Archiv

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Uli Hannemann und Frédéric Valin bei Read on, my dear

Nach langem Winterschlaf erwacht Read on, my dear wieder zum Leben: wachgeküsst vom großartigen Uli Hannemann, dem Ritter vom Reuterplatz. Der hat ja bekanntlich mit „Neulich in Neukölln“ den Referenztext schlechthin zum Kiez geschrieben, sozusagen die Encyclopedia Britannica des Hermannplatzes. Um ein Jahr danach „Neulich im Taxi“ nachzuschieben, momentan, so munkelt man, schreibt er an „Neulich in der Nacht“. Vielleicht aber auch einen Gedichtband, Titel: Neulich. Read on my dear…

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Jan-Uwe Fitz zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick

Entschuldigen Sie meine Störung“ heißt das neue Buch von Jan-Uwe Fitz (alias Vergraemer), und was soll ich sagen: untertrieben hat er nicht. Denn JUF hasst Menschen, muss aber hin und wieder einen treffen, zum Beispiel ins Gesicht. Dann baut ihm das Schicksal eine Psychiatrie in den Weg, die Sackgasse unter den Lebensplanungsentwürfen. Jetzt glaubt er, Gott sei ein Mond. Nein, Moment, das war ich. Obwohl noch nicht geklärt ist, ob JUF weiß, dass er nicht ein anderer ist. Wiederum obwohl es dafür unschlagbare Beweise gibt: denn er ist einzigartig lustig. Das reicht ihm leider nicht, deswegen schreitet er zur Publikumsbespaßung. Diesen Donnerstag. Live.

(Fortwährend Autor und Erzähler zu verwechseln habe ich übrigens vom deutschen Feuilleton gelernt.)

Jan-Uwe Fitz zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick
Donnerstag, 16. Dezember ab 20:30 – 23:00
Yuma Bar, Reuterstraße 63
Eintritt frei, Austritt mit Hut

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Xochil A. Schütz und Wolf Hogekamp zu Gast bei Read on, my dear

Es wird slammiger bei Read on, my dear.

Er hat Poetry Slams gemacht, da wusste noch niemand, was das eigentlich ist, 1993 war das, er ist durch die USA getourt und im Altenheim aufgetreten, er veranstaltet den Bastarslam ist Mitglied bei Agrar Berlin, er hat den BerlinerWald begründet, er hat die Poetry Clips erfunden und ich muss mal kurz Luft holen. Er ist, das wird man so sagen dürfen, derjenige der Väter des Poetryslams in Deutschland, der am 24.12. den Weihnachtsmann macht.

Und auch Xochil A. Schütz, die „Virginia Woolf im tank-girl-style“ (WDR), ist mit Slampreisen überhäuft worden: ihre lyrischen, verspielten, manchmal sehr zarten, manchmal sehr harten Texte haben ihr den Ruf eingebracht, raffiniert zu sein und das Publikum verstören zu können oder zu faszinieren: das Hamburger Abendblatt nannte sie deswegen einst die Poesiegöttin.

Wir werden Nektar reichen. Und Ambrosia. Am Donnerstag.

Xochil A. Schütz und Wolf Hogekamp zu Gast bei Read on, my dear
Donnerstag, 2. Dezember · 20:30 – 23:30
Yuma Bar, Reuterstraße 63

Eintritt frei, Austritt mit Hut

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Martin Beyer und Christine Sterly-Paulsen zu Gast bei Read on, my dear

horizontDies ist der erste Besuch des sympathischen kleinen asphalt&anders-Verlag in der Yuma, zumindest in diesem Jahr: Martin Beyer und Christine Sterly-Paulsen beehren uns und haben die Anthologie „Schau gen Horizont und lausche“ dabei.

Martin Beyer interessiert sich für die dunklen Momente: nicht ohne Charme und Humor erzählt er in seinen Büchern von den Abgründen der Liebe, den Obsessionen und Leidenschaften am Rande des Wahnsinns. Düster ist seine Welt und ein wenig absurd, aber auch: ein sprachliches Erlebnis.

Mangabé heißt das aktuelle Buch von Christine Sterly-Paulsen, Mangabé heißt auch die Insel, auf der es spielt: es ist ein Aussteigerparadies unter der Fuchtel eines versoffenen Korsen, wo sich Zivilisationsmüde und Europaflüchtlinge sammeln. Aber kein Paradies ohne Sündenfall, keine Aussteigerinsel ohne koloniale Vergangenheit.

Donnerstag, 25.11. 2010 ab 20:30
Yumabar, Reuterstraße 63

Eintritt frei, Austritt mit Hut

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Flix und Mischa-Sarim Vérollet zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick

Es geht gar nicht anders: Flixens Figuren muss man mögen. Sie sind auf eine ganz zurückhaltende, unaufdringliche Art und Weise verquer, ein bisschen wunderlich auch, aber ohne sich selbst zu ernst zu nehmen: was auch immer ihnen zustößt, nie lacht man über sie, immer mit ihnen. Es ist dieser empathische, gutmütige, ja versöhnliche Humor, der Flix auszeichnet, und der ihm unter anderem den Münchner Comicpreis 2009 eingebracht hat…. „Flix beweist, dass auch Comics wahr, schön und gut sein können“, schrieb Andreas Platthaus in der FAZ, eines fehlt in der Aufzählung noch: witzig. Sehr witzig.

Mischa-Sarim Vérollets (wir hatten ihn hier schon) Geschichten leben von seinem anarchischen Witz, von den absurden Einfällen und Gedankesblitzen, die er aus alltäglichen Situationen herausdestilliert: polnische Hochzeiten, Festivalbesuche, einer Begegnung mit Slayer, all diese kleinen Erlebnisse, die man selbst schon mal erlebt hat, aber so noch nie in Worte gefasst hat. „Brüllend komisch“, fand der Tagesspiegel Mischas Buch ‚Das Leben ist keine Waldorfschule‘, und wer ihn mal auf einer Bühne gesehen hat, weiß, warum zum Beispiel der Nilzenburger ihn zu Deutschlands besten Slammern zählt.

Wer es noch nicht weiß, wird es Donnerstag erfahren.

Flix und Mischa-Sarim Vérollet zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick
Donnerstag, den 18. November 2010, ab 20:30
in der Yuma Bar, Reuterstraße 63

Eintritt frei, Austritt mit Hut.

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Sascha Lobo zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick

lobo

Muss man Sascha Lobo ankündigen? Vermutlich nicht: aber es ist doch eine zu große Freude, um es sich entgehen zu lassen.

Sascha Lobo hat inzwischen wahrscheinlich alles gemacht außer Papst. Sogar einen Roman geschrieben, Strohfeuer. Über ein Arschloch in Zeiten der New Economy, eine Epoche, die ich nur aus märchenhaften, verklärten Erzählungen kenne. „Weißt Du noch“, sagen die Leute, „damals…“ und kriegen diesen trüben Blick.

Strohfeuer ist das richtige Werkzeug, um sie wieder einzufangen. Es ist die Geschichte eines spätpubertierenden Arschloches in einer Zeit, die für Arschlöcher gemacht war. Es ist eine Geschichte voller Unsympathen, voller sich selbst überschätzender Schwätzer und Blender, und – es ist witzig. Oder vielmehr, wie Florian Illies in der Zeit schrieb, „ein großer Spaß“.

Den werden wir auch haben, am Donnerstag.

Sascha Lobo zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick
Donnerstag, 4. November, 20:30
Yuma Bar, Reuterstraße 63

Eintritt frei, Austritt mit Hut.

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Felicia Zeller zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick

„Das musst Du lesen. Das ist völlig durchgedreht. Großartig.“ Selten ist mir ein Buch mit ähnlichem Enthusiasmus nahegelegt worden, und selten hatte der Laudator so umfassend recht: ‚Einsam lehnen am Bekannten‘ heißt die Kurzgeschichtensammlung, und es geht um gemeinsames Saufen als Beziehungsarbeit, um Kneipenpredigten, Kinderreichtum zur Existenzsicherung, Nichtstun und Nocheinigeswollen, um Neukölln und seine Zoologie. Es sind durchaus Themen, die man kennt, von denen man gehört hat, aber: nicht so. Nicht… SO.

Felicia Zeller hat sich die letzten Jahre ihren Namen durch Theaterstücke gemacht, ‚Bier frü Frauen‘ (2002) zum Beispiel oder ‚Kaspar Häuser Meer‘ (2007). ‚Einsam lehnen am Bekannten‘ ist das „schrägste Debüt dieses Jahres und des nächsten gleich mit“ (buchmarkt.de).

21.10.2010, Beginn 20:30
Yuma Bar, Reuterstraße 63

Eintritt frei, Austritt mit Hut

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Anselm Neft zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick


Keiner schreit so schön auf Bühnen, keiner regt sich so toll auf. Anselm Neft, der ist ein Echauffeur. Und es gibt viel, worüber man sich aufregen kann, denn die Welt ist ungerecht und sehr schlecht eingerichtet: allein schon die Großstadt mit ihren Auftragskiller, Flaschensammler, Arbeitslosigkeit, Gott. All den alltäglichen Wahnsinn, den er zusammenträgt, zusammentragen muss.

Ganz so schlecht, wie Anselm Neft manchmal sagt, ist die Welt aber doch nicht, denn sonst hätte sie niemanden hervorgebracht, der sich so schön, charmant und erhebend darüber aufregen kann, wie Anselm Neft.

Anselm Neft zu Gast bei Read on, my dear
14.10. Start 20:30
Yuma-Bar, Reuterstraße 63
Eintritt frei, Austritt mit Hut

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Gotti und Sven van Thom zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick

Wenn man ‚Gotti‘ bei der Wikipedia eingibt, steht über den Suchergebnissen „Ähnlicher Begriff: Gott“. Das überrascht nicht weiter, beide sind eine Institution, der eine in Bayern, der andere in Berlin. Sie haben auch gemeinsam, je nur ein Buch geschrieben zu haben. ‚Der Schatz im Silberblick‘ ist das lustige. Dort schreibt er über seine ostdeutsche Jugend, ohne die betriebsübliche Nostalgie und Sentimentalität, sondern selbstironisch und mit Sinn für die Absurditäten. Und mit viel anarchischem Witz. „Das muss man mögen. Wenn man’s tut lacht man sich tot.“ (Neon 04/2010)

Martin Gotti Gottschild und der nicht minder legendäre Sven van Thom, ehemals Sofa- beziehungsweise Beatplanet, haben es dank ihrer Powerlesung Tiere streicheln Menschen zu einiger Berühmtheit gebracht. Völlig zu Recht, wovon man sich diesen Donnerstag überzeugen kann.

Gotti und Sven van Thom zu Gast bei Read on, my dear
Donnerstag, 7. Oktober 2010
Reuterstraße 63, Yumabar
Beginn 20:30 Uhr

Eintritt frei, Austritt mit Hut

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Lea Streisand, Uli Hannemann und Frédéric Valin zu Gast bei Read on, my dear

Gleich ist Sommerpause! Denn gleich ist WM. Und was sollte Thema sein am letzten Mittwoch, wenn nicht Fußball? Read on my dear…

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Stijlroyal #13 zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick

Stijlroyal ist in der Stadt! Und sie haben die aktuelle Nummer 13 ihres Magazins mit dabei! Es geht natürlich um Essen. Oder, wie aufgeklärte Weltbürger sagen würden: Happa!

Lesen werden (mindestens) Hermann Bräuer, André Krüger, Nils Bokelberg und Steffi Roßdeutscher. Huck hingegen, seines Zeichens Verleger des Magazins, wird sich einen Sessel inklusive Ventilator inmitten des Raumes stellen, bereit für jedwede Anbetung, die ihm natürlich gebührt. Anschließend verwirren wir ihn durch eine Polonaise und klauen ihm die Getränke.

Mittwoch, 2. Juni 2010
21:00 – 23:30
Yuma-Bar, Reuterstraße 63

Eintirtt frei, Austritt mit Hut

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Jens Friebe zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick

Mittwoch ist Wochenende! Jedenfalls, wenn wir Jens Friebe glauben, der aus „52 Wochenenden“ lesen wird. Und wie der Tagesspiegel einst meinte: »Der Kolumnenband beweist: ein inspirierter Geist langweilt sich niemals.«

Mittwoch ist Wochenende! Langeweile ist an einem anderen Tag.

Mittwoch, 26. Mai 2010
Beginn: 20:30
Ort: Reuterstraße 63, Yuma Bar

(Eintritt frei, Austritt mit Hut)

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