11

Der E-Ton

Das ist ein sehr schönes und wertvolles Plakat der Jungen Deutschen Philharmonie.

jdph

Aber ob man mit diesem doch sehr erwachsenen Ton (get it?) wirklich das junge Publikum für klassische Klänge begeistern kann? Vielleicht stellt sich das Londoner Symphonie Orchester etwas cleverer an, indem es die eigenen Klänge auf die Handies der jungen Engländer (und Engländerinnen!) bringt.

11 Kommentare

  1. 01

    Es gibt noch ein Motiv mit dem Satz, „Auf einmal ist da Musik, die gross ist, dass sie auf keinen iPod passt“, was besonders irritierend ist, wenn du das Plakat im abartigsten Untergrund Deutschlands, der Frankfurter U-Bahn, liest.
    http://www.jdph.de/main.php?rubrik=aktuelles&aktuelles_spezial=imagekaufen

  2. 02

    Und gerade fällt mir auf, dass der Link bezogen auf iPods auch amüsant zweideutig ist…

  3. 03
    richard

    echt? wie zweideutig? erzähl mal. jetzt bin ich neugierig.

    ich finde die kampagne zwar flach aber die zielgruppe die eigentlich angesprochen wird – nämlich die gleich wie ohne imagekampagne –
    kann sich damit doch sicher identifizieren. früher war alles besser…

    gruß richard

  4. 04
    Maini

    Ich habe das plakat mit den Klingeltönen auch irgendwo am ALex gesehen und mich fast am boden gekringelt. Sehr geile Aktion. Und wie ich gerade sehe die mit dem Ipod is auch nicht schlecht.

    bis denne

    Maini

  5. 05
    richard

    joup. auf jeden fall hat die kampagne tiefgang und trifft den nerv der zeit. warscheinlich – spricht sie doch auch die jugend an und spricht aus, was viele denken ohne es artikulieren zu können. mit der welt ist was nicht in ordnung. das checkt man eigentlich auch schon mit 15 – und wer nicht – der sollte eigentlich auch zu hause bleiben und mtvwerbung schauen – bis zur letzen gehirnzelle.

    wer hat die kampagne eigentlich gemacht? die mit dem trojanischen pferd als haustier werden es ja kaum gewesen sein… dazu ist die fotostrecke dann doch noch einen tick zu mhmm beliebig.

    bis denne, richard

  6. 06

    Wenn Jugendliche die Zielgruppe dieser Kampagne sein sollen, ist sie komplett falsch, so sehr ich sie auch mag. Aber ich bin 40. Als 16jähriger hätten mich die Plakate nur bestätigt in meiner Gewissheit, dass Erwachsene keine Ahnung von a) meiner Technik und b) meiner Musik haben.

    Die Kampagne trifft die Eltern, aber nicht die Kinder. Zumindest nicht so, wie sie es vermutlich ursprünglich vor hatte.

  7. 07
    richard

    Sehe ich ganz anders Jonny

    a) ist die Kampagne von relativ JUNGEN LEUTEN – also kann sie dich nicht in der Meinung bestätigen das die „Erwachsenen“ keine Ahnung haben, wenn du jugendlich bist. Ich denke das Argument „Keine Ahnung von meiner Technik“ ist zu platt – und außerdem geht es unteranderem auch um den Satz wie : “ Kein Mitsingen, kein Mitklatschen – nur Musik “ – ich denke einfach mal hier kann sich ein 16jähriger auch gut mit anfreunden – ich ersönlich denke immer an „Musikantenstadel“ oder „Bierzelt“ wo besoffene 40ziger mit Bierbauch ganz nivaulos heile Welt konsumiert.

    b) Als du 16 warst – lief auch nicht so viel schief in der Welt – und das was schief lief wurde von dem Nachwuchs bekämpft – wärend sich „die Erwachsenen“ an Konventionen hielt und Dinge akzeptierte wie sie waren…

    Die Kampagne soll nicht nur Eltern und sicher keine Kinder ansprechen, sonder meiner Meinng nach Reflektierte Zwanziger die Zuhause ein paar Bücher haben. Sie soll errinnern das man Musik wertschätzen kann – und zwar mehr als 5 Minuten Daniel Köbelböck cool finden.

    Mich (26 J.) spricht die Kampagne an – und ich werde ganz sicher dieses Jahr wieder in die Oper gehen – wenn ich eine Begleitung dafür gefunden habe. :-)

  8. 08
    richard

    sorry für die schreibfehler – meine appletastatur klemmt – ich hatte nicht viel zeit – wie peinlich …

  9. 09

    @richard: Wenn wir uns auf 26-Jährige einigen, sind wir d’accord. Ich glaubte, es sollte an jüngere Menschen gehen, eben die Klingelton-Zielgruppe.

    Aber: Das mit dem „weniger Schieflaufen“ zu meiner Zeit stimmt glaube ich ebenso wenig wie die Vermutung, dass sich heute Jugendliche nicht mehr gegen solches Schieflaufen wehren:

    http://votenow.cell5.com/ hat bisher 121.749 Unterschriften gegen nervende Klingelton-Werbung gesammelt und auch geköpfte Sweeties sind eine Form des Protestes.

    Und ich erinnere mich noch gut an entsetzte, verzweifelte, ratlose Eltern zu den Themen Videospiele, Gameboy, sogar Rubik’s Cube. Oder aus Sicht des Jugendlichen an Atomkraft, den ersten Golfkrieg, Waldsterben…

    Ist die Welt schiefer als vor 20 Jahren? Ich glaube nicht. Sie ist nur lauter. ;)

  10. 10
    richard

    Joup nagut dann haben wir jetzt eben doch die selbe Meinung…

    Für Diskusionen rund um die Welt und Ihre Schieflage könnte man einen eigenen Blog aufmachen ;-) weltschmerz.spreeblick.com oder so …

    121.749 Unterschrieften gegen Sweeties werden nichts wieder gut machen – wer heute noch TV schaut – ist selber schuld. Das Medium ist abgehackt für mich. Soviele Petitionen kann man gar nicht erfinden um da noch was zu retten. Wieviele Zahlen kommen in dieser Message vor – gewinne 30.000 Euro im Jackpot und ruf jetzt die 0190 555 444 an …

Diesen Artikel kommentieren