Archiv

0

Gastbeitrag: Eindrücke vom Subversive Festival 2015

(Vorwort: Das Original-Bildmaterial des vor kurzer Zeit berühmt gewordenen Fingers von Yanis Varoufakis stammte von seinem Vortrag beim Subversive-Festival in Zagreb, das bis dahin wohl nur wenigen bekannt war. Als mich Felix Schilling per Mail fragte, ob ich Interesse an einem Artikel zur 2015er Ausgabe der Veranstaltung hätte, die Felix besuchen wollte, sagte ich gerne zu. Es folgen seine Eindrücke des Events, die Fotos stammen ebenfalls von Felix. – Johnny)
Read on my dear…

39

Liebes Westfalen-Blatt, [Update]

UPDATE 20.5.2015 Das Westfalen-Blatt distanziert sich in einer neuen Stellungnahme komplett von dem Artikel, bittet um Entschuldigung und beendet die Zusammenarbeit mit der Autorin. Die folgenden Spreeblick-Zeilen wurden vor dieser Stellungnahme verfasst.

UPDATE 2 BildBlog verweist auf die nicht unwichtige Tatsache, dass es die Kolumne auch in einer ausführlicheren Version gibt, die etwas anders klingt.

Liebes Westfalen-Blatt,

am vergangenen Sonntag hatte die zu eurer Verlagsgruppe gehörende Sonntagszeitung „OWL am Sonntag“ unter dem Titel „Unsere Töchter schützen“ diese Ratgeber-Kolumne der Diplom-Psychologin Barbara Eggert veröffentlicht, die für ganz hübschen Wirbel in den sozialen Medien sorgte. Und zwar zurecht.

So weit, so ungut.

Nun hat aber euer Redaktionsleiter Ulrich Windolph heute eine Stellungnahme veröffentlicht, die an Schwurbeligkeit und Rumgewinde kaum zu übertreffen ist und welche die Sache meiner Meinung nach noch peinlicher macht, als sie ohnehin schon war.

Ganz abgesehen davon, dass ich die Echtheit solcher „Leserbriefe“ anzweifle (ich siedle solche Kolumnen bei den Horoskopen an, halte sie also für Content, den Publikationen sich ausdenken, um der Meinung und den Wünschen ihrer Zielgruppe zu entsprechen und Layout-Lücken zu füllen), glaube ich nämlich, dass die verantwortliche Redaktion und Frau Eggert, die es als Psychologin eigentlich besser wissen müsste, den gleichen eklatanten Fehler machen: 

In der Kolumne wird von dem „Thema Sexualität“ geschrieben, in der Stellungnahme davon, „dass den beiden Töchtern des Ratsuchenden bisher jegliche Aufklärung über Homosexualität fehlt“.

Vielleicht wäre dem verzweifelten Bernhard und allen anderen Leserinnen und Lesern viel mehr geholfen worden, wenn man in der Kolumne und der Stellungnahme klargestellt hätte: Es geht hier nur in den Redaktions-, Psychologinnen- und Leserbriefausdenker-Köpfen um (Homo)Sexualität. Nicht in denen der Kinder. 

Den beiden Töchtern von Bernhard würde man nämlich auf einer Hetero-Hochzeit nicht erklären müssen, welche Vorlieben das Ehepaar im Bett hat, und daher geht es auch bei einer schwulen Hochzeit nicht um die Sexualität des Paares. 

Sondern es geht um zwei Menschen, die sich lieben. Was zu verstehen jedem Kind in jedem Alter problemlos gelingt, und dabei braucht man Sexualität nicht ein einziges Mal zu erwähnen und auch keine großartige Aufklärung zu betreiben. Außer der, dass es ein Fest gibt, wenn zwei sich Liebende beschließen, für immer beieinander zu bleiben. Kinder mögen Hochzeiten. Egal, wer da wen heiratet und wer wen küsst. 

Und lieber Bernhard, es wird in den nächsten Jahren sicher sehr schwierig sein, deinen Töchtern zu erklären, warum sich Menschen gegenseitig abschlachten, warum sie Kriege führen oder warum sie für Geld Dinge tun, die sie nicht tun wollen. 

Ich kann daher nur dazu raten, mit den einfachen Dingen anzufangen und ihnen zu sagen, wie toll und wichtig es ist, wenn sich Menschen lieben.

19

Über Vielfalt bei der re:publica

Von außen betrachtet muss die re:publica wie ein Hippiefestival wirken. Glückselige Tweets voller Herzchen berichten vom Event, Selfies von breit grinsenden Menschen füllen die Timelines, und ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn manchen Anderen, die nicht in Berlin dabei sein wollten oder konnten, etwas übel wird in Anbetracht solcher Dauereinigkeit, die doch gar nicht wahr sein kann.
Read on my dear…

4

Spreeblick macht: TINCON – Festival für digitale Jugendkultur

tincon_500

Auf der diesjährigen re:publica haben Tanja und ich nach Monaten der Vorbereitung und Planung die TINCON präsentiert, eine „teenageinternetworkconference“, ein Festival für digitale Jugendkultur. Wir sind stolz wie Bolle (das sagt man in Berlin so), dass wir sogar schon einen Termin und eine Location haben:

Die erste TINCON wird vom 27. bis 29. Mai 2016 zu Gast im Haus der Berliner Festspiele sein!

Hinter der TINCON steht aber noch viel mehr als ein Event für Jugendliche, unter anderem nämlich der ebenfalls frisch gegründete Verein TINCON, der eure tat- und auch zahlkräftige Unterstützung braucht. Infos gibt es unter tincon.org, und wenn ihr dabei sein wollt, dann kann via betterplace gespendet und hier als Fördermitglied geholfen werden!

Wir sind derzeit etwas zu platt für viele weitere Worte, aber schaut euch doch einfach mal an, was wir auf der re:publica erzählt haben. Dann wisst ihr sicher besser, was wir vorhaben – wir freuen uns sehr auf euren Input und danken für jede Unterstützung!

Bitte klicken, um YouTube-Inhalt zu laden.

PGlmcmFtZSB3aWR0aD0iNTAwIiBoZWlnaHQ9IjI4MSIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS9lbWJlZC8wc2I0aTRPUWVTOD9mZWF0dXJlPW9lbWJlZCIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj48L2lmcmFtZT4=

26

Kinderfotos im Netz – Ja oder Nein?

Unter einigen Eltern in meinen Timelines gibt es seit geraumer Zeit eine Debatte über die Frage, ob Eltern Fotos ihrer Kinder ins Netz stellen sollten oder nicht – Twitter, Instagram, Facebook, Blogs und andere soziale Medien bieten sich schließlich auch für Familiäres an, manche Eltern dokumentieren das Leben und Aufwachsen ihrer Kinder daher recht detailliert. Andere halten das für falsch, da sie in diesem Bereich nicht über ihre Kinder verfügen wollen und negative Folgen befürchten.

Als Einstieg in die verschiedenen Sichtweisen schlage ich die Artikel und die darin enthaltenen Links von Das Nuf und Steve Rückwardt vor.

Und ich gebe auch noch meinen eigenen Senf hinzu, eine Mischung aus Anmerkungen und eigener Erfahrung.
Read on my dear…

11

Doch noch ein paar Sätze zu Böhmermann, NEO MAGAZIN ROYALE und #varoufake

Die vom NEO MAGAZIN ROYALE und Jan Böhmermann behauptete Fälschung des bei Günther Jauch gezeigten und viel diskutierten Videos eines Auftritts von Yanis Varoufakis, bei dem er irgendwie auf eine Art Deutschland den Finger gezeigt hat (keine Sorge, der Satz ist bald vorbei), ist Satire. Was das Team vom NMR anscheinend getan hat: Sie haben den Finger nicht rein- sondern rausmontiert. Alle Angaben ohne Gewähr.

Neben dem, was sowieso diskutiert wird, fallen mir noch ein paar Sachen ein, die ich aufschreiben möchte. Nämlich hier:
Read on my dear…

10

Rauchen in der Wikipedia – A photoshopped dream

Kürzlich träumte ich, ich sei in der Wikipedia. Nicht im Sinne von „ich hatte einen Wikipedia-Eintrag“ oder „ich hab mich durch die Enzyklopädie geklickt“, sondern ich war an dem Ort Wikipedia, der im Grunde einer riesigen Bibliothek glich, aber eher nach Lager roch. Während ich durch die Regalreihen schlenderte, folgte mir im Hintergrund eine ältere Frau in Kittel und Latschen.
Read on my dear…

17

Publizieren ohne Website?

Ohne Zusammenhang: Eine Eule.

Vor einer Woche hatte ich in meiner Kolumne für WIRED Germany den Content-Verlagen ans Herz gelegt, ihre Websites einzustampfen. Auf diesen Artikel gab es einige spannende Reaktionen, die mich für die heutige Ausgabe zu weiteren Worten motiviert haben.

Anmerkungen / Kommentare / Ergänzungen können gerne auch hier stattfinden.

20

Scherben

Damals, als wir unseren ersten Hund noch hatten und noch in Kreuzberg wohnten, da trafen wir beinahe jedes Mal beim Spazierengehen eine schon etwas ältere, leicht gebückt laufende Dame mit ihrem ebenfalls schon etwas älteren und leicht gebückt laufenden Hund.
Read on my dear…

16

YouTube und die Alten

johnny

Über einen Tweet von @mspro bin ich gerade auf den Text von Martin Pittenauer bei kleinerdrei.org gestoßen, in dem er sich (zusammengefasst – lest den Text einfach mal) mehr Vielfalt auf YouTube wünscht, damit es eben nicht immer nur um „die jungen Menschen“ dort geht. Martin führt ein paar ältere US-YouTuberinnen und YouTuber als gute Beispiele dafür an, dass man nicht unbedingt 22 Jahre alt sein muss, um tolle Videoformate anbieten zu können.

Da ich nicht mehr 22 bin, erwähnte mspro mich in seinem Tweet, und daher folgen hier ein paar meiner Gedanken dazu. Denn natürlich habe ich / haben wir schon oft darüber nachgedacht, Spreeblick auch verstärkt auf YouTube stattfinden zu lassen. Und es gibt Gründe dafür, warum das bisher nicht (mehr) passiert ist.
Read on my dear…

2

Jochen Hülder 18.10.1957 – 15.1.2015

jochen hülder

Jochen Hülder ist tot. Der Mann, der dem Label der Toten Hosen (JKP: Jochens kleine Plattenfirma) seinen Namen gegeben und die Band als Manager 30 Jahre lang auf ihrem Weg begleitet hat, ist heute nach schwerer Krankheit gestorben.

„Hülder hinterlässt eine Frau, eine Tochter – und eine Band.“

Mein Beileid geht an seine Familie, seine Freunde, JKP und Die Toten Hosen.

34

Vive la liberté!

Bitte klicken, um embed.gettyimages.com-Inhalt zu laden.

PGlmcmFtZSBzcmM9Ii8vZW1iZWQuZ2V0dHlpbWFnZXMuY29tL2VtYmVkLzQ2MTMzNTM5MD9ldD1BVUExeEM0UlRTTmZBRVJzbTdjdnBBJiMwMzg7c29jaWFsT25Mb2FkPW9uJiMwMzg7c2lnPUsxNjZqQUZvVEVKMkdUV2hKbW5BZmQ1VFVHVnBwQzBvNVJKaC1nWkEtelE9JiMwMzg7Y2FwdGlvbj10cnVlIiB3aWR0aD0iNTAwIiBoZWlnaHQ9IjI5NCIgc2Nyb2xsaW5nPSJubyIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIHN0eWxlPSJkaXNwbGF5OmlubGluZS1ibG9jaztwb3NpdGlvbjphYnNvbHV0ZTt0b3A6MDtsZWZ0OjA7d2lkdGg6MTAwJTtoZWlnaHQ6MTAwJTsiPjwvaWZyYW1lPg==

Wenn mir die Bilder vom sonntäglichen Trauermarsch in Paris, bei dem Millionen von Menschen unterschiedlicher Herkunft und verschiedenen Glaubens vereint auf die Straße gegangen sind, auch aus der Ferne etwas geben können, dann ist es wohl Hoffnung. Die Hoffnung darauf, dass so viele Menschen erkannt haben, dass die Eindämmung des Terrorismus gegen die Freiheit nur gelingen kann, wenn wir unsere demokratischen Grundsätze noch stärker als je zuvor zeigen und ausleben. Jede Änderung dieser Grundsätze, jede freiwillige Einschränkung unserer Freiheit bedeutet einen Teilsieg derer, die uns dieser Freiheit berauben wollen.
Read on my dear…

Cookie-Einstellungen

Bitte eine Option auswählen. Mehr Informationen dafür gibt es in der Hilfe.

Bitte eine Option auswählen.

Die Auswahl wurde gespeichert! Cool!

Hilfe

Hilfe

Zum Fortfahren bitte eine Option auswählen. Unten gibt es Hilfestellungen.

  • Alle Cookies akzeptieren:
    Alle Cookies wie z.B. solche für Tracking und Analyse, falls eingesetzt.
  • Nur Spreeblick-Cookies akzeptieren:
    Nur Cookies von Spreeblick (Statistik, Wordpress).
  • Alle Cookies ablehnen:
    Keine Cookies mit Ausnahme von technisch wirklich notwendigen.

Hier kann man die Einstellungen jederzeit anpassen: Impressum/Datenschutz.

Zurück