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Was ein schöner Bildungsauftrag

Letztens war ich auf der Einschulung meines Patenkindes. Mich hat das nachhaltig beeindruckt. Einerseits ist meine eigene schon so lange her und ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich einen Spielzeug-LKW in der Schultüte hatte, weil meine Mutter Süßigkeiten als charakterschädlich ansah. Andererseits machte mir diese Einschulung deutlich klar, was Schule heute bedeutet.

Der gesellschaftliche Auftrag der Schule, der in Deutschland meist im Schulgesetz eines Bundeslandes festgehalten wird, liegt in der Entwicklung der Schüler zu mündigen und verantwortungsvollen Persönlichkeiten. Sie soll Bildung, also Wissen, Fähigkeiten und Werte im Unterricht gezielt vermitteln.

Mit der Wertevermittlung eröffnete das Einschulungszeremoniell für mein Patenkind.
Im Schülergottesdienst erklärte der Pastor, dass es etwas gibt, was vor der Schule ist, das nach der Schule ist, das wichtiger als Schule ist: Die Kirche. Denn nur dort finden wir den Weg zum ewigen Leben, das wir alle, liebe Erstklässler, so dringend suchen. Deshalb schweigen wir jetzt gemeinsam und überlegen uns, was Gott von uns in der Schule erwartet.
Der Schülergottesdienst war als offizieller Programmpunkt auf der Einladung zur Einschulung in die staatliche Schule vermerkt. Insofern gab es wohl gleich am ersten Schultag Schwänzer zu melden. Die muslimischen Kinder jedenfalls kamen erst zum zweiten Teil der Feierlichkeiten in der Schulsporthalle dazu.

Hier ging es mit einem von Disney-Filmmusik untermalten didaktischen Theaterstück der Zweitklässler weiter zum Vermittlungspunkt Wissen. Die Erstklässler sollten vor den Augen der versammelten Festgemeinde ein erstes Wort lesen. Was kann dies in diesem unseren Land anderes sein, als „Auto“? An das zweite Wort kann ich mich nicht mehr erinnern. „Suggestion“ war es nicht.
Ob es etwas mit dem Matheunterricht zu tun haben wird, dass die Klassenlehrerinnen den Kindern zur Begrüßung ein Basecap der örtlichen Sparkasse schenkten?

Den abschließenden Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete die Vermittlung motorischer Fähigkeiten, die Kinder übten sich im Ausdruckstanz. Doch während ich in den frühen 1980ern darin zum Klang des Xylophons im Eurythmieunterricht dilettierte, durften mein Patenkind und seine neuen Schulfreunde sich zum Wiesnhit 2008 und Top 17-Song der deutschen Klingeltoncharts bewegen, bei dem auch einige engagierte Eltern durch Text- und Choreographiesicherheit überzeugten:


(Direktflieger)

Nach dem Eindruck dieser ersten Unterrichtseinheiten zu den Pfeilern unserer Gesellschaft und zur Hochkultur bin ich zuversichtlich, dass auch mein Patenkind ein verantwortungsvoller Staatsbürger wird. Von kritisch war ja nie die Rede.

42 Kommentare

  1. 01
    rob rob, der robert

    Ja, ach du Scheiße.

    Was macht man als Eltern nach so einer Vorstellung? Man will das Kind ja am liebsten vor der Schule beschützen.

  2. 02
    elwiegaldo

    Davor hab ich auch schon Angst.
    Meine Tochter muss nächstes Jahr auch in die Schule und vor GENAU sowas fürchte ich mich sehr ….

    elwiegaldo

  3. 03

    Sehr interessant. Ich studiere Grundschullehramt und mache momentan ein Praktikum an einer Grundschule auf dem Land.
    Viele der Dinge, die du genannt hast, finden sich auch dort wieder.
    Am Sonntag war ja Weltkindertag. Den Anlass nutze die Schule, um gemeinsam mit der Kirche am Freitagmorgen die Klassen 1-4 vor der Schule zu versammeln, Kirchenlieder zu singen, ja, quasi einen OpenAir-Gottesdienst zu veranstalten. Ich persönlich finde es sehr fraglich, Kirche fest in den Alltag einer staatlichen Schule zu integrieren. Interessant war auch, dass das ganze als friedliche Demonstration angemeldet war (eine Demo gegen schlechte Lebensbedingungen für Kinder (eine sehr gute Sache eigentlich)), den Kindern aber nur gesagt wurde: „Wir singen da mit der ganzen Grundschule“

    Und auch das mit der Musik bestätigt sich. Wo wir damals in der Schule noch Klassiker aus Kinderliederbüchern gesungen haben (Stichwort: kindgerecht), schmeißt die Lehrerin heute in Klasse 4 Lieder aus den Charts mit amerikanischen Texten in den Player, schmeißt die Lyrics an die Wand und lässt die Kinder dann Texte von Katy Perry oder Lady Gaga nachsingen (aber erklärt ihnen nicht, worum es inhaltlich geht). Wenn man sich mit einem gesunden Menschenverstand die Songs mal übersetzt, wird man feststellen, dass es die Songs alles andere als kingerecht sind. Für mich als angehender Lehrer eine echt komische Sache.

    Vielleicht muss ich da aber ansonsten die Schule(n) auch in Schutz nehmen. An meiner Schule jedenfalls wird ansonsten sehr kindgerecht unterrichtet. Ist in diesem Fall also eine Ausnahme.

  4. 04
    Katze mit Hut

    Ach ja, so sind solche Veranstaltungen halt… aber Schuld sind meiner Meinung nicht die Lehrer, sondern der kausale Gesetzgeber. Und die Ausbilder der Lehrer, die meinen, die Schüler müsse man da abholen, wo sie stehen, und das ist dann halt der Wiesnhit, die Disneymusik etc. Mit was Anderem kriegt man die „Kids“ heutzutage doch gar nicht mehr hinterm Ofen hervor, und ich ziehe nach wie vor meinen Hut vor jedem, der es sich zur Lebensaufgabe macht, diese ununterrichtbaren Gören irgendwie zu erziehen, wenn das im Elternhaus schon nicht mehr bzw. nur noch in Ansätzen passiert.

    Der „Bildungsauftrag“ ist doch eine Farce. Bildung brauchen wir schon lange nicht mehr, die Universitäten müssen sich durch wirtschaftliche Verwertbarkeit rechtfertigen und alles, was nicht wirtschaftlich verwertbar ist (Kultur, Kunst, Kreativität etc.) hat da bittesehr keinen Platz. Wieso sich also in der Grundschule um Förderung dieser Dinge kümmern, wenn man sie den Kindern dann nachher mühsam abgewöhnen muss, sobald der echte Ernst des Lebens anfängt.

    Wenn die örtliche Sparkasse Werbegeschenke verteilen will, bitteschön, haben die bei meiner Einschulung auch gemacht und uns erklärt, was ein Sparbuch ist. Immerhin nützlicher als ein Gottesdienst.

    Aber die wichtigste Frage ist doch: Hatte Dein Patenkind Spaß an dieser Veranstaltung?

  5. 05
    Jim Panse

    und die haben wirklich zu diesem hirnlosen fliegerlied getanzt??? ich bin aufrichtig entsetzt… beschützt unsere kinder!

  6. 06

    @Katze mit Hut: „Wenn die örtliche Sparkasse Werbegeschenke verteilen will, bitteschön, haben die bei meiner Einschulung auch gemacht und uns erklärt, was ein Sparbuch ist. Immerhin nützlicher als ein Gottesdienst.“
    Zum einen – wer deklariert da einen Widerspruch? Das greift ganz hervorragend ineinander.
    Zum anderen – nur weil etwas schon immer so war, bedeutet nicht, daß es auch gut ist. Aber es stimmt natürlich. Man muß die Kinder möglichst schon im Krippenalter an die hochartifizielle Geldakkumulation heranführen. Geschieht das zu spät, könnten sie am Ende eine Bankenaversion entwickeln. Und wer sollte dann die Banker von morgen stellen?

  7. 07
    Sanníe

    Aber möglicherweise ist die Integration des Gottesdienstes eher dem Wunsch der Eltern geschuldet, daß dies ein feierlicher Tag sein möge? Also ähnlich wie Weihnachten. Im norddeutschen Raum dürfte das ohnehin selten vorkommen, an sowas kann ich mich überhaupt nicht erinnern.

    Mein Rektor sagte uns – ich weiß leider nicht mehr bei welchem Anlaß – „Seid Sand im Getriebe!“

    Ist das nicht großartig?

  8. 08

    Erschreckende Vorstellung. Eine Anmerkung zu diesem Satz, Björn:

    „Die muslimischen Kinder jedenfalls kamen erst zum zweiten Teil der Feierlichkeiten in der Schulsporthalle dazu.“

    Ich finde, wir sollten uns bemühen, solche Formulierungen zu unterlassen. Es gibt keine muslimischen Kinder, genauso wenig wie evangelische, katholische oder atheistische. Es gibt nur Kinder muslimischer, christlicher, atheistischer usw. Eltern. Leider ist es so, dass Kinder die Konfession ihrer Eltern praktisch automatisch angeheftet kriegen, während wohl kaum jemand auf die Idee käme, ein Kind kommunistisch oder neoliberal zu nennen.

  9. 09

    boah, mir is schlecht…
    ich glaube ich wäre schon vorm 2. teil wieder zuhause gewesen (natürlich erst nachdem ich dem pfarrer vor allen leuten meine meinung gesagt habe :D ).

  10. 10
    Marcel

    Mein Beileid,
    Meine Schwester wurde auch vor nun knapp einer Woche eingeschult aber (zum glück) auf einer Walddorfschule. Dort war die Zeremonie um einiges schöner und Kindgerechter, keine bierzeltmusik, usw. Zuerst wurde ein altes Volkslied gesungen und danach die neuen ErstklässlerInnen nacheinander auf die Bühne (zuvor waren alle Lehrer sowie die Schulleitung immer vor der Bühne, sozusagen auf dem Niveau der Schüler und Besucher, fand ich ein schönes Statement) gebeten um durch einen geflochtenen Bogen aus Sonnenblumen zu laufen um somit eingeschult zu werden. Danach gab es die erste „Schulstunde“ und die Kinder gingen zusammen mit ihrer Lehrerin in ihr zukünftiges Klassenzimmer.
    Nachdem ich diese herzliche Einschulung miterleben durfte ist mir eines klar geworden…meine Kinder kommen nicht auf eine Staatliche Schule, was ich eigentlich sehr bedauere aber die (meißten) staatlichen Schulen sind nicht mit meiner Wertevorstellung vereinbar (und außerdem möchte ich nicht das meine Kinder schon in frühester Kindheit am Leistungsdruck zerbrechen).

  11. 11
    Björn Grau

    @Katze mit Hut: Ja, das Kind hatte Spaß. Weil es in der Kirche nicht zugehört hat und weil es natürlich toll ist, wenn für einen actionreiches Programm gemacht wird.
    Wir Alten hatten auch unseren Spaß, über derlei Fürchterlichkeiten lässt sich ja herrlich lästern. Aber macht das das Programm qualitativ besser? Und geht Spaß nicht auch ohne Product-Placement?
    Die Sparkassen-Mützen gab es ohne Kontoerklärung. Einfach so. Um sich schon mal an das Logo zu gewöhnen.

    @Sanníe: Egal, wer den Gottesdienst ins Programm geholt hat, er steht als Teil des offiziellen Programms in der Einladung und schließt doch Kinder aus nicht-christlichen Familien aus.

    @Ole: Stimmt, das ist unsauber formuliert. Nächstes Mal anders. Danke.

  12. 12

    Also ich bin in eine ganz andere Schule gegangen. Und ich bin auch nicht normal. Gott sei Dank!

  13. 13
    Martin

    Naja alles wie gehabt. Ich kann mich erinnern, dass die Sparkasse auch immer die Malwettbewerbe gesponsert hat.
    Und rein textmäßig sind die alten Kinderlieder nun auch nicht besser.
    Wobei mir das immer noch gut gefällt.:http://www.youtube.com/watch?v=4uQffmdQj6Y&feature=related

  14. 14
    Dieter

    Ein Skandal dass die Kinder in die Kirche gezwängt werden! Als Integrationsmaßnahme sollte dieser Einführungstag in der Moschee gefeiert werden.

  15. 15

    Denk ihr wirklich, dass da in irgendnem Hinterzimmer Mr Burns saß und ge-kähähäh-t hat; als die Kinder Bank-Cappies bekommen haben? Vielleicht ging es ja gar nicht um frühstmögliche Indoktrination. Vielleicht dachte sich der Bankmitarbeiter einfach „joa, Einschulung. Kinder freuen sich über Mütze, Eltern sehen Werbung, von unserer Werbe-abteilung haben wir noch n 100ter Pack Cappies hier rumliegen: läuft.“

  16. 16
    RatRex

    Musik
    Vergesst bitte nicht das dieses Lied (zwar nicht die Version – sondern die originale von Donikkl) ein Kinderlied ist. Wahrscheinlich hatten die nur keine CD von Donikkl sonder eine sammel-Ballermann-Hits und haben halt die mit Hochdeutsch und mehr BumBum genommen (gleiche Geschichte wie beim RotenPferd oder anderen Kinderliedern).

    Ich geh auch nicht mehr in die Kirche aber das wir ein Christlich geprägtes Land sind ist nunmal so. Und wenn die meisten Omis und Opas sich auf diesen feierlichen Auftakt freuen – auch gut. Ich sehe das eher als Kulturgut denn als Religiöse Indoktrination. Wenn in 10 Jahren alle erst zum zweiten Teil kommen, wird sich das von selbst lösen.
    Auch viele andere Sachen sind anders zu betrachten. Warum sollte man das A also mit einem anderen Wort-Bild einführen als sie später in der Schule lernen.
    Und die Cappies – da schließe ich mich mal christoph kratistos an …

    Also … auf den zweiten Blick alles nicht ganz so wild wie ich finde…

  17. 17

    Wo lebt Ihr denn? Trennung von Kirche und Staat…..zahlt Ihr etwa auch keine Kirchensteuer? ts, ts, ts,

    Da kann ich nur Privatschulen empfehlen wie hier in den USA. Kann man sich aussuchen, was man möchte. Im Übrigen, die Tatsache, daß Ihr Euch zu diesem Thema überhaupt Gedanken macht, zeigt, daß Ihr nicht die Zielgruppe für diese Veranstaltung wart.

  18. 18
    Arno

    Mein großer geht nächstes Jahr schon zur Schule.

    Ich (man kann sagen ein Intenet-geek aus der New Economy) habe mir darüber schon gedanken gemacht (auf welche Schule ich meine Kinder schicke) als ich noch gar keine Kinder hatte.

    Die Frage zu beantworten ist heute noch genau so schwierig wie vor 10 Jahren – mangels Alternativen.

    Ich hätte bestimmt für eine Schule sympatisiert die spätestens ab der 4ten Klasse mit Laptops arbeitet. In der keine Schulranzen mehr getragen werden müssen mit veralteten Büchern. Eine Schule wo man den Gedanken des Open Access, der freien Wissensaneignung, des gemeinschaftlichen Wissen erschaffens in den Mittelpunkt setzt. Aber wo auch kritisch Diskutiert wird (meinetwegens auch vernetzt mit anderen Schulen) wo man sich als Person und als Gesellschaft hin entwickeln möchte. Was man selber an Werten nachhaltig schaffen will und was wir abschaffen wollen.

    Ich habe keine solche Schule gefunden.

    Meine Kinder gehen jedoch nicht aufs Gymnasium. Wo es nur eine Wahrheit gibt. Wo man begebracht bekommt das alle anderen wertlos sind

    Meine Kinder gehen nicht auf eine Gesamtschule wo derstärkere sich durchsetzen kann.

    Nach reiflicher Überlegung habe ich mit meiner Frau und meinen Kindern zusammen beschlossen dass diese eine Waldorfschule besuchen werden. Und das zwischen 8 und 13 Jahre lang.

    In einer Waldorfschule gibt es erst „Informatikunterricht“ in der 13ten. Auch mit der Antroprosphie darf man sich kritisch auseinander setzen. ABER: Ich bin überzeugt meine Kinder lernen sich dort selber besser kennen, lernen sich wert schätzen und können sich entfalten und von Ihren Mitschülern als Mensch profitieren.

    DAS ist erstmal der Fokus der mir wichtig ist. „Internet Kram“ macht er dann eh zusammen mit Papa. Und neben der Schule gibt es ja noch uns Eltern die dieses Informationstechnische Defizit ausgleichen können.

    Schule darf aber kein instrument werden um aus Menschen Machinen zu machen deren Gesellschaftsbild eh inzwischen mehr (!) als nur fraglich ist.

    Viele Grüße

    Arno Nym :-)

  19. 19

    wir hatten auch so mützen bekommen allerdings waren die damals orange mit so nem grünen Kreuz drauf.
    Uns wurde gesagt die sollen wir aufhaben aufm schulweg oder so damit man uns nicht übersieht :D
    sowas hab ich da noch in erinnerung ;)
    wir fanden die aber zu großteil kacke… is ja auch klar wenn dir einer sagt du musst die aufhaben ^^

    ansonsten mein beileid… arme kinder…

  20. 20

    Nur mal so

    Gibt es Wissenschaftlich Fundierte Studien zum Inhalt einer Schultüte und den daraus resultierenden Folgen für die weitere Entwicklung des Probanden – Schülers – Kinder?

    Lutschbonbons sollten schonmal vorab verboten werden.
    Da bieten sich in Beton befestigte Verkehrsschilder an.

    Mein ja nur

    Siehe auch:
    http://www.rettet-das-internet.de/verkehrsschilder.htm

  21. 21
    Tom

    Ich glaube ich brauche dringend Geld … damit mein Kind später auf eine Privatschule kann und sich diesen Mist nicht antun muss.

  22. 22
    srm

    ich möchte weinen und kotzen zugleich

  23. 23
    cellizzo

    Oh mein Gott! Ich bin entsetzt! Ich will jetzt gar nicht auf jedes furchtbare Detail eingehen, sondern nur folgende Frage in den Raum stellen: Ist man als mündiger Erwachsener nicht verpflichtet seine Kinder vor solcher Beeinflussung zu schützen, das Kind sofort wieder mit nach Hause zu nehmen? Es kann doch nicht sein, dass der Staat von mir verlangt mein Kind wissentlich zu einer Arbeitsdrohne, einem willigen Konsumenten erziehen zu lassen. Weil so unerheblich finde ich es nicht, zu DISNEY zu tanzen und SPARKASSEN-Mützen zu tragen. Die Kindergeburtstage finden dann nämlich ganz schnell bei MCDONALDS statt und es gibt Benjamin Blümchen Geburtstagstorten. Es gibt Alternativen. Bestimmt. Wir haben unseren Sohn jetzt in einem Waldkindergarten angemeldet. Da gab es zum Tag der offenen Tür eine Aufführung der Vogelhochzeit mit selbst gebastelten, wunderschönen Kostümen aus Materialien, die die Kinder im Wald gesammelt haben. Danke für den Hinweis! In der Lehrerausbildung läuft offensichtlich vieles prinzipiell falsch. Ich muss kotzen.

    Hab noch was gefunden, genauso zum kotzen: http://www.youtube.com/watch?v=0kuWo02QPHI

  24. 24
    ajo

    Was hätten sie denn spielen sollen? Bob Dylan?

    Dass Bierzelt-Songs bei solchen Veranstaltungen als Kinderlieder eingesetzt werden, finde ich naheliegend und konsequent, da die Genres praktisch deckungsgleich sind. Im Kindergarten wurde an Karneval immer das Lied „Da steht ein Pferd aufm Flur“ gespielt, von dem ich bis heute nicht weiß, ob das an Erwachsene oder Kinder gerichtet ist. Ich fands damals jedenfalls ganz witzig.

    Btw: Wie lange muss man in soziologischen Seminaren rumgesessen haben, um an Manipulation zu denken, wenn Kinder „Auto“ sagen?

  25. 25
    ajo

    Ist man als mündiger Erwachsener nicht verpflichtet seine Kinder vor solcher Beeinflussung zu schützen, das Kind sofort wieder mit nach Hause zu nehmen?

    Nö. Aber es steht jedem Erwachsenen frei, dem Kind das allgegenwärtige Phänomen Werbung zu erklären und den richtigen Umgang damit beizubringen.

  26. 26
    cellizzo

    @ajo: ich glaube nicht, dass man einem 6-jährigen einen gesunden umgang mit werbung beibringen kann. was ich will ist, dass sich werbung raushält aus schulen. aber was tun mit den drei streifen und swoshes auf schuhen? sch**sse. bin ratlos. natürlich hast du recht: man muss den kindern einen vernünftigen umgang beibringen. sollte allerdings auch aufgabe der schule sein. und solche aktionen sabotieren diese aufklärung. aber wie gesagt: es gibt keinen gesunden umgang mit werbung für die kleinsten, ich komme ja schon nicht klar. bin ich von überzeugt.

    „Dass Bierzelt-Songs bei solchen Veranstaltungen als Kinderlieder eingesetzt werden, finde ich naheliegend und konsequent, da die Genres praktisch deckungsgleich sind.“
    das ist nicht dein ernst. da steht ein pferd aufm flur ist bestimmt nicht der einzige song den du kennst. was die instrumentierung an geht, stimme ich dir aber zu. da sind sie deckungsgleich: bierzeltsongs und schlechte kinderlieder.

  27. 27
    A.M.

    Jedem in Deutschland sollte mittlerweile klar sein, dass staatliche Schulen in ihrem jetzigen Zustand jegliche Daseinsberechtigung bei der Erziehung eines Kindes verloren haben. Der Mensch, der eine solche Einrichtung besucht, wächst in einem Konstrukt überholter Konzepte wie „Noten“, „Klassen“ und „Wettbewerb“ heran, das Ergebnis von 12/13 Jahren ist zwangsläufig ein durch und durch bemitleidenswertes Individuum. Wie oben beschrieben gibt es keinen Schutz vor der Kontamination mit den Kernelementen des kapitalistischen Unrechtsstaates, in dem wir leben (müssen).

    Wir versuchen, unseren Nachwuchs von Geburt an nach den Werten der Aufklärung zu erziehen, so erfreut sich das Kleine seit den ersten Tagen an Schönberg/Stockhausen, Karten für Brecht sind ebenfalls schon gekauft.

    Ob überhaupt eine Schule den Ansprüchen unseres Kindes genügen wird, ist noch ungewiss, da sich ja selbst viele Waldorfschulen dem Diktat des Abitur ergeben haben. Wir müssen somit erwägen, unseren Wohnort gezwungermaßen in ein Land zu verlegen, das dem Heimunterricht weniger grundlos feindselig gegenübersteht, zum Wohle unseres Kindes und als Zeichen gegen jene Anstalten, die sich in Deutschland „Schulen“ schimpfen

  28. 28
    RatRex

    nur mal für die die nicht mitlesen:

    Eigentlich alle „Bierzeltsongs“ sind Jahrzente vorher einfache, unberührte, unschuldige Kinderlieder gewesen. Wie „Flieger“, „Rote Pferd“ und VIELE andere!

    Das als erstes.

    Und dann Sachen wie „Meine Kinder gehen jedoch nicht aufs Gymnasium. Wo es nur eine Wahrheit gibt.“ Hirntot?
    Entschuldige. Sonst schiebe ich ja nicht gerne in Schubladen und ich glaube auch nicht das ein Gynmasium das beste für ein Kind sein muss. Aber alternativ auf eine Waldorfschule zu schicken ist echt … nein, nein … sie lernen sich da echt besser kennen. Das stimmt. Nur halt nicht im normalen Leben klar zu kommen. Ohne Scheiß: Ich verdiente teilweise mein Geld damit Walddorfschüler aufs normale leben zu trimmen. Und da geht dann kein anderer Weg als Trimmen mehr – was kein natürlicher weg ist. Weil die in unserer Welt nicht klarkommen. Guck dir doch mal das Didaktische nicht-vorhandene System an und dann IRGEND eine Lern-Lehrn-Psychologische Studie.
    Die Konzeption der Gesamtschule kommt in der Waldorfschule genau so zu tragen. Alle in einer Klasse.
    Die Konzeption mehr Gewicht auf z.B. die Kreativität zu fördern klingt erstmal gut. Aber wenn alle 10×10 rechnen könne, du aber besser malen kannst, hast du es einfach schwer in dieser Welt. Lass dir das von jemanden gesagt sein, der selber nur seine kreative Seite entwickelt hat und niemals das kleine ein-mal-eins gelernt hat.

    @Auto Ich kenne keine Anlauttabelle die nicht als Au Beispiel das Auto hat. Also warum Au nicht mit dem gleichen WortBild lernen was man ein paar Wochen später wieder in der Schule wider sieht?

    Ich könnte jetzt noch einen, über den Spagat ablassen, dass heute „Kinder“ schon AGBs verstehen müssen um im Netz unterwegs zu sein. Früher aber auch mal mit 14 eine Familie zu versorgen hatten. Und vieles mehr …

    1. Ihr unterschätzt die Kinder
    2. hat sich keiner wirklich mit Kognitiven-Prozessen im Kindesalter auseinander gesetzt.

  29. 29
    RatRex

    PS: Damit klinke ich mich leider aus. Aber das hier würde sonst Bücher füllen.

  30. 30

    Gut, dann hast Du ja begriffen, was Dein Job als Patenonkel ab jetzt ist.

  31. 31
    Volker

    Danke RatRex, dem kann ich nur voll und ganz zustimmen.
    Davon mal abgesehen geht mir aber schon wieder das Rumgeleier hier auf den Keks. Der Staat macht dies und der Staat macht jenes, HALLO es gibt bestimmt keine Bundes- oder Landesbehörde die sich Jahr für Jahr hinsetzt und die Feierlichkeiten zur Einschulung einer jeden verdammten Schule plant. Überraschung, dafür sind die Schulen selbst verantwortlich, also verdammt nochmal macht eure Klappe auf wenn euch etwas nicht passt ,dafür sind Elternbeiräte da. Und das Rumgeseier um die Kirchen kann ich auch nicht verstehen, 1. geht nicht hin wenn ihr nicht wollt, ökumenische Gottesdienste sind nunmal Gang und Gebe vor jeder Einschulung und zu anderen speziellen Anlässen. Ich für meinen Teil habe die Zeit immer zum Ausschlafen genutzt. 2. Macht nen Aufstand wenn ihr das Gefühl habt eure Kinder werden zu irgendwelchen religösen Spinnereien gezwungen, und 3. hört endlich auf rumzumosern und engagiert euch, anstatt euch hier gegenseitig in den Arsch zu kriechen.
    Und nein, blödsinnige Protestaktionen wie „Und alle so YEAH“ bewirken rein gar nichts, ausser das ihr euch wieder darauf einen abwedeln könnt wie Toll das Ganze doch war und wie ihr es denen da oben gezeigt habt. Ernst nehmen tut euch dadurch aber ausser euer eigenes Millieu kein Schwein.

  32. 32
    nachfrager

    @Björn

    Ich kenne das Patenamt so, dass der Pate sich vor den Eltern, dem Kind und der Gemeinde bereiterklärt hat, sein Patenkind im christlichen Glauben zu begleiten und zu erziehen.

    Ich vermute, dass das bei Dir ncht anders gewesen ist, und dass das bei Dir erst knapp 6 Jahre her sein dürfte. Darf ich Dich fragen, wie das mit Deiner Empörung über den Einschulungsgottesdienst zusammenpasst?

    Hättest Du nicht konsequenter Weise diese Veranstaltung verlassen müssen?

    Wenn Du Deine Meinung zum christlichen Glauben in den letzten 6 Jahren so grundlegend geändert hast, müsstest Du dann nicht konsequenter Weise Dein Patenamt ablegen und Deinem Patenkind erklären warum?

  33. 33

    nachdem mir da oben oft genug viel zu pauschal und stammtisch-mäßig „argumentiert“ wird, möchte ich gar nicht groß in die diskussion einsteigen. nur soviel: wer die „walddorfschule“ (sic!) als ernsthafte alternative sieht – gerade, wenn die christliche indoktrinierung als ach so schädlich kritisiert wird -, kann sich gar nicht wirklich mit waldorf’schen grundlagen und der steiner-ideologie auseinandergesetzt haben.

    viel spaß im kindgerechten „schonraum“ zur vorbereitung auf unsere welt. atlantis, ahoi!

  34. 34

    @RatRex: Auf jeden, RatRex. Meine Kommilitonen auf der Uni, die von Waldorfschulen kamen, sind alle an den Anforderungen in den ersten Semestern gescheitert. Sie waren unfähig, sich Informationen zu erarbeiten und diese kontextualisiert wiederzugeben. Sehr hilfreich für die Entwicklung. Von dem Steiner-Gequarke mal ganz abgesehen.

    @Arno: Arno, es gibt aber schon noch was anderes als Informatik. Biologie, Geschichte, Chemie, Astronomie, Deutsch, Physik, Fremdsprachen – fühlen Sie sich in allen Fächern fit genug, um dort die Defizite der Waldorfschulen auszugleichen? Dann meine Hochachtung. Ich habe schon Schwierigkeiten, in meinem Fachgebiet kompetent zu sein.

    @nachfrager: Ich habe dem Pfarrer gesagt, daß ich nicht wüßte, ob ich als Atheist für eine Patenschaft geeignet bin. Er war der Ansicht, das mache nichts, die vorrangige Aufgabe des Paten sei nicht die christliche Erziehung des Patenkindes.

    @christoph kratistos: Besser hätte ich die Ersetzung sozialer Interaktion durch Konsumentenbeziehung auch nicht beschreiben können. Sie glauben wohl noch daran, daß Werbung informiert?

  35. 35
    Björn Grau

    Ich halte es in einer Gesellschaft, die demokratisch sein will, für wichtig, dass es Gemeinschaftsorte gibt, die frei sind von jeglicher Religion und jeglichen privatwirtschaftlichen Interessen.
    Schule gehört da insbesondere dazu. Auch weil sich hier nicht nur Kinder sondern eben Erwachsene (Lehrer, Eltern, Großeltern, …) verschiedenster Glaubens- und Interessensrichtungen und im besten Fall verschiedener sozialer Herkunft treffen.
    An solchen Orten hat für mich keine Religion und auch keine Werbung Platz.

    Dabei würde ich sogar zwischen Werbung und Sponsoring unterscheiden. Die Kappen aus meinem Erlebnis oben gab es einfach so, nur um den Namen der Sparkasse ins Spiel zu bringen. Da haben sich die Erzieherinnen (unbedacht wahrscheinlich) ohne schulischen Gegenwert zu PR-Damen machen lassen.
    In der staatlichen Kita bei mir um die Ecke prangt am Turnraum eine Plakette des CDU-Ortsvereins, der dort eine Renovierung bezahlt hat, der Computerraum ist von IBM gesponsert und das wird auch groß an die Tür gemalt. Die Kids können das zwar nicht lesen, die Eltern aber schon. Hier wird immerhin etwas für die Kinder getan für die eigene Werbung. Aber eigentlich ist das Aufgabe des Staates, diesen Gesellschaftsraum von öffentlichem Interesse ideal auszugestalten.

    Und deshalb stimmt auch, was hier schon geschrieben wurde: Einmischen vor Ort, im Elternbeirat beispielsweise muss sein.
    Ich halte entsprechend auch (ohne jetzt auf ideologischen oder pädagogischen Konzepten rumzureiten) nicht viel von der Flucht auf Privatschulen. So sorgen Eltern mit dafür, dass staatliche Schulen nicht ernst genommen werden. Bildungspolitik in unserem Land scheitert an so vielem. Auch an der mangelnden Solidarität und dem (gar nicht unverständlichen) Egoismus der Eltern, das Wohl ihrer Kinder betreffend.

    Aber das ist eine neue Diskussion mit ganz großem Horizont, hier ging es mir um mein Erschrecken um die Dinge, die ich oben beschrieben habe. Mir war das so nicht bewusst und vor einem Vierteljahrhundert war das meine ich auch noch weniger virulent. Und sowas wird, wie von vielen völlig zurecht bemerkt, nur anders, wenn nach dem Erschrecken und Aufregen ein Engagement für eine andere Einschulung (etc.) kommt.

    Zum Amt des Paten:
    Das mag christlich inspiriert sein, aber es ist kein rein religiöses Amt. Da geht es um Mitverantwortung für das Kind und das geht auch ganz agnostisch.
    Insofern werde ich mit creezy mein Amt umso klarer wahrnehmen und versuchen, dem Kind einen kritischen Blick auf die Dinge mit seinen Eltern zusammen beizubringen und ganz sicher nicht das Amt aufgeben.

  36. 36
    Bob

    Wir hatten in der Grundschule einen Lehrer für Religion und Musik. Das Programm war Bibelinhalt = historische Fakten und Musik war singen von Kirchenliedern. Im Prinzip Kindergottesdienst.

    In der Rückbetrachtung skandalös. Aber eigentlich wars egal. Ich bin trotzdem nicht religiös und stehe der Kirche kritisch gegenüber.
    Die Kinder die was in der Birne haben lassen sich davon langfristig nich beeinflussen und die anderen sind eh anfällig für Manipulation.

  37. 37

    Björn Grau:

    „Dabei würde ich sogar zwischen Werbung und Sponsoring unterscheiden.“

    Deine Sicht der Dinge habe sogar ich verstanden.

    Bin nicht gram über die Tatsache, nicht Zeugungswillig zu sein.
    Insbesondere dann, wenn ich (m. E.) verklärte Ansichten lese,

    @PiPi

  38. 38
    Koz

    Oh mann, oh mann…

    Das in unserem Bildungssysten so einiges im argen liegt durfte ich vor nicht allzu langer Zeit noch am eigenem Leibe erfahren (Jahrgang 83).
    Das einzige was diesen maroden Laden noch zusammenhält sind wohl die wenigen Lehrer und Rektoren die sich bewusst über die „Policies“ hinwegsetzen – ist jedenfalls meine Erfahrung. Im Jahrgang nach mir z.B. ist der Gemeinschaftskundeunterricht ersatzlos gestrichen worden – naja man konnte dann das Wahpflichtfach Wirtschaftswissenschaften dafür belegen…Einige engagierte Lehrer haben dann auf quasi ehrenamtlicher Basis einen Nachmittagskurs „Politische Grundlagen“ zusammengezimmert, welcher (obwohl so nicht vorgesehen) auch benotet wurde und über ein paar Tricks mit in die Wertung fürs Abi einfließen konnte.
    Aus meinem Jahrgang sind auch einige Leute in Lehramts-Studiengängen gelandet (Meistens die von denen man es wohl nicht erwartet hätte ;))
    – Was ich da so mitbekommen habe, hat es mir eiskalt den Rücken runter laufen lassen…So Aktionen wie:
    „Sucht euch das Alphamännchen in der Klasse raus und versucht es auf eure Seite zu ziehen – der Rest folgt dann automatisch.“
    Und das ist noch eine der harmloseren Geschichten, soll mal einer sagen die Kids würden nicht bewusst manipuliert (auch wenn es den Lehramtsstudi nicht bewusst ist – der will ja nur eine gute Note).
    Und für alle die mit dem Gedanken spielen in diese Richtung zu studieren, seit euch darüber klar dass ihr bei verbeamtung einen Großteil eurer Bürgerrechte abgeben müsst (Demonstrations und Streikrecht z.B.)
    Zur Sparkasse:
    Wir haben ja in Hessen geschafft uns die elenden Studiengebühren wieder vom Hals zu schaffen – Argument der damaligen CDU-Regierung (Koch) war ja dass jeder der sich die Gebühren nicht leisten könne sich doch einen tollen Kredit organisieren kann. Just nach dieser Ankündigung bekamen alle ein Schreiben von der Uni-Leitung mit etwa diesem Inhalt:
    „Da es ja super unpraktisch ist dass sie ein Semesterticket, eine Kopierkarte und eine Mensakarte mitschleppen müssen haben wir uns was tolles überlegt: Eine RFID(sic!) Karte(mit Lichtbild) die alle diese tollen Funktionen vereint! Beantragen sie diese Karte schnellstmöglich, weil wir für nächstes Semester keine Semestertickets mehr ausstellen!“
    Und da wir alle auf das Ticket angewiesen sind haben wir zähneknirschen den Funkbastard beantragt. Als ich das Ding dann in den Händen hab, dreh ich es um, und mich kuckt ein tolles Sparkassenlogo an….Mit link zum Studentenkredit natürlich.
    Übrigens hat sich hinterher rausgestellt dass die Uni in Sachen Semesterticket garnix zu melden hat – Der Vertrag läuft nämlich zwischen den Asten un dem Verkehrsbetrieb, nicht mit der Uni-Leitung.

  39. 39
    Katze mit Hut

    @Björn: Schön, dass Du das mit dem Patenamt so siehst. Aber du kannst ja offenbar gleichzeitig Atheist sein und Kirchensteuer zahlen. Ich jedenfalls habe lange gebraucht, um meiner Familie zu erklären, warum ich nicht Pate meines kleinen Neffen werden kann – weil ich nämlich vorhabe, sobald ich wieder nach Deutschland zurückkehre, aus der Kirche auszutreten, und damit erlischt automatisch auch das offizielle Patenamt. Jetzt wird es wohl darauf hinauslaufen, dass ich „Taufzeuge“ werde. Ist mir auch lieber so, denn im Patenbrief stünde offiziell, dass ich für die christliche Erziehung des Kindes zu bürgen habe, und dazu bin ich definitiv nicht geeignet.

  40. 40

    @Katze mit Hut: Ich bin aus der Kirche ausgetreten, habe ein katholisches, ein protestantisches und ein ungetauftes Patenkind, habe aber noch nie irgendeinen Brief für dieses Amt unterschrieben. Das ist für die beteiligten Eltern und Pfarrer auch kein Thema.

  41. 41
    Katze mit Hut

    @Björn: Den Patenbrief unterschreibt man ja auch nicht; den kriegt man bei der Taufe ausgehändigt (ist allerdings regional verschieden, gibt auch Kirchen, die das generell nicht machen). Aber wenn Dein eines Patenkind sogar ungetauft ist, habt ihr anscheinend einen sehr progressiven Pfarrer ;)

  42. 42
    ToTolo

    Freiheit für Polanski! Boykott gegen die Schweiz!

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