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Basskonzert: Tiefdruckgebiet in Neukölln

„Tiefdruckgebiet“ ist ein Projekt im Rahmen des Kunst- und Kulturfestivals 48 Stunden Neukölln. Es geht darum, die Beschaffenheit von Stadt und Straßen akkustisch zu nutzen und alles dazwischen mit Subbass-Schwingungen spürbar in Bewegung zu bringen.

Dazu werden mehrere Autos, jedes mit seiner eigens ausgetüftelten Bass-Frequenz, sowie einem riesigen Subwoofer versehen, koordiniert durch Neukölln fahren, und so ein großes, mobiles Schallwellenkonzert inszenieren. Ein Konzert, das sich eher an den Brustkorb als an die Ohren richten wird.

Das Spektakel wird am 19. Juni um 15 Uhr auf der Schillerpromenade beginnen und sich dann langsam auf den Stadtteil verteilen. [Siehe Kommentar]

(Und wer selber als Instrument mit Auto dabei sein möchte, der ist herzlich willkommen und kann sich hier über alles weitere informieren.)

16 Kommentare

  1. 01
    Claire

    Ham wa doch hier schon eh jeden Tag! Das wohlige Kribbeln in der Wohnung (4. EG!), wenn auf den Straßen vor der Tür wieder ein Bass in Form eines Autos vorbei düst (meist ja sogar im Kreis bzw. Straße rauf und wieder runter, damit man ja von allen gesehen und gehört wird).
    Aber sonst nette Idee.

  2. 02

    @Claire: Jau, diese Beobachtung war auch tatsächlich der Auslöser für das Projekt, das sich ja u.A. mit genau diesem typischen Neukölln-Sound auseinandersetzt ;)

  3. 03
    Danny Wilde

    Jetzt wird dieses brunzdumme Rumgeprolle, das nichts anderes ist als Lärmbelästigung, schon zu Kunst erklärt und dabei auf’s Sonn- und Feiertagsgesetz geschissen. Bravo, dafür sollte man wirklich noch Werbung machen.

  4. 04
    Philipp Jahner

    @Danny Wilde: Hihi, och. Schlecht geschlafen?

  5. 05
    Danny Wilde

    @Philipp Jahner: Zuletzt nicht. Aber sehr wohl schon öfter wegen dieser Menschen, die ihren Musikgeschmack der Allgemeinheit aufdrängen.

  6. 06

    @Danny Wilde: Kommste zum Konzert? Da kannste hinterher live und in Farbe mit „diesen Menschen“ diskutieren, wenn du magst (und das meine ich weder ironisch noch provokant.)

  7. 07

    Gute Idee, wenn man nebendran noch die Omas mit den schlecht geölten Einkaufstrolleys laufen lässt, hat man auch den Ultraschallbereich abgedeckt.

  8. 08
    Danny Wilde

    @Anselm: An solchen „Diskussionen“ habe ich mich schon versucht. Der Hinweis darauf, dass nicht jeder außerhalb des Autos die abgespielte Elektromusik hören möchte, wurde vom fahrzeugführenden Proll im günstigsten Fall mit Unverständnis und Beleidigungen, im ungünstigeren mit dem Angebot von Gratisprügeln beantwortet.

    Mein Bedarf, mit solchen Personen zu „diskutieren“, ist daher gedeckt, aber danke für das Angebot.

  9. 09
    andre

    In meinem Land ist es leider legal, dass Autos mit Lautsprechern durch die Straßen fahren und mich mit Werbenachrichten zudröhnen (gut verständlich auch dann noch, wenn man im vierten Stock eines Hauses sitzt).
    Ich kann meine „Begeisterung“ über diese unerwünschte Lärmbelästigung immer nur schlecht verbergen, wenn ich zufällig auf der Straße bin – meist geht dann voll automatisch einer meiner Mittelfinger in die Höhe. Das hier beschriebene Projekt klingt ähnlich großartig. Mein Beileid an alle Betroffenen.

  10. 10

    Zuerst dachte ich, es sei nicht so dramatisch, aber ich merke gerade, daß widersprüchliche Informationen über den Konzertablauf die Runde machen.

    Hier mal eine Klarstellung bzgl. des Ablaufs:
    http://heavylistening.org/2011/06/die-wahrheit-uber-das-tiefdruckgebiet/

    Wichtigster Punkt:
    Wir spielen NUR an der Schillerpromenade, das Verteilen über Neukölln entfällt. Wer das Konzert hören will, muss also am 19.6. um 15 Uhr dort sein und wird nicht zuhause überrascht. Sorry :)

  11. 11
    Philipp Jahner

    @Anselm: Ist korrigiert.

  12. 12

    @Philipp Jahner: Danke sehr! Sorry für die Verwirrung.

  13. 13
    Philipp Jahner

    @Anselm: Kein Ding, ich weiß, wie das beim Organisieren solcher Aktionen ist.

  14. 14

    Ah Ja

    Somit verschaffen sich die ansonsten lautlosen Elektrofahrzeuge Gehör.
    indem sie die Batterien mit lautstarken HiFi-Equipment belasten.
    Für einmal um die Ecke sollte es reichen.

  15. 15

    @PIPI:
    Nachtrag:
    Will nur anmerken, dass ich einen KNICK in der Optik habe,
    und 3D-Bilder selbst mit Brille nicht wahrnemen kann.

    Beinahe Maulwurfstatus :)

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    Bank für Bedürftige:
    600522884

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