Was wir hier immer wieder gerne sagen, nämlich das Bloggen der neue Punk ist, wurde jetzt in einem schönen Video festgebannt, das zwar ein paar bessere Zeichnungen vertragen hätte, dafür aber mit schöner Hintergrundmusik daherkommt.
Der zurückgelehnteste Psychedelic-Akustikpop kommt auch im Sommer 2009 aus der Bay Area. Girls, das sind die Hippies im Grungepelz [sic!] Songwriter Christopher Owens und Produzent Chet “JR” White, die gemeinsam so entspannt zeitlose Songs schaffen, dass sogar Elvis Costello bei der Einordnung ihres Sounds kurz wankt, sich erst an Jarvis Cocker und dann an Phil Spectors Produktionen der 60er erinnert fühlt. Read on, my dear…
Otto ist ein elektronisches Musik-Instrument, das Loops zerschneidet. Nach dem Klick ein Demo-Video von Otto, auf Ottos Website gibt’s noch viel mehr Videos. Und ein ganz dickes Lob für die Auswahl des Namens. Otto is the new Roland, sozusagen. Read on, my dear…
GGF kauft Pirate Bay für rund 5,6 Millionen Euro, die Hälfte davon soll in Aktien bezahlt werden. GGF möchte mithilfe der ebenfalls neu erworbenen Software-Firma Peerialism ein Geschäftsmodell entwickeln, dass Inhaltslieferanten und Urheber vergütet.
Was die Übernahme für den Pirate-Bay-Prozess bedeutet, weiß ich nicht. Schafft es GGF jedoch, die angestrebten Ziele zu erreichen (und es spricht mit der Erfahrung aus dem Game-Bereich, einer entsprechenden Abrechnungssoftware und der vorhandenen Popularität von Pirate Bay nicht viel dagegen, dass sie es tun), dürfte der Preis ein absolutes Schnäppchen sein. Vielleicht nimmt dieSache ja jetzt endlich mal jemand richtig in die Hand.
Gestern versammelten sich tausende Menschen auf den Straßen, um im Gedenken an Michael Jackson einen Moonwalk Flashmob zu tanzen. Auch in Berlin. Im Flickr-Blog gibt es Bilder, folgt man den Links zu den Fotografen findet man noch viel mehr, HYST hat ein Video des Flashmobs in London und hier steht die Story zum Ursprung des Moonmobs, der wahrscheinlich auf einen Tweet von B3ta-Mitbegründer Rob Manuel zurückzuverfolgen ist. You got to be startin’ somethin’…
So I post, tentatively, “If I claimed there was a mass moonwalk being organised for 6pm at Liverpool Street Station would anyone believe me?” and sit back to see what happens next.
Michael Jackson ist heute an einem Herzstillstand verstorben. Mit ihm stirbt ein Teil meiner Kindheit und auch wenn sich das pathetisch anhört: Es ist die Wahrheit. Michael Jackson war der erste Popstar, den ich als solchen wahrgenommen hatte. Er war der King of Pop. Und als solcher behalte ich ihn in Erinnerung. Beat it.
Über Iri5s „Ghost in the Machine“-Flickr-Set hatte ich hier bereits im März gebloggt, der neueste Zugang, nur für Johnny: London Calling aus Bandsalat.
Am 4. und 5. Juli 2009 findet an der Mannheimer Popakademie Baden Württemberg das Future Music Camp 2009 statt. Themen sind die Zukunft des Musikvertriebs und neue Geschäftsmodelle (ach!) Mehr Infos und Anmeldemöglichkeiten gibt es hier, ein Interview mit Organisator Ryan Rauscher gab’s bereits vor einer Weile bei den Blogpiloten.
Ich bin schon lange raus, was Popmusik angeht. Der neueste heiße Scheiß? Keine Ahnung. Welche Band spielt morgen in diesem neuen angesagten Ladenkeller? Ich weiß es nicht.
Da ich dennoch gerne neue Musik höre, freue ich mich über so liebevoll und gut gemachte Serien wie die Restgeräusch Sessions von Rote Raupe, einem Online-Independent-Musik-Magazin oder wie immer man sowas nennen will. Junge Bands spielen live im Studio ein paar Tracks, werden dabei gefilmt und der geneigte Schon- oder Bald-Fan kann sich das Ganze in diesem Internet ansehen. Klasse und vor allem wirklich gut umgesetzt. Interviews und Fotos gibt’s auch noch dazu.
Beim Durchhören und -sehen der dort aktuell verfügbaren Bands stellte sich mir allerdings eine Frage: Read on, my dear…
Blur haben vorgestern einen Überraschungsgig im Londoner Rough Trade East gespielt, hier „Song 2“ in einer verwackelten Videoversion, aber voller raw live Power. In den related Videos auf Youtube findet man noch viele weitere Videos des Auftritts. Whoo-Hoo!
Lukas vom hier sehr geschätzten Blog Coffee & TV erklärt in einem offenen Brief (in einem offenen Video?) an Herrn Jack White, warum der Leute verklagen sollte, die „Seven Nation Army“ grölen. Kann ich genau so unterschreiben.
Weil immer wieder mal die Frage im Raum stand, ob Musikvideos jetzt nun tot seien und was denn da los wäre, sei allen Fragenden einmal das komplette Videooevre von N.A.S.A. (Akronym für North America South America), dem kollaborativen HipHop-Indie-Project Sam Spiegels, Bruder von Regisseur Spike Jonze, und Ze Gonzales, ans Herz gelegt. Deren Videos sind Defibrillatoren für die halbe Branche. Neuester Stromschlag der Clip zu ‘A Volta’ von Alexei Tylevich und seinem Team bei Logan. Read on, my dear…
Damit die Unsinn-Quote hier auf Spreeblick auch mal wieder stimmt, hier Allison Lonsdale und Eben Brooks mit ihrem Song „LOL Together“, einer Coverversion von „Come Together“ der Beatles mit einem Songtext für’s 21. Jahrhundert: „Here come ol’ LOLcat, He run out of happy, He can has cheezburger, Look out, you haz a flavr, He’s in ur base killin ur d00dz, Do not want kibble, give me the gushyfuds! LOL Together, right now! OMG!“
„It might get loud“ lief dieses Jahr auf dem Sundance-Festival und kommt im August in die amerikanischen Kinos, darin bastelt sich Jack White eine Gitarre aus einem Bindfaden und einem Stock (aber ohne die Kuh). Und um Euch ein bisschen zu ärgern, hier meine Meinung zu U2: Ihre Wurzeln im Christian Rock sind mir zwar sehr fremd, aber ich finde, „The Joshua Tree“ ist eines der besten Pop-Alben aller Zeiten und Bonos Engagement ist besser als kein Engagement.
Regie führte Davis Guggenheim (An Inconvenient Truth), Trailer nach dem Klick. Read on, my dear…
Wir werden niemals für Musik bezahlen. Denn das haben wir bisher auch nicht getan.
Warum nur diejenigen Unternehmen den Sprung ins Musikbusiness 2.0 schaffen werden, die diese simple Erkenntnis verinnerlicht haben: Nach dem Klick. Read on, my dear…
Sehr schöne Idee: Das Musikvideo zu Julian Perretas Song „Ride My Star“ ist eine Augmented Reality-Spielerei. Man hält einen ausgedruckten Tracker vor die Webcam und auf der Website sieht man ein animiertes Pop-Up-Buch – das Musikvideo. Dürfte das erste seiner Art sein, Video davon nach dem Klick. Read on, my dear…
Elegische Streicherpartien, pathetische Bläser und Rockbands – das ist eine Melange, die beinahe zwangsläufig in Kitsch ausartet. Elbow hatten am Donnerstagabend mit Unterstützung von Musikern des Filmorchesters Babelsberg im Berliner Astra all das versammelt. Aber es war fast gar nicht kitschig sondern schön. Read on, my dear…
‘Sick Muse’, die dritte Single der Kanadier Metric vom Album ‘Fantasies’, ist verglichen mit üblichen Produktionen dieser Tage etwas ungewöhnlich. Sehr low-fi, sehr flach und mittig. So dass es unter Umständen passieren kann, dass sich der Titel erstmal einfach weghört, dass er überhört wird. – Wenn, – wenn da nicht die Stimme von Emily Haines wäre, die auch hier nichts von ihrer Auffälligkeit verliert und an diesen Song erinnern wird, die nochmal gehört werden will. Und je länger ‘Sick Muse’ rotiert, desto mehr öffnet er sich, kommt dieses 90er-Riff hinzu, später die Keys und dann ist es bereits zu spät, ist man von einem alten Konzept überrumpelt worden. Es gibt sie noch, die Hits. Read on, my dear…
Irgendwo bei Sekunde 38 fragt mich Björn, ob die Aufnahme denn trotz des starken Windes okay werden würde und ich sage sowas wie „klar, kein Problem“. Jetzt, so einige Wochen später, ahne ich, was für ein großes Problem Wind auf einer zu leisen Aufnahme ist. Und so drehte ich an Filterchen, spielte mit Knöpfen und rettete was zu retten war. Also hier das Ergebnis, ohne große Umschweife, die dritte Märchenstunde, mit dem Märchen „Vom Fundevogel“ (vorgeschlagen von lilly.). Mit Björn und mit Max und dem Wind.
Weil das Wetter heute da draußen so sommerig ist (zumindest bis heute nachmittag), eröffne ich schonmal die Sommersaison, für mehr Traditionspflege in teh Webz. Fröhliches Eisessen allerseits.
Sub Pop hat seinen Sommer-Sampler auf einer Website veröffentlicht, die ästhetisch irgendwann zwischen 1996 und 1998 verortet ist, inklusive ASCII-Art und Zappel-GIFs. Mit den Handsome Furs, Fleet Foxes und Flight of the Conchords.
She’s Debbie Harry in a cape; she’s Gwen Stefani with a warble; she’s Shirley Bassey with a flying V guitar.
Schreibt Drownedinsound über Shingai Shoniwa, Sängerin der Noisettes, und muss damit schon eine ganze Menge Register ziehen, um die Präsenz der jungen Londonerin referentiell einzufangen. Da kann man die Yeah Yeah Yeahs guten Gewissens auch noch drauf packen, nicht nur wegen der stimmlichen Nähe zu Karen O., auch aufgrund des variantenreich-gnadenlosen Rocksounds ihrer Band. The Noisettes’ zweites Album ‘Wild Young Hearts’ steht seit einem Monat in den Läden. Die aktuelle dritte Singleauskopplung ‘Never Forget You’ kommt gleich mit ganzem Orchester. Read on, my dear…
Jugendgefährdendes Material, Ausgeburten der Teenager-Hölle, juvenile Delinquenten auf dem von ungeschütztem Sex, bewusstseinsverändernden Drogen und Stromgitarren gepflasterten Weg ins Verderben … nach dem Klick. Read on, my dear…
Iggy Pop hat zu seinem neuen Song „King of the Dogs“ eine kleine Youtube-Spielerei produzieren lassen, die die klickbaren Felder in den Videos nutzt. Eigentlich sind es ja nur drei verschiedene Musikvideos, die sind aber in der Tat sehr schön geworden, in allen drei Video streunt ein Stop-Motion-Hund durch die Stadt und ist mal angezogen wie ein Businessman, wie ein Bauarbeiter oder wie ein Punkrocker. Und alle drei tragen zunächst das Wolfskostüm aus „Where the wild things are“. Die Videos nach dem Klick. Read on, my dear…
Coldplay verschenken auf ihrer Website gegen die Angabe einer E-Mail-Adresse ihr neues Livealbum „LeftRightLeftRightLeft“, was sie damit begründet haben, dass ihre Fans ja wegen der Wirtschaftskrise sowieso kein Geld hätten. Feiner Zug. Nachdem die Website gestern Nachmittag down war und dann schließlich der Download ein paar Stunden dauerte, habe ich das Album grade eben innerhalb einer Minute unten gehabt.
Das Gute an den wenig permeabelen Majorveranstaltungen des Musikbusiness wie der Popkomm ist ja, dass sie immer noch als schlechtes Beispiel dienen können und sich bisher noch immer ein Antipol dazu gebildet hat. Das Gegenstück zur Popkomm heißt (Pop-up (ich kann mich nach all den Jahren immer noch nicht dazu durchringen, die offizielle Schreibweise zu mögen) und sie findet mit all ihren Konzerten, Foren und nicht zuletzt der einzigartigen Messe, genau dieses Wochenende in Leipzig statt. Read on, my dear…
Als wären der Albumtitel und das Jenny-Saville-Cover des neuen und neunten Albums der Manic Street Preachers nicht schon beinahe erschreckend genau zum Zeitgeist passend genug: Musikalisch ist „Journal For Plague Lovers“ so ziemlich genau das, was ich gerade brauche. Kurze, intelligente Rocksongs, die ihr Hitpotential erst beim dritten Hören offenbaren und deren Texte das vierte, fünfte und alle weiteren Male provozieren.
Die ewige Legende des vor Jahren verschwundenen Bandmitglieds Richey Edwards spielt diesmal in Form eines aufgetauchten und von den restlichen drei Musikern für das neue Album vertonten Textbuchs eine weitere Rolle in der Geschichte der Band – und lieben wir nicht alle eine gute Story?
Lohnt sich. Allein schon für das fantastische „Jackie Collins Existential Question Time“ – live bei Joolz Holland nach dem Klick, als Bonus-Track ein Interview mit Nicky Wire. Read on, my dear…
Anlässlich des 50sten Geburtstages of the Moz haben die Music Sluts ein paar Indie-Künstler eingeladen, Coverversionen von Smiths und Morrissey-Songs aufzunehmen, die sie auf ihrer Website bis zum 28. Mai veröffentlichen.
You have never been in love
until you’ve seen the stars
reflect in the reservoirs.