Update vom 13.10.2009 Sarrazin wurde von der Bundesbank degradiert.
Unser ursprünglicher Artikel:
Na bitte: Rassismus ist wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Schon wird abgewogen, dass er ja „irgendwie recht“ habe, der Thilo Sarrazin. Selbiger lässt sich in der aktuellen Print-Ausgabe von Lettre International über den Zustand Berlins aus und erklärt, dass sich Menschen, die „nicht ökonomisch gebraucht werden“, „auswachsen müssen“. Sarrazin weist außerdem den Weg in eine bessere Zukunft für Berlin: „Weg von Geldleistungen, vor allem bei der Unterschicht“.
Die Unterschicht, speziell aber die türkisch- und arabischstämmigen Berliner haben es dem ehemaligen Berliner Finanzsenator und derzeitigem Bundesbankvorstand besonders angetan, denn der Großteil dieser habe laut Sarrazin einfach „keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel“. Und Sarazzin weiß, wieso das so ist: „Man muß davon ausgehen, daß menschliche Begabung zu einem Teil sozial bedingt ist, zu einem anderen Teil jedoch erblich.“
Solche Aussagen solle man „prüfen statt prügeln“, meint Peter von Becker im Tagesspiegel und Volker Zastrow nutzt in der FAZ die Gunst der Stunde und konstruiert ebenso wie rechte Blogs, in denen Sarrazin bereits als „Held“ gefeiert wird, aus der Kritik an Sarrazins Äußerungen eine Debatte um Meinungsfreiheit. Als sei das Gespräch mit Sarrazin nicht in einem bekannten Intellektuellen-Magazin erschienen.
Prüfen sollte man jedoch tatsächlich dringend. Nämlich ob Sarrazin und jene, die sich schützend vor ihn stellen, noch alle Tassen im Schrank haben.
Read on my dear…















