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WLan für lau in Berlin

Vor einer Woche bloggte Markus wegen des flächendeckenden WLans für jedermann in Berlin noch etwas resigniert „žDa muss man sich keine neuen Botschaften überlegen, sondern kann die alten Konserven wieder kommunizieren, wie seit Jahren.“ Jetzt scheinen sich die Herren aber geeinigt zu haben und es soll tatsächlich kommen: flächendeckendes und kostenloses WLan für Berlin. Und morgen kommt theoretisch der Techniker, der dieses Internetz in meiner neuen Wohnung installiert. Das ist dann vom Timing auch eher suboptimal gelaufen, würde ich sagen.

Berlin macht das Internet kostenlos (via De:Bug)

41 Kommentare

  1. 01

    da hat wohl jemand ein |del| nicht richtig geschlossen :P

  2. 02

    suboptimal ist auch das fehlende [/s]-tag …

    / ah! der autor hat’s bemerkt! :-)

  3. 03

    ich hab vor 2 min meinen spd-direktkandidaten auf twitter dazu befragt, ob es mehr als ein pr-stunt von senator wolf ist.

  4. 04

    @clemens lerche: und was hat er geantwortet?

  5. 05

    Ja, macht ihr das nur mal in Berlin wo es eh schon flächendecken Breitbandinternet gibt, wir auf dem Land wo wir das wirklich brauchen könnten hinken halt noch ein wenig hinterher, gell?

  6. 06

    extrem überraschende wahl der gegenden. hätte es nicht irgendwie mehr sinn ergeben, den rosenthaler platz und das schlesische tor zu verinternetzen? spandauer, die sich eine neue hose kaufen und mitarbeiter der russischen botschaft scheinen mir etwas obskur als testzielgruppe zu sein.

  7. 07

    @asaaki: seine antwort http://twitter.com/BoehningB/status/1245297870 – wenigsagend. er ist dafür ;-) wau. ich hab noch mal nachgefragt, ob es wirklich auch im volkspark f`hain und wann sein wird. ick bin da skeptisch. bzw möchte den zeithorizont wissen, in dem ich träumen darf.

  8. 08

    @Pascal: verstehe dich. aber hier in Berlin ist nichts flächendeckend. in meiner gegend gibt es im moment keine freien leitungen.

  9. 09

    Hmm hoffen wir mal das funktioniert so … und dann dürfen alle was von haben^^

  10. 10
    Harm

    Für die Überwachung der Kommunikation ist das bestimmt ökonomischer, als mit allen Providern Verträge und Schnittstellen zu schaffen. ;-)

  11. 11
    Tim

    Welch ein Schwachsinn und Verschleuderung von Steuergeldern. Solange in über 00 Kommunen in Deutschland kein Breitband verfügbar und in einem Mehrfachen oft bei DSL-2000 Schluss mit Lustig ist, und daher Unternehmen abwandern, ist das Schwachsinn³

  12. 12
    Harm

    @Tim: Der Berliner Senat ist aber nicht für Kommunen zuständig. Sonst hätte man auch nie den neuen Hauptbahnhof bauen dürfen, solange in vielen Kommunen noch nicht mal der Bus pünktlich kommt.

  13. 13
    Tim

    Aber die Bürger in den Kommunen finanzieren das bankrotte Berlin mit. Prekäres Pack.

  14. 14
    Tim

    Selbst in Berlin dürften sich viele fragen, warum z.B. kein Geld für die maroden Schulen da ist, aber für freies WLAN am Ku’damm.

  15. 15

    Tolle News (warum kommt mir nur der Spruch „Wir machen den Weg frei!“ in den Sinn?)!

    René ist echt das neue Spreeblick, wenn man sich Postingfrequenz und Themen mal so ansieht.

    Peace

  16. 16
    Jan(TM)

    Kostenloses W-Lan find ich geil, aber auf mein Dach kommt die Antenne nicht!

    Darf sich dann da jeder Raubkopierenderkinderschändernazi einfach so einwählen oder brauch man Zugangsdaten? Was ist dann mit den „1-2-3 und du bist raus“ Leuten – gibts dann wieder Berlin Verbote?

    @Tim: Mit dem Geld könnte man auch eine ganze norwegische Trollkolonie über den Winter bringen.

  17. 17

    „Außerdem musste mit den teilweise privaten Eigentümern der Ampeln über die Möglichkeit der Nutzung verhandelt werden, sagte ein Sprecher der Verwaltung am Montag. Diese Bedenken seien jetzt aus dem Weg geräumt worden. “ -> Lasst mich raten – Enteignung?

  18. 18
    Shanti

    Was gehtn hier? Kann sich hier jemand zwischen „Enteignung“-, „Überwachungsstaat“- und „Steuergeldverschwendung“-sagen auch mal vorher informieren oder einfach die Klappe halten. Scheint ja jeder nur zu raten, warum, wieso und wie das gemacht wird. Aber dagegen sind trotzdem die Hälfte…

  19. 19
    Irreversibel

    Finde manche Argumente hier auch etwas seltsam. Hätten wir also auch DVBT in Berlin nie einführen dürfen weil das in der Prärie auch nicht flächendeckend empfangbar ist und wohlmöglich Steuergelder dafür ausgegeben werden? Muss sich die öffentliche Hand in der Hauptstadt also bei Investitionen immer nach dem geringsten Standard in Kleinkleckersdorf richten solange es möglich ist, dass ein Euro aus Kleinkleckersdorf dabei investiert wird? Sorry, aber das ist doch lächerlich.

    Die Frage danach ob Steuergelder für freies W-Lan investiert werden sollten solange es an anderen (wichtigeren) Ecken -wie Schulen- fehlt ist imo allerdings schon berechtigt….

    Trotzdem hätte ich mal ne Frage an die Leute mit Ahnung: geht es hier wirklich um vollwertiges Internet? Mit allen Möglichkeiten bzw. voller Bandbreite? Ich meine früher mal gelesen zu haben, dass es mehr so ne Aktion für Touris sei damit die umsonst irgendwelche Info-Seiten besuchen können aber wie es sich hier anhört kann ich ja bald meinen DSL-Vertrag kündigen…..kann ich kaum glauben.

  20. 20
    eva

    also hier im schönen leipzig gibts sowas schon ne weile (siehe http://leipzig.freifunk.net/) – ick und viele andre findens knorke!

  21. 21

    @eva: Freifunk gibts in Berlin ja auch, ist grad in Fhain-Xberg auch etwas bekannter (der Hausmeister sagte mir z.b. beim Einzug auf meine Frage „Wie ist das mit dem Internet ?“, ich wäre auf der falschen Hausseite für Freifunk). Warum der Senat sich zu fein ist, das zu fördern, ist mir jetzt allerdings nicht zugänglich.

  22. 22

    @Jan(TM) (16): Der Gedanke kam mir auch. Was nützt dann noch die Vorratsdatenspeicherung, wenn ich mich an jeder Ecke anonym einwählen kann. Oder wird das nur mit Username/Passwort gehen, die ich mir unter Vorlage des Persos beim Meldeamt holen kann?

  23. 23

    Und da hat noch kein Unternehmen den Rechtsweg beschritten? Wenn der Staat einfach mal so in einen Markt eingreift und zahlende Kunden rausnimmt?

  24. 24
    Tim

    @erlehmann
    Frei im Sinne von anonym wird das sicher nicht. Tippe auf einmalige Anmeldung mit Ausweis. In Italien müssen sich die Nutzer von Internetcafes auch ausweisen.

    Was das DVT-B-Beispiel angeht: Mit Kabel oder Satellit gibt es für jeden Haushalt Möglichkeiten, ausser DVT-B seine GEZ-Gebühren abzusehen. Dagegen sind viele Haushalte nicht nur in der „Prärie“ von Breitband komplett abgeschnitten (der aufwändige und sehr teure Zugang über Satellit lassen wir mal aussen vor). Und was ist „Breitband“? DSL 1000 oder DSL 2000 ist mittlerweile unter Standard – oder will hier ein DSL 16000-Nutzer tauschen? Wenn man DSL 6000 als zu erreichenden Standard ansieht, der web2.0 erst nutzbar macht, dann sitzen erheblich mehr User in der Schmalband-Ecke. Ohne grosse Hoffnungen auf Besserung. Aber der Ku’damm hat WLAN. Das wird Deutscland bei der digitalen Wirtschaft und Zukunft mächtig voranbringen.

  25. 25
    Tim

    Noch was. Lasst euch doch nicht für dumm verkaufen. Das ist reine Symbolpolitik. Für mehr als 2 Strassenzüge hat Berlin nie das Geld. Bringt halt mehr PR als die Sanierung von Schulen. Am Ende verdienen ein paar Firmen und Berater. Erinnert sich noch jemand an des elekronische Ticket der BVG? Da haben Unternehmen und IT-Consulter von den 18 Millionen Euro dick abkassiert, ohne dass das Ding je gelaufen ist.

    tagesspiegel.de/berlin/art270,1945759

    Mehr als Symbolpolitik ist in Berlin nicht möglich. Jeden der in Berlin in der immer wortreich von der Politik gepflegten „Kreativ- und Internet-Wirtschaft arbeitet, sollte dies zu denken geben.

  26. 26

    ich verstehe immernoch nicht, was gelder für technische versuchsprojekte mit mangeldem geld für schulen zu tun haben soll. sollen jetzt erstmal alle räder stillstehen, bis wirklich jede schule glücklich ist und dann darf man erst weitermachen mit technik, strassensanierung, sozialpolitik etc. ?
    oder überspitzt formuliert, sagt ihr auch:
    „wenn die hartz 4er mal arbeiten gehen würden, dann hätten wir bessere schulen!“ ?
    ich hoffe nicht.

    btw: ich bin selber vater und sehe die schulpolitik als äusserst kritisch, aber deswegen kann ich nicht alles andere verteufeln und wirklich jeden euro immer für die schulen verlangen. nur um etwaigen argumenten vorzugreifen.

  27. 27

    Staatliche Schulen braucht man nicht mehr. Wochenpläne zur Freiarbeit werden ins Netz gestellt, anschließend zentral ausgewertet und mit einem 5-Sternchen-System bewertet.

  28. 28
    Maltefan

    @nilz: Ich finde die Frage schon berechtigt wieso ausgerechnet das völlig bankrotte Berlin ausgerechnet dafür (in meinen Augen > Prio 100) Geld hat.

  29. 29

    @Maltefan: ich finde auch viele finanzpolitische fragen berechtigt. warum berlin geld hat, teile des potthässlichen stadtschlosses zu zahlen und den palast der republik abzureissen, was, da sind wir uns wohl alle einig, die überflüssigste aktion der stadt war. oder oder oder, you name it. ja, hier wird gerne geld verbrannt. aber das ist nunmal eine aktion, bei der ich tatsächlich einen nutzen und einen sinn erkennen kann. ich finde freien netzzugriff für alle schon irgendwie auch wichtig und richtig. das ist wie finanzierung sämtlicher, ebenfalls wichtiger, büchereien. das ist demokratisierung von information, meinetwegen auch von spam und pron, natürlich wird durch freies w-lan niemand schlauer, aber es ist eine weitere wichtige möglichkeit. desweiteren wird, denke ich, die kostenfrage nicht alleine an der stadt hängen, ein sponsoring und/oder werbefinanziertes wlan kommt wohl in frage plus das ich denke das für das ganze projekt nicht die mördersummern verbrannt werden, wie andernorts. ich fidne man muss eben auch, aller klammheit zum trotz, mal in solche dinge investieren.

  30. 30
    Tim

    @Martin
    Das Stadtschloss bezahlt der Bund.

    WLAN4free. Super. Aber der erste Schritt wäre doch, die Ziele und den Nutzen darzustellen. Dann kann man hinterher überlegen, ob das „Pilotprojekt“ erfolgreich war. Aber in Berlin wird erst gehandelt und dann gedacht. Nix neues.

  31. 31
    Maltefan

    @nilz: Welchen Sinn und Nutzen hat das denn? Können sich die Anwohner dort nicht einfach einen eigenen DSL-Anschluß besorgen? Gibt es den Sozialtarif für Bedürftige nicht mehr? Was will man damit erreichen / nach welchen Kriterien entscheidet sich, ob das Pilotprojekt erfolgreich war?

    Sorry wenn ich nach wie vor finde, dass Berlin echt andere Probleme hat, die es zuerst angehen sollte. Sowas finde ich klasse wenn eine Stadt nicht mehr weiss wohin mit dem Geld, oder zumindest weniger massive Probleme hat als Berin.

  32. 32
    Tim

    @Martin
    „Investieren zum Trotz“, kann man nur, wenn man das Geld hat. Wer auf milde Gaben anderer angewiesen ist, sollte Notwendigkeit, Sinn und Nutzen sehr gut begründen.

  33. 33

    jetzt krieg ichs aber von allen seiten…;)

    spass beiseite, ihr habt ja vollkommen recht. es gibt dutzende, wenn nicht sogar tausende beispiele, wo das geld fehlt und dringen eingesetzt werden sollte. dennoch: jede abteilung kriegt ihr budget und das soll sie dann auch einsetzen und wenn man versucht ein zeichen gegen stillstand zu setzen, dann finde ich das erstmal sehr gut und wichtig.

    und welche stadt weiss schon nicht mehr wohin mit ihrem geld…:)

    solange die kosten für das projekt in einem gewissen rahmen bleiben finde ich das noch voll in ordnung.

  34. 34

    Das ist doch endlich mal ein vernünftiger Grund in Berlin zu wohnen ;)

  35. 35
    Stefan

    Kann mir mal jemand erklären wieso es in Berlin private Ampeln gibt? In dem verlinkten Artikel heisst es „Außerdem musste mit den teilweise privaten Eigentümern der Ampeln über die Möglichkeit der Nutzung verhandelt werden“
    Hat da jetzt jede Kiezgrösse seine eigene Kreuzung?

  36. 36
    Irreversibel

    @ Stefan:
    http://www.welt.de/print-welt/article185232/Ampeln_werden_privatisiert_Senat_zahlt_dafuer_126_Millionen_Euro.html

    @Maltefan:
    Was meinst Du mit Sozialtarif für Bedürftige? Seit wann & von wem gibt es denn verbilligte DSL-Anschlüsse für Arme?

    Ich wiederhole aber noch einmal meine Frage an die Wissenden: Wir reden hier wirklich über vollwertiges Internet? Also inklusive unbegrenzter Möglichkeit zum Up-/Download, keinerlei Filtersoftware (z.B. für Jugendschutzzwecke) und mit einer Bandbreite, die mit privaten Anschlüssen vergleichbar ist?

  37. 37

    Erinnert mich an die Pläne von Google. In Mountain View soll das Ganze ja noch geklappt haben, in San Francisco ist die Sache aber glaube ich gestorben, oder?

    Ob das aber in Berlin nötig ist, weiss ich auch nicht. An jeder Ecke fehlt Geld, aber solch ein Projekt stampft man dann kurz aus dem Boden …

  38. 38
    Maltefan

    @Irreversibel: Von der Telekom gab es zumindest früher immer einen Sozialtarif. KA ob der DSL auch mit einschließt. Deshalb fragte ich ja … auch wenn die Zielgruppe für dieses Pilotprojekt ja gerade nicht die Bedürftigen zu sein scheinen. Umso unverständlicher finde ich es … es kann sich doch jeder DSL holen, der es braucht, wozu da kostenloses WLAN (vor allem als Stadt die eh für nichts Geld hat)?

  39. 39
    Irreversibel

    Der Sozialtarif der Telekom gilt m.W. nur für einen Festnetz-Telefonanschluss und beinhaltet eine monatliche Gutschrift von unglaublichen 6,94€ auf die Telefongebühren (nicht auf die Grundgebühr). Wer weniger oder (z.B. aufgrund einer Festnetzflat) gar keine Telefongebühren zahlt hat Pech. Bei DSL-Anschlüssen gibt es keine (und gab es m.W. nach auch nie) Vergünstigungen für sozial Schwache.
    Du hast allerdings schon Recht, dass diese mit einem Pilotprojekt am Ku`damm und an der Friedrichsstraße wohl auch nicht zur Zielgruppe gehören.

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