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Interview mit Jaclyn Friedman, Autorin und Aktivistin

Jaclyn Friedman ist Gründerin und Geschäftsführerin von Women, Action & the Media, einer Organisation, die sich für Geschlechtergerechtigkeit in den Medien einsetzt und diese fördert. Ferner engagiert sich Friedman bereits seit ihrer Studienzeit aktiv für eine Schärfung des Sicherheits- als auch Rechtsbewusstseins im Kontext sexueller Übergriffe und hat hierzu unter anderem auch die Anthologie “Yes Means Yes: Visions of Female Sexual Power and a World Without Rape” mitherausgegeben.

Auf der re:publica 2011 beschrieb die begeisterte Twitter-Nutzerin in ihrem Vortrag “How Feminist Digital Activism Is Like the Clitoris” am Beispiel von Twitter-Kampagnen wie #mooreandme, #prataomdet oder #dearjohn, inwieweit sich digitale Medien auch erfolgreich im Rahmen des feministischen Aktivismus nutzen lassen und gleichzeitig dazu dienen können, eine aktive Community aufzubauen.

Im Interview mit ihr sprachen wir außerdem darüber, wie sie Klischeevorwürfen gegenüber Feministinnen begegnet, ob sich der amerikanische vom europäischen Feminismus unterscheidet und welche Rolle digitale Medien spielen können, um gegen die Sexualisierung in Standard-Medien anzugehen.

Im Herbst wird außerdem das neue Buch von Jaclyn Friedman mit dem Titel „What You Really Really Want: The Smart Girl’s Shame-Free Guide to Sex and Safety“ erscheinen. Dieses ist ein Ratgeber, der insbesondere jungen Frauen im Umgang mit der eigenen Sexualität unterstützt und dabei hilft, widersprüchliche, scheinheilige und hypersexualisierte Medien-Botschaften korrekt zu entschlüsseln, um entgegen dieser Stereotype, die eigene sexuelle Identität selbstbewusst und -bestimmt entfalten zu lassen.

Kamera: Gunnar Weber, Interview: Anne Wizorek, Schnitt: Nico Roicke

Weitere Interviews dieser Reihe:
Interview mit Noha Atef, Journalistin und Bloggerin
Interview mit Tim Pritlove, Podcaster
Interview mit Kübra Gümüsay, Bloggerin
Interview mit Peter Sunde (Flattr)
Interview mit Philipp Schäfer (IDEO)

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28 Kommentare

  1. 01
  2. 02
    James T. Kirk

    Zum Inhalt des Interviews:

    Wo werden denn Frauen in ihren “basic human rights” im westlichen Kulturkreis eingeschränkt oder verletzt?

    Wie kann man so etwas behaupten?

    Diese Frau ist offenbar eine ziemlich fragwürdige Person.
    Warum bietet man dieser ein Forum auf diesem Blog?

  3. 03
    Anne Wizorek

    @heike: Thanks. :)

    @James T. Kirk: Das sind keine Behauptungen, es sind Tatsachen. Ich habe da erst anlässlich des Frauentags wieder mal ein paar Punkte aufgeschrieben, die dir vielleicht dabei helfen, mal einen Blick aus deiner Gesellschaftsblase zu wagen: http://www.spreeblick.com/2011/03/08/100-jahre-frauentag-–-ein-wunschzettel/

    Und Jaclyn Friedman ist eine absolut bewundernswerte Aktivistin, der nicht nur ich jederzeit wieder ein Forum bieten werde – egal ob hier oder anderswo.

    Fragwürdig ist hier jedenfalls allein deine Perspektive.

  4. 04
    Sebastian

    @ James T Kirk

    Feministinnen halt ;)

    Mit denen hat es sich sowieso bald erledigt, wenn die Weltwirtschaft den Bach runtergeht. Wer glaubst du wohl wird den Sündenbock abgeben?

    Feministinnen, Schwule und Lesben, Moslems.

  5. 05
    h.

    macht spreeblick schon bei hatr mit?

    ich verweise mal auf die planned-parenthood-debatte in den usa als konkretes beispiel für einschränkung des rechts auf medizinische versorgung.

    ansonsten: danke, weiter so, mehr davon, bitte.

  6. 06
    Sebastian

    @ Anne Wizorek

    Ich glaube kaum das es eine privilegiertere Gruppe auf dem Planeten gibt als die weiße, heterosexuelle westliche Frau.

    Lebenserwartung: 5-6 Jahre über der von Männern. Das sagt doch schon alles.

    Das heisst: Kaputtmachen tun sich die Männer, die Frauen profitieren davon.

  7. 07
    Anne Wizorek

    @h.: Ich schlage das gleich mal beim nächsten Meeting vor. Würde sich lohnen, wie man hier wieder unschwer erkennen kann.

    Mehr Content wie das Interview soll’s aber definitiv geben – Danke fürs Feedback. :)

  8. 08
    Katharina

    Männer sterben früher, weil sie riskanter leben, mehr trinken, sbetrunken Autofahren, Opfer von männlicher Gewalt sind, seltener zum Arzt gehen, ihr Gefühle in sich hineinfressen, fett essen usw.

    Probleme, an denen sie selber arbeiten müssen aber natürlich auch die Gesellschaft (indem z.B. cool sein nicht mehr = kann viel saufen heißt)

    Wie heißt es so schön, wahre Emanzipation befreit nicht nur die Frau sondern auch den Mann.

  9. 09
    Claire

    @Anne Wizorek
    Merci vielmals!!

  10. 10
    S. Schwarzmeister

    Slng sch d fmnstsch Cmmnty mmr nch m Fmnzs Rdklfmnstn w Fr Schwrzr dr sqrd drht, st s nr z bgrüßn dss mhr gmäßgt ktvstn w Fr Frdmn ftrtn, nd dr Bwgng s zmndst z nm Fnkn srösr fmrksmkt vrhlfn.

    [Wo sind die Vokale?]
    Wir halten S. Schwarzmeister für einen Troll. Und Trolle reden nicht, sie grunzen. Ohne Vokale.
  11. 11
    Philipp Jahner

    @Katharina: Wo dein Fazit ja im Grunde ganz schön ist, hoffe ich trotzdem sehr, dass deine Aufzählung eher ironisch gemeint ist. Denn die ist ja genau so pauschalisierend, wie man es hier den ständig Contra gebenden Herren unterstellen muss. Klar haben die unterschiedlichen Lebenserwartungen der Geschlechter irgendwo auch kulturelle Gründe, doch sind sie als erstes schlicht und einfach genetisch und hormonell bedingt.

    (Was aber auch nichts daran ändert, dass die Idee selten peinlich ist, unterschiedliche Lebenserwartungen seien in diesem Zusammenhang ein gültiges Argument.)

  12. 12
    James T. Kirk

    Hll nn,

    knnst D mr ml krz n pr Stchwrt nnnn, w m wstlchn Kltrkrs d lmntrn Mnschnrcht vn Frn systmtsch dr rglär vrltzt wrdn?

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    [Wo sind die Vokale?]
    Wir halten James T. Kirk für einen Troll. Und Trolle reden nicht, sie grunzen. Ohne Vokale.
  13. 13
    James T. Kirk

    Hll nn,

    ch hb grßs Vrständns dfür, dß D ls Fr für d glch rbt ch dn glchn Lhn rhltn möchtst. Ds hlt ch bnflls für n grß ngrchtgkt.

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    [Wo sind die Vokale?]
    Wir halten James T. Kirk für einen Troll. Und Trolle reden nicht, sie grunzen. Ohne Vokale.
  14. 14

    Gleicher Lohn für gleiche Arbeit nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer.

  15. 15
    heike

    @James T. Kirk: Findest du nicht, dass sie bereits in diesen kurzen 8 Minuten das Gegenteil von Überheblichkeit dargestellt hat? Ich finde schon, sie spricht sehr konkret an, was sie stört und wie man das ändern kann, bzw. könnte. Ich gebe unumwunden zu, dass ich sie sehr sympathisch finde und ideologische Bedürnisse würde ich ihr ad hoc nicht unterstellen wollen, sondern konkrete Anliegen, vor allem im medialen Bereich.

    Westlicher Kulturkreis ist ja auch nicht gleich westlicher Kulturkreis, da gibt es sehr viele Unterschiede. (stelle ein kleines spanisches Dorf einer Metropole gegenüber, Schweden, Deutschland, Amerika, Europa…)

    Ich würde einfach diese Dychotomie westlicher Kulturkreis gegen alle anderen mit Vorsicht behandeln, weil vielleicht gibt es da ganz andere Linien, die viel wichtiger sind – arm/reich, provinz/großstadt, ungebildet/gebildet…..

    Das kommt eher hin. Denke ich.

  16. 16
    petra

    @S. Schwarzmeister: “feminazi”? ernsthaft? ich würd mal son bisschen über deine wortwahl nachdenken.
    zum einen, weil der vergleich nationalsozialismus und feminismus, egal wie sehr du “radikalfeministinnen” hassen magst, vielleicht doch son bischen hinkt, wenn du mal genauer drüber nachdenkst, so wie nazivergleiche einfach generell eine fragwürdige sache sind, weil man den nationalsozialismus einfach nicht relativieren sollte.
    zum anderen hab ich gerade mal geguckt, was wikipedia zum begriff ‘feminazi’ sagt und da steht, dass der begriff vor allem von rush limbaugh verbreitet wurde und ich frage mich, ob du auch sonst gerne mit dem und seinen ansichten assoziiert werden möchstest.

  17. 17
    S. Schwarzmeister

    @petra:
    ch hss nmndn.

    Hmr nd Slbstrflxn snd nfch kn Stärkn dr fmnstschn Bwgng.
    Dr Gdnk dss “Fmnz” n rnstgmnt Prlll zwschn Ntnlszlsms nd Fmnstn drstlln sll, zgt zdm bn ds Schbldndnkn, dss dr Bwgng st Jhrzntn schdt. Glchs glt für d möglch sszrng vn mr mt Lmbgh nd snn ndrn krdn Thsn, d ntürlch ch rst nml bns w ds Wrt “Fmnz” für br Münz gnmmn wrdn müssn.

    [Wo sind die Vokale?]
    Wir halten S. Schwarzmeister für einen Troll. Und Trolle reden nicht, sie grunzen. Ohne Vokale.
  18. 18
    S. Schwarzmeister1

    Oh ja, ich bin ein Troll weil ich nicht direkt in Jubel ausbreche und die offensichtlichen Probleme der Feminismusbewegung anspreche die sich seit Jahrzenten nur selbst im Weg steht.
    Und da wundert Ihr euch über die steigende Zahl dieser Maskulinisten-Trottel?

  19. 19
    Philipp Jahner

    @S. Schwarzmeister1: Nee, das war ich. Überraschung: Deinen Bullshit können auch Männer als solchen erkennen. Das hat nicht mal was mit falschen Meinungen zu tun, sondern mit falschen Stilmitteln. Schönen Abend noch.

  20. 20
    S. Schwarzmeister1

    Du glaubst ich hätte explizit eine Frau angesprochen?

    Dein Gefasel von Bullshit und Stilmitteln kannst du dir sonstwo hinstecken, du willst sowieso nur verstehen was du willst. Ich hab mich schon für feministische Gruppierungen eingesetzt , da wurde die Schwarzer noch ernst genommen (lang ists her).

    Wandel das doch einfach hier um dass man nur “Gefällt Mir” und “flattr” drücken kann, dann muss sich auch keiner mit den Vorteilen eines Blogs rumschlagen.

    Schönen irgendwas.

  21. 21
    Philipp Jahner

    :)

  22. 22

    Wunderbar übrigens, der Vokalverlust bei Trollen. Herrlich.

  23. 23

    @Katharina:

    Na ja, also bei so einigen Sachen in dem ersten Absatz sind Frauen aber gewaltig am aufholen, unter anderem was das saufen und rauchen angeht. Arbeits- und anderer Stress duerfte vermutlich auch recht gut am ansteigen sein, da duerften Frauen auch bald mit Maennern aufholen. Da wuerde ich mich nicht allzu lange mehr drauf verlassen dass Frauen danach eine laengere Lebenserwartung haben.

    Ob das dann Emanzipation ist, ist eine andere Frage. Aber das beantwortet Dein letzter Absatz ja in gewissem Sinne schon.

  24. 24

    Ich würde mich gerne in diesem Blog äußern dürfen. Womit wird denn begründet, daß meine letzten beiden Kommentare unkenntlich gemacht wurden?

  25. 25

    @James T. Kirk: Bis zum letzten Post war ich unsicher, aber spätestens mit der Frage nach einer Begründung bist du voll in die Trollfalle reingetappt ;)

    Sie hat nie behauptet, dass Frauen im Westen grundlegende Menschenrechte entzogen werden. Sie hat das als Beispiel angeführt, dass wütend sein nicht immer etwas schlechtes ist…

    Ansonsten stimm ich ja Schwarzmeister völlig zu, der Feminismus (wie übrigens fast die gesamte Linke) ist einfach extrem ineffizient und inkompetent und dass ist sehr schade für die Gesellschaft…

  26. 26
    Anne Wizorek

    @Cunctavi:

    Ansonsten stimm ich ja Schwarzmeister völlig zu, der Feminismus (wie übrigens fast die gesamte Linke) ist einfach extrem ineffizient und inkompetent und dass ist sehr schade für die Gesellschaft

    Der Punkt ist doch eher, dass gerade in Deutschland Feminismus immer noch und ausschließlich mit Schwarzers Ansichten gleichgesetzt wird. Sie mag eine prominente Vertreterin sein ja, aber dass eine solche Pauschalisierung Quatsch ist, beweist ja auch bestens Friedmans Aussage zu den Stereotypenbildern, die im Zusammenhang mit dem Thema Feminismus immer wieder auftreten. Bloß weil die von @S. Schwarzmeister1 angesprochenen Radikalfeministinnen die lautesten sind und entsprechend verstärkt wahrgenommen werden, bedeutet es nicht gleichzeitig, dass sie die einzigen sind, die aktiv werden.

    Ändert freilich nichts an der sich daraus ergebenden Schwierigkeit, die verschiedenen Strömungen zumindest temporär vereinen zu können, um gemeinsam große Ziele zu verwirklichen. In dem Punkt stimme ich euch wiederum zu und das ist etwas, was mich selbst leider noch zu oft ärgert.

  27. 27

    @Anne Wizorek:

    Der Punkt ist doch eher, dass gerade in Deutschland Feminismus immer noch und ausschließlich mit Schwarzers Ansichten gleichgesetzt wird.

    Das beweist doch gerade meinen Punkt. Der (Nicht-Schwarzer-)Feminismus in Deutschland schafft es nicht seine Inhalte in die Gesellschaft zu tragen.

    Klar kann man jetzt über die bösen Mainstreammedien meckern, aber vom rumlamentieren wird nichts besser und das kommt auhc in der Öffentlichkeit nicht gut an.

    Macht was Konstruktives, bietet Computer&Technikkurse für kleine Mädchen an, damit die später mehr Geld verdienen als ihr Ehemann und der dann aus ökonomischen Gründen den Haushalt schmeisst. Keine Ahnung ob das was hilft, meine Schwerpunkte liegen wo anders.*

    Aber der hundertste Blogpost (nichtmal alle meine Nerdfreunde lesen Blogs…) und der tausendste gesperrte Troll werden nicht die Gesellschaft verbessern…

    *) Ich hab natürlich vor meiner Nichte beizubringen wieviel Spaß man mit Technik haben kann, allerdings nicht wegen Emanzipation, sondern wegen Spaß. Aber derzeit ist sie dafür noch zu jung…

  28. 28

    @Philipp Jahner:
    Bist wohl nicht verheiratet.
    Merke:
    Der klügere gibt nach, somit
    den Löffel ab an die sich um
    alles kümmernde Lebensab-
    schnitt(s)gefährtin.

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