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Social Spreeblick: Update

Wir hatten Experimente mit den Social-Media-Buttons bei Spreeblick angekündigt und testen nun eine neue Variante, die im Grunde auch eine Zwei-Klick-Lösung ist, aber unserer Meinung nach verständlicher funktioniert:

Vorweg: Die Heise-Lösung läuft bei uns nicht und auch einige andere scheinen damit Probleme zu haben, so kann ich die Buttons z.B. beim Tagesspiegel (dort kommt anscheinend auch die Heise-Lösung zum Einsatz) unter Mac OS X in Chrome nicht aktivieren. Unsere Erfahrungen der ersten Woche mit unserer eigenen Zwei-Klick-Lösung haben zudem gezeigt, dass die Empfehlungen via Twitter oder Facebook massiv in den Keller gegangen sind. Dies kann natürlich verschiedene Ursache haben, in erster Linie glauben wir aber, dass die Buttons besser sichtbar sein müssen und der Vorgang so einfach wie möglich gestaltet sein sollte.

Deshalb haben wir uns für die leichteste Lösung entschieden: Wir laden die kleinen Button-Bilder für Twitter und Facebook vom unserem Server (ihr Abruf wird also nicht von den Unternehmen getrackt und es werden zu diesem Zeitpunkt auch keinerlei Daten zu ihnen übermittelt – abgesehen von Fällen, die außerhalb unseres Einflusses liegen), ein Klick auf den jeweiligen Button öffnet dann ein neues Fenster, die Spreeblick-Adresse des jeweiligen Artikels wird übermittelt und der Nutzer kann entscheiden, ob er den Link via Facebook teilt oder ihn twittert. In diesem Fall wissen die beiden Unternehmen dann natürlich auch, was geteilt wird.

Diese Form der Button-Einbindung bedeutet, dass man nicht mehr auf einen Blick sehen kann, wie oft ein Link via Facebook oder Twitter geteilt wurde, was ganz praktisch war, aber dieser Verlust ist zu verkraften.

Den Button für Google+ haben wir vorerst komplett raus gelassen, denn die API von G+ lässt ein reines Weitergeben des Links derzeit nicht zu. Den flattr-Button haben wir hingegen wieder integriert (er war rechts oben auf der Seite die ganze Zeit weiter vorhanden, nun also auch wieder unter den einzelnen Artikeln).

Wir denken, diese Lösung stellt einen guten Mittelweg dar.

13 Kommentare

  1. 01

    Diese ganzen Buttons sollten sich die User selber als Erweiterung in ihren Browser tun und gut ist.

    Warum muß die jeder Webmaster auf seine Seiten tun?

  2. 02
    danielj

    @Robert Sander:
    Weil sie nur dann den wunderbaren (Neben?)Effekt haben, den sie in der üblichen Einbindung eben haben – ein wunderbares Tracking.

    Btw – daß man die auf seine Seite tun „muß“ ist ein – wie es scheint recht weit verbreiteter – Irrtum.

  3. 03

    Wäre ja auch katastrophal wenn einer bei Facebook wissen würde dass ich gerade auf Spreeblick war!!!

  4. 04
  5. 05

    Für Blogbetreiber sind die Social-Booksmarks ein nicht zu unterschätzender Faktor die Zugriffszahlen und damit die Bekanntheit zu steigern. Meine These ist, dass ohne diese Buttons kaum jemand den Aufwand aufbringt einen Artikel anderweitig im Netz publik zu machen.

  6. 06

    @Nikolas: Schon klar, so genau will ich das nur gar nicht wissen, der Blick auf die Zahl war halt immer ein ganz netter Check, wie ein Text ankommt. Aber wie gesagt: Gibt schlimmeres, hatten wir ja früher™ auch nicht. ;)

  7. 07

    @Raoul: Kann ich überhaupt nicht bestätigen! Ausgangspunkt für den langsam, aber stetig wachsenden Bekanntheitsgrad meines Blogs sind meine treuen Leser, die wiederum Links auf Blogbeiträge ganz altmodisch manuell auf Facebook setzen. Und auf dem doofen Twitter möchte ich gar nicht genannt werden… ;–))

  8. 08

    @Johnny Haeusler: Mit der API-Abfrage kann der Seitenbetreiber diese Zahlen selber einbinden, ohne daß sie jedesmal von FB direkt kommen. Man könnte sie z.B. alle 15 Minuten abfragen, in einer Datenbank ablegen und von dort anzeigen. Sollte auch schneller sein, als bei jedem Seitenaufruf ein Request zu FB zu schicken.

  9. 09

    @Rainersacht

    Was das Organische Wachstum einer Seite angeht stimme ich zu. Die Social Bookmarks sind ein Dreingabe, die ich gern in Anspruch nehme. Jeder hat seine Ansichten darüber und so soll es auch sein.

  10. 10

    Ich habe hier noch nie was „geliket“ und trotzdem mag ich Euch :)

    Die Buttons finde ich solange ok, wie der User die Kontrolle über deren Funktion hat. Insofern: gute Lösung!

  11. 11

    Ich denke auch, dass die „Like-Mania“ nicht unbedingt sein muss. Ein geteilter Link ist tausendmal mehr wert als ein dahingerotztes „Gefällt mir“. Von daher finde ich diese Lösung super.

    Wenn Google+ jetzt noch so etwas anböte, wäre das natürlich genial.

  12. 12

    Hey Johnny, die Zahl lässt sich recht einfach wieder einblenden, auch mit eurer Lösung. Das Plugin, was dabei hilft, heißt: SocialDataGrabber

  13. 13

    @Robert Sander: @ToBa: Danke sehr für die Hinweise! Ganz ehrlich glaube ich aber inzwischen, dass mir diese ganzen Zahlen einfach auch mal egal sein sollten. Ich finde die Lösung jetzt ganz elegant: Wir bieten der Service der Zwei-Klick-Verbreitung, die Seite bleibt aber trotzdem schnell und donnert Daten nur in verhältnismäßig (!) wenige Richtungen. Ein okayer Mittelweg und wir können ja auch weiterhin anpassen und reagieren.

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