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Right here waiting for Richard Marx

Seit Tagen habe ich „Right here waiting for you“ von Richard Marx im Kopf, und das ist nicht schön. Ich habe alles versucht, sogar die deutsche Nationalhymne, die bekanntlich jede andere Melodie hinweg fegt, aber es hat nichts gebracht.

Schuld daran ist die amüsante und interessante Geschichte von Edward McClelland, der für das Magazin The Morning News aus Chicago bloggt.

In einem Nebensatz eines Artikels, in dem es um etwas ganze anderes ging, hatte McClelland den Musiker Richard Marx als „schamlos“ bezeichnet. Soweit, so nachvollziehbar, eigentlich nur ein weiterer Nebensatz eines Autoren, der eine Person des öffentlichen Lebens etwas verunglimpft. Was man halt so schreibt, um die Leser zum Lachen zu bringen.

Gar nicht lachen konnte allerdings Richard Marx über den Satz, und so schickte er eine Email an Edward McClelland und fragte ihn, warum genau dieser ihn, Richard Marx, für schamlos halte und was er sich eigentlich dabei gedacht habe, solch einen Satz zu veröffentlichen, noch dazu in der Stadt, in der Richard Marx mitsamt Familie und Kindern lebt und arbeitet.

McClelland war verunsichert, ignorierte die Mail jedoch, und auch die folgende zweite, in der Richard Marx ihn zu einem Treffen von Angesicht zu Angesicht aufforderte. Doch als die Sache zu Twitter ging und Marx ihn dort als Feigling bezeichnete, gab es kein Zurück mehr für McClelland: Er traf sich mit Richard Marx in einer Kneipe in Chicago.

Wie dieses Treffen verlief, das solltet ihr im Artikel von Edward McClelland nachlesen, der nicht nur sehr unterhaltsam ist, sondern auch die Frage offen lässt, wer in dieser Geschichte wirklich als schamlos zu bezeichnen ist.

[via]

9 Kommentare

  1. 01
    Malte

    In Sachen Ohrwurm:

    „…it’s the final countdown…“

    So, ich hoffe, das hilft.

  2. 02

    @Malte: Na toll. Danke auch. ;)

    Aber da wir gerade bei Final Countdown sind:

    http://www.youtube.com/watch?v=2BrLEuzVCVQ

  3. 03

    Wunderbare Geschichte! Wo Du sowas immer ausgräbst..
    Danke
    Der Rolf

  4. 04
    Achim G.

    Kann mich Rolf nur anschließen. Sehr intensiv, danke.

  5. 05
    Coni

    Den Song hatte ich halbwegs verdrängt. Aber seine Frisur, die verfolgt mich noch heute.

  6. 06
    Nico

    Ich finde da nichts sonderlich fragwürdig. Richard Marx hat die Konfrontation gesucht und bekommen. Der andere hat vor Richard Marx selbst keine Eier bewiesen und kackt dann hinterher wieder über ihn ab.

    Toller Hecht, ehrlich. Nach dem Artikel habe ich als Pazifist sogar Lust bekommen diesem Affenblogger seine Alkoholikerfresse zu polieren.

  7. 07

    @Nico:
    Leider gibt es hier keine Sterne o.ä. zu vergeben.
    „NBC Blogger: Chief Keef’s Music Is A Primitive Minstrel Show“

  8. 08

    Sodele,

    ungeachtet aller Konventionen, mag ich oder auch nicht,
    ist der benannte Künstler ein Familienmensch, der, irrig,
    angenommen, immer noch – hinter den Kulissen – agiert.

    Remember:
    http://richardmarx.com/

  9. 09

    Die grönländische Ohrwurmforschung weist nach, dass das höchste Potenzial in Schlagern, Weihnachts- und Kinderliedern steckt. Und in „We shall overcome“.

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