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Wir müssen reden. Und schauen.

re:publica, re:publica, re:publica … nächste Woche geht’s los!

Aber vorher habe ich noch einige Menschen getroffen und mich mit Ihnen unterhalten, gestern Abend zum Beispiel war ich sehr gerne der netten Einladung von @mspro und @343max gefolgt und habe sie in ihrem Podcast-Studio besucht. Dreieinhalb Stunden „Wir müssen reden“ sind dabei herausgekommen, die Themenübersicht und den Mitschnitt findet ihr hier. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, den Zuhörerinnen und Zuhörern ging oder geht es ähnlich. Man muss das ja nicht am Stück hören, das geht auch in Teilabschnitten.

Und zum Anschauen gibt es auch etwas, nämlich die neueste Ausgabe vom Elektrischen Reporter, in der es bei den Themen eBooks und Selbstpublizieren auch um „I live by the river!“ geht.

15 Kommentare

  1. 01

    Auf zur nächsten Bahnhofsbuchhandlung ;-)

  2. 02

    Was bei WMR auffällt, Johnny sollte wieder mehr Podcast machen!

  3. 03
    flubutjan

    Ich hab‘ mir u.a. die Passage zu ‚Pornografie und Kindheit‘ angehört. Da fiel mir ein, was ein hochaltriger Norman Mailer vor ein paar Jahren im 3sat-Kulturzeit-Interview mal zu ‚Pornografie und Erwachsensein‘ gesagt hat, nämlich: Er hätte sich in seinem Leben garantiert wesentlich seltener neu verheiratet, wenn er bereits als jüngerer Mann ähnlich umfänglichen Zugang zu Pornografie gehabt hätte, wie es seit diesem Internet, von dem jetzt alle reden (hat eigentlich jemand das copyright auf diese Formulierung?), möglich ist. Pornografie als monogamiefördernder Faktor, als Kulturtechnik gewissermaßen (im Zusammengehen, so steht zu vermuten, mit Selbstbefriedigung), das würde sie „sinnvoll“ machen irgendwie, fast liebenswert, oder (wenn man mal bei Porno nicht in erster Linie an Brutalcrap denken muss)?

    (Für mich) unvermeidlich ein Musiktipp: Donald Byrd, der Jazz-Trompeter, hatte in den Siebziger-Achtzigern eine Funkphase, die u. a. zu Gemeinschaftsproduktionen mit Issac Hayes (wie vielleicht viele wissen u.a. verantwortlich für den „Shaft“-Soundtrack, aber – ich sag: leider – auch für eine Scientology-Mitgliedschaft) führten. Eine davon ist „Love Has Come Around“ von 1981. Falls man das (relativ lange) Stück mag und ganz durchhält, wird man gegen Ende ein Chor-Riff-Arrangement erleben, das den stärksten Kutscher vom Bock haut:

    http://www.youtube.com/watch?v=KPjFa1b-tDc&fmt=18

    PS: Die FAZ ist im Wesentlichen „konservativ“ (man könnte auch sagen: reaktionär) und neoliberal, sprich rechts. Nach wie vor. Wenn das doch endlich mal „verwässern“ könnte… Es verwässert ab und an die ZEIT bzw. ZEIT-online.

  4. 04

    @flubutjan: Danke fürs Feedback und den interessanten Norman-Mailer-Gedanken … und für Byrd!

  5. 05

    Das Dingens mit ‚EBUZZING‘

    verstehe ich nicht wirklich.
    Geht es um Klicks oder um
    Inhalte welche Hashtags an-
    geben, die wiederum auf an-
    dere was weß ich verweisen?

    Von mir aus viel Innovation.

  6. 06
    flubutjan

    @Johnny Haeusler: Danke auch, freut mich.

    Mal noch ’ne Frage (falls es zeitlich konveniert): Was meint „Arroganz ist Punk“ (im Kontext hieß das „= gut“)? Dass ein ‚Das kannst du auch‘-Gedanke klasse ist, erschließt sich leichter. (Bei mir heißt’s bislang „Arroganz ist die Pest“.)

    (Kein Grund zu Arroganz, z. B. gegenüber Gesprächspartnern, die noch nie was von Kraftklub gehört haben, ist es übrigens, noch nie was von „Im Angesicht des Verbrechens“ gehört zu haben, hö, hö, hö.)

  7. 07

    @flubutjan: Erwischt, mit „Im Angesicht des Verbrechens“ … :)

    Ich müsste jetzt noch mal genau den Zusammenhang nach hören, daher nur die Vermutung, was ich meinte: Vielleicht ist das mit der Arroganz besser gesagt, wenn man von jugendlicher Überheblichkeit spricht, die eben manchmal auch gesund sein kann und ohne die es manchmal auch gar nicht geht. Hätte ich bspw. mit 14 nicht die Arroganz (manche würden sagen: Naivität) besessen zu glauben, ich könne Musik machen (ohne es zu können, ich konnte gerade mal zwei Akkorde halbwegs spielen), hätte ich es sein gelassen oder gewartet, bis ich ein „guter Musiker“ bin, was ich aber wahrscheinlich nie geschafft hätte, hätte ich nicht die Arroganz gehabt … versteht man das? Ähnliches gilt in meinem Fall fürs Schreiben, für Spreeblick, für die re:publica. Vor fast allem, was ich tue, haben mich immer wieder viele Leute gewarnt und mir meine Kompetenzen abgesprochen. „Das kannst du nicht …“, „So kann man das nicht machen …“, “ Das klappt nie …“, „Wie soll denn das funktionieren …“. Um dann bestimmte Dinge doch durchzuziehen, braucht man auch eine gehörige Portion Arroganz, glaube ich, die einen glauben (!) lässt, es besser als alle anderen zu wissen.

    Arroganz ist vielleicht der Arschloch-Bruder vom Selbstbewusstsein.

    Haut das in dem betreffenden Zusammenhang hin?

    Moralisch gesehen und für ein gutes Miteinander ist Arroganz natürlich immer scheiße. Aber für einen selbst braucht man sie manchmal, denke ich.

  8. 08

    @flubutjan: Und noch ein Nachtrag, obwohl ich hoffe, dass man das auch raushört in dem Podcast: Ich bin nicht halb so arrogant, wie ich manchmal tue und an den Stellen, wo ich es doch bin, bemühe ich mich, das für mich zu behalten. Ich käme nie auf die Idee, jemanden blöd zu finden, weil er Kraftklub nicht kennt, denn erstens wäre das blöd, albern und lächerlich und zweitens habe ich selbst von so dermaßen vielen Dingen keinerlei Ahnung, dass ich es selbst peinlich finde.

    In diesem Fall habe ich aber speziell mspro einfach sehr gerne immer wieder geneckt wegen seiner Popkultur-Ferne. Das war einfach etwas kindisches, aber spaßiges Piesacken. Funktioniert natürlich umgekehrt, also mir gegenüber, ebenso super.

  9. 09
    flubutjan

    @Johnny Haeusler: Vielen Dank, alles klar. Das ist wohl eine autogene statt einer aggressiven Form von Arroganz. Braucht man:)

  10. 10

    @flubutjan: Stimmt … und ja, so kann man das auch beschreiben. :)

  11. 11

    Was es nicht alles gibt
    oder sich mal ergab:

    http://www.dctp.tv/#/filme/eroeffnung-republica2012

    Fast Food für Legastheniker

    ;)

  12. 12

    @Johnny: Das was da als Arroganz bezeichnet wird ist – wie du ja auch schreibst – schnell mißverstandener Wille etwas auf jeden Fall zu probieren und auch eine Portion Selbstsicherheit. Der Grat ist schmal zwischen Überhehblichkeit und den genannten Aspekte. Und es warten immer ausreichend Menschen die nachher sagen „Das war ja klar…“ – aber ohne all diese Dinge hätte es beim ZDF die Morganmagazin Phase mit Computern (und erschreckenden Krawatten meinerseits ;-)) ) nicht gegeben. Ganz platt: ich habe gesagt: ich kann das mit Computerthemen im Fernsehen und ich verspreche das wird spannend. Und der damalige Programmdirektor Markus Schächter hat mir geglaubt. Und mich zum MoMa Chef Peter Frey geschickt… Ich will bitte meine Rolle nicht überbewerten – aber ohne diesen Impuls, der von nichts ausser der eigenen Sicherheit dass das geht gedeckt war, wäre das nicht passiert. Und Neues der Anwenderkurs entstand genauso… Aber auf dieselbe Weise haben wir auch den Flop „Neues – Computer für Kids“ produziert. Da hat dann der von Dir zitierte Arschloch Bruder zugeschlagen. Es ging soviel Gut, dass auch mal was schief gehen musste… Innovation lebt davon über durchaus berechtigte Bedenken hinwegzugehen. Und das wirkt arrogant – vor allem wenn die Menschen mit Bedenken in der Mehrheit sind. Ich bin froh wieder in der zweiten Reihe zu stehen, möchte diese Phase damals aber nicht missen… Hmmm…räusper…klingt ein bißchen wie der alte Mann ohne das Meer, oder? ;-)) Ist aber trozdem so…

  13. 13

    Erinnere an die in Zusammenarbeit der Redaktionen von C’t
    (http://www.heise.de/ct-tv ) stillgelegten Verbrauchermagazins.
    Und der hr-Journalisten.
    http://www.hr-online.de/website/archiv/2011/index.jsp ausgestrahlte Sendungen.

    Das Internet ist zunehmend allgegenwärtig ein
    unabdingbarer Bestandteil modernen Lebens.

    Habe noch mehlig kochende Kartoffeln übrig, wie
    gelingt es mir, diese geschmackvoll zuzubereiten?

    lle Gute A

  14. 14

    Hoppla

    Die liebe Yve Fehring landete durch die Umstrukturierung
    im Spartenkanal. Ein Ableger der ÖR-Sender. Hat niemand
    gesehen.War wohl auch der Grund weshalb ‚NEUES‘ abgesetzt wurde.
    Ansonsten gibt es nichts aus http://www.3sat.de/neues/index.html zu berichten http://www.spreeblick.com/2012/02/29/1996-zdf-erklart-internet/n.

    Als GEZettler erlaube ich mir eine Meinung.

    Danke für die Gastfreundschaft.

  15. 15

    SPREEBLICK BEI INSTAGRAM

    Wusste bis dato noch nicht über Fragen bescheid, die sich mir nie stellen werden.

    http://www.gutefrage.net/frage/was-ist-ein-application-octet-stream

    by PiPi

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