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Band Aid 30: Alles scheiße?

oxfam
Bildquelle: Oxfam

Für den eher unwahrscheinlichen Fall, dass es jemand noch nicht mitbekommen hat: Es gibt eine Neuauflage und eine deutsche Version des Charity-Songs “Do They Know It’s Christmas?”, an dessen Erstentstehung sich nur die Älteren unter den Leserinnen und Lesern erinnern werden. Die Geschichte hinter der deutschsprachigen Neuauflage, für die Campino die Verantwortung von Band-Aid-Initiator Bob Geldof übertragen wurde, kann man u.a. bei SpOn lesen.

In Zusammenarbeit mit Marteria, Thees Uhlmann und Sebastian Wehlings hat Campino einen größtenteils deutschen Text für den Song geschrieben (der Chorus blieb Englisch), Vincent Sorg und Tobias Kuhn haben die Musik produziert, die auf eine zumindest interessante Weise versucht, dem 80er-Jahre-Sound Modernität einzuhauchen.

Die Band-Aid-Neuauflage könnte nun eine Debatte über den Kampf gegen Ebola auslösen und darüber, wie am besten geholfen werden kann. Sie könnte auch die seit Jahren geführten, wichtigen Streits über den Verbleib von Spendengeldern neu aufleben lassen. Stattdessen geht es in den Schlauberger-Kolumnen und vielen Kommentaren mal wieder darum, auf möglichst “clevere” Art zu formulieren, wer und was alles Scheiße ist. Ein kleiner Tipp: Es ist nicht etwa Ebola, sondern natürlich der Song, die Macherinnen und Macher. Also die so gehassten “Gutmenschen”, die natürlich alles falsch machen.

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Spreeblick präsentiert: Lollapalooza in Berlin

lollapalooza berlin

Wer hätte das gedacht? Als ich in den frühen 90ern des Öfteren mit meiner eigenen Kombo durch die USA tourte, war das von Perry Farrell (Jane’s Addiction) gegründete Festival Lollapalooza in aller Munde. Und nun darf ich bei der ersten deutschen Ausgabe des Immer-noch-Kult-Events den Namen meines kleinen Blogs dazu schreiben. Denn Spreeblick ist einer der Präsentatoren des Lollapalooza am 12. und 13. September 2015 auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin Tempelhof.
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Letzte Chance: Bob Mould

Ihr seht es am Banner rechts neben diesem Artikel: Bob Mould ist in Deutschland! Die Tickets für den Gig der Band des Ex-Hüsker-Dü-, Ex-Sugar- und Super-Solo-Manns sind in Köln alle vergriffen, fürs Berliner Bi Nuu konnte ich noch zwei Gästelistenplätze klarmachen, die ich an Eine oder Einen von euch vergeben möchte.

Da die Zeit drängt, genügt es mir, wenn ihr euch in den Kommentaren als interessiert meldet, unter allen Kommentaren lose ich am Tag des Berliner Konzerts (also am Donnerstag, den 6.11.2014) gegen 14 Uhr eine Gewinnerin oder einen Gewinner aus. Die oder der Glückliche kann dann noch jemanden zum Konzert mitnehmen.

Der Rechtsweg und die Spreeblick-Familie sind ausgeschlossen.

UPDATE random.org hat die “9” ausgegeben. Herzlichen Glückwunsch, Matthias!

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Verlosung: UE BOOM Speaker

ue-boom

Die Agentur von Ultimate Ears hat uns netterweise zwei UE BOOM Speaker zum Testen zugeschickt, und da wir sind, wie wir sind, verlosen wir diese unter euch.
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Peter Radszuhn (1954 – 2014)

peter_radszuhn
Foto: Jenny Sieboldt/rbb

Das leider häufiger werdende Schreiben von Nachrufen schmerzt beinahe so sehr, wie der Verlust guter Bekannter, Wegbegleiter und Freunde selbst. Als ich gestern im Autoradio auf Radio Eins vom Tod von Peter Radszuhn erfuhr, musste ich erst einmal rechts ranfahren, weil ich es einfach nicht glauben wollte.

Zuletzt habe ich Peter viel zu kurz im vergangenen August gesprochen, er hatte mich und Plan B in den letzten zwei Jahren großartig bei unserem Neustart unterstützt. Wir mochten und schätzten die Arbeit des jeweils Anderen seit Jahrzehnten sehr, schließlich saßen wir Anfang der 80er im gleichen Berliner Punk-/Wave-Boot: Er mit seiner damaligen Band “Tempo”, ich mit “System” und später eben “Plan B”. Da, wo wir The Clash hinterher jagten, konnte man bei Tempo eine Vorliebe für The Jam erkennen. Es war die Zeit der Vorbilder, aber auch des eigenen Aufbruchs, und diese Zeit hat uns beide für unser ganzes Leben geprägt.

Die Liebe zur Musik hat Peter niemals aufgegeben, bis zuletzt war er als Musikchef von Radio Eins voller Leidenschaft, immer wieder konnte er sich für neue Bands ebenso begeistern wie für die Klassiker. Und nun ist er tot und das ist scheiße.

Mein aufrichtiges Beileid geht an seine Liebsten, Familie und Freunde.

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Musikmarketing am Beispiel von League of Legends und Imagine Dragons

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Über 15 Millionen (aktuell 15.249.879) mal wurde der unten folgende Trailer für die “2014 World Championship” von League of Legends auf YouTube bereits angeschaut. Geschätzt die Hälfte der Abrufe könnte dabei auf das Konto unserer Söhne gehen, deren Begeisterung für den Spot ich sogar nachvollziehen kann. “Episch”, in der Tat.
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The Libertines in Berlin und ein sehr, sehr junger, sehr, sehr süßer und sehr, sehr cleverer Pete Doherty

doherty

Eigentlich wollte ich nur das weiter unten folgende, tolle Video des sehr, sehr jungen, sehr, sehr süßen und sehr, sehr cleveren Pete Doherty posten, den man übrigens “Dockerty” ausspricht, wie man in diesem gemeinen (aber gar nicht gemein gemeinten) Song der Indelicates hören kann. Beides, also das Video der Indelicates und den Clip des jungen Dohertys und auch noch den Link zu dieser Doku hat mir unsere Freundin Martina C. geschickt, mit der wir uns am Samstag The Libertines angeschaut haben, und wenn wir schon beim Thema sind, kann ich ja noch ein paar Zeilen dazu tippen.
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Musiktipp: Young Fathers

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An einem frühen Abend während des Reeperbahn Festivals letzte Woche in Hamburg empfahl mir Julian, den ich zufällig getroffen hatte, später den Gig der Young Fathers zu besuchen.

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Vegan Black Metal Chef

vegan black metal chef

Mal ehrlich: Vegan kochen und essen, alles schön und gut. Aber so aussehen? Nein, danke. Fleischlos essen muss ja nicht bedeuten, keinen Arsch in der Hose zu haben.

Zum Glück kommt der Vegan Black Metal Chef zur Rettung, dessen Lederklamotten sicher aus Kunststoff sind.
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John Peel Record Boxes

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Das John Peel Archive legt jetzt los mit kuratierten Playlists: Als erster Gast kommentiert Pink Floyd-Entdecker und -Produzent Joe Boyd eine von John Peels Plattenkisten, welche auch diese eine Platte von Bob Dylan beinhaltet.

[Danke, René!]

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99 Luftballons auf Luftballons gespielt

Zum Wochenende wünsche ich mir jemanden, der “99 Luftballons” spielt.
Auf Luftballons.

Danke.

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And U2, Apple?

Über die neuen Apple-Produkte wurde wie immer nach der Vorstellung sehr viel geschrieben von sehr vielen Menschen, die die Geräte noch nie in der Hand hatten, geschweige denn ausprobieren konnten. Der Vollständigkeit halber mache ich die kurze Runde:

1) iOS 8 ist prima.
2) Größere iPhones sind eigentlich Mist, betrachtet man speziell das 6+ aber als kleineres iPad und beachtet, dass manche von uns inzwischen mehr mit einem Smartphone o.ä. arbeiten als mit einem Laptop oder, haha, einem Desktop-Rechner, geht die Sache vielleicht doch auf. Mal abwarten, wie sich die Dinger mit einer Hand bedienen lassen.
3) Die Apple Watch wird besonders mit den vermutlich sehr teuren Varianten am Markt funktionieren, Apple hat nämlich a) erkannt, dass eine Armbanduhr in erster Linie Luxusgegenstand und Schmuckstück ist und b) auf spezielle, bei anderen Smartwatches fehlende Funktionen geachtet. Pulsschläge und Mini-Scribbles statt SMS werden Menschen auf eine neue Art kommunizieren lassen. Meine Prognose: Wir werden die Dinger lieben, Stars und Sternchen werden nicht mehr ohne gehen.

Natürlich kann man tolle Gadgets in Zeiten der Totalüberwachung aber sowieso nur noch mit einem gleichzeitigen Magengeschwür feiern. Da ich kein Magengeschwür will, feiere ich nicht, sondern gehe auf einen anderen sehr diskussionswürdigen Teil der Präsentation ein: Die Apple-Kooperation mit U2.
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