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Große Seeschlachten: Von Wikipedia bis C.H.Beck

Ich bin sehr vorsichtig geworden, wenn es um wirkliche oder angebliche Skandale im Bereich von Urheberrechten und deren Verletzung geht. Ohne lange Recherche kommt man der tatsächlichen Wahrheit selten nahe.

Tatsächlich sieht es aber ganz so aus, als wäre die Entdeckung von Arne Janning, die er hier öffentlich auf Facebook dokumentiert und diskutiert, den ein oder anderen Medienartikel wert. Denn Arne weist nach, dass das geschichtswissenschaftliche Werk “Große Seeschlachten: Wendepunkte der Weltgeschichte von Salamis bis Skagerrak” der Autoren Arne Karsten und Olaf B. Radar in offenbar sehr großen Teilen wörtlich und teilweise inklusive Fehlern aus der Wikipedia abgeschrieben wurde. Ohne, dass die Autoren darauf hinweisen. Diese Meldung findet sich mittlerweile auch in erzürnten Amazon-Rezensionen des Buches wieder.

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Spotify-Playlists: Musikmoderation digital

Nachdem mein Artikel über Einnahmen aus dem digitalen Musikbereich jede Menge Interesse geweckt hat, wird es ein paar Updates zum Thema geben. Heute soll es um Playlists bei Spotify und anderen Streamingdiensten gehen, die mittlerweile eine markt- und somit verkaufsbeeinflussende Stellung erreicht haben.
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Das verdient man mit Musik im Netz

UPDATE Ich habe am Ende des Artikels Links nachgetragen und noch ein paar Sätze zum Thema CD-Verkäufe getippt.

UPDATE Ich habe hier noch einen Nachtrag zu diesem Artikel geschrieben.

Debatten, Vermutungen und Gerüchte gibt es genug rund um die Einnahmen, die man mit digitaler Musik generieren kann. Unsere Band Plan B liefert nun ein paar genaue Zahlen, denn wir sind nicht nur Musiker, sondern auch Label.

Und dazu gibt es ein paar schicke Fotos von Gregor Fischer.

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Sicherer mit Smartphone: F-Secure Freedome (inkl. Verlosung)

freedome

Vor dem Hintergrund der Snowden-Enthüllungen nimmt das digitale Wettrüsten Fahrt auf. Auf der einen Seite überwachen Geheimdienste quasi alles, auf der anderen Seite versuchen technisch versierte Menschen und Unternehmen, sich gegen diese Generalüberwachung zu wehren und die Nutzer digitaler Kommunikationswerkzeuge vor ihr zu schützen.

Generell, aber noch einmal mehr mit Blick auf meine Söhne, beschäftige ich mich besonders im Smartphone-Bereich mit einfach einsetzbaren Möglichkeiten, sich so gut wie es geht gegen diese Eingriffe in unser Leben zu wehren. Vor einigen Wochen habe ich mit Tunnelbear über ein kommerzielles Tool geschrieben, dass mittels VPN auf Rechnern und Smartphones für eine teilverschlüsselte und geografisch veränderte Internetnutzung sorgen kann, inzwischen gibt es auch von der finnischen und im geschäftlichen Bereich nicht unbekannten Firma F-Secure eine weitere Lösung für iOS und Android, die noch ein paar zusätzliche Funktionen hat.

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Die Sache mit der Transparenz

Neulich schickte mir jemand einen Twitter-Screenshot:
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WhatsApp, Facebook?

facebook_whatsapp

Das Analysieren der finanziellen Dimension des Facebook-/WhatsApp-Deals überlasse ich lieber den Analysten, die heißen ja schließlich nicht ohne Grund so. Ich selbst bin nämlich bei der Analysten-Prüfung durchgefallen, weil ich jeden Deal dieser Größenordnung mit den Worten “Die spinnen doch komplett” bewertet habe, das wirkte wohl etwas unseriös.

Mir fielen aber in den endlosen Twitter-Reaktionen einige Dinge auf, die ich gerne kommentieren möchte, denn meine Kommentatoren-Prüfung habe ich mit einer 3- erfolgreich abgeschlossen.
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#thedaywefightback – Der Tag, an dem wir zurückbannern

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Heute ist internationaler Zurückkämpftag als Protest gegen die Überwachung unseres Lebens durch NSA und Konsorten, und ehrlich gesagt habe ich es gerade eben erst mitbekommen, ich war einfach zu beschäftigt mit Threes.

Ich gebe auch zu, dass ich von der Wirkung solcher Onlineproteste nicht mehr wirklich überzeugt bin, denn wenn wir an einem Punkt sind, an dem “kämpfen” bedeutet, dass ich ein Banner auf meine Website knalle, einen Hashtag twittere und bei Facebook auf LIKE klicke, dann bin ich raus.

Andererseits (diese verdammte Altersambivalenz …) habe ich immer Respekt vor Leuten, die wenigstens für Aufmerksamkeit für ein Thema sorgen, und außerdem schmeiße ich ja selbst auch keine Überwachungskameras ein. Zynismus sollte ich mir daher sparen und stattdessen weiter überlegen, welche Konsequenzen ich selbst ziehen werde aus den Erkenntnissen der letzten Monate. Bisher habe ich einige Trackingcodes u.a. von Google (Adsense und Analytics) bei Spreeblick rausgeschmissen (was auch nicht viel bringt, denn getrackt werdet ihr sowieso und trotzdem, außerdem ist Google nicht die NSA – glaube ich – und es bleibt alles ein Kampf gegen Windmühlen), und ich überlege, wie ich Spreeblick noch “sauberer” machen kann, in erster Linie denke ich mal wieder über andere Modelle der Werbung nach.

Vielleicht eröffne ich aber auch ein neues, schamlos kommerzielles Blog mit Katzenbildern.
Mal sehen.
Die Zukunft bleibt ungeschrieben.

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Chaos Computer Club erstattet Strafanzeige gegen die Bundesregierung

Der Chaos Computer Club hat gemeinsam mit dem Internationale Liga für Menschenrechte e. V. Strafanzeige u.a. gegen die Bundesregierung, die Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, des Militärischen Abschirmdienstes und des Bundesamtes für Verfassungsschutz gestellt. Den genannten und dem Bundesminister des Inneren sowie der Bundeskanzlerin werden verbotene geheimdienstliche Agententätigkeiten sowie Beihilfe hierzu, Verletzungen des persönlichen Lebens- und Geheimbereichs und Strafvereitelung im Amt durch Duldung und Kooperation mit der NSA und dem GCHQ vorgeworfen.

Ich bin sicher, dass sich die Anwälte des CCC jede Menge fachliche Gedanken darüber gemacht haben, wie man solch eine Strafanzeige formuliert, ich wäre daher sehr froh, wenn man in den kommenden Wochen mehr davon hört als von der Strafanzeige der Piraten Hessen gegen Angela Merkel vom Juli 2013.

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Tempelhofer Feld: Arsch hoch!

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UPDATE Das Volksbegehren war erfolgreich.

Zugegeben: Die Zeichnung per Klick ist leichter. Wahlberechtigte Berlinerinnen und Berliner sollten sich dennoch die Zeit für eine echte, handschriftliche Unterschrift nehmen, denn beim Volksbegehren für den Erhalt des Tempelhofer Feldes fehlen noch einige Unterschriften bis zum Ablauf der Frist am kommenden Wochenende.

Allerorts schreien wir nach Volksbegehren, mehr Mitbestimmung und mehr Demokratie, wenn es dann aber darum geht, die wenigen Möglichkeiten auch zu nutzen, reicht zu oft schon die Beteiligung nicht aus. Es kann und darf nicht sein, dass uns die Politik auslacht, statt sich vor uns zu fürchten, und allein der Respekt vor denen, die sich monate- und jahrelang um Volksbegehren kümmern, gebietet wenigstens eine Beschäftigung mit dem Thema.

Alle Infos zu ausliegenden Listen und Terminen (und dazu, worum es überhaupt geht), findet ihr hier, sehr lesenswert ist auch dieser Artikel in den FAZ-Blogs:
“Berliner Freiheit GmbH? Der Ausverkauf des öffentlichen Raums am Tempelhofer Feld”.

Los. Arsch hoch. Das Tempelhofer Feld mag nur eine der vielen politischen Stellen sein, in die wir uns in dieser Stadt und im ganzen Land einmischen sollten, aber irgendwo muss man ja anfangen. Nicht nächste Woche, nicht morgen, sondern heute.

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2013 according to Twitter

2013 Twitter

Von mir wird es keine 2013-Liste geben, aber Twitter hat unter 2013.twitter.com wieder eine hübsche Übersicht der Highlights des Nachrichtendienstes zusammengestellt. Im Januar mit dabei und mit einer kurzen englischsprachigen Erklärung versehen: #aufschrei.

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Lesetipp: Rolling Stone über Snowden und Greenwald

Einzelne Lesetipps gibt es hier ja eher selten, doch für die Spreeklicks fehlt mir aus diversen Gründen gerade die Zeit. Das hier aber kann man sich schon mal geben: Der amerikanische Rolling Stone hat einen langen und sehr spannenden Hintergrundartikel über Edward Snowden und Glenn Greenwald, die man ohne Zweifel zu den wichtigsten Männern dieses Jahres zählen darf.

Snowden and Greenwald: The Men Who Leaked the Secrets

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The Guardian – NSA Files: Decoded

nsa_guardian

Das ist wirklich irre gut gemacht, was der Guardian da mit seiner interaktiven Aufbereitung der bisherigen Ereignisse rund um Snowdens Enthüllungen auf die Beine gestellt hat. Man wünscht sich solch modernen Journalismus für alle großen und komplexen Themen unserer Zeit.

Klar ist aber auch, dass Produktionen dieser Art jede Menge Geld verschlingen. Weshalb jetzt mal endlich das Guardian-Abo fällig wird bei mir.

NSA Files: Decoded. What the revelations mean for you.

UPDATE Bei heise gibt es eine Timeline der Ereignisse.