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„Everybody can make art“ – Interview mit Karl Hyde von Underworld (inkl. Audio)

Im Hause Underworld wird am 10. September das jüngste Album namens “Barking” veröffentlicht. Was Fans beim Nachfolger von “Oblivion with Bells” an Veränderungen erwartet, welches Bild von Berlin er als Kind hatte, inwiefern ihn das Wandeln durch fremde Straßen beeinflusst und welche künstlerischen Prozesse ihn bewegen, verriet mir der veritable Offline-Blogger Karl Hyde in einem durchweg charmanten Interview.

Die englische Audioversion inklusive nicht übersetzten Bonusmaterials gibt es am Ende zu Gehör.

Spreeblick: Zuerst einmal: Herzlich Willkommen in Berlin…

Karl Hyde: Danke!

… dem “geistigen Zuhause dessen, was auf wunderschöne Art seltsam erscheint”, wie du es vor kurzem im Tagebuch auf eurer Webseite ausgedrückt hast.

Habe ich das gesagt? Kannst du mal sehen. Aber es stimmt ja auch.

Ja, es beschreibt sogar ziemlich gut, was hier so passiert.

Das war schon immer so, den Eindruck habe ich seit ich ein Kind war. Damals hatte ich mir immer vorgestellt wie dieser komische Satellit namens “Berlin” die Erde umrundet.

Tatsächlich?

Ja, wirklich. Als ich klein war, haben sie im Radio davon gesprochen und natürlich auch von der Musik, die aus Berlin stammte. Man wusste zwar, dass es irgendwie ein Teil Europas ist, aber konnte nicht ganz zuordnen in welcher Art und Weise. Und ich dachte nur, dass ganz schön abgefahrene Sachen auf dieser kleinen abgegrenzten Insel passieren, die gewissermaßen ihren eigenen Antrieb hat.

In einem Interview, das du kürzlich gegeben hast, habe ich gelesen dass ihr mit dem neuen Album quasi auch zu euren deutschen elektronischen Wurzeln zurückkehren wolltet?

In den späten 60er, frühen 70er Jahren hörten wir alles aus Deutschland und Künstler wie Kraftwerk waren unsere Helden, weil ihre Musik so neu, so anders klang. So etwas hatte es bis dato nicht gegeben. Das war wie Musik von einem anderen Planeten. Ich bin in einer kleinen Gegend groß geworden die förmlich im Nirgendwo liegt und wuchs zwischen lauter Jugendlichen auf, die auf Rock standen. Und dann war da diese deutsche Musik, von der ich zwar nicht wusste wie sie entstanden war, die mich aber sofort ansprach, weil sie eben so anders klang. Im Spätprogramm des Radios hörte ich dann mehr darüber und fragte mich wie diese seltsame Musik in Deutschland entstehen konnte…

Wir wissen ja auch immer noch nicht, wie wir das geschafft haben…*

Das ist ziemlich interessant. Ich habe mich viel damit beschäftigt. Nach dem Krieg wollten die Jugendlichen eben keine amerikanische oder britische Musik machen, sondern ihre eigene erschaffen und die deutsche Kultur neu erfinden. Gott sei Dank! Denn wir hätten heute keinen Techno oder sonst irgendeine elektronische Musik, wäre es damals nicht so gekommen. Für uns war das natürlich enorm spannend, da es solche Entwicklungen bei uns nicht gab. Wir machten mit dem ganzen alten Kram weiter und brachten nur sehr langsam Veränderungen ein. Aber hier gab es einen radikalen Wechsel, der unglaublich aufregende Musik hervorbrachte.

Das passt ja auch dazu, dass du mal gesagt hast, Langweile wäre eine große Inspirationsquelle für dich…

Eine sehr große sogar.

Wenn man sich dann wiederum das Tagebuch auf eurer Webseite anschaut, kann man sehen dass…

… ich mich ganz schön langweile! (lacht)

Natürlich nicht, aber dass du einen großen Teil deiner Inspiration ebenso aus Reisen beziehst. Zumindest ist das mein Eindruck. Ist dieser Übergangsmoment also auch ein Schlüsselelement neuer Ideen?

Ach, der Übergang ist immer eine Qual. Ich kann reisen und ich kann zu Hause sein, doch zwischen diesen beiden Zuständen fühlt es sich immer an, als wäre einem der Kopf abgenommen und falsch herum wieder aufgesetzt worden. Reisen sind allerdings toll. Wenn ich erst mal akzeptiert habe, dass ich nicht mehr daheim bin, will ich auch gleich wissen, was alles so vor sich geht. Ich liebe es durch die Gegend zu schweifen.
Mit der Zeit habe ich viele Freunde überall auf der Welt gefunden, aber ich neige dazu, ihnen gar nicht zu verraten wenn ich gerade in der Stadt bin. Dann würden sie mich bloß an einem Ort festnageln, um mal wieder zu quatschen, wir würden etwas essen gehen oder uns etwas ansehen. Sie würden mich festhalten, obwohl ich gerade lieber durch die Straßen schlendern möchte und wissen will, was sich hinter der Gasse da oder in dem nächsten Gebäude verbirgt. Sobald ich zu Hause bin, bin ich auch an einem Ort, deswegen nutze ich die Zeit unterwegs für Entdeckungen.

Also genießt du die Zeit für dich allein auch sehr?

Ja und ich schreibe jeden Tag (zeigt sein Notizbuch). Ich schreibe alles auf was passiert, fotografiere es, dokumentiere es und nehme all diese Information wieder mit zurück nach Hause, wo sie dann zu Alben werden, zu Büchern, zu Veröffentlichungen im Netz oder Kunstausstellungen. Dieses Sammeln von Informationen ist eine große Leidenschaft von mir, ich mache das jetzt schon seit gut 20 Jahren und bin auch ein bisschen davon besessen. Es ist immer schwer für mich in nur einem Raum zu sein, obwohl ich doch da draußen sein und Neues entdecken könnte.

Und gibt es irgendwelche Künstler, die dich beeinflussen? Ich weiß zwar nicht, inwieweit du an der Umsetzung der Videos beteiligt warst, aber bei einigen musste ich z.B. an Olafur Eliasson denken, einen dänisch-isländischen Künstler, der sehr viel mit intensiven Farben arbeitet…

Kannst du mir den Namen buchstabieren? Klasse, dann schau ich mir den mal genauer an. […]

Er arbeitet vorwiegend mit Installationen, die eine Kombination aus urbanen Elementen, Farben und Licht sind…

[…] Das klingt großartig und ist schließlich auch das, worin ich meinen Abschluss gemacht habe: Ich war ein Installationskünstler. Dort liegen meine Wurzeln.

Ich glaube schon, dass du hier einige Verbindungen entdecken könntest. Das war nun ein mögliches Beispiel für Inspiration innerhalb des Kunstbetriebs, aber ich schätze, dass du außerhalb dessen noch mehr Inspirationsquellen findest?

Ja, die Straße spielt eine große Rolle für mich, sie ist voller Poesie. Jede Stadt besitzt ihren eigenen Rhythmus, ihre eigene unverkennbare Handschrift, die ich in erster Linie fragmentarisch wahrnehme. Farben, Klänge, Gerüche, Gedanken, Formen – das sind alles ineinander verzahnte Fragmente, die ich am jeweiligen Tag notiere und welche wiederum zu Songzeilen oder Buchtexten werden. Insofern ist die Straße für mich von noch größerer Bedeutung. Die Galerie zeichnet sich durch andere Dinge aus. Sie ist ein magischer Ort, aber fühlt sich eher so an, als würde man dort zur Schule gehen und lernen.

Wenn man in den Straßen unterwegs ist, kreiert man das Kunstwerk selbst, indem man die Einzelteile zusammenfügt…

Genau das ist der Rhythmus auf den ich reagiere, dem ich schließlich folge. Ich schreibe das alles auf, ohne groß darüber nachzudenken und wenn ich es irgendwann wieder nachlese, weiß ich sofort “Oh ja, das war Berlin” oder “Tokio war ganz anders, da habe ich völlig unterschiedliche Worte benutzt”.

Kommen wir noch einmal zurück zum neuen Album: die erste Single heißt “Scribble”, ist in Zusammenarbeit mit High Contrast entstanden und klingt nicht gerade nach dem typischen Underworld Sound. Würdest du sagen, dass ihr etwas Neues ausprobiert habt?

Unbedingt! Wir hatten eine Drum’n’Bass-Melodie namens “You do scribble” in unserem Live-Programm, einen Song der im Prinzip vor Konzertpublikum geschrieben wurde. Als der fertig war, wollte Rick [Anm.: Smith] mal die Meinung eines Drum’n’Bass-Produzenten dazu hören und High Contrast war da einfach jemand, den wir seit seinem zweiten Album “High society” stets als Künstler unterstützt haben. Ich liebe diese unbeschwerte Art von Drum’n’Bass, der ja normalerweise eher düster daherkommt. Sein Sound dagegen ist so fröhlich, dass wir dachten, er könne mit unserem zusammen durchaus funktionieren – und das tut er. Ein Großteil wurde noch mal umgeschrieben und wir haben dabei bestens zusammengearbeitet. Den Song live zu spielen ist wundervoll. Er handelt ja davon, Dinge zu feiern und deswegen fühlt er sich immer noch nach Underworld an.

Als ich das Video hierzu zum ersten Mal sah, dachte ich lustigerweise, dass ihr bestimmt große Fans von “Top Gear” seid.

(Lacht) Wer ist das nicht? Ja, das war schon witzig. Ich arbeite ja manchmal mit Brian Eno zusammen und wir waren gerade auf dem Weg zu einem Konzert mit ihm, als mein Fahrer – er ist auch für alles verantwortlich, was bei uns auf der Bühne in Sachen Video passiert – mir eine dieser winzig kleinen HD Kameras gab. Er stöpselte den iPod ein und meinte nur “Mach mal ein Video!” – völlig spontan, was sehr viel Spaß machte.

Wir hatten ja bereits angeschnitten, dass bei Underworld oft mehrere Medien miteinander verschmolzen werden. Zu den Tracks des neuen Albums gibt es z.B. auch Filme, die davon inspiriert wurden. Wer steckt hinter diesen Videos?

Das sind vor allem Leute von Tomato. Wir gehören ja immer noch zu Tomato und suchen den Dialog zwischen Künstlern und Musikern, deswegen haben wir einfach dort ein paar Leute gefragt. Das sind also Freunde, die wir gebeten haben, etwas von der Musik Inspiriertes zu schaffen. Wenn wir Geld haben, geben wir es außerdem gerne an Freunde weiter, damit diese wiederum künstlerisch arbeiten können. So haben wir das schon immer gemacht und es ist toll zu sehen, wie andere Leute unsere Arbeit interpretieren. Das muss natürlich nicht zwingend damit übereinstimmen, wie ich sie sehe. Aber wer weiß, in zwei Jahren stehe ich vielleicht auch da und sage: “Das ist wirklich klasse.”

Bisher kann man leider nur eins der Videos [Anm.: Mittlerweile sind es schon mehr, aber teilweise „in deinem Land nicht verfügbar“] sehen. Werden die anderen denn auch noch hochgeladen?

Auf jeden Fall. Es gibt mindestens ein Video zu jedem Track, manchmal auch zwei oder drei, weil wir den Machern ziemlich freien Lauf gelassen haben. […] Darüber hinaus wird eine weitere Version des Albums erscheinen. Dieses Box Set beinhaltet drei Discs, also das Album, die Originaltracks welche wir an die Künstler geschickt haben und eine DVD, außerdem noch Vinyl und ein fantastisches Buch mit Illustrationen.

Wow, das ist aber ganz schön viel…

Ja, deswegen kann Rick heute auch nicht hier sein. Der kümmert sich nämlich immer darum, dass derlei Dinge fertiggestellt werden. Auf dieses Box Set bin ich jedenfalls besonders stolz, da wir etwas vergleichbares bisher nicht gemacht haben, die Originalversionen der Tracks haben wir nie veröffentlicht. Gut, sie sickern manchmal ins Netz oder wenn wir eine Radioshow gemacht haben, dann wurden sie On Air gespielt, aber dieses Mal ist es toll, dass wir die gesamte Entstehungsgeschichte erzählen. Zudem werden einige Fans der ersten Stunde sicher ihre Schwierigkeiten mit dem neuen Album haben. Der Sound ist nun mal zeitgenössischer, da wir mit jüngeren Künstlern zusammengearbeitet haben. Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit, aber unsere langjährigen Fans finden das eventuell etwas anstrengend.

Na das ist doch immer so.

Es ist immer so! Aber indem wir die Originalversionen veröffentlichen, verstehen sie unseren Ansatz sicher besser und haben etwas…

… woran sie sich festhalten können.

“Etwas woran sie sich festhalten können.” Der Ausdruck gefällt mir!

Wir kamen schon kurz darauf zu sprechen, was für ein kreativer Tausendsassa du bist, du machst nicht nur Musik, sondern malst zum Beispiel auch. In Japan wirst du demnächst eine Ausstellung unter dem Titel “What’s going on in your head when you’re dancing?” eröffnen [Anm.: Läuft nun seit dem 25. August und noch bis zum 15. September]. Eine wunderschöne Frage, wie ich finde. Und vielleicht kannst du sie mir ja jetzt beantworten?

Auf der Webseite kann man bereits alle Bilder dazu sehen. Was aber in meinem Kopf vorgeht, wenn ich tanze? Das sind viele Dinge auf einmal. Zum einen: wie ich mich auf der Bühne bewege und jene Rhythmen die Rick entwickelt hat, so ausdrücken kann, dass sie meine Gefühle widerspiegeln und eine Verbindung zum Publikum herstellen, welches wiederum seine Begeisterung an uns sendet und uns zu neuer Musik inspiriert. Es geht darum, wie ich das auf eine ansprechende und ehrliche Weise schaffe und plötzlich sind da all diese Formen und mögliche Bewegungen, die ich vollführen könnte.
Aber es sind genauso Sachen wie “Was ist das denn für ein Kabel? Der Security Typ sieht ja interessant aus. Oh, die da drüben scheinen cool zu sein. Haben die mir eben zugewunken?”, es ist das Licht, der Bühnennebel – das alles in Verbindung mit Entscheidungen, die in einem Bruchteil von Sekunden getroffen werden. Dazu kommen Erinnerungen an sämtliche Tanzbewegungen, die ich jemals gesehen habe seit ich klein war. Das geht über Motown, James Brown und Prince bis hin zu Ravern. Wie Leute ihre Hände bewegen, Martial Arts… alles was mit Bewegungen zusammenhängt, die Leute machen wenn sie ihren Körper auf positive Weise benutzen. All das füge ich schließlich zusammen und versuche es in den Bildern festzuhalten. In der Ausstellung kann man Filme sehen, die meine Hände beim Malen zeigen und damit auch die Formen, welche in meinem Kopf entstehen, wenn ich tanze. Sie sind riesig, groß, klein und alle miteinander verknüpft. Das passiert alles wenn ich tanze und deswegen sehen die Bilder so aus. Das war jetzt aber eine ganz schön lange Antwort oder?

Aber eine gute. Außerdem wollte ich ohnehin auf die Videos zu sprechen kommen, in denen der Entstehungsprozess der Bilder zu sehen ist. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass du diese Form der transparenten Kreativität sehr schätzt, so dass eben jeder verstehen kann was vor sich geht, wenn du künstlerisch arbeitest. Spielt das eine große Rolle für dich?

Auf jeden Fall. Ich finde es wichtig, weil es anderen Menschen eine Möglichkeit bietet, um sich hinein zu versetzen. Ende der 70er hatte ich Kunst erst einmal aufgegeben, weil mir der Kunstbetrieb als geschlossene Veranstaltung vorkam. Meine Schulfreunde trauten sich nicht in Galerien und alle anderen meinten auch, dass sie zu keinerlei Kunst fähig wären. Ich habe die Kunsthochschule vor Ort besucht und konnte es nicht verstehen – ich liebte Galerien und Kunst, aber alle um mich herum dachten, dass sie keine Künstler sein könnten. Deswegen hat mich Outsider Kunst schon immer fasziniert. Das sind Leute die nie auf einer Kunsthochschule waren, aber dennoch angetrieben werden, wunderbare Dinge zu erschaffen. In ihrem Garten oder in ihrem Haus, manchmal sind es kleine Sachen, manchmal aber auch solche, die ihr ganzes Leben einnehmen.
Jeder kann Kunst machen. Jeder kann Musik machen. Das muss nicht zwingendermaßen gleich der Hauptberuf werden und es wird auch nicht immer die Welt verändern, aber jeder ist dazu fähig. Indem man den Entstehungsprozess zeigt, wird das Ganze nicht entmystifiziert, sondern ihm wird lediglich dieser einschüchternde Charakter genommen. Du findest etwas schön? Nun, hier kannst du sehen was ich getan habe, um es zu erschaffen. Okay, ich habe jetzt vielleicht schon ein paar Jahre Erfahrung darin und habe auch schon viele Sachen gesehen, aber ich bin den Weg ebenfalls gegangen und nun an diesem Punkt angekommen. Also los, versuch du’s auch und mach ein bisschen Kunst!

Bekommst du denn viel Resonanz darauf?

Na ja, ich stehe noch recht am Anfang. Wie ich schon sagte, habe ich während der 80er, also ungefähr zehn Jahre lang selbst keine Kunst gemacht, außer im privaten Rahmen. Bei Tomato haben wir dann mit Installationen angefangen. Wir hatten eine in München, eine in Tokio, dann noch welche in Amerika und Großbritannien und die brachten mich auch wieder in die Galerien zurück. Das war toll, denn da kamen Leute in die Ausstellungen, die das sonst niemals getan hätten.
Ich erinnere mich direkt an ein Pärchen aus Berlin, das den ganzen Weg nach München gefahren ist. Die waren zuvor nie in einer Galerie gewesen, aber die Musik von Underworld hat sie schließlich dazu gebracht. Und ich dachte nur, dass das genau die Verbindung war, die wir herstellen wollten. Das ist jetzt allerdings meine erste Einzelausstellung, deswegen habe ich bisher keine Resonanz bekommen. […] Ich habe ein paar Künstlerfreunde, denen ich meine Bilder schicke, manchmal auch befreundeten Galeristen in New York oder London oder meinen Leuten bei Tomato, weil einige von ihnen Lehrer sind. Ich nehme deren Meinung gerne an, denn ich lerne immer noch. Das mit der Resonanz wurde ich bisher nicht gefragt, aber ich schätze, dass es bald öfter passieren wird.

Nun, ich bin der Meinung, dass diese Art der Rückmeldung nicht notwendig ist, aber bei manchen Künstlern könnte man meinen, dass sie ausschließlich dafür Kunst machen…

Das ist bei mir nicht der Fall. Ich bin ja bereits ständig von Feedback umgeben. Die Kunst ist dagegen eine Gelegenheit für mich, einmal nicht Teil von Underworld zu sein, nicht den Meinungen von Außerhalb ausgesetzt zu werden. Ich bin davon losgelöst.

Also ist das Ergebnis auch unverfälschter.

Ja, mir geht’s um die gesamte Entwicklung. Die Ausstellung ist das Ergebnis mehrerer Jahre an Arbeit, diese Jahre spielen eine wichtige Rolle dabei, auch weil ich mich bereits der nächsten Veranstaltung widme und somit dem nächsten Arbeitsprozess. In einem der früheren Songs habe ich mal geschrieben “the pressure of opinions” und diesen Meinungsdruck gibt es tatsächlich. Ich habe ihn auch mal gespürt, aber jetzt tue ich das nicht mehr.

Das ist wundervoll.

Keinen äußeren Druck zu spüren, das ist etwas wirklich Erstrebenswertes.

* Ich verzeihe Mr. Hyde mal, dass er meinen trockenen deutschen Humor an dieser Stelle nicht verstanden hat.

Das ganze Interview als MP3, 23:28, 33 MB

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5 Kommentare

  1. 01

    Sehr schön. … wenn jetzt noch in der Audioversion an den richtigen Stellen die Referenzlinks „aufpoppen“ könnten, das wäre toll … Geht sowas eigentlich?
    Egal, super. Mehr! :)

  2. 02
    seb

    Wirklich sehr schönes Interview und ein äußerst sympathischer Mr. Hyde.
    Vielen Dank dafür.

  3. 03

    Mal abgesehen von den vielen gegebenen Interviews auf den vielen anderen,
    dem abverkauf dienlichen Portalen, bin ich zumindest mal Neugierig gemacht
    worden.
    „Tischlerarbeiten sind nur mit geeignetem Werkzeug auszuführen“
    Lass mich mal die eigentliche Musik anhören…

    http://www.myspace.com/underworld

  4. 04
    Anne Wizorek

    @Bernd: Oar, das wäre großartig! Leider muss das wohl noch erfunden werden. Aber ich freu mich jetzt sowieso erst mal, dass dir das Interview gefallen hat. :)

    @seb: Dankeschön! Ich habe den Mann bei diesem Gespräch aber auch wirklich sehr ins Herz geschlossen.

  5. 05

    tolles, sehr schönes interview – ich verfolge underworld seit vielen jahren – dies war das erste interview, welches den mastermind porträtiert hat – ein schöner blick in seine gedankenwelt – vielen dank für diesen einblick.

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