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Auswertung: Die Spreeblick-Online-Demo gegen Internetsperrren (Update)

Schwarzes Deutschland: über 8.000 Protestmarkierungen an einem Tag.

Das, was die meisten interessieren dürfte, zuerst:

An der Protest-Aktion, die am 22. April 2009 rund 24 Stunden lang unter spreeblick.com lief, haben sich 8.260 Menschen durch eine Markierung auf einer Weltkarte beteiligt. 841 dieser Markierungen beinhalteten weder Namen noch URL noch Kommentar, wir haben sie nicht gelöscht, da auch stiller Protest gilt. 1.776 URLs wurden eingetragen, davon waren 1.558 unterschiedlich. Spreeblick verzeichnete gestern laut Mint genau 27.766 Unique Visits und zählte dabei keine IP innerhalb der 24 Stunden mehrfach.

Da wir keine Cookies gesetzt oder andere IP-„Kontrollen“ durchgeführt haben, Besucher/innen also auch mehrfach Markierungen setzen konnten, ist eine prozentuale Berechnung der Anteile zwischen Site-Besuchern und Teilnehmern nicht sinnvoll. Anhand der heutigen Zugriffszahlen, die noch über den gestrigen liegen, kann man jedoch davon ausgehen, das man die Summe der Markierungen bei einer Verlängerung der Aktion noch weitaus höher treiben könnte — wir stoppen die neuen Einträge trotzdem, denn erstens würde es vermutlich nur noch kurze Zeit dauern, bis die Markierungen für Spam genutzt werden würden und zweitens verkraften die meisten Rechner bzw. Browser das Laden und Darstellen der Markierungsdaten sowieso nicht mehr, die XML-Datei ist rund 1 MB groß. Aus diesem Grund ist die „offizielle“ Karte auf die letzten 3.000 Markierungen beschränkt, wer versuchen möchte, alle 8.260 Markierungen zu laden, kann das auf eigene „Gefahr“ auf dieser zusätzlichen Seite versuchen, das Schlimmste, was passieren kann, ist ein Rechnerabsturz oder das Einfrieren des Browsers.

Update:

Wie bei jeder Demonstration, Unterschriftensammlung, Aktion, stellt sich natürlich auch bei diesem und anderen Online-Protesten die Frage, was das alles bringt. Ich stelle mir diese Frage seit ca. 30 Jahren und kann sie, wie jeder andere auch, nur für mich selbst beantworten.

Haben die Demonstrationen gegen Räumungen besetzter Häuser in den frühen 80ern dafür gesorgt, dass die Häuser nicht geräumt wurden? Nein, in den meisten Fällen nicht. Aber sie haben vielleicht einen Einfluss darauf gehabt, dass der damalige Senat in der Folgezeit wenigstens mit einigen Besetzern verhandelt hat und sie haben eine Öffentlichkeit geschaffen (wenn auch eine nicht ausschließlich den Besetzern zustimmende).

Als es Anfang der 90er vermehrte Übergriffe und Brandstiftungen gegen Ausländerwohnheime in Deutschland gab, habe ich (trotz meiner Abneigung gegen Benefiz-Konzerte) gemeinsam mit dem Berliner Veranstalter Axel Schulz und mit der Hilfe vieler Künstler ein Konzert unter dem Motto „Ich bin ein Ausländer“ initiiert, denn das war das, was ich konnte, und das Konzert wurde damals von rund 10.000 Leute besucht. Hat ein Solidaritätskonzert dafür gesorgt, dass es danach weniger oder gar keine Gewalt gegen Ausländer oder Immigranten gab? Nein, natürlich — und leider — nicht. Aber es hat damals vielleicht einen kleinen Teil dazu beigetragen, dass noch mehr Öffentlichkeit geschaffen wurde (das ganztägige Konzert wurde von vielen Radiosendern komplett, vom TV teilweise live übertragen) und es hat vor allem einigen Leuten das Gefühl gegeben, mit ihrer Hilflosigkeit und Angst nicht allein zu sein.

Wird die gestrige Aktion das Gesetz stoppen? Wohl kaum. Gemeinsam mit den vielen anderen Blog- und Presseberichten (man sollte an dieser Stelle mal erwähnen, welche aufklärerische Arbeit allein Heise in den letzten Tagen und Wochen immer wieder geleistet hat, sogar bis zur Koop mit SpOn) aber konnte man zeigen: Es gibt sehr viele Leute, die sich für die Thematik der Internetsperren mehr als oberflächlich interessieren, die sich über das Vorgehen des Familienministeriums ärgern und aufregen und die keine „Angst“ davor haben, ihre Meinung dazu kund zu tun. Das hilft m.E. allein deshalb schon, weil es die politisch geschickt implizierte Gefahr verringert, als Unterstützer von Kinderpornografie zu gelten, wenn man sich gegen Internetsperrlisten äußert. Genügend Öffentlichkeit kann im besten Fall dafür sorgen, dass über die wirklichen Themen und nicht die vorgeschobenen gesprochen wird.

Ich halte zivilen Ungehorsam, Demonstrationen und Proteste verschiedener Formen für ein wichtiges demokratisches Mittel der Meinungsäußerung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Was es bringt, so etwas zu tun? Was bringt es, so etwas nicht zu tun?

Vielleicht ist ja eines der Ergebnisse solcher Aktionen die Dokumentation eines Teils der Proteste. Gut genug, denn es wäre schade, wenn in einigen Jahren nur die Presserklärungen des Ministeriums zu diesem Thema übrig wären.

Die gestrige Aktion bei Spreeblick haben wir gestartet, weil wir es wollten und konnten. Im Bereich der Netzpolitik und der verfälschten Informationsverbreitung hat mich in jüngster Zeit wenig so aufgeregt wie die Diskussion um Internetsperren, ich finde es immer noch unverfroren, dass man sich wieder einmal eines der höchst emotionsgeladenen Themen unserer Gesellschaft bedient, um von Tatsachen abzulenken und sich mit Pseudo-Maßnahmen zu schmücken, statt die Verursacher von Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen. Wie schrieb jemand bei Twitter? „Warzen gehen nicht weg, indem man ein Tuch darüber legt“.

Für mich stand daher spätestens seit der Absage des Familienministeriums fest, dass Spreeblick am 22.4. aus Protest komplett stillstehen und nur eine Seite mit informativen Links zeigen würde. Durch den versammelten Input von Johannes und Christophe von Precious Forever sowie Jeriko und mit der Unterstützung von Max wurde dann beschlossen, „irgendwas offenes“ zu machen und zu versuchen, Solidarität zu visualisieren. Was dabei innerhalb eines sehr langen Tages herausgekommen ist, habt ihr ja gesehen.

Kommuniziert wurde die Aktion von unserer Seite aus nur über spreeblick.com und unseren Twitter-Account. Für Facebook und Co. hatten wir weder Zeit noch Nerven und so fand die restliche Verbreitung über all diejenigen statt, die es verbreiten wollten.

Was ich neben den Zahlen noch sehr erwähnenswert finde: Es wurde (nach meiner Recherche) kaum Quark in die Markierungen geschrieben. Der mit Markern um Grönland gezeichnete temporär erkennbare Penis, das ebenfalls aus Markern geformte EOF (End Of File) über Russland, ein paar witzige Kommentare — alles eher spaßige Kreativität.

Niemand kann wissen, ob jeder einzelne Klick „ernst“ gemeint war, und natürlich ist es viel leichter, irgendwohin zu klicken, statt auf die Straße zu gehen, Briefe zu schreiben, Abgeordnete zu kontaktieren oder eine Petition zu starten und zu betreuen. Die Menge an ernsthaft klingenden Kommentaren jedoch ist äußerst beeindruckend.

Wir wollen so schnell wie möglich die XML-Datei der Einträge freigeben für diejenigen, die evtl. eine eigene Visualisierung erstellen wollen. Eingetragene E-Mail-Adressen werden vorher selbstverständlich aus der Datei gelöscht.

Wir werden außerdem die Zahlen und ausgewählte Kommentare aufbereiten und an entsprechende Stellen weiterleiten, natürlich auch an Frau von der Leyen.

Bringt das was? Wahrscheinlich nicht.
Wir werden’s trotzdem tun.

Update: Hier eine Visualisierung der Aktion von Michael Schieben.

protest gegen internetsperren
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Update: Hier gibt es eine sehr umfangreiche Liste mit Artikeln und Information.

110 Kommentare

  1. 01

    Herzlichen Glückwunsch für den Erfolg, war ’ne geile Aktion! Hoffentlich bringt’s was.

  2. 02
    manka

    Moin,

    ich bin zwar kein Statistiker vermute aber mal das die tatsächliche Zahl derer die gegen dieses Gesetz sind weitaus höher liegt.
    Entsprechend wird diese populistische Maßnahme der FvdL hinsichtlich des Wahlkampfes wohl derb nach hinten los gehen. Die PR-Berater der CDU/CSU haben eindeutig versagt.

    liebe Grüsse
    manka

  3. 03
    teppi

    Ich glaube, es hätten auch noch mehr die Stimme da gelassen, wäre die Anwendung nicht irgendwann so unglaublich langsam geworden. :-)

  4. 04

    Ich hoffe nur, dass sich dieser Protest auch auf den Wahlzetteln bei der Bundestagswahl wiederfinden wird

  5. 05
    Rasenheizung

    Bei Boocompany gibt es gerade einen ganz neuen Aspekt zum Thema:

    http://www.boocompany.com/index.cfm/content/story/id/15790/

  6. 06
    _analog

    glueckwunsch. eine spontane und gut gelungene Aktion. Weiterso. und vorallem weiter kaempfen fuer unser aller recht auf freies internet und eine wirksame bekaempfung.

  7. 07
    miri

    hehe, /b/ steht da im norden chinas. ach, internet.

  8. 08
    danielj

    Nette Aktion, allerdings glaube ich nicht wirklich daran daß sie irgendwas bewirken wird. Frau von der Laien ist viel zu gewiß das Richtige zu tun um sich von Fakten bremsen zu lassen. Und mehr noch als der Einzelne hier werden sich Politiker scheuen gegen die Zensur zu sein um dann als Konderpornographiesympathisanten dargestellt zu werden.

    Es ist im besten Sinne Prävention, wenn wir die durch Spam-Mails angefixten Gelegenheitstäter davor bewahren, süchtig zu werden

    Wer so einen Schwachsinn absondert von dem erwarte ich nicht wirklich daß er sich in absehbarer Zeit auf Diskussionsniveau zurückbegibt.

  9. 09

    Morgens war die Karte ja noch ziemlich leer, nachmittags wollte mein Browser dann kaum noch ;)

    Ob’s aber irgendwas bringt? Ich bezweifel es, leider.

  10. 10
    Kosima

    Hey, fast so viele Besucher wie PI-News! War aber auch auf Reddit. Glückwünsche!
    Mein Browser ist leider nur hängengeblieben, konnte mich nicht eintragen.

  11. 11
    martin

    mir hatte die Idee gefallen. Technisch gefallen mir Lösungen, ohne Skripte aktivieren zu müssen, besser ;-) um meine Paranoia in Grenzen zu halten.

    Gutes Gelingen
    Martin

  12. 12
    ohne_worte

    Wahnsinn, echt ziemlich beeindruckend!
    Ich habe auch mitgemacht und hätte gleich einen neuen Vorschlag: Wie wäre es, eine Petition einzureichen? Das geht auch Online:

    http://www.bundestag.de/petitionen.html

    Die Petitionen, die momentan gelistet sind, haben alle unter 50 Mitzeichner. Wäre doch toll, wenn die 8260 User, die hier mitdemonstriert haben, sich auch für sowas mobilisieren ließen.

    Oder?

  13. 13
    Haggi

    Glückwunsch.
    Wenn sich dieses auch bei den anstehenden Wahlen ausdrückt – oder lassen wir diese einfach ausfallen? Grund.: mangelnde Gelder??
    Grüße an alle, die das ermöglichten.

  14. 14
    ovit

    feiert ihr euch jetzt wirklich für eure „gelungene“ protestaktion? schmückt ihr euch jetzt mit den zahlen und lasst euch dafür noch gratulieren? und auf wessen rücken tragt ihr jetzt eigentlich diesen profilierungsmist aus?
    frau von der leyen macht politik und kämpft um zahlen in form von wählerstimmen, spreeblick macht gegenpolitik und kämpft um zahlen in form von einem klick auf einer virtuellen landkarte und PIs? pfui frau von der leyen, pfui spreeblick. da nimmt sich wirklich keiner was.

  15. 15
    manka

    @ovit: Was ist gegen eine Demonstration einzuwenden, egal ob auf der Strasse oder wie hier geschehen im Netz?
    Und was sagen die Zahlen anderes aus als die Zahl derer die sehr wahrscheinlich nicht die Partei von FvdL wählen werden?

  16. 16

    Was man aber bei dem Kreuz auf dem Wahlzettel durchaus bedenken sollte ist, dass es noch wesentlich mehr Themen in einem Wahlprogramm gibt. Ohne hier für eine Partei selbiges ergreifen zu wollen, sollte man sich die Programme auch mal in ihrer Gänze anschauen. Fokussierung und Protest in Bereichen die einem nicht gefallen sind absolut richtig und unterstützenswert, Entscheidung für oder gegen eine Partei sind dann bei mir aber doch noch etwas komplexer.

  17. 17

    Heftig! Ich hoffe dass das bei unseren Regierungsvertretern auch ankommt.

    @ovit Es zeigt der Regierung, Gott sei Dank, dass die Menschen der „Netzwelt“ das nicht so hinnehmen und zeigt dir selber, dass du nicht allein bist mit deiner Meinung – bzw. ich mit meiner ;) Du magst ja scheinbar gern zensiertes Internet ;)

  18. 18

    big up!!!

    @ ovit: man soll die feste feiern, wie sie fallen. abgesehen davon war zu beginn dieser aktion nicht bzw. nur im ansatz erahnbar, welche eigendynamik sie erlangte. und warum dann nicht darüber berichten? zumal der bericht auch keine selbstbeweihräuchernde stimmung erzeugt. anyway. der (protest-)ansatz ist unterstützenswert, da m.e. die bestehende gesetzliche lage vollkommen ausreichend ist, um aktiv gegen kinderpornographie im internet vorgehen zu können und diese verschärfung der gesetzlichen bestimmungen unnötig ist.

  19. 19

    @Sebastian: Wobei es schwierig sein wird, eine Gegendemonstration zu organisieren. Und zwar nicht, weil die Argumente nicht ankämen, sondern weil es an Lesern/Verbreitung mangelt.

    Das hier sind also beileibe nicht »die Menschen der Netzwelt« — es ist ein Ausschnitt, und zwar genau der Ausschnitt, der die hier vertretene Meinung teilt.

  20. 20

    Wird es einen geeinten Widerstand gegen die schleichende Aushöhlung unserer Grundrechte seitens der deutschen Blogosphäre geben? In persönlichen Gesprächen ist mir immer wieder der eklatante Informationsmangel derjenigen, die den Gesetzesentwurf unterstützen, aufgefallen. Ist auch logisch, unter dem Banner „Kampf der Kinderpornographie“ kann sich schließlich jeder sammeln – da widersprechen nicht einmal mehr überzeugte Demokraten. Das ist ein unglaublich intelligentes ideologisches Konstrukt. Vordergründig die Perversion bekämpfen, hintergründig unsere Freiheit pervertieren. Eine alte, aber sehr wirkungsvolle historische Dynamik.
    Ich fordere daher jeden Blogger dazu auf, Widerstand zu bekunden – in Form eines Bildes, eines Textes oder einer kreativen Spielerei. Egal ob man eine verschwindend geringe oder überdurchschnittlich große Leserschaft hat, das NEIN zum Gesetzesentwurf muss klar ersichtlich auf der ersten Seite stehen, sonst gerät das Ganze hier in zwei Wochen wieder in Vergessenheit.

  21. 21
    Marc

    Gratuliere Euch zur gelungenen Aktion. Ich reg‘ mich seit Wochen über unsere dilletantische Regierung auf (in Sachen Wirtschaftspolitik), aber was unsere Regierung mitsamt unserer gesamten Volksvertretung da an Zensurmaschinerie aushecken ist wirklich der Gipfel!

    Hoffentlich gibt es Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen diese quasi von der Regierung vorgegebenen Zensurlisten. Und hoffentlich hauen die obersten Richter unseren Politikern mal so auf die Finger, dass sie sich das auch merken …

  22. 22

    Tolle Aktion!

    Ich hoffe das das Ganze nicht so schnell verhallt und das auch ein paar Politiker langsam aufwachen.

    Ich habe hier beim überfliegen der Kommentare irgend was von „Parteien“ und „Wählen“ gelesen.

    Ohne jetzt groß Werbung machen zu wollen, wie wäre es wenn ihr die Piratenpartei unterstützt? Die Jungs suchen noch Unterschriften um zur nächsten Wahl zugelassen zu werden. Eine kurze Unterschrift tut keinem weh, würde aber ein bisschen mehr politische Vielfalt bringen. Die Unterschrift ist einzig und allein für deren Zulassung zur Wahl. Man wird dadurch weder Mitglied, noch wählt man sie gar :-)

    Unterschriftenaktion: http://ich.waehlepiraten.de/

    Piratenpartei Deutschland: http://www.piratenpartei.de/

  23. 23

    Stand da gestern nicht irgendwas vonwegen „Es werden keine IPs gespeichert“? Wie könnt ihr dann UV ermitteln?
    Aber großes Lob für diese Aktion!

  24. 24
    ovit

    @m.fehn absolut! über die mangelnde reichweite von blogs müssen wir uns im jahr 2009 doch wohl nicht mehr unterhalten! das medium ist per se höchst selektiv und jetzt klopfen „wir“ uns gemeinsam alle fein auf die schulter, denn wir haben ja unseren klick gegen das schlechte gewissen auf die landkarte gesetzt. gemütlich von zu hause aus oder im büro. das muss die politik doch dann auch mitkriegen, oder? immerhin 8000 klicks hat spreeblick gesammelt.

    und wenn ich mir diese aktion bzw. auswertung ansehe, dann scheint es den machern vor allem um die zahlen zu gehen. um die auswertung des eigenen „erfolges“, von nightowl gar als „fest“ bezeichnet. also feiern wir erstmal, wie geil „wir“ alle sind.

    zur erinnerung, es geht hier um die bekämpfung von kinderpornographie! und sebastian, jaja, hab mein klick nicht gemacht und bin gleich für zensiertes internet. das zeigt auch mal auf, warum das halbe internet gegen das gesetz ist. es geht nur beiläufig um das dreckige geschäft der kinderpornografie, sondern allen geht es scheinbar darum, ihren kleinen rechtsfreien raum internet zu erhalten.

    ihr habt angst vor der frau von der leyen, dass die euch das licht ausmacht? wie viele kinder haben angst davor, dass der eigene vater abend für abend das licht ausmacht?

    wenn ab morgen keine kinder mehr vergewaltigt werden, dann nehme ich das zensierte internet gerne in kauf. ihr etwa nicht?

    aber vielleicht schwingt bei der „feierei“ auch die erkenntnis mit, dass die 8000 klicks aller wahrscheinlichkeit nach umsonst sind, denn die angedachte „zensur“ wird kein einziges kind vor sexuellen übergriffen schützen und wir fangen am besten heute schon mal an, wie gestern kritisiert, wegzuschauen. auf die tollen zahlen zum beispiel und das ist doch dann auch was schönes und erfreuliches. können „wir“ uns auf der nächsten blogkonferenz drüber freuen, wie gut vernetzt blogs sein können, wie schnell menschen mobilisiert werden können und 8000 klicks in 24 stunden! geil-o-mat!

  25. 25
    Jeriko

    @MainP: Damit war gemeint, dass bei den gesetzten Markern keine IPs gespeichert werden.

  26. 26

    Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen PR-Aktion und Traffic-Generierung.

    Politisch-inhaltlich ist es natürlich trotzdem pure Heuchelei. Spreeblick kann nun wirklich nicht als Blog angesehen werden, das prinzipiell für die Meinungsfreiheit und gegen Zensur einträte.

    Ich erinnere nur, welche Haltung hier im Falle des Verbots eines Pro-Ana-Blogs o.ä. eingenommen wurde, als man vehement der Zensur das Wort redete.

    An Spreeblick lässt sich deshalb sehr schön aufzeigen, warum Blogs in Deutschland nicht als politische „Gegenöffentlichkeit“ wirken können. Die zumindest nach Nutzerzahlen und Verlinkungen „erfolgreichsten“ Blogs sind radikaler Mainstream, die Mini-Ausgabe des Establishments. Das ist mehr zum Gähnen als alles andere.

  27. 27

    Gute Aktion! Das nächste Mal dann wütend auf der Straße…

  28. 28
    Horst

    @ovit

    Ich glaube nicht das ich dir hier mit Recht auf freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit kommen muss, falls doch: es sind Grundrechte die im deutschen Grundgesetz veankert sind. Letztendlich gibst du dir doch im letzten Teil deines Kommentars selbst die Antwort auf die Frage, die du zwar nicht gestellt hast, die aber offen im Raum steht.

    Du sagst selber, dass kein einziges Kind vor sexuellen Übergriffen durch dieses Gesetz bewahrt wird. Aber immerhin wird dem Staat eingeräumt, bestimmte Teile des Internet zu zensieren. Und sind wir mal ganz ehrlich, es fängt doch immer mit Kleinigkeiten an.
    Die Entwicklung der letzten Zeit (Vorratsdatenspeicherung, usw.) ist erschreckend und das neue Gesetz von FvdL macht geht in die selbe Richtung.

  29. 29

    @MainP: Wir zählen die Zugriffe auf unseren Server (wie so gut wie jede Site) mit einem lokalen Tool (Mint eben), der Server loggt die IPs, diese Logs werden regelmäßig gelöscht. Wir haben keine IPs in Verbindung mit den Markern gespeichert, so steht es auch auf der Aktionsseite, ich hatte die Zeile gestern ausführlicher formuliert.

    @Marco: Es ist sicher überflüssig, dir die vorhandenen Unterschiede und Feinheiten zu erklären, da Pauschalurteile das Leben einfacher machen (bei der Pro-Ana-Site ging es z.B. um das Jugendschutzgesetz, die Site wurde nicht verboten, man hat den Betreibern genügend Gelegenheiten gegeben, sich zu äußern usw. usf.) Nur soviel: Ich halte Kinderpornografie im Netz nicht für „freie Meinungsäußerung“ und halte ein Vorgehen dagegen nicht für Zensur. Nur ist das Gesetz, gegen das wir uns stellen, kein Vorgehen gegen Kinderpornografie.

  30. 30
    ohne_worte

    Wahnsinns-Aktion! Super!
    Warum reichen wir nicht eine Online-Petition ein?

    http://www.bundestag.de/petitionen.html

    Wenn sich da auch über 8000 Mitzeichner finden lassen, dann hat das vielleicht Gewicht.

  31. 31

    @ m.fehn (18): Es gab doch schon eine Demonstration, wo sogar um 9:00 morgens zwischen 200 und 500 Menschen auf der Straße waren, nach nur wenigen Tagen Mobilisierungszeit.
    Die nächste Gelegenheit wäre am 23.5. zum Geburtstag des Grundgesetzes, wo in mehreren Städten Aktionen geplant sind. Der AK Vorrat stellt die Infrastruktur, bringt euch einfach ein in eurer Stadt.

  32. 32

    Wenn ihr noch einen Musterbrief für die Kündigung des Vertrags beim Provider wegen der Zensur aufsetzt, gibt das sicherlich auch noch ein paar Hits. Ändern können wir an der Politik dieses Landes ohnehin nichts, weder durch Wahlen noch durch Demos. Aber zumindest kann man die Unternehmen abstrafen, die vor lauter vorauseilendem Gehorsam kaum noch geradeaus kucken können.

  33. 33
    overflow

    @ovit

    …kannst du mir ja vllt. erklären warum soagr Missbrauchte Kinder gegen die Sperren sind? Damit wird nämlich nur das Porblem verschleiert damit sich die Politik nicht mehr draum kümmern muss! Die Zensur wird kein kind schützen! Hier ein guter Beitrag „Der Zeit Online“: http://www.zeit.de/online/2009/17/netzsperren-missbrauch?page=1
    Und um die technische Seite etwas ausführlicher zubeleuchten, hier ein Artikel der c’t: http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere–/artikel/135867
    Obwohl ich mehr Kotzen muss als ich Essen kann wünsche ich euch noch einen schönen Tag!

  34. 34
    Gunnar

    Hallo
    Ich fand es gut. Ich habe auch mitgemacht. Diese Idee sollte jetzt aber auch nach draussen getragen werden…

  35. 35
    danielj

    @ovit

    zur erinnerung, es geht hier um die bekämpfung von kinderpornographie!

    Sie sollten nicht jeden Dreck glauben den die verehrte Frau von der Leyen so erzählt. Wenn ich KiPo bekämpfen will dann sollte ich primär die Anbieter bekämpfen, nicht die Konsumenten. Das Angebot bleibt auch dann im Netz wenn das Leyensche Deckmäntelchen drübergehängt wird.

    sondern allen geht es scheinbar darum, ihren kleinen rechtsfreien raum internet zu erhalten

    Da sind sie wohl auf die nächste Lüge der Frau Familienministerin hereingefallen. Das Internet ist und war kein rechtsfreier Raum. Und das ist gut so.

    wenn ab morgen keine kinder mehr vergewaltigt werden, dann nehme ich das zensierte internet gerne in kauf. ihr etwa nicht?

    Darüber wäre durchaus nachzudenken, dafür müsste man aber Maßnahmen ergreifen die dazu beitragen dieses Ziel zu erreichen. Wegschauen bzw. verstecken dürfte da eher weniger hilfreich sein.
    Damit eine Seite auf die Sperrliste gelangen kann muß sie bekannt sein; warum gehe ich dann nicht gegen den Betreiber vor und/oder sorge dafür daß der ISP das Angebot stillegt? Das kann ich dann sogar auf einem offenen (rechststaatlichen) Weg machen und muß keine geheimen Listen pflegen.

  36. 36

    Was soll man dazu noch sagen? Das Ergebnis spricht für sich!

  37. 37

    Was passiert eigentlich, wenn die wirklich Betroffenen (also die Pädos) zu dämlich sind, einen Proxy zu nutzen und fortan ihre Fotos selber schießen? Verbietet Uschi dann Digitalkameras?

  38. 38
    Mr.Palantine

    …wäre auch gerne dabei gewesen, leider hat sich mein PC immer wieder „aufgehangen“…

  39. 39

    @ovit: kaum einer widerspricht sich innerhalb eines statements so oft wie du: da man deine ersten beiden absätze ja schonmal ganz vergessen kann nun zu den anderen: es geht hier um die bekämfung von kinderpornographie? dass ich nicht lache. das ist ein wahl-paket nicht anderes. hätten sie die endergie lieber in abwrackprämien gebuttert. sei’s drum. die aktion von von der leyen wird 0,0 positive reaktion bezüglich kipo haben – alles andere ist augenwischerei. es würde sich eher noch ins gegenteil umkehren, weil irgendwer findet die sperrlisten sicher raus. und dns-sperren umgehen kann jeder volldepp. tataa und schon sind zighunderte mehr auf kipo seiten. zu 99% vllt nur aus bodenloser neugier. aber sie sind es. du bist gegen zensiertes internet? willst aber zensur! siehst irgendwie doch dass diese art der vorgehensweise (zensur) nichts bringt, nimmst sie aber in kauf um kipo zu bekämpfen was nicht geht – wie du ja wohl selbst siehst. willst aber trotzdem zensur haben. das verstehe wer wolle. vllt solltest du dich einfach mal informieren. man kann gehostetes kipo aufspüren und löschen – fertig. ohne nebenwirkung und medienrummel. kipo wird man zwar auch dadurch nicht verhindern können (wie man alle anderen kriminalitäten nicht ganz verhindern können wird).
    du solltest lieber mal über dich selbst nachdenken. was du für ein mensch bist und so. und warum die verfassungsfeindliches gerede von dir gibst.

  40. 40

    Leider konnte mein Browser die Karte auch in der abgespeckten Variante nicht anzeigen. Denk mal mein Rechner ist einfach zu schwach und die beteiligten dort einfach zuviele. Fand die Aktion sehr gut und ich hoffe das sie auch was bringen wird und die Politiker das alles wahr nehmen was hier so passiert.

  41. 41
    ovit

    ein moment mal, ein widerspruch in sich ist erstmal nichts schlimmes. und ja, auch ich weiß, dass das gesetz am problem vorbeigeht. hab ich alles verstanden, ist auch total meine eigene meinung.

    frage ist trotzdem: würde hier jemand ein zensiertes internet in kauf nehmen, wenn morgen keine kinder mehr vergewaltigt werden (dies ist eine rein hypothetische frage und hat damit mit dem realität und dem gesetzesentwurf nichts zu tun)? daher wäre ich für zensur! aber ist alles im konjunktiv. und sich trotzdem mal die frage stellen.

    und wenn ich sage, dass es um die bekämpfung der kipo geht, dann meine ich es jetzt und hier und genau in diesem augenblick auf genau dieser seite! und was sehe ich? lobhudelei. das thema ist schon verschwunden und weg.

    jetzt gratulieren sich alle, obwohl nichts erreicht wurde, damit auch nichts erreicht wird und da habe auf der einen seite frau von der leyen, die sich gratuliert und sich im recht fühlt und genügend menschen werden ihr das glauben, auf der anderen seite eine online-demonstration, die sich gratuliert und im recht fühlt weil 8000 menschen auf eine karte geklickt haben.

    so ein thema fordert sensiblen umgang, inhaltlichen diskurs und wat weiß ich, aber doch nicht hunderte von kommentaren wie „geile aktion“ und es wird von einem „fest!“ gesprochen. das ist doch eine perversion! der schrecken über das nonsense-gesetz ist weg, weil die zahlen so geil sind? schon ein tag später sind die IPadressen wichtig und wie man die klicks zusammenzählt schon wieder so relevant?

  42. 42

    Die Aktion des Spreeblicks finde ich sehr gut. Wieder einmal ist Wahltag. Wieder einmal geht es nicht um Prevention – sondern um Wählerstimmen. Diese werden nach „altem Rezept“ immer wieder durch Populismus erzeugt. Was im Moment wieder passiert, ist potentiell gefährlich, da dieses neue Türen öffnet, die eine entsprechende Tragweite besitzen. Es ist mal wieder Fahrenheit 451 für Guy Montag und seine Frau Mildred – auf Bundesebene, mit billigstem Populismus.

    Bevor Wikipedia zensiert wird – durch ein entsprechendes Gesetz, schnell noch mal die Bedeutung für die Guy und Mildred Montags in dieser Bevölkerung:

    Populismus (v. lat.: populus = Volk) bezeichnet eine um „žVolksnähe“ bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ängste und aktuelle Konflikte für ihre Zwecke instrumentalisiert, an Instinkte appelliert und einfache Lösungen propagiert, wobei verantwortungsethische Gesichtspunkte und Aspekte der praktischen Realisierbarkeit weitgehend außer Acht gelassen werden.

    Wenn das nicht funktioniert, dürfen viele auf eine Clarisse hoffen, die diese nach der Arbeit als Feuerwehrmann frägt: „Bist Du glücklich?“

    Grüsse,
    Phuc

  43. 43

    Natürlich sind die IP-Adressen wichtig, Johnny will sie schließlich ans BKA verkaufen. Natürlich nicht gegen Bargeld, sondern gegen das heilige Versprechen, dass Spreeblick niemals auf die Blockliste kommt!

    In einem Punkt gebe ich dir recht, ovit: es geradezu rührend, dass manche Leute denken, man könne mit solchen Aktionen etwas bewirken.
    Wir haben beim Bankgeheimnis die Füße still gehalten, bei der Telefon- und später bei der Mailüberwachung. Die Autobahnmaut ist längst vergessen, der Bundestrojaner sowieso. Jeder der noch alle Zacken in der Krone hat, weiß doch längst, dass Gesetze nur gemacht werden, damit Zeitungsheinis und Blogger was zu Kritzeln haben.

    Mal vorsichtig gefragt: hat nach den entsprechenden Gesetzen jemand angefangen, seine Mails zu verschlüsseln? Hat das sogenannte Steuerehrlichkeitsgesetz bei jemandem Wirkung gezeigt? Ist gar jemand der Piratenpartei beigetreten? Boykottiert jemand den tendenziösen Staatsrundfunk?

  44. 44
    Martin2

    Niemand hat vor eine Internetzensur einzuführen. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.

  45. 45

    @Martin2:
    Dann solltest du vielleicht mal die Augen aufmachen und dich wenigstens im Ansatz informieren…


    Ansonsten eine nette Aktion von Spreeblick. Hätte auch gerne geklickt, wenn mein Browser beim Laden der Karte gegen 18 Uhr noch mitgemacht hätte.

  46. 46

    Kinderpornografie ist mit das schäbigste Verbrechen. Dass dagegen angegangen werden muss, steht außer Frage.

    Die Frage nach der Relevanz darf dabei allerdings nicht unter den Teppich gekehrt werden. Und – daher habe ich an der Protestaktion teilgenommen – genau an dieser Relevanz hapert es nach Aussage von Fachleuten bei dem Gesetzesentwurf bzw. der technisch geplanten Umsetzung, der/die von Frau von der Layen losgetreten wurde. Stellt sich natürlich die zusätzliche Frage, warum die Politik hier zu keiner wirklichen Diskussion bereit ist? Zumal ein weiteres Überwachungsinstrument mit zahlreichen Optionen installiert würde, das für die Zukunft nichts Gutes erwarten lässt, da kaum kontrollierbar. Das ruft bei mir das Gefühl hervor, wir befinden uns gesellschaftlich auf dem Weg zu einer „demokratischen Diktatur“.

    Meine Bitte an die Politik in diesem Zusammenhang wäre, den Gesetzesentwurf noch einmal zu überdenken/überarbeiten und auf Relevanz zu überprüfen, denn mit operativer Hektik kann keine Prävention im Sinne der missbrauchten Kinder betrieben werden. Und um die muss es gehen, nicht um wahltaktisches Aufgreifen von polarisierenden Themen.

  47. 47
    Reiner Snäkx-Taktiktisch

    Hach, wie mutig ihr doch seit! Die Speerspitze der Demokratie in unsrem Land. Mal im Ernst: Wann ist in der Vergangenheit hier jemals etwas erschienen, das Schäuble Grund zur Veranlassung gegeben hätte, diese Seite zu sperren? Gehts noch? Ihr blast euch auf, als ob ihr irgendwas Großartiges beitragt zur freiheitlichen Grundordnung! Ihr seit eine lächerliche Mischpoke, die glaubt, Banales und Irrelevantes gehöre zur medialen Grundversorgung. Ich könnte kotzen.

  48. 48
    RC

    Ich bin einer von denen, die keinen Kommentar reingeschrieben haben, es machte also absolut Sinn diese Marker nicht zu löschen, danke dafür.

    Ich setzte meinen Marker und wurde dann von einer anderen Person abgelenkt bevor ich etwas hineinschreiben konnte, was ich andernfalls aber getan hätte. Dann war mein Gerät im Sleep Modus und es ergab sich einfach nicht mehr.

  49. 49
    Irreversibel

    Schöne Aktion aber da mein Browser mehrmals sofort eingefroren ist konnte ich leider nicht teilnehmen. Offenbar war für das Laden der Seite extrem leistungsstarke Hardware nötig, oder wie? Mit meinen 2,8 GHz/2GB Ram ging auf jeden Fall Nix….schade.

  50. 50
    Sebastian

    @Michael_DF (45):
    http://www.erinnerungswerkstatt-norderstedt.de/artikel/236_fs.htm ;)

    @Reiner Snäkx-Taktiktisch (47):
    Der einzige der sich hier aufbläst bist du, naja, vlt. auch noch ein paar andere. Das Schäuble Spreeblick sperren will (würde) hat hier auch niemand geäußert, woher nimmst du das? Es ging doch bei dieser Aktion vor allem darum, auf ein absolut unnötiges Gesetz aufmerksam zu machen, welches gegen Kipo nichts ausrichten wird jedoch immenses Mißbrauchspotential birgt.
    Und somit trägt Spreeblick durchaus zur freiheitlichen Grundordnung bei, vlt. nicht großartig, aber immerhin ein bischen.

    Auf jeden Fall gelungene Aktion, die durchaus was bewirkt, auch wenn es nur ein Umdenken im Kopf des ein oder anderen ist!

  51. 51
    RC

    „wenn ab morgen keine kinder mehr vergewaltigt werden, dann nehme ich das zensierte internet gerne in kauf. ihr etwa nicht?“

    Kindesmissbrauch wurde also zeitgleich mit dem Internet erfunden und existierte vorher nicht? Ein Schlag ins Gesicht jedes missbrauchten Menschen. Was spielt es für eine Rolle, was gerade im Internet passiert, für ein Kind das ganz offline missbraucht wird?

    Missbrauch passiert offline. Das sollte mal jemand als Slogan auf Plakate pappen. Zu wenige Leute wissen das! Super Beispiel für Menschen die nicht selbst denken und daher nur über das Wissen verfügen, dass ihnen andere eingetrichtert haben.
    Wenn man im Internet alle Abbildungen von Abgasen entfernt, dann verschwindet auch in der realen Welt jede Umweltverschmutzung? Mir wird gerade erstmals klar, dass es wohl eher nicht angebliche Internetsüchtige sind, die hier jeden Bezug zur Realität verloren haben. In der Tat unterirdisch, solche Ansichten.

    Also ja, ich nehme es unter keinen Umständen in Kauf, das Internet weiter zensiert zu sehen, damit ein paar Unkundige das Gefühl vermittelt bekommen irgendetwas getan zu haben.

    Welches verachtenswerte Kalkül dahintersteckt wurde doch längst offensichtlich. Wäre das nicht der Fall, würde man versuchen das Gesetz mit den wahren Interessen durchzukämpfen [1]. Aber weil sich das der Öffentlichkeit soviel schlechter verkaufen lassen würde, reduziert man es stattdessen auf die Kinderpornos. Es ist wirklich bedauerlich für jeden armen Tropf der sich erfolgreich für dumm verkaufen lies. Bedauerlich, weil ja nicht nur diese dann darunter zu leiden haben.

    Die Wirkungslosigkeit dieses Gesetzes im Scheinkampf gegen die Kinderpornographie passt jedoch bestens zu den sonstigen Bemühungen vdLs [2] für all die armen Kinder… Wie wertlos Medien in der Tat sein können, zeigt sich genau hier, weil es doch völlig versäumt wird darauf konstant herumzureiten und die Politiker, die ihre Sprüche ablassen, direkt damit zu konfrontieren. Aber der Mut fehlt völlig, niemand will hier wirklich informieren, sondern viel lieber auf der Seite der vermeintlich Rechtschaffenen stehen.
    Der echte Skandal ist, wie leicht sich mit dieser uralten Masche immer noch Erfolge erzielen lassen. Die Masse ist heute immer noch im gleichen Maße in diese Entwicklungen involviert wie sie es schon im Mittelalter war. In keinem relevanten Umfang. Nicht über ein „Wer wird Millionär“-Wissen hinaus. Insofern ist es recht lustig, dass das Gesetz durchaus so formuliert ist, dass es schneller als man denkt doch noch zu einer Konfrontation für all die „Unbeteiligten“ kommen könnte [3].
    Das Internet ist das erste Medium der Menschheit, das eine Chance bieten kann hier mehr Informationen zu verbreiten als jemals zuvor. Doch wie es jetzt aussieht wird es in der momentanen freieren Form nicht mehr lange genug existieren um das noch auf die Reihe zu kriegen. Die Bösen gewinnen. Und die Einfältigen lassen sie.

    [1]

    „Nur 12 Minuten nach dem Beginn der Kinderpornoblockdebatte fällt das Wort Urheberrecht.“

    http://netzpolitik.org/2009/bundestag-von-kinderpornografie-zum-urheberrecht-in-12-minuten/

    [2]

    Familienministerin von der Leyen will ehemalige Heimkinder, die Zwangsarbeit leisten mussten, nicht entschädigen. Ausgerechnet die Täterverbände sollen die Aufklärung leiten.

    […]

    Wie aus einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Familienministerium, Hermann Kues (CDU), an den Petitionsausschuss hervorgeht, will das Ministerium nun statt der beiden kirchenunabhängigen Vereine den „Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge“ mit der Organisation des runden Tischs betrauen – ausgerechnet den Dachverband der ehemaligen Täterorganisationen. Für die Mitglieder des VEH ist diese Entscheidung nicht zuletzt aufgrund der NS-Vergangenheit des Vereins untragbar.

    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/heimkinder-gehen-leer-aus/

    [3]

    http://bluearchive.wordpress.com/2009/04/22/wie-in-einem-minenfeld/

  52. 52
    Reiner Snäkx-Taktiktisch

    @Sebastian (50):
    Ich bin der Meinung, dass nur derjenige das Recht hat, in Alarmismus zu verfallen, der was riskiert mit seinen Veröffentlichungen, der den Stachel löckt. Also z.B. die Titanicer. Aus dem Munde von Johnny wirkt das Ganze hochnotpeinlich. Man muss sich nur nochmal das devote Gefrage an MP Müller vergegenwärtigen. Wer nix riskiert mit dem, was er tut, der sollte mal schön bescheiden bleiben und gaaanz kleine Brötchen backen. Für andere auf die Barrikaden gehen, weil man selbst zu feige ist — ekelhaft. Außer Servercrash und Insolvenz muss doch Spreeblick gar nichts befürchten. Die „Apotheken-Umschau“ ist revolutionärer.

  53. 53

    Ich finde es gut, dass Ihr diese Aktion gemacht habt (hab es leider zu spät mitbekommen) und unterstütze sie nachdrücklich!

  54. 54
    annarose

    Gratuliere Euch zur gelungenen Aktion und
    Danke schön !

    Danke dafür dass ich mich in meiner Wut über dieses schreckliche Gesetz nicht so allein fühle und
    Danke dafür dass ich etwas mehr Hoffnung habe „wir“ können es noch ändern.

    Wenn die Zahlen an UvL übergeben werden sollte man sie vill, wie die Zugriffe auf die Stopp-Seiten einfach mal hochrechnen.
    D.h. in 10 Tagen haben über 80.000 Menschen mitgemacht ;)

  55. 55

    @Reiner Snäkx-Taktiktisch:
    Sorry, aber was du hier für einen Müll vom Stapel lässt ist einfach unfassbar.
    Ich kann deine komischen Vergleiche nichtmal im Ansatz verstehen. Wo liegt denn der Unterschied zwischen den „Titanicern“ und Spreeblick? Und wieso muss man „etwas riskieren“ um seine Meinung äußern zu dürfen und GEGEN bestimmte Dinge etwas zu unternehmen?

    Deine Äußerungen in den letzten Kommentaren hier von dir sind einfach nur absolut unglaublicher Schwachsinn!

  56. 56
    RC

    @Reiner Snäkx-Taktiktisch

    Der Einzige, der behauptet Spreeblick hätte so getan als seien sie ein Risiko eingegangen, bist nach wie vor du. Da dein ganzes Argument darauf basiert, bricht es daher wie ein Kartenhaus zusammen. Ich las höchstens eine Art Freude/Begeisterung heraus, dass Leute sich daran beteiligt haben.
    Was mir echt missfällt an deiner Aussage, ist dass es _glücklicherweise_ ja so gut wie nie der Fall ist, das Leib und Leben eines Kritikers in Gefahr sind und man deiner Logik folgend also immer still und passiv sein müsste. Diese Maxime ist so lächerlich wie gefährlich.
    Darüberhinaus bleibt Engagement eben genau das. Auch wenn man dafür seine Existenz nicht gleich aufs Spiel setzt.
    Nicht so lange warten zu müssen, bis genau das der Fall ist, ist einer der wichtigsten Bereiche einer Demokratie. Aber ich denke nicht das hier eine Predigt Sinn machen würde.

    Gehst du auch mit der gleichen Inbrunst Politiker an, deren Gesetze der Grund für die hiesige Kritik ist? Oder stören dich nur die Kritiker dieser Vorhaben?

  57. 57
    Reiner Snäkx-Taktiktisch

    @Michael_DF (55):
    > Wo liegt denn der Unterschied zwischen den „Titanicern“ und
    > Spreeblick?
    Das kann ich dir sagen, du Flachpfeife! Titanic beschäftigt eine RA, die die Witze abnimmt, bevor sie rausgehen. Um die Anwaltskosten zu sparen, zensieren sich die Spreeblicker im Vorfeld ihrer verf%?$§en Popkultur-Postings gegenseitig. Jeder selbstverwirklicht den anderen. Und der Chef schreibt Briefe an Bundesminister, als hätte er irgendwas Gescheites mitzuteilen. Ein Webdesigner und Musiker, der Journalismus simuliert.

    @RC (56):
    Was mich ankotzt, sind Zensurkritiker, die, wenn es hart auf hart käme, die ersten wären, die den Schwanz einziehen. Gratismut, dein Name ist Johnny.

  58. 58
    Ivor Bigbotty

    Wenn es da ein Haus gibt; in diesem Haus werden kleine Kinder gefressen. Was macht man dagegen?
    Klar! Man sperrt alle Straßen ab die zu dem Haus führen, damit keiner mehr hinkommt und dabei zuschauen kann, denn dann hören die schon von alleine auf, weil sie ja irgendwann keinen Hunger mehr haben.

  59. 59

    @Reiner Snäkx-Taktiktisch:
    oO
    Na dann…
    Das hat keinen Sinn mehr weiter auf deine Kommentare einzugehen.
    Weiterhin viel Spaß im Leben. Eventuell findest du auch mal eine interessante Beschäftigung, damit du dich nicht mehr mit diesen unglaublich schlechten Internetseiten wie Spreeblick etc. abgeben musst…

  60. 60
    Sebastian

    @Reiner Snäkx-Taktiktisch:
    Also darf ich nicht demonstrieren gehen, meine Meinung äußern oder in sonst einer Form ‚alarmieren‘, weil ich dabei ja in den seltensten Fällen was riskiere?
    Dürfen heise und andere Medien nicht alarmieren, weil sie kaum Repressalien zu befürchten haben?
    Darf ich nicht für andere einstehen, sie unterstützen, wenn diesen ‚anderen‘ unrecht getan wird, nur weil ich persönlich nicht betroffen bin? Ist es feige andere zu unterstützen? Mal davon abgesehen, das es in diesem Fall nicht (nur) andere sind, für die man einsteht, Zensur im Netz betrifft auch mich, wie jeden anderen Netznutzer.

    Was du schreibst ist wirklich jenseits von gut und böse und eigentlich hätte ich gar nicht antworten sollen, denn schlechte Argumente bekämpft man am besten, indem man ihre Darlegung nicht stört.

  61. 61

    @Reiner Snäkx-Taktiktisch: Ist das nicht anstrengend, dauernd seinen Namen ändern zu müssen, nur um immer wieder das Gleiche auf einer Seite schreiben zu können, die man blöd findet? Ich mein‘, wir sind ja auch gerne immer mal wieder Hort für dich, aber es gibt doch noch so viele andere Websites. :)

  62. 62
    RC

    „Ich mein“™, wir sind ja auch gerne immer mal wieder Hort für dich, aber es gibt doch noch so viele andere Websites. :)“

    Vermutlich hat man ihn sonst schon überall gesperrt. :P

  63. 63

    Politisches Kalkül

    – Der Schutz der Kinder hat Vorrang
    – Der Schutz von Arbeitsplätzen hat Vorrang
    – Der Schutz des Eigenkapitals hat Vorrang
    – Der Schutz der Persönlichkeitsrechte hat Vorrang
    – Der Schutz vor was weiss ich … hat Vorrang

    Das ‚Bombardement‘ unser direkt u. indirekt ge-
    wählten Volksvertreter ist gesäugt von den aktue-
    llen Umständen und dem Wahltermin: 27.09.’09

    @Toppic

    Nichtstun ist wahrlich auch keine Lösung.

    Ist nur meine besch… Ansicht der Dinge.

  64. 64
    Reiner Snäkx-Taktiktisch

    @Johnny Haeusler (61):
    > es gibt doch so viele andere Websites
    Schon, aber ihr seit die BILD-Zeitung der deutschsprachigen Blogosphäre. Mainstreamiger geht nicht. Das, was Nigge für Diekmann war, bin ich für dich — ein Korrektiv. Das einzige, wenn ich an die gefühlten 12 Tausend Jubelperser denke, die hier regelmäßig senfen.

  65. 65

    der schwarze klops hat die form von deutschland; vom Nordosten abgesehen. auch so bekommen demographische Probleme ein Gesicht. aber das ist gerade nicht das Thema…

  66. 66

    Na da freuen wir uns dann ja alle schon richtig auf die schwarz-gelbe Regierung, dann kann die CDU endlich noch mehr zensieren. Vielleicht sollten wir in vorauseilendem Gehorsam schon mal eine Liste für Herrn Schäuble vorbereiten ;-)

  67. 67

    @Jan

    Ich halte zwar sehr wenig von der FDP, aber, dass die CDU in einer FDP stärker in die Freiheitsrechte eingreifen kann, würde ich bezweifeln. Die FDP spricht sich oft pro Bürgerrechte aus!

  68. 68

    @Thomas: ja, in der Opposition macht sowas ja auch Spaß.

  69. 69

    @Ralf Bendrath: Ich meinte »Gegendemonstration« im Sinne von »Pro Sperrung«. Nein, ich bin nicht dafür.

    Aber da man hier nur »JA, DAGEGEN!!!« anklicken konnte, haben 8.000 Stimmen nicht allzuviel Aussagekraft. Man könnte sogar zu dem Schluss kommen, dass gut 19.000 (!) Besucher die Aktion abgelehnt haben. Dazu muss man weder sonderlich gehässig, noch statistisch ähnlich speziell begabt sein wie unsere Familienministerin.

  70. 70

    @salz
    Sicher man muss erst abwarten, wie sich die Partei verhält, wenn sie in der Verantwortung sind (obwohl es mir lieber wäre, wenn sie nicht in diese Verlegenheit kämen :-D).
    Aber in den letzten Jahren waren oft FDP-Politiker beteiligt, wenn gegen Gesetze geklagt wurde, die gegen Freiheitsrechte verstießen (z.B. Vorratsdatenspeicherung, BKA-Gesetz)

  71. 71
    Legacy

    hey spreebick /glückwunsch ihr wart grad auf n-tv zu sehn mit der Aktion.

  72. 72
    Volker

    Und wieder geht eine rein Populistische Aktion zu Ende. Das eigene Gewissen ist beruhigt, der bösen Politik hatt man ans Bein gepisst -macht ja nix das die ne Regenhose anhatte und das gar nicht erst mitbekommen hatt-, und eigene Stereotypen wurden fundamentiert.

    Es wurden wieder fadenscheinige Argumente abgeliefert, wie das allseits beliebte „Man muss das Problem an der Wurzel anpacken, anstatt …“.
    Aber das der Staat nur mit großem Erfolg gegen Kinderpornographie vorgehen kann, indem er Mittel einsetzt die hier unter dem Begriff „Stasi 2.0“ laufen, überlass ich mal der Ironie.

    Aber was mich hier am allermeisten anpisst, ist das „Anti-Big-Brother“ geonaniere, das protestieren um des Protestes willen, die komplette „DAGEGEN“ Kultur!

    Wie währs den mal mit Vorschlägen, wie man es besser machen könnte. Mit ein wenig Zusammenarbeitet anstatt totaler Ablehnung. Vielleicht würdet ihr beim nächsten mal auch keine Absage erhalten, wenn ihr euch hier mal öfters mit dem Thema Internetrecht objektiv auseinandersetzen würdet.

    Das eure Aktion ein einziger Reinfall war, scheint euch ja, wenn ich mir euren Post so durchlese, anscheinend klar zu sein.
    Es ist ja schön und gut zu protestieren und seine Meinung Kund zu tun, aber wer sein ganzes Leben angekettet auf Schienen verbringt wird nicht viel an der Welt verändern.

  73. 73
    Martin2

    Für dieses Thema interessiert sich leider kein Mensch. Heute abend in der Kneipe habe ich einge Menschen auf dieses Thema angesprochen. Kein Mensch wußte bescheid oder hat sich dafür interessiert. Macht doch mal ne Blogaktion, wie dieses Kuschelding, dann landet es in der taz, dann in der süddeutschen usw….

  74. 74
    Hans Dampf

    @Volker: Statt Anti-Rumgeonaniere-Onanie zu betreiben empfehle ich dir, dich mit Argumenten auseinanderzusetzen. Z.B. damit, dass der größte Teil der illegalen Inhalte in Ländern gehostet wird, die problemlos direkt gegen die Verursacher vorgehen könnten, statt einen Sichtschutz zu installieren:
    http://scusiblog.org/?p=330

    Ich glaube allerdings nicht, daß du wirklich für Argumente zugänglich bist, aber vielleicht interessiert sich ja sonst noch jemand für den Link.

  75. 75
    Sebastian

    @Volker: Mensch Volker! Danke für die Aufklärung. War ich Ahnungsloser doch immer der Meinung, dass die Vogel-Strauss-Taktik nichts bringt. Dank deiner fundierten Aussagen ist mir jetzt klar, dass ich da einem großen Irrtum erlegen bin.
    Augen zu und durch!!!

    PS. Wer Sarkasmus findet kann ihn sich ans Knie nageln.

  76. 76
    pilato

    ob es in absehbarer Zeit organisierte Demonstrationen geben wird?
    Dafür lohnte es sich definitiv mal wieder

  77. 77

    Bemerkenswert: Sogar die Zypris scheint sich nicht zu fein zu sein, die allgemeine Zensur zu fürchten, kostet wohl Wählerstimmen…

    vgl. http://newsparadies.de/index.php/topic,4930.0.html

  78. 78
    ber

    @Volker:

    Wie währs den mal mit Vorschlägen, wie man es besser machen könnte

    Das Ministerium hatte offensichtlich diverse Experten befragt, um solche Vorschläge einzuholen. Sie wurden ignoriert (siehe CT Artikel). Über die Beratungsresistenz von Ministerien sei auch ein Kuechenradio Interview mit CCC Leuten empfohlen: http://www.kuechenradio.org/wp/?p=350

    Mit ein wenig Zusammenarbeitet anstatt totaler Ablehnung …

    SP hatte ein Gespräch mit FvdL angefragt. Es wurde abgesagt. http://www.spreeblick.com/2009/04/16/update-das-familienministerium-hat-geantwortet/

    … wenn ihr euch hier mal öfters mit dem Thema Internetrecht objektiv

    Wenn es ein Thema gibt, mit dem sich SP regelmässig beschäftigt, dann ist es Internetrecht (im weitesten Sinne) – und Joe Strummer :)

  79. 79

    @Reiner Snäkx-Taktiktisch: Hm, deine Selbstüberschätzung in allen Ehren, aber die auch noch auf uns zu übertragen ist dann doch etwas sehr hoch gegriffen.

  80. 80

    @ber: Da fällt mir ein, dass ich schon ewig nichts über Strummer geschrieben habe „¦ ;)

  81. 81
    qwasi

    Hallo

    Internetrechte sind so ne Sache – es is ein bischen wie mit den Lizenzen – es ändert sich.
    Ich finde man sollte das nicht zu ernst nehmen.
    Wenn es darum geht etwas zu zensieren und zu kontrollieren, dann bin ich doch nicht so doof und richte überrall hot spots ein – oder vielleicht doch?

  82. 82

    Eine gute Aktion von Spreeblick. Der Politik geht es in dem Verbot nicht darum, den Drahtziehern und Verursachern zu Leibe zu rücken, sondern um ein Buzzthema zu instrumentalisieren.

    Diese Form von Wahlpropaganda ist wiederlich.

    Peter

  83. 83
    Gene October

    Wenn man diesen Artikel liest

    [url]http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Regierung-erwaegt-Echtzeitueberwachung-der-Stoppschild-Zugriffe–/meldung/136769[/url]

    weiss man das der Protest richtig ist. Dagegen sind die Methoden der Abmahnindustrie ja reinster Kindergeburtstag.

    Wenn man dann noch die Verbindung zwischen Frau von der Leyen zu MTG betrachtet

    [url]http://blog.mp-development.de/archives/14-Was-will-Frau-von-der-Leyen-wirklich.html[/url]
    Wird es lächerlich

  84. 84
    Thorsten

    Danke für die Aktion!

  85. 85
    Jochen

    Bin leider zu spät auf die Aktion aufmerksam gemacht worden.
    Viele der ernsthaften Kommentare sind wirklich sehr gut. Wenn man über diese nachdenkt und über die Argumente unserer kindlichen Ministerin dann kommt man eigentlich zwangsläufig zu dem Schluß dass dieses Gesetzesvorhaben
    Kinderpornografie nicht eindämmen wird
    den Mißbrauch von Kindern ohne Zeugen und Beweise eher fördern wird
    gar nicht gegen Pädophile gerichtet ist sondern der Einschüchterung kritischer Bürger dient.

    Und ein Regierungswechsel wird ihn auch nicht aufhalten. Nur mal wieder die karlsruher Richter – nie waren sie so wichtig wie heute.

  86. 86

    Da mich Gewerkschaften, Verbände und andere Menschengruppen interessieren, die nicht direkt mit dem Thema verbandelt sind, aber Meinungsbildung bei ihren Mitgliedern bewirken, habe ich in den letzten Tagen mit zwei Pressestellen telefoniert.
    Zum einen mit einem Sprecher der „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“ (GEW), zum anderen mit einer Vertreterin der „GMK – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur“.

    Meine Frage : „Gibt es seitens der GEW/GMK Pressemitteilungen, oder planen sie vielleicht welche herauszugeben, in denen Ihre Position zu den von Frau von der Leyen initierten Internetsperren formuliert wird?“ haben leider beide Stellen mit „nein“ beantwortet.

  87. 87

    @Martin Riemer: Das ist leider wirklich immer wieder erschütternd: Die möglichen Zusammenhänge sind bei den klassischen Einrichtungen einfach noch nicht angekommen.

    Geduld. Viel davon.

  88. 88

    Schade, ich hab nichts davon gewusst, sonst hätte ich mitgemacht.

  89. 89

    Hab gerade im Netz das NTV-Video gesehen :-) Klasse Sache!

  90. 90
    Krille

    Die richtigen gewählt, zumindest bei diesem Thema:

    FDP stoppt Internetsperren: Dämpfer für die CDU-Minister Schäuble und von der Leyen: In den Koalitionsverhandlungen über Innere Sicherheit hat sich die FDP in wichtigen Punkten durchgesetzt. Die Hürden für Online-Durchsuchungen werden erhöht, die umstrittenen Sperren gegen Kinderpornografie im Web vorerst ausgesetzt.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,655464,00.html

  91. 91

    To think that I am fallen, I was looking for the info for several days and then I fall a little random on this page , thank you :)

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