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Sei B-Berlin!

Warum muss es immer so leicht sein, PR-Kampagnen blöd zu finden? Warum kann nicht mal irgendjemand von den ganzen beteiligten Profis etwas fabrizieren, auf das man wenigstens mit einem „Nun ja, nicht so mein Ding, aber ganz gut gemacht!“ reagieren kann? Warum wird man als Adressat immer für völlig meschugge erklärt und wie ein Kleinkind behandelt?

„Be Berlin“ heißt die neue Hauptstadtkampagne des Berliner Senats und vermutlich haben Umfragen ergeben, das zwei Drittel der Berliner zu doof sind den Slogan englisch auszusprechen (was ihn keinen Deut besser macht und die Stadt ebenfalls in die zweite Klasse degradiert), einen anderen Grund kann es kaum geben, warum die zur Kampagne gehörige Website unter sei-berlin.de zu finden ist.

Könnte sein, dass ich schon am Grundverständnis solcher Kampagnen scheitere. Die Berlin Partner GmbH beschreibt die Ziele so:

Der Berliner Senat möchte (…) Berlin national und international als Marke positionieren. (…) Ziel ist, mehr Menschen, Touristen und Besucher in die Hauptstadt zu locken. Mehr Unternehmen sollen sich hier ansiedeln und neue Arbeitsplätze schaffen.

Neue Arbeitsplätze wären bei einer Arbeitslosenquote von knapp 20 Prozent tatsächlich eine gute Sache, und bis es endlich soweit ist, werden die unbeschäftigten Berliner auf sei-berlin.de nun „dazu aufgefordert, ihre ganz persönliche Geschichte aufzuschreiben und einzusenden“. Als hätte man nicht schon genug zu tun beim aktuellen „Sei dabei!“-, „Mach mit!“-, „Schick uns dein Video“- und „Schreib‘ uns deine Meinung“-Wahn, den mittlerweile jeder Industriezweig von irgendeiner Trend-Agentur vorgeschrieben bekommen hat. Schreib deine ganz persönliche Klopapier-Geschichte, selbst haben wir nämlich keine.

Bei den meisten Kommerz-2.0-Aktionen gibt es jedoch immerhin einen iPod (Shuffle) zu gewinnen, den der arbeitslose Star-Regisseur hinterher verhökern kann. Bei sei-berlin.de gibt es fürs Mitarbeiten nicht einmal einen Anstecker und erst recht keinen Grund, dafür aber eine im Hauptbereich komplett in Flash gehaltene (es muss immer Flash sein, es muss blinken und zoomen und scrollen, anders kann man niemandem eine Website verkaufen) und sofort den ganzen Bildschirm füllende Site mit schlecht gerenderten und daher mäßig lesbaren Texten. Dass diese nicht kopier-/ zitierbar sind, versteht sich von selbst, und dass es für Leser keinerlei Möglichkeit der Interaktion gibt, ebenfalls (Pardon, ich vergaß: Man kann die PR-Texte mit Sternchen bewerten …). Irgendwann muss jedoch jemand auf die Idee gekommen sein, dass jemand anderes evtl. per Link auf einen der Texte hinweisen wollen könnte, und so hat man wenigstens an Permalinks und ein paar Social-Bookmark-Services gedacht. Gratulation.

Man mag diese Anmerkungen als Nerd-Nörgelei abtun (die Kreation des Begriffs „Nerdgelei“ habe ich mir verkniffen), aber das ist es nicht. Flash ist als technische Basis für eine Website, die möglichst viele Menschen (also auch solche mit langsamen Internet-Anbindungen und älteren Rechnern) erreichen und daher möglichst gut von Suchmaschinen verzeichnet werden soll, die völlig falsche Wahl.

Hinzu kommen inhaltliche Fragezeichen: Man möchte mit der Kampagne also endlich „Berlin als Marke positionieren“? … Hallo? Jemand zuhause in der Fasanenstraße?

Berlin soll eine Marke werden? Wenn irgendeine Stadt bereits eine Marke ist, dann doch wohl Berlin. Es gibt einen Berg von Problemen, die diese Stadt hat, garantiert gehört jedoch ein Mangel an Positionierung, an internationaler Aufmerksamkeit, an „Hipness“ nicht dazu. Die Frage ist eher, warum man sich bei der Berlin Partner GmbH mit aller Gewalt dafür einzusetzen scheint, dieses Image durch eine lahme, spießige und jetzt schon veraltet anmutende Website zu zerstören.

Es gibt viele Herausforderungen, aber ebenso viele Geschichten in meiner Geburtsstadt, viele tolle Ideen, viele abgedrehte und auch geradlinige Projekte, viele inspirierte und inspirierende Gesichter. Warum also versenkt der Berliner Senat die Projektgelder mit einer solch unkreativen Website, statt sie in eine Redaktion zu investieren, die diese Gesichter und Geschichten auf einer modernen Site und ohne albernes PR-Gewäsch vorstellt, mit Fakten und Daten untermauert, diskutiert, verlinkt und verbreitet und die somit den grandiosen Wahn der Stadt an einer zentralen Stelle dokumentiert?

Die Antwort ist ganz einfach: Weil dies nie die Intention der Kampagne war.

Die Intention der Kampagne ist die aller der meisten Image- und PR-Kampagnen: Jemand möchte so tun, als würde er etwas tun. Jemand möchte seinen Vorgesetzten blenden, auf seinem Stuhl sitzenbleiben, eine Pressemeldung herausgeben, einen Etat rechtfertigen, eine Excel-Tabelle schließen, einen Haken hinter einen offenen Punkt in seiner Zuständigkeitsliste machen können:

Fertig, gucken sie mal! Toll, oder? Da soll nochmal einer sagen, wir würden nichts machen!

Nur darum geht es, und um nichts anderes. Politik eben.

Update: Herr Kolbrück versteht’s auch nicht.

Update 2: Es gibt wohl auch eine Nicht-Flash-Version. Und wer die Texte zitieren will, kann zur mobilen Version wechseln.

Update 3: In den letzten Tagen hat sich eine umfangreiche Diskussion um Plagiatsvorwürfe ergeben, ein guter Startpunkt ist hierbei der Werbeblogger, bei dem es auch eine Auflistung möglicher personeller Verpflichtungen bei der Auftragsvergabe gibt.

149 Kommentare

  1. 01
    Löckengelöt

    leider leider, hast du mal wieder so recht.
    und die kampagne ist ist leider wirklich echt schlecht!

  2. 02

    Versteh ich alles nicht:

    Der Berliner Senat möchte damit Berlin [..] international als Marke positionieren. Deswegen auch die englische Version von be Berlin. Die Botschaft soll überall auf der Welt verstanden werden.

    Ja, wo denn? Wie denn? Vielleicht bin ich ja blind, aber ich kann da auf der Seite keinen Link zu einer Englischsprachigen (geschweige denn weiteren Sprachen) entdecken.

    Wie wollen die sich denn bei meinen notorisch fremdsprachenfaulen Kollegen und Nachbarn verstaendlich machen wenn das ganze auf Deutsch ist?

    Vor allem wenn mir dann auf der englischen Version von Berlin.de eine romantische Staedtereise nach Stockholm sowie eine Norwegenkreuzfahrt angeboten werden…

  3. 03

    Boah. Ist die Seite schmal gehalten. Flash ist sowieso sowas von Web 2.unhandlich. Das Geld hätten sie besser investieren sollen, definitiv! 5 Arbeitslose genommen, sie an einen Rechner gesetzt, und die Seite hätte auch nicht besser ausgesehen. ;-)
    Naja. Das war auf jeden Fall nix. Schade drum…

    Der Artikel ist aber echt gut geschrieben, Johnny. Ich kann dich wirklich gut verstehen. :-)

  4. 04
    Michael

    WORD! Wann lernen die Leute endlich, dass Flash in solchen Fällen, für solche Seiten einfach nicht funktioniert. Von den Pop-Ups die mein Firefox nach Klick auf „Über die Kampagne“ blockiert, möchte ich erst garnicht anfangen.

    Außerdem: Be Berlin?! Hallo! Englisch ist toll, ja, klingt hipp, cool und modern. Aber für eine Kampagne die auch national wirken soll ist das nicht das Richtige.

    PS. warum will man heute jeden Quatsch, ob nun Stadt, Gebäude oder sonstiger Quark, als Marke positionieren.

  5. 05

    Ach, wenn das mal einer mit Bielefeld machen würde. Ihr jammert immer auf so hohem Niveau. Aber sei’s drum – so kann man sich zumindest darüber aufregen – besser als wenn das Geld irgendwo anders unbeobachtet verschwindet…

  6. 06

    Der Slogan ist auch noch irgendwie abgekupfert von „I amsterdam“. http://www.iamsterdam.nl/

  7. 07
    Jander

    Die Berliner sind nicht zu doof das auszusprechen, die Agentur war nur zu doof zu gucken, ob die Adresse noch frei ist. Stand irgendwo bei offtherecord

  8. 08

    Wir haben doch noch glatt Glück gehabt. Denk mal an das arme Ruhrgebiet:

    „Ruhr hoch n Team-Work-Capital“

    Gut die Düsseldorfer hams erfunden, die mochten immer nur das Geld der Ruhr und sonst nichts.

    Aber davon mal ganz abgesehen. Unsere Werbefuzzis können es einfach nicht besser. Die sind so dämlich wie ihre Sprüche. Tut mir ja leid.

    Berlin wird es nicht weiter stören. Aus einer der ganz starken Marken Europas können solche Dödel nichts schlechtes machen. Aber was sollten die Ruhrpöttler tun. Ich wüsste was mit Teer und Federn.

  9. 09

    @Jochen Hoff: Ist der echt, der Ruhr-Claim? Das ist ja nicht zu fassen.

  10. 10

    das fazit ist mir ein bissl zu destruktiv und negierend geraten – aber ansonsten hast du viele nägel auf den kopf getroffen.

  11. 11

    Liest du selber Johnny:

    http://www.pottblog.de/2008/03/10/ruhr-hoch-n-der-beste-kommentar-zum-fragwuerdigen-ruhrgebiets-slogan/

    http://blog.50hz.de/2008/03/10/ruhr-hoch-n-versteht-kein-mensch/

    Unglaublich aber wahr. Gut das diese Art von Werbern keine Eimer verkaufen muss. Die würden die glatt als Transportmittel für Luft anbieten.

  12. 12
    sunny

    immer diese armen star-regisseure. tztz…

    ich weiß nicht einmal, ob man eine zentrale dokumentation braucht, wenn dann überhaupt nur eine, wie armin sagte: ENGLISCHE, wenn man das Außenland auch ansprechen möchte.

    es gibt doch so viele blogs, die berlin zum thema haben, sei es geschichtlich , musikalisch, künstlerisch, aktuell und etc.. jeder von den 48000 berliner radiosendern thematisiert berlin (jeder auf seine weise). es gibt unzählige sprachschulen in berlin. es gibt, es gibt…

    aber eine website wird nicht das image von berlin zerstören, soweit kommt’s noch…;)

    hihi, da fällt mir wieder der Leipziger Slogan ein:
    „LEIPZIG KOMMT“

  13. 13
    Ams ter Damm

    @docflo

    An IAmsterdam musste ich auch sofort denken. Nach „Du bist Deutschland“ ist „be/sei Berlin“ wohl der unkreativste und naheliegenste aller denkbaren Slogans.

    Ich frag mich ja sowieso, weshalb eine Stadt oder ein Land überhaupt eine Imagekampagne braucht. Meistens sind die nur peinlich („Paderborn überzeugt!“) und ich kann mir nicht vorstellen, dass die irgendjemanden motivieren, seine Urlaubs-/Umzugs-/Standortentscheidung zu überdenken. Aber nur dann würden sie das Verballern von Steuergeld rechtfertigen….

  14. 14

    „žNerdgelei“ ich plädiere für nördgelei : )

    aber ernsthaft meine cpu geht auf 99-100% , um mal mit dem reichspartymeister zu sprechen :“das ist nicht gut so!“

    das kommt davon wenn design by committee unter 50+ jährigen stattfindet die den it-sachverstand unserer justizministerin „brigitte-was-ist-ein-brauser“ zypries haben.

    die seite sieht aus als wäre der geschmack dieses cdu raumaustatters das maß aller dinge gewesen, ich warte nur darauf das tkkg und die ??? um die ecke biegen und mit mir einen spanenden fall lösen wollen.
    für die stadtmarketing wuppertal gmbh ließe ich mir das zur verkaufsförderung von seniorenkulturpäßen ja noch gefallen, beinahe aber nicht wirklich.

    bleibt nur zu hoffen das flash schnell H.264 umgstellt wird und die performance besser wird.

  15. 15

    Immer noch besser als der neue Slogan für Stuttgart 21: „Das neue Herz Europas“s. Stuttgarter Zeitung (ein Badner lacht). Wobei als Steuerzahler einem bei 6- stelligen Kosten eher die Tränen kommen können.

  16. 16

    Johnny, mach Dir nichts draus, dass Du es nicht fassen kannst. Der Ruhr-Slogan richtet sich an Investoren und High Potentials. Sowas können wir gar nicht fassen.

  17. 17

    Habt ihr den Kampagnenfilm gesehen? Ich bin offen für alle Berliner…wie nur für Berliner? Und Be-Berlin deutsch ausgesprochen (also e nicht i und Berlin, nicht Börlin), finde ich gar nicht so schlecht. Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht gewesen, dass Geld irgendwie so anzulegen, dass die Flüge nach Berlin billiger werden (keine Ahnung wie). Selbst mit easyjet muss man in letzter Zeit ein kleines Vermögen ausgeben, um nach Berlin zu fliegen.

  18. 18

    @Ams ter Damm Horch:
    Der Slogan ist zwar auch Mörderscheiße, aber bezieht sich nicht auf die Stadt Stuttgart, sondern auf das grandiose Bauprojekt von Bahn und Bund namens Stuttgart 21, das die Stadt rund zwanzig Jahre lang in eine Riesenbaustelle verwandeln wird. Wer schon mal in Stuttgart Auto gefahren ist, weiß was das bedeutet.

  19. 19

    @Frau Doktor
    Nichts anderes hab ich behauptet. Das Land ist auch an S21 beteiligt.

  20. 20
    corax

    @Jochen Hoff: Danke, dass du den Schwachsinn mit der Kampagne angesprochen hast, spart mir Arbeit, aaaber es heißt „žPottler“ und nicht „žPöttler“ wehe du schreibst das nochmal, ich finde raus wo dein Haus wohnt. ;-)

    @Johnny Haeusler: Ja der ist echt, echt nicht zu fassen. Aus Düsseldorf!, für’s Ruhrgebiet. Dabei fragte schon Herbert in Bochum wer da eigentlich wohnt.
    Wir haben ja genug Kohle hier zu verbrennen. :-)

    Glück auf!

  21. 21
    lana

    pithhelmet lässt diese seite gar nicht auf den safari. gut ist.

  22. 22
  23. 23
    thomas

    Jonny, deine Negativität zieht mich echt runter.

    Als berlin-gebürtiger (wohl wichtig) A-Blogger muss dir doch mehr einfallen als „Flash is Scheiße, Mitmachweb is Scheiße“.

    Du hast doch ne Plattform und kannst es bestimmt viel viel besser. Na dann mal los!

    Die ersten 20 Mitmacher stehen über diesem Comment.

  24. 24

    @thomas:

    Bitteschoen: Werbung fuer romantische Staedtewochenenden in Stockholm und Kreuzfahrten in Norwegen von der Englischen Berlin.de Version verbannen. McDonalds hat ja auch keinen Aufsteller im Eingangsbereich auf dem steht, „haben sie schon mal den leckeren Double Whopper von Burger King probiert?“.

  25. 25

    Ohja. Man sollte meinen, 700 MHz reichen zum Surfen dicke aus. Falsch Gedacht. Schon allein deshalb hasse ich z.B. die ganze CokeFridge-Aktion, weil deren Website (als ich das letzte mal schaute zumindest) komplett Flash ist (war).
    Schon allein dadurch ist ein Besuch dieser Seite für mich gestorben (also die Berlin-Seite jetz)

  26. 26
  27. 27
    Jan(TM)

    Bei Fontblog gelesen:
    Tatsächlich präsentierte eine Branding-Agentur die deutschsprachige Alternative zu »Be Berlin«, gewürzt mit echtem Berliner Charme, die bei den Verantwortlichen gut ankam:

    »Alle Arschlöcher sind schon hier, DU fehlst noch!«

    Be-Berlin hab ich auch erst versucht deutsch auszusprechen. Wenn ich Berlin wäre würd ich mir die Rechte holen für „Berlin, Berlin dein Herz kennt keine Grenzen“ und noch besser(auch wenns englisch ist) „First we take Manhattan, than we take Berlin“.

  28. 28
    Oliver

    Ich kenn nur B-to-B.

  29. 29

    Wenn Johnny schreibt:

    „Jemand möchte so tun, als würde er etwas tun. Jemand möchte seinen Vorgesetzten blenden, auf seinem Stuhl sitzenbleiben, eine Pressemeldung herausgeben, einen Etat rechtfertigen, eine Excel-Tabelle schließen, einen Haken hinter einen offenen Punkt in seiner Zuständigkeitsliste machen können…“

    …dann trifft er genau den Kern!

    Mir sind diverse GENIALE Kampagnen bekannt, die nur deshalb nicht umgesetzt worden sind, weil sie von Leuten kamen, die eben NICHT schon auf diesen Stühlen saßen. Hätte man nämlich DAVON etwas umgesetzt, dann wäre die eigene Legitimation den Harztzbach hinuntergeflossen.

    BERLIN ist selbstverständlich schon eine Marke (und was für eine, grins!), aber sie immer noch ausbaubar.
    Um nicht in fremden Gärten zu wildern verlinke ich hier nur mal auf einen meiner eigenen Vorschläge – dessen Konzept inzwischen weiter ausgebaut wurde, so daß es sich sogar OHNE externe Kosten umsetzen ließe: http://www.khammas.de/schoenste_oeffentliche_nahverkehr.htm

  30. 30

    Wenn für Berlin am Ende mehr als die 10 Millionen, die man rein gesteckt hat, wieder heraus kommen, hätte es sich doch gelohnt. Aber das kann man erst in zwei Jahren entscheiden.

    Dass die Inhalte auf der nicht-Flash-Version natürlich besser lesbar und kopier/zitierbar sind, sollte fairerweise auch erwähnt werden.

    Was ich allerdings nicht verstehe ist die Diskrepanz zwischen Inhalt/Konzept und dem oben zitierten Ziel: Aussagen wie Sei Berlin, bring dich ein, tu was, etc. sind doch eher geeignet, die Berliner Bevölkerung anzusprechen als Außenstehende anzulocken; ähnlich wie damals bei der „Du bist Deutschland“-Kampagne, wo das Ziel genau ein innerer Motivationsschub sein sollte.

    Vielleicht verfolgt man auch den indirekten Ansatz: ‚Ein besserer Berliner macht die Stadt anziehungsfähiger.‘ Da mag was dran sein, wenngleich es dann nicht geeignet wäre die Marke zu positionieren.

    Wer weiß …

  31. 31
    Tom

    be merkel

  32. 32

    „Biberlin“: mittelhochdeutsch für ein kleines Nagetier, dass Bäume fällt und daraus Staudämme baut. Bekannt aus der Zahnpastawerbung. Hat bloß nix mit Berlin zu tun. Dumm gelaufen.

  33. 33

    Joar, also ma ohne Scheiss, wenn wir so eine Kampagne bei uns im Ruhrgebiet wenigstens annähernd zu Gesicht bekommen könnten, dann wäre schon viel geschaffen. Ich finde die Website von sei.berlin eigentlich sehr gelungen. Sehr sogar. Die ganze Welt kann ja kein Blog sein.

  34. 34
    marcus

    bravo! danke!

  35. 35
    euphoriefetzen

    mmmhh. mit geblockten java-script ist die seite einigermaßen anschaubar. dies ist aber wohl eher den suchmaschinen dienlich. ;)

  36. 36
    Schnutinger

    Oh, dazu habe ich gerade ein kleines Stücklein produziert :-) Ich sach nur Rütli-Wear: Sei Straße, sei Laufsteg, sei Berlin!

  37. 37

    @Fuchs: Es gibt eine Nicht-Flash-Version? Okay, die suche ich mal und ergänze den Text oben.

  38. 38
    PiPi

    @horch: ;-)

    Letztlich zahlen wir Bürger die Zeche derer die uns als ‚Volksvertreter‘
    mit Bestem ï‚ŠObachtï‚‹ Wissen und Gewissen vertreten soll(t)en.

    P.S.:
    http://www.wir-koennen-alles.de

  39. 39

    großer gott …
    mein tag war echt schon beschissen aber das setzt dem ganzen die krone auf …
    10 millionen euro für sonen scheiss … ich glaub touristen stehen eher auf halbwegs zufriedene, fair bezahlte und deshalb arbeitende bvg mitarbeiter ..
    und wie pseudo integriert und rehabilitiert die rütli schule eingezogen wird ..
    man man .. wegen solchen leuten wie den machern dieser aktion ist das image der werbeleute und pr-futzis so verbeullt …
    fehlt nur noch das es heisst “ hier ein grußwort von unserem HOMOSEXUELLEN bürgermeister für unsere ÜBERTOLLERANTE stadt ..
    und noch schlimmer … man kann denen ja nicht mal auf der seite die meinung taggen… aber das hat wohl seinen grund …
    also sorry spreeblick fürs abfangen der kritik …
    ihr seid auf jeden fall ein besseres mediales aushängeschild für meine schöne heimat und hauptstadt …
    ansonsten wiedermal top johnny !!

  40. 40

    PR Agenturen sind dazu da, die Inhalte die sich Politiker ausdenken, medienwirksam umzusetzen. Mehr nicht. Wenn die Politik eine kreative Kampagne gewollt hätte, hätte sie kreative Kommunikationsdesigner beauftragt. Aber das war ja nicht das Ziel.

  41. 41
    subcurse

    Ich denke auch, dass es eher nicht Ziel war etwas kreatives zu schaffen sondern einfach mal wieder „einfach“ irgend etwas zu … naja … schaffen was man später als Versuch abhaken kann. Ok, einen der nicht funktionier(en)t hat/wird.
    Vermutlich ist es wirklich ein Problem kreative Leute, mit guten Ideen zu bezahlen. Wahrscheinlich aber eher sie zu kaufen um völlig Sinnlehre Ideologien zu vermarkten.
    Und Berlin? Berlin wird es wie immer in gewohnter Berliner „Hipness“ ertragen und sich seinen Teil denken.
    Macht aber nix, Berlin bleibt Berlin und Web2.0 leider eben auch.
    Aber (wie immer) sehr klasse geschrieben Herr Haeusler

  42. 42

    @Achmed Khammas: Ihre Kampagne finde ich ja mal sehr genial. Wäre schön das irgendwann umgesetzt zu sehen – und wenn’s nicht Berlin ist, dann halt woanders.

    ps: Das Fazit des Artikels unterschreibe ich. Wo ist die nichtsbringende Petition?

  43. 43

    @endur: Danke, Endur, lieb von dir! :-)

    Ich habe mich inzwischen in das ‚Fahrgastforum‘ des VBB hineingearbeitet (Wurm-Apfel Prinzip) und mir beim nächsten Treffen – vermutlich erst nach dem Streik – auch schon Sprechzeit reservieren lassen, um diese Kampagne noch einmal vorzustellen (Tropfen-Stein Prinzip).

    Nicht daß ich etwas HOFFNUNGEN hegen würde – aber ich ‚BIN ja auch Berlin‘ (sogar gebürtig!), und die Klappe halten geht ja schon mal gar nicht… ;-))

  44. 44

    @Achmed Khammas: Dann von mir schonmal viel Erfolg :)

    Ich bitte um Nachricht wenns denn doch geklappt haben sollte ;)

  45. 45

    In Hamburg zu sitzen und lesen, wie in Berliner Blogs alle diese Seite zerpflücken, das hat was.

    Der sinnvollste Kommentar zu dieser Seite ist bislang:
    http://www.ol-cartoon.de/images/witze/Be-Berlin.jpg

  46. 46

    Es tut mir im Herzen weh. Hoffentlich werde ich als Berliner nicht darauf angesprochen… Arm, aber nicht sexy. (manueller Trackback: http://blog.kmto.de/article/arm-aber-nicht-sexy-2)

  47. 47

    Ätzend finde ich es, dass solche halbgewalklten PR-Gags auch noch unendlich viel Geld kosten, dass woanders für Stadt. Image und Bürger weitaus effizienter verwendet werden könnte.

    Ich habe daher die Aktion mal etwas verändert:
    Sei Unioner!

  48. 48
    Martin Riemer

    In der heutigen Berliner Zeitung kommt die verantwortliche Marketing-Agentur Embassy zu Wort: http://tinyurl.com/32q5jx

  49. 49
    ber

    @Martin Riemer: Aus dem Artikel:

    “ Es gehe nicht um eine Botschaft, die „von oben herab“ diktiert werde, sondern um die „Kommunikation einer Stadt mit ihrer Bevölkerung“

    Ueber soche Saetze stolpert man dann doch etwas. Stadt=Senat oder wie? Scheinbar gehts auch darum den Berlinern Berlin schmackhaft zu machen (kann man ja mal versuchen). Ist das eine Reaktion auf den „Brain-Drain“ ins Ausland?

    Schoen auch:

    „Wir wollen die Stadt nicht in Gewinner und Verlierer teilen, sondern die Chancen für jeden zeigen“.

    Daneben im Ticker: „Zahl der Insolvenzen in Berlin stark gestiegen“

  50. 50

    Ich hab definitiv schon schlimmere Kampagnen als jene gesehen. Hab den einen (Image-)Film geschaut und fand ihn recht „nett“. Aber es natürlich immer einfacher alles blöd zu finden. Auf Flash und JavaScript rumzuhacken ist Geek-Mist.

    Klar, „Be Berlin“ find ich auch nicht prickelnd – aber „Sei Berlin“ eher.

    Gibt’s Gegenvorschläge?

  51. 51

    Berlin. Dawoimmavillewattlosisvastehste.

  52. 52

    Hey, hier mal langsam,

    ich war jung, 3 Tage wach und brauchte noch mehr Geld für einen neuen Elfenbeinrückenkratzer.

  53. 53
  54. 54

    @Sebastian:

    5 Arbeitslose genommen, sie an einen Rechner gesetzt, und die Seite hätte auch nicht besser ausgesehen. ;-)

    Sorry, ein echter Scheiß-Spruch! Auch mit Smiley!

  55. 55
    Fantastic

    Erstaunt bin ich auf jeden Fall über diese Aktion von beBerlin. Denn das sieht mir eher nach „Trittbrettfahrerei“ von beBerlin aus.

    http://www.berlinerliebe-blog.de/index.php/allgemein/2008/03/be-berlin-mit-sprechblase-konnte-von-berlinerliebe-abgeguckt-sein/

  56. 56

    @Fantastic: Hach naja. Sprechblasen gibt es nun auch nicht erst seit vorgestern, der Einsatz als grafisches Element liegt ziemlich auf der Hand und wurde bereits mehrfach umgesetzt.

  57. 57
    Meph

    Da ich selbst in der politischen Kommunikation arbeite, finde ich das wilde, teilweise wahllose Draufgehaue auf Kampagnen schwierig.
    Vorweg: Die Website finde ich fürchterlich, ich mußte meinen Laptop auf 10 cm ranholen, um die geschichten lesen zu können, die Schrift sieht irgendwie „schmutzig“ aus. Flash ist aus Gründen der Barrierefreiheit auch bedenklich, aber man hat eine Nicht-Flash Seite zur Verfügung gestellt, das ist überdurchschnittlich und lobenswert.

    Die Kampagne selbst: Sei berlin finde ich interessant, Be Berlin abgeschmackt. Aber – mit Verlaub – was ich finde oder die Herde an Menschen, die hier und auf anderen Blogs „irgendwas mit Medien“ macht, ist irrelevant. Die Kampagne, die uns allen gefallen würde, muss erst noch erfunden werden. Und wenn sie uns gefällt, wäre sie vermutlich dem Normal-Berliner zu verspielt, zu intellektuell, zu minimalistisch, zu gestyled… sein.
    Für diejenigen, die diesen Blog lesen, ist Berlin doch schon längst eine Marke. Und wir vertreten sie nach außen, wir sind alle Werbeträger dieser Stadt. Ich glaube aber, dass die Berufsschüler, an denen ich täglich vorbeilaufe, das pensionierte Pärchen, das zwei Stockwerke unter mir wohnt und die alleinerziehende Mutter um die Ecke das nicht so bewußt wahrnimmt, dass sie diese Stadt vielleicht mögen – und was sie an ihr mögen. Und weil es eben verschiedene Leute sind, braucht man verschiedene Ansätze, bei einer so vielfältigen Stadt wie Berlin wäre irgendetwas wie „Berlin – wir stehen früher auf“ einfach nur platt (und aus meiner persönlichen Langschläfersicht zutiefst unsympathisch).

    Dann noch ein Ding gegen das PR-Gebashe, das an dieser Stelle immer so gerne kommt. PR ist eine Dienstleistung, wir versuchen an erster Stelle den Kunden zufrieden zu stellen. Ich kenne die Ausschreibung für die Kampagne nicht (glaube nur zu wissen, dass explizit keine englischen Slogans gewünscht waren, was wiederum seltsam ist bei Be Berlin..). Es gibt aber ein Menge Interessen, die befriedigt werden wollen, angefangen vom Leiter Öffentlichkeitsarbeit über den Fachreferenten, das Bürgermeisterbüro und gott weiß was. Das ist, mit Verlaub gesagt, eine beschissene Ausgangsbasis für Kreativität. Zu behaupten, freie Mediendesigner hätten was besseres hingehunzt – ja, hätten sie vielleicht. Aber das wäre nicht genommen worden. Gute AGenturen haben ein tolles kreatives Potenzial, aber heruaskommt leider oft genug der Minimalkonsens, der, in diesem Falle, schlimmer hätte sein können oder vielleicht nur wenig besser.

    Was mich eher zum Nachdenken bringt, ist, ob diese Stadt sich diese Kampagne leisten kann. Hat jemand mal rausgekriegt, ob Kampagnen wie I am Amsterdam nur 10 leute mehr in diese Stadt gebracht haben? Oder ob es einfach die Mund-zu-Mund Propagande ist? Ich glaube, kaum eine Stadt ist gerade in Europa kultiger, die Kampagne hätte man sich vielleicht sparen können und das Geld anders investieren können, dass es den Touristen vor Ort gefällt. Das ist nämlich die beste Werbung.

  58. 58

    Das wär doch der Slogan gewesen:

    „Berlin – wir schlafen gerne etwas länger“

    :-)

  59. 59
    xStraightx

    @Meph:
    »Zu behaupten, freie Mediendesigner hätten was besseres hingehunzt – ja, hätten sie vielleicht. Aber das wäre nicht genommen worden.
    Gute AGenturen haben ein tolles kreatives Potenzial, aber heruaskommt leider oft genug der Minimalkonsens, der, in diesem Falle, schlimmer hätte sein können oder vielleicht nur wenig besser.«

    Es hätte noch schlimmer sein können, viel schlimmer“¦das was jetzt da ist, ist der Minimalkompromiß“¦
    Ich hätte mit denen, die diese Kampagne gemacht haben
    nicht tauschen wollen.

  60. 60

    @Meph: Ich stimme dir in vielen Punkten zu. Ich hoffe sehr, dass wir hier nicht den Eindruck erwecken, als würden wir grundlos (schon gar nicht) „draufhauen“ (bitte auch nicht). Generelles PR-Bashing wirst du hier nicht finden, wobei ich zugeben muss, dass das Thema einem oft genug an den Hals springt.

    Ich halte den Text dennoch für sehr gerechtfertigt.

    Mir ist völlig klar, dass man es nicht allen recht machen kann, wie viele Gemüter zu befriedigen sind etc. — ich hab ja selbst früher oft genug pitchen und umsetzen dürfen. Aber gerade als Berliner finde ich die Kampagne so dermaßen unsexy und peinlich, dass ich mich nicht zurückhalten konnte.

    Und ich glaube wirklich, dass ich mich den Abschluss-Sätzen nicht falsch liege. Hier scheint es in erster Linie darum zu gehen, etwas vorzugaukeln. Viele Kreativagenturen (vielleicht sogar die ausführende) können sowas viel besser, und wenn am Ende ein schlechter Kompromiss meine Arbeit als Agentur repräsentiert, dann habe ich schlecht gearbeitet, aus welchen Gründen auch immer. Große Etats gibt man nicht gerne auf, das ist klar, aber die Qualitätsgrenze muss jeder selbst ziehen.

    Ich habe trotzdem absichtlich nicht die Agentur herausgestellt, sondern die Auftraggeber.

  61. 61
    Meph

    @Johnny Haeusler: Johnny, ich möchte nicht den Eindruck erwecken, Ihr würdet wahlloses PR-Gebashe betreiben (ihr seht usnere Branche sehr kritisch, aber das ist okay), nur habe ich das Gefühl, dass auch in den Kommentaren das ganze schnell als PR-Mist abgetan wird und das Problem doch tiefer liegt.
    Deine letzten Sätze teile ich aus Erfahrung leider auch oft – aber nicht immer. Oftmals sind es aber die kleinen Etats, die wirklich etwas bringen und mehr als nur Schönfärberei betreiben. Kleinere Etats=weniger Leute = weniger Prestige = mehr auf Inhalte konzentrieren.
    Für große(Image-)Kampagnen gilt fast immer, was Du sagst, es sollte die Kunst der Agentur sein, zu dem Abgehakte und gespreizten Pfaunfedern noch irgendeinen Sinn für die Allgemeinheit zu finden und zu schaffen.
    Ob das mit dieser Kampagne gelingt…möchte ich jetzt noch nicht abschließend beurteilen. Mal gucken, ob im Zuge dieser Kampagne der Außenauftritt von Berlin überarbeitet wird, ob vielleicht gute Broschüren auf Internationalen Tourismus Börsen auftauchen. manchmal ist die Kampagne dann ja auch der Stein, der etwas ins Rollen bringt (ich hoffnungslose Optimistin, ich!).
    Über sexy und unsexy mag ich mich nicht streiten…bei 10 Millionen ist aber vielleicht der im Überdruß zitierte Satz „Berlin – arm aber sexy“ das endgültige Ziel ;)

  62. 62
    Nico

    @Johnny Haeusler:

    Die Erfindung der Sprechblase ist sicherlich nicht neu … nur hätten die Agentur-Kreativen ruhig mal ein wenig im Berliner-Umfeld umsehen können. Berlinerliebe gibt es mit diesem Erscheinungsbild schon ein paar Jahre länger in der Hauptstadt.

  63. 63

    OK – dann wollen wir doch mal das Kind aus dem Bade heben, bevor dieses abgestandene Wasser ausgegossen wird…

    DENN: …der Slogan ist geklaut!

    Die Urheber finden sich hier (www.beberlin.de – seit März 2007), scheinen aber sehr ok zu sein, denn sie empfinden es als ‚Ehre‘, daß man ihren Slogan verwendet hat (Zitat aus einer Mail von heute).

    Jede GROSSE Agentur hätte dagegen sofort ein Dutzend Anwälte in Bewegung gesetzt, richtg?

    Noch etwas – auch wenn es jetzt einige vielleicht nervt: Für diese 10 Millionen € hätte man meinen BVG-Vorschlag KOMPLETT umsetzen können und wäre damit garantiert in jeder Zeitung, jedem Blog und jedem TV-Programm erschienen, das sich auch nur peripher mit der Thematik beschäftigt:

    http://www.khammas.de/schoenste_oeffentliche_nahverkehr.htm

    Außerdem bin ich überzeugt davon, daß es kaum Kritik gegeben hätte – höchstens BERGE an Neid … aber dieser wäre dann ja wohlverdient gewesen, oder?
    ;-))

  64. 64
    stephan

    Mein Vorschläge:

    „WIA IS ICKE“
    „ICKE WÄRE WIA, WA?“
    „Dich sind Berlin“
    „Du Ich sind“
    „Schon?“
    „Sind!“
    und zu guter Letzt:
    „Urst konkret“ (okay, okay, könnte auch für die Schweiz gelten)

    Ich weiß nicht, Berlin macht sowieso was es will. Da hilft auch keine Kampagne als Fußfessel.

  65. 65
    Andreas Walter

    „Ach, wenn das mal einer mit Bielefeld machen würde. Ihr jammert immer auf so hohem Niveau. Aber sei“™s drum – so kann man sich zumindest darüber aufregen – besser als wenn das Geld irgendwo anders unbeobachtet verschwindet“¦“

    „Be Bielefeld“ waere aber auch schoen!
    Oder „Sei Seifersdorf“
    „Mann Mannheim“

    Erfurt hatte mal „Erfurt selbstverstaendlich“ Sollte auch Touristen anlocken!

    Macht echt Spass:

    „Haste mal ein Euro Rathenow!“
    „Eins auf die Fresse Wurzen!“

  66. 66

    @Meph: Ich weiß, dass in den Kommentaren manchmal vielleicht auch über die Stränge geschlagen wird, aber „¦ wir sind alle die Adressaten, insofern wäre es auch für die Absender vielleicht nicht unspannend, alles zu lesen. Dass sich nicht jeder die Mühe macht, alle Zusammenhänge in Betracht zu ziehen, finde ich verständlich und auch irgendwie okay. Das Ergebnis zählt, oder? ich weiß aus Erfahrung, dass laute Zustimmung zu einem Artikel nicht die Regel ist. :)

    @Nico: Ich hab’s jetzt nicht überprüft, aber ich könnte wetten, dass ich Kampagnen oder Designs mit Sprechblasen en masse finde, die noch sehr viel älter sind „¦ ;)

    @Achmed Khammas: Nicht alles, was schonmal da war, ist geklaut. Vor allem nicht, wenn die Idee so direkt vor einem steht: BE rlin. Vielleicht hat man sich ja auch im Vorfeld geeinigt, wer weiß.

  67. 67

    @amazeman: „Berlin bewegt“ ist besser als „Be Berlin“. Gibt´s aber auch schon; ebenso wie die Sprechblasen. Aber zur Abstimmung sind alle eingeladen: http://www.berlin-bewegt.de

  68. 68

    klar. Probleme solcher Art kennen wir in SOLINGEN nicht. SOLINGEN ist ein eingetragenes Warenzeichen, da braucht es keine teure Kampagne. Wer SOLINGEN hört, der denkt sofort an scharfe Messer und Brandanschläge und Hammelbeine. Wenn ihr wollt, könnt ihr Berliner ja RUHIG was Identität ab haben. Ruhe. Gibt es hier im Überfluss. Und im Unterfluss. (An der Wupper.)

    „komm ruhig nach berlin, freundchen..“
    „wirst schon sehn..“
    „anne hammelbeene kriegen wir dich!..“

    geritzt?

  69. 69

    @500beine: Solingen. Berlin. Mehr braucht’s nicht.

  70. 70
    Niclas

    http://www.spiegel.de/video/video-28059.html

    DAS find ich nen guten Beitrag zur Kampagne!

  71. 71

    @Niclas: Ich finde diese Anti-Stimming langweilig.

    Gibt’s alles in anderen Großstädten ebenfalls, das ist kein Alleinstellungsmerkmal für Berlin – weder hässliche Platten, noch Gewalt. Im allgemeinen nennt man so etwas Polemik.

    5 Millionen Euro ist natürlich deutlich mehr als ich auf dem Konto habe, aber schlußendlich nicht viel für so eine Kampagne.

    Klar, man kann auch mit 5 Millionen Euro mehr machen, aber wenigstens wurde mal etwas gemacht. Ich find das nicht so „abgehackt“ wie andere. Es geht ja auch gerade erst los.

    Red Bull lässt sich jedes Event das 10-fache kosten. Und da geht’s „nur“ um einen Energy Drink.

  72. 72
    tine

    be…llig

  73. 73

    Jeder soll sich grausen beim blossen Namen dieser Stadt:
    „BeBerlin….Bberlin?“
    Grandioser wäre doch der Einfall, daß jeder Berliner eine kleine aber
    feine Eigenkotprobe einsenden kann nach dem Motto:
    „Ick setz meine Marke“
    und dafür ne Angsttherapie gewinnen kann, bei der man lernt, den Namen dieser Stadt wieder schlotterfrei aussprechen zu können/wollen.

  74. 74
    Niclas

    @till: Ist ja gar nicht meine Stimmung. Ich finde Berlin weder zu schmutzig noch zu gewalttätig. Aber das SpOn-Video ist einfach viel lustiger als die bescheuerte Kampagne. Hab’s als Satire verstanden.

  75. 75
    PiPi

    Berlin ist eine Stadt

    Berlin ist ein Stadtstaat

    Berlin ist die Bundeshauptstadt

    Berlin ist eine Reisemetropole

    Um welches Berlin geht es bei
    der ursprünglichen Kampagne?

    —-
    Ich hab’s da schon einfacher
    http://www.stuttgart.de

  76. 76
    mib

    Von mir aus sollen sie eine Kamapgne machen, wenn sie denn meinen. Aber vielleicht hätte man mal jemanden damit beauftragen sollen, der sich damit auskennt. Diese halbstaatliche Pseudoagentur Berlin-Parner schreit gerade zu nach Fetternwirtschaft und Dilettantismus.
    Und das die Kamapgne so aussieht, als wäre sie von Steuerbeamten in einer Projektwoche erdacht, ist kontraproduktiv für einen Imagegewinn.

    Traurig eigentlich, dass statt Stolz Scham das vorwiegende Gefühl der Berliner ist.

  77. 77
    soki

    Diese durchgestylten Werbekampagnen
    die einem ständig um die Ohren gehauen werden,
    tun einem nur noch in den Ohren weh.

    Wer braucht sowas ? Jeder fühlt sich doch total verarscht, sei es die allein erziehende Mutter die nicht weiß wohin mit ihrem Kind weil es keinen anständigen Krippenplatz bekommt, aber von „Du bist Deutschland erzählt bekommt das es das schönste auf der Welt sei, ein Kind auf die Welt zu tragen.

    WEb 2.0 Social Communitys ich kann es nicht mehr hören, jeder der ein bisschen ahnung davon hatt glaubt er hätte die nächst beste Idee. unddu lokalisten studivz schuelervz meinvz myspace knuddels machdudas und so weiter und so weiter ….

    sei-berlin.de kauf dir Rüttli T-Shirts ?!? Was ? die können noch was anderes als Lehrer verprügeln ,-)

  78. 78

    Gut, dass nun auch der Spreeblick sich in die Reihe der Alles-was-Profis-machen-ist-doof-Finder einreiht, damit seid ihr dann auch so richtig in Deutschlands Mitte angekommen. Egal, was angefangen und ausprobiert wird: Bäh, kommerzielles Teufelszeug, das keiner will, keiner braucht, wonach uns niemand gefragt hat. Und damit man eben nicht der Nörgelei bezichtigt wird, schreibt man schnell mit rein, dass das keine Nörgelei sein soll. Was bitte ist Nörgelei, wenn nicht das?

  79. 79

    @Jörg Friedrich: Drei Dinge, die an der Kampagne toll sind?

  80. 80

    @Johnny Haeusler: Bin gespannt darauf, was Jörg Friedrich antwortet.

    Mir fällt nur EIN Ding ein, das an der Kampagne toll ist… daß man so ‚richtig berlinisch‘ darüber nörgeln kann (aber das verstehen wohl nur Berliner) ;-)

  81. 81
    jaybe

    @amazeman: Bi Bielefeld – bi tte sehr

  82. 82
    Gandolf Hübinger

    @alle: wenn berlin partner vetternwirtschaft unterstellt wird, dann sollte man sich vielleicht mal die hintergründe genauer anschauen. wuv schreibt das hier

    „Gleich vier Agenturen ließen sich den Slogan „be berlin“ einfallen: die Berliner Agenturen mapvertise, WE DO communication und Embassy sowie die Münchner Agentur Namestorm. Den Zuschlag für Konzeption und Kreation erhielten Embassy und WE DO. Im Bereich Kommunikationsdesign gewann Fuenfwerken Design AG ebenfalls Berlin.“

    http://www.wuv.de/news/unternehmen/meldungen/2008/03/89930/index.php

    10mil euro sollen in den nächsten zwei jahren ausgegeben werden. wofür genau?

    habe (berliner zeitung glaube ich) gelesen, dass der wettbewerbsetat für den claim 70k betragen hat.

    wenn man sich die beteiligten agenturen anguckt und die verbindungen zu berlinpartner zurückverfolgt, sieht es so aus als wäre hier an ortsansässige mittelständler, die berlin partner seit jahren unterstützten (und wahrscheinlich schon lange auf einen „dicken fisch“ hoffen) mit der giesskanne verteilt worden. thats politics, ist es auch vetternwirtschaft?

    dieser artikel bringt etwas licht ins dunkel:

    http://mobil.morgenpost.de/content/2008/03/13/berlin/951828.html

    oje, da gab es wahrscheinlich auch zwischen den agenturen reibungen. das erinnert an das hick hack zwischen scholz und friends und dem goldenen hirschen bei der fc-deutschland-kampagne/land der ideen.

  83. 83

    @Johnny Haeusler:
    1. dass es sie gibt
    2. dass offenbar Leute mitmachen
    3. dass ich mich beim Lesen der Beiträge dort gut unterhalte und etwas über das Leben von normalen Berlinern erfahre.

  84. 84
    Globo

    „Be/Sei Berlin“? Warum nicht: „Ick bin ein Börliner“ – das wäre doch ein viel besserer Slogan.

  85. 85

    @Globo Ich denke, weil der Slogan eine Art Lebensgefühl vermitteln soll. (Es sei mal dahingestellt, ob das klappt oder nicht.)

  86. 86
    Globo

    @ Till:
    Mein Vorschlag war nicht zu 100 Prozent – also eigentlich war er gar nicht ernst gemeint.

  87. 87
    steglitzer

    Ich arbeite seit mehr als 25 Jahren in der Tourimusbranche, direkt mit den Gästen unserer Stadt. Also, wenn ich bei der nächsten Reisegruppe das Mikro im Bus nehme und ihnen zurufe: „Bie Börlin!“ dann rufen die bestimmt die freundlichen Herren in den weißen Kitteln!

    Warum sollte ich als (ausländischer) Tourist nach Berlin reisen, bzw. warum tue ich das?
    Weil Berlin weltberühmt ist
    Weil Berlin aufregend ist
    Weil Berlin Kultur bietet
    Weil Berlin vielfältig ist
    weil Berlin…..
    weil Berlin…..
    ………
    ………

    und weil Berlin eine Reise wert ist!
    Und nicht weil mir jemand entgegenblökt: „Bie Börlin!“
    Die dümmste Kampagne seit Menschengedenken. Dagegen war ja „Berlin tut gut!“ noch die reinste Poesie.

  88. 88

    Mit dem Link zur Geschichte am unteren Rand einer geöffneten Story kommt man doch wieder zum gerade angezeigten Text.

    Die Flash-Seite an sich wird dadurch aber nur wenig besser.

  89. 89

    Ich finde den Slogan als solchen gar nicht mal soo schlecht. Wenn man mal mit Leuten meines Alters (mitte zwanzig) AUSSERHALB Berlins oder zugezogenen spricht, trifft es glaub ich genau ein Gefühl: Alle wollen nach Berlin, alle finden Berlin Cool und wollen irgendwie Berlinmässig sein (was immer sie dafür halten).
    Den Rest der Kampagne (die webpräsenz finde ich z. B. einfach nur hässlich und spiessig aufbereitet) find ich dann aber auch nicht so toll.

  90. 90

    Ick will keen B Berliner sein, ick bin lieber arm aber sexy!
    Aber zum Glück gilt auch hier: Was stört es eine deutsche Hauptstadt, wenn sich eine Werbekampagne an ihr kratzt!

  91. 91

    Ich hab immer Be Berlin gelesen (ausgesprochen: Beberlin. nix mit bi oder so).

    Und das klang nach Stottern. Oder Belgien?
    So wie Mü München oder Ma Magdeburg (hätte doch slangmäßig was).
    Ha Hamburg wär auch nicht schlecht.

    Irgendjemand tut sich einfach schwer, Berlin über seine Lippen zu kriegen, und zögert beim ersten Be noch. Dann aber kommts doch raus: Be Berlin.

    Aber durch den Artikel hier wurds mir klar: Nix deutsche Sprak lesen. Englisch must you read. Gut . Also noch ein Gedanke weiter- (Emotionen kommen schon nicht mehr auf, denn die haste beim ersten Lesen). Sei Berlin werd ich also aufgefordert. Hja. das ja gleich ganz was anderes. Hau mir ab damit.

  92. 92

    Kopiert? Adaptiert?

    die neue Berlin Kampagne ist unserer, die wir ebenfalls als Vorschlag im Oktober 2007 eingereicht haben verblüffend ähnlich…
    Dafür haben 6 Agenturen 5 Monate gebraucht….

    Alles über unsere Kampagne und den Wettbewerb gibt’s in unserem Blog:

    http://justberlin.co.nr/

  93. 93

    @Andrea Horn: Na endlich – wer sagt’s denn…
    Obwohl das aber auch etwas gedauert hat, Andrea, bis du nun das Nähkästchen aufgemacht hast ;-)

  94. 94

    @Achmed Khammas:

    6 (große) agenturen haben 5 monate diese Kampagne „entwickelt“.
    und im prinzip ist es unsere idee etwas adaptiert und in eine rote klammer mit bild gesetzt, nein? diese agneturen haben dafür das gewinnergeld von 210.00 euro bekommen. ich finde das unmöglich!

  95. 95

    @Andrea Horn: Dass „Just be“ ein uralter Claim von Nike (Quark, das war Just do it, Just be war CK, oder?) ist, sollte dann aber auch noch erwähnt werden.

  96. 96
    TB

    Ich find’s eine prima Idee. Ihr Berliner braucht einfach eine zweite Identität um in der Welt bestehen zu können. Ganz davon abgesehen, das man damit vielleicht auch die Vergangenheit abschütteln kann. Aber im Ernst: Was ist los bei Euch? Die ganze Welt schwärmt von der Stadt und überall wo man hin kommt, outen sich die Leute als Berlin Fans. Wozu diese Kampagne dann? Oder stammt das Wunderwerk von derselben Agentur die auch dieses wunderliche Land der Ideen fabriziert hat?! Das würde so manches andere erklären – aber auch nicht viel erreichen ausser Verwunderung eben.

  97. 97

    Geht eh nichts über den Claim für Hamburg, den sich Heinz Strunk hat einfallen lassen:

    Hamburg. Stadt im Norden.

  98. 98
  99. 99
    Chrissi

    nicht nur schlecht sondern auch WIRKLICH geklaut:
    http://justberlin.marcarroyo.com/

    hoffe das hat noch niemand gepostet (muss gestehen ich war zu faul alle 98 kommentare durchzulesen..)

  100. 100
    thomas

    @ chrissi:

    manchmal liegen klauen und inspirieren lassen oder ne ähnlich idee haben nah beieinander.

    Design ist eine schielende Kunst …

  101. 101
    jrg

    ja. um politik geht es bei dieser kampagne, wie bei jeder kampagne….sich bei den leuten ins gedächtnis setzen und den eindruck hinterlassen, man würde all das auch tun…und darüber kann man sich zurecht aufegen

  102. 102
    PiPi

    Zur Vervollständigung

    @ Spiegel-online.de

    Zitat:

    ‚Berliner Imagekampagne geklaut?

    Sage keiner, in den Weiten der Blogosphäre werde nicht auch investigativ gearbeitet. Patrick Breitenbach, seines Zeichens als „Werbeblogger“ unterwegs, machte gestern auf einige erstaunliche Übereinstimmungen zwischen der neuen offiziellen Berliner „be Berlin“-Kampagne und sehr ähnlichen Entwürfen zweier freier Grafikdesigner aufmerksam.

    Sowohl das Logo als auch der benutzte Werbespruch gleichen sich wie doch sehr, weshalb der unvoreingenommene Betrachter schwerlich an einen Zufall glauben mag. Zusätzliche Zweifel am Werbekonzept der Hauptstadt werden durch mögliche Verstrickungen von Jurymitgliedern, die den Zuschlag für die Konzeptumsetzung erteilten mit Gewinnern der Ausschreibung befeuert.‘

  103. 103
    stefan

    alle Be Berliner haben sich bei der Kampagne

    Be Birmingham

    bedient bzw. diese kopiert

    mit der sich die Stadt Birmingham mit einem markanten BE …. – Logo
    als Kulturhauptstadt Europas 2008 beworben hat !

    ( war u.a. schön auffällig auch auf der Intern. Tourismusbörse in Berlin ITB 2006 / 2007
    zu bewundern )

    Leider nicht mehr im ursprünglichen Kampagnenlogo und Design
    wird jetzt noch der Slogan von Birmingham weitergenutzt für
    Birminghams Kampagne

    Be Birmingham – your local strategic partnership

    Zum weiterführenden Konzeptklau siehe auch:

    http://www.bebirmingham.org.uk

    Was lernen wir daraus ? Besser recherchieren und
    keine Steuergelder für Ideenklau und Recycling verbrennen
    bzw. nicht auch noch stolz wie Bolle auf Kopiertes und Banales
    durch die Stadtmarketingwelt ziehen !

    Du bist Berlin ! Du bist Deutschland !

  104. 104
  105. 105
    Arnold Waller

    Berlin. Stadt im Osten

    Das klingt doch nach was.
    (Also mir laeuft ein Schauer ueber den Ruecken)

  106. 106

    Haben wir auch schon drüber diskutiert. Allerdings hat Horch weiter oben recht: Der Stuttgarter Slogan, den wir mit ca. 60 anderen Städten in Europa teilen (wobei er bei denen sicher dem Gemeinderat in den Schoß gefallen ist und von uns für zuviel Geld von Scholz & Friends verkauft worden ist ), der ist erst richtig peinlich. Zum Berlin-Slogan siehe auch hier: http://blog.betravel.de/allgemein/94-du-bist-ein-berliner

  107. 107
    Tim

    Warum wird man als Adressat immer für völlig meschugge erklärt und wie ein Kleinkind behandelt?

    Das muss auch was mit den Berlinern zu tun haben.

  108. 108
  109. 109
    Sebastian

    Ich bin der Author des Flash 3D Headers auf der Startseite. Leider bin ich ziemlich schockiert wie die Kritik hier von gaaanz oben nach unten durch den Beitrag wandert.
    Der Header ist teil der Kampagne und soll, beim bedienen, einfach nur spass machen.
    Die richtigen Informationen findet ihr doch auf den Unterseiten.
    Dann wird immer auf der Agentur herrumgehackt!!?
    Der Kunde entscheidet am Ende was gezeigt wird.
    Seit fröhlich und dankt denen die jeden Tag etwas neues ausprobieren um das Leben bunter zu gestalten.

  110. 110
    foobert

    @Sebastian: Geil. Ein Jahr spaeter. Ihr seid echte Internetprofis.

  111. 111
    Sebastian

    @ foobert
    Auf das Datum habe ich gar nicht sonderlich geachtet. Zudem ist die neue Kampagnenseite erst dieses Jahr Online gegangen.
    Dann war wohl auch eine andere Seite gemeint…..
    Aber lieber zu spät als nie :-)

  112. 112

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