23

Spreeklicks (Soundtrack: Los Campesinos!)

Obwohl ich mir einbilde, die Sprachlosigkeit der Redaktion von Technology Review ob einiger Gedankenausflüge von Julia Schramm im Gespräch mit Constanze Kurz zwischen den Zeilen beinahe hören zu können, hat das Interview mit dem harmlos wirkenden Zitat-Titel „Datenschutz greift nicht mehr“ mehr Unterhaltungswert als der Versuch von USA Today, die Geheimnisse von Facebooks Datenverfolgungsmechanismen aufzudecken. Letzterer Artikel ist dennoch informativer. Aber eben nicht leichter.

Währenddessen stilisiert die TAZ Marina Weisband, die Geschäftsführerin der Piratenpartei, zu einer Mischung aus Natalia Vodianova, Hello Kitty und Mutter Theresa und sollte froh sein, dass Sätze wie „Marina Weisband wirft einen Kontrollblick in den Spiegel, bevor sie sich malerisch langsam den Mantel aufknöpft“ nicht von einem Mann geschrieben wurden. Trotzdem finde ich den Artikel irgendwie dann auch wieder ganz nett.

Und obwohl wir für den Aktionstag zu spät dran sind, darf auch bei uns der Hinweis auf die tolle „Aktion Libero“ gegen gegen Homophobie im Fußball nicht fehlen, denn erstens zählen zu unseren Freunden mehr Schwule als Fußballspieler (was aber Zufall ist, wir haben nichts gegen Fußballspieler!), zweitens gibt es schließlich auch bei uns ab und zu Fußball (wer Freds Spielkommentare vermisst: Ab zum blonden Engel!) und drittens sowieso. Schlimm genug schließlich, dass man im Jahr 2011 noch immer Aktionen gegen Homophobie machen muss.

UPDATE Gerade noch via Tobias Schulze darauf gestoßen, dass die TAZ die Qualität der hier stattfindenden Urheberrechtsdebatte lobend erwähnt, was mich sehr freut.

Nach dem Klick dann noch das neue Video der Black Lips. Und allen Clash-Fans sei ein Klick hierhin sehr ans Herz gelegt.
Ich hab‘ euch fast alle übrigens sehr gern.

Black Lips – „Raw Meat“ from Urban Outfitters on Vimeo.

Link Credits: Enno und Max.

23 Kommentare

  1. 01

    Ziemlich viel an Inhalten.

    Mal schauen:
    http://www.zdf.de/ZDF/img/mt-default/mt-asset_O4.jpg

    Ausserdem waren zu meiner Zeit die ‚Modepunks‘ aus gutem Hause.

  2. 02
    4et

    Schramm vs Kurz. Tut mir leid, aber neben Kurz erscheint Schramm ja noch mehr als das was sie ist: eine aufmerksamkeitsgeile Ziege die sich durch provokantes Blabla in den Mittelpunkt stellen will.

  3. 03
    Iris

    @#02:
    Mein Eindruck vom Interview: Julia Schramm ist eine kluge Frau, die aber manchmal in ihrer öffentlichen Argumentation zu viel Wissen als allgemein bekannt voraussetzt. Dadurch kann man ihren Gedankensprüngen manchmal nur folgen, wenn man den eigenen Grips anstrengt und verstehen WILL. Sie hingegen schaffen es hier immerhin, mir in drei Zeilen deutlich zu machen, dass Sie mit klugen Feministinnen nicht klarkommen und ihnen zu deren Argumentationen nicht mehr als plumpe persönliche Beleidigungen einfallen. Und nun raten Sie mal, wessen ‚Blabla‘ ich gern öfter zuhöre?

  4. 04
    Svenja

    @Iris: Feministinnen wüssten, dass der Schutz der Privatsphäre grade Frauen nützt. Post-Privacy beisst sich schon im Ansatz mit Feminismus.

    Um es mit den Worten meiner Freundin zu sagen, die den Feminismus-Artikel neulich von Frau Schramm mit einem Satz so kommentierte: wenn das die vierte Generation von Feministinnen ist, gehe ich jetzt weinen.

    Aufmerksamkeitsziege finde ich hingegen passend für Frau Schramm.

  5. 05
    Reinin

    Johnny Jazz – schöne Sammlung, oldschool irgendwie. Gute Musikauswahl. So mag ich Spreeblick. Ist London calling eigentlich jetzt echt offizieller Olympia-Song? Und hast du „Gott bewahre“ gelesen/gehört und hier hinreichend gewürdigt ;-)? Hab nichts davon gelesen…

    Schönen Sonntag euch allen.

  6. 06

    @Svenja:

    Feministinnen wüssten, dass der Schutz der Privatsphäre grade Frauen nützt. Post-Privacy beisst sich schon im Ansatz mit Feminismus.

    Gibt’s dafür auch Argumente oder ist das ’ne unumstößliche Göttinnenweisheit? Seit wann müssen Feministinnen alle eine Meinung bzgl. Datenschutz teilen? Steht das so in den Vereinsregeln? Und was ist das überhaupt für ein Verein, in dem Frauen andere Frauen anfeinden, nur weil sie öffentliche Aufmerksamkeit für Frauenthemen erzeugen und dabei auch meinetwegen für sie persönlich welche abfällt (gewollt oder nicht)? Nehmen Sie es Männern genauso krumm, die für ihre Themen und Überzeugungen trommeln?

  7. 07
    flubutjan

    Apropos Piraten, für die, die es vielleicht dann doch nicht mitgekriegt haben: Bundessprecher (o.ä.) Christopher Lang hat Scientology gerade als Religion bezeichnet. Und Religion sei Privatsache und so.

    z.B.: http://www.sueddeutsche.de/politik/scientology-anhaenger-als-parteimitglieder-sektenmitglieder-bringen-piraten-in-bedraengnis-1.1191210

  8. 08
  9. 09

    @Svenja:
    Vielleicht sollten Sie selbst erst mal ein paar der Artikel lesen, die Sie mich da so ’nett‘ googlen ließen. Da sind nämlich auch ein paar dabei, die verdeutlichen, dass ‚Privatsphäre‘ sogar Gewalt gegen Frauen begünstigen kann. Überzeugende Argumentation geht anders. Aber ist natürlich auch ein bisschen mühsamer, als einfach mal einen Giftpfeil gegen eine Feministin abzuschießen, die sich traut, öffentlich für ihre Überzeugungen einzutreten.

  10. 10
    flubutjan

    J. hat uns „fast alle“ sehr gern.

    Achtung bitte! Einsatz Betriebschorgruppe paranoider Blog-Kommentatoren … auf die Refrainmelodie von „Tränen lügen nicht“ … jetzt bitte! Und los:

    „Das ist wunderbar, doch schau in mein Gesicht … und du wirst seh’n: Mit ‚fast‘, da meint er mich. Ho hoho hou, la la la la lah …“

  11. 11
    Svenja

    Au man, diese Frauen, die ihre mit-Frauen verteidigen, was immer dummes aus deren Mund fällt, es macht mich sprachlos. Ich fühle mich verunglimpft, wenn eine die Frau Schramm als Feministin bezeichnet.

    Giftpfeile, au weia. Mimimi.

  12. 12

    @Svenja:
    Sprachlos geht auch anders ;o). Im Übrigen ist es mir sch…egal, ob Sie sich ‚verunglimpft‘ fühlen. Feministin ist kein exklusiver Titel für Sie und Ihre Freundin. Sie sind nicht allein auf der Welt und daher auch nicht das Maß aller Dinge.

  13. 13
    Oda

    War auch einigermaßen fassungslos, die wirren und kruden Thesen von Frau Schramm lesen zu müssen – arme Constanze Kurz! Deren Genervtheit ist dem Interview ja durchaus „anzulesen“. Habe mich daraufhin etwas intensiver mit Schramm (und ihrem Blog) auseinandergesetzt. O je… das ist alles so flach und peinlich und pseudointellektuell, da will man nur hoffen, dass diese Frau sich nicht noch öfter als Speerspitze eines neuen, selbsterkorenen Feminismus in den Medien präsentieren darf. Denn wenn sie – wie sie es tut – ständig von sich auf andere schließt, von wegen „das Netz ist meine Therapie“, und findet, dass alle ihr das nachtun sollten (weil Datenschutz ja so was von old fashioned ist), dann bin ich mal gespannt, ob sie ihre persönlichen exhibitionistischen Ergüsse (die ja nun wirklich tief in eine höchst gespaltene und aufmerksamkeitsgeile Seele blicken lassen…) in zehn bis zwanzig Jahren auch noch so sieht.

    Wie old fashioned das Recht auf Privätsphäre im übrigen wirklich ist, möchte ich an einem recht präsenten Beispiel zeigen: Man oute sich als schwuler Lehrer oder lesbische Lehrerin einfach mal vor seinen Schülern. Jaaaa, wir sind ja alle wahnsinnig modern und so wahnsinnig tolerant heutzutage – und da wird es auch garantiert keinen Repressalien und Verunglimpfungen geben, so wie es ja auch bald – zumindest in der Welt von Frau Schramm – keine Vorurteile und nur noch gut gebildete und tolerante Menschen geben wird… (sich aber weinend über Trolls und einen Shit-Storm im Netz beschweren, ja nee, is‘ klar!).

    Was mich mehr und mehr annervt, nein, was ich immens gefährlich finde und was mich wirklich ärgert, ist die selbstgestrickte, oftmals dumme, unkritische, von sich auf andere schließende utopistische „Social-Media-Lifestyle-Bubble“, in der viele der (Berliner) Netzavantgarde zu leben scheinen. Diese wird generalistisch als neues Lebens- und Zukunftsmodell medial herausposaunt – hat nur mit der Realität der meisten Menschen herzlich wenig zu tun. Das ist m.E. von Populismus und Demagogie auch nicht weit entfernt.

  14. 14

    @Oda:

    Vielleicht überrascht Sie das jetzt, aber ich persönlich lege sehr viel Wert auf meine Privatsphäre und teile daher viele Ansichten von Frau Schramm nicht. Dennoch bin ich bereit, ihr zuzuhören und mir ihre Sicht auf das Thema Datenschutz und Privatsphäre erläutern zu lassen (denn ich gehe mit meinen derzeitigen Ansichten von meiner gegenwärtigen Realität und ihren Bedingungen aus; die können sich aber ändern). Und ich akzeptiere auch, dass sie und andere in einer anderen Lebenswirklichkeit zuhause sind als ich und aufgrund dessen auch oft zu ganz anderen Zukunftsvorstellungen und Forderungen an die Politik kommen – z.B. eben auch die von Ihnen so bezeichnete ‚Berliner Netzavantgarde‘.

    Was ich nicht verstehe ist, wie man sich über diese unterschiedliche Wirklichkeitswahrnehmung dermaßen ereifern kann, dass man regelrechte Abneigungen gegen Personen entwickelt und meint, diese auch überall kundtun zu müssen, nur weil sie eben anders ticken als man selbst und sich das Recht herausnehmen, darüber auch öffentlich zu schreiben.

    Wenn Ihre Vorstellungen von Gegenwartsfeminismus so sehr von denen von Frau Schramm abweichen, wer hindert Sie denn daran, für Ihre feministischen Ideen ebenfalls öffentlich zu werben bzw. gegen die von Frau Schramm zu argumentieren? – und zwar nicht ad hominem, denn sowas finde ich prinzipiell eher abstoßend als überzeugend.

    P.S.: Ich kenne übrigens Frau Schramm nicht persönlich.

  15. 15
    Oda

    Was ist denn das für ein Feminismus? So eine Mischung aus Charlotte Roche („Privilegienmuschi“) und Lady Gaga („Ich trage Stiefel und eine enge Tommy Hilfiger – Jeans. Meine Haare sind perfekt gestylt und mein Make-up ist sorgfältig. Die kleine rote Tasche passt perfekt zu meinem roten Lackgürtel. Mein Handy, ein pinkes Klapptelefon, klingelt. Irgendetwas hemmt mich diesen Anruf entgegen zu nehmen. Die Blicke sind unerträglich. Für einige bin ich bestimmt auch fickbar. Ich fühle mich fehl am Platz. (…) “Es darf überhaupt keinen gesellschaftlichen Status geben!”, erklärt mir der süße Typ mit dem Bundeswehrparka, den langen Haaren und dem Bart bestimmt. Ich stehe ja auf diese Ché-Guevara Ausstrahlung. Warte mal! Hat er gerade die klassenlose Gesellschaft gefordert? Mir würde gerade reichen, wenn Studieren nicht 500€ extra pro Semester kostet. Na ja, denke ich, Idealisten finden sich überall. Braucht es ja auch. Pluralismus, Baby! Außerdem ist der Typ echt scharf! Er entschuldigt sich und springt auf die Bühne. Wow, denke ich mir, eloquent scheint er auch zu sein. Ich erwarte ein flammendes Plädoyer für die Humboldt’schen Werte, für die Bildung, für die Gerechtigkeit. Und hoffe auf ein Date.“)?

    Ständig diese Hinweise auf die eigene Attraktivität – ach lassen wir das, muss ja jeder selber wissen.

    Ich finde es einfach nur gefährlich, wenn diese Personen nicht mehr nur privat agieren, sondern eben politisch. Die Grünen waren sicherlich auch schräg, sie setzten sich wenigstens noch für sowas wie Umweltschutz und gegen Atomkraft ein, aber hier geht es um die Aufhebung von so wichtigen rechtsstaatlichen Errungenschaften wie Datenschutz und Privatsphäre, die in einem wirklich dümmlichen Plapperton daherkommen, das ärgert mich. Gegen eine geistreiche und differenzierte und kritische Auseinandersetzung habe ich überhaupt nichts einzuwenden – das war es ja auch, was Constanze Kurz die ganze Zeit versucht hat, aber leider kommen wirklich intelligenten Leute, wie eben Constanze Kurz, fast in jeder Diskussion zu kurz, weil die Medien nach diesen Web 2.0-Selbstdarstellern gieren.

    Mir geht es auch eher darum, aufzuzeigen, wie entlarvend Schramm mit ihrer Selbstentblößung im Grunde ist, das kann einem egal sein, daraus allerdings eine Regel für alle machen zu wollen, halte ich für falsch.

  16. 16

    @Oda:
    Ich finde nicht, dass es wider den Feminismus ist, wenn eine Frau sich attraktiv findet und das auch selbstbewusst nach außen trägt. Überhaupt war ich noch nie der Ansicht, dass Lust an der Weiblichkeit und Feminismus einander ausschließen. Was soll denn daran gefährlich sein und für wen?
    Und ich bin auch nicht der Meinung, dass Constanze Kurz in diesem Streitgespräch zu kurz gekommen ist – im Gegenteil, ich finde sie war Frau Schramm sogar rhetorisch überlegen.

  17. 17
    Mathias

    Ich teile nach der Lektüre der Kommentare der Damen hier im Grunde die Meinung zu Frau Kurz, argumentativ klar überlegen, durchdacht eben. Warum man aber das eher wirre Gerede von Frau Schramm nicht auch so nennen darf, verstehe ich nicht. Sie ist eine Frau, ja, sie hat sowas wie feministische Thesen, naja, aber das macht doch ihre Aussagen über Privatsphäre in der Gespraech kein Stück klüger?

    @Oda: der obere Absatz in #15 made my Day :)

  18. 18
    Oda

    Iris, stimme dir im Grundsatz absolut zu (#Attraktivität & Feminismus), aber diese ständige (Über-) Betonung der eigenen Attraktivität, v.a. im Hinblick auf die Männerwelt, fiel mir eben eher negativ auf.

    Wie gesagt, viele Blogs und auch facebook Beiträge sind (ob dem Teilnehmer nun bewusst oder nicht) sehr entlarvend (siehe u.a. auch Don Alphonso auf faz.de) und natürlich wird darüber geredet und natürlich fällen die Leute ihre Urteile darüber und schließen von dem Geschriebenen auf die Persönlichkeit. Ich musste mir auch schon anhören, ob ich eine Midlife-Crisis hätte, obwohl ich mich in bester Verfassung wähnte.

    Das hat oftmals keine unmittelbaren Ressentiments zur Folge und es kann einem vielleicht so lange egal sein, wie man von der Woge des medialen Erfolgs (oder sollte ich besser sagen, der medialen Effekthascherei) getragen wird und keine Negativeffekte zu glauben spürt oder aber ein sehr, sehr dickes Fell hat. Es kann einen aber heutzutage in blöden Situationen wie eine Art Boomerangeffekt umhauen, die Welt ist leider auch gemein und gehässig und ich bin überzeugt: verletzlich und verwundbar ist im Grunde jeder, siehe z.B. KTG.

    Mir ist bei all den Datenschutzdebatten v.a. wichtig, dass die Schwachen geschützt werden und wir uns über die möglichen Gefahren sehr bewusst sind, beide Ansätze vermisse ich bei Schramm.

    Mathias, ich finde auch, man darf sich über wirres Gerede auch mal ärgern und aufregen dürfen.

  19. 19

    @Oda:

    „Mir ist bei all den Datenschutzdebatten v.a. wichtig, dass die Schwachen geschützt werden und wir uns über die möglichen Gefahren sehr bewusst sind, beide Ansätze vermisse ich bei Schramm.“

    Ich nicht. Meine Schlussfolgerungen aus diesem Interview in aller Kürze: Frau Kurz argumentiert für die Entwicklung eines zeitgemäßen/wirksameren Datenschutzes. Frau Schramm geht hingegen davon aus, dass ein umfassender Datenschutz per Gesetz nicht mehr realistisch ist. Ihre Forderung an die Politik ist deshalb, gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen der nahezu allgegenwärtige und ihrer Meinung nach unvermeidbare digitale Datenstrom nicht existenzbedrohend ist. In den Argumentationen beider Frauen finde ich Punkte, denen ich zustimmen kann. Dabei ist mir auch aufgefallen, dass Frau Kurz‘ Argumentation auf den ersten Blick stringenter scheint, weil sie nicht so viel überspringt (gedanklich voraussetzt) wie Frau Schramm und der Zuhörer ihr daher leichter folgen kann. Darüber hinaus setzt Frau Kurz gezielt rhetorische Mittel wie Ironie und Strohmann-Argumentation ein. Ergo ist sie eigentlich diejenige, die hier mehr auf ihre Außenwirkung achtet, während Frau Schramm versucht, einen möglichst weiten Bogen zu spannen (u.a. auch zu politischer Transparenz) und dabei vermutlich leider einen Großteil des Publikums abhängt.

  20. 20
    Oda

    @ Iris: „gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen“ – ein schöner Wunsch, eine Utopie. Ich stimme in dem Punkt zu: Vielleicht brauchen wir solche utopischen Denkmodelle, aber dann bitte als solche benennen und durchdacht und ausdifferenziert darstellen. Als Historikerin bin und bleibe ich trotzdem skeptisch.

    Zum Thema Utopie habe ich von Stéphane Hessel neulich schöne Gedanken in einem sehr lesenswerten Interview gelesen: http://www.zeit.de/2011/23/Gespraech-Hessel-Precht

    Wer Lust hat kann überdies mal nach Dr. Rainer Funk und seine Aufsätze zum Thema: „Psychoanalyse des postmodernen Menschen“ googeln.

    Und damit will ich es auch bewenden lassen.

  21. 21
    Mathias

    Ich finde ja, wenn man was Gehaltvolles zu sagen hat, stellt sich oft die Aussenwirkung von selbst ein, siehe Frau Kurz.
    Jetzt zu argumentieren, ein zu kurz gedachter Ansatz, vielleicht sogar gefaehrlich, wenn man Oda folgen will, sei nur zu schlau fuer die verstaendnislosen Leser, find ich ein wenig duerftig.

Diesen Artikel kommentieren