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Wie man BitTorrent benutzt – Anleitung für Einsteiger

Da die Frage im Zusammenhang mit diesem Artikel auftauchte: Eine kleine Anleitung zur Nutzung von BitTorrent.

Anleitung für BitTorrent-Neulinge
Verlinkte Torrent-Dateien, auf die man im Netz stoßen kann, sind nie der Film oder die Musik oder irgendein anderer digitaler Inhalt selbst, sondern nur kleine Platzhalter-Dateien, eine Art Lesezeichen.

Die .torrent-Datei und der Client
Die Datei mit der Endung „.torrent“ muss mit einem BitTorrent-Client (eigenes Programm) geöffnet werden, um den Film/ die Musik/ was auch immer auf den eigenen Rechner zu laden. Eine Übersicht über solche (kostenfreien) Programme für alle Plattformen gibt es u.a. hier, ich selbst benutze derzeit Vuze (PC und Mac), teste aber gleich mal µTorrent (PC und Mac), den Christoph empfiehlt und der um einiges „schlanker“ ist als Vuze, welches inzwischen als ausgewachsenes Mediencenter daher kommt. Natürlich gibt es auch massig Clients für Linux.

Hat man einen BitTorrent-Client auf dem eigenen Rechner installiert, öffnet man damit die für den Film/ Musik/ whatever heruntergeladene Torrent-Datei. Nach einigen Sekunden oder auch mal Minuten beginnt der Client, den Film herunterzuladen und sucht dafür alle anderen BitTorrent-Nutzer im Internet, welche den Film bereits ganz oder teilweise auf ihrer Festplatte haben. So entsteht ein Netzwerk vieler einzelner Nutzer dieser einen Datei (ein Peer-to-peer-Netzwerk), die einzelne Bruchstücke der gesamten Datei so lange hin- und herschieben, bis irgendwann der komplette Film/ die Musik bei jedem angekommen ist. Man selbst ist also, sobald man die ersten Bruchstücke einer Datei auf dem eigenen Rechner hat, in einem BitTorrent-Netzwerk sowohl Up- als auch Downloader, Suchender und Anbieter gleichzeitig. Der Informationsaustausch, wer was und wieviel davon hat, läuft über einen Tracker, diese Software läuft auf einem Server im Netz, also nicht auf dem eigenen Rechner, man braucht sich als Nutzer darum nicht zu kümmern.

Geschwindigkeit, Seeder und Leecher
Die Geschwindigkeit des Downloads variiert — je mehr Nutzer gleichzeitig die Datei anbieten, desto schneller wird der Download. Sollte es anfangs sehr langsam gehen: Nicht verzweifeln, das Netzwerk braucht eine Weile, die Geschwindigkeit nimmt meist in kurzer Zeit zu. Man sollte den BitTorrent-Client also netterweise auch nach Fertigstellung des Downloads noch eine Weile laufen lassen, damit andere etwas davon haben. Es heißt schließlich „File Sharing“: Dateien teilen.

Der Download z.B. eines Spielfilms in guter Qualität kann also 10 Minuten, aber auch mehrere Tage dauern, je nachdem, wie beliebt und somit verfügbar die Datei ist. Der Client liefert in der Regel statistische Informationen. Nutzer, welche die Datei komplett anbieten, nennt man „Seeder“, diejenigen, die noch nicht über die ganze Datei verfügen, sind „Leecher“. In manchen BitTorrent-Suchmaschinen kann man anhand der angezeigten Anzahl der Seeder und Leecher abschätzen, ob ein Download schnell oder langsam sein wird.

Rechtliches und Sicherheit
Die Nutzung eines BitTorrent-Clients ist völlig legal und man muss sich bei legal angebotenen Dateien wie der hier beschriebenen keine Sorgen machen. BitTorrent-Downloads können jedoch illegal sein, wenn es sich bspw. um urheberrechtlich geschütztes Material handelt, oder sich mindestens in einer rechtlichen Grauzone befinden. Deshalb: Know what you’re doing!

Der ungewollte Zugriff auf die eigene Festplatte, die Gefahr eines ungewollten Anbietens der eigenen, vorhandenen Musik- oder Filmbibliothek besteht bei BitTorrent nicht, dennoch sollte man sich ein wenig mit dem Programm und der Technik auseinandersetzen. Es kann nie schaden, wenn man halbwegs weiß, was da passiert und was man tut.

Dies gilt auch für die Torrent-Dateien selbst. Es gibt wie in jeder „Szene“ eine eigene Sprache, die im Dateinamen bspw. die Qualität einer Datei beschreibt, vertrauenswürdige wie zweifelhafte Anbieter und natürlich kursieren auch Fake-Dateien, die nicht das sind, was sie vorgeben. Auch Malware, Viren und Phishing- bzw. Spionage-Programme können sich über BitTorrent verbreiten.

Sonstiges
Zum Sichten aller Film-Formate empfehle ich uneingeschränkt den Open-Source-Player VLC für PC, Mac und Linux.

49 Kommentare

  1. 01

    VLC entwickelt sich – still und heimlich – zu einer Art Standard-Player, habe ich den Eindruck!

  2. 02

    zum „sichten“ ^^ empfehle ich unter Mac gerne auch http://www.plexapp.com/

    für die, die es etwas kuscheliger mögen – so mit Fernbedienung. Is auch ne (im AV-Bereich) nette Alternative zu Front Row. Sehr nett wenn man vor nen 24″ (oder neuerdings 27″ – die ham echt einen an der Waffel^^) iMac sitzt ;-)

  3. 03
    Schtuef

    Wie, legale Inhalte ? Ich dachte da gibts ausschließlich Kinderpornographie und gestohlene Schallplatten zu kaufen. Das haben mir die Leute aus der Polemitik im Fernsehen so erzählt ! Fragt lieber nochmal beim Ministerium für Diffamierung, Senioren, Frauen und Jugend nach, die haben da mehr Ahnung von.

  4. 04

    Wenn ich so einen Artikel lese, wird mir immer ganz anders:

    1. Ich zweifle grundsätzlich daran, dass ich mir irgendwelche Filme herunterladen müsste.
    2. Mir wird immer ganz malade, wenn ich diesen Technik- und Programmierkrams lese und sage mir: „Warte!“, warte bis sich alle irgendwie geeinigt haben und ich nur noch irgendwo einen(!) Knopf drücken muss und ich mich direkt zum Filme gucken zurücklehnen kann.

    Mir ist das einfach immer zu viel dieses hier noch was runterladen, da noch etwas berücksichtigen und hier noch etwas umbauen und zum Schluss noch ungefähr eine halbe Ewigkeit warten (für in meinen Augen mindestens zurzeit noch eher fragwürdige Endprodukte).

    Last but not least, ihre Seite lese ich nichtsdestotrotz gerne.

  5. 05
    Ullrik

    danke! aber irgendwie funktioniert das bei mir noch nicht so ganz.
    habe mir µtorrent geholt, .torrent datei geladen und jetzt sagt er mir, dass er fertig sei. hat aber erst 25kB runtergeladen – das ist für den film ein bisschen spärlich, oder?! ;-)

  6. 06

    @Ullrik: ;-) Die Torrentdatei (die mit den 25kb) mit dem Programm, das du vorher geladen hast aufmachen ^^ – dann geht der eigentliche download los :D

  7. 07
    Ullrik

    ja, habe ich ja:)
    aber nach ner halben sekunde sagt er “100% done“ und “seeding“ :/

  8. 08

    @Ullrik: dann hattest du bestimmt die Datei die für die deutschen Untertitel nur geladen – der Film is etwa 800 mb groß – mit dem trailer und making of oder was das is, zusammen etwas mehr ^^

  9. 09

    Hehe, Süße kleine Anleitung :) Aber gut für alle die sich damit nicht auskennen. Bei meinen eigenen anfängen mit .torrent dateien musste ich auch erstmal herausfinden was ich den mit diesen mini dateien machen soll…. Hat Stunden gedauert.

  10. 10
    Ullrik

    *hust* jaah

    danke! :-)

  11. 11

    was clients angeht, habe ich sehr gute erfahrungen mit transmission. ist natürlich freeware.

  12. 12
    alex

    die Anleitung hätte mir bei meinem ersten torrent file auch gut getan *gg*
    Aber wie bekomme ich die Untertiteldatei eingefügt und ist bei dem avi auch Ton dabei?
    Bei mir ist leider alles stumm! – ich dumm??

  13. 13
    Stefan Sordon

    Unter Windows ist µTorrent die beste Wahl. Leicht, schnell & fluffig.
    Unter Linux kann ich Ktorrent empfehlen. Hat die gewissen Extras die man im Betrieb so braucht. Wer es ganz genau wissen will der braucht nur Podcast hören. Sehr zu empfehlen :)

    http://chaosradio.ccc.de/cre057.html
    http://chaosradio.ccc.de/cr141.html

  14. 14

    ich würde für mac eher transmission als client empfehlen, auch sehr schlank und flott http://www.transmissionbt.com/

  15. 15
    Jolly

    @HarryHIII: Zu Punkt 2: Einen BitTorrent-Client zu nutzen hat doch nix mit Programmierkrams zu tun.
    Zurücklehnen und warten, bis andere was für einen machen führt meist leider nicht zu den gewünschten Ergebnissen.

  16. 16

    @alex: Wenn Ton fehlt, liegt es am Player, bei mir spielt er in VLC den Ton prima ab, in Quicktime aber nicht. Hol‘ dir VLC, wirklich. Damit hast du auch mit Untertitel-Dateien (Endung: .srt) kein Problem, die einfach im gleichen Verzeichnis wie der Film liegen müssen. In VLC kannst du die Untertitel dann ein- und ausblenden bzw. auswählen.

    @Aroundallblogger: So ging mir das natürlich auch und als ich gerade beim Tippen des Film-Artikels war dachte ich: Jetzt schreib ich das endlich mal halbwegs kurz und einfach auf. Vlt. hilft’s ja dem einen oder anderen.

    @HarryHIII: Es klingt anfangs komplizierter als es tatsächlich ist — die Hinweise darauf, was da passiert, sind ja nur fürs Verständnis. Aber es ist ja richtig: Die Technik wird sich erst durchsetzen, wenn sie von Apple jemandem extremst vereinfacht wurde. @Dirk: Plex und andere Media-Center wollen das ja tun, aber so richtig rund ist das auch noch nicht. Trotzdem sehr spannend, was in dem Bereich passiert.

    Und von wegen vereinfacht: Tatsächlich nutze ich inzwischen die „Ausleih“-Funktion von iTunes, obwohl das Angebot mager ist. Aber so muss das sein: Zwei, drei Euro, Film kann während des Downloads schon angesehen werden, kein Stress wegen illegaler Inhalte, gute Qualität (meistens „¦), Speicherplatz ist nach zwei Tagen automatisch wieder freigegeben. Nur so bekommt man diese Technologien (die natürlich in diesem Fall nichts mit BitTorrent zu tun haben) auf ein von allen benutzbares Niveau.

  17. 17

    @Jolly: Du unterschätzt da was, glaube ich, weil du dich vermutlich regelmäßig mit deinem Rechner und Software beschäftigst, wie viele hier. Das tun aber nicht alle, zum Glück. Einen Fernseher schaltet man an, um und aus. Deswegen hat jeder einen. Technik ist dann für eine breitere Nutzerschaft gut, wenn man sie nicht mehr beachten muss.

  18. 18
    peter h aus b

    Menno, ich hab stundenlang gefrickelt, bis mein erster Torrent lief. Hättest du das nicht 2-3 Jahre früher schreiben können?
    Aber guter Service für Noobs..

  19. 19
    peter h aus b

    BTW: Ich benutze Transmission für Mac, sehr schlank, kostenlos, einfach zu bedienen und relativ flott unterwegs.

    Und vielleicht noch erwähnenswert: große Dateien werden inerhalb eines torrents gerne in viele kleine Segmente geteilt, die sich mit unrar, split & contact oder ähnlichem zusammenfügen lassen.

  20. 20

    Die Sicherheitshinweise gelten ebenso für eMule, das jedoch im Hinblick auf Dateiangebot, Dateilebensdauer und vor allem (!) Komfort der Suchfunktion immer noch unschlagbar bleibt.
    (Find mal was ohne Suchfunktion. :p)

    Siehe auch: http://contentdb.emule-project.net

    BitTorrent ist in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit immer noch der hinterletzte Käse.

    (Anm.: Ich selbst bin Betatester und deutscher Übersetzer des BT-Clients Halite. Nicht, dass mir eine generelle Aversion unterstellt wird. Aber gegenüber eMule bietet BT keinerlei Vorteile.)

  21. 21
    Kinch

    @der tux mal wieder.:

    > Aber gegenüber eMule bietet BT keinerlei Vorteile

    Doch natürlich. Finde es komisch, dass ein Beta-Tester den grundlegenden Unterschied zwischen Bitorrent und Emule nicht verstehe.

    Bei Bitorrent hat der Distributor, als der Erzeuge der Torrent-Datei Kontrolle über die Verbreitung seiner Datei, und auch der Nutzer hat beim runterladen wesentlich mehr Sicherheit, dass die Datei auch das ist, was sie vorgibt zu sein. Das ist ein wesentlicher Unterschied; emule fällt für viele Sachen deswegen als Distributionsweg aus.

    Auch weiß ich nicht, was an Bittorrent so schwer sein soll. Sorry: Torrent-Datei in Ordner laden, der Rest macht zum Beispiel rtorrent selbst. Viel einfacher kann man die Technik nicht gestalten.

  22. 22

    Weiß nicht, ob das so im Artikel deutchlich wird:

    Wenn es mehr als einen Torrent zur Auswahl gibt, sollte man auch auf das Verhältnis von Seeds/Leechers achten, sprich ein Torrent mit 100 Seeds aber 300 Leechers lädt wahrscheinlich langsamer als ein Torrent mit 10 Seeds aber auch nur 3 Leechers.

    Zum politischen: Ist schon klar, das 90% des Bittorent-Traffics illegal ist aber ich glaube Tim Pritlove meinte mal bei Chaosradio, daß es halt z. B. für Linux-Distributionen und allen anderen Fällen, in denen jemand größere Dateimengen legal anbieten will (Independent Filme, -Dokus „¦), einen unendliche Kostenersparnis ist, wenn nicht der Datenverkehr über FTP oder per normalen HTTP-Download geregelt wird, und der Anbieter bei seinem Hoster für den Traffic zahlen muss. WoW-Addons werden, glaube ich, auch per BT vertrieben, die sparen da richtig Kohle.

  23. 23

    @kinch: Du liegst falsch.

    1) Die Verbreitung einer Datei kann auch über BT nicht kontrolliert werden, höchstens die der Downloads mittels der initialen .torrent-Datei.

    2) Fakedateien sind auch in eMule leicht erkennbar. Daran, dass sie unter 20 verschiedensten Namen angeboten werden, daran, dass sie eine total vermurkste Dateigröße haben, daran, dass sie von mehreren Benutzern als solche gekennzeichnet wurden, … – also „mehr Sicherheit“ seh ich bei BT da nicht.

    3) Torrent-Datei in Ordner laden, schön und gut. Und woher bekommst du die? Eben – du musst danach suchen. Unter Umständen auf -zig verschiedenen Trackern, wenn es nicht gerade „heißes Zeug“ ist. Hm?

  24. 24
    Jolly

    @Johnny Haeusler: Okay Johnny, ich stimme deinem letzten Satz zu. Schließlich benutze ich auch einen Mac. Ich meine aber schon, dass man zumindest bedenken sollte, dass die vermeintlich komfortabelste (und damit Massenmarkt-taugliche) Lösung nicht zwangsläufig die technisch fortgeschrittenste oder individuellste ist. So ganz allgemein mal.

  25. 25
    Kinch

    @der tux mal wieder.:

    1) Doch. Ebenso, wie ich einen Download nicht mehr anbieten kann. Wichtig ist, dass man selbst die Datei nicht mehr verteilt. Dass man technisch nicht eine Verbreitung auf anderen Kanälen verbieten kann, ist wahr, hat aber erstmal damit nichts zu tun.

    2) Na ja, wirklich zuverlässig ist das nicht.

    3) Du vergleichst Emule mit Bitorrent zu sehr. Das sind ganz andere Vertreibswege: Bittorrent ist näher am klassichen Download. Du hast nicht eine Datei die du suchst, sondern eine dir vorher bekannte Download-Quelle. Wenn ich zum Beispiel die neuste PCBSD-ISO laden will, dann suche ich nicht per Bit-Torrent client danach, sondern gehe auf die Projekt-HP. Das ist halt der torrentsche-Wesensmerkmal: Du hast einen klaren Distributor, statt ein P2P Netzwerk wo jeder selbständige Dateien verteilt.

    Und ich kann mir dann auch sicher sein, dass die ISO die aktuelle und unveränderte Version ist; sofern ich mich von der Echtheit der Torrent überzeut habe.

    Edit: Das Einzatzfeld von Bittorrent ist hautpsächlich dort, wo jemand Dateien verteilen will, aber nicht die nötige Kapazität hat, um solche Bandbreiten bereit zu stellen.
    Bitorrent und Emule haben da in meinen Augen klar ganz verschiedene Einsatzwecke.

  26. 26

    @Kinch:

    1) Wenn ich einen Download nicht mehr anbiete, bieten ihn andere auch weiterhin an. Das ist das Prinzip des Filesharings, alles andere läuft dem zuwider.
    (Wobei Bittorrent ohnehin eher Filetrading-basiert ist…)

    2) Öhm, doch. Hashwerte sind eindeutig.

    3) Ich habe bei BitTorrent KEINE vorher bekannte Downloadquelle. Bei P2P lade ich nicht von einem Server herunter, sondern von Leuten, die über ihn kommunizieren.
    (Moderne Systeme wie eMule beherrschen auch die komplett serverlose Kommunikation, die brauchen nicht mal .torrent-Dateien oder so einen Murks…)

    Die „Echtheit“ lässt sich – AUCH in Bittorrent – ausschließlich über den Hashwert verifizieren. Webseiten kann man jederzeit verändern, unbemerkt auch von außen, sofern ’ne Sicherheitslücke vorliegt. Wo ist BT da besser geschützt?

    Auch edit:
    Nein, der Einsatzzweck ist der gleiche. Wenn ich mal eben ein neues CC-BY-irgendwas-Album oder eines meiner Programme verteilen will, packe ich das ins eMule und warte, bis genug Leute genug Teile haben, damit sie das unter sich ausmachen können. So spare ich Traffic auf meinem Webspace. Ich kann den „verschiedenen Einsatzzweck“ beim besten Willen nicht erkennen.

  27. 27
    Kinch

    @der tux mal wieder.:

    1) Nein Sorry, dann hast du Bittorrent nicht verstanden. Wenn der Besitzer die Torrent-Datei für ungültig erklären lässt, kann auch keiner das bestehende P2P-Netzwerk weiter nutzen.
    Er kann andere Netzwerke aufbauen, aber dass ist dann nicht mehr Sache des ursprünglichen anbieters

    2) Na ja; wenn jemand behauptet das sei die neuste Iso, muss es noch lange nicht stimmen. Ich kann mir zwar auf der Projekt-HP die md5sum runterladen und vergleichen, praktikabel ist das aber jetzt nich tso.

    3) Doch. Du hast bei Torrent nur einen Distributor der bietet auch meistens die Torrent-Datei ein.

    Nein, wie gesagt: Wenn ich in meinem Emule-Ordner die Datei entferne, hört das Sharing im Emule-Netzwerk nicht auf. Wenn ich die Torrentdatei vom Server lösche aber schon.

  28. 28

    @Kinch:

    1) Wenn ich eine Datei via P2P verteile, kann ich die nicht mehr aus dem Kreislauf entfernen. Aus einem vielleicht ja, dann erscheint sie eben stattdessen in zwei anderen. So meinte ich das.

    2) Eben.

    3) Nö. Im BT darf jeder was veröffentlichen, wenn er Spaß dran hat. Ich kann mich auch Debian.org nennen und ein paar knuffige Childp0rns unter diesem Nicknamen als Debian-ISO tarnen. Woher willst du wissen, ob ein „Distributor“ vertrauenswürdig ist oder nicht? Da hilft eben nur MD5-Vergleich.

  29. 29
    Kinch

    1) Ja. Ich sage ja: Du kannst weiteres Verteilen nicht verhindern; aber das ist dann nicht mehr dein Problem. Das andere andere Netzwerke aufbauen müssen und nicht dein initiales Netzwerk verwenden ist ja der springende Punkt.

    2) Nein, ich finde das völlig unpraktisch. Im Netzwerk muss ich dennoch den Originalanbieter identifizieren, um mir von ihm einen gültigen Hashwert zu besorgen.
    Bei Emule tut das doch kein Mensch. Somit ist es es reines Gottvertrauen, dass die Dateien echt sind.

    3) Ich verstehe deinen Einwand nicht so ganz. Debian.org ist belegt, die Webseite kannst du nicht okkupieren. Wenn ich auf Debian.org gehe und eine Torrent finde, kann ich relativ sicher sein, dass die Torrent die richtige Datei liefert wird.
    Wenn ich in Emule die Datei von irgendeiner unbekannten IP bekomme, habe ich diese Sicherheit nicht. Ich muss immer noch Debian.org ausfindig machen um mir den Hash zu besorgen. Was ich – wie gesagt — für unrealistisch halte, bzw. für deutlich aufwändiger.

  30. 30

    @Kinch:

    ad 1):
    Wenn du deine Datei „zurückziehen“ willst, dann in der Regel doch nicht nur von einem einzigen Tracker?

    ad 2):
    eD2K-Links beinhalten immer den Hashwert. Es ist übrigens auch reines Gottvertrauen, im BT darauf zu hoffen, dass der Anbieter der Torrentdatei keinen Schindluder treibt.

    ad 3):
    Ich meinte den Nicknamen. Oder „Official Debian“ oder so was eben…
    Wenn ich auf eine Seite wie die ContentDB gehe, wo jeder Link von Moderatoren geprüft wird, würde ich da auch nicht „blindes Gottvertrauen“ attestieren.

  31. 31

    wer keinen Client installieren will, der kann sich unter Torrent2exe die Torrent-Datei in eine .exe umwandeln lassen, das ist dann torrent & client in einem.
    genauere beschreibung

  32. 32
    Kinch

    1) Also die Torrents die ich bisher hatte, waren immer auf einem Tracker. Und wie Besitzer der DAtei wollten war die Datei auch nicht mehr beziehbar. Vielleicht noch auf irgendwelchen Warze-Seiten, aber das war für mich keine Alternative.

    2) Sehe ich anders. Bekannten zu vertrauen bewerte ich anders als Unbekanntenß

    3) Nickname bei Torrent? Habe ich noch nie gesehen. Ich habe auch noch nie irgendwelche Torrent-Dateien von Nicknamen bezogen. Ich wüsste auch nicht, wo da Nicknamen stehen sollen.

  33. 33

    @Kinch:

    2) Woher weißt du, dass du dein Gegenüber kennst?
    3) Neben dem Link zur .torrent-Datei.

  34. 34
    Kinch

    Du hast doch moniert, dass man Torrents nicht suchen könnte. Wenn ich jetzt für jede Datei separate den Hash-Suchen muss, läuft das doch aufs gleiche hinaus.

    Suchst du eigentlich zu jeder Datei den passenden Hash?

    Ähm, ich kenne die Webseite? Also ich rede nicht von irgendwelchen Foren wo jeder Nutzer torrents Postet, sondern von Webseiten, die das anbiet. Ich weiß zum Beispiel, dass http://www.freebsd.org/ dem Freebsd-Projekt gehört. Wenn es dort in der Download-Sektion Torrents gibt, kann ich relativ sicher sein, dass das die richtigen sind.

  35. 35

    Ah, ja. Dann haben wir aneinander vorbeigeredet, erbitte Verzeihung. Verstehe aber gerade bezgl. „offizieller“ Veröffentlichungen dann noch weniger, wo BT Vorteile gegenüber eMule bietet, wenn du Links auf offiziellen Seiten vertraust?

  36. 36
    Kinch

    Ok, kein Problem.^^

    Na ja, ok, das stimmt: Wenn die Links zu Emule auf den Seiten sind, nimmt sich das nichts in der Sicherheit. Aber ich dachte da speziell eben an Dateien die ich per Emule-Client suche, ohne auf die offizielle HP oder so zu gehen.

  37. 37

    Der Vorteil bei eMule ist, dass das überhaupt geht. ;-)

    Wie gesagt, i.d.R. erkennt man Fakedateien daran, dass sie zig verschiedene Namen haben… ansonsten nimmt sich das nicht viel.

  38. 38
    Kinch

    Ich wollte Emule auch nicht schlechter machen. Ich denke halt wie gesagt, dass das eher verschiedene Einsatzwecke hat. Emule ist halt ein dezentrales Netzwerk und daher flexibel und offener. Torrent ein Zentrales und daher zumindest /innerhalb der Netzwerk/ kontrolliebar.

  39. 39

    … und abschaltbar, somit für „illegale Zwecke“ zusehends weniger interessant.
    (Sicher, hier geht es nur um Creative-Commons-Filme und -Musik, aber…)

    ;-)

  40. 40

    Der Browser Opera unterstützt ebenfalls den Download von Torrents.
    Sicherlich nicht das beste Programm, dafür aber vielleicht schon auf dem eigenen Rechner vorhanden.

  41. 41
    der herr schroeder

    Na, dann … Ihr werdet das schon irgendwie schaffen. Man könnte meinen, Download ist viel geiler als Musik. :D

  42. 42
    mussnichtsein

    Finde eigentlich das sowas umstrittenes hier nichts zu suchen hat…
    Der Hinweis das solche Dateien auch illegal sein können ist auch richtig überzeugend.
    Aber ihr wisst sicher was ihr tut.

  43. 43

    Ich bin der Meinung, man sollte sich die Sachen auch kaufen. Man muss sich nicht wundern, dass CD´s immer teuerer werden. Nicht zuletzt ist das auf illegale Downloads zurückzuführen, denn das verlorene geld muss ja irgendwie wieder rein geholt werden.

  44. 44
    Felix

    Schönen guten Tag,

    Habe am 12.02.2016 ein musikalbum über utorrent heruntergeladen. Soweit alles gut nur bis ich gestern ein schreiben bekommen habe vom Anwalt dass ich das gedownloadete Album veröffentlicht habe obwohl ich es nich hochgeladen habe. Wie kann sowas passieren? Kann mir das hier jemand erklären zumalbei utorrent als geladene Datei 414mb steht und als gesendet 7,03GB.

  45. 45

    @Felix: Wer BitTorrent nutzt, empfängt nicht nur, sondern sendet auch. Je nach Datei kann beides legal und illegal sein.

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