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Scheiter-Haufen

„Das Boot ist voll!“ hieß es zu Beginn der 90er Jahre in Deutschland, als Helmut Kohl via BILD ausrufen ließ, dass er ob der damaligen Asyl-Debatte den „Staats-Notstand“ befürchte. Deutschland reagierte prompt: In Mölln starben bei einem Brandanschlag drei Türkinnen, darunter zwei Kinder, wenig später kamen zwei weitere Frauen und drei Mädchen türkischer Abstammung bei einem Anschlag in Solingen ums Leben, 14 weitere Familienmitglieder erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Wer sehen will, wie vor knapp 20 Jahren deutsche Werte verteidigt wurden, der guckt sich einfach mal bei YouTube um (Videolink via form).

Der damalige Bundesinnenminister Manfred Kanther zeigte sich in der Süddeutschen Zeitung am 7.3.1994 zufrieden: „Jetzt kommen nicht mehr 30.000, sondern 10.000 Flüchtlinge. Das ist immerhin etwas. Es wäre nicht erzielbar gewesen ohne die öffentliche Auseinandersetzung – die natürlich Hitzegrade erzeugt hat.“

Und nun reckt er sich wieder, der hässliche Kopf der selbsternannten deutschen Leitkultur. Die CDU besinnt sich angesichts katastrophaler Umfrageergebnisse auf ihre Kernkompetenz, lenkt von Gesundheitsreform, Hartz IV und Wirtschaftspolitik ab und fischt am rechten Rand, statt selbigen endlich mal zu halten. Unter dem tosenden Applaus der Jungen Union gibt die Kanzlerin dem Mob das, was er hören will, kramt gemeinsam mit Seehofer den längst selbst von Alt-Grünen ad acta gelegten Begriff „Multikulti“ wieder hervor und erklärt ihn kurzerhand für „absolut gescheitert“. Und spätestens, wenn der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, solch kernige Aussagen begrüßt, da man damit wieder „die Lufthoheit über deutsche Stammtische“ gewonnen habe, fühlt man sich an alte Zeiten erinnert. Egal, ob sie 20 oder 70 Jahre zurückliegen.

Immerhin hat sich Merkel außerdem vor Wulffs Aussage gestellt, der Islam gehöre wie Christen- und Judentum zu Deutschland. Sie weiß, dass Wulff – wie Schäuble schon vor zwei Jahren – Recht hat, der dem Islam in seiner Rede keineswegs Sonderrechte eingeräumt, sondern eine simple Bestandsaufnahme anhand aktueller Zahlen getätigt hat. Rund vier Prozent der deutschen Bevölkerung sind Muslime, und auch wenn unklar ist, wie viele davon tatsächlich als Islam-treu bezeichnet werden können (wie die meisten Christen sparen sich auch viele Muslime ihre Gebete für unruhige Flüge und Elfmeterschießen auf), wäre es ein Hohn, diese Zahl zu verleugnen.

Für solche Feststellungen gibt es aber keinen Applaus, und so steht am Ende und in den dpa-Nachrichten der Satz, der einfach mehr knallt: „Multikulti ist absolut gescheitert“. Und statt sich dafür zu schämen und über die Fehler einer verheerenden Integrations- und Bildungspolitik zu reden, wird die Äußerung der Regierungschefin gefeiert, als sei ein lange angestrebtes Ziel endlich erreicht worden.

In einigen Radio-Nachrichten konnte man am Wochenende hören, wie die Kanzlerin zu ihrem Schluss kam: Man habe zu lange gedacht, man könne nebeneinander her leben und „die“ würden schon wieder weg gehen, sagte sie. Dies sei aber nicht passiert, und deshalb sei Multikulti gescheitert. Erst mit den vorhergehenden Worten, welche die Integrationsstrategie der Union zusammenfassen, wird das wahre Ausmaß der in ungewohnt kämpferischem Ton vorgetragenen Merkel-Rede sichtbar, denn hört man diese Sätze und den darauf folgenden Zustimmungsorkan im Zusammenhang, wird aus „Multikulti ist gescheitert“ ganz schnell ein „Haut endlich ab, wir wollen euch hier nicht haben!“.

Als würde ihnen irgendjemand das Wort verbieten, tönen populistische Paranoiker von Giordano bis Sarrazin mit Unterstützung einiger Medien seit langer Zeit etwas von „man wird ja wohl nochmal sagen dürfen“ und vergiften mit stoischer Beharrlichkeit das gesellschaftliche Klima, was den echten Diskurs so gut wie unmöglich macht. Der Islam als Religion und Weltanschauung und was er hierzulande bedeutet, die Frage nach einer menschenwürdigen und dem Land zuträglichen Einwanderungspolitik, die Versäumnisse in der Sozial- und Bildungspolitik nicht nur für Immigranten – all diese Themen werden in den großen Topf gepackt und zu einem häufig rassistischen Brei verrührt, der neuesten Umfragen nach zu urteilen nur allzu gerne geschluckt wird. Einfache Lösungen für komplexe Herausforderungen? Her damit!

Die rhetorischen Strategien der Wortergreifung und Themenübernahme, die man nicht nur in diesem Blog schon lange von rechter Seite und PI-figen Angstbeißern kennt, sind also endgültig im Mainstream angekommen und haben am vergangenen Wochenende ihren Ritterschlag von höchster Stelle erhalten. Wer sich gegen Fremdenhass, Pauschalisierung und Stigmatisierung wehrt und sich für ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen einsetzt, der hat keine Ahnung, gilt als naiver Sozialromantiker und wird als „Gutmensch“ abgetan. Das hat ja schließlich schon einmal funktioniert, auch für Hitler waren „gutmeinende und gutmütige Menschen diejenigen, die den Feinden des deutschen Volkes in die Hände spielten“.

Zusammengefasst: Das Streben nach einem Miteinander in Deutschland wird verhöhnt von denen, die separatistisch denken. Kristina Schröder berichtet in den Tagesthemen von einer bedrohlichen „Deutschenfeindlichkeit“ und wirft mit sorgenvoller Miene denen, die seit Jahrzehnten beleidigt, beschimpft, ausgegrenzt, schikaniert, attackiert und vor allem allein gelassen werden, Rassismus vor. Vor dem Hintergrund, dass wir zur Zeit mehr Aus- als Einwanderer haben, wird die Angst vor dem Islam geschürt, und alle hier lebenden Deutschen mit Migrationshintergrund werden von Merkel und Seehofer pauschal und offiziell auf den Scheiter-Haufen gestellt.

Man darf sich schon fragen, ob die alle noch ganz dicht sind, wenn sie anschließend von deutscher Leitkultur faseln. Was sie damit meinen in einem Land, das zwei Weltkriege verbrochen hat, möchte man lieber nicht genauer wissen, aber wer oder was hier gescheitert ist, das wird die nächste Wahl hoffentlich zeigen.

113 Kommentare

  1. 01
  2. 02
    jonwetzlar

    Und bei Spreeblick? Nichts Neues.

  3. 03
    Mayweather

    Gruselig, wie sich die Aussagen der Politiker damals wie heute gleichen, wie man populistisch auf einmal wieder dahin hopst, wo die meiste Zustimmung lauert, wenn das Volk plötzlich seinen Unmut im Rahmen der Sonntagsfrage kundtut.

    Btw, Staatschefin ist immer noch der Herr Wulff. Die Merkel ist „nur“ Regierungschefin.

  4. 04

    @Mayweather: Stimmt, habe ich korrigiert, danke!

  5. 05
    Klaus

    Eine sehr gute Zusammenfassung.
    Ich habe ergänzend eine dumme Frage:
    Welches Problem haben denn CDU, Sarradingens und so weiter?
    Wo sind denn diese „Integrationsverweigerer“ und was tun die denn Schlimmes? Und wie viele sind das denn überhaupt?
    Als Berliner leb ich doch Mittendrin und müsste doch irgendetwas davon merken.
    Ich sehe aber weder Bombenschwingende Männer noch Frauen mit Kalaschnikows unter der Burka. An meiner Tür stand noch nie „Deutsche raus“.
    Die so genannten Transferempfänger? Ach Gottchen – Vergleicht mal die Zahlen zwischen Deutschen und Menschen anderer Herkunft, die Leistungen beziehen.
    Kriminalität? – Gibt es überall auf der Welt – und was hat das mit dem Islam zu tun?
    Ich glaube wirklich hier wird ein Phantom erschaffen.
    Klar gibt es mal ne unschöne Szene auf der Strasse wenn Jugendliche sich rudeln, aber das gab es auch schon immer.
    Das, was da herbeigeredet wird, tritt eher durch diese Debatte ein.
    Wer sich ausgegrenzt fühlt, wird sich eher daneben benehmen, als wer sich zu Hause fühlt. Oder scheisst Thilo in seinen eigenen Garten?
    Nehmt doch die Leute lieber an die Hand anstatt sie rumzuschubsen.
    Gruss Klaus

  6. 06
    nat

    JA! Vielen Dank , ich fasse das alles nicht….Aber und das ist noch viel gruseliger..wir haben eher andere Probleme, dass wir zuwenig Zuwandere haben statt zu viele! (Für so einen guten Artikel, wäre es noch förderlicher harte Zahlen zu recherchieren und zu benennen bspw. wie viele kommen & wie viele gehen, wie teuer wird für uns die NICHTeinwanderung, denn die Stammtische und Neoliberalen sind nur so argumentaiv zu schlagen) Hier wird einfach ein Thema auf die Agenda gesetzt, welches von allem anderen ablenkt..ich könnte kot…also ähm, folegden themen sollten doch eigentlich diskutiert werden: die Umwelt“verschmutzung“, die Finanz“krise“ ein Problem…naja dennoch danke

  7. 07
    Frank

    Ich sitze hier gerade in Schweden, einem sehr sozialen Land, mit der nächsten frischen rechten Partei im Parlament. Auch wenn ich glaube, dass eine Debatte über die Möglichkeiten und Konsequenzen von Immigration in Schweden sowie Deutschland sehr nötig ist, so sehe ich die deutsche Entwicklung gerade als wesentlich kritischer an. Zeigt sich in Schweden der nationalistische Protest am rechten Rand, so infiltriert er uns in Deutschland direkt aus der Mitte heraus. Sich hinter Seehofers Äußerungen zu stellen, sie sogar noch zu erweitern ist schändlich. Ich bin persönlich von Frau Merkel sehr enttäuschend, und mache mir langsam Sorgen, dass der Tonfall in den Medien, aber auch in der Politik sein Maß verliert. Ihre Aussage „Multikulti sei gescheitert“, nicht noch weiter einzuschränken, gar mit einem Lösungsansatz zu verbreiten, ist eine Unverschämtheit, welche die ganze Welt beobachtet http://www.huffingtonpost.com/2010/10/17/angela-merkel-germany-immigration-multicultural-society_n_765696.html

  8. 08
    Jörg Stratmann

    und demnächst brauchen wir wieder Lichterketten und Anstecker mit der Aufschrift „Wir alle sind Ausländer – fast überall!“

  9. 09

    Aufgrund der nahezu vollständigen semantischen Deckungsgleichheit der Verben „leiten“ und „führen“, fände ich es nett, wenn mir mal jemand die Differenz von „Leitkultur“ und „Führkultur“ erklären könnte. Anschließende Erörterung: Wer ist Deutschlands neuer Leiter?

  10. 10
    Patrick

    Sehr guter Artikel.

    Hier das Wordle dazu: http://www.wordle.net/show/wrdl/2587870/Scheiterhaufen

  11. 11
    Mads Bjørnstad

    Hallo Johnny,

    zum Selbsterwürgen ist es seit Langem wenn man tatsächlich auf das seltsam anmutende Recht schaut, dass man ja noch etwas sagen dürfe oder eben sagen dürfen solle.

    Da werden dann, wie in diesem Fall fast zwingend, die einen dann sagen „Recht so“ und die anderen, die Betroffenen oder die zu Betroffenen gemachten sich wieder ihrer eigenen (Leider-)Kultur erinnert, sodass Ich gleich frech und lauthals sagen kann, dass jetzt wieder alle damit glücklich sind jemanden zu haben, den sie scheiße finden dürfen und sollen.

    Irgendwie wird da jedes Lager bedient so gut es geht und zwar mit Anlauf, denn das Stundenmotel ist ja schon angemietet, die Nutte, die „irgendwie im Osten, was weiß Ich wo die alle herkommen“ mal vielleicht einen Schulabschuss hatte (der dort, wo auch immer eben – ist ja auch egal – nichts wert war und nichts wert ist) bestellt und steht da, bereit zum maschinellen Abarbeiten der Deutschen Leitkultur.

    Nicht nur dass sich dann automatisch alle Arschlöcher am Besten dann gleichzeitig auf den Plan gerufen fühlen, um dann zu sagen „ist doch auch wahr, das mit den Ausländern“ oder eben „ist doch auch wahr, die Deutschen *wollen* ja auch nicht anders, das steckt denen in den Knochen“, weit gefehlt; nein, es muss ja jeden erwischen und jeder muss dazu etwas zu sagen haben, man darf ja gar nicht mehr darüber lachen wie völlig verstandlos hier mit dem eigenen Unwillen zur Verbesserung und zum Ent-Scheitern hausieren gegangen wird und am Besten klingelt man dann überall.

    Dann ist es ja auch völlig egal, ob man sich dann vielleicht nochmal dazu herablässt das „guter Indianer / schlechter Indianer“ Spiel zu spielen, nachhaken will, wen man jetzt eigentlich mit Gastarbeiter meint und wer denn nun bitteschön endlich gegangen werden soll, weil einem dann erst, richtig, *nach* dem Stammtisch auffällt, dass man sich zum Horst gemacht hat für eine Sache, die einem als Transitivhorst nichts bringt.

    „Ja gut, du vielleicht nicht, du bist ja ganz okee – aber die anderen, du weißt schon welche Ich meine, die mit ihren Mullas und Moscheen; na, hast du nicht früher immer von Serdar Somuncu geschwärmt, der bringt es doch auf den Punkt, findste nich‘?“

    Pustekuchen, auch das ist egal eben weil man in solchen Gesprächen dann wahlweise von der einen Seite („Vaterlandsverräter!“) oder von der anderen („Ausländer!“) in die Ausnahmeecke gestellt wird, weil mans ich ja doch nicht mit so Leuten wie mir befassen will.

    Ist doch auch frustrierend, wenn man sich in die entsprechende Wutlaune gebracht hat und da einer herumlungert, an dem man seine Wut nicht auslassen kann, weil er eben anders ist.

    „Aber da bist du ja eher die Ausnahme, findest du nicht auch?
    Sagst du doch ja auch immer. Also, dich finde Ich okay, aber um dich geht es ja auch gar nicht.“

    Auch das ist Gossenquatsch.

    „Wenn dir hier halt was nicht passt, dann geh doch?“

    Aber sicher verkaufe Ich mein Haus, kündige, löse urschwäbische Bausparverträge für den Größenwahn im Alter auf und ziehe nach Arschloch bei Irgendwo, Nicht-Deutschland, nur um ja nicht jemandem mit seiner fremdbestimmten und an Stammtischen und bei Fußballspielen gestählten gesellschaftspolitischen Einstellung-lite im Weg zu stehen.

    Und es ist egal geworden, ob man jetzt der eine oder andere ist, ob man eben bleiben darf oder doch lieber zurückkehren sollte, denn zu genau dieser aufs Individuum bezogener Sichtweise reicht es nicht aus.

    Dann sitzt man eben baff vor Kiste & Co., überlegt sich eine eigene Polemik als Persiflage, als enttarnende Übertreibung um aufzuzeigen mit welcher wahnsinnigen Hetze gearbeitet wird, nur um dann festzustellen, dass man zu einer Übertreibung nur noch dann in der Lage ist, wenn man sich selbst nach Treblinka schickt.

    Ist ja schließlich im Osten.

  12. 12
    flubutjan

    Word, man.

  13. 13
    loko

    Die Linken versprechen Reichtum für alle, die Grünen versprechen was sie nie halten können bzw. lügen wo es nur geht und die CDU holt halt wieder rhetorisch! ein paar rechte Wähler wieder ins gemässigte Boot der Mitte.
    Und es gilt dennoch: Am Arsch ist die Ente fett. Konkrete Politik ist was zählz , … Die Linken streichen Vereinen in Berlin die Armen helfen die Gelder zusammen und einer der Vorsitzenden fährt mitm dem Porsche auf seine Alm, die Grünen bauen Kohlekraftwerke und legen die Elbe tiefer in HH und verschärfen Sicherheitsgesetze, die SPD macht Hartz und ja die CDU wird zur sozialischten Partei und überholt die SPD teilweise links. So what? Lass die leute doch reden, es wird in D NIE WIEDER eine rechte Mehrheit (nicht mal eine kleine Minderheit die es mit 5% in den Bundestag schafft) geben. Zumindest solange bis die Bevölkerung sich nicht ohnmächtig fühlt von zu viel einseitiger linker Politik und medialer Meinungsmache (Sarazzin hat es schön aufgezeigt, was dann passiert). Dieses Schreckgespenst wird von der Linken rausgeholt um ein paar Wähler zu fangen, ebenso wie von der CDU das Schreckgespenst „Terror“ rausgeholt wird um den Bürger noch mehr zu überwachen.

  14. 14
    DiTo

    Mal ganz nett gefragt – haltet ihr Kanada für ein Naziland? Nein? Warum darf und soll Deutschland sich die benötigten Zuwanderer – es leugnet ja niemand in der Politik, dass wir Zuwanderung brauchen – aussuchen dürfen. Eine Zuwanderung in die Sozialsysteme muss unterbunden werden. Wer das nicht sieht oder aus Gutmenschentum und falschem Geschichtsverständnis nicht will, der betrügt die Generationen unserer Kinder.
    Ich höre immer das alle Zuwanderer eine „Bereicherung“ wären. Sobald man jedoch eine Rechnung aufmacht, die nicht in das Gutmenschenbild reinpasst, ist man sofort als Rechtspopulist gebranntmarkt. Ein Populist redet dem Volk nach dem Mund. Aber ist das nicht auch der Sinn und Zweck einer Demokratie? Die Vertretung des Volkes? Und wer kommt bitteschön auf die Idee, dass die breite Mehrheit immer falsch läge? Deutschland ist kein Land hirnverbrannter Nazis mehr. Linksgutbessermenschen – das könnt ihr vergessen – die Nazikeule zieht nicht mehr!
    Die Gutbessermenschen-Fraktion will offenkundig unbedingt Deutschland auflösen. Wir stehen auch so schon knapp vor dem Finanziellen Kollaps. Und wir lassen uns jetzt nicht mehr den Mund verbieten. Nazikeule – go home!

  15. 15

    @DiTo: du stehst tatsächlich vor einem kollaps. aber mit finanzen hat er nichts zu tun.

  16. 16
    Silentjay

    Wieviel an de Köhlerschen Deutschenfeindlichkeit dran ist kann man drüben bei Bildblog lesen.

    http://www.bildblog.de/23534/und-taeglich-gruesst-die-kfn-studie/

    Demnach ist sie, wenn sie denn mal auftritt, meist Reakion auf erlebte Ausländerfeindlichkeit.

    Aber naja was nicht passt, …

  17. 17

    Musste spontan an das wunderbare „Little Hitlers“ (Text gibt’s u.a. hier, BTW: Wunderbares Album damals) denken, mit dem Johnny schon vor 17 Jahren die richtigen Worte fand.

  18. 18
    Sapere aude !

    Es sind immer Wortspielereien, um die sich alles dreht.
    Und diejeinigen deutschen Besserwisser, die den Islam ganz knorke finden, sollten par ordre de mufti dazu verpflichtet werden, ihre Kinder an rein moslemisch peuplierte Schulen zu schicken. Dann können ihre Schl*** und Schweinefr***islamisch verbrämtes Herrenkulti hautnah erleben.

  19. 19

    @Frank:

    Der Artikel in der HuffPost erscheint allerdings auch relativ einseitig, der BBC Korrepondent differenziert da durchaus und sieht das ganze etwas „positiver“: Multikulti im Sinne von nebeneinander herleben ist gescheitert, aber Auslaender sind sehr willkommen wenn sie sich integrieren (Sprache lernen etc pp).

    Andererseits moechte ich nicht wissen was die Tabloids hier im UK dazu geschrieben haben und noch viel weniger wie die Leserkommentare aussehen…

  20. 20
    Pacman

    Schöner Beitrag.

  21. 21
    Nico

    Danke für den Text, er hat es wunderbar auf den Punkt gebracht.

    An der Diskussion werd ich mich nicht beteiligen, weil ich schon den zweiten Kommentar zum Kotzen finde. Diese Attitüde sofort unfundiert zu meckern macht Blogs kaputt. Daher mein Statement an

    @jonwetzlar: Trag was zum Thema bei oder halt deine dreckigen Finger still! Es nervt.

  22. 22
    Francis

    „… und fischt am rechten Rand, statt selbigen endlich mal zu halten.“ Unabhängig vom wichtigen, schwierigen Inhalt des Gesamttextes – großartige Formulierung. MMD!

  23. 23

    @loko: WORD!

    Und derweil spricht Sigmar Gabriel bei Illner von deutscher Leitkultur. Da freut man sich doch auf den Politikwechsel;) In Kreuzberg werden deutsche Kinder gemobbt, in Zehlendorf vielleicht türkischstämmige und gemeinsam gehen sie auf „Schwuchteln“ los. Und die Juden?…

    … gestern bei ttt im Ersten dies http://www.daserste.de/ttt/beitrag_dyn~uid,13jwgmvenbdfd2ek~cm.asp

    Der Hass ist längst da. Und Johnnys Artikel ist auch nicht grad auf Konsens angelegt. Verhärtete Fronten und keiner geht auf den andern zu. Die ausgestreckte Hand ist längst zur Faust geworden. Draufhauen, draufhauen, draufhauen. Immer wieder Hitler ins Spiel zu bringen, kann es auch auf Dauer nicht sein.

    Bei Gelegenheit kann mir auch mal jemand erklären, warum Umfragen, die 54 Prozent gegen Stuttgart 21 sehen, gut sind und ein Beleg für ein mündiges Volk. Dann ist das Volk das Maß aller Dinge.

    Gibt die Mehrheit aber laut Umfragen Sarrazin recht, dann ist das Manipulation. Vielleicht ist es bei Stuttgart 21 auch Manipulation. Aber das wäre dann ja Manipulation von der richtigen Seite, nicht? Wir machen uns die Welt wie sie uns gefällt…

    Wer feststellt, dass es natürlich auch Integrationsunwillige gibt, bekommt das Hakenkreuz auf die Jacke getackert. Und damit bedient sich die politisch Linke genau der Mittel, die sie im rechtsradikalen Bereich bekämpft. Stigmatisierung.
    Das macht jede Diskussion unmöglich und legt den Verdacht nahe, dass aus der Debatte längst eine Kampagne geworden ist. Vielleicht auf beiden Seiten. Denn dass es um die Probleme und ihre Lösungen geht, die man nicht wegdiskutieren kann, hat noch KEINE Seite bewiesen.

  24. 24
    Elblette

    @Matthias Schumacher: Auf Leute, die mit rassistischen Argumenten kommen, haue ich drauf (verbal). Ohne Gnade. Und mit abweichender genetischer Ausstattung zu argumentieren IST Rassismus und das muss man sehr laut sagen! Das hat nichts mit Verhärtung der Fronten zu tun und da muss man auch nichts verstehen. Dass es sogenannte Integrationsunwillige gibt, haben auch schon vorher Leute ganz normal gesagt und da hat sich auch niemand größer drüber aufgeregt.

  25. 25
    advocatus diaboli

    Nennt mich zynisch, aber bei den plötzlichen öffentlichen Beschwerden über „Deutschenfeindlichkeit“ aufgrund eines Gutachtens des notorischen Kulturpessimisten und Schlagzeilenjunkies Christian Pfeiffer (u.A. aus der Killerspieldebatte berüchtigt) musste ich wirklich herzhaft lachen. Das hätte in der momentanen Situation direkt von der Kabarettbühne stammen können…

  26. 26
    Sapere aude !

    Dass sich alle über Redewendungen und Begrifflichkeiten aufregen, zeigt eig nur, dass die Realität allen bewusst ist. Geblubber.

    Bei Moslems gibts Probleme, die religiös-kulturell bedingt sind. Bei Chinesen, Vietnamesen, Polen, usw., ja die gibt es übr. auch noch, sind diese Probleme nicht vorhanden.
    Die „Deutschenfeindlichkeit“ ist auch gar keine solche, sondern sämtliche Nichtmoslems werden als Schweinefresser u.ä. bezeichnet.
    Es geht also gar nicht um MulKul, sondern um den Umgang mit einem patriarchalischen Chauvinismus, der jedwede Integration nur verhindern kann.

  27. 27
    duh

    @Sapere aude !:
    Köstlich.
    In Düsseldorf lebt eine große japanische Gemeinde komplett mit eigener japanischsprachiger Zeitung etc in einem quasi-asiatischen Stadtteil und kein Mensch regt sich über mangelnden Integrationswillen auf. man sieht halt nur, was man sehen will.

    PS: Hat der Kanther nach dem Brandanschlag echt von „Hitzegrade“n gesprochen? Heftig.

  28. 28
    Sapere aude !

    @duh:
    Ja verdammt, wie konnte ich das nur ignorieren ? Dabei sind Japaner so berüchtigt dafür, in Gangs Stadtteile unsicher zu machen oder an Schulen Anders- bzw. Nichtgläubige aufgrund ihrer Andserartigkeit zu beschimpfen.

  29. 29

    Danke für den Artikel! Ich finde es sehr wichtig, dass endlich mal gegen den rechten Wind der CDU, die sich selbst als Mitte bezeichnet, Wiederspruch kommt und zwar mit solche klaren Worten. Mir blieb die letzten 3 Tage die Sprache weg, so entsetzt war ich und ich bin froh, dass es Euch gibt und ziehe den Hut vor Eurer Wortgewandheit!

  30. 30
    nelder

    @Sapere aude !: genau aber die Moslems, die sind alle inner Gang. Und das hat keine soziologischen Ursachen sondern liegt am Glauben. Troll Dich bitte zurück ins PI.

  31. 31

    endlich – mal wieder ein echter spreeblick! danke. zum kotzen, was da draußen abgeht. habe gerade erst am wochenende wegen unerträglicher „diskussions“-themen bei einem geburtstag die feier verlassen.

  32. 32
    Martin Leipert

    So gehts, wenn zwei Ängste aufeinanderprallen. Die Angst vor dem Fremden und die Angst nicht wiedergewählt zu werden.
    BUMMMM!

  33. 33

    Ist die Merkel-Multikulti Rede irgendwo auf dem Internet direkt zu lesen? Noch nicht bei bundeskanzlerin.de jedenfalls: http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/De/Aktuell/Reden/reden.html

  34. 34

    Danke, Johnny. Und auch danke, Frédéric. Man fühlte sich die letzten Wochen als Nicht-Islam“kritiker“ echt einsam.

  35. 35
    Fundamentalistenkritiker

    Und es ist ja wohl so, daß manche Bevölkerungsgruppen Schwule und Lesben einfach nicht tolerieren:
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2314168_0_4431_-neuer-ministerpraesident-mappus-schwule-befuerchten-intoleranz.html

    Da ist ein Integrationskurs fällig!

  36. 36
    Sapere aude !

    @nelder:
    Nein, „Schweinefleischfresser“ leitet sich keineswegs aus religiösen Überlegenheitsfantasien her. Wie ganz und gar abwegig.

  37. 37

    Ach Gottchen, die arme deutsche Mehrheit, die rassistisch beschimpft wird (mir übrigens noch nie passiert, trotz Wohnsitz in Kreuzberg). Das sind die wahren Probleme in unserem Land.

  38. 38
    flubutjan

    @DiTo:

    Hi,

    – Du sorgst Dich. Um Deutschland und seine Finanzen.
    – Du versuchst, verantwortungsvoll an die nächsten Generationen zu denken.
    – Du hälst Dich für einen Teil einer Gruppe, der der Mund verboten wurde und willst das nicht mehr zulassen.
    – Du hälst Dich für zu Unrecht als rechts gebrandmarkt.

    All das: ist nachvollziehbar.

    Darf ich dennoch zu bedenken geben:

    – Es existiert keine „Zuwanderung in die Sozialsysteme“. Das ist ein hetzerischer Kampfbegriff, der Stimmung machen soll gegen Migranten, mithin relativ schwache Minderheiten. Das: ist klassisch rechts.
    – Das Sich-aussuchen von Einwanderern (am liebsten nur „der Besten“, wie Gerhard Schröder sagte) ist purer Sozialdarwinismus, wie er vielleicht von Unternehmen bei ihrer Einstellungspoltik vertreten wird, aber nicht zu einer auch humanitär auszurichtenden Asylpolitik gehört.
    – Es gibt in Deutschland erstens noch eine erkleckliche Anzahl hirnverbrannter NS-Anhänger. Das Entscheidende aber ist zweitens, dass die nationalsozialistische (nietzeanisch inspirierte) Herrenmenschenideologie, eine im Sinne des Wortes mörderische Arroganz, in diesem unserem Land in mancherlei Gestalt weiterhin wirksam ist und eine reale Gefahr darstellt. Du kennst doch vielleicht auch den Satz „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“ Ihn vielleicht nicht mehr hören zu können, besagt nicht, dass er nicht stimmt.
    – Deshalb könnte man für so etwas wie eine sog. Nazikeule (sowieso eine vergleichsweise rührend schwache Waffe) auch dankbar sein, (solange es sie noch gibt). Sie versucht die Richtung zu markieren, die geschichtlich erwiesenermaßen – die Folgen kennen wir doch – nicht mehr eingeschlagen werden sollte.
    – Du schätzt sehr den abwertend gemeinten Begriff Gutmensch. Im Wiki-Artikel hierzu ist seine nationalsozialistische Abkunft erwähnt. Konkret wurde bei seiner ersten Verwendung im Nazi-Blatt „Stürmer“ mit ihm ein Jurist verunglimpft, der einen Soldaten nicht „mit aller Härte“, sondern für den härtevergötzenden Nazi-Blick zu milde bestraft hatte.
    – Deutschland stünde finanziell nicht zuletzt dann besser da, wenn es nicht die von Kohl über Rotgrün bis hin zur aktuellen schamlosen Klientelversorgung reichenden reichenschonenden Steuerpolitik gäbe.

    Das war’s schon.

  39. 39
    nelder

    @Sapere aude !: Es wäre schön, wenn Du uns Gutmenschen nicht weiter belästigen würdest, da Du anscheinend zum Thema nichts konstruktives beitragen kannst außer dem üblichen islamophoben Gefasel, welches für einen großen Teil der in Deutschland lebenden Muslime einfach nur diffamierend und diskrimierend ist. Ich bin noch nie als „Schweinefleischfresser“ bezeichnet worden, und in meiner Nachbarschaft leben sehr viele Menschen mit türkischen und arabischen Wurzeln. Und mir sind sie als Nachbarn und deutsche Mitbürger tausend mal lieber als Typen wie Du.

  40. 40
    Mario

    schlechter artikel. thema verfehlt.

  41. 41

    Du bist immer gut, am besten aber, wenn Du sauer bist. Klasse.

    Verdammt noch mal, man sollte wirklich den Twitter-Vorschlag (finde ihn leider nicht mehr) oder das hier aufgreifen.

  42. 42
    Willowby

    Hallo Leute, alle die sich wirklich was unter Kultur vorstellen können, interessieren sich automatisch auch für andere Kulturen der Menschheit. Alle , die das in der Vergangenheit nicht getan haben, existieren mit ihrer eigenen Kultur nicht mehr. Die Römer, die Griechen, das Dritte Reich…..
    Nur wer andere Kulturen zur Kenntnis genommen hat, hat noch seine Kultur.

    In diesem Sinne tragt es hinaus in die Welt: Ich bin MULTIKULTI!

  43. 43
    Sapere aude !

    Wieso Thema verfehlt ? Es ging nie um MulKul. Was wir hier haben ist Multiethnizität und das ist auch gut so. Kultimulti ist gemeint, wenn es um den Islam geht, nichts anderes.

    Um diese Politreligion geht es, wenn man über „Probleme in der multikulturellen Gesellschaft“ oder so, spricht, oder „Multikulti ist gescheitert“. Darum gehts eigentlich. Und darum gibt es auch eine „Islamkonferenz“ und nicht irgendeine eine Sonstwie-Konferenz.

  44. 44

    Ich kenne nur drei Türken.
    Der erste inszeniert Theaterstücke.
    Die zweite führt Touristen durch Münchner Barrock-Garten-Anlagen.
    Die dritte ist Architektin und arbeitet gerade in Rotterdam.

    Alle nehmen deutschen Fachkräften die Arbeit weg!
    Gerade weil sie so gut integriert sind!
    Abschieben!!!

  45. 45

    Wie bereits weiter oben bemerkt, wieder mal ein echter Spreeblick. Insbesondere der letzte Satz gehört an die Wände da draussen.
    Das alles mutet irgendwie total Panne an – erst bekommt der Sarrazin auch von den Schwarzen das Fett weg und jetzt hauen ebendiese die Kerbe noch einen ganzen Kanten tiefer rein. Aber vielleicht war ja auch das Sarrazin-Gebashe seitens der Union wohlkalkuliert abwartend und vielleicht muss man ja auch so auftrumpfen vor Deutschlands strammer Zukunft, den jungen Haudegen aus den guten Häusern. Und wenn man das niedliche Pärchen, was gerade den Spiegel-Titel schmückt, so anschaut kann man nur hoffen, daß der Kahn absäuft bevor sie DAS eventuell wirklich dem Volke als Nachfolge-Lösung für unsere abgehalfterte Jugendfreundin eingeimpft bekommen.

  46. 46
    Marc K.

    Frage mich die ganze Zeit, was denn de Alternative zu Multikulti sein soll? Monokulti? Leitkultur?

    Es gab doch schon einmal eine Riesendiskussion um diesen Begriff, mit dem Ergebnis, daß niemand ihn beschreiben konnte.

    Schon allein der Begriff, was denn die Leitkultur sein soll ist viel zu vielfältig, als das man ihn verorten könnte.

    Für die einen ist es Demokratie und Religionsfreiheit, für den nächsten Verteidigung christlicher Werte gegen bärtige Islamisten (oder gegen angepasste Muslime, die sich ja nur tarnen) und wieder für den Nächsten Deutschtümelei und Revisionismus. Für einige auch alles Zusammen als unidentifizierbarer Brei in deren Kopf.

    Ich sehe unsere Leitkultur regelmässig im Regionalexpress in stark alkoholisierter und teils agressiver Form.

    Bei der Debatte ist für mich auch nie nachvollziehbar wie ein punktuell sicherlich vorhandenes Problem (für dessen Lösung bereits Mittel und Wege vorhanden sind) zum Allgemeinen Problem gemacht wird.

    Und zum schon angesprochenen Begriff: Einwanderung in die Sozialsysteme.
    Kann mir mal wer erklären, wie das mit den derzeitig geltenden Gesetzen funktionieren soll?

    In einem Punkt habe ich mich aber lange geirrt. Ich dachte PI würde nie eine echte Gefahr werden, weil es einfach zu sehr eine sektenartige Spinnerfraktion sei (Wenn man sich den aktuellen FOCUS anschaut ist es ja leider nun Allgemeingut). In diesen Kreisen, wird ja gerne davon geredet wird, daß man die Wumme schon unter dem Kopfkissen liegen hätte, wenn der Bürgerkrieg gegen das Ausländerpack endlich losginge.
    Regelmässig findet man Aufrufe zur Gewalt in den Kommentaren, die natürlich im Artikel nicht direkt angeprochen, jedoch bewusst erzeugt werden sollen. Wenn man sich einige Karrikaturen anschaut, gibt es kaum unterschiede zur Hetze im dritten Reich. Der Stil ist der Gleiche. (Wobei ich das Ausmass und die Wirkung sicher nicht gleichsetze).

    *Heul jetzt kommt er mit der Nazikeule, buhuhuh*

    Falls das wer von PI liest, bin ich sicher wieder ein Linksfaschist mit Nazikeule.. aber ich habe die Kommentare bei PI nicht geschrieben, ich habe die menschenverachtenden Karrikaturen nicht gezeichnet.
    Auch habe ich nicht Menschen (mit Gewalt und dem Tod) bedroht, die den islamophoben und xenophoben Thesen widersprochen haben.

    Ich habe nichts gegen eine Debatte über die Integration. Wenn man sich die „Debatte“ alledings anschaut ist es ein einseitges Bashing und natürlich eine Bühne zur Profilierung zu kurz gekommener Parteigranden.

  47. 47
    DK

    Ich halte eine Multikulturelle Gesellschaft nicht für möglich. Dafür haben viel zu Leute viel zu viel Angst vor dem fremden, dass sie nicht verstehen nicht einschätzen können, sodass sie sich nicht mehr in Sicherheit fühlen. Ich halte Multiethnizität und eine sich weiterentwickelnde Kultur, die Einflüsse aus allen Richtungen in sich aufnimmt für möglich – nach und nach. Deswegen glaube ich, dass es notwendig ist, dass Leute die planen länger hier zu leben die Sprache lernen und sich eingliedern sollten. Nicht wegen mir oder sicher auch vielen hier im Blog sondern wegen denen die sonst nicht damit klar kommen. Respekt vor dem, der sich die Lebensaufgabe aufbürdet dafür zu kämpfen.

  48. 48

    …endlich sachst mal einer!

  49. 49

    Ein toller Artikel, dafür liebe ich Spreeblick. Ich habe alles schon vereinzelt mal gelesen, aber hier wurde es toll zusammengefasst. Danke. :)

    (Zur Diskussion in den Kommentaren äußere ich mich nicht, auch wenn ich es hiermit tue. Es wäre spannend, ist mir aber zu zeitaufwändig.)

  50. 50

    @DK: Buce Darnell kann auch kein deutsch und ist bei RTL in der Primetime.

  51. 51
    Sandro

    Ich lese die Artikel hier immer gern, egal zu welcher Thematik, und nicht immer spiegelt sich meine Meinung darin wieder. Aber meist verkneif ich mir dann doch einen Kommentar dazu – heute mal nicht.
    Auch auf die Gefahr hin, dass andere Meinungen nicht von allen (hier) gern gesehn werden.
    Zuerst: die sinnlosen Vergleiche mit Nazi-Deutschland machen den Artikel nicht nur unglaubwürdig, mit dem Totschlag-Argument, „gab es bei Hitler auch schon“, wird der Thematik auch sofort die Möglichkeit genommen, andere Ansichten offen zu diskutieren. Am Ende musste ich sogar kurz auflachen – so absurd und gänzlich unpassend ist der Einwurf mit den beiden Weltkriegen.

    Nicht zu Unrecht „tönen die Paranoiker“, dass man ihnen den Mund verbietet – zumindest dieser Artikel bemüht sich sehr darum.
    Ich habe auch keine Lösung, ich kenne noch nicht mal die genauen Probleme in der Integration oder bei Migranten. Aber ich höre mir alle Sichtweisen dazu an und bin überzeugt, dass es viel zu tun gibt, dass es viele Probleme gibt. Aber man kann sich natürlich auch alles schön reden und fundierte Kritik und Lösungsansätze pauschal abweisen …

    Ich habe per se kein Problem mit dem Islam oder Muslimen, aber offensichtlich gibt es in dieser Bevölkerungsgruppe größere Probleme, als bei anderen Teilen der Gesellschaft. Darüber sollte man auch sprechen, und zum Glück wird es mittlerweile auch getan, mal mehr, mal weniger sachlich.
    Im Übrigen bin ich mit Wulffs Wortwahl nicht ganz einverstanden. Gehört der Islam zu Deutschland, „nur“ weil Muslime bei uns leben?
    Würde man – zugespitzt – auch sagen, der Rechtsextremismus gehört zu uns, „nur“ weil drei oder vier Prozent der Menschen eine rechtsextreme Partei wählen oder wählen würden?
    Wohl kaum.

  52. 52
    fck

    @Sandro:

    „offensichtlich gibt es in dieser Bevölkerungsgruppe größere Probleme, als bei anderen Teilen der Gesellschaft“

    das ist sicher der fall, meinst du aber nicht, dass das vielmehr an der sozioökonomischen lage der betroffenen liegt, als an der religion?

    ganz grob, wenn du zeit hast: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33452/1.html

    der nazi-vergleich ist in der tat die holzhammer-methode, bietet sich aber mmn an. denn es besteht- wie im artikel aufgezeigt- ein zusammenhang zwischen cdu rethorik und einigen todesfällen vor 20 jahren. und wenn frau merkel sagt, wer nichts mit dem christlichen weltbild anfangen kann, hat in dtland nichts verloren, fühle ich mich (als atheist, durch und durch deutsch- über mindestens 4 generationen, weiter weiß ichs nicht, aber meine großeltern hatten alle einen korrekten ariernachweis) persönlich angegriffen. und das will die kanzlerin „aller deutschen“ sein, wie sie s bei der regierungsübernahme behauptet hat?

  53. 53
    cellizzo

    Lieber Johnny,

    seit Aufflammen der Thematik warte ich voller Angst auf die ersten brennenden Häuser.

  54. 54
    Sandro

    @fck: hm mal schauen ob ich dafür Zeit habe, ich versuche auf jeden Fall es zu lesen.

    Ich bin ebenso Atheist und habe mich schon lange daran gewöhnt, in der öffentlichen Debatte unterrepräsentiert zu sein, aber es stört mich auch kaum. Frau Merkel meint damit vermutlich eher die Menschenrechte, Gleichheit von Mann und Frau usw., wobei ich „christlich“ in diesem Zusammenhang auch nicht sonderlich passend finde, besonders aus geschichtlicher Sicht.
    Allerdings kann ich mich mit dem „heutigen christliche Weltbild“ in unserer Gesellschaft deutlich besser identifizieren, als mit dem des Islams.
    Womit wir wieder beim Thema wären: Sicherlich kann die Religion nie die alleinige Ursache für diese Probleme sein, aber jeden Zusammenhang zu negieren, wird dem Ganzen wohl auch nicht gerecht. Doch wie gesagt, ich bin nur eingeschränkt qualifiziert für diese Thematik (und so geht es augenscheinlich den meisten Kommentatoren und dem Autoren hier).

  55. 55

    Das macht nicht viel Sinn. Das „christliche Weltbild“ ist kein christliches Weltbild, aber Du findest es okay, dass man so tut als ob, solange man den Isalm kritisiert? Der Zweck heiligt die Mittel?

  56. 56
    Sandro

    @Manuel: was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Ich finde die Werte gut, die man allgemein unter christlichem Weltbild in unserer Gesellschaft versteht.
    Das man den Islam kritisieren darf und das auch tut, ist doch völlig normal. Genauso wie man das Christentum oder den Hinduismus selbstverständlich kritisieren darf.

    Aber was hat das mit dem ganzen Thema eigentlich zu tun? Welcher Zweck soll denn bitte die Mittel heiligen?

    Wer die Zeit dafür hat, sollte sich mal diese Playlist anschauen (rechts oben erstes Video starten)
    http://www.spiegel.de/video/#sp.playlist=1083805,1083792,1083776,1084959

  57. 57
    Ingo

    Lesenswert, ohne jegliche Polemik: http://www.gew-berlin.de/blz/19635.htm
    Ingo

  58. 58
  59. 59
    flubutjan

    Hier ein lohnender Artikel zu den Themen ‚Gutmensch‘ und Integration aus österreichischer Sicht:

    http://community.zeit.de/user/josefmairinger/beitrag/2009/11/02/ein-pl%C3%A4doyer-f%C3%BCr-den-gutmenschen

  60. 60

    Für mich war der Tiefpunkt einer schlimmen Woche der Artikel von Regina Mönch zur sog. „Deutschenfeindlichkeit“ in der FAZ vom Freitag. (ein Kommentar dazu hier: http://www.theorieblog.de/index.php/2010/10/die-deutsche-stimme-der-faz/ ).
    Vielleicht noch schlimmer waren allerdings die Leserkommentare auf faz.net. Peter Fahrenholz hat in der SZ bereits vor drei Wochen anlässlich einer Lesung Sarrazins beobachtet, dass „ein Hauch von Sportpalast“ durchs Land geht. Den Eindruck hab ich auch.

  61. 61

    @Sandro: Weil man dem was man fordert undkritisiert, nicht einfach falsche Begriffe, wie „christliches Weltbild“ oder „Islam“ geben darf. So schwer war mein Kommentar doch nicht zu verstehen.

  62. 62
    Negado

    Es hätte ein guter Artikel werden können.

    Die Frage ist kann ein Land Verbrechen ausüben? Lässt es sich jemals resozialisieren? Gibt es eine kollektive Schuld? Sind Kinder oder Enkel für die Verbrechen Ihrer Vorfahren verantwortlich -und wenn ja- warum? Evtl. aufgrund Ihrer Gene?

    Fragen die mir beim letzten Absatz in den Sinn kommen.

    Besten Gruß,
    N

  63. 63
    Zwiebelchen

    Ein großartiger Artikel lieber Johnny. Mehr kann ich dem gar nicht hinzufügen. Du hast mir Wort für Wort aus der Seele gesprochen!! Meine absolute Lieblingspassage: „…und fischt am rechten Rand, statt selbigen endlich mal zu halten.“
    Auf Kommentare wie z. B. den von DiTo einzugehen spare ich mir lieber, weil mir sonst wahrscheinlich der A… platzt. Mindestens eine passende Antwort zu dem Kommentar habe ich auch schon gelesen. Ich beschränke mich also für heute darauf, deinen Artikel toll zu finden :)

  64. 64
    Namen, hui =)

    Schöner Artikel, lieber Johnny. Lass die Trolle und Kognitivverweigerer nur mosern.

  65. 65
    Flötuttu

    Heute ist doch alles anders. Damals war es noch Fremdenfeindlichkeit (ich finde den Begriff besser als Rassismus, obwohl Sarrazin mit Genetik argumentieren versucht, denn es geht immer um die Angst vor dem Fremden). Heute ist der Fremde schlicht integrationsunwillig. Und Moslem auch noch! Die Moselms wollen uns schließlich in die Luft sprengen und die Sharia einführen. Und überall Minarette aufstellen! Kurz: Wir werden invasiert! Damals vor Wien haben wir den Türken aufgehalten – und nun das!

    Heute ist das alles auch für SPD-Wähler eine vertretbare Sichtweise. Früher musst man sich mindestens zu den Republiakern bekennen, oder der DVU oder gar der NPD oder CSU.

    Gerade kam eine Doku über US-Nazis/Wite Power. Diese argumentieren heute damit dass die Weiße Rasse bedroht ist, und ausstirbt. Erinnert mich sehr an die argumente in Deutschland „Wir Deutschen sterben aus“. Wir sind keien Täter – nein wir sind Opfer! Das ist die selbe Argumentation wie sie diese rassistischen Hinterwäldler (hier finde ich rassismus wieder passend) an den Tag legen. Nur kommt sie bei uns von den etablierten Parteien!

    Man muss nicht ökoromantisch ‚multikulti‘ sein um andere Menschen so wie sie sind interessant zu finden und zu akzeptieren. Wenn wir das tun – dann wachsen wir schon zusammen!

    Und man darf auch den Griechen von nebenan nicht mögen, wenn er einem nicht liegt. Denn genau dann behandeln wir andere wie jeden anderen. Und darum geht es.

    Menschen die zusammenleben.

  66. 66

    Johnny, vielen Dank, dass Du hier Deine Ansicht zur aktuellen Demagogendämmerung in Deutschland veröffentlicht hast. Ich habe das Gefühl, es kommt gegenwärtig auf jede einzelne Stimme der Vernunft an.

    Mit den rechtsextremen Integrationsverweigerern, die hier natürlich auch wieder ihre Häufchen druntermachen, werde ich mich jedoch an dieser Stelle nicht weiter auseinandersetzen. Allzu oft darf ich mich nicht in solcher Gesellschaft aufhalten, sonst verfinstert sich mein Menschenbild.

  67. 67
    mackenzen

    @Sapere aude !:

    na aber die ’schweinefleischfresser‘ scheinen ja auch ganz starke kulturell religioes bedingte probleme zu haben: ganz deutlich wird das wenn der sarrazin ruft… haben nicht alle menschen kulturell religioese probleme? warscheinlich! aber halt! nee! die japaner zum beispiel nicht: denn kein japaner klaut ueberfaellt oder macht sonst was illegales! warscheinlich ham die son gutes juden-gen die japaner das schlau und unkriminell macht…

  68. 68
    Tharben

    Johnny, einer deiner besten Texte, die ich kenne! Danke.

  69. 69

    @Flötuttu: ja, genau. wenn der weiße / deutsche nicht mehr in der lage ist, sich fortzupflanzen, dann sollte es auch niemand anders dürfen. *schnippschapp*
    wer angst vor überfremdung hat, soll doch bitte einfach ungeschützten sex haben und wie unsere großeltern 6 kinder und mehr zeugen. eigeninitiative statt rumheulen und das gesellschaftliche miteinander vergiften. es ist furchtbar zur zeit. mir geht dieser rechtsruck auf den senkel. und diese neuen rechten auch.

    danke johnny.

  70. 70
    der herr schroeder

    Ich empfehle eine kollektive Urschrei-Therapie. 1x im Jahr muss der Bürger bei offenem Fenster frei vom Leber seine aktuellsten Ängste und Sorgen hinausbrüllen dürfen, ohne die Furcht vor dem Nachbarn als Nazikopp oder Muezzin dazustehen. Das kann man doch machen. Der Ruhe zuliebe.

  71. 71

    jeder darf doch sagen was er will. und ich erlaube mir dann aber auch darauf hinzuweisen, dass manche „urschreie“ der neuen rechten zuzuordnen sind. das kann man doch machen. der gleichberechtigung zuliebe.

  72. 72
    wiebke

    supergut, danke spreeblick.

  73. 73
    Le_Franck

    Und auch Spreeblick kämpft weiter gegen das rechte Phantom. Und ist blind für die inzwischen viel größere Gefahr von links. Und die Folgschaft reiht sich brav in die Ökoelitenpolonaise ein.

  74. 74
  75. 75

    Das rechte Phantom hat ja nur 137 Menschen seit 1990 auf dem Gewissen. http://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextremismus/137-todesopfer-rechter-gewalt/1934424.html

    Da sind ein paar abgebrannte Autos sicherlich viel schlimmer.

  76. 76
    evo

    @johnny: falls du die familienministerin meinst, die heißt „schröder“.

  77. 77
    rofl

    „absolut gescheitert“

    Ich denke Frau Merkel sollte mal einer dezent darauf hinweisen, wer mit seiner Regierung absolut gescheitert ist.

    Sonst steht uns wieder sowas wie beim Gerhard am vorletzten Bundeswahltag bevor, dem hat ja seinerzeit die FDP im TV erklären müssen, dass man Wahlergebnisse nicht völlig ignorieren kann.
    Da hat der Gerhard nicht schlecht gestaunt damals.

  78. 78
    PhilipS

    Richtig, aber gehts auch mal ohne Hitlervergleich?

  79. 79

    Diese ganze „Integrationsdebatte“ (die ja tatsächlich in großen Teilen eine Ab- und Ausgrenzungskampagne ist) stinkt zum Himmel!
    http://misanthrope.blogger.de/stories/1714831/

  80. 80
    Caspar

    „Man darf sich schon fragen, ob die alle noch ganz dicht sind, wenn sie anschließend von deutscher Leitkultur faseln. Was sie damit meinen in einem Land, das zwei Weltkriege verbrochen hat, möchte man lieber nicht genauer wissen, aber wer oder was hier gescheitert ist, das wird die nächste Wahl hoffentlich zeigen.“

    Nicht zu vergessen ist der Holocaust, indem die sog. „Feinde des deutschen Volkes“ systematisch ermordet wurden.

  81. 81

    @Le_Franck: Gefahr von links???
    Klong klong – da komm ich nich mehr mit, mein Herr.
    Es sei denn, Sie sind FDP-Mitglied.
    Dann seis verziehen.

  82. 82
    Namen, hui =)

    Gefahr von links xD
    „Hey, ich hab Euch hier so sitzen sehen und fragte mich… na ja, wollt ihr was von meinem Kuchen haben?“
    „Weiche, du widerlicher Rotfaschist!!!1“

  83. 83
    JGS

    Deutsche VerbaLeute Gemischt: Stark oder Schwach?

    Sind wir Menschen nicht?

    WE ARE DE-VO!

  84. 84
    Wo lebt ihr eigtl ?

    137 Tote durch „rechte Gewalt“ seit 1990 ? Das ist doch ein Witz bei 2500 Mordopfern im JAHR ! Warscheinlich haben defekte Haushaltgeräte mehr Menschen umgebracht . . .

    Wollen wir dagegen mal die Toten durch Ausländerkriminalität aufrechnen ? Wollen wir hier bestimmt nicht.

    Naja, immer schön frei denken . . . im erlaubten Rahmen.

  85. 85
    Ich lebe dort, wo du hoffentlich nicht bist

    @Wo lebt ihr eigtl ?: Dann rechne mal aus wie viele Ausländer Deutsche nur wegen ihrer Herkunft bzw. weil sie einfach Deutsch waren umgebracht haben. Wann haben Ausländer hier das letzte Mal ein Familienwohnhaus in Brand gesteckt, nur weil eine Deutsche Familie drin wohnt? Wann haben sie Kinder getötet und verletzt nur weil sie Deutsch waren? Das würde mich mal tatsächlich interessieren. Wenn du diese Zahl gefunden hast, melde dich bitte wieder bei mir.

  86. 86

    @evo: Aua, peinlich. Danke dir, ist geändert!

  87. 87
    Adrian

    ….Stuttgart 21, Atomkobby, Pharmalobby, gescheiterte Gesundheitsreform, jedes Disaster wird als Erfolg verkauft. Aber so doof ist dann das Volk doch nicht und mupft auf, das kann nicht sein und ist nicht gewünscht.
    Und schwupp wird schnell ein Nebenschauplatz eröffnet, der wiederum ein sträfliches Versagen von Politkern, Regierung in andere Vorzeichen hiefen soll. Ein Ablenkungsmanöver, das aber einem Offenbarungseid an Unfähigkeit gleicht und mal wieder im braunen Sumpf sich die Requisiten leiht. Was Angielein damals an Demokratie nicht gelernt hat, lernt Angela nimmer mehr. Leute esst mehr Weichkäse aus der Uckermark!

  88. 88
    Frédéric Valin

    @Wo lebt ihr eigtl ?: Offensichtlich in einem Land, in dem Dir niemand beigebracht hat, Statistiken zu lesen. 2009 gab es in Deutschland 703 Mordversuche, davon 42,5 Prozent vollendet, dabei waren 914 Opfer betroffen, davon 365, die tatsächlich ermordet worden sind.

    Wenn relativieren, dann bitte richtig.

  89. 89

    Lieber Johnny Haeusler: Danke für diesen guten Artikel!

  90. 90
    PhilipS

    @Frédéric Valin: Stimmt genausowenig. Zum einen: Es gab nicht 703 Mordversuche. Die Polizei hat 703 Sachverhalte erfasst die entweder Mord oder einen Mordversuch darstellen könnten. Ob es nun tatsächlich alles Morde waren, geht nicht aus der Statistik hervor (normalerweise sind auch Gerichte nicht allzu großzügig mit Mordurteilen, man kann also davon ausgehen dass die Zahl der tatsächliche Morde geringer ist).
    Ferner ist es ungünstig erst von versuchten Morden zu sprechen und dann davon dass ein Teil dieser vollendet ist.
    Der vollendete Versuch ist nicht gleichzusetzen mit dem vollendeten Delikt. Viel mehr kann man beispielsweise von 703 von der Polizei erfassten potzenziellen Morddelikten sprechen von denen jedoch 57,5 % das Versuchsstadium nicht überschritten oder umgekehrt 42,5 % das Versuchsstadium überschritten haben.
    Und ob die diese 365 Menschen nun tatsächlich ermordet worden sind steht ebenfalls nicht in der Kriminalstatistik, sondern wird schlichtweg anhand der Lage des Sachverhalts von der Polizei vermutet.

    Die PKS ist eine Statistik die man sich mit sehr vielen Einschränkungen (beispielsweise der Dunkelziffer) zu Gemüte führen muss und wenn man sie schon zitiert sollte man wenigstens erwähnen dass man es tut, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. ..

  91. 91
    Anna P.

    Auch wenn Ihnen die deutsche Leitkultur egal ist, das Grundgesetz sollte es nicht sein. Und Sie haben anscheinend auch keine Angst vor dem Islam.
    Na, Ihnen kann ja auch nichts passieren, Sie sind schließlich ein Mann. Und in diesem Forum befinden sich anscheinend ebenfalls nur Männer.
    Nur so kann man es erklären, dass es niemandem auffällt, dass schon die „islamischen Bekleidungsvorschriften“ gegen das deutsche Grundgesetz verstoßen. Mal ganz abgesehen von der Scharia.
    Weil da nämlich in Artikel 3 Absatz 3 steht, dass niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt werden darf, die islamischen Bekleidungsvorschriften aber NUR für Frauen gelten.
    Genauso übrigens wie das Verbot am Schwimm-, Turnunterricht etc. teilzunehmen wenn auch Jungen dabei sind. Und als Jungfrau in die Ehe zu gehen, sich seine Sexualpartner nicht selbst aussuchen zu dürfen etc.
    Aber Sie sind schließlich ein Mann, Sie betrifft das ja alles nicht. Da kann man natürlich leicht tolerant reden. Und die paar tausend muslimischen Frauen die das betrifft (nein, es sind sicher nicht alle) interessieren auch nicht weiter.

    Kinder haben Sie wohl auch keine, und die Berliner Kriminalstatistiken kennen Sie anscheinend auch nicht. Die belegen nämlich ganz klar,dass sich die Gewalt der Gruppen mit denen es Integrationsprobleme gibt (und das sind nun mal mit erschreckend hohen Prozentsaätzen muslimische Jugendliche) in erster Linie gegen Kinder und Jugendliche richtet. Gegen alte Menschen übrigens auch. Also: gegen die Schwachen.
    Da kann man auch locker sagen, MIR ist noch nie etwas passiert. Da kann man auch locker den Opfern jeden Schutz verweigern, weil sie ja schließlich selbst Schuld tragen daran, dass sie die Migranten die nun zuschlagen vorher selbst diskriminiert und ausgegrenzt haben. Auch wenn sie noch Kinder sind, die Schulen besuchen in denen diese Migranten in der Mehrheit sind? Oder vielleicht Menschen die noch nie in ihrem Leben einen Migranten diskriminiert haben? Gibt es so etwas wie eine deutsche Kollektivchuld, die besonders die Schwachen abbüßen müssen?

    Jedes Jahr sterben in Deutschland 12-18 junge Frauen durch einen Ehrenmord, und wahrscheinlich gibt es eine noch höhere Dunkelziffer. Raten Sie mal, welcher Religion sie angehören! Demzufolge gab es in den letzten 20 Jahren mindestens 240 Opfer extremistischer religiöser Gewalt. Mal ganz abgesehen davon, dass die Selbstmordrate bei jungen Musliminnen fast doppelt so hoch ist wie bei der nicht-muslimischen Bevölkerung. Und das sicher nicht, weil sie von Deutschen diskriminiert wurden sondern weil es für sie keine andere Perspektive gab als eine „Söhnefabrik“ zu werden oder ebenfalls durch einen Ehrenmord zu sterben. 74% aller muslimischen Frauen in Deutschland haben keine Berufsausbildung, Tendenz steigend. Warum wohl? Nicht weil sie dumm sind sondern weil ihre Familie will dass sie zu Hause bleiben und Kinder kriegen!

    Aber das interessiert Sie wahrscheinlich auch nicht, Sie sind schließlich ein Mann. Ich bin aber eine Frau, und weil ich dem Islam gegenüber aus den oben genannten Gründen kritisch eingestellt bin noch lange kein Nazi.Und wenn die islamischen Verbände in Deutschland fordern, dass das die diskriminierenden „islamischen Bekleidungsvorschriften“ unter den Schutz des Grundgesetzes gestellt werden, da ist mir das jetzige Grundgesetz dann doch lieber. Glauben Sie wirklich, dass ALLE 12jährigen Mädchen die es tun ihr Kopftuch freiwillig tragen? Wie kann man das mit 12 Jahren (!) überhaupt schon frei entscheiden?

    Und auch wenn die Mehrheit der Muslime nicht-Islam treu ist: Wieso melden sich dann immer nur die muslimischen Verbände in der Öffentlichkeit? Wieso spricht die türkische Gemeinde immer nur für die Muslime und nicht für die deutsch-türkischen Christen und Aleviten, die in der Türkei noch nicht mal als Religionsgemeinschaft anerkannt sind?

    Und auch wenn Deutschland zwei Weltkriege verloren hat so habe ich damit nichts zu tun. Und daher durchaus das Recht meine Meinung zu den Ereignissen von heute zu sagen und dazu auch Fakten zu nennen ohne mir von Menschen wie Ihnen mit der „Diskriminierungs- ,Nazi- , Rassismus- ,Islamfeindlichkeitskeule“ einen Maulkorb verpassen zu lassen. Ralph Giordano ist ein Holocaust-Opfer. Und jetzt soll er plötzlich ein populistischer Paranoiker sein bloß weil er nicht sagt was SIE gern hören wollen?

  92. 92

    @Anna P.

    Ich habe soeben Stern-TV auf RTL gesehen (ja ja @Stammspreeblicker, ich weiß, selber Schuld). Das Top-Thema war Deutschenfeindlichkeit seitens türkischer und arabischer Schüler an deutschen Schulen (exemplarisch Hauptschulen). Unter anderem ein mustergültig integrierter Hauptschullehrer mit türkischem Migartionshintergrund wurde als Kronzeuge der Anklage vorgeführt.
    Ich habe keine Zweifel, dass sich die geschilderten Vorfälle an den Schulen tatsächlich so zugetragen haben wie berichtet (hätte ich aber auch ohne den Lehrer mit türkischen Wurzeln nicht gehabt). Dennoch halte ich die Sendung für eher destruktiv im Sinne von Integrationsförderung – und damit weder für hilfreich für deutschstämmige Kinder, noch für die Kinder mit türkischen oder arabischen Wurzeln. Denn es wurden nur Vorwürfe formuliert, nur Fehler bestimmten Bevölkerungsgruppen angelastet, aber keine gerechten Lösungsvorschläge gemacht. Gerechtigkeit vermisste ich deshalb, weil die Schuld für die Zustände ausschließlich den Familien mit Migrationshintergrund zugeschoben wurde. Diese Art der ‚Berichterstattung‘ finde ich scheinheilig und verlogen, obwohl ich keinen Migrationshintergrund habe. Wie mag das also erst bei der Mehrheit derer ankommen, die da als grundsätzlich integrationsunwillig dargestellt wurden? Ich bezweifle, dass man so Verständnis, Einsicht und Bereitschaft zu mehr Entgegenkommen erreichen kann, denn faire und ehrlich gemeinte Integrationsangebote klingen anders.

    Was glauben Sie denn Anna, was Sie durch Ihre bitteren Vorwürfe bei gläubigen Muslimen erreichen können? Glauben Sie, dass Sie z.B. damit den gemobbten Kindern an unseren Schulen helfen oder Frauen mit Migrationshintergrund, die von der Gesellschaft im Stich gelassen in patriarchalen Familienstrukturen festhängen? Ich glaube das nicht. Ich glaube, Sie schaden ihnen damit eher – und zwar sowohl den muslimischen, wie auch den nichtmuslimischen.

    Wer bereit ist, mal einen Schritt zurückzutreten und über den eigenen Tellerand zu sehen, dem dürfte es eigentlich gar nicht schwer fallen zu erkennen, dass viele Kinder der einstigen Zuwanderer (nämlich genau die, die in den von deutscher Politik und Mehrheitsgesellschaft geschaffenen und jahrzehntelang ignorierten Gastarbeiterghettos aufwachsen und in Schulen mit Migrationshintergrund unterrichtet werden) deutschstämmigen Kindern nun auf die ‚Gastfreundschaft‘ und ‚Integrationsangebote‘ antworten, die wir ihren Eltern entgegenbrachten. Darauf seitens der deutschstämmigen Mehrheitsgesellschaft nun wieder mit einseitigen Vorwürfen, Ausgrenzung und Anfeindung zu reagieren, bringt uns imo keinen Schritt weiter – im Gegenteil, wenn wir nicht sehr aufpassen, zieht es uns runter in eine finstere Vergangenheit.

    Und damit ich Ihnen abnehmen kann, dass Sie mit Ihren Meinungsäußerungen wirklich etwas zur Verbesserung des gesellschaftlichen Zusammenlebens beitragen wollen, müssten Sie mir erst mal offenbaren, WOFÜR Sie eintreten, nicht nur WOGEGEN. Wie wollen Sie das, was Sie als gesellschaftliches Problem erkannt haben, denn ändern?

    Abschließend noch was zu Ihrer hier m.E. unangebrachten präventiven Zensurangst. Niemand, der sich offen und fair, im Rahmen geltender Gesetze austauschen will, hat es nötig, sich hier zu verstecken. Hier verpasst Ihnen keiner einen Maulkorb, das bilden Sie sich ein. Sie verschleiern sich höchstens selbst, wenn Sie beim Meinung sagen kein Gesicht zeigen. Aber da können Sie keinen anderen für verantwortlich machen.

  93. 93
    earl grey

    @ Anna P. (91): Danke!

    Ich bin froh in einem weitgehend säkularisierten Land zu leben. Menschen, die in einer religiösen Vorstellungs- und Alltagswelt leben, sind mir suspekt – seien sie Moslems, Christen oder Zeugen Jehovas.

    Das einzig Negative in der von Hrn. Sarrazin angestoßenen Debatte sehe ich darin, dass plötzlich die Frage der eigenen Religion für viele wieder eine Rolle zu spielen scheint. Religion hier, Religion da… sogar unser unsäglicher sogenannter Bundespräsident, das Fähnchen immer schön im Wind, hat dazu was zu seichen.

    Und das gerade in einer Zeit, in der sich (zumindest) der Katholizismus so wunderschön selbst stranguliert…

  94. 94
    rofl

    @Wo lebt ihr eigtl ?
    „Wollen wir dagegen mal die Toten durch Ausländerkriminalität aufrechnen ? Wollen wir hier bestimmt nicht.“

    Wir vergleichen dann also die GESAMTKRIMINALITÄT der einen Bevölkerungsgruppe, die wir diskriminieren wollen, mit einem TEILBEREICH der Kriminalität der anderen Bevölkerungsgruppe, welche wir in Schutz nehmen wollen.

    Sicherlich ein unheimlich toller Ansatz, wenn auch ziemlich durchschaubar.

  95. 95
    Namen, hui =)

    Wenn hier manchem scheint, daß etwas zu einseitig dargestellt sei, so möge er es doch nicht bitte gleichtun und noch mehr Schubladen mit Vorurteilen rausholen. Das wäre echt reizend. Da hilft dann auch kein Aufsatz über Pipifax – den hier in der Kommentarfunktion ohnehin kein Hintern lesen wird.

    Und nur weil einem diese einseitige Hetze (und nichts anderes ist dieses geifernde „Ich weiß, wer schuld ist!“) zu wider ist, spricht man sich doch nicht dafür aus, daß demnächst jeder Ladendieb einen Finger verliert, oder Ehebrecher gesteinigt werden sollen. Ich bitte Sie… Zuerst mal sind wir alle Menschen. Oder wie Kennedy sagte: „We all breath the same air and we are all mortal“, etc.

    Dazu gehört in Konsequenz, daß ich nicht Ursache und Wirkung verkenne. Hole ich mir Arbeiter aus anderen Kulturkreisen ins Land um meinen Profit zu maximieren und heule hinterher rum, weil sie hier sind (hallo Herr Sarrazin!), oder versuche ich das beste aus der Situation zu machen? Mal ehrlich: Was ist denn die Alternative? Wollen wir einen Bürgerkrieg und alle Nicht-Deutschen (oder wen auch immer, das müsste man dann definieren) irgendwo hin abschieben? Oder in Arbeitslager stecken? Das ist doch vollkommen realitätsfern. Spielen Sie das mal in ihrem Kopf durch.
    Oder wollen wir lieber sagen: Hey, unsere Eltern haben da scheiße gebaut, als Sie euch in Ghettos gesteckt und als Billiglohnsklaven geholt haben. Klar, daß eure Kinder jetzt scheiße drauf sind und es da viel Gewalt, Perspektivlosigkeit etc. gibt – wie packen wir das Problem nun an?

    Aber was diese Hetzer, die Hetzer des Kapitals machen, ist alle Schuld von sich zu schieben. Sie zeigen nicht mal die Ursachen auf. Sie nehmen nur gesellschaftliche Probleme und zeigen den vermeintlich unmittelbar Schuldigen. Das ist billig, das ist infam, es verursacht Übelkeit.

    Und heißt das jetzt, nur weil man Ursache und Wirkung nicht trennt, daß man alles billigt und toll findet? Ich finde auch, Frauen sollten sich emanzipieren, gleichgestellt sein. Und es sollte keine Gewalt geben. Und ich will eine schöne Zukunft. Erstmal für mich. Und dann auch irgendwo für alle. Trotzdem bin ich nicht blind. Und noch viel weniger lass ich mich vom Hass besetzen, der alles so schön einfach macht. Wer einen Schuldigen hat, schiebt nur die Verantwortung von sich.

  96. 96
  97. 97

    …lenkt von Gesundheitsreform, Hartz IV und Wirtschaftspolitik ab.
    Dem kann ich nur zustimmen.
    Obendrauf gibt´s noch die Propaganda von Frau Guttenberg auf RTL2.

  98. 98
    Angelika

    Letztendlich ist das oberste Ziel die Gesellschaft zu spalten, weil viele kleine Einheiten wehrlos sind.
    Politiker die Marionetten von Konzernen oder eine Elite-Einheit … ?
    Wie gut die heutige Situation seit Jahren vorbereitet wurde, lässt sich auch anhand dieser „Rede“ nachvollziehen.
    S. 28 mit dieser Aussage ist besonders nett „4. Alte Höhe der Sozialhilfe als Arbeitslohn für staatlich organisierte Leiharbeit“
    http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoContent/N/politikdebatte/IFO_REDEN/IFO_REDEN_2002/AKT-SOZIALHILFE-KURZFASSUNG.PDF
    Habt Ihr noch Fragen? Die wichtigste wäre: „Wie lässt sich aus vielen kleinen Gruppen, die oftmals eher unpolitisch sind, aber das Richtige für die Menschheit wollen, etwas gegen diesen elitären Schwachsinn aufstellen?

  99. 99
    uniquolol

    „…Kristina Schröder berichtet in den Tagesthemen von einer bedrohlichen „Deutschenfeindlichkeit“ und wirft mit sorgenvoller Miene denen, die seit Jahrzehnten beleidigt, beschimpft, ausgegrenzt, schikaniert, attackiert und vor allem allein gelassen werden, Rassismus vor…“

    Na und? Ist es deshalb schon falsch? Wer wollte denn ernsthaft bestreiten, dass es unter den Migranten nicht auch massive Fremdenfeindlichkeit gäbe. Es gibt kein deutsches Monopol auf Xenophobie…

  100. 100
    rofl

    „Na und? Ist es deshalb schon falsch?“

    Nein, nur gänzlich unbelegt und nicht mal zum Schein mit den entsprechenden Zahlen „der Deutschen“ abgeglichen.
    Screen it or it didn’t happen.

    „Wer wollte denn ernsthaft bestreiten, dass es unter den Migranten nicht auch massive Fremdenfeindlichkeit gäbe.“

    Wer will denn ernsthaft bestreiten, dass Du nicht auch massiv Fremdenfeindlich bist?
    Hab der Einfachheit halber mal zurück geblamed. Das gilt dann erst mal bis es wissenschaftlich widerlegt wurde, oder?

  101. 101
    Kuy Nature

    Danke Johnny, danke „Namen, hui =) (95)“!

  102. 102
    Völkerball

    Danke für diesen Artikel.
    Durch die Kommentare weiß ich als Rechtsnationaler nun, dass linksdenkende Menschen bei diesem Thema nicht wirklich überlegen in der Argumentation sind.

    Debatten und Themen zu unterdrücken und beiseite zu wischen, zwanghaft dem sozialen Frieden zuliebe ist schon was Feines. Macht es da wenigstens „Check“ bei den Nachteilen der MuKu- und MuEthno-Gesellschaft? Schließlich gab es früher diese Spannungsverhältnisse nicht.
    Dann aber nicht wundern, wenn der soziale Frieden auch ohne hitzige Debatte irgendwann entzwei bricht.

    Holt noch mehr Fremde her! Noch mehr Kultur- und Bluts-Austa..ähhBereicherer. Umso größer wird die potentielle Energie der darauf wirkenden Gegenkraft sein.
    Man schimpft zwar sonst immer über DIW, INSM & wie die rechten Marktliberalen sonst alle heißen, aber wenn die euch einen vom Fachkräftemangel erzählen, dem nur mit massiver Einwanderung begegnet werden kann, dann fangen eure Augen an zu leuchten.
    Und die Renten natürlich! Wenn schon die halbe Welt Deutschlands Gelder erhält, dann sollen sie wenigstens herkommen, um die Renten für uns zu erwirtschaften.

    1992 Rostock war z.B. einer dieser Gegenkräfte. Menschenverachtende Szenen, die jeden Deutschen zum Schämen bringen-natürlich-aber die einzige Möglichkeit das Wirken des Asylparagraphen zur Eindämmung zu bringen.

    Witzig finde ich auch immer linke Angstszenarien vor den großen Rechtsruck, wenn mal einer nicht so redet, wie sie selbst. Dass es dazu nur kommen kann, wenn die gleichen Medien, Organisiationen und Institute das zulassen, wie es Jahrzehnte vorher unterdrückt haben bzw. kryptokommunistischen Inhalte verbreitet haben, macht das Ganze relativ unwarscheinlich.
    In solchen Zeiten der absoluten liberalen bzw. linken Hegemonie ist die Sensibilität für „rechtes Gedankengut“ natürlich sehr stark, was die Hitler und Weltkriegsanspielungenn auch hier zeigen- halblustige Gedankenverknüpfungen des latent nationalistischen Kleinbürgers mit irgendeiner Erscheinung des 3. Reiches – tritt nicht nur aller 20 Jahre auf, sondern kann mehrmals in einem Jahr aufkommen.

    Ich halte sogar eine Diskussion zwischen moralisch sauberen Linken und schmuddeligen Rechten für möglich, aber es gibt leider unüberwindbare Gräben dabei: Euch ist völlig egal, wie Deutschland aussieht, hauptsache es ist bunt, liberal und die gesellschaftliche Harmonie ist gewahrt. Über andere Auffassungen, wie z.B. „alle Menschen sind gleich“ ließe sich sicherlich noch diskutieren, aber nicht bei den oben genannten Dingen. Beziehungsweise ist sinnlos, Dinge zu diskutieren, die euch völlig Wampe sind.

    Genauer gesagt gibt es 5 Gruppen, die bestimmte Entwicklungen auf ihre Art gegenüberstehen, hier z.B. schon genannt den Rückgang der weißen Bevölkerung in den USA oder den Austausch des deutschen Volks zugunsten eines nicht näher zu fassenden Gemisches, wofür „Vielvölkergemisch“ nichtmal zutreffend wäre: Die, die es erfreuen und fördern. Die, denen es völlig egal ist. Die, die es bedauern, aber sich damit arrangieren können. Die die es vermindern wollen und zuguterletzt die, die es stoppen und umkehren wollen.

    Die normative Kraft des Faktischen (Deutschland ist ein Einwanderungsland.) mag zwar gegeben sein. Die Fakten können sich aber schon sehr schnell ändern, wie die Geschichte zeigt.

  103. 103

    @Völkerball: Das wird wohl kaum noch jemand lesen, wenn du es ein halbes Jahr nach dem Artikel tippst, ich spar mir trotzdem mal alle naheliegenden Witze über Ewiggestrige und Zuspätkommer:

    Deine Argumentationsketten sind, wie ich es von „Rechtsnationalen“ kenne, von überall zusammengewürfelt, so, wie es eben passt. Ich kenne das allerdings auch von Linken, die das ganz genauso machen, und herrje – vielleicht tun wir das irgendwie ja alle mal. Die Welt ist ja auch kompliziert.

    Spätestens bei dem Absatz mit „Rückgang der weißen Bevölkerung“ und „Austausch des deutschen Volks“ aber – da wusste ich dann Bescheid.

    Du machst Spaß. Du bist Hape Kerkeling und machst gerade „Versteckte Internet-Kamera“ oder so. Stimmt, oder?

    Haha. Gut gemacht, aber ich hab’s durchschaut!

  104. 104

    Haha. Holla at the Gutmenschlichkeit!

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