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„Wir sind hier in Deutschland“

Ich hatte bisher nur davon gelesen, aber als Video wird das Ganze ja noch viel OMGiger …

Man muss sich jetzt nur mal ganz kurz vorstellen, was uns für eine grandiose Zeit beschert worden wäre, wenn Sarah Palin Außenminsterin der USA geworden wäre!

150 Kommentare

  1. 01

    Ich glaube das nicht. Bitte.
    Das kann nicht sein ernst sein?

  2. 02

    FInd ich richtig. Immerhin sind die bei ihm zu Gast und es ist ja wohl üblich, dass der Gastgeber ansagt wie sich zu benehmen ist. Wo kommen wir denn hin wenn sich bei uns zuhause jeder benehmen kann wie er lustig ist. Immer diese liberalen weichspüler Vorstellungen von Gastfreundschaft „¦

  3. 03

    Finde ich auch in Ordnung. Hätte ein Franzose/Italiener/Spanier/Engländer nicht anders gemacht. Warm nicht auch wir? So wenig wie ich ihn mag, diese Haltung nehme ich ihm nicht übel.

  4. 04
    fahrgast

    @ Stadtschreier: Zu behaupten, „ein Franzose/Italiener/Spanier/Engländer“ hätte sich nicht anders verhalten, unterstellt diesen Nationen – gerade bei den gewiß fremdsprachenfaulen und sprachstolzen aber eben auch auf Form bedachten Franzosen und den die bella figura schätzenden Italienern völlig unberechtigt und unrealistisch – genau so wenig Takt und dafür genaus so viel Unhöflichkeit und Rüpelhaftigkeit wie der unbeherrschte und erstaunlich unsouveräne Westerwelle zu haben. Es geht hier nicht um Deutsch oder Englisch (Englisch ist im übrigen Weltsprache – der Reporter hat ja nicht Tschetschenisch gesprochen.), sondern um einfachstes Benehmen.

    Westerwelle begibt sich damit in die Gesellschaft von solchen Spitzenpolitikern wie den Kaczynskis. Als Außenminister furchtbar blamabel.

    Aber wahrscheinlich bleibt vor lauter Leistungsträgerschaft keine Zeit, die wichtigste Verkehrssprache der Welt zu lernen.

  5. 05

    Nur um das mal klar zu stellen, das war gerade Ironie. Ist ja nicht mal so, dass er nicht grundsätzlich darum bitten dürfte, dass auf einer deutschen Pressekonferenz deutsch gesprochen wird, aber der Ton macht nun mal die Musik. Wenn der sich immer so diplomatisch geschickt anstellt, na dann viel Spaß.

  6. 06
    mickey

    ne sorry, aber das finde ich auch ok. dann hätte der typ das mit dem übersetzen vorher regeln müssen. ich bin wirkich kein schwesterwelle fan, aber ein mr. brown oder was weiß ich wer wird auch nicht auf deutsch anworten wenn er gefragt wird.

  7. 07

    Na, wie gut dass wir hier auf der Insel in Frankreich sind (Sein Deutsch ist glaube ich etwas schwaecher).

  8. 08
    Martin

    Find auch ok, aber kann man etwas charmanter ansagen, bzw. eher beiläufig und nicht gleich zu einer Grundsatzdebatte aufblasen.

  9. 09

    Auweia. Der nimmt ja gerade auch wirklich jede Vase mit.

  10. 10

    Finde ich für die BBC total peinlich. Was bilden die sich ein, einen Journalisten auf die Pressekonferenz zu schicken, der die Landessprache nicht beherrscht?

    (Und ja, es ist mir unangenehm, Westerwelle zu verteidigen.)

  11. 11
    *ch*

    GW ist halt kein „native speaker“….
    http://tinyurl.com/94fluh

    Diplomatie erlernt er trotzdem nicht mehr – und genau deshalb ist er eine Fehlbesetzung.

  12. 12

    imho völlig in ordnung, um eine frage auf deutsch zu bitten.
    aber die umständliche und völlig unsouveräne begründung von westerwelle sind mehr als nur peinlich und disqualifizieren ihn absolut für das amt eines außenministers.
    wenn ihn sowas schon dermaßen aus dem konzept bringt?!

  13. 13
    leo

    Hätte er den letzten Satz mit dem „Tee und nur Englisch sprechen“ weggelassen, wäre alles ok. So hat er den Auftritt aber wirklich selbst peinlich gemacht…

  14. 14
    Name (muss sein)

    Das war nicht souverän sondern zickig. Die Maske bröckelt. ^^

  15. 15
    kceid

    Sarah Palin hätte immerhin englisch gekonnt ;)

  16. 16

    @fahrgast: Wieso ist es denn rüpelhaft und unsouverän, wenn man verlangt, in seiner Landessprache ein Interview führen zu dürfen. Vor allem im eigenen Land. Englisch mag Weltsprache sein, deswegen ist Deutsch aber nicht gleich keine. Deutsch gehört nämlich auch zu den Weltsprachen, also finde ich, ist das kein fundiertes Argument. Und man kann ja wohl verlangen, dass ein Journalist einen in der Landessprache befragt. Oder hast du schon mal einen deutschen Reporter gesehen, der Mr. Brown/Sarkozy auf deutsch interviewen wollte und das solche Wellen schlug?

  17. 17
    jons

    Der Mann von der BBC bietet ihm doch sogar an, die auf Englisch gestellte Frage auf Deutsch zu beantworten. Da wäre doch niemandem ein Zacken aus der Krone gebrochen. Und so dermaßen hoch kompliziert war die Frage auch nicht, als dass man sie nicht verstehen würde, wäre sie auf Englisch gestellt worden (selbst bei Hr. Westerwelles sehr…ausbaubedürftigen Englischkenntnissen).

  18. 18
    Kevin

    ist es nicht gerade eher so ein lustigmachen in der dt. blogossphere über die eher mittelmäßigen englischkenntnisse westerwelles als eine ernsthafte debatte darüber, ob ein reporter in deutschland auf deutsch oder englisch fragen stellen soll? westerwelle war da nicht souverän, hat sich nicht geschickt rauswinden können. es geht also um ihn und seine persönlichkeit, nicht um irgendwelche sprachen.
    und aus dieser perspektive finde ich, dass es durchaus ok ist zu sagen, dass man lieber deutsch spricht. denn erstens gibt der interviewte die regeln vor und zweitens ist es deshalb vollkommen in ordnung, in seiner muttersprache zu reden wenn man sich ansonsten vielleicht blamieren würde!

  19. 19
    Martin

    @jons: Aber die Frage kannte er ja zuvor nicht.

    Aber Westerwelle ist imer etwas zu schnell pikiert und empört. Das kann heiter werden. Wenn die Saudis einen blöden Spruch machen über Homosexuelle, dann gibts was auf die Ohren.

  20. 20

    Hätte er gesagt: „žUm Missverstöndnisse zu vermeiden, bitte ich sie, die Frage auf deutsch zu stellen,“ währe alles bestens gewesen. Seine Begründung war einfach peinlich.

  21. 21
    jim

    Guido verwechselt wohl 15 mit 50. Erste Anzeichen von Größenwahn sag ich mal.

  22. 22
    peter h aus b

    Ich freue mich schon auf seine Antrittsbesuche..
    Aber wetten: der klemmt ab und sucht sich ein anderes Ministerium, das er quälen kann.

  23. 23

    Was bilden sich diese US-Amerikaner („Weltsprachler“, Deutsch ist aber nun mal die meistgesprochene Sprache in der EU!) eigentlich immer ein? Obama hätt der deutschen Presse auch was gehustet, wenn sie darauf bestanden hätte, auf Deutsch zu fragen.

    Wer sich hier lächerlich gemacht hat? Sicher nicht Herr Westerwelle!

  24. 24

    @kceid: Nö, nicht wirklich. Sie glaubt es nur.

  25. 25
    no*dice

    Kann schon verstehen warum er sich geweigert hat:

    http://www.youtube.com/watch?v=lLYGPWQ0VjY&feature=player_embedded

    gg

  26. 26

    @der tux mal wieder.: Deutsch mag zwar die meistgesprochene Muttersprache der EU sein, insgesamt liegt aber Englisch vorne
    Dass Westerwelle die Frage ncht auf Englisch beantworten wollte, finde ich legitim, sein Verhalten, insbesondere der Nachsatz mit dem Tee, war aber für einen Spitzenpolitiker mit ernsthaften Ambitionen auf das Amt des Außenministers und Vizekanzlers einfach nur albern, unsouverän und tollpatschig

  27. 27
    Tharben

    Ein echter Leistungsträger, hier wo Detuschland ist.

    How up do high knee!

    Lesenswerter Artikel zu Schwersterwelle und den Mundwinkeln des Todes:
    http://www.spiegelfechter.com/wordpress/917/konigin-fur-eine-nacht#comments

  28. 28

    Ich glaub der ist gar kein echter Politiker – ich glaub der tut nur so ;-)

  29. 29
    oh_no_bumblebee

    Die grundsätzliche Frage ob auf Pressekonferenzen nur die Landessprache gesprochen werden sollte, ist doch müßig, sicherlich war es nicht notwendig eine Antwort auf Englisch zu verlangen. Was aber an dieser Situation beklemmend bleibt ist doch vielmehr, dass Westerwelle (und mal nebenbei @mickey : blödsinnig „witzige“ Anspielungen auf seine Homosexualität wie „Schwesterwelle“, sind völlig daneben) in diesem Fall mit unfassbar wenig Feingefühl und Lässigkeit in einer ihm offenbar sehr unangenehmen Situation agiert hat. Dieser Mangel an Selbstbewusstsein und Geschick kann nicht weniger als katastrophal in der internationalen Diplomatie sein.

  30. 30
    Ivor Bigbotty

    OMG,
    wenn er kein Englisch kann soll ers einfach gleich zugeben, wer das bis jetzt noch nicht weiß, der wird es sowieso bald rausfinden.
    Dass Deutschland, deutsch sprechen blabla mag ja ok sein, aber man merkt, dass er das nur als Ausrede vorschiebt.

  31. 31

    jeder unbezahlte praktikant in irgendeiner mit kommunikation beschaeftigten branche muss fliessend englisch beherrschen um kaffee kochen zu duerfen aber ein moeglicher aussenminister kommt selbst mit blassem deutsch in diese position? – sehr bedenklich – ich freue mich schon auf die zeit in der koennen wichtiger ist als showtalent

  32. 32
    Blixten

    „How will the rest of the world see German foreign policy changing with you at the helm?“

    Einen Teil der Antwort hat Westerwelle mit seinem Verhalten ja schon gegeben, weniger oberlehrerhaft wird es jedenfalls nicht.

    Als erster Eindruck fuer ein Land, dass international sichtbarer werden møchte (Sitz Sicherheitsrat und so) ein denkbar schlechter Start des potentiellen Aussenministers.

    Nur mal als Vergleich, waren dieses Jahr z.B. Schæuble und Fischer beide bei BBC Hardtalk zu Gast, immerhin ein weltweit ausgestrahltes (wirklich gutes) Program in Weltsprache.

  33. 33

    Oh Gott. Hätte er bloß auf Englich geantwortet, dann hätte das Ganze nicht so peinlich geklungen.

  34. 34
    Holger Dölle

    Super!!! Damit das nur gleich klar ist … wir können, aber müssen uns nicht treffen – hofentlich NIE!

    FriGUIDO FriGUIDO, das kann ja noch was werden!

  35. 35

    Um das Video besser zu verstehen, sollte man sich dieses Video ebenfalls anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=lLYGPWQ0VjY


    http://twitter.com/stelten
    http://www.gedankensolo.de

  36. 36

    Im Moment beschäftigen sich viele mit oberflächlichen Annahmen seiner Inkompetenz. Jeder Mensch wächst in neue Positionen. Und ich hoffe doch sehr, dass er einen Berater hat, der ihn schon bei einem Sprachkurs angemeldet hat. Ausserdem sorgt Westerwelle für ein deutsches Doppelpack gegenüber Amerika – wir haben eine Frau als Kanzlerin und einen homosexuellen Aussenminister. Wie geil ist das denn bitte schön!

    Wir sollten nicht so schnell urteilen. Auch wenn´s schwer fällt.

  37. 37

    and theng you for trawellling wiv deutsche bahn

  38. 38
    Dieter

    Man muss schon feststellen dass Westerwelle hier keineswegs staatsmännisch reagiert hat. Vielleicht stolperte er einfach über die Dreistigkeit des Reporters, die Frage doch explizit auf Englisch zu beantworten. Das ist eine so klare Anspielung an sein bekanntermaßen schlechtes Englisch, ein wohl billiger Versuch einen Soundbyte zu erhaschen. Die Frage an sich ist ja so breit gefasst, es ist keine inhaltliche Frage, sondern nur Mittel zum Zweck ihn zu blamieren.

    Also Guido, mehr Souveränität, oder mehr Sprachstunden bitte!

  39. 39
    fruddi

    Pardon, aber was der Reporter mit seiner schon tausendfach gestellten Frage erreichen wollte, war doch ganz offensichtlich darauf ausgerichtet die Englischkenntnise des neuen Außenminister in spe bloßzustellen und eine Schlagzeile zu provozieren.
    Das hat nichts mit Journalismus zu tun und gehört auch genau so abgekanzelt wie Westerwelle es getan.

    Anstatt sich als schlechter Verlierer zu outen, könnte man auch mal feststellen dass es ein klares Zeichen für Freiheit und Selbstbestimmt ist wenn Deutschland einen homosexuellen Außenminister haben wird (In einer größtenteils konservativen Regierung)

    Trotzig wie ein Kind wird hier stattdesse auf mangelden Englischkenntnisse und etwas zickigen Repliken herumgeritten. Das lässt den Schluss zu das in diesem Blog einfach nur bedient was der Leser hören will oder ihr zu keiner ausgewogene Betrachtung in der Lage seid.

  40. 40
  41. 41
    Mister t

    Ah ja, man schießt sich langsam ein. Wie wär’s mit dem Maulzerreißen einfach noch mal zu warten, bis etwas wirklich peinliches passiert ist. Oder haben die Spreeblicker Angst, dass Westerwelle am Ende zu nichts wirklich dämlichen fähig ist? Schröder hat in einer ählichen Situation übrigens einen ausländischen Journalisten noch viel übler abgebügelt. Dagegen war das hier noch sehr charmant.

    Was man gut sehen kann, ist die Humorlosigkeit von Spaßpartei-Guido. Um die zu zeigen gibt es aber auch bessere Beispiele.

    Ich bin zwar in erster Linie wählen gegangen, um schwarzgelb zu verhindern, aber bei der gegenwärtige Rufmordkampagne gegen Westerwelle frage ich mich bereits, ob ich mich da der einfallsloseren Seite angeschlossen habe.

  42. 42
    steini

    so ein opfer! aber, man muss ja alles positiv sehen, daher freu ich mich auf die nächste jahre, wird bestimmt lustig…

  43. 43
    Dieter

    @fruddi: Ja! Danke.

  44. 44
    Martin

    Ich finde es auch großartig, dass wir einen homosexuellen Außenminister haben. Aber irgendwie auch brisant. Und dann auch noch so leicht reizbar. Ich glaube das wird sehr unterhaltsam.

  45. 45
    no*dice

    @Stefan:

    hab ich 10posts vor dir gepostet. Opfer der twitterei? Mal mehr als 3 Kommentare in Reihe lesen? Gäääht nicht mehr :D

  46. 46

    Ich finde Westerwelle sehr souverän, weil er sich etwas traut, was sich die meisten nicht trauen. Er steht dazu, dass er ein deutscher Politiker in Deutschland auf einer deutschen Pressekonferenz ist und hier in Deutschland wird meistens Deutsch gesprochen. An alle FDP-Wähler: Gut gemacht, das wird eine schöne (und amüsante) Amtszeit!

  47. 47
    steini

    @ frederik
    da hast du natürlich recht, wir sollten jetzt zusammen halten, und wenn es geht natürlich gleich mal die ganzen türken und so denen ihr hartz4 streichen. voll der tolle nazi der onkel guido. super!

  48. 48
    Thomas (Cuxhaven)

    Also eines ist schonmal sicher: Die Kabarettisten werden genug Stoff haben :D

  49. 49
    Name (muss sein)

    @Mister t: Ach komm, der war doch schon öfter mal so zickig. Die haben jetzt wieder was zu schreiben drüber. So läuft das eben. Rufmord? Ein bischen übertrieben, wa?

    Gerade du als Mister t solltest sagen: „I pity the fool!“ ;)

  50. 50

    Das ist ja deshalb so OMG, weil jeder kilometerweit gegen den Wind sieht, dass Westerwelle nicht auf Englisch kommunizieren kann und dann mit dieser Ausrede daher kommt und uns gleich mehrfach versichert, er kann sehr wohl, will aber einfach nicht.

    Andererseits funktioniert dieser Clip ja nur dann wirklich in der Kategorie „persönlich peinlich“ gut, wenn man das hier durchgeisterte Englisch-Chaos-Video von GW schon kennt. Sonst kommts halt eher großkotzig rüber.

    Ich gehe mit Manuel (33) konform. Das ganze wäre höchst professionell gewesen, hätte er auf englisch ersucht, die Frage auf Deutsch zu stellen.

    Ob GW wohl noch immer Außenminister werden möchte? ;-)

  51. 51
    Haha

    Ich freue mich schon, wenn Westerwelle in der Mongolei mongolisch sprechen darf.

  52. 52
    md

    ich persönlich bin ja nicht an schwarz/gelb schuld, aber er ist demokratisch gewählt worden, damit müssen sich alle abfinden – ich finds im prinzip ok, mei er war halt net staatsmännisch, aber das muss der gute guido ja auch noch erst lernen, darf doch jetzt erst ran!
    man denke nur an merkel zu beginn ihres glorreichen aufstiegs in die herzen aller nationen, dafür war holprig kein ausdruck

    bin sowieso dafür, dass westerwelle superminister für wirtschaft / finanzen wird…wenn ich das richtig sehe, haben ihn die leute genau für diese kernkompetenzen in die regierung geholt.

    nur wer wird dann aussen? seehofer? :)))

  53. 53
    md

    (doppelt gepostet…)

  54. 54

    @Stadtschreier: Vielleicht auf dem Globus von Castrop-Rauxel.

    Ich schäme mich für das herablassende Verhalten Westerwelles und der Kommentatoren hier. Ich lebe in UK und finde es immer wieder faszinierend, wie höflich und galant man hier meine Schwierigkeiten mit der Landessprache umschifft. Abgesehen davon – hier interessiert die Angelegenheit keinen Menschen, wenn selbst die Wahl von „Angela Thatcher“ es nur auf hintere Seiten schafft. Dafür offenbar umso mehr die deutschdeutschdeutsch-Fraktion mit ihrem bizarren Minderwertigskomplex. Auch schön, daß ich erstmalig anonym für einen Youtube-Kommentar beschimpft wurde. Das ist mir nicht mal in Diskussionen mit Hardcore-Islamisten passiert

  55. 55
    Blixten

    Eine Anmerkung noch zum Thema „in anderen Lændern wære das auch nicht anders“.

    Gerade im Moment stimmt das wahrscheinlich so wenig, wie kaum je zuvor: Fliessend englisch sprechen neben Amerikanern und Briten auch die Aussenminister von Russland, China (lebte in UK/USA), Polen (emigrierte zeitweilig nach Grossbrittanien) oder Frankreich, also sæmtliche stændigen Vertreter im Sicherheitsrat sowie Deutschlands wichtigste Nachbarn.

  56. 56
    johanna

    http://www.youtube.com/watch?v=lLYGPWQ0VjY

    das ist wahrscheinlich der grund für seine verweigerung :)

  57. 57

    @steini: Immer langsam mit den unwissenden Pferden! Was hat das mit Nazis und / oder Türken zu tun? Der gute Guido verhält sich völlig korrekt. Es spielt zum Glück keine Rolle, ob er Englisch sprechen kann oder nicht.

    @Meckerecke: Ich bin mir ziemlich sicher, dass 80% der Meckerziegen hier auch nicht korrekt Englisch sprechen kann. Ja, DU bist gemeint.

  58. 58
    Die Japaner

    Ich habe zwar die Piraten gewählt, muss aber diesem Mann zustimmen: auf einer Pressekonferenz in Deutschland muss sich der Journalist entweder auf Deutsch verständigen oder einen Dolmetscher zur Hilfe holen. Wenn der Westerwelle weiß, dass sein Englisch nicht gut ist und er sich nicht blamieren will, hat er ein Recht dazu, die Frage auf Deutsch zu fordern. Allerdings könnte er das auch etwas taktvoller äußern.

    Ich gehe auch nicht nach UK und erwarte, dass die Menschen dorf meine Sprache verstehen, sondern versuche es zuerst in ihrer eigenen! Das ist doch fast ein Zeichen vom guten Ton in meinen Augen!

  59. 59
    rantanplan

    Es gibt soviel worueber man sich bei der FDP und Westerwelle inhaltlich aufregen koennte und hier wird sich ueber diesen Unsinn lustig gemacht.
    Versucht doch bitte das Spreeblick Niveau wieder ein klein wenig anzuheben.

  60. 60

    Vollkommen korrekt von Herrn Westerwelle. Man stelle sich mal einen deutschen Journalisten vor, der in England seine Fragen in deutscher Sprache vorträgt. Dieser würde wohl nicht mal eine Antwort erhalten bzw. als unhöflich bezeichnet werden.

    Ein Unverschämtheit finde ich das in der englischen Presse dieser Vorfall als „neuer teutonische Stolz“ interpretiert wird. Ein Hoch auf die ewig Gestrigen !

  61. 61
    Martin

    Westerwelle ist noch nicht mal im Amt und hat schon die erste diplomatische Krise ausgelöst. Das werden 4 wilde Jahre.

  62. 62

    …. und das auf den Tag elf Jahre, nachdem Joschka Fischer auf der ersten PK nach dem Wahlsieg von Rot-Grün die Frage nach seinen Englischkenntnissen mit einer launigen Replik auf Englisch (inkl. Vokabelnachfrage bei den Umstehenden) beantwortete. Das waren noch Spaßparteien!

  63. 63
    fahrgast

    @ Stadtschreier (16)

    Deutsch ist mit 100 Mio Sprechern in drei Ländern keine Weltsprache, das ist einfach Humbug und Realitätsverweigerung.

    Der Kritikpunkt ist aber nicht, daß Westerwelle nicht auf Englisch antwortet (sein Englisch auf der Pressekonferen, da muß ich die Schärfe meines obigen Kommentars relativieren, ist für jemanden, der ab und zu Englisch sprechen sollte, ganz passabel), sondern die arrogante, eines Repräsentanten seines Landes völlig unwürdige Art, in der er die Antwort verweigert. Der Ton macht die Musik – gerade auf diplomatischem Parkett!

    @ Die Japaner (57)

    Ja, im UK. Deutschland ist nicht das UK und Deutsch nicht Englisch. Versuchst Du es auch in Polen zuerst auf Polnisch, in Litauen auf Litauisch und in Korea zuerst auf Koreanisch? In Wales auf Walisisch? Ich nehme da eigentlich immer Englisch, aus bekannten Gründen. Daß ein britischer Politiker so flapsig reagiert, wenn eine Frage auf Deutsch gestellt wird, wird nicht passieren. Tony Blair hat übrigens routinemäßig französische Fragen akzeptiert und fließend auf Französisch beantwortet.

  64. 64
    fahrgast

    @ Heiko (59):

    Das wird durchs Wiederholen nicht richtiger. Eher würde ein gebildeter Brite vor Peinlichkeit umfallen, als einen Gast derart zurechtzuweisen.

  65. 65
    Der Friedrich

    Westerwelle go home! Entschuldigung, Westerwelle mach den kopp zu!

  66. 66
    ganzunten

    Es geht doch nicht darum, ob Deutsch eine Weltsprache ist oder nicht. Solch eine Pressekonferenz nach einer Wahl richtet sich an die Wähler und zumindest meine Oma versteht kein Englisch hat aber doch ein Recht, zu wissen was Westerwelle so vor hat.

    Das Video zeigt vor allem: Spontanität kann man nicht lernen.

  67. 67

    @Heiko: Ach so? Komisch, weder bei Guardian noch BBC war davon was zu entdecken. Selbst nicht in den Freesheets heute morgen in der U-Bahn. Welche interessante Quelle hast Du denn in der Hinterhand?

  68. 68
  69. 69

    @fahrgast: Schon mal einen gebildeten Briten auf Deutsch angesprochen oder es in Paris mit Englisch versucht?;)

    Ich nenne diesen Auftritt schlichtweg suboptimal. Vielleicht hat er ja an die zusehende Unterschicht gedacht, die sich auch informieren will. Kann ja sein, daß gerade bei Barbara Salesch Werbepause war.

    Versteht denn jeder Hauptschüler und jeder 70jährige Englisch? Ich bin grad nicht auf dem neuesten Stand.

    Also wenn es Bildungsarmut bei uns gibt und wenn wir in einer überalternden Gesellschaft leben, war das vielleicht doch nicht so suboptimal. Meine Großeltern und Eltern sprechen und verstehen jedenfalls kaum Englisch.

  70. 70
    Klii

    Also wenn wir einen steinewerfenden Taxifahrer als Aussenminister überlebt haben, dann werden wir einen schwulen Juristen, der nur mässig englisch spricht auch überleben.

    Und inhaltlich hatte er mit seiner Kritik an dem Journalisten natürlich recht!

  71. 71

    Wo ist denn jetzt schon wieder das Problem!?!?!? Die Pressekonferenz wurde auf deutsch gehalten und es waren keine Dolmetscher fürs TV oder die anwesenden da… Man kann sich aber auch wirklich kleinkariert benehmen!

  72. 72
    Klii

    @fahrgast: Deutsch ist zwar keine „Weltsprache“, aber immerhin ist sie die meistgesprochenste Sprache innerhalb der EU. Nur mal so am Rande …

  73. 73

    Fruddi for Außenminister. Und alle so: Yeaahhh

  74. 74

    Ach, Leute. Also erstmal ist Deutsch nicht die meistgesprochene Sprache innerhalb der EU, sondern die meistgesprochene Muttersprache. Viel mehr Leute in der EU sprechen Englisch.

    2. lernt man inDeutschland in der Schule meist ab der 5. Klasse spätestens ab der 7. Klasse Englisch. Mittlerweile sogar schon in der Grundschule. Und im Studium sind ein überwiegender Teil der wissenschaftlichen Arbeiten auch auf Englisch.

    Das alles ist womöglich keine Qualifikation für ein Außenministeramt, aber von meiner Regierung erwarte ich zumindest, dass sie mit gut gebildeten Menschen besetzt ist. Und dazu gehört neben wissenschaftlichem Arbeiten, logischem Denken, Lesen, Rechnen, Schreiben nun mal auch Englisch.

    Ein Wirtschaftsminister der nicht rechnen kann, wäre ja auch übel.

    Abgesehen davon – wieso ist her das Thema „schwul“ ufgetaucht? Das hat nun wirklich mit alledem nichts zu tun. „Schwul“ ist eine sexuelle Ausrichtung und kein Prädikat.

  75. 75

    Ich schäme mich so. Und dabei kann ich nicht mal was dafür.

  76. 76
    Klii

    @Manuel: Bollocks – wie der Engländer sagen würde.
    Wichtig ist, dass er deutsche Interessen adäquat auf internationalem Parkett vertritt. Das ist sein Job als Aussenminister. Und nicht, dass er sich auf Englisch, Spanisch oder Chinesisch mit dahergelaufenen Journalisten unterhält.

    Hier wird wieder aus einer Maus ein Elefant gemacht. Ich glaub Adenauer, Brandt, Kohl und Schröder waren des englisch auch nicht mächtig und haben es dennoch hinbekommen das Land einigermassen zu regieren … meine Güte.

  77. 77
    fahrgast

    @ Kliii (70):

    Das ist richtig – ich bezog mich aber auf einen Kommentar, der behauptete, Deutsch sei eine Weltsprache.

    Daß die Rolle des Deutschen in der EU der Anzahl seiner muttersprachlichen Sprecher nicht angemessen ist, stimmt in der Tat. Braucht man sich aber auch nicht zu wundern, wenn man immer fröhlich bei den Goethe-Instituten und den germanistischen Instituten kürzt.

    Das ist aber ’n völlig anderes Thema und schmälert WWs faux pas kein bißchen. Selbst wenn das UK nicht in der EU wäre, wäre es eine Selbstverständlichkeit, auf einer Pressekonferenz (die sich @ ganzunten (64) vor allem an die anwesenden Journalisten, nicht an die Leser/Zuschauer der Beiträge, in die Erkenntnisse aus der Pressekonferenz eingearbeitet werden, wendet) englischsprachige Fragen entgegenzunehmen. Die affige Kleingeistigkeit hat eben auch ein besonderes Geschmäckle, weil es sich um den angehenden Chefdiplomaten handelt.

  78. 78

    @Klii: Wenn Dir „einigermaßen“ reicht.

  79. 79

    OMGWTFBBQ

    Ich bin froh, ja, sehr froh, nicht mehr in Deutschland zu sein.

  80. 80
    vib

    Ich hoffe mal, Genscher erklärt ihm noch einige Dinge, bevor auf außenpolitischem Terrain von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen hüpft.

  81. 81
    Der Friedrich

    @vib Ohne Blankoscheckhefte wird es für WWelle verdammt eng. Deutsche Schuldscheine sind nicht so angesagt momentan!

  82. 82
    lotte

    we can put on the lederhosen after the press conference and we could meet for a beer at the hofbräuhaus, that would be fabulous. my english can make me nobody after.

  83. 83

    Die Videos bestärken mich mal wieder in meinem unbändigen Drang, vor lachen los brüllen zu müssen, wenn Hr. Westerwelle irgendwo seine „žMeinung“ verkündet. O.K. ich bin mir dem Ernst der Lage durchaus bewußt, dass er nun in der Bundesregierung mitmachen darf, aber ich kann so etwas beim besten Willen nicht ernst nehmen. Ich arbeite momentan bei einem Pflegedienst, dort ist es vorschrift kontinuierlich an Fortbildungen teilzunehmen, um gewisse Qualitätsstandards der Arbeit sicher zu stellen. In der Politik scheint es solche Mechanismen leider nicht zu geben, einmal dabei = Narrenfreiheit und selbst die auf unterstem Niveau“¦

  84. 84

    Na das fängt ja gut an… der Hat wohl nicht gecheckt, dass eine Bundestagswahl und die entsprechende Berichterstattung durchaus auch international interessant ist? *tztz*

  85. 85
    torstenb

    Ihr glaubt doch wohl nicht dass jemand aus dem Ausland eine Frage eines deutschen Journalisten auf deutsch beantworten würde? Glaubt ihr ein Herr Obama, Sarkozy etc. spricht deutsch?

  86. 86

    Meine Fresse, so langsam hat das Niveau der Diskussionen in den Kommentaren hier Youtube-Niveau.

  87. 87
    Frank

    So wünsch ich mir das öfters.

    Ich stimme den Vor-Kommentatoren zu, in anderen Ländern dürften wir auch keine Fragen auf Deutsch stellen. Ich kenne viele, die kein Englisch können und die sich jedesmal ärgern, wenn sie nichts verstehen.

    Viele glauben, für Deutschland müssten immer andere Richtlinien gelten, warum blos, wo ist unser Nationalstolz geblieben?

    Oder sprecht Ihr im Urlaub auch alle auf Deutsch an. Ich habe gelernt, dass man aus Respekt zumindest ein paar Wörter der Gastsprache lernt. Von einem Journalisten kann man das also auf jeden Fall erwarten.

  88. 88
    shomo

    jedes mal, wenn ich denke, dass der kommentarsumpf auf youtube nicht schlimmer werden könnte, kommen die ganzen spacken wie die unter dem youtube-video aus ihren löchern gekrochen.

  89. 89

    Westerwelle hätte ja auch höflich um die Übersetzung der Frage bitten können, anstatt da wieder so eine beleidigte-Leberwurst Mamsöhnchen Nummer draus zu machen.

  90. 90
    shomo

    @Manuel: oder ganz elegant etwas in der art wie „ich übersetze die frage gerade mal für die deutschen kollegen“ machen können.

    was für ein jämmerlicher wicht.

  91. 91
    ste

    oh my gosh!

  92. 92

    Ich finde es ja in Ordnung, wenn er die Frage auf Deutsch haben möchte, aber die Art der Ablehnung und die abweisende Antwort machen diesen Mann einfach total unsympathisch. Ich hoffe die nächsten vier Jahre gehen schnell um…

  93. 93

    DAS soll ein Skandal oder unglaublich sein? Kann mir nicht vorstellen, dass das die Briten auf die Palme bringt. Die sind doch sonst keine Weicheier.

  94. 94
    Martin

    Ich denke halt schon, dass da ganz arg auch die Homosexualität von Westerwelle mitreinspielt.

  95. 95

    weil? inwiefern? Was willst Du damit sagen?

  96. 96
    Martin

    Na, der BBC-Reporter hatte Westerwelle zuvor abblitzen lassen. Hast Du verstanden? Er hat ihn „abblitzen“ lassen.

  97. 97
    max

    @begeorge: absolut richtig!

  98. 98
    shomo

    @Kunar: es geht eigentlich gar nicht um skandal. es geht eher darum, dass man betreten beobachtet, wie sich der onkel (seines zeichens stellvertretender schriftführer im kleingarten- und zwergensammler-verein bömmersheim-deumel) auf der eigenen hochzeit den eingeladenen geschäftspartnern gegenüber wie ein feldwebel aufführen will, weil sich einer von ihnen bei der trauung auf den platz gesetzt hat, auf dem er „schon seit achtundfuffzich jahren sitzt und das recht hat, immer da zu sitzen… was erlauben sie anzugarsch sich eigentlich???“ *besoffen-stolper-und-der-frau-des-geschäftspartners-auf-die-titten-fass*

  99. 99
    notarzt

    sich abfällig über Andere zu äußern ist nicht gerade ein Zeichen von Toleranz!!!!
    Ein Armutszeugnis………. aber nur für diejenigen, die sich über andere lächerlich machen…..
    Kritik ist okay, aber bitte konstuktiv nicht destruktiv………

  100. 100
    delusiongrande

    Sarah Palin Außenminister? Wann war denn das bitteschön zur Diskussion? Da hat wohl jemand das politische System verwechselt. Trotzdem, so bestimmte Konstellationen sind mit Guido schon witzig. Und Sarah Palin als Vice President hätte auch witzig sein können.
    Witzig heißt jedoch nicht gut.

  101. 101
  102. 102
    ste

    der wird es hinterher sicher bereut haben, sonst hätte er am schluss nicht so rumgerudert, er merkte doch sofort, dass da eben was in den synapsen schief lief.

  103. 103
    srm

    @*ch*: Ja, diese Video hatte ich auch im Sinn. Kann gut sein, dass sie ihn damit nur aufziehen wollten „Please! Answer in english! I need a laugh!“ … die Übersetzerin war ja dabei – also wo war das Problem für den Journalisten?

  104. 104
    Der Franzose

    Jetzt fängt’s wieder an mit den alten Minderwertigkeitskomplexen, das ganze „Mann-muss-doch-endlich-mal-ein-strich-ziehen“ Gehabe.

    Nach dem Motto :

    „Wieso dürfen die Franzosen blablablab und wir nicht“.

    Nein, die Franzosen dürfen auch nicht.

    Die Pressekonferenzen von Außenminister Bernard Kouchner finden oft auf Englisch u. Französisch statt. Er selbst kann sehr gut englisch und ist öfters zu Gast bei CNN u. BBC, usw (ich freue mich schon auf Westerwave bei Larry King, ha ha ha). Französisch ist zwar noch offizielle Amtsprache bei der UN und anderen Organisationen, aber den meisten Franzosen ist es klar, dass der Zug abgefahren ist. Wer nicht provinziell da stehen will muss einfach englisch, die einzige internationale Sprache, beherrschen.

    Der Auftritt von Westerwelle war taklos, arrogant, provinziell. Einfach total peinlich.

  105. 105
    Andremoda

    Hätte er seine bekannte Englischschwäche doch nur mit Humor genommen und das Angebot des Journalisten angenommen ….. unglaublich!

    Der Fatzke soll künftig als Außenminister unser Land präsentieren und ist der englischen Sprache nicht mächtig, was ist denn das für ein Unsinn ?

    *kopfschüttel*

  106. 106
    Pirat2009

    Das ist der Hohn. Wie kann man sagen in England spricht man Englisch und in Deutschland Deutsch? Englisch ist nun eben weltweit die Gängige Sprache. Müssen jetzt alle Journalisten Deutsch mit unserer SuperWelle reden? Der ist total abgehoben, von Gastfreundschaft und internationalen Gepflogenheiten keine Spur. Peinlich… doch nach der Wahl sieht man eben das wahre Gesicht.

  107. 107
    bruno

    Guido „Leistung muss sich wieder lohnen“ Westerwelle zelebriert hier doch, dass Leistung gar nicht so relevant ist, sondern vielmehr die Position von der man nach oben gespült wird. Was ist eigentlich das aussenpolitische Profil dieses Menschen? „Steuersenkungen für die ganze Welt“? Und von diplomatischer Eloquenz hat Westerwelle wohl auch noch nie Gebrauch machen müssen. Wenn er sein tantenhaftes, oberlehrerhaftes Benehmen weiterführt, welches er in den Talkshows immer so schön zeigte, dann stehen uns noch einige OMG-Momente bevor.

    Und was Westerwelles Englisch betrifft: Ich wurde schon oft genug wegen meines Englisch kritisiert. Was wahrscheinlich daran liegt, dass ich nicht Aussenminister in spe bin. Sonst hätte ich genug Rückendeckung von FDP-Verstehern bekommen.

  108. 108
    Wolfgang

    Muss ich den jetzt wirklich verteidigen? Nur weil einige meinen es wäre besser überhaupt lieber gar nienicht öffentlich Deutsch zu reden? (Wenn das raus kommt, bei unserer Vergangenheit!)

    Schon mal versucht bei Hillary Clinton ne Deutsche Frage in der Pressekonferenz unter zu bringen? Oder auch bei Putin? :) Die lachen dich aus.

    Wer der britische Außenminister ist weiß ich nicht mal, aber auch bei Leuten die weniger hohe Ämter, oder dem Fraktionsvorsitzenden ähnliche Posten im englischen Parlament inne haben wird englisch gesprochen und da kann man sich auch noch hinstellen und sagen ich komme von der ARD und möchte aber in Deutsch fragen.

    Das hat ganz praktische Gründe und die sind auf alle Fälle weltweit akzeptiert und gepflogen. In seiner Muttersprache kann jeder so reden wie er es meint. Sollte er in einem falsch benutzten Englisch auch nur um Nuancen in der Aussprache daneben liegen, dann kann es unter Umständen zu bösen diplomatischen Verwicklungen kommen.
    (Frau Merkel sollte da mit den Symbolen die sie mit Ihren Händen macht auch vorsichtiger sein, denn dieses OK Zeichen was sie da mal ins Bild gehalten hat bedeutet auch Ar…och in anderen Kulturkreisen.)
    Es mag sein, das es im Urlaub sehr charmant ist, wenn der Kellner was anderes bringt, als das was man dachte was man bestellt hat. Aber es gilt die alte Maxime von Lothar Matthäus: My english is not so gud, my german is much better!

    Ist es hier nicht eher so, dass Westerwelle jetzt das Feindbild Nummer 1 ist aller Linksenttäuschten 68er? Und dann ist der äußerlich stocksteife konservative, ja sogar liberale, auch noch Schwul und als solcher eigentlich nicht mal zu erkennen. Kein Stück flippig und wild, ja nicht mal so ne Partymaus wie unser Bürgermeister. TZTZT geht ja gar nicht, wa?

    Manchmal frag ich mich echt wer die größeren Voruteile im Kopf hat? Die auch so Freidenkenden, oder die anderen, die sich gerne auch mal an die ein oder andere für gut befundene Regel halten?

    (Mann sollte immer ein geeignetes Maß und die Mitte finden zwischen Regeln einhalten und Regeln brechen.) Der ACDC-Theo war da schon deutlich peinlicher find ich. Aber auch für ihn gilt, er testet nun mal noch an seinen Grenzen. Und so tritt er dann mal an beiden Seiten über, ist völlig normal.

    Man sollte also nicht so viel Wind um einen völlig normalen Vorgang machen.

    Im Übrigen kann Westerwelle ganz gut englisch, sicherlich besser als Helmut Kohl und der hat es auch 16 Jahre geschaft sich durch zu schlagen.

    Nur wenn der Presse nichts mehr einfällt, fällt ihr der Boulevard auf die Füsse, oder? Dann gehts plötzlich um Frisuren, Dekoltees, Pickel im Gesicht, oder Englisch.
    Wie erbärmlich.

    Damit zwingt ihr Leute wie mich, auch noch Dinge zu tun, die sie nie im Leben tun wollten. Nämlich jemanden wie Westerwelle zu verteidigen. Thanks a lot for the Schrott.

  109. 109
    Pitter

    Ich finde es oberpeinlich und nicht verteidigenswert, denn
    – unser Anspruch ist nicht der Vergleich mit Frankreich, England, Russland, etc. sondern unser eigener. Und der ist: wir Deutschen sind offen, ambitioniert und fähig 1-2 Weltsprachen zu sprechen und machen nicht solche kleinkarierten Geschichtchen… Das zeichnet uns positiv aus.
    – Westerwelle hat seine Botschaft nicht an den englischen Journalisten gerichtet (dann hätte er ihm nämlich auf Englisch gesagt, dass er Fragen nur auf Deutsch entgegennimmt und beantwortet), sondern versucht eine Botschaft an sein deutsches Publikum zu senden.
    – in der Wählerschaft gibt es durchaus Kritiker an seiner Person wegen anderer Dinge, die er so auf seine Seite ziehen kann (Jupp Kawupp am Stammtisch: ja – bleed das er schwul is – aber den Thommys hat ers mal so richtig gegeben…)

  110. 110
    steini

    bla bla bla. englisch und deutsch zu vergleichen… hinkt etwas. englisch ist weltsprache, deutsch sicherliche eine tolle sprache die auch von vielen menschen gesprochen wird, aber eben nicht weltsprache. da jeder otto heute mindestens deutsch, englisch und latein sprechen muss wenn er keinen job auf hartz4 niveau haben will rechtfertigt es schon etwas das ein potenzieller aussenminister in der lage sein sollte sich in englisch verständigen zu können… na ja, aber dem fehlen glaube ich noch diverse andere attribute um sich nicht die ganze zeit zum affen zu machen.

  111. 111
    ratzepansen

    Ist ganz schön erschütternd, wie viele Spreeblick-Leser Verständnis dafür haben, dass der neue Außenminister (!) eine Frage in englischer Sprache ablehnt. Alter Vatter! Ein Außenminister sollte zu mehr als 50 Prozent seines Tagesgeschehens Englisch, besser noch auch Französisch, Chinesisch, Arabisch und Spanisch sprechen.
    It’s a shame!

  112. 112

    @Wolfgang:

    Der Foreign Secretary ist David Milliband (und ist nebenbei auch ein Blogger, aber das ist ein anderes Thema). Fremdsprachen spricht er meines Wissens keine.

    Aber dafuer spricht Nick Clegg (Vorsitzender der Lib Dems, und damit in ganz weitem Sinne Gegenstueck zu Westerwelle) mehrere Sprachen, einschliesslich Deutsch. Wie gut sein Deutsch ist weiss ich nicht, aber ich koennte mir schon vorstellen dass er wenigestens versuchen wird eine Frage durchaus auch in Deutsch zu beantworten wenn man ihn nett bittet.

    Wie bereits oben erwaehnt und verlinkt spricht Tony Blair Franzoesisch und hat dies auch in Pressekonferenzen getan (was wohl auch mal etwas schief gegangen ist, aber ihn soweit ich sehen kann nicht davon abgehalten hat es weiterhin zu tun).

    Ach ja, die Queen spricht auch Franzoesisch, was sie sowohl bei franzoesischen Besuchern als auch bei Besuchen in franzoesischsprachigen Laendern (unter anderem im franzoeschsprachigen Teil Canadas) auch benutzt.

  113. 113
    Blixten

    @Wolfgang:

    Die Frage am Anfang des Beitrages ist falsch gestellt. Es geht nicht darum, in andren Lændern Fragen auf deutsch zu stellen, sondern in anderen Lændern Fragen auf englisch.

    Auch ein franzøsischer Journalist hætte Westerwelle auf englisch gefragt.

    Dank youtube ist es mitlerweile ja auch kein Problem mehr, sich ein Bild davon zu machen, wie es um einen herum aussieht.
    Wer møchte, kann also den Aussenminister von Russland, Frankreich, China oder Polen dabei zusehen, wie sie in internationalen Diskussionsrunden oder auf Pressekonferenzen englisch sprechen.

    Das ist heutzutage einfach standard.

  114. 114
    Einsiedlerkrebs

    Ist das nicht etwas dumm?
    Der Reporter stellt ihm eine Frage auf Englisch, weil er kein Deutsch kann.
    Und da jeder Mensch mit guter Schulbildung Englisch können sollte, hat der Reporter die Frage halt auch auf Englisch gestellt.

  115. 115

    Der Reporter wollte noch nicht einmal die Antwort auf Englisch. Aber wir sollten alle mal wieder runterkommen, denn so schlecht ist Westerwelles Englisch nicht, wie man seinen Twitter-Äußerungen entnehmen kann:

    http://twitter.com/Westerwave

  116. 116
    Wolfgang

    Runter kommen ist gut. :)
    Ich befürchte ja fast, er wird noch genug Gelegenheiten bekommen uns zu beweisen wie sehr er es drauf hat.

    Aber eins weiß ich:
    My english makes me nobody so fast after!

    ;)

  117. 117

    O.k., Westerwelle versteh ich natürlich (kann nicht wirklich gut Englisch, ist in Deutschland und möchte deshalb Fragen in Deutsch beantwortet haben, ist ob des Wahlerfolgs (ein wenig) großkotzig), aber was ich nicht verstehe sind einige der Kommentare hier.

    Es geht doch nicht darum, ob es legitim ist, Fragen und Antworten in Deutsch haben zu wollen.

    Es geht darum, wie Westerwelle mit dem Ansinnen des Reporters umgeht.

    Aber natürlich kann man sich um letztere Frage herumdrücken und drüber schwadronieren, dass was für die Amis und Franzosen recht und billig ist, jetzt für Deutschland erst recht und so …

  118. 118
    wwwc dude

    Nein, ich esse meine Suppe nicht.

  119. 119
    Andre

    Ich möchte mal wissen mit wie viel Anglizismen bei Herrn Westerwelle im „Hinterbüro“ so rumgeworfen wird ….. „es ist Deutschland hier“, und alle so „jaaaaahhhhh“!

    Großes Kino!

  120. 120
    benkei76

    haette er nicht elegant auf ENGLISCH sagen koennen? „Would you be so kind to ask your question in German for the people who might not understand English? Thank you very much.“ Als Moechtegern-Aussenminister (hat sich immerhin seit 2002 um die Stelle bemueht) sollte er sich schon ein wenig mit diplomatischen Formulierungen auskennen.
    Achja, von einem Rhetoriker wie GWw erwarte ich auch eleganteres Deutsch als „…aber …es ist Deutschland hier.“

  121. 121
    RC

    Aus irgendeinem Grund, den wohl kein Aussenstehender jemals erfahren wird, muss Westerwelle ja echt mächtig angepisst gewesen sein. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Videos, wie er z.B. in der Affäre um Silvana Koch-Mehrin auf Reporter und Kameras reagiert hat, dort sagte er inhaltlich zwar auch bloß „fuck off, bitch“, formulierte es aber sehr diplomatisch/freundlich und rang sich auch die ganze Zeit über einen lächelnden Gesichtsausdruck ab. Das war allerdings auch noch vor den (Europa-) Wahlen. Eventuell hängt es ja auch damit zusammen, das diese jetzt erstmal rum sind…

  122. 122

    Der diskutierte Vorgang ist völlig irrelevant. Westerwelles Eignung als Außenminister hängt weder an seinen vermuteten Englischkenntnissen noch an seinem diplomatischen Geschick. Das ist doch völlig offenkundig eine Ersatzdiskussion, die von Leuten befeuert wird, denen Westerwelle entweder politisch nicht genehm ist, oder die politisch so ahnungslos sind, dass sie diesen PK-Auftritt tatsächlich mit einem substanziellen politischen oder diplomatischen Problem verwechseln. Abgesehen davon ist es unfassbar zu lesen, wie oft auch hier schon wieder superinnovative Wortschöpfungen a la „Schwesterwelle“ gebraucht werden. Das ist weder kreativ noch tolerant.

  123. 123
    Julius

    Ein Königsweg wäre wohl gewesen, eloquent auf Englisch zu erklären (wenn denn möglich), warum er die Frage auf Deutsch beantworten will – und dies dann auch zu tun. So war es albern bis blamabel, da muß ich Friedmann bzw. Kocks (?) (Kerner) Recht geben – auch wenn ich dies sonst meist nicht tue.

  124. 124

    Das ist total peinlich für den angeblich zukünftigen Außenminister Deutschlands. Denn 1. traue ich ihm zu, dass er die Frage auch auf Englisch verstanden hätte und 2. hätte er die Frage auf Deutsch beantworten können. So wirkt er einfach nur arrogant.
    Ich habe selber schon erlebt, wie deutsche Journalisten im Ausland mit mässigen Englischkenntnissen zur Seite gesprungen wurde a la „Kann das jemand mal schnell für ihn übersetzen?“ Da ist niemandem eine Zacke aus der Krone gefallen.Und glaubt mal bloss nicht, dass die Korrespondenten deutscher Zeitungen / Sender / Agenturen immer die Landessprache des Landes super sprechen, aus dem sie berichten, selbst wenn sie dort jahrelang leben. Ja, finde ich auch nicht gut, ist aber so.

  125. 125

    So weit ich weiss, spricht und versteht Westerwelle durchaus Englisch. Und zwar wenigstens ausreichend. Das, zusammen mit der rüden Art, wie er die Reporter hat abblitzen lassen, lässt den nur all zu gut bekannten deutschen Großkotz wilheminischer Prägung aufblitzen. Das macht ihn als Aussenminister untragbar.

    Nun ja, die Rechtsnationalen wird’s freuen. Schließlich haben sie ihr „Deutschland den Deutschen“ zumindest in der abgeschwächten Form „Deutschland den Deutschsprachigen“ ganz offiziell bestätigt bekommen.

    Kennedy hat Anno Tobak am Brandenburger Tor eine Rede gehalten. Er hat dabei nur einen einzigen deutschen Satz gesagt, und das mit grausig amerikanischem Akzent. Aber dieser Satz ist in die Geschichte eingegangen. Wie ich denke, genau deshalb, _weil_ er diesen Satz auf deutsch gesagt hat. In einer ihm nicht geläufigen Fremdsprache.

    Ein deutscher Kaiser hat mal gesagt, italienisch sei die Sprache, um mit Gott zu reden, französisch die Sprache, um mit den Frauen zu reden, und deutsch die Sprache, um mit den Hunden und Pferden zu reden. Man kann das sehen, wie man will, aber der Mann hatte Kultur. Im Gegensatz zu Westerwelle.

  126. 126

    @der tux mal wieder.: Der Fragesteller war von der BBC, also ein britischer Journalist. Nicht gleich immer blindlings mit dem „Scheiss-Amis“-Knüppel um sich schlagen.

  127. 127

    Meine Güte, was die offensichtliche Antipathie gegen Schwarz-Gelb, gepaart mit ein bisschen mehr oder weniger unterschwelliger Homophobie doch für Blüten treiben kann… und das von rund 100 Vertretern einer Generation Web, die in anderen Bereichen immer dabei ist, schnell die Fahne der Toleranz zu hissen, wenns dem eigenen Image und der Verlinkungsbreite nützt!

    Klar hat sich Westerwelle mit der Nummer selbst – bereit, um überfahren zu werden – hingestellt, wie das Reh auf einer sechsspurigen, vollbefahrenen Autobahn. Der BBC-Mann hat es versucht und seine Bitte ist ihm verwehrt worden – was für ihn nicht schlimm war, weil er eine Kollegin parat an seiner Seite hatte, die dann die Übersetzung übernahm. Wo also ist das Problem?

    Hier wird sich in so unglaublich pingeliger Weise auf eine solche Lapalie gestürzt, noch bevor er überhaupt – in welchem Ministeramt auch immer – auch nur eine staatspolitische Sache von Belang hat versauen können! Auch Joschka Fischers Englisch war und ist nichts weiter als eine Zusammenkettung meist halbwegs richtiger englischer Wörter (gewesen), die weitgehend gruselig anzuhören war für Menschen, die das Vergnügen haben, sich regelmäßig mit Englisch-Muttersprachlern auszutauschen. Hat das je jemanden gestört? „Njet“, wie Angela Merkel Vladmir Putin sicher ins Ohr säuseln würde.

    Mich erschreckt, mit welchem Genuss hier auch nach der Wahl nunmehr offenbar das „gelb-rosa“ Schweinchen durchs Dorf gejagt wird… Eure Zeit hätte ich gerne…

  128. 128
    peer

    nach durchsicht der ganzen kommentare, weiss ich jetzt wo die ganzen fdp-wähler herkommen :) von spreeblick :) ich bin so froh das in meinem ganzen bekannten, freundes- und familienkreis keiner so eine scheisse wählt.

  129. 129
    jim

    Und Sprachkompetenz war noch niemals ein Thema. Word: http://www.youtube.com/watch?v=8aBsAbliAeU

  130. 130

    @jim

    danke für das video…

    aber ich finde es interessant scheinbar will Herr Westerwelle Deutsch scheinbar zu Weltsprache machen? oder warum ist er so erpicht ?

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