Archiv

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Griechenland – Russland 0:1

Heute morgen am Frühstückstisch:

– Ich: Was gibts Neues?
– Sie: Da steht: „Russen hauen Griechen raus!“
– Ich: Soso. Discoschlägerei oder Fussball?

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Schwolland!

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Wie bösartig der Springer-Verlag wirklich ist

Der Verbalkrieg dies- und jenseis von Oder und Neiße wird Ihnen exklusiv präsentiert von: Springer.

Der Axel Springer Verlag arrangiert einen Konflikt zwischen Deutschen und Polen. Seine Bild empört sich über Veröffentlichungen der polnischen Fakt, die ebenfalls zum Konzern gehört.

Wieder einmal inszeniert das Zeitungshaus einen künstlichen Konflikt, der beiderseits der Oder spiegelverkehrt funktioniert. Vor der EM arbeiten die Redaktionen Hand in Hand

Die Zeit: Inszenierter Fußballkrieg.

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Marko Marin: Rausgecastet

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EM-Kader (mit Korrekturen)

Drüben bespricht Malte den deutschen Kader. Ich bin selbstverständlich nicht einverstanden. Aber bloß bei zwei Spielern.

Ersterer wäre Westermann, der eine hervorragende Saison gespielt und bei entscheidenden Spielen der Schalker, nunja, Biss gezeigt hat. Bei seinen Stärken in der Vorwärtsbewegung und den Schwächen im Stellungsspiel ist er obendrein das perfekte Opfer für historisch völlig verfehlte Vergleiche, die auf den zweiten Weltkrieg Bezug nehmen.

Zweiterer wäre Kevin Kuranyi, an dem das rästel-, weil medusenhafteste, die Haare sind. Sein Spiel ist Wille und Willkür, und dass Kuranyi mal mit einem Sturmpartner harmonieren könnte, halte ich für so wahrscheinlich, wie die Kirchglockenweihe einer Fahrradklingel in Garmisch-Patenkirchen. Nämlich gar nicht.

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Das Wunder von Wien

Wir sind immer noch geschockt wegen der verlorenen EM 2008.
Österreich hingegen feiert.

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Out

Joachim Löw ist ein dankbarer Bundestrainer für Journalisten. Erst die ganzen Überraschungen bei der Nominierung des vorläufigen EM-Kaders, demnächst dann die Casting-Show, wenn drei Kandidaten unter Tränen wieder nach Hause geschickt werden, während heulende Fans ihre Pappschilderchen mit aufgemalten Herzen in die Höhe recken. Das gibt schöne Bilder für die Jahrbücher, da kann man Hoeneß, Kahn und Hitzfeld inklusive Blumen hübsch daneben abdrucken. Von Wörns tut es auch ein Archivbild, der sieht sowieso immer aus, als wäre ihm gerade das Schulgeld abgezogen worden.

Die drei Heimgeschickten werden sein: Trochowski, Neuville und Odonkor. Trochowski hat dieses Jahr außer einem zweiten Platz beim letztwöchigen Ausflug des HSV auf die Cartrennbahn nicht sonderlich viel gerissen, und als van der Vaart in ein Leistungsloch groß wie Spanien fiel, zuppelte Troche ihm häufiger mal am Trikot, wissen wollend, was er jetzt machen sollte. Kleiner Tipp: immer nur aus 35 Metern aufs Tor zu schießen war die falsche Antwort. David Odonkor hat diese Saison gefühlte 25 Minuten gespielt, was ein Wettbewerbsvorteil sein könnte: wenigstens ist er jetzt fit. Außerdem hat er vielleicht ein paar Sekundärtugenden, von denen man hier nichts ahnt. Vielleicht kann er ganz passabel Gitarre spielen. Und Neuville konkurriert vermutlich mit Helmes um die Position als Konterstürmer: Ich tippe, Helmes darf mit.

Löw ist ein sehr undankbarer Bundestrainer für Journalisten: am Ende ist nämlich eh wieder alles falsch.

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Hanuta

Momentan ernähre ich mich von Hanuta. Wer wissen will, warum, soll sie sich kaufen, alle anderen sind richtig hier, das ist schließlich ein Fußballblog. Übrigens würde ich gerne ein Porträt von Rolfes gegen ein Klose-Porträt tauschen, meintehalben auch ein Löw-Porträt gegen ein Klose-Porträt, ich übernehm auch das Porto. Dass ausgerechnet Kloses Porträt ausgerechnet mich ruiniert, obwohl ausgerechnet Uli Hoeneß ausgerechnet aus der Portokasse ausgerechnet einen Starfotografen beauftragen kann, um von Klose ausgerechnet ein Porträt zu schießen beim Training, und er am Ende wahrscheinlich auch noch die Bildrechte hält, das, ausgerechnet das, frustriert mich.

Zum Punkt. Und weiter: Wie wärs eigentlich, wertes Hanuta, die Bilderchen mal etwas interessanter zu gestalten? Gut wär das. Aber wie? So zum Beispiel.

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Ich krieg die Krätze

Offizielle Fußballevent-Songs haben sich ja schon immer durch ihre beeindruckende Impertinenz und ihrem als massenkompatibel fehlgedeuteten Hintergrundgedudeltums ausgezeichnet – ganz abgesehen von den abgedroschen Sprachverirrungen, die man gerne als „Text“ bezeichnet. Gemeinsam ist ihnen bloß das Missverständnis, Gedudel sei Pop, Pop populär, und populär wäre an sich ja schon mal nicht schlecht. Das ist das Ergebnis nächtelanger Sitzungen der Musikbeauftragten, die in ihrer Freizeit wahrscheinlich Schunkelclubs gründen. Diese Titelzeile des EM-Songs aber gehört zum Blödsinnigsten, was die an Blödsinnigkeit nicht eben arme Fußball-Musik-Kooperationsgeschichte bisher hervorgebracht hat:

Wir haben Fieber.

Dann nehmt Medikamente und wartet, bis ihr wieder gesund seid. Erst danach wieder singen, ja? Kann ja sein, dass da in der Kindheit das ein oder andere Thermometer explodiert ist, aber verschont mich doch bitte mit den Spätfolgen euer Quecksilbervergiftung. Danke.

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Schweiz

Heute Abend also die Schweiz.

Die Schweiz ist ein tolles Land, zumindest seit es da Eisenbahnen gibt. Gerüchteweise hört man, dass davor im Hinterland jedes Kaff mit über vier Einwohnern eine eigene Anstalt hatte, weil nicht so sehr viel neues Genmaterial sich bis in die entlegenen Täler gekommen war, zumindest nicht seit Hannibal, und das ist schon was her. Ich übrigens auch nicht, ich hasse Berge, Gipfel auch.

Das hat sich aber gegeben seither, inzwischen ist die Schweiz ein beliebtes Ausflugsland. Das ist auch richtig so, denn die Schweiz ist sehr gastfreundlich, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Als ich noch im Süden der Republik wohnte, sind wir häufiger mal in die Schweiz gefahren, da gab es vorzügliche Headshops, und wenn man bekifft durch Zürich läuft, wirkt man ganz wie ein Einheimischer: so langsam. Vielleicht waren die Schweizer deswegen nett zu uns, vielleicht sind sie auch prinzipiell nett.

Fußballerisch ist die Schweiz das Afrika Europas: Häufiger mal hochgelobt und gehandelt, Achtungserfolge gegen Favoriten gabs zuhauf (vor allem Frankreich), aber dann: immer abgekackt. Richtungsweisend war schweizer Fußballinnovation nur im Bereich unterklassiger Jugendfreizeitturniere, die nach wie vor und mit großer Begeisterung den sogenannten Schweizer Riegel (den ein Österreicher erfunden hat) praktizieren. Der Schweizer Riegel ist eine Art neunzigminütiger Brechstange (bei Ballbesitz) und schottischem Beton und ist nicht getrademarked von Nestlé.

An dieser Stelle merke ich, dass ich zu spät zu einem Treffen komme, weswegen der Artikel etwas abrupt endet. Mit einem „Viel Spaß heut Abend“ nämlich.

Viel Spaß heut Abend.

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Hader

Dem muss ich häufiger zuhören während der EM.

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Auch schön

Patzer heißt auf Österreichisch übrigens „Klecks“. Und dabei hat der Lehmann doch ne weiße Weste behalten.

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