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Happy Birthday, Elvis!


Seit Elvis ist Elvis kein Name mehr.
Elvis ist Elvis. Punkt.
Zum Beispiel heute: „Elvis hat Geburtstag!“
Das kann man unmissverständlich in die Redaktion rufen. Niemand fragt: „Welcher Elvis?“, niemand nänänät: „Der ist tot, der kann gar nicht Geburtstag haben.“
Denn die neuronale Autofulfill-Funktion diktiert dem pop-zivilisierten Menschen auf Elvis fast ebenso oft das Verb lebt, wie den Nachnamen Presley, gefolgt von has left the building.
Darum:
Happy Birthday, Elvis!
Von uns allen!

18 Kommentare

  1. 01
  2. 02
  3. 03

    @Paul: Ja, aber auf dem Foto sieht es so aus, als würde Nixon Elvis gratulieren, was ja Quatsch ist, schließlich lebt Nixon gar nicht mehr.

  4. 04
    Dominik

    „…neuronale Autofulfill-Funktion…“!! Vielen Dank dafür!

  5. 05
    Martin

    Mit „žGitte“ ist das ähnlich. Oder „žHeino“.

  6. 06
    Uwe

    @Martin: Wieso ähnlich? Gitte kenne ich nicht, aber ich dachte immer Heino lebt tatsächlich noch…

    ;)

  7. 07
    poppy

    Noch ein paar wenige Generationen und Elvis gerät endlich in Vergessenheit.

  8. 08

    Vormerkung

    Am 16.08. ist er offiziell verstorben.

  9. 09
    fruddi

    Happy Birthday, i luv your music

  10. 10

    ach der king,

    hier die schönste version von my way die ich je gesehen habe:

    http://www.youtube.com/watch?v=jrx6H8HDNCQ

  11. 11

    Werde ich nie vergessen, wie mich eines Morgens meine Mum tränenüberströmt weckte mit dem Satz „žElvis ist tot!“ Konnte dann zu ihrer eigenen Beerdigung Freunde motivieren Elvis‘ Lieder zu spielen/singen. War ein guter Moment.

  12. 12

    @creezy:
    Für mich etwas befremdlich, dieser Wunsch…
    und überhaupt die ganzen Umstände sind
    mehr als traurig zu benennen. Aber jeder
    geht individuell mit seiner Trauer um.

    http://www.trauervideo.de/
    Und das ales ist ernsthaft.
    Glaube ich

  13. 13

    @PiPi:
    Mag für einen Außenstehenden befremdlich sein. Meine Mum hat sehr gerne gefeiert, war ein fröhlicher Mensch und hat Musik geliebt. Es gab keine Fete ohne Rock’n Roll-Einlage ihrerseits — so lag nur nahe, ihre Trauerfeier zu einer sehr fröhlichen Feier im Kreis ihrer Freunde mit ihrer Lieblingsmusik zu gestalten. Meine Mutter hatte Musiker unter ihren Freunden — warum ihnen nicht die Möglichkeit geben, ihr etwas mit auf den Weg zu geben von deren Kunst, die sie zu Lebzeiten geliebt hatte? Habe mir übrigens auch die Freiheit genommen, diese Feierlichkeit im privaten Umfeld mit ihrer Urne zu begehen, d.h. wir haben uns dabei alle Zeit genommen, die wir wollten für den Nachmittag/Abend — mit einem guten Bestatter geht das alles. Interessanterweise waren die allermeisten Gäste sehr dankbar für die Möglichkeit und Erfahrung, beispielsweise nur mal ihre Urne noch einmal in die Hand nehmen zu dürfen und ein letztes Glas mit Prosecco mit ihr zu trinken. Eine Trauerfeier sollte aus Geben und Nehmen bestehen. Klar ist sie ein Ventil für die eigene Trauer. Sie sollte aber auch dazu dienen, dem Verstorbenen etwas mitzugeben auf seine letzte Reise in eine neue Existenz. Die Hauptaufgabe einer TrauerFeier für mich ist zu feiern, dass jemand da war und uns unser eigenes Hiersein verschönt hat in dieser Zeit: die Existenz meiner Mum gehörte gefeiert. Haben wir halt keine Kirchenlieder gesunden, dafür „žSuspicious Mind“. Also alles gut!

    In einem Land, in dem Trauerkultur unmenschlich staatlich vorgegeben wird, sollten wir uns wieder ein gesundes Verhältnis zum Tod und wie wir damit umgehen möchten „žerarbeiten“. Das Internet als Ventil zu benutzen, halte ich dabei für eine heutige legitime Form: denn im realen Leben hast Du leider allerspätestens nach drei Monaten (die meisten Mitmenschen erwarten das schon nach der Beerdigung) wieder zu funktionieren. Wem immer so ein virtueller Altar im Web hilft, der soll diese Hilfe in seiner Trauer ja bloß für sich nutzen. Alles ist okay was dabei hilft, die Trauerphase zu überstehen und für sich gut abschließen zu können.

    Und Elvis ist gerade für die Generation der 1940iger ein mehr als adäquates Hilfsmittel! Kannste glauben! ,-)

    Übrigens kommt langsam etwas Bewegung in die deutsche Besttatungsregulatur. Während wir uns mehr zu dem freieren Umgang anderer europäischer Länder wie z. B. die Niederlande hinbewegen, langsam natürlich, denn jedes Bundesland pflegt sein eigenes Bestattungsgesetz (die erstaunlich unterschiedlich regeln), entwickeln sich die „žfreigeistigeren“ Länder wie z. B. Frankreich zunehmend in dem Punkt zur konservativen Regierungsbestattungsdiktatur von Deutschland. Die liebe EU macht’s möglich. Sehr spannendes Thema. Interessiert nur leider niemanden, weil man das Thema doch viel lieber bis zum bitteren Ende ausklammert.

  14. 14
  15. 15
  16. 16

    Elvis? ist der nicht tot?

    ;-)

  17. 17
    anonym

    Erinnere mich genau an den Tag, an dem er starb. Eigentlich war es der Tag danach, wegen der Zeitverschiebung. Später habe ich mal das Baptist Memorial Hospital gesehen, welches ein Riesenkrankenhauskomplex ist, und habe mich gefragt, ob das da 1977 auch schon so aussah, als sie ihn da hintransportiert haben.

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