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Telefonkonferenz der ADH über laufende Hilfsmaßnahmen für Haiti

Ich finde es äußerst spannend zu beobachten, wenn die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung ein Unternehmen zur Nutzung eben jener motivieren. Während des kurzen Telefonats mit Thilo Reichenbach vom Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“, dem eure Rettungsanker-Spenden zugute kommen, zeigte er sich äußerst begeistert von den Reaktionen, die das Bündnis derzeit via Twitter, Facebook, Blogs etc. erreichen und kündigte mir das Vorhaben an, einige der täglichen Telefonkonferenzen, in der sich alle bei der ADH beteiligten Hilfsorganisationen abstimmen bzw. über die jeweiligen Aktionen auf dem Laufenden halten, mitzuschneiden und ins Netz zu stellen.

Die erste dieser Aufzeichnungen ist nun online und zu hören bekommt man, anders als es einen der für meinen Geschmack etwas zu reißerische Titel der Aufnahme vermuten lassen könnte, keine Sensationen, sondern einen nüchternen Einblick in die umfangreiche Arbeit der einzelnen Organisationen. Einen Einblick, der nichts anderes tut, als diese Arbeit den Mitfinanzierenden näher zu bringen. Klicken Sie bitte hier:

8 Kommentare

  1. 01
    stan

    Wow, klasse Aktion. Das ist Transparenz und entzaubert auf richtig gute Art und Weise den Mythos der Entwicklungs/Nothilfe über die so viele eine Meinung, wenige aber wirklich Einblick haben. Mensch, ich bin richtig stolz auf euch, ehrlich!

    (und ja, ich weiß ihr habt ja nix gemacht… aber, naja, irgendwie doch, oder?)

  2. 02

    @stan: In diesem Fall haben wir tatsächlich gar nichts gemacht (außer den Hinweis), wir kennen ja ADH auch erst seit letztem Freitag. Ich finde solche Schritte als Experiment einfach spannend. Ob das nun wirkliche Transparenz ist, mit der man plötzlich ungeahnte Einblicke bekommt? Sicher nicht. Aber es ist ein Schritt, der auf keinen Fall schaden kann, glaube ich.

  3. 03
    stan

    @Johnny Haeusler: Dito, so war mein Kommentar auch gemeint. Und, hey, stellt euer Licht mal nicht so unter den Scheffel… du musst ja jetzt nicht anfangen zu prahlen, aber ich hoffe und wünsche euch, dass die Hilfsbereitsschaft die (auch) ihr ausgelöst habt euch ein Lächeln auf die Lippen zaubert, den selbstverständlich ist dies hier beileibe nicht.

  4. 04
    Christian

    Geht es hier jetzt um Transparenz? Das einstellen von selbstgewählten Telefonschnipseln ist keine Transparenz, sondern Öffentlichkeitsarbeit nach Maß in eigener Sache.

    In Haiti steht die Welt kopf und die ADH dokumentiert, wieviel Arbeit das macht und wie ernsthaft sie arbeiten. Es geht aber nicht um ADH, um Selbstreferentialität in „guter Sache“. Das gleiche fällt mir auch hier im Spreeblick auf: Viele Worte und große Begeisterung für die eigene Spendenaktion. Der Blick geht gar nicht nach Haiti, sondern in den Spiegel.

    Ich vermisse Beispiele für die andere Stärken des Netzes: Direkte Information abseits der üblichen Medienkanäle; authentische, direkte Kommunikation ohne Betroffenheitspathos. Abseits der Mitgefühlsmaschinerie, die morgen schon bei der nächsten Katastrophe Halt macht. Das sind Dinge, die Menschen aufwecken und letztlich auch zu mehr Spenden verhelfen können – und nicht die Begeisterung für das eigene Medium und die vermeintlich gute Sache.

    Nur Spenden. Wie auf allen anderen Kanälen.

  5. 05

    @Christian: Wie immer ändert sich sehr wenig, wenn man nur kommt, um sich zu beschweren. Also sei gerne mein Gast und nutze die Kommentarfunktion für Hinweise auf die von dir beschriebenen Möglichkeiten des Netzes.

    Vielleicht gelingt es dir ja besser als uns.

  6. 06
    Frankee

    @Johnny Haeusler: Manchmal ändert sich eben doch ein bisschen was. Ich bin mir zum Beispiel sicher, dass du Kritik an Spreeblick bei zukünftigen Aktionen in irgendeiner Form mit einbeziehen wirst.
    Man muss doch nicht immer alles besser machen um etwas kritisieren zu dürfen. Ist ja kein Wettbewerb hier. :)
    Ach so: Das soll natürlich nicht heißen, dass ich Hinweise in den Kommentaren auf direkte Informationsmöglichkeiten und ähnliches, durch Christian oder andere, nicht auch begrüßen würde.

  7. 07

    Johnny, vielleicht wäre jetzt ein guter Moment, um in Bezug auf das Spendenziel (25.000,- €) einen Beitrag „Aktion Zieleinlauf“ (u.ä.) zu starten, bei dem dann stündlich rückwärts gezählt wird, bis das Spendenziel erreicht ist.

    Zusage: Kommt so ein Beitrag in Spreeblick, so spende ich 50 Euro. =^-^=

    Na?

  8. 08

    @Christian:

    Doch, das ist Transparenz und auch die „direkte Information abseits der üblichen Medienkanäle“ die Du forderst. Ich habe die Berichterstattung in Deutschland nicht weiter verfolgt, aber hier im UK wurde immer wieder berichtet wie lange dass doch alles dauern wuerde und dass das keiner verstehen wuerde. Was keiner bedenkt ist dass da ueberhaupt erst einmal einiges an stinklangweiliger Logistik organisiert werden muss.

    Mag vielleicht nicht unbedingt zum Spenden anregen, aber bringt vielleicht erst einmal ein paar der ewigen Meckerfritzen zum nachdenken dass das vielleicht nicht so einfach ist. Klar, durch Twitter, Internet und den ganzen Kram verbreiten sich heute Nachrichten einiges schneller, Schiffe, Flugzeuge und sonstwas loszuschicken wird dadurch leider nur unerheblich beschleunigt.

    Von der ganzen Koordination der gefuehlten 35tausend Organisationen die dort mit rumwuehlen mal ganz zu schweigen.

    Mal davon abgesehen, was fuer eine „authentische, direkte Kommunikation ohne Betroffenheitspathos“ haettest Du denn gerne? Wo soll die herkommen? Und wie soll das ablaufen?

    Ich finde es schon schlimm genug dass da so ungefaehr jeder Sender vermutlich seinen eigenen Korrespondenten hinschickt, schliesslich muessen die auch verpflegt werden, nehmen wertvolle Kommunikationskapazitaeten in Beschlag und koennten im Extremfall (naemlich wenn sie von den wohl dort umgehenden Banden gekidnappt werden) sogar auch noch Soldaten binden die besser anderweitig gebraucht werden koennen.

    Die lokale Bevoelkerung duerfte jetzt auch erst einmal andere Sorgen haben als zu bloggen oder sonstwas. Ich vermute allerdings dass da trotzdem irgendwo Bilder auf Flickr oder Twitter rumschwirren. Die koenntest Du ja dann mal recherchieren und Johnny zur Verfuegung stellen. Oder ein paar Originalstimmen finden und ins Deutsche uebersetzen, ich habe irgendwie das Gefuehl dass die eher selten auf Deutsch sind.

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