.

    Bayern ist der wichtigste Verein im deutschen Fußball, was noch eine Erklärung ist, warum so viel über sie geschrieben wird.

  19. 19

    Natürlich will jeder Anhänger einer Mannschaft seinen Verein am liebsten siegen sehen. So oft es halt geht. In Bochum (Stefan Niggemeier ist da ja zum Beispiel Symphatisant und Sänger Herbert Grönemeyer ließ sich in der Historie auch schon vorm Spiel sehen) passiert das zum Beispiel etwas weniger wie in Bremen oder in Hamburg beim HSV oder bei Bayern München. Natürlich kann ein packendes Spiel mit einer knappen Niederlage auch ein schöner Nachmittag gewesen sein. Ein Berliner Kumpel von mir hat zwei Söhne. Beide halten auf Bayern München. Der Papa ist in Berlin zur Welt gekommen und immer in Berlin geblieben. Seit Urzeiten geht er zur Hertha. Als ich ihn fragte wieso denn beide Söhne Bayern München Fans sind antwortete er mir: „Sie wollen möglichst jeden Sonnabend eienr Mannschaft die Daumen drücken die meistens gewinnt.“ Das war 2003.

    Diese durchaus lobenswerte ehemalige olympische Maxime – Dabei sein ist alles – verfängt meistens nicht. Wer spielt Tischtennis ohne zählen ? Wer mag beim Beachvolleyball nicht mitzählen ? Wer spielt Fußball und sagt: Spielstand uninteressant ?

    Ein paar Worte noch zu Leverkusen. Was haben die nicht alles unternommen um einmal die Meisterschale in den Händen zu halten? Trainer Christoph Daum ließ einst die Spieler im Beisein von Motivationstrainer Jürgen Höller barfuß über Glas gehen. Brasilianische Spieler wurden in Stückzahlen eingekauft, wie ich beim Bäcker meine Brötchen hole. Calmund angelte sich einst in der Wendezeit die Fußballstars Andreas Thom und Ulf Kirsten aus der DDR. Michael Ballack wurde später vom 1. FC Kaiserslautern losgeeist. Als die Werrkself 2000 in Unterhaching am 34 Spieltag die Meisterschaft vergeigte weinte ganz Leverkusen. Die Tränen von Calmund, Daum, Kirsten oder Ballack sind mir noch gegenwärtig.

    Viele schwärmen von Barcelona. Ja, sie spielen schönen Fußball. Wer hat eigentlich die Champions-League 2009 gewonnen? Barcelona. Ach, so.

    Natürlich liegt Bayern fast jeden Nicht-Bayern München Fan etwas im Magen. Das geht im Eishockey jedoch auch vielen Nicht-Eisbären Fans mit den Berliner Eisbären und den Anschütz Geldern oder im Basketball den Nicht-ALBA Fans mit ALBA Erfolgen und dessen progressiver Vermarktung oder im Handball den Nicht-Kiel Fans mit dem Dauersieger THW Kiel so.

    Erfolg macht sexy.

  20. 20
    schall und rauch

    Der FC Bayern München war ja durchaus mal in der Lage, attraktiven Fußball zu spielen, ungefähr in der Zeit von 1998 bis 2001. Damals waren sie ja auch sehr erfolgreich, und das ohne Zirkuspferde wie Franck Ribery, sondern mit einer Bundesliga-All-Star-Mannschaft, die auch wirklich als Mannschaft auftrat. Anscheinend kann sich bei den Bayern niemand daran erinnern. Auch ein Grund für das erfolglose, unansehnliche Spiel in letzter Zeit.

  21. 21
    menomena

    die ansicht von hoeneß und beckenbauer (hauptsache erfolgreich) wird doch von 99% der fussball-fans geteilt. kannst ja mal bremen, leverkusen, hoffenheim (ob fans oder verein) fragen, was sie lieber hätten: 20 meisterschaften oder fußball mit philosophie.

  22. 22
    kelo

    Auch wenn es die Bayern-Fans nicht wahrhaben wollen, aber: Das System Uli Hoeneß ist ein Auslaufmodell. Es mag 30 Jahre funktioniert haben die teurersten Spieler zu kaufen, aber das reicht im heutigen Spitzenfussball nicht mehr. Die Konkurrenz hat aufgeholt und plant viel cleverer und effizienter als früher und der FC Bayern heute.
    In ein paar Jahren könnte die Dominanz der Bayern endlich Geschichte sein. Bis dahin wird man noch sehr oft den roten Kopf vom Honeß sehen können :D

  23. 23
    Buck Naked

    ich war mal bayern-fan. die schönste zeit war zum einen unter trap, als man kein geld hatte und einen haufen amateure spielen liess, sich gegen ajax und psg ordentliche packungen holte, aber immer kämpfte. zum anderen die zeit mit der niederlage gegen manu in der nachspielzeit und der uefa-cup-sieg.

    alles was danach kam war ziemlicher mist.
    meisterschaften hin oder her.

  24. 24

    das bild ist passend gewählt. es ist der raum mit den leuten, die es interessiert.

  25. 25

    Das Bild passt wie die Faust aufs Auge ;)

  26. 26
    sebi

    soso, hoffenheim und leverkusen sind also schöner anzuschauen…
    da fehlt dann noch wolfsburg anstelle von bremen und schon haben wir das dilemma der bundesliga beisammen.
    natürlich spielen die nett anzusehenden fussball, aber mit welchen mitteln? wob und lev sind doch reine werbemaßnahmen ihrer konzerne, hoffenheim immerhin bloß spielball eines sportbegeisterten milliardärs. die kaufen dann einfach alle talente und sportleiter anderer vereine auf und schwupps: ein toller erfolgreicher fussball wird gespielt.
    da ist mir doch trotz aller abneigung gegenüber hoeneß und rummenigge der fc bayern noch lieber. alle andern mannschaften sowieso :)

  27. 27
    lork

    @sebi: Nein, so einfach ist das eben nicht tollen, erfolgreichen Fussball zu spielen. Sonst würden es ja alle machen. Es ist eine Mischung aus professioneller Planung, Scouting und ein wenig Mut zum Risiko. Also genau dem Gegenteil vom FC Hoeneß. Der kauft nämlich nur fertige Spieler, oft auch nur um die Konkurrenz zu schwächen — das hat schon was parasitäres.
    Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass die Dominanz eines Vereins dem deutschen Fussball auch ein bißchen geschadet hat. In Italien gibt es Milan, Inter und Juve, in Spanien Real und Barca und in England ManU, Chelsea, Liverpool und Arsenal. Bei uns immer nur den FC Bayern – das ist doch langweilig.

  28. 28
    sebi

    @lork:

    schon größtenteils richtig was du schreibst, nur geht es mir gewaltig gegen den strich, dass solche retortenclubs diesen erfolg verbuchen (nur möglich aufgrund höchst wettbewerbsverzerrenden finanziellen zuwendungen) und nicht „natürlich“ gewachsene vereine.

    aber vielleicht bin ich da auch einfach zu altmodisch und romantisch für

  29. 29

    @lork: Sorry ich kanns echt nicht mehr hören.

    Kraft Rennsing Lahm Badstuber Lell Ottl Schweinsteiger Müller

    Früher gab es auch mal Nerlinger Kuffour Hamann Ziege und Co.

    Bayern hat immer auch gute bis sehr gute Spieler aus der eigenen Jugend. Dann kommen noch so Fälle wie Görlitz, Breno und Konsorten hinzu was man auch nicht unbedingt als fertige Spiele bezeichnen kann.

    Es kommt nicht selten vor das 5 Spieler aus den eigenen Reihen auf dem Platz stehen. Wieviele andere Vereine gibt es die das aufbieten können?

  30. 30
    Frédéric Valin

    @sebi: Es gibt keine natürlich gewachsenen Vereine. Jeder Verein hat seine eigene Geschichte mit seinen eigenen Seltsamkeiten. Die Jahre der Dominanz des FCB beispielsweise wurden eingeleitet durch den Bau des Olympiastadions, staatlich subventioniert, versteht sich: da sich damals die Etats der Clubs in erster Linie aus Ticketverkäufen zusammensetzten, hatte der FCB gegenüber Gladbach plötzlich einen riesigen Vorteil, weil doppelt so viele Leute in ihr Stadion gingen.

    Diese Dominanz hat sich durch die 80er und 90er erhalten; gleichzeitig ist der FCB deswegen an die vielen Fernseh- und Preisgelder rangekommen, weil er diese Dominanz klug genutzt hat und ausgebaut. Keine Frage.

    @Markus: Man kann zugespitzt sagen, dass generell, wenn ein Spieler zu Bremen geht, er 20% besser wird. Wenn er zu Bayern geht, 20% schlechter.

    Ich denke auch, dass der FCB inzwischen besser ausbildet. Aber außer Schweinsteiger und Lahm sind keine Spieler dabei rausgekommen, der den Ansprüchen des FCB genügt. Lell, Ottl, Badstuber und Rensing sind durchschnittliche bis knapp überdurchschnittliche Bundesligaspieler. Müller muss man mal sehen. In der Zeit hat Barcelona ganze Nationalmannschaften ausgebildet, von Arsenal gar nicht zu reden.

    Allerdings sind die Bayern selten in der Lage, einem Spieler weiterzuhelfen, der noch nicht fertig ist und der zum FCB wechselt.

  31. 31

    @Frédéric Valin Mit den 20% stimm ich Dir teilweise zu. Aber oft sind es Spieler die komischerweise woanders auch nichts mehr bringen. Liegt das jetzt nur am FCB oder teilweise nicht auch an dem Spieler? Man sollte auch mal eine Statistik dagegenhalten wieviele Spieler zum Beispiel zu Real, Barca oder so gewechselt sind und es da nicht zu dem gebracht haben was erhofft wurde. Liegt es ab und zu evtl. auch dem „jetzt hab ich es geschafft“ Denken einiger Spieler?

    ###
    Eine Studie der Technischen Universität München zeigt, dass seit 1999 ganze 61 Prozent der Regionalliga-Spieler des FC Bayern später Lizenzspieler wurden, also Profis in der ersten oder zweiten Bundesliga. Zwei Drittel davon sind in der ersten Liga untergekommen – eine beachtliche Statistik.
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    Ich find es auch schade das dies meist bei anderen Vereinen und nicht beim FCB selber ist. Aber ersten ginge das eh nicht alle unter einen Hut zu bekommen und zweitens, wielang hat Barcelona gebraucht bis denen ihr System mit Jugendspieler funktionierte? 6 Jahre ohne Titel. Bei unsere Medienwelt bekommt diese Zeit leider kein Verein.

  32. 32
    Frédéric Valin

    @Markus: Gegenbeispiel Frings, Gegenbeispiel Hummels, Gegenbeispiel Jansen, Gegenbeispiel Zé Roberto, Gegenbeispiel Santa Cruz. Die Liste derjenigen, die später besser gespielt haben, ist beinah endlos.

    Es liegt am System. Bayern hat kaum einen der Spieler, die sie eingekauft haben, besser gemacht. Vor allem keinen Topeinkauf (eventuell wird das mit robben was, wenn er mal von der Krankenstation runter ist).

  33. 33

    Frings ok aber den seh ich auch als Fehleinkauf, war absolut nicht nötig. Ist wie momentan im Sturm viel zu viel. Hummels weniger, denn er wurde ausgeliehen nach dem selben Prinzip wie Lahm, Babbel, Kuffour… Jungen Spielern Spielpraxis bei anderen Vereinen geben von denen man überzeugt ist das sie den Sprung schaffen. Was ich als Win Win Situation für alle erachte, Spieler wie beteiligten Vereinen. Bei Jansen find ich es echt schade. Er links, Lahm rechts, hätte ich schön gefunden. Ze Roberto kann ich nicht nachvollziehen. Es hat das Tore schießen gelernt ja aber gut war er schon immer. Er kam in neuer Position besser zur Geltung. Aber auch das ist oft ein Teil der Entwicklung einses Spielers. Im Alter eine neue Position und es läuft noch besser. Mathäus als Libero konnte man sich erst auch nicht vorstellen. Blöder vergleich ich weiß. Und SantaCruz nun ja, spielt der noch?^^

  34. 34
    Frédéric Valin

    @Markus: Damals war Frings wirklich nicht nötig, genauso wie Gomez unnötig war: aber genau das ist die Kadavermoral der Bayern, die andere Mannschaften kaputtkaufen, und sich dann als liebenswerter Uli und liebenswerter Franz präsentieren wollen, wenn ein Spieler bei denen Schwierigkeiten hat.

    Wenn dass das Konzept ist, weiß ich auch nicht. Wies aussieht, schlingert Bayern gerade auf einige Jahre ohne Titel zu. Wenn dem so sein sollte, haben sie sichs auch redlich verdient. Holzköpfe sind das da in der Chefetage, richtige Holzköpfe.

  35. 35

    Nun ja dieses Denken des „Kaputtkaufens“ ist absoluter Schwachsinn und resultiert nur aus Neid in meinen Augen, sorry. Keiner bezahlt 30 Mio für einen Spieler nur um den anderen Verein zu schädigen. Jeder andere Verein würde es genauso machen wenn sie könnten. Nur kann Bayern es ohne -siehe Dortmund, siehe Schalke- sich auf Jahre hinaus zu verschulden. Oder als sie Zickler geholt haben zu einem weit überteuertem Preis, was denkst Du was das war? Um Dresden zu schaden oder sie ein wenig zu sanieren? Es gibt durchaus viele Beispiele wo Bayern anderen Vereinen geholfen hat. Nur prahlen die damit nicht so rum wie manch andere. Bayern weiß genau das sie ohne eine Konkurenzfähige Bundesliga nichts wären. Außerdem sollte man evtl. nicht auch froh sein wenn ein Großteil der Kohle in Deutschland bleibt?

  36. 36
    menomena

    @Frédéric Valin:

    also, wenn es um die bayern geht, übertreibst du aber wirklich. der hass-faktor scheint sehr hoch zu sein :)

    wenn ich das richtig sehe, sind die in den letzten 10 jahren 6xmeister und 5xdfbpokalsieger geworden. wenn das alles solche holzköpfe sind, wäre das nicht möglich gewesen. aber klar, das sind nur titel, andere spielen natürlich ständig schöneren fußball.

    wenn bei bayern nur holzköpfe arbeiten, wie muss man dann die verantwortlichen bei dortmund, schalke, köln, berlin, … bezeichnen, die ihre vereine entweder in die schulden oder ins sportliche nichts befördert haben? und die spielen noch nicht mal schönen fußball.

    das einzig (relativ) erfolgreiche und schön-spielende gegenbeispiel ist für mich bremen, die machen wirklich einiges besser. wobei die in der champions league bisher immer versagt haben.

  37. 37
    menomena

    wieso wurde mein kommentar jetzt noch nicht freigegeben?

  38. 38
    Frédéric Valin

    @menomena: hab ihn bis jetzt nicht gesehen. sorry für die verspätung.

  39. 39
    Frédéric Valin

    @menomena: Dass sich Bayern bei deren Etat mit der Hertha vergleichen lassen muss, ist übrigens eines der Dinge, die am Weihnachtsabend am Elterntisch den Dieter mehr grinden machen lassen als den Uli.

  40. 40
    nelder

    da mein kommentar irgendwie auch verloren gegangen zu sein scheint, hier nochmal der Link zum Hoeneß-Interview im Magazin der Süddeutschen…nicht uninteressant….
    http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/31517

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